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Vorrichtung zur Befestigung und Halterung von Ablegebändern in Maschinen
zum Bearbeiten von Haaren, Borsten od. dgl. Das Patent 89o i 639 betrifft eine Vorrichtung
zum Lagern, Befestigem und Halten von Ablegebändern in Maschinen zum Bearbeiten
von Haaren, Borsten od. dgl. Die in diesen Maschinen. verwendeten A.blegebänder
:dienen dazu, das zu bearbeitendie Material- innig miteinand ier zu mischen. Dies
geschieht in der Weise, daß die dem Ablege-und Mitnehmerbanld kontinuierlich zugeführten
Haare, Borsten od. digl. auf ein, darunter befindliches Transportband in zwei oder
mehreren Schichten übereinandergelegt werden. Man erreicht dies durcih eine 'hin
und 'her gehenide Bewegung des Ablegebandes während der kontinuierlichen Züfllhr
des Mischgutes.
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Bei der Ausführung mach dem Patent 89o 639 wird die Befestigung und
Halterung des Ablegebandies unter anderem von zwei Zugorganen, z. B. Ketten übernommen,
die mit der am Ablegeband befestigten Traverse verbundien ,sind. Dabei sind zwischen
dem Ablegehavd bzw. der an ihm befestigten Traverse und den Zugorganen elastische
Zwischengliieder in Form von Federn odi. -dgl. Diese Anordnung vom Federn ist vor
allem deshalb erforderlich, weil die Umkehrung
der Bewegungsrichtung
des Ablegebandes ruckartig erfolgt. Andererseits würde ohne solche Zwisch engldedier
infolge der durch die ruckartige Bewegung hervorgerufenen und in stets wechselnder
Richtung erfolgenden Beanspruchung schon nach verhältnismäßig kurzer Betriebsdauer
die Spannung der Zugorgane nachlassen.. Diese Spannung ,der Zugorgane ist aber für
das einwandfreie Arbeiten der Überliegevorrichtung von ausschlaggebender Bedeutung.
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Durch die Zwischenschaltung solcher Federn wird in -gewissem Maße
den Anforderungen, die an ein gutes Mischen der Fasermaterialien gestellt werden,
im großen und ganzen entsprochen. Die dieser Bauart eigene rasche, ruckartige Umkehrung
der Bewegung des Ableigebandes kann jedoch nicht geändert werden. Man. kann daher
nicht über eine bestimmte Geschwindigkeit des Ablegebandes hinausgehen, @da sonst
die Befestigung dessellben mit den Zugorganen; den erhöhten Beanspruchungen durch
die plötzliche Umkehrung auch bei Verwendung der erwähnten Federn nicht mehr standzuhalten
in .der Lage ist. Im Interesse einer Steigerung der Leistung der Mischvorrichtung
wird aber ein rascher Lauf derselben gefordert: Dies kann, nur mit einer Befestigungsart
erreicht werden, die an, .den Umkehrstellen eine sich allmählich in, der Bewegungsrichtung
verminr dernde und nach Umkehrung derselben eine sich allmähi1ich steigernde Geschwinidii@glz-,eit
ermöglicht. Dadurch vereinfacht sich nicht nur der Aufbau der Mischvorrichtung,
sondern es werden auch die Ablegebänider weitgehend geschont.
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Die durch die bisherige Bauart bedingte unveränderliche rasche Umkehrurig
-des Ablegebandes Iäßt sich daher vermeiden, wenn gemäß der Erfindung an Stelle
der die Traverse haltenden hin undher gehenden Zugorgane ein stets in der gleichen
Richtung und über zwei Trommeln, Schieiben od. dlgl. laufendes" endloses Zugorgan
verwendet -wind-, das derart mit dem Ablegeband oder der an ihm befestigten Traverse
verbunden ist, daß das Ablegeband in einte hin und her gehende Bewegung versetzt
wird-. Vorteilhaft wird -die Befestigung ges Ablegebandes en diesem endlosen Zugorgan
so durchgeführt, d@aß die Traverse seitlich nach unten abgebogen ist und in eine
Gabel ausläuft, in der ein mit dem umlaufenden Zugorgan verbundener Zapfen gleitet.
Dabei kann der Zapfen in einer in der Gabel geführten Rolle oder :in einem I#-,ulis@s!enstein
drehbar gelagert sein.
