DE911702C - Hydraulischer Wendeheber fuer Strassenmotorfahrzeuge - Google Patents

Hydraulischer Wendeheber fuer Strassenmotorfahrzeuge

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DE911702C
DE911702C DEA12769A DEA0012769A DE911702C DE 911702 C DE911702 C DE 911702C DE A12769 A DEA12769 A DE A12769A DE A0012769 A DEA0012769 A DE A0012769A DE 911702 C DE911702 C DE 911702C
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Erhard Charles Andreae
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60SSERVICING, CLEANING, REPAIRING, SUPPORTING, LIFTING, OR MANOEUVRING OF VEHICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60S9/00Ground-engaging vehicle fittings for supporting, lifting, or manoeuvring the vehicle, wholly or in part, e.g. built-in jacks
    • B60S9/14Ground-engaging vehicle fittings for supporting, lifting, or manoeuvring the vehicle, wholly or in part, e.g. built-in jacks for both lifting and manoeuvring
    • B60S9/205Power driven manoeuvring fittings, e.g. reciprocably driven steppers or rotatably driven cams
    • B60S9/21Power driven manoeuvring fittings, e.g. reciprocably driven steppers or rotatably driven cams comprising a rotatably driven auxiliary wheel or endless track, e.g. driven by ground wheel
    • B60S9/215Power driven manoeuvring fittings, e.g. reciprocably driven steppers or rotatably driven cams comprising a rotatably driven auxiliary wheel or endless track, e.g. driven by ground wheel driven by an auxiliary motor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Cleaning, Maintenance, Repair, Refitting, And Outriggers (AREA)

Description

  • Hydraulischer Wendeheber für Straßenmotorfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf einen hydraulischen Wendeheber für Straßenmotorfahrzeuge, der eine oder mehrere hydraulische Hubvorrichtungen und ein auf der Straße aufsetzbares Wenderad oder mehrere solcher Räder aufweist, das oder die dazu dienen, das Fahrzeug seitlich oder im Kreis zu versetzen.
  • Von den bekannten Wendehebern unterscheidet sich die Erfindung vor allen Dingen dadurch, daß die hydraulische Hubvorrichtung oder, beim Vorhandensein mehrerer, mindestens eine von ihnen ein über einen hydraulischen, in der Nabe sitzenden Antrieb antreibbares Wenderad enthält. Die Hubvorrichtungen und die Wenderäder sind dabei vorteilhaft hydraulisch miteinander verbunden und werden durch besondere Steuermittel gesteuert.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Steuermittel für den hydraulischen Antrieb der Wenderäder so ausgebildet, daß die Räder mit gleicher oder unterschiedlicher Drehzahl und in gleichem oder entgegengesetztem Drehsinn angetrieben werden können. Außerdem weist jedes Wenderad eine mittlere Bohrung mit radial nach innen gerichteten Schiebern auf, die durch Federn gegen den Umfang eines feststehenden Teils liegen, der Ein- und Auslaßöffnungen hat, durch welche die Flüssigkeit in die und aus den zu beiden Seiten der Schieber gebildeten Kammern fließt und dadurch das betreffende Rad wahlweise in der einen oder anderen Richtung in Umdrehung versetzt.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Ausbildung derart, daß die an einem Ende des Fahrzeuges sitzende Hubvorrichtung einen größeren Hub hat als die am anderen.Ende, und auf Druck ansprechende Steuermittel vorhanden sind, durch die die Zuleitung von Druckflüssigkeit zu den Hubvorrichtungen mit größerem Hub unterbrochen wird, sobald die Hubvorrichtungen mit kürzerem Hub das Ende ihres Hubes erreicht haben.
