DE905588C - Herstellung eines hydraulischen Bindemittels - Google Patents

Herstellung eines hydraulischen Bindemittels

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DE905588C
DE905588C DEW259A DEW0000259A DE905588C DE 905588 C DE905588 C DE 905588C DE W259 A DEW259 A DE W259A DE W0000259 A DEW0000259 A DE W0000259A DE 905588 C DE905588 C DE 905588C
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clinker
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Georges Walter
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/48Clinker treatment
    • C04B7/52Grinding ; After-treatment of ground cement

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Herstellung eines hydraulischen Bindemittels Es wurde schon vorgeschlagen, Beton aus Zement gegen aggressive Wässer widerstandsfähig zu machen sowie seine Abbindefähigkeit und Härte zu vergrößern und den Schwund zu verhindern, indem ein Teil des feinkörnigen Zuschlagstoffes (Sand) durch Zementklinker mit einer Korngröße von o, r 5 mm und darüber ersetzt wird. Der gewünschte Gehalt .der Klinkenkörner im Zement wurde dabei durch besondere Leitung .der Klinkervermahlung erzielt, damit ein Teil des Mahlgutes grobkörnig blieb. Sollten Klinker von verschiedenen Zementen benutzt werden, so wurden sie vor oder nach dem Mahlen vermischt. ;Auf diesem Wege konnten gelegentlich Betonkörper mit erhöhter Festigkeit !hergestellt werden. Die erwarteten hohen Festigkeiten wurden jedoch nicht immer erreicht; in vielen (Fällen gingen die hohen Anfangsfestigkeiten wieder verloren, und es traten nach einiger Zeit Treiberscheinungen auf, selbst wenn Klinker verwendet wurden, aus .denen an sich raumbeständige, normale Zemente zu ermahlen waren. InAnbetracht dieser Unsicherheit wird nach dem jetzigen Stande der Technik darauf verzichtet, Betonkörper besonders hoher Festigkeit durch Verwendung gröberer Klinkerkörner herzustellen.
  • Das Verfahren gemäß .der Erfindung stützt sich auf Untersuchungen über die Ursachen dieser Mängel und betrifft deren Behebung. ' Diese Ursachen sowie die Mittel zu deren Behebun.g sollen im folgenden beschrieben werden. Es kommt oft vor, z..$. bei Verwendung von Tonendezementen, daß die zu erwartenden besonders hohen Anfangsfestigkeiten nicht erreicht werden,, obgleich Mischungen von gleicher chemischer Zusammensetzung verwendet werden und auch dem Augenschein nach sowie gewichtsmäßig zwischen den einzelnen Korngrößen kein Unterschied besteht.
  • Eine Untersuchung mit dem Mikroskop oder einer Lupe zeigt aber, daß sich in den Mischungen, die ungünstige Resultate ergeben, feine nadel- und splitterförmige Teilchen; z. B. Lamellen befinden, die nicht ausschließlich von der blasigen, teilweise schaumartigen Struktur ;des Tonerdezementklinkers bei mangelhaftem Vermahlen herstammen können. Diese mit bloßem Auge kaum erkennbaren Splitter und Lamellen wirken schädlich.
  • Ein anderer Grund für das Versagen liegt in dem Vorhandensein vieler kleiner Poren, welche die Druckfestigkeit der gröberen Klinkerkörner und damit auch,diejenige .des damit hergestellten Betonkörpers herabsetzen. Es ,genügt deshalb nicht, Zementklinker auf eine Korngröße von o, i 5 bis 2 mm zu ,mahlen.
  • Gemäß einem Merkmal der vorliegenden Erfindung muß daher der :Mahlvorgang so lange fortgesetzt werden, bis die porösen Teile und die lamellenförmigen Nadeln verschwinden, damit nur noch Körner größeren Durchmessers vorhanden sind, deren scheinbares Raumgewicht ,dem tatsächlichen Raurngew ficht des Klinkers nahekommt. Die meisten Zementklinker, insbesondere Portlandzernentklinker, haben beim Verlassen des Ofens ein scheinbares mittleres Raumgewicht von 2,65. Durch längeres Mahlen kann durch Zerstörung der porösesten Teile das scheinbare Raumgewicht des Mahlgutes bis auf 2,8 oder mehr .gebracht werden. Durch diese Maßnahme wird die erwünschte hohe ,:Anfangsfestigkeit regelmäßig erreicht und die Raumbeständigkeit des Betons verbessert.
  • Durch Versuche wurde nun festgestellt, daß eine Prüfung der Mischung von Zement- und Klinkerkörnern nach der Le-Chatelier-Probe (3- bis 6stündiges Kochen der frisch erhärteten Mischung in Wasser) keine Gewähr für unbegrenzte Raumbeständigkeit gibt.
