DE906197C - Verfahren und Werkzeug zum Spalten von Granit und aehnlichen Hartsteinen - Google Patents

Verfahren und Werkzeug zum Spalten von Granit und aehnlichen Hartsteinen

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DE906197C
DE906197C DEP7001A DEP0007001A DE906197C DE 906197 C DE906197 C DE 906197C DE P7001 A DEP7001 A DE P7001A DE P0007001 A DEP0007001 A DE P0007001A DE 906197 C DE906197 C DE 906197C
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DEP7001A
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Heinrich Prebeck
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HEINRICH PREBECK
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HEINRICH PREBECK
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    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28DWORKING STONE OR STONE-LIKE MATERIALS
    • B28D1/00Working stone or stone-like materials, e.g. brick, concrete or glass, not provided for elsewhere; Machines, devices, tools therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing Of Stones Or Stones Resemblance Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Werkzeug zum Spalten von Granit und ähnlichen Hartsteinen Das Spalten von weichem oder mittelhartem Gestein, das bekanntlich keine den Gang des Steines erkennen lassende Steinfaser aufweist, wird, um trotzdem den Stein in verschieden große Blöcke aus dem Bruch zerkleinern zu können, seit Jahrzehnten (vgl. z. B. die Patentschriften 397 132 und 207 038) in der Weise durchgeführt, daß man in den Stein tiefe, der halben oder der ganzen Steindicke entsprechende Rundlöcher, z. B. von 0,5 bis 1 m Länge, bohrt und in diese langen Löcher ebenfalls lang bemessene Keile unter Zwischenfügung von außen zylindrischen und an der Innenfläche der Keilform angepaßten Keilbacken einsetzt und durch eine schnelle Folge von Treibschlägen eines Stoßhammers zum Sprengen des Steines veranlaßt.
  • Im Gegensatz hierzu bezieht sich die Erfindung auf das Spalten von Granit und ähnlichem Hartgestein mit einer den Gang des Steines andeutenden Steinfaser. Derartiges Hartgestein wird bisher dadurch gespalten, daß man in dem Stein nach der gleichen Steinfaser eine Reihe von im Querschnitt rechteckigen und im Längsschnitt keilförmig nach unten verjüngten Löchern bis zu einer beschränkten Tiefe herausarbeitet und in diese Löcher entsprechend bemessene Flachkeile unter Zwischenfügung von blättchenförmigen Backen einsetzt und nacheinander mit Schlägen allmählich zunehmender Stärke gleichmäßig an allen Löchern bis zur Erzielung der gewünschten Spaltwirkung eintreibt.
  • Da bei der Keilform dieser Löcher von Rechteckquerschnitt das Verhältnis von Breite und Tiefe praktisch nicht unter dem Wert i : 3 gewählt werden kann, ergibt sich bei dieser Spaltung von Granit und ähnlichem Hartgestein eine ziemlich erhebliche Blindkomponente. Auch müssen zum Ausnehmen derartiger Löcher, wenn man dafür nicht die ein umständliches und langwieriges Arbeiten von Hand erfordernden Meißel benutzen will, Bohrhämmer mit sich nicht drehendem Bohrer und mit hoher Stoßkraft verwendet werden, wofür praktisch lediglich Preßluftpistolen in Frage kommen, an denen aber die Arbeiter zur Vermeidung einer durch die auftretenden Prellwirkungen hervorgerufenen gesundheitlichen Schädigung nur für eine zeitlich begrenzte Dauer eingesetzt werden können. Ein weiterer Mißstand besteht bei der gebräuchlichen Art der Spaltung von Hartsteinen darin, daß die blättchenförmigen Keilbacken, damit sie sich am Lochgrund nicht berühren, etwas anzuheben sind und dies, wenn die Backen genau sitzen sollen, ohne Hilfskraft nicht ganz einfach zu bewerkstelligen ist. Auch werden diese Backen infolge des beim Eintreiben der Keile auftretenden großen Stoßdruckes nach mehrfachem Gebrauch so stark abgeplattet, daß ihr Ersatz durch neue Keilbacken in Kürze notwendig ist.
  • Diesen Mängeln des bisher für das Spalten von Granit und ähnlichen Hartsteinen üblichen Verfahrens wird nach der Erfindung dadurch abgeholfen, daß hierfür die bei weichem und mittelhartem Gestein für die Sprenglöcher seit langem bekannte und angewendete Rundform in der Weise nutzbar gemacht wird, daß aus dem Granit oder ähnlichem Hartstein zylindrisch gestaltete Löcher nur bis zu einem verhältnismäßig kleinen Bruchteil der Steindicke, z. B. bei gangbarem Gestein nur auf etwa 1/5 bis 1/15 dieser Dicke, herausgearbeitet und in diese Löcher Keilbacken mit einer die Form von Zylindersektoren von, wie an sich bekannt, zweckmäßigerweise weniger als 180° aufweisender Außenfläche und mit einer dem einzutreibenden Keil wie üblich eng angepaßten Innenfläche eingesetzt werden.