  • Der hydraulische Druck zum Antrieb der Wenderäder und zum Betätigen der Hubvorrichtungen wird vorteilhaft mittels einer durch den Fahrzeugmotor direkt oder indirekt angetriebenen Mehrkolbenpumpe erzeugt, deren einzelne Kolben über Druckleitungen auf je eine Hubvorrichtung einwirken. Dabei ist in der Druckleitung der Hubvorrichtungen mit großem Hub ein Absperrventil eingeschaltet, welches durch Überdruck geschlossen wird, der am Ende des Hubes der Hubvorrichtungen mit kleinerem Hub entsteht. Ferner liegt in der Zuflußleitung der Pumpe ein Absperrventil, welches nach beendeter Bewegung aller Hubvorrichtungen durch den dann in den Abzweigleitungen auftretenden Überdruck geschlossen wird.
  • Vorzugsweise wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung in dem Druckmittelsystem eine aus mehreren Ventilen bestehende Anordnung vorgesehen, durch die die Pumpe mit den Wenderädern in Verbindung steht. In den Fällen, wo zwei Wenderäder vorhanden sind, werden vier Ventile angeordnet, die die beiden Drehrichtungen jedes der beiden Räder steuern. Diese Ventile bilden die vier Ecken eines Quadrates und werden durch eine Handsteuerung betätigt, die gedreht und gekippt werden kann, wodurch sie geöffnet werden und das Druckmittel zu den Wenderäderantrieben strömt. Je nach der Stellung der Steuerung werden dabei die Wenderäder in gleichen oder im entgegengesetzten Drehsinn angetrieben.
  • Ein nach der Erfindung ausgebildeter Wendeheber hat gegenüber den bekannten Ausführungen den wesentlichen Vorteil der gedrängten, raumsparenden Bauart sowie eine große Hubkraft und Hubhöhe.
  • Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles. Es zeigen Fig. I, 2 und 3 schematische Darstellungen eines Fahrzeuges, die das Prinzip der Erfindung erläutern sollen, Fig. 4 eine Ausführungsform der Hubmittel, teilweise im Längsschnitt, mit dem Antriebsrad, welches mit den Hubmitteln verbunden ist, Fig. 5 eine Seitenansicht des unteren Teils einer Hubvorrichtung mit einem nicht angetriebenen Lenkrad, Fig. 6 die Ansicht der Anordnung nach Fig. 4. in einem Motorfahrzeug, Fig. 7 einen senkrechten Achsschnitt durch das hydraulisch angetriebene Lenkrad, entsprechend dem unteren Teil der Fig. 4, Fig. 8 einen Schnitt nach Linie VIII-VIII der Fig. 7, Fig.9 einen Schnitt durch das Lenkrad nach Linie IX-IX der Fig. 5, Fig. Io eine schematische Darstellung der Gesamthydraulik zur Betätigung der Anordnung nach der Erfindung mit den einzelnen Steuerventilen, Fig. II einen Schnitt durch den Mechanismus zur Richtungssteuerung, durch den das Manövrieren des Fahrzeuges reguliert wird, Fig. I2 und I3 zwei Schnitte nach den Linien XII-XII und XIII-XIII der Fig. II.
  • Nach der Erfindung sind mindestens drei in Abstand voneinander angeordnete Hubvorrichtungen am Fahrzeug vorgesehen, die in Berührung mit der Straßenfläche gebracht werden können und die die Laufräder von der Straßendecke abheben. Mindestens eines dieser Räder wird-durch einen Handantrieb oder durch einen Kraftantrieb in Umdrehung versetzt, um eine Seitenbewegung des Fahrzeuges, z. B. für Parkzwecke, durchzuführen.
  • Fig. I zeigt in schematischer Form eine Anordnung, bei der der Fahrzeugrahmen bzw. das Fahrgestell A mit vier Hubrädern versehen ist, die in Nähe der Laufräder angeordnet werden und von denen die beiden Räder I4 auf der einen Seite des Fahrzeuges angetrieben werden, z. B. durch hydraulische Mittel. Diese Räder sind auf Achsen parallel zu der Mittellinie des Fahrzeuges gelagert. Die beiden anderen Räder I5 können sich frei drehen und sind als Lenkräder ausgebildet, wodurch sie sich automatisch einstellen, und zwar nach der Querbewegungsrichtung, die durch den Antrieb der Räder I4 gegeben ist.