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Diese Verbindung rdes .Ablegebandes mit dem umlaufenden Zugorgan läßt
sich bei all .den: Führungen des Ablegebandes anbringen, die in dem Hauptpatent
beschrieben sind. Es kann ,demnach das Ablegeband in .geraden oder in: ihrer Längsrichtung
gebogenen Führungsschienen gleiten, indem es auf seitlich auf .der ganzen Länge
der Führungsschienen eingearbeiteten Führungskanten aufliegt und durch übergreifende
Laschen oder Druckbänder, die unter der Spannung von verstellbaren Federn stehen,
-eL-en diese Führuneskanten :oedrückt wird. Oder es können mehrere !auf den Führungsschienen
verteilt angeordnete Rollen vorgesehen sein, -die in Zapfen drehbar gelagert sind
und auf dienen die K.änten des Ablegebandes abrollen. Ferner ist es möglich, die
Führungsschienen mit Magneten zu versehen., mit denen das Ablegeban@d in ständiger
Berührung bleibt. Auch als T-Eisen ausgebildete Führungsschienen können verwendet
werden, auf deren nach innren gerichteten Schenkeln das Ablegeband aufliegt und
auf deren nach außen gerichteten Schenkeln an der Traverse angeordnete Führungsrollen
laufen. In allen diesen Fällen können die Ablegebänder eben oder quer zur Längsrichtung
derselben nach oben gewölbt sein.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispie:legemäß derErfindung
veranschaulicht. Es zeigt Abb. i eine schematische Gesamtansicht der Anordnung eines
Ablegebandes in einer Maschine zum Verarbeiten von Haaren, Borsten od', digl. im
Aufriß, A,bb. 2 einen Teilquerschnitt durch ein Ablegeband und seine Befestigung
an diem umlaufenden Zugorgan, Abb. 3 eine Seitenansicht,der Anordnung gemäß Abb.
2, Abb. q. eine Teiliansicht der Führungsgabel gemäß Abb. 2 und 3, jedoch mit einer
anderen Führung .des Zapfens für die Befestigung des Zugorgans, Abb. 5 einen Querschnitt
durch die Führungsgabel nach der Linie a-a gemäß Abb: .4 und Abb. 6 einen Querschnitt
durch eine -andere Ausführung:sform der Führung,des. Zapfens.
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Die in Abb. i dargestellte, in einer Zurichtemaschine angeordnete
Mischvorrichtung zeigt das Ablegeband i, das an beIden Enden durch Seile und. Spannvorrichtungen
3 miteinander verbunden und über zwei 'LTmlenkro,llen q., 5 geführt ist. Über ihm
Läuft über zwei Umlienkrol'len 6, 7 mit gleicher oder davon abweichender Geschwindligketund
stets in der gleichen Richtung ein Mitne'hinerband B. Während der Rückwärtsbewegung
oder gegebenenfalls auch wähnend der Vorwärtsbewegung des Ablegebandes i -wird das
zwischen dem letzteren und dem Mitnehmerb,and 8 gelagerte und von diesem von anderen
Arbeitsstellen der Zurichtemaschine kontinuierlich übernommene Mischgut über eine
-,#.bwurifkante 9 am Ende dies Ablegebandesi auf @d@a!s darunter befindiliche; über
eine Trommel io geführte Transportband, i i abgeworfen und von diesem den weiteren
Arbeitsstellen zugeführt. In der Höhe der Abwurfkante 9 ist seitlich .an dem Ablegeband
beispielsweise eine Gabel i2 angebracht, in der ein Zapfen; i.3 auf und ab gleiten
kann. Letzterer ist an einem stets in einer Richtung =laufenden Zugorgan i¢, z:
B. einer Kette od!. :d'gl. befestigt, die über zwei Kettenräder 15, 16 läuft. In
der Regel ist nur das eine dieser beiden Kettenräder angetrieben. Dieser Antrieb
erfolgt entweder, durch einen hierfür eigens vorgesehenen Motor oder zentral von
der Hauptantriebswelle der Maschine aus.
