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Heizflächenreiniger mit drehbarem und längs verschiebbarem Blasrohr
Die Erfindung bezieht sich auf einen Heizflächenreiniger (Rußbläser) mit drehbarem
und längs verschiebbarem Blasrohr und einer das Blasrohr rechtwinklig kreuzenden
Ventilspindel. Bei den bekannten Heizflächenreinigern dieser Art sind das Gehäuse
für die Lagerung des Blasrohres und das Ventilgehäuse zu einem gemeinsamen Bußeisernen
Gehäuse verbunden. Diese Gehäuse zeigen recht verwickelte Formen, und ihre Herstellung
erfordert daher bereits einen langwierigen Fertigungsgang, ehe überhaupt mit der
mechanischen Bearbeitung begonnen werden kann. Hierzu kommt noch, daß einzelne Stücke,
die Gußfehler aufweisen, ausgeschieden werden müssen und mit ihrem Kostenanteil
die brauchbaren Stücke belasten. Gemäß der Erfindung wird daher vorgeschlagen, das
Ventil und die Lagerung des Blasrohres in einem gemeinsamen geschmiedeten Gehäuseblock
anzuordnen, wobei diese Blöcke entweder einzeln unter dem Schmiedehammer in die
gewünschte Form gebracht oder von einer Stange abgesägt werden können. Die vielen
Arbeitsgänge, die für die Anfertigung eines Bußeisernen Gehäuses erforderlich sind,
können so infolge der einfachen Quaderform des Schmiedeblockes in einem einzigen
Arbeitsgang des Schmiedens bzw. des Sägens zusammengezogen werden.
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Ferner wird vorgeschlagen, um die Abmessungen des Gehäuseblockes möglichst
klein zu helten, den Achsabstand zwischen Blasrohr und Vpntilspindel
kleiner
als den Außendurchmesser des Blasrohres an der Kreuzungsstelle auszuführen. Dadurch
wird erreicht, daß die waagerecht liegende Bohrung für das Blasrohr den mit lotrechter
Achse über dem Ventilteller angeordneten Einströmraum des Dampfes durchdringt, so
daß ein besonderer Llberströmkanal sich erübrigt. Der Ventilteller liegt dabei im
Boden, die Spindelführung in der Decke des Einströmraumes_, während der Hubraum
für den Ventilkegel zum Teil von dem Anschlußflansch des Dampfzuführungsrohres gebildet
wird. Erhält dieses Dampfzuführungsrohr die Form eines abnehmbaren Kniestückes,
so können nach Wegnahme des Kniestückes das Ventil und der Ventilteller nach unten
ausgebaut werden. Die Spindelführung kann nach Wegnahme des gekröpften Hebels, der
die Stößelbewegung auf die Spindel überträgt, nach oben herausgeschraubt werden.
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Gedrängte, übersichtliche Anordnung mit leichter Zugänglichkeit neben
der billigen Herstellung des Gehäuseblockes sind die Vorteile der Erfindung.
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Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar
zeigt Abb. i einen Längsschnitt durch den Heizflächenreiniger mit drehbarem und
längs verschiebbarem Blasrohr, Abb. 2 einen Querschnitt durch den Gehäuseblock nach
Linie II-II der Abb. i, Abb. 3 eine Draufsicht auf den in etwas größerem Maßstab
dargestellten Hebel der Ventilsteuerung.
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Ein geschmiedeter Gehäuseblock i ist in waagerechter Richtung von
der Bohrung :2 durchbrochen, die in Richtung zur Blasdüse erweitert und mit Gewinde
versehen ist zum Einschrauben der Hülse 7, die ihrerseits wieder den Lagerring 4
trägt. Gegen die Antriebsseite ist die Bohrung 2 durch eine Stopfbüchse 6 abgeschlossen,
deren Grundring 5 sich gegen den Bund 8 stützt. Das Blasrohr 3, dessen vorderes
Ende die Düse 9 trägt, ist in dem Lagerring 4 und der Stopfbüchse 6 drehbar und
längs verschiebbar.
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Der in dem Gehäuseblock i befindliche zylindrische Raum io, der gleichmittig
zu der lotrecht angeordneten Ventilspindel 16 liegt, wird von der Bohrung 2 durchdrungen.