  • Wenn die Räder I4 mit der gleichen Geschwindigkeit angetrieben werden, bewegt sich das Fahrzeug A seitlich rechtwinklig zur Längsrichtung, wie durch den Pfeil a angedeutet ist. Wenn jedoch die Räder 14 mit verschiedener Geschwindigkeit oder in abweichenden Richtungen angetrieben werden, bewegt sich das Fahrzeug in der einen oder der anderen, durch die Pfeile b angedeuteten Richtung, d. h. es führt eine Kreisbewegung aus. Wenn die Räder im entgegengesetzten Sinn mit gleicher Geschwindigkeit angetrieben werden, dreht sich das Fahrzeug vollständig herum, und zwar praktisch auf der Stelle. Während dieser Bewegungen stellen sich die Lenkräder 15 -automatisch in die geeignete Lage ein, die von der jeweiligen Art der Bewegung des Fahrzeuges abhängt.
  • Die Erfindung ist naturgemäß nicht auf die Verwendung von vier Rädern begrenzt. Fig. z zeigt eine Anordnung mit drei Rädern, wobei ein einziges angetriebenes Rad 14 und zwei nicht angetriebene Räder 15 vorgesehen sind, die alle ständig parallel zur Mittelachse des Fahrzeuges gelagert sind. Diese Anordnung erlaubt lediglich eine seitliche Bewegung des Fahrzeuges entsprechend dem Pfeil a.
  • Fig.3 zeigt eine Abänderung der Anordnung nach Fig.2, bei der eines der nicht angetriebenen Räder 151 mittels einer Lenkeinrichtung durch den Fahrer gelenkt werden kann, wie schematisch mit dem Bezugszeichen 152 angedeutet ist. Das andere nicht angetriebene Rad 15 kann entsprechend gelenkt werden, oder es wird als Lenkrad ausgebildet wie die Räder 15 in Fig. i. In gleicher Weise kann das angetriebene Rad 14 mit starrer Achse montiert werden, oder es kann ebenfalls gelenkt oder als Lenkrad gelagert werden.
  • Die Hubwirkung kann durch irgendeinen Hebemechanismus einschließlich solcher, die mit Spindeln arbeiten, erreicht werden, und dieser Mechanismus bzw. diese Spindelheber können durch einen Elektromotor oder direkt durch den Fahrzeugmotor über Reduziergetriebe angetrieben werden. Am bequemsten ist es jedoch, hydraulische Mittel zum Antrieb zu verwenden. Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen eine Antriebsanordnung dieser Art, bei der ein geschlossener Zylinder I7 am Fahrzeugrahmen A (oder an der Radachse, oder an Verbindungsgelenken im Fall von unabhängigen Radaufhängungen) in vertikaler Lage befestigt ist und mit einem Kolben versehen ist, der vorzugsweise rohrförmig ausgebildet ist und eine Zugfeder I9 aufnimmt. Das untere Ende des Kolbens 18 läuft in eine Gabel 2o zur Aufnahme der Räder I4 oder I5 aus, von denen die Räder I4 z. B. hydraulisch angetrieben werden, während die Räder I5 frei drehen können und nicht angetrieben werden. Im letzteren Fall wird die Lagergabel 2o entsprechend Fig.5 am Unterende des Kolbens I8 auf Kugellagern 2I gelagert. Zu dem Kopf des Zylinders I7 läuft eine Rohrverbindung 22, durch die die Druckflüssigkeit dem Zylinder zugeführt wird, wodurch der Kolben I8 aus dem Zylinder I7 herausgedrückt wird, wie sich auch aus Fig. 6 ergibt, und dadurch das Fahrzeug anhebt, so daß die Laufräder W sich von der Straße abheben und sich das Fahrzeug auf die Hubräder I4 oder I5 abstützt. Wie bereits zu Fig. 1 beschrieben wurde, werden die angetriebenen Hubräder I4 bei Verwendung von vier Hubvorrichtungen, die nachstehend als bevorzugte Ausführungsform behandelt werden, auf Achsen gelagert, die sich parallel zur Mittellinie des Fahrzeuges erstrecken, und diese beiden Räder sind auf einer Fahrzeugseite angeordnet, während die nicht angetriebenen Lenkräder I5 auf der anderen Fahrzeugseite liegen. Eine Anschlagschraube 23 greift in eine Nut des Kolbens 18 ein und begrenzt die Hublänge am Ende der Nut.
