DE90293C - - Google Patents

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DE90293C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung, mittels welcher Briefumschläge mit Oeffnungsfäden versehen und diese auf Mafs abgeschnitten werden.
Der Faden wird durch einen wagerecht hin- und hergleitenden Greifer auf die erforderliche Länge von einer Spule abgewickelt, dabei gleichzeitig gummirt, alsdann von zwei Greifern erfafst und durch eine Scheere abgeschnitten. Hierauf befördern ihn die Greifer nach dem auf einem Tisch liegenden Briefumschlag; der Faden wird in den Umschlag eingelegt und von den haltenden Greifern abgeschnitten. Die Greifer gehen nun zur Heranschaffung eines neuen Fadens zurück, wobei ihnen unterwegs die abgeschnittenen Fadenreste entnommen und diese in einen Sammeltrichter geschafft werden.
In den beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. 1 einen Grundrifs der ganzen Vorrichtung dar, wobei die Umschlagmaschine nur nebensächlich so weit angedeutet ist, als deren Theile hierbei in Betracht kommen.
Fig. 2 ist ein Aufrifs, Fig. 3 ein Querschnitt nach yy der Fig. 1, Fig. 4 ein solcher nach x-x, Fig. 5 nach \-\-, Fig. 6 nach w-n>, während Fig. 7 einen Theil in perspectivischer Ansicht darstellt.
Auf einer Grundplatte 1 ist die von der Briefumschlagmaschine angetriebene Welle 2 in Böcken gelagert. Von der Welle 2 aus wird mittels Kegelräder eine Welle angetrieben, die mittels Kurbel und Zugstange einen Schlitten 22 auf der Gleitschiene 21 hin- und herführt, welcher Schlitten mit Greifarmen versehen ist, die in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise beim Hin - bezw. Hergang des Schlittens so geöffnet bezw. geschlossen werden, dafs sie das auf der Spule 44 aufgewickelte Garn periodisch um die Bahnlänge des Schlittens von der Spule abwickeln; das Garn tritt aus dem Oehr 49 aus. Hierdurch wird der Faden parallel zur Welle 2 geführt.
Auf der Grundplatte 1 ist ein mit Klebstoff gefülltes Gefäfs 52 aufgestellt, in welches ein löffelartiger Hebel taucht (Fig. 5), dessen anderes, mit Gleitrolle versehenes Ende durch einen auf der Welle 2 befindlichen Daumen zeitweilig so niedergedrückt wird, dafs das löffelartige Ende des Hebels gegen den sich abwickelnden Faden gedrückt und dieser dadurch in der mittleren Partie gummirt wird.
Der nächste Vorgang ist nun derjenige, dafs die den Faden transportirenden Klauen in Wirkung treten. Diese werden durch die auf die Welle 2 aufgesetzten Doppelarme 5-6, 7-8 gebildet, deren maulartige Enden geschlitzt und in welche in den Punkten 11 die Klauenbacken 10 drehbar beweglich befestigt sind. Diese haben seitlich vorstehende Stifte 56 und werden durch die Federn 9 stets gegen die innere schmale Hinterseite des Schlitzes gedrückt. Bei der Drehung der Arme 5-6, 7-8 in der Richtung des Pfeiles (Fig. 3) kommen die Klauenbacken 10 mit ihren seitlichen Stiften 56 gegen das an dem Ständer 54 befestigte Curvenblech 5 5, welches excentrisch zur Welle 2 liegt. Dadurch wird das Maul 10 geöffnet, sobald das betreffende Armende unter
den Faden kommt. Sobald es diesen aufgenommen, schnappen die Stifte 56 über die obere Kante der Curve 55 hinweg. In diesem Augenblick wird der Faden kurz vor der Oese 49 durch die in Fig. 3 und 4 sichtbare Scheere 57-57 abgeschnitten.
Die Arme 5-6, 7-8 führen nun bei ihrer weiteren Drehung den Faden auf einen gegenüberstehenden, zur Briefumschlagmaschine gehörigen Tisch. Dieser hat, wie Fig. 7 zeigt, zwei seitliche Flügel 65 und einen hinteren Klappflügel 66, welche Theile den auf der Platte 4 liegenden Briefumschlag halten, nachdem der gummirte Faden in den unteren Falz des Umschlages mit Hülfe der Arme 5-6, 7-8 entlang der Kante 64a eingelegt worden ist.
Nachdem durch den hier nicht weiter in Betracht kommenden Mechanismus der Maschine der Umschlag auf die Platte 4 gelegt worden ist, derart, dafs der untere Seitentheil des Umschlages der Platte 64 in der Stellung der Fig. 3 anliegt, kommen die Enden 5, 7 der entsprechenden Arme schliefslich in die in Fig. 3 punktirte Lage. Die an den Armen 5-6, 7-8 seitlich vorstehenden Stifte 11 (Fig. 7) kommen in dem Augenblick, wo der Faden auf den Falz des Briefumschlages aufzuliegen kommt, mit den Messern 68 in Berührung, die in den Punkten 6g drehbar an der Unterseite der Tischplatte 1 befestigt, durch Schraubenfedern 70 für gewöhnlich in der Stellung der Fig. 3 gehalten werden und mit den feststehenden Messern 67 zusammen Scheeren bilden. Diese schneiden durch Vermittelung der Anschläge 11 den Faden dicht hinter jedem bezw. zwischen beiden Armen 5-6, 7-8 ab; die Stifte 11 drücken hierauf einen auf der Welle 70a befestigten Hebel 71 nieder, welche Welle in der Mitte den Arm 72 trägt, der durch eine Zugstange mit dem in den Armen 72a gelagerten Hebelarm 75 verbunden ist. Das obere Ende des letzteren ist in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise auf der Rückseite der Platte 64 geführt, während der Hebel durch die dem anderen Ende angefügte Schraubenfeder 73 in der Stellung der Fig. 3 erhalten wird.
Drückt also der Stift 11 den Hebel 71 nieder, so bewegt der letztere die Klappe 64 gegen die Platte 4 hin und drückt den Ansatz des Umschlages fest gegen den Faden, diesen dadurch in den Falz einklebend. Die Armenden 5, 7 kommen nun wieder in Berührung mit den Curven 55, die Klauen öffnen sich und lassen die noch darin. beBndlichen Fadenenden in den Trichter 79 fallen, indem die Fadenreste durch die in den Trichtern 79 befindlichen Haken 80 abgestreift werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine mit dem Faltmechanismus einer Briefumschlagmaschine in Verbindung stehende Vorrichtung zum. Einlegen von Aufreifsfäden in Briefumschläge, gekennzeichnet durch die Anordnung zweier Scheeren (67, 68) rechts und links neben dem den Umschlag tragenden Tische, welche durch die rohrenden, den Faden auf den Umschlag auflegenden Greiferarme (5-6,7-8) beim Vorbeigehen geschlossen werden, so dafs der bisher von den Greifern gehaltene Faden beiderseitig abgeschnitten wird.
  2. 2. Eine Ausführungsform der durch Anspruch ι geschützten Vorrichtung, gekennzeichnet durch die Haken (80), welche die beim Oeffnen der Klauen (10) der Greifer (5-6,7-8) frei werdenden Zwirnreste abstreifen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT90293D Expired DE90293C (de)

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DE90293C true DE90293C (de) 1900-01-01

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