  • Es hat sich ergeben, daß die Le-Chatelier-Probe nur die Vorgänge berührt; die sich an der Oberfläche der Körner abspielen, was bei Anwendung von feinen Körnern, wie sie im normalen Zement ausschließlich vorkommen, durchaus genügt. Dagegen muß die Kochprobe bei Mischungen mit gröberen Klinkerkörnern längere Zeit fortgesetzt werden. Es wurde gefunden, daß bei ein und demselben Klinker die Raumbeständigkeit erst von einer bestimmten Korngröße ab aufhört und Mischungen von Zement und Klinkerkörnern unterhalb dieser Grenze unbeschränkt raumbeständig bleiben. Die Dauer der Kochprobe muß aber erheblich größer als bei der Le-Chatelier-Probe sein; sie muß z. B. 7t2 Stunden betragen. Die für die Raumbeständigkeit maßgebliche obere Grenze der Korngröße schwankt je nach Klinkerart zwischen 0,37 und 1o mm und darüber.
  • Bis jetzt mußte davon Abstand genommen werden, Beton sehr hoher Festigkeit-en durch Beimischen gröberer Klinkerkörner herzustellen, weil man nicht wußte, wie Fehlschläge ausgeschlossen werden können. Gemäß vorliegender Erfindung werden die groben Körner nur bis zu jener Korngröße benutzt, die während 72 Stunden in Wasser von ioo° C die minimalste Qüellung zeigen.
  • Nach einem Ausführungsbeispiel werden die Klinkerkörner mit folgenden Sieben ausgesiebt: 0,08 mm, 0,13 mm, 0,20 mm, 0,29 mm, 0,45 mm, o,62 mm, 1 mm, 2 mm, 3 mm usw., wodurch die mittleren Korngrößen o, i mm, o,17 mm, 0,25 mm, 0,37 mm, 0,54 mm, 0,81 mm, 1,5 mm, 2,5 mm usw. gewönnen werden. Von. jeder Korngruppe werden gleiche Probekörper hergestellt, z. B. von 4o bis 45 mm Durchmesser und 16o bis 300 mm Länge. jeder Probekörper wird hergestellt aus normalem Zement, der vorzugsweise aus demselben Klinker ermahlen ist wie die zu prüfenden Klinkerkörner, und aus je einer der erwähnten Korngruppe. Die Probekörper können z. B. 5o '/o gröbere Klin:kerkörner neben Zement enthalten. Die Mischung wird durch Zusatz von Wasser zu einer plastischen Masse angemacht. Nach einer Erhärtung szet von 24 Stunden werden die Probekörner in einer unter Fig. 1 und 2 schematisch dargestellten Vorrichtung der Kochprobe unterworfen: Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem z. B. elektrisch beheizten Siederohr i, in welchem :der zylindrische Probekörper 3 vom Wasser 2 umgeben ist, das dauernd zum Sieden gebracht wird.
  • Die Quellung wird zwischen einer ortsfesten Unterlage .4 und einer Meßvorrichtung 5 mit Zeiger 6 und Skala 7 abgelesen.
  • Um ein seitliches Verbiegen des Probekörpers zu verhindern, wird dieser durch axiale Rippen 8 gehalten. Zum freien Dürchfluß .des Wassers werden die Rippen mit Öffnungen 9 versehen.
  • Für jeden Probekörper ist eine solche Vorrichtung vorgesehen. -Alle Vorrichtungen werden nebeneinander aufgestellt und können miteinander kommunizierend verbunden sein, so daß, wenn sie gleichzeitig in Tätigkeit gesetzt werden, eine unmittelbare Vergleichsmöglichkeit besteht. Zum Vergleich kann ein Probekörper untersucht werden, der ausschließlich aus einem dem zu prüfenden Klinker entsprechenden Zement hergestellt ist.
  • Selbstverständlich läßt sich,dieQuellungsprüfun:g statt mit Wasser von 1 oo° C auch mit Wasserdampf oder auch unter Druck mit Wasser oder Wasserdampf höherer Temperatur durchführen. Im letzteren Falle kann .dann die Zeit entsprechend gekürzt werden.