  • Die Erfindung umfaßt auch eine Form eines hydraulischen Antriebsmotors, der in Verbindung mit den angetriebenen Hubrädern I4 verwendet werden kann, obgleich diese oder dieser hydraulische Motor auch für andere Zwecke verwendbar ist, die durch die Erfindung erfaßt werden sollen. Der hydraulische Antrieb ist in Fig. 7 und 8 gezeigt, die auch die Gabellager 2o und das untere Ende des Kolbens I8 wiedergeben. Dieser Antriebsmotor besteht aus dem inneren Stator 24 mit einer zentralen Nabe 25, deren gegenüberliegende gegeneinander abgeschlossene Bohrungen 26 und 27 sich an äußere Rohrverbindungen 28 und 29 anschließen. Diese Bohrungen stehen mit Auslaß- oder Einlaßkammern 3o und 3I des Stators in Verbindung, dessen Außenumfang asymmetrisch zu seiner Achse liegt, so daß Flüssigkeitskammern zu jeder Seite des höchsten Teils des Statorumfangs gebildet werden, wie sich aus Fig. 8 ergibt. Der äußere hohle Läufer 32 hat eine innere Zylinderfläche und ist drehbar konzentrisch auf den Nabenteilen 25 auf Lagerschalen gelagert. Im Rotor 32 sind nach innen gerichtete Flügel radial verstellbar gelagert und stehen unter der Wirkung von Druckfedern 34, die die Endflächen der Flügel gegen den Umfang des Stators 24 drücken. Durch Anwendung von Flüssigkeitsdruck durch die Rohrleitungen 28 und 29 wird ein Druck in der einen oder anderen Richtung gegen die Flügelflächen 33 ausgeübt, wodurch der ganze Läufer 32 in der einen oder anderen Richtung in Umdrehung versetzt wird. Die verbrauchte Flüssigkeit läuft über das Rohr 29 oder das Rohr 28, je nachdem welches von den beiden Zufluß ist, ab.
  • Bei der Anwendung der Erfindung auf die Verschiebevorrichtung von Fahrzeugen bildet der Rotor 32 den inneren Teil des angetriebenen Hubrades I4. Die äußeren Führungen 35, die mit dem Rotor 32 verbunden sind, sind so ausgebildet, daß sie die Felge für die Lauffläche des Rades I4 bilden, die am besten aus Gummi besteht.
  • Das nicht angetriebene Rad I5 gemäß Fig. 5 ist äußerlich ähnlich dem Treibrad I4 ausgebildet, jedoch enthält es keine hydraulischen Antriebselemente, wie sie in Fig. 7 und 8 beschrieben sind. Dieses Rad I5 ist in Fig. 9 im Schnitt dargestellt und besteht aus zwei Teilen 153 und 15q., die drehbar auf einer Welle 155 sitzen. Die beiden Radteile werden durch Schrauben zusammengehalten, und der Umfang dieser Teile 153 und 154 ist so ausgebildet, daß er als Felge eine Gummilauffläche 15 aufnehmen kann.
  • Zur Betätigung der Hubvorrichtungen und zur Betätigung der Antriebsräder sind hydraulische Mittel vorgesehen. Eine hydraulische Pumpe, die z. B. eine Getriebepumpe ist, wird mit den Hubvorrichtungen über Steuermittel verbunden, und nachdem die Hubvorrichtungen ihre Bewegung ausgeführt haben, wird die Druckflüssigkeit zum Antrieb der Räder 14 verwendet, wie es für die jeweils gewünschte Bewegung erforderlich ist. Diese Druckpumpe kann durch einen von der Fahrzeugbatterie gespeisten Elektromotor angetrieben werden, oder er wird direkt vom Fahrzeugmotor aus angetrieben. Gegebenenfalls kann ein angetriebenes Reibrad als Antrieb verwendet werden, welches mit dem Ventilatorriemen in Verbindung steht.