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Durch diese Verbindung des Zugorgans mit dem Ablegfband wird erreicht,
.daß letzteres in einfacher Weise und sicher hin und her bewegt wird. Der Führungsweg
für das Ablegeband ist auch nach
langer Zeit immer noch,derselbe,
da er einzig und allein durch den Abstand der beiden Kettenräder od. dgl. bestimmt
ist, über die .das Zugorgan und der an ihm befestigte, das Able ge:band hin und
her bewegende Zapfen läuft. Der Mischvorgang ist also. stets gleichmäßig und auch
nach jahrelangem Betrieb derselbe. Daran ändert sich auch nichts, wenn im Laufe
d!erZeit sich,diieKette od. dgl. dehnt: Eineige Bauarten dieser Verbindung von Zugorgan
und Ablege band', zeigen die Abb. 2 bis. 6. Wie aus Abb.2 ersichtl'icli, in der
eine dieser Ausführungsformen im Querschnitt dargestellt ist, verbiardiet eine Schraube
21 od. dgl. das in der Abbildung nur teilweise dargestellte Ablegeband i, das seitlich
in einer Führungsschiene 22 gleitet, mit einer Traverse 23. Letztere ist z. B. in
der Höhe der Führungsschiene 22 nach unten abgebogen und läuft, wie Abb. 3 zeigt,
in eine Gabel :24 aus. In dieser Gabel gleitet eine Rolle 25, deren Durchmesser
dem lichten Abstand! zwischen. den Zinken der Gabel entspricht. An die Stirnflächen
der Gabelzinken legen sich die vorstehenden Scheiben 26, 27 der Rolle 25
satt an, so daß letztere einwandfrei in der Gabel geführt ist (vgl. Abb. 3). 'Ein
einschraubbarer Bolzen 28 (vgl. Abb. 2 und 3) sichert die Rolle 25 bei etwa erforderlichen
Reparaturarbeiten gegen Herausfallen aus der Gabel 24. Die Rolle ist um einen Zapfen
29 drehbar gelagert. Dieser Zapfen ist auf einer U-förmigen Schiene 30 befestigt,
die über ein Glied der Zugkette 31 .greift und .durch die beiden Kettenbolizen eines
Gliedes mit diesm verbunden ist. Statt dessen kann aber auch der Zapfen gleichzeitig
als Kettenbolzen zur Verbindung von zwei Ketteingliediern dienen oder mit einer
Kettenlasche unmittelbar verbunden sein.
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Eine andere Führung des Zapfens zeigen die Abb. 4 und 5. Hier ist
an Stelle einer Rolle ein viereckiger Kulissenstein 32 verwendet, der beiderseits
vorspringende Kanten 33, 34 aufweist, die sich gegen die Stirnflächen der Gabel
anlegen und für eine sichere Führung dies in dem Kulissenstein 3.2 drehbar gelagerten
Zapfens 29 Sorge tragen. Eine Abart eines viereckigen Kulissensteines zeigt die
A:bb. 6. Der Unterschiedgegenüber der vorstehend beschriebenen Ausführung besteht
nur darin, daß dieser Kulissenstein 35 an den den Gabelzinken zugekehrten Seiten
beiderseits mit Aussparungen versehen ist, in welche entsprec'hend ausgebildete
Vorsprünge 36, 37 der Gabel eingreifen. Man kann die Befestigung dies Ablegebanides,
an dien Zugorgan auch in der Weise vorneihmen. daß die seitlich nach unten abgebogene
Traverse in einen Führungsstift endet, auf dem eine mit dem umlaufenden Zugorgan
31 durch einen Zapfen verbun idene Muffe gleitet. Hinsichtlich der Führung des Zapfens
sind sämtliche Ausführungen als gleichwertig anzusehen.
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Irn allen Fällen übernimmt das umleufende Zugorgan die 'hin und her
gehendie Bewegung des Ablegebandes, indem der am Zugorgan befestigte Zapfen mit
Hilfe der Rolle odler,des Kulissensteines in der Gabel auf und! ab gleitet und gleichzeitig
über die beiden Kettenräder od. dgl. eine in sich geschlossene Bahn beschreibt.
Damit ist eine sichere Führung und stets gleichmäßige Hi.nurndnerbewegung -des Ablegehandfes
.gewährleistet, deren Verzögerung und Beschleunigu:ng un denUmkehrstellen durch
entsprechende Wahl der Durchmesser der Kettenräder od. @dgl. in weiten Grenzen geregelt
und unter Umständen der Eigenart des zu .behandielhden Materials angepaßt werden
kann. Die Einrichtung gemäß der Erfindung zeichnet sich ferner durch die Einfaehheit
ihrer Bauweise aus, so daß (sie im Betrieb praktisch keinerlei Wartung bedarf.