Unter dem Raum io ist der Ventilsitz :2i mit Gewinde in dem Gehäuseblock i befestigt;
über dem Raum io stützt sich die Büchse 29 gegen den Bund 2,7 des Gehäuseblockes
i und bildet mit der ebenfalls in den Block i eingeschraubten Führungsbüchse i i
eine Ringnut 30, welche den während des Blasens entlang der Spindel entweichenden
Leckdampf sammelt und durch eine seitliche Bohrung 31 zum Wandkasten 33 abführt.
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Das untere Ende der Ventilspindel 16 ist zu dem Kopf 2o erweitert,
der mit Hilfe der Gewindebüchse z9 den Ventilteller 17 trägt. Der Hubraum 13 ist
nach unten von der kegligen Fläche i8 des Flansches 36 abgeschlossen, der durch
die Schrauben 39 an dem Block befestigt ist und das Dampfzuführungsrohr 37 umschließt.
Der obere Teil der Ventilspindel 16 gleitet in der Büchse 11., die mittels
Mutter 12 gesichert ist. Der kuglig ausgebildete Spindelkopf 28 stützt sich gegen
die in dein Hebel 4.4. sitzende, durch die Mutter 4o gesicherte Stellschraube 26.
Eine Spiralfeder 23, die sich unten gegen die Mutter 1ä, oben gegen den Federteller
24 abstützt, drückt in der Ruhelage die Ventilspindel 16 nach oben und damit den
Ventilteller 17 gegen den Ventilsitz 21. Der Federteller 24 kann nach Entfernen
eines hufeisenförmigen, in einer Ringnut der Spindel sitzenden Halters 25 gelöst
werden.
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An den Gehäuseblock i ist der Gehäuseteil 45 angeschlossen, der den
in bekannter Weise arbeitenden Antrieb des Blasrohres und die Lagerung des Ventilstößels
43 und des Hebels .44 trägt. Wenn bei Betätigung des Reinigers die Nockenscheibe
42 den Ventilstößel 43 anhebt, wird die Hubbewegung von dem um den Bolzen 46 schwenkbaren
Doppelhebel 4.4 auf die Spindel 16 übertragen und die Ventilplatte 17 von dem Ventilteller
21 abgehoben, das Ventil also geöffnet. Der Dampf tritt aus dem Rohr 37 in den Einströmraum
io über und durch die Einlaßschlitze 2a in das Innere des Blasrohres 3. Während
des Blasvorganges tritt in bekannter Weise eine Pfeife 15, die in eine seitliche
Bohrung 14 des Ventilblockes i eingeschraubt ist, in Tätigkeit.
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Die Durchdringung des Raumes io durch die Bohrung 2, die durch den
geringen Achsabstand zwischen Ventilspindel 16 und Blasrohr 3 erreicht wird, ergibt
eine raumsparende Anordnung. Nach Abschrauben des Kniestückes 37, dessen Flansch
36 den unteren Teil des Hubraumes bildet, liegt das Ventil frei und kann mit der
Spindel, sobald der Federteller 24 gelöst ist, nach unten herausgezogen werden.
In gleicher Weise können die Büchsen 29 und i i nach Entfernen des Hebels 44 nach
oben ausgebaut werden.
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Wie aus Abb. 3 ersichtlich, entspricht die Abkröpfung A des Hebels
44 dem Achsabstand zwischen Ventilspindel 16 und Blasrohr 3, so daß der Hebel, der
mit Hilfe der in dem Lagerauge 34 liegenden Bohrung 35 um den Bolzen q.6 schwenkbar
ist, den Kopf 28 der Ventilspindel mit dem auf Mitte des Blasrohres liegenden Ventilstößel
43 verbindet. Das über dem Stößel 43 liegende Hebelende ist zu der Scheibe 41 verbreitert,
die in der Ruhelage des Ventils auf dem Filzring 47 der Stößelführung 48 aufliegt.
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Die Betätigungseinrichtung des Ventils ist durch eine- Schutzhaube
32, die durch Schrauben 49 auf den Ansätzen 5o des Gehäuseteiles 45 aufgeschraubt
ist, geschützt.