  • Fig. 1o zeigt eine bevorzugte Anordnung, welche Merkmale aufweist, die dem ganzen System die gewünschten Eigenschaften verleihen. Von den vier Hubvorrichtungen 171, 172, 173 und 174 sind die Vorrichtungen 171 und 172 z. B. am Vorderende des Fahrzeuges und die Vorrichtungen 173 und 174 am Hinterende des Fahrzeuges angeordnet. Die Vorrichtungen 171 und 174 werden mit den hydraulisch angetriebenen Hubrädern 14 versehen, während die Vorrichtungen 172 und 173 mit nicht angetriebenen Lenkrädern 15 versehen sind.
  • Außerdem haben die Vorrichtungen 171 und 172 einen größeren Hub als die Vorrichtungen 173 und 174. Eine mit vier Kolben arbeitende hydraulische Pumpe 38 wird durch eine Welle 39 von der Maschine angetrieben, wobei die Kolben durch Nocken der Welle 39 in hin und her gehende Bewegung versetzt werden. Eine Rohrleitung 48 dient als Flüssigkeitszufuhrleitung, durch das die Flüssigkeit einem Behälter 49 entnommen wird. Die beiden Kolben 38I und 382 sind über eine gemeinsame Rohrleitung 4o, ein Absperrventil 4I und eine Rohrleitung 42 mit den beiden Hubvorrichtungen I7I und I72 verbunden. Der Kolben 383 pumpt die Flüssigkeit in die Leitung 43, die zu der Hubvorrichtung I73 führt, während der Kolben 384 in die zu der Hubvorrichtung I74 führende Rohrleitung 44 pumpt. Durch Umdrehung der Welle 39 werden also alle Hubvorrichtungen anfänglich zusammen betätigt, jedoch, sobald die Vorrichtungen I73 und I74 das Ende ihres Hubes erreichen, insbesondere die Hubvorrichtung I73, wird der Druck über eine Zweigleitung 43I der Leitung 43 auf eine Kammer 4II des Steuerventils 4I ausgeübt, wodurch ein Ventilkolben 4I2 verschoben wird und die Verbindung zwischen den Rohrleitungen 40 und 42 schließt, wodurch ein weiteres Anheben der Hubvorrichtungen I7I und I72 abgestellt wird, bevor sie das Ende ihres Hubes erreicht haben. Infolge der hydraulischen Ausgleichwirkung zwischen den Vorrichtungen I7I und I72 bleiben beide Räder I4 und beide Räder I5 in ständiger Berührung mit der Straßenoberfläche.
  • Das Abschließen des Ventils 4I2 führt zu einem weiteren Anwachsen des Druckes in der Rohrleitung 4oI, die von dem Rohr 4o abzweigt, und gleichzeitig zu einem Anwachsen des Druckes in der Rohrleitung 43 und 44, weil die Vorrichtungen I73 und I74 das Ende ihres Hubes erreicht haben, wodurch sich ein Druckanstieg in den Zweigleitungen 432 und 44I ergibt. Die Leitungen 40I, 432 und 44I führen zu einem Ventilgehäuse 45, in welchem jede dieser Leitungen durch ein Rückschlagkugelventil 46 absperrbar ist, so daß bei angehobenem Fahrzeug ein verhältnismäßig hoher Druck im Ventilgehäuse 45 vorhanden ist. Eine Leitung 45I verbindet dieses Gehäuse mit einer Ventilkonstruktion 47 mit einem Ventilschieber 47I, der unter der Wirkung einer verhältnismäßig starken Feder steht und die Leitung 48 zwischen Flüssigkeitsbehälter 49 und dem Einlaß der Pumpe 38 abschließt. Infolgedessen hört die Pumpe auf zu arbeiten, und zwar so lange, wie dieser Druck aufrechterhalten wird, und dementsprechend wird das Fahrzeug in der angehobenen Lage gehalten. Dieser Zustand wird durch ein von Hand zu betätigendes Ventil 5o eingeleitet, welches, sobald es geöffnet ist, den Rückfluß der Druckflüssigkeit zu dem Behälter 49 zuläßt. Bei Beginn der Hubbetätigung ist das Ventil 5o geschlossen, so daß die beschriebenen Wirkungen eintreten können. Die Betätigung der Antriebsräder I4 erfolgt durch einen noch zu beschreibenden Mechanismus, der in der vierfachen Ventilkonstruktion 5I in Fig. Io angedeutet ist. Dieses Ventil wird durch die Leitung 452 von dem Ventilgehäuse 45 mit Druckflüssigkeit gespeist, während der Rückfluß der verbrauchten Flüssigkeit zum Behälter 49 durch die Leitung 55 erfolgt. Der Aufbau und die Anordnung dieses Ventils 5I sind in den Fig. II bis I3 dargestellt. Es ergibt sich jedoch aus Fig. Io, daß jedes Einzelventil dieses Vierfachventils mit einer der vier Leitungen 28 und 29, die zu den beiden angetriebenen Rädern I4 führen, verbunden ist.
