DE902180C - In ein Bett umwandelbares Sitzmoebel - Google Patents

In ein Bett umwandelbares Sitzmoebel

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DE902180C
DE902180C DE1950SC003657D DESC003657DA DE902180C DE 902180 C DE902180 C DE 902180C DE 1950SC003657 D DE1950SC003657 D DE 1950SC003657D DE SC003657D A DESC003657D A DE SC003657DA DE 902180 C DE902180 C DE 902180C
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DE1950SC003657D
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Max Schueler
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C17/00Sofas; Couches; Beds
    • A47C17/04Seating furniture, e.g. sofas, couches, settees, or the like, with movable parts changeable to beds; Chair beds
    • A47C17/16Seating furniture changeable to beds by tilting or pivoting the back-rest
    • A47C17/161Seating furniture changeable to beds by tilting or pivoting the back-rest with back-rest made of multiple movable cushions

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nursing (AREA)
  • Special Chairs (AREA)

Description

  • In ein Bett umwandelbares Sitzmöbel Es sind bereits zahlreiche Konstruktionen von umwandelbaren Sitz- und Schlafmöbeln bekanntgeworden, denen allen aber noch gewisse Mängel in bezug auf Bequemlichkeit, leichte und einfache Bedienung oder Herstellungskosten anhaften.
  • Die Erfindung betrifft ein Verwandlungsmöbel, das sowohl als Sofa oder Sessel, im ausgefahrenen Zustand aber als Liegestatt oder Bett benutzt werden kann, wobei die Schlaflage senkrecht zur Rückwand des Sitzmöbels gerichtet ist.
  • In ein Bett umwandelbare Sitzmöbel sind bekannt, die aus drei gelenkig miteinander verbundenen Polsterteilen bestehen, von denen zwei im zusammengeschobenen Zustand des Möbels Rücken an Rücken liegend die Rückenlehme bilden, während das dritte Polster als Sitzfläche dient. Das Sitzpolster war bei den bisher bekannten Möbeln dieser Art durch ein Gelenk unmittelbar mit dem Mittelpolster verbunden, so daß man weder zum Sitzpolster zwecks Reinigung freien Zutritt hatte, nach das Mittelpolster im, ausgezogenem Zustand an der richtigen Stelle unterstützt wurde.
  • Nach der Erfindung werden das Mittelpolster und das Sitzpolster durch ein Zwischengelenk miteinander verbunden. Dieses Zwischengelenk weist eine Stütze auf, .die zwischen dem Wagen des Sitzpolsters, wobei das hintere Rollenpaar des Wagens bis zum Mittelpolster reicht, und dem Mittelpolster liegt. Im ausgezogenen Zustand des Möbels legt das hintere Rollenpaar des Sitzpolsters unter dem Mittelpolster und stützt dieses durch die erwähnte Stütze ab. Das Mittelpolster wird ferner durch im Fußpunkt gelenkig miteinander verbundene Streben abgestützt, die einerseits am Mittelpolster und andererseits am Keilpolster angelenkt sind. Diese V-förmigen Abstützstreben kommen in zusammengeklappten Zustand des Möbels zwischen den Wänden des Keilpolsters und des Mittelpolsters zu lieben. Das Keilpolster selbst wird mittels Stiften, Rollen od. dgl. im Rahmengestell dreh- oder gleitbar geführt. Nach der Erfindung ist außerdem unter dem Sitzpolster zur Aufbewahrung des. Bettzeugs: ein Kasten angeordnet. Das Sitzpolster bildet sonach gewissermaßen den Deckel zum Bettkasten und kann durch einen Gelenkhebel an der hinteren unteren Sitzpolsterkante befestigt sein. Das Sitzpolster kann aber auch vollständig vom Bettkasten abliebbar sein und durch Winkelstücke und eine Rastverbindung in abgehobenem Zustand und in der Gebrauchslage gesichert werden.
  • In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. i zeigt das Möbel in zusammengeklapptem Zustand, also als Sofa bzw. Sessel, und zwar von der Seite (mit abgenommener Seitenwand), Fig. 2 in Ansieht von vorn (als Sessel), Fig. 3 in Seitenansicht während des Ausfahrens und Fig. 4 in der Endstelltmg als Bett; die übrigen Fig. 5 bis 18 zeigen Einzelheiten bzw. verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes.
