DE90393C - - Google Patents

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DE90393C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J3/00Manufacture of articles by pressing wet fibre pulp, or papier-mâché, between moulds

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
aus Faserstoff.
Die Herstellung kastenförmiger Gegenstände, wie Särge, Wassereimer u. dergl., geschah bisher in der Weise, dafs der in Wasser angerührte Faserstoffbrei in geeigneten Vorrichtungen geprefst und das so erhaltene Fabrikat an der Luft oder in Oefen getrocknet wurde. Zum Gebrauche waren diese Gegenstände jedoch noch nicht geeignet, da das Material, aus dem sie bestanden, ein filzartiges Gefüge hatte und Feuchtigkeit schwammartig aufsog; deshalb mufsten sie noch einer ferneren Behandlung unterworfen werden, die darin bestand, dafs die Oberfläche gehärtet und gegen Feuchtigkeit unempfindlich gemacht wurde. Dies geschah durch mehrmaliges Eintauchen der Gegenstände in heifse OeIe und Klebemittel, welche in die Poren der Schicht eindrangen, und darauf folgendem Backen in einem stark erhitzten Ofen. Dieser sogenannte Härteprocefs hatte den Zweck, unter Trocknen und theilweisem Verkohlen der Fasern eine harte Schicht zu bilden.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun ein Verfahren zur Herstellung kastenförmiger Gegenstände aus Faserstoff, nach welchem die Gegenstände gebrauchsfertig aus der Presse genommen werden. Die nach diesem Verfahren hergestellten Gegenstände zeigen eine gleichmäfsige, festem Holze ähnliche Structur; irgend welche Nachbehandlung ist nicht erforderlich.
Die Ausführung des Verfahrens ist folgende:
Der Faserstoff wird mit Wasser zu einem dicken Brei angerührt und diesem Brei Stärke zugesetzt, welche sich in dem kalten Wasser nicht löst oder quillt. Die Stärke kann auch zuerst eingerührt und dann der Faserstoff zugesetzt werden, oder auch beide Bestandtheile zu gleicher Zeit mit dem Wasser vermischt werden.
Dieser so gebildete Brei kommt nun in die Formpresse, und wird durch Pressen unter sehr hohem Druck das überflüssige Wasser entfernt. Eine gewisse Feuchtigkeit verbleibt jedoch in der nunmehr geformten Masse, und diese ermöglicht folgenden Vorgang: Werden nun die Formwandungen unter Beibehaltung des Druckes erhitzt, so theilt sich die Wärme auch dem geprefsten Material mit, und die in diesem enthaltene Stärke wird unter Einflufs der Feuchtigkeit und der Wärme in Kleister verwandelt. Hierbei findet zugleich ein Quellen der geprefsten Masse statt, wodurch gewissermafsen noch aus dem Innern der Masse heraus eine bedeutende Erhöhung des Druckes erfolgt, so dafs der Kleister sich innig mit den einzelnen kleinen Fasern vereinigt und zum Theil in die Poren derselben eindringt.
Die Erwärmung wird so lange fortgesetzt, bis alle Feuchtigkeit aus der Masse entfernt ist. Nachdem dieses geschehen ist, werden die Druckorgane der Maschine zurückbewegt und der fertige Gegenstand der Presse entnommen.
Die Masse, aus der die Gegenstände· bestehen, ist durchweg gleichmäfsig beschaffen und zeichnet sich durch eine aufserordentliche Zähigkeit aus.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    - Verfahren zur Herstellung von Särgen und anderen kastenförmigen Gegenständen aus Holz-, Stroh- und dergleichen Fasern, darin bestehend, dafs dieser Stoff mit nicht erhitztem Wasser und trockener Stärke zu einem Brei angerührt wird, der in Formen gebracht, nach Entfernung des überschüssigen Wassers einem sehr hohen Druck und darauf unter Beibehaltung des Druckes einer Erwärmung ausgesetzt wird, wobei infolge der Wärme die Stärke in Kleister übergeht und gleichzeitig Austrocknung des Fabrikats erfolgt.
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