  • Das Verhältnis der Tiefe der zylindrischen Löcher zu der Hartsteindicke ist um so kleiner zu wählen, je dicker der Stein ist, und geringer als 1 : 15 ist es unter Umständen nur bei nicht oder schlecht gangbarem Hartgestein anzunehmen. Zum Erzeugen der erfindungsgemäß runden und kurzen Löcher aus dem Granit oder ähnlichem Hartstein lassen sich elektrische Bohrhämmer mit sich drehendem Stoßstück verwenden, mit denen wesentlich angenehmer zu arbeiten ist als mit Preßluftpistolen, da sie den Körper nicht so wie diese erschüttern. Außerdem sind sie billiger und selbst bei tiefen Temperaturen noch betriebsfähig. Auch ermöglichen sie eine besonders genaue und einwandfreie Ausführung der Löcher und erfordern für deren Herstellung weniger Geschick und Übung als Preßluftpistolen.
  • Mit der Zylinderform der im Hartgestein vorzusehenden Löcher steht die an sich bekannte Verwendung von teilzylindrischen Keilbacken mit weniger als 180° betragendem Kreisbogen insofern in vorteilhafter Beziehung, als infolge des unvermeidlichen Verschleißes der zur Lochherstellung benutzten Bohrkrone deren Durchmesser und dadurch auch der Bohrlochdurchmesser allmählich kleiner wird und diesen Veränderungen sich die, wie angegeben, ausgeführten Keilbacken ohne weiteres von selbst anpassen, während dies bei halbzylindrischen Keilbacken mit einer vollen Bogenlänge von 180° nicht möglich ist. Diese selbsttätige Einstellung der Keilbacken nach dem jeweiligen Bohrlochdurchmesser erhöht gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Spaltwirkung der Keile.
  • Bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung gelingt es, mit Hilfe von ganz kurzen Rundlöchern mit kleinem Durchmesser, beispielsweise von Löchern mit einer Tiefe von 5 bis 8 cm und mit einem Durchmesser von 20 bis 22 mm, sowie mittels Rund- oder Flachkeilen entsprechend geringer Länge, z. B. mittels 8 bis 10 cm langen Keilen, Granitblöcke öder ähnliche Hartsteinblöcke von 1 bis 2 m Dicke rasch und sicher mit einwandfreier Trennfläche zu spalten. Die Erzeugung eines Kurzrundloches durch einen sich drehenden Bohrhammer dauert bei einer Bohrkrone von 20 bis 22 mm Durchmesser je nach der Härte des Granits oder sonstigen Hartsteins 60 bis 90 Sekunden, während die Herstellung des bisher üblichen rechteckigen, spitz zulaufenden Spaltloches mit dem hierfür gebräuchlichen Handmeißel 8 bis 10, ja vielfach sogar 15 Minuten in Anspruch nimmt und die Bohrung eines Langloches bei Weichstein, z. B. Marmor, die gleiche Arbeitszeit erfordert. Da ferner der Hartstein auf Grund der kurzen, im Durchmesser beschränkten Rundlöcher beim Eintreiben der Keile sofort seinen naturgesetzlich bestimmten Weg nach der Steinfaser suchen kann, entsteht der natürliche Gangriß, durch den sich eine schöne gleichmäßige Gangseite ergibt, die nur noch wenig Zeit für die Bearbeitung der gestockten oder polierten Fläche verlangt. Auch kommt man, wie Vergleichsversuche erwiesen haben, erfindungsgemäß mit einer erheblich geringeren Anzahl von Löchern, meist sogar mit halb soviel Löchern wie bei der bisherigen, mit rechteckigen Löchern arbeitenden Art der Hartsteinspaltung aus. Auf Grund aller dieser Vorzüge bedeutet das Verfahren nach der Erfindung, wie die Praxis bestätigt hat; für die Spaltung von Hartgestein, z. B. Granit, eine achtbis zehnfache Arbeitszeitersparnis gegenüber der bisher bei Granit angewendeten Spaltungsweise und somit nicht nur eine ganz wesentliche technische Verbesserung, sondern auch eine weitgehende Verbilligung der Hartsteinspaltung.