  • Die gesamte Polsterfläche ist dreigeteilt, und zwar in Keilkissen i, Mittelpolster 2 und Sitzpolster 3. In zusammengeklapptem Zustand (Fig. i) liegen Keilkissen und Mittelpolster Rücken an Rücken unmittelbar an der Rückwand ¢ in einer schrägen, fast senkrechten Lage, wie sie der Sitzbequemlichkeit für eine Rückenlehne am besten entspricht. Unter dem Sitzpolster 3 ist der Bettkasten 5 vorgesehen. Diese drei Polster werden umschlossen von dem Rahmengestell, das aus Rückwand 4., den beiden Seitenwänden 6, 6 der Bodenleilste 7 und dem Deckbrett 8 besteht.
  • Da das Sitzkissen 3 eine höhere spezifische Belastung zu tragen hat als Mittelpolster :2 und Keilkissen i, ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, die Polsterhöhe bei ersterem größer gewählt, wobei es nveckmäßig mit einzelnen miteinander verknüpften Sprungfedern ausgerüstet ist, während die anderen beiden Polster unter Verwendung gewöhnlicher-Federkörbe niedriger gehalten sind.
  • Durch diese unterschiedliche Pals:terhöhe und durch die zweckmäßige Anordnung der Kissen, bei der das Keilkissen i mit seinen beiden Kanten die Rückwanid 4 fast berührt, wird bei aller Sitz- und Liegebequemlichkeit eine so geringe Bautiefe des !, zusammengeklappten Möbels erreicht, wie es bisher nicht möglich war.
  • Cber die Aufhängung und die Bewegungsmöglichkeit der drei Kissen ist folgendes- zu sagen: Das Keilkissen i besitzt auf jeder Seite je zwei Stifte 9 und i o, auf die zweckmäßig Rollen 68 (Fig. 18) aufgesetzt sind und mit :denen es in Führungen, die in den Seitenwänden 6, 6 angebracht bzw. eingelassen sind, aufgehängt ist. In diesen Führungen kann das Keilkissen i beim Ausfahren gleiten bzw. schwenken. Sie sind in der Fig. i beispielsweise als Schienen ii, I2 ausgebildet, von denen die eine, i i, etwa senkrecht steht und zur Aufnahme des Stiftes 9 bestimmt ist, während in der waagerechten Schiene 12 der Stift io bzw. die aufgesetzte Rolle 68 läuft.
  • Diese Anordnung, bei der der Stift 9 nicht an der Kante 13 .des Keilkissens, sondern io bis 15 cm weiter zur Mitte angebracht ist, hat den. Vorzug, daß in zusammengeklapptem Zustand das Keilkissen i zwar die Wand q. fast berührt, daß es nach dem Ausfahren aber etwas von derselben abrückt, damit sich der Schläfer am oberen Deckbrett 8 nicht stoßen kann. Des weiteren kann dann auch das Bettuch über die Ecke 13 des Keilkissens geschlagen werden, was nicht möglich wäre, wenn sich der Stift 9 unmittelbar an .dieser Ecke befände.
  • Durch eine derartige Aufhängung bzw. Führung des Keilkissens wird .beim Ausfahren eine Bewegungdesselben erreicht, wie sie inFig. i, 3 und q. in den einzelnen Phasendargestellt ist. Die waagerechte Schiene 12 kann in einer anderen Ausführungsform (Fig. 5) auch -durch einen schwenkbaren Hebel 1q. ersetzt werden, der an seinem unteren Ende bei 15 in der Seitenwand 6 gelagert ist und am oberen Ende den Stift io in einem Gelenk aufnimmt.
  • Während dass Keilkissen, wie oben beschrieben, durch die Seitenwände getragen wird, ruht das Sitzpolster 3 auf dem frei ausfahrbaren Bettkasten 5, der dazu mit .den Rollen 16, 16 versehen ist. Diese Rallen sind zweckmäßig auf nach hinten verlängerten Flacheisen 17 od. dgl. angeordnet, die mit dem Bettkasten 5 verschraubt sind und mit dieser Verlängerung im Schwenkpunkt 62 den Hebel i8 tragen, .der seinerseits bei 2o das Mittelpolster abstützt. Die lses Mittelpolster 2 ist außerdem durch die Scharniere i9 am Keilkissen i befestigt, so daß damit die nach Fig. i, 3 und q. gewünschte Bewegung zwangsläufig gewährleistet wird.
