DE915581C - Verfahren und Vorrichtung zur Isolierung elektrischer Leiter mit duennen Isolierstoffbaendern durch Umlegen in Laengsrichtung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Isolierung elektrischer Leiter mit duennen Isolierstoffbaendern durch Umlegen in LaengsrichtungInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Isolierung elektrischer Leiter mit dünnen Isolierstoffbändern durch Umlegen in Längsrichtung Elektrische Leitungsdrähte können mit Hilfe von dünnen Kunststoffbändern isoliert werden, indem die Bänder unter Verwendung von Klebstoff und Wärme um den Leiter geschmiegt werden. Bei Verwendung sehr dünner Bänder lassen sich damit Drähte mit einer Isolierung von nur einigen Hundertstelmillimeter Dicke herstellen, die ausgezeichnete elektrische und physikalische Eigenschaften haben.
- Das Aufbringen der Bänder auf den elektrischen Leiter geschieht erfindungsgemäß nach dem folgenden Verfahren: Ein dünnes Isolierband aus Kunststoff wird auf der einen Seite mit einem Klebstoff bestrichen und dann in einer besonderen Führungsvorrichtung in der Nähe des einen Randes der bestrichenen Seite in Längsrichtung des Bandes auf dem Draht festgeklebt, wie es in Abb. 3 a dargestellt ist. Der Draht, von dem das Band in seiner Breite nunmehr wie eine Fahne absteht, wird jetzt durch eine Führungsvorrichtung hindurchgezogen, die in ihrer einfachsten Gestalt aus einer Rinne' besteht, welche in langer Schraubenlinie verläuft und welche den Draht zwingt, eine sehr steilgängige Schraubenlinie in der Abzugsrichtung zurückzulegen; jedoch so, daß sich der Drahtquerschnitt gegenüber der Drahtachse nicht verdreht. Die schraubenlinienförmige Rinne, in welcher der Draht läuft, ist aber so beschaffen, daß der Querschnitt der Rinne sich längs der Schraubenlinie verdreht, und zwar um 36o° und mehr, je nach der Anzahl der Ganghöhen der Schraubenlinie. Wenn nun der Richtungssinn der Schraubenlinie so gewählt ist, daß er,-in Abzugsrichtung gesehen, im Sinn fortschreitender Umlegung des Bandes verläuft, so wird eine Umlegung des Bandes hervorgerufen dadurch, daß der Drahtquerschnitt keine Verdrehung um die Drahtachse erfährt, während die Rinne eine solche Umdrehung macht.
- Eine Rinne der hier beschriebenen Art läßt sich am einfachsten dadurch herstellen, daß in einen glatten runden Metallstab eine Nut parallel zur Stabachse eingefräst und der Stab selbst um seine eigene Achse verdrallt wird, so daß also diese Nut in steilgängiger Schraubenlinie an der Oberfläche des Stabes verläuft.
- Abb. i zeigt den Querschnitt eines solchen Stabes; Abb. 2 den Stab mit der eingelassenen Rinne in schematischer Darstellung, Abb. 3 b bis 3 e den Vorgang des Umlegens in vier aufeinanderfolgenden Lagen.
- Der Stab mit dem eingelassenen Binnenprofil steht im Raume fest, so daß die Rinne gegenüber der Anfangslage 3 b nach einem Viertel der Ganghöhe der Schraubenlinie die Lage 3 c, nach der Hälfte der Ganghöhe die Lage 3 d und nach drei Viertel der Ganghöhe die Lage 3 e so-,vie nach einer vollen Ganghöhe wiederum die Lage 3 b hat. In Abb. 3 b sieht man den Draht, an welchen ein Rand der Folie seitlich angeklebt ist; Folie und Draht ruhen in der Rinne bzw. auf dem Stab. Da, wie oben gesagt wurde, der Draht keine Verdrehung um die Drahtachse erfährt, und da andererseits, wie man sieht, das Binnenprofil sich stetig und um den Drahtquerschnitt dreht, wird notwendigerweise eine Umlegung des Bandes bewirkt. Da ferner die mit Klebstoff bestrichene Seite des Bandes der Drahtoberfläche zugekehrt ist, ergibt sich auch ein Anschmiegen und Festkleben des Bandes auf der Unterlage. Wenn eine mehrfache Umlegung des Bandes um den Leiter erwünscht ist, so muß die schraubenlinienförmige Rinne eine entsprechende Anzahl Ganghöhen haben.
- Die ganze Umlegungsvorrichtung ist in der Abb. :f dargelegt. Der blanke Draht oder die blanke Litze i läuft von der Vorratsrolle :2 über die Führung 6, das Band 3 von der Bandscheibe q. über die Führung 7 auf die Leitrolle 8, auf welcher Draht und Band zusammengebracht werden. Die Leitrolle 3 ist im dargestellten Beispiel (s. Abb. 5) mit einer Rille versehen, in welche der Draht i das auf die Rollenoberfläche vorher aufgelaufene Band 3 eindrückt, und zwar durch Einstellung der Führung 7 so, daß der Draht i auf das Band an der klebenden Seite in der Nähe eines seiner beiden Ränder aufläuft. Der Draht mit dem angehefteten Band durchläuft dann die Führung 9. Diese Führung 9 besteht aus einer Rinne, welche in sehr steilgängiger Schraubenlinie den Draht und das Band durch den geheizten Kasten 5 bis zu dessen Ende führt, von wo aus Draht und Band über die Abzugsscheibe io abgezogen werden. Die Rinne von 9 hat einen im wesentlichen halbkreisförmigen Querschnitt; wie in Abb. i dargestellt ist. Die Rinne ist so ausgeführt, daß der Draht mit dem Band sich frei in ihr bewegen kann. Wenn der Draht die Führungsvorrichtung durchläuft, ohne sich selbst zu verdrallen, dann dreht sich längs des Weges der Wulst i i mit dem überstehenden Teil des Bandes relativ zum Drahtquerschnitt und schmiegt den freien Teil des Bandes. der Oberfläche des Drahtes fest an. Auf diese Weise kann ein sehr breites Band mehrere Male, beispielsweise fünf- oder sechsmal, in einem Arbeitsgang um den Draht gelegt werden, die Führung muß nur entsprechend lang sein und genügend Windungen besitzen. Bei der beispielsweisen Vorrichtung, die der Abbildung zugrunde gelegt worden war, betrug der Abstand der Binnenmitte von der Mittelachse ungefähr 3 Drahtdurchmesser. Die Ganghöhe der Schraubenlinie, d. h. die Länge, die benötigt wird, um das Band einmal herumzulegen, betrug 8o cm.