  • Die vier Ventile sind so angeordnet, daß sie paarweise betätigt werden, womit Druckflüssigkeit zu einer der Rohrleitungen 28 und 29 jedes angetriebenen Rades I4 fließen kann, und durch entsprechende Wahl der Rohrleitungen, denen Druckflüssigkeit zugeführt wird, ist es möglich, die beiden Räder I4 entweder in dem gleichen oder in verschiedenem Drehsinn anzutreiben, wobei die verbrauchte Flüssigkeit in jedem Fall durch die Leitung zurückfließt, der die Druckflüssigkeit nicht zugeführt wird.
  • Obgleich in Fig. Io die vier Ventileinheiten der Konstruktion 5I der Übersicht halber in Reihe dargestellt sind, liegen sie in der Praxis in den Ecken eines Quadrates, so daß sie bequem durch ein einziges Steuerglied betätigt werden können, welches in eine beliebige Richtung gekippt wird, um die verschiedenen erforderlichen Steuerungen vornehmen zu können.
  • Entsprechend Fig. II enthält die Ventilkonstruktion 5I Ventileinheiten, die in einem Ventilgehäuse, welches eine Druckkammer 5II in der Rohrleitung 452 hat, verschiebbar gelagert sind. Jedes Ventil besteht aus einem verschiebbaren Kolben 61 mit einer einseitigen Achsbohrung 62 und einer Ausflußöffnung 67 und unterliegt -dem Druck einer nicht gezeigten Feder. Der Kolben stößt mit dem inneren Ende gegen eine konische Ventilnadel 63, die gegen eine Bohrung in einer Wandung liegt, welche die Druckkammer 511 von der Niederdruckkammer 512 trennt. Die Ventilnadel 63 ist mit einer hinteren Stange 64 versehen und liegt gegen eine Druckfeder 65, die die Ventilnadel 63 in der geschlossenen Lage zu halten versucht. Das hintere Ende der Stange 65 wird in einer Bohrung 513 des Ventilgehäuses geführt. Von den Rohrleitungen 28 und 29, die von dem Flüssigkeitsmotor der Räder 14 herkommen und die in Nähe der Vorderenden der Ventilnadeln 63 in das Gehäuse münden, ist je eine Rohrleitung mit je einem Ventil verbunden.