  • Da die Gesamtlänge der drei Polster in der Strecklage üblicherweise i,go bis 2 m betragen soll und !die Tiefe des Sitzkissens aus Gründen einer bequemen Sitzlage 5o bis 55 cm nicht überschreiten darf, müssen sich Keilkissen und Mittelpolster in die restliche Länge von etwa 14o. m teilen: Deshalb sind diese beiden. Polster, wie aus Fig. i hervorgeht, bis in die Nähe des Fußbodens geführt, wodurch sich eine niedrige Gesamthöhe des-Möbels und eine weitgehende Raumausnutzung des zur Verfügung stehenden Querschnittes (zusammengeklappt) ergibt.
  • Die Höhenlage .des Gelenkpunktes 2o des Mittelpolsters ä folgt aus der Bedingung, daß die Oberflächen aller Polster in Strecklage miteinander fluchten müssen. Daraus aber ergibt sich, da,ß der Abstand dieses Gelenkes 2o von der hinteren Kante zi des Sitzpolsters 23 in den beiden Endstellungen (Fig. i bzw. 4) verschieden groß ist. Erfindungsgemäß wird diese Schwierigkeit dadurch behoben, @daß die Stützhebel 18 in den die Rollen 16 tragenden Flacheisen 17 bei 62 gelenkig aufgehängt sind. Sie schwenken etwas um eine senkrechte Mittellage und sind in der Endstellung der Fig. q. durch Anschläge 22 begrenzt. Auf diese Art liegen Mittel- und Sitzpolster in beiden Gebrauchslagen immer eng aneinander.
  • Wie aus Fig. i und 2 hervorgeht, sind die Tragrollen 16 und die Flacheisen 17 innerhalb der Baubreite des Bettkastens bzw. der Polster untergebracht. Das gleiche gilt für die Stützhebel r8, für die im Keilkissen i seitliche Aussparungen 23 (Fig. 3) vorgesehen sind. Der große Vorzug dieser soeben beschriebenen Abstützung des Mittelpolsters ist vor allem darin zu sehen, daß die erforderlichen Konstruktionsteile nicht über die Baubreite der Polster herausragen, sondern mach innen verlegt sind. Sie umfassen das Mittelpolster 2 nicht seitlich, sondern unten herum. Das hat zur Folge, daß alle drei Polster in ihrer Breite genau in den Gestellrahmen q., 6, 6 hineinpassend gearbeitet werden können, daher kein Spielraum für die Unterbringung einer Tragkonstruktion benötigt wird. Aus demselben Grund sind auch, wie schon erwähnt, die Führungsschienen i i, i2 in die Seitenwände 6, 6 eingelassen.
  • Wenn ein geräumigerer Bettkasten 5 gewünscht und dafür eine etwas größere Höhe des Möbels in Kauf genommen wird, kann die in der Fig. 6 gezeigte Ausführungsform gewählt werden. Hier ist die Länge des Mittelpolsters 2 kürzer, -eis reicht nur bis zum Bettkasten 5. Da die Gesamtstrecklänge des Keilkissens i und des Mittelpolsters :2 aber aus früher angeführten Gründen ein bestimmtes Maß nicht unterschreiten darf, müssen (zum Ausgleich für die unten verlorengehende Länge) beide Polster 1, 2 in diesem Fal'1 nach oben etwas verlängert werden. Übrigens entfälltbei dieser Ausführungsform die Notwendigkeit, :den Gelenkpunkt 2q., der mit dem Beschlagteil 78 vom Bettkasten 5 getragen wird, beweglich anzuordnen, da sein Abstand vom Sitzpolster 2 in beiden Gebrauchslagen durch zweckentsprechende Lage immer gleich groß ist.