  • Vorteilhaft ist es, zur Herstellung der kurzen Rundlöcher nach der Erfindung im Hartgestein sich einer Bohrlehre zu bedienen, die sowohl ein Abrutschen des Bohrers von der vorgeritzten Steinfaser als auch ein Schiefbohren verhindert und dadurch die Ausführung des Bohrvorganges wesentlich erleichtert und diesen sicher und zuverlässig gestaltet. Diese Lehre kann erfindungsgemäß aus einer Leiste bestehen, die im vorgesehenen Lochabstand in gerader Reihe angeordnete Durchbohrungen und hier angebrachte Führungsaufsätze für die Bohrstange aufweist. Die Führungsaufsätze können durch Rohrlinge gebildet und die ganze Lehre kann aus Metall, vorzugsweise Eisen, hergestellt sein.
  • Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise zwei Ausführungsformen für ein erfindungsgemäß ausgebildetes Spaltwerkzeug und eine Verwirklichungsmöglichkeit der Bohrlehre nach der Erfindung und läßt auch das mit diesen Geräten erfindungsgemäß durchführbare Hartsteinspaltverfahren im einzelnen näher erkennen.
  • Fig. 1 zeigt die Seitenansicht der Bohrlehre, teilweise im Schnitt, und Fig.2 die zugehörige Draufsicht. In Fig. 3 ist die Seitenansicht eines Spaltwerkzeuges mit Rundkeil und in Fig. 4 dessen Ansicht von oben und in Fig. 5 ein Längsschnitt dieses Werkzeuges wiedergegeben. Fig. 6 läßt den Längsschnitt eines Spaltwerkzeuges mit Flachkeil und Fig. 7 den zugehörigen Querschnitt erkennen.
  • Die Bohrlehre nach Fig. 1 und 2 besteht aus der zweckmäßig aus dickem Blech hergestellten Leiste a, die im Abstand der in den Stein einzulassenden zylindrischen Löcher mit Durchbohrungen b versehen ist. In diese Durchbohrungen, die, entsprechend dem regelmäßigen Verlauf der Steinfaser, in gerader Reihe liegen, sind die Rohringe c eingesetzt und eingeschweißt. Die Lehre wird in der Weise gehandhabt, daß man zunächst im Abstand der beiden äußersten Rohrlinge in den Granit oder sonstigen Hartstein genau auf der vorgeritzten Steinfaser liegende Rundlöcher bohrt, an denen sie dann mittels der durch die erwähnten Rohrlinge einzuführenden Bolzen d festgesteckt wird. Darauf bohrt man die zwischenliegenden Löcher, wobei die Rohrlinge c als Führung für die Bohrstange benutzt werden. Die zylindrischen Löcher von z. B. 20 bis 25 mm Durchmesser werden nur bis zu einem verhältnismäßig kleinen Bruchteil der Steindicke, z. B. bei gangbarem Hartgestein auf etwa 1/5 bis 1/15 der Steindicke, aus dem Hartstein herausgearbeitet. Man erhält so eine gerade Reihe von kurzen, mittig auf der Steinfaser sitzenden Rundlöchern, die genau senkrecht zur Steinoberfläche verlaufen. Sie ergeben eine regelmäßige Spaltfläche, die so eben ist, daß sie wesentlicher Nachbearbeitung nicht mehr bedarf, wogegen bei nicht in genauer Flucht liegenden oder schief gebohrten Löchern die Spaltfläche bucklig ausfällt, so daß sie nachträglich eben zu arbeiten ist, was meist einen erheblichen Zeitaufwand in Anspruch nimmt. Die Länge der Lehre wird durch ihre Handlichkeit bestimmt. Ist die zu bohrende Lochreihe länger, so löst man den einen der Steckbolzen d, schwenkt die Lehre um 180° um den anderen Bolzen, nimmt im gleichen Abstand wie vorhin ein weiteres Steckloch aus und fixiert an ihm das Schwenkende der Lehre mittels des frei gewordenen Steckbolzens, um anschließend wieder die Zwischenlöcher in der dargelegten Weise auszunehmen. Es ist übrigens nicht immer nötig, so viele Löcher zu bohren, als Rohrlinge vorhanden sind. Mitunter, vor allem bei schwächeren Steinen, kann man einen oder zwei Rohrlinge überspringen.