- Die schraubenlinienförmig verlaufende Rinne für den Draht, der wir den Namen Schraubenrinne gegeben haben, kann natürlich in ihrer Gestalt von den angegebenen Beispielen abweichen. Wie eingehende Berechnungen gezeigt haben, erleichtert es die Umlegung, wenn die Reibung zwischen den geführten Teilen des Drahtes und der Führung möglichst klein ist, ferner, wenn die Ganghöhe der Schraubenlinie groß und ihr Durchmesser klein ist. Von Wichtigkeit ist auch, daß das Profil der Rinne so gestaltet ist, daß das Band während des Umlegungsvorganges keine ungleichförmigen Spannungen besitzt, die den Umlegungsvorgang stören könnten. Die Ganghöhe und der Durchmesser der Schraubenlinie brauchen keineswegs in allen Teilen der Führung gleich zu sein.
- Die Schraubenrinne kann aus Metall oder aus keramischen Stoffen gebildet sein. Es bedarf des in Abb. q. dargestellten Heizkastens nicht, wenn in den Kern der Schraubenrinne Heizelemente eingebaut werden. Die Schraubenrinne braucht keineswegs aus einem Stück zu sein; sie kann vielmehr aus einzelnenTeilstücken bestehen, die nicht unmittelbar aneinander anzuschließen brauchen, die vielmehr durch größere Zwischenräume voneinander getrennt sind; sie kann auch aus vielen aneinandergereihten schmalen Teilstücken bestehen, die lamellenartig nebeneinanderstehen und die etwas federnd gegeneinander beweglich sind: Wesentlich ist nur, daß, im ganzen betrachtet, eine schraubenlinienförmige Führung des Drahtes und eine relative Verdrehung zwischen Drahtquerschnitt und Binnenprofil längs der Schraubenlinie stattfindet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Isolierung elektrischer Leiter mit dünnen Isolierstoffbändern durch Umlegen in Längsrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das mit einem Klebstoff einseitig bestrichene Isolierstoffband mit der bestrichenen Seite in der Nähe von einem Rand parallel zu der Achse des Leiters auf dessen Oberfläche festgeklebt wird und daß der Leiter mit dem Isolierstoftband eine gegebenenfalls aus Teilstücken bestehende, im wesentlichen halbkreisförmige Führungsrinne durchläuft, deren Querschnitt längs einer steilgängigen Schraubenlinie von geringem Durchmesser um 36o°' oder mehr verdreht ist, und daB der Draht mit dem angehefteten Band gezwungen wird, diese unter fortschreitender Umlegung des Bandes ohne wesentliche Verdrehung des Drahtquerschnittes um die Drahtachse zu durchlaufen. a. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen glatten runden Stab, in welchem die Führungsrinne längs an der Oberfläche verläuft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED7691D DE915581C (de) | 1939-08-30 | 1939-08-30 | Verfahren und Vorrichtung zur Isolierung elektrischer Leiter mit duennen Isolierstoffbaendern durch Umlegen in Laengsrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DED7691D DE915581C (de) | 1939-08-30 | 1939-08-30 | Verfahren und Vorrichtung zur Isolierung elektrischer Leiter mit duennen Isolierstoffbaendern durch Umlegen in Laengsrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE915581C true DE915581C (de) | 1954-07-26 |
Family
ID=7032227
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DED7691D Expired DE915581C (de) | 1939-08-30 | 1939-08-30 | Verfahren und Vorrichtung zur Isolierung elektrischer Leiter mit duennen Isolierstoffbaendern durch Umlegen in Laengsrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE915581C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE924639C (de) * | 1944-05-16 | 1955-03-07 | Felten & Guilleaume Carlswerk | Vorrichtung zum Umhuellen eines elektrischen Leiters mit Band |
| DE1000077B (de) * | 1952-09-27 | 1957-01-03 | J A Kraft Fa | Vorrichtung zum Aufbringen einer einseitig mit Klebschicht behafteten Isolierfolie in achsparalleler Richtung auf elektrische Leiter |
-
1939
- 1939-08-30 DE DED7691D patent/DE915581C/de not_active Expired
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE924639C (de) * | 1944-05-16 | 1955-03-07 | Felten & Guilleaume Carlswerk | Vorrichtung zum Umhuellen eines elektrischen Leiters mit Band |
| DE1000077B (de) * | 1952-09-27 | 1957-01-03 | J A Kraft Fa | Vorrichtung zum Aufbringen einer einseitig mit Klebschicht behafteten Isolierfolie in achsparalleler Richtung auf elektrische Leiter |
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