  • Beim Eindrücken eines Kolbens 61 wird das entsprechende Ventil 63 gehoben und die Druckflüssigkeit von der Kammer 511 in das zugehörige Rohr 28 oder 29 geleitet. Die Druckflüssigkeit bewirkt über dieses Rohr die Umdrehung eines der Antriebsräder 14, und die verbrauchte Flüssigkeit, die über das zugehörige zweite Rohr 29 oder 28 zurückkehrt; drückt gegen die Endfläche des Kolbens 61 der entsprechenden Ventileinheit, und dieser Kolben wird durch den Flüssigkeitsdruck angehoben, so daß die Flüssigkeit durch die Bohrung des Kolbens und durch die seitliche Austrittsöffnung 67 in die Niederdruckkammer 512 fließen kann, aus dem sie zum Behälter 49 über die Leitung 55 zurückkehrt. Die vier Kolben 6I liegen in den Ecken eines Quadrates, und zwischen ihnen ist ein Kugelkopf 68 gelagert, der ein von Hand zu betätigendes Steuerglied trägt, welches auf dem Kugelkopf verschwenkt werden kann, wodurch die bestimmte Bewegung, die dem Fahrzeug gegeben werden soll, ausgewählt werden kann. Die Handhabe 69 wird auf dem Kugelkopf 68 mittels eines Ringes 7o durch Befestigungsschrauben 7I gehalten. Die Endfläche des Gliedes 7o hat Keilform, wie in Fig. I2 angedeutet ist.
  • Durch Kippen des Steuergliedes 69 mit der Keilfläche in Querlage zu den Seiten des Quadrates, welches durch die Kolben 6I gebildet wird, wird ein Paar der Kolben auf einer Seite des Quadrates niedergedrückt, und zwar entsprechend der Richtung der Neigung. Dies verursacht, daß die Druckflüssigkeit den Rohrleitungen 28 oder 29 der beiden angetriebenen Hubräder I4 zugeführt wird, so daß diese Räder in gleichem Drehsinn umlaufen und dadurch dem Fahrzeug eine gerade seitliche Querverschiebung nach der einen oder anderen Seite erteilen. Wenn die Kippstellung derart ist, daß ein Kolben mehr als der andere bewegt wird, so dreht sich eines der Räder I4 schneller als das andere und erteilt damit dem Fahrzeug eine seitliche Querbewegung mit einer bestimmten überlagerten Drehbewegung. Wenn jedoch das Steuerglied 69 um seine eigene Achse gedreht wird, so betätigt die Keilfläche des Teils 70 zwei sich diagonal gegenüberliegende Kolben 6I mit dem Ergebnis, daß die Druckflüssigkeit einmal der Rohrleitung 28 des einen Rades I4 und zum anderen durch die Rohrleitung 29 dem anderen Rad I4 zugeführt wird, so daß die beiden Räder in verschiedenem Drehsinn umlaufen. Das Fahrzeug dreht sich daher nun mit einer Kreisbewegung. Wenn auch die Druckflüssigkeit der Rohrleitung 28 oder 29 jedes der Antriebsräder I4 zugeführt wird, kehrt die verbrauchte Flüssigkeit durch das andere Rohr 29 oder 28 in jedem Fall zurück und hebt den betreffenden Kolben 6I an, von wo sie in den Behälter 49 durch das Rohr 55 zurückläuft.
  • Die Merkmale der Erfindung sind nicht begrenzt auf mit Rädern versehene Straßenmotorfahrzeuge, sondern umfassen auch in gleicher Weise Kettenfahrzeuge und ebenso Luftfahrzeuge mit Laufrädern. Außerdem können die Räder der Hubvorrichtungen selbst mit Gleiskettenanordnungen verbunden werden. Zum Beispiel können die beiden Hubräder im Vorderteil und im Hinterteil des Fahrzeuges paarweise durch Gleiskettenvorrichtungen, ähnlich wie bei Kettenfahrzeugen, miteinander verbunden werden, wobei diese beiden Ketten dann mit gleicher oder unterschiedlicher Geschwindigkeit oder sogar mit unterschiedlichem Drehsinn angetrieben werden können. solcher Räder, mit dem oder denen das Fahrzeug seitlich oder im Kreise versetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtung oder bei mehreren mindestens eine von ihnen ein über einen hydraulischen, in seiner Nabe sitzenden Antrieb antreibbares Wenderad (I4) enthält.
  • 2. Wendeheber nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtung oder Hubvorrichtungen und das Wenderad oder die Wenderäder (I4) hydraulisch miteinander verbunden und Steuermittel vorgesehen sind, durch die sowohl die Hubvorrichtung oder Hubvorrichtungen als auch der hydraulische Antrieb des Wenderades oder der Wenderäder (I4) gesteuert werden.