  • Das Spaltwerkzeug nach Fig. 3 bis 5 besteht aus dem Rundkeil e von kreisförmigem Querschnitt und den beiden Keilbacken f. Letztere haben entsprechend der erfindungsgemäß zylindrischen Lochform außen die Form von Zylindersektoren, und diese zwei Zylindersektoren weisen je einen Umfang von weniger als 180° auf. Die inneren Oberflächen der Keilbacken f werden zum weitaus überwiegenden Teil von den rundkonischen Flächen g eingenommen, deren Konizität der des Keiles e entspricht, so daß beide Konusflächen satt aneinander anliegen. Die Konizität wird dabei wesentlich kleiner gehalten als bei den bisher für Hartgestein angewendeten rechteckigen Spaltlöchern. Als praktisch vorteilhaft geeignet hat sich auf Grund eingehender Versuche eine Keilform erwiesen, die sich z. B., wie an sich bekannt, auf etwa 15 bis 25 mm Länge um 1 mm verjüngt. Die beim Eintreiben der Keile auftretende blinde, also unwirksame Kraftkomponente fällt dann so gering aus, daß ihr eine praktische Bedeutung nicht mehr zukommt. Aus diesem Grund spaltet sich mit dem vorgeschlagenen Werkzeug auch wesentlich leichter als bisher, wozu bis zu einem gewissen Grade auch das gleichmäßige und satte Anliegen des Keiles an den Keilbacken und der Keilbacken an den Lochwandungen beiträgt.
  • Um zu verhindern, daß das untere Keilende beim Keilen auf die Konusflächen g schabend und damit abnutzend sowie zugleich kraftverzehrend wirkt, ist sein Durchmesser gleich oder kleiner zu halten als der Durchmesser des Keilbackenhohlkonus g an seinem verjüngten Ende. Das Keilende befindet sich dann bereits zu Beginn des Keilens am unteren Ende des Backenkonus, bzw. es ragt sogar schon etwas darüber hinaus, so daß eine schädliche Wirkung der erwähnten Art mit Sicherheit unterbunden wird. Die konischen Keilbackenflächen g setzen sich nach unten in die hohlzylindrische Ausnehmung h fort, deren Länge, wie an sich bekannt, etwas größer ist als die Gangtiefe des Keiles e, gerechnet vom Beginn des Keilens bis zum Eintritt der Spaltung. Infolge der geringeren Konizität der Ausnehmung h kommt also hier der Keil mit den Backen f nicht in Berührung. Erfahrungsgemäß genügt für diesen Backenabschnitt eine Länge von 2 bis 3 cm.
  • An ihrem oberen Ende sind die Keilbacken f außen durch die Absetzung i verjüngt, so daß beim Eintreiben des Keiles die Schläge nicht auf die oberen Randteile des Bohrloches, die unter deren Wirkung abblättern würden, übertragen werden. Ferner wird, damit in allen Phasen des Keilens die Gleichmäßigkeit der Druckverteilung auf die ganze Länge des hohlkonischen Teiles der Keilbacken gewährleistet ist, der eigentliche Keil, also abzüglich seines zylindrischen Schlagendes, um das Maß seines maximalen Tiefganges, das ist ungefähr die Ausnehmung lt, länger bemessen als die Konushohlform der Keilbacken. Im ganzen hat der Keil ebenso wie jedes Rundbohrloch eine im Verhältnis zur Steindicke geringe Länge.
  • In Radialrichtung der Keilbackentrennfugen k, die bei eingesetztem Gerät senkrecht zum Spaltdruck liegen, ist eine Druckerzeugung überflüssig; sie würde daher einen nutzlosen Kraftaufwand erfordern. Aus diesem Grund ist der Keil c, wie schon bei unmittelbar, also ohne Keilbalken auf das Gestein wirkenden Keilen bekannt, an diesen sich gegenüberliegenden Stellen mit den längs verlaufenden Abflachungen 1 versehen, die seine unmittelbare Berührung mit den fugseitigen Randpartien der Keilbacken ausschließen.
  • In der Praxis erweist es sich als zweckdienlich, daß die von Anfang an gemeinsam benutzten und daher aufeinander eingearbeiteten sowie gleichmäßig abgenutzten Keilbacken ständig zusammenbleiben. Sie sind daher im vorliegenden Falle durch die Sprengringe m, die in entsprechend tiefen Rillen liegen, zu einer Gebrauchseinheit vereinigt. Dadurch wird einerseits dem Verlust einer der Keilbacken vorgebeugt, anderseits vereinfacht sich so auch das Einsetzen der Keilbacken in das Bohrloch. Am besten ordnet man die Sprengringe m im Höhenabschnitt der Ausnehmung h an, wo sie beim Spalten am wenigsten beansprucht werden.