  • Fig.3 zeigt ein Beispiel der Untersuchungsergebnisse, die mit einer Einrichtung der beschriebenen Art an drei verschiedenen Portlandzementklinkern nach einer Kochzeit von 96 Stunden beobachtet wurden. Die drei Kurven entsprechen der relativen Ouellung der einzelnen Korngrößen. r.@:uf ,der Abszisse sind die mittleren Korngrößen und als Ordinate die durch Quellung verursachten Längenänderungen der Probestäbe eingetragen. Bei dem dem Vollstrich entsprechenden Klinker erkennt man, daß die geringste Quellung bei Punkt B liegt und einer Korngröße von 0,37 mm entspricht. :Die Klinkerkörner dieser oder geringerer Größe erwiesen sich als unbegrenzt raumbeständig. Der aufsteigende Kurvenschenkel B-C zeigt die immer größer werdende Einwirkung der Quellun:g. Die gestrichelt und strichpunktierten Kurven zeigen, daß für andere Klinker auch andere Optimal-,verte erhalten werden. Der der strichpunktierten Kurve entsprechende Klinker zeigt seinen optimalen Wert bei Klinkerkörnern, .die durch das i-mm-Lochsieb durchgehen. Die drei genannten Klinkersorten entstammten der normalen Fabrikation. Es können aber durch Beigabe von bekannten Flußmitteln Portlandzementklinker erbrannt werden, deren optimale Werte bedeutend größeren Körnern entsprechen. Klinker sogenannter Schmelzzemente (Tonerdezemente) ergeben Körner, die bis zu 30 mm Durchmesser und mehr verwendbar sind. Diese Körner werden dort mit Vorteil verwendet, wo neben hoher Druck- und Biegefestigkeit auch noch ein besonders hoher Widerstand gegen Reibung wichtig ist. Portlandzement und Portlandzementklinker können mit 'T'onerdezementklinkern vermischt werden, z. B. indem die großen und größten Körner aus Tonerdezementklinkern gebildet sind, während die feinen Teile des Gemisches aus Portlandzement und Portlandzementklinkern bestehen. Die Mischungsverhältnisse werden hierbei so gewählt, daß die Oberfläche der großen Toner@dezementklinkerkörner z. B. 1,5 bis 20/u der gesamten Oberfläche des Mischgutes nicht übersteigt, so .daß die Abbindezeit des Gemisches derjenigen eines normalen Portlandzementbetons entspricht.
  • Oft sind die Kurven weniger ausgeprägt als die unter Fig. 3 angegebenen Beispiele. In jedem Falle ergibt sich aber auf .der Abszisse ein Punkt, der hinsichtlich seiner niedrigsten Lage dem Punkt B entspricht.
  • Die angegebenen Kochzeiten sollen auf 72 oder 96 Stunden nicht beschränkt sein. Die erforderliche Kochzeit läßt sich nach folgenden Gesichtspunkten bestimmen Schon bei der Kochprobe nach Le Chatelier ergibt sich für die Versuchsreihe eine Kurve etwa von der Gestalt der Linie A-B-C gemäß Fig.3. Verlängert man die Kochzeit, so wandert der tiefstliegende Punkt B immer mehr nach links, biss bei einer Bestimmten. Kochzeit keine Verschiebung mehr stattfindet. Dies ist die minimale Kochzeit.
  • Es können dem hydraulischen Bindemittel gemäß der Erfindung auch noch inerte Zuschlagstoffe beigemischt werden, z. B. gebrochener Basalt oder mineralische oder auch pflanzliche Fasern. Das Bindemittel gemäß der Erfindung kann auch ohne Zuschlag verwendet werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines hydraulischen Bindemittels für Beton von hoher Früh-und Endfestigkeit durch Vermischen von auf Zementfeinheit gemahlenem Klinker mit Klinkerkörnern von 0,2 mm oder mehr durchschnittlichem Durchmesser, dadurch gekennzeichnet, daß nur solche Klinkerkörner als Beimischung verwendet werden, die bei einer Quellungsprüfung von hinreichender Dauer die minimalste Änderung ihres Volumens aufweisen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Quellungsprüfung die Körner 72 Stunden lang mit Wasser von roo° C oder Wasserdampf von ;gleicher Temperatur behandelt werden,.
  3. 3. Verfahren nach. Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, !daß td;ie Behandlung mit Wasser oder Wasserdampf unter Druck bei Temperaturen über roo° C durchgeführt wird.
  4. 4.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem zementfein gemahlenen Klinker mehr als i5°/0 grobe Klinkerkörner zugesetzt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß poröse Klinker bis zum Verschwinden der Porosität gemahlen werden.
  6. 6. Verfahren nach ;Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die groben Klinkerkörner so lange gemahlen werden, bis die feinen nadel-und lamellenförmigen iSplitter verschwinden. Angezogene Druckschriften: Zeitschrift »Die Tonindustrie«, 1935, !S. 6.
DEW259A 1944-06-19 1949-11-01 Herstellung eines hydraulischen Bindemittels Expired DE905588C (de)

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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