  • 3. Wendeheber nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes hydraulisch angetriebene Wenderad eine mittlere Bohrung mit radial nach innen gerichteten Schiebern (33) hat, die durch Federn (34) gegen den Umfang eines feststehenden Teils (24) liegen, der Ein-und Auslaßöffnungen aufweist, durch welche die Flüssigkeit in die und aus den zu beiden Seiten der Schieber gebildeten Kammern fließt und dadurch das betreffende Rad (I4) wahlweise in der einen oder der anderen Richtung in Umdrehung versetzt.
  • 4. Wendeheber nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuermittel für den hydraulischen Antrieb jedes Wenderades (I4) so ausgebildet sind, daß die Räder mit gleicher oder unterschiedlicher Geschwindigkeit in gleichem oder entgegengesetztem Drehsinn antreibbar sind.
  • 5. Wendeheber nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die an einem Ende des Fahrzeuges sitzenden Hubvorrichtungen einen kürzeren Hub als die am anderen Fahrzeugende haben und bei Erreichung ihres Hubendes die Hubbewegung der anderen hydraulisch miteinander in Verbindung stehenden Hubvorrichtungen mit längerem Hub beendet wird.
  • 6. Wendeheber nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für den hydraulischen Antrieb der Wenderäder und der Hubvorrichtungen eine durch den Fahrzeugmotor direkt oder indirekt angetriebene Mehrkolbenpumpe (38) vorgesehen ist, deren einzelne Kolben über Druckleitungen (40, 43, 44) mit je einer Hubvorrichtung in Verbindung stehen und in der Druckleitung (40) der Hubvorrichtungen mit größerem Hub ein Absperrventil (41) sitzt, das durch den am Ende des Hubes der Hubvorrichtung mit kürzerem Hub erzeugten Überdruck geschlossen wird.
  • 7. Wendeheber nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuflußleitung (48) der Pumpe (38) ein Absperrventil (47) sitzt, das nach beendeter Bewegung aller Hubvorrichtungen durch den dann in den Abzweigleitungen auftretenden Überdruck geschlossen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hydraulischer Wendeheber für Straßenmotorfahrzeuge mit einer oder mehreren hydraulischen Hubvorrichtungen und einem auf die Straße aufsetzbaren Wenderad oder mehreren 8. Wendeheber nach Anspruch I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuermittel zum Betätigen der Wenderäder (I4) aus vier Ventilen (5I) bestehen, die den Zufluß des Druckmittels zu den Leitungen der Wenderäder derart steuern, daß durch wahlweise Betätigung je eines Ventilpaares die angetriebenen Räder mit gleichem oder entgegengesetztem Drehsinn und regelbarer Drehzahl angetrieben werden. 9. Wendeheber nach Anspruch I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Ventil der Gruppe (5I) aus einem Kolben (6I) besteht, der den Druckmittelfluß von einer Speiseleitung (62) zu einer Niederdruckkammer (5I2) steuert und der in Stoßkontakt mit einem abgefederten Konusventil (63) steht, welches den Einlaß der Druckflüssigkeit aus einer Druckkammer (5II) zu der Speiseleitung steuert. Io. Wendeheber nach Anspruch I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Ventile (6I, Fig.I3) in den Ecken eines Quadrates angeordnet sind und paarweise durch ein einziges bewegliches Steuerglied betätigt werden können. II. Wendeheber nach Anspruch I bis Io, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Steuerglied auf einem Kugelkopf (68) angeordnet ist und zwischen den Ventilen liegt und eine keilförmige Fläche (70) hat, durch die beim Verschwenken des Steuergliedes jeweils ein Paar der Ventile betätigt wird, entsprechend der Richtung der Neigung des Gliedes. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 622 19q.; schweizerische Patentschriften Nr. 165 359, 168 313, 239 867, 245 255-
DEA12769A 1950-01-19 1951-01-20 Hydraulischer Wendeheber fuer Strassenmotorfahrzeuge Expired DE911702C (de)

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