  • Von der aus Fig. 3 und 4 ersichtlichen Ausführungsform des Spaltwerkzeuges unterscheidet sich die Bauart nach Fig. 6 und 7 im wesentlichen lediglich dadurch, daß hier statt eines Rundkeiles ein Flachkeil n zur Anwendung kommt, dem die durch die ebenen Schrägflächen o und die seitlichen Stege p gebildete Keilhohlform angepaßt ist. Entsprechend dieser rechteckigen Querschnittsform des Keiles und des Hohlraumes der Keilbacken ist auch die untere Ausnehmung q hier rechtwinklig ausgeführt. Die Stege p können gegebenenfalls auch wegbleiben, und in diesem Falle sind dann auch die Sprengringe entbehrlich. Die übrigen Einzelheiten, wie das Maß der Keilverjüngung sowie das Maß der unteren Keilbreite zur unteren Hohlformbreite, ferner die Länge des Hohlraumes q und die Länge des Keiles, stimmen mit denen der Bauart nach Fig. 3 bis 5 überein.
  • In beiden Fällen wird dem Keil, um seinen Verschleiß zu verringern, vorzugsweise eine größere Härte verliehen als den Keilbacken. Auch werden die Rundlöcher im Hartstein zweckmäßig so tief ausgenommen, daß der Lochrand mit dem oberen Keilbackenrand ungefähr gleich abschneidet.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Spalten von Granit und ähnlichen Hartsteinen, bei dem zunächst eine Reihe von Löchern aus dem Stein ausgenommen und hierauf in sie unter Zwischenfügung von Keilbacken Keile eingebracht und dann eingetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher in der aus der Weichsteinspaltung an sich bekannten zylindrischen Rundform nur bis zu einem verhältnismäßig kleinen Bruchteil der Steindicke, z. B. bei gangbarem Gestein nur auf etwa 1/5 bis 1/15 der Steindicke, aus dem Granit oder sonstigem Hartstein herausgearbeitet und in diese Kurzrundlöcher Keilbacken mit einer die Form von Zylindersektoren von, wie an sich bekannt, zweckmäßigerweise weniger als 180° aufweisenden Außenfläche und mit einer wie üblich dem einzutreibenden Keil angepaßten Innenfläche eingesetzt werden.
  2. 2. Keilwerkzeug zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Keil (e bzw. n), wie an sich bekannt, auf einer Länge von 15 bis 2o mm um 1 mm verjüngt.
  3. 3. Keilwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke des verjüngten Keilendes gleich oder geringer ist als die kleinste Weite der konischen Keilbackenhohlform und daß sich diese Hohlform in Keilbackenausnehmungen (h bzw. q) geringerer Konizität fortsetzt, deren Länge, wie an sich bekannt, gleich oder größer ist als die maximale Gangtiefe des Keiles.
  4. 4. Keilwerkzeug nach den Ansprüchen 2 und 3, gekennzeichnet durch eine solche Länge des Keiles (e bzw. n), daß er, wie bekannt, in allen seinen Stellungen an den seiner Konizität entsprechenden Innenflächen der Keilbacken (f) auf der ganzen Länge anliegt.
  5. 5. Keilwerkzeug nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilbacken (f) durch Sprengringe (m) zu einer Gebrauchseinheit vereinigt sind.
  6. 6. Keilwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengringe (m) im Abschnitt der Keilbackenausnehmungen (a bzw. q) geringerer Konizität angeordnet sind.
  7. 7. Keilwerkzeug nach den Ansprüchen 2 bis 4 mit Rundkeil, dadurch gekennzeichnet, daß der Rundkeil (e) an zwei sich gegenüberliegenden Stellen an sich bekannte längs verlaufende Abflachungen (t) aufweist. B.
  8. Keilwerkzeug nach den Ansprüchen 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (e bzw. u) aus härterem Material besteht als die Keilbacken (f).
  9. 9. Lehre zum Einlassen von Löchern in Steine nach dem Verfahren gemäß Anspruch z, gekennzeichnet durch eine Leiste (a) mit im vorgesehenen Lochabstand in gerader Reihe angeordneten Durchbohrungen (b) und hier angebrachten Führungsaufsätzen für die Bohrstange. io. Lehre nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsaufsätze aus Rohrlinsen (c) bestehen. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 397 132, 207 038, 66o 8o6, 108 795, 26 703, 276 758.
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Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE26703C (de) * W. F. HALL und W. LOW 'in Durham, England Apparat zum Sprengen von Gestein mittelst Keilwirkung
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DE397132C (de) * 1923-10-30 1924-06-26 Leo Von Werra Vorrichtung zum Zersprengen von Steinbloecken durch Einfuehren des Druckmittels in an der Sprengstelle vorgesehene Aussparungen
DE660806C (de) * 1936-11-03 1938-06-03 Jacob Bogner Verfahren zum Scharrieren und mechanischen Trennen von Gesteinsbloecken in Teilbloecke

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