  • Wie aus Fig. 1, 3 und q.-ersichtlich, behalten die Schwerpunkte des Keilkissens i und, Mittelpolsters 2 beim Ausfahren etwa die gleiche Höhenlage, so daß Ausfahren und Zusammenklappen des Möbels spielend leicht vor sich geht. Ein kleines Übergewicht ist in der Strecklage im Punkt i9 vorhan=den, wodurch diese Gebrauchsstellung ohne besondere Vorrichtungen gesichert ist. Um dies übergewicht, falls gewünscht, zu verkleinern, kann beispielsweise im Scharnier i9 eine entsprechend dimensionierte T'orsionsfeder oder eine am Stift 9 von unten angreifende Zugfeder od. dgl. vorgesehen werden.
  • Beim Zusammenklappen des Möbels stellt man sich an eine Längsseite des Bettes, hebt mit der einen Hand das Mittelpolster 2 bei 25 an, während man mit der anderen Hand bei 26 in Pfeilrichtung schräg nach unten drückt. Das Kippen des Mittelpolsters 2 und des Keilkissens i wird dadurch entsprechend Fig. 3 eingeleitet. Durch einen kleinen weiteren Druck auf das Mittelpolster :2 in Riehtung auf die Rückwand q. rollt das Möbel dann in sich zusammen.
  • In der Strecklage wird das Seharniergedenk i9 durch Stützen 27 getragen, die zweckmäßig nach Fig. 7 und 8 so ausgebildet sind, daß sie sowohl in zusammengeklapptem als auch in ausgefahrenem Zustand immer senkrecht stehen. Zu diesem Zweck sind an den Rahmenhölzern 33 und 34 der Polster 31 (Keilkissen i) und 32 (Mittelpolster 2) zwei Gelenke 2.9, 29 vorgesehen, an denen die Stützstreben 28, 28 angehängt sind, die- sich in einem gemeinsamen Gelenk 30 vereinigen und hier eine Fußplatte besitzen.
  • Fig. 9 zeigt in der Aufsieht Zias Rahmengestell, das auf der Bodenleiste 7 und den beiden Seitenwänden 6, 6 ruht. Von unten her sind Bleche 35 od. dgl. angeschraubt; auf die in zusammengeklapptem Zustand die beiden vorderen Rollen 16 des Bettkastens 5 auflaufen, .die so beim Transport des Möbels getragen werden. Die hinteren Rollen auf dieselbe Art aufzufangen, ist nicht unbedingt erforderlich, weil der hintere Teil des Bettkastens 5 unter Vermittlung des am Keilkissen i bei i9 aufgehängten Mittelpolsters 2 sowieso durch die Stifte to getragen wird. Trotzdem kann das Blech 35 so weit nach hinten durchgeführt und dort verbreitert werden, daß es gleichzeitig als solide Eckversteifung des RahmengesteQls dient. Eine andere Ausführungsform ist die, daß ein kurzes Tragblech 36 und eine besondere Eckversteifung 37 vorgesehen ist.
  • Weiterhin wird der Bettkasten 5 behandelt, auf denn das Sitzpolster 3 liegt. Um ihn zugänglich zu machen, muB das Sitzpolster 3 an- oder abgehoben werden können, möglichst auch in der Sofastellung. Ein Scharnier an der Hinterkante des Kastens 5 anzubringen, ist nicht möglich, weil das Mittelpolster 2 ein Aufklappen des Sitzpolsters 3 behindert. Wird -das Scharnier aber an dLr vorderen Kante angebracht, so wird das Herausnehmen der Bettwäsche durch das hochstehende Sitzpolster 3 erschwert. Sogenanute Sprnugauf-Verschlüsse sind teuer, unhandlich und geben auch nur einen mehr oder weniger großen Spalt frei. Einfacher ist eine Einrichtung nach Fig. i o und i i, in der erfindungsgemäß die hintere untere Sitzpolsterkan.te an den Gelenkhebeln 3,9 befestigt ist. Die beiden Figuren veranschaulichen die Wirkungsweise dieser Hebel. Das Sitzpolster 3 wind also mit seiner Hinterkante zuerst im Kreisbogen um Punkt 40 geschwenkt, bis die Hebel 39 geigen .die Anschläge .41 zu liegen kommen; dann wird das Polster 3 an seiner 'Vorderkante angehoben und entsprechend der Figur in seine senkrechte Lage geschwenkt. Ein Teil -des Bettkastens ist dabei durch .das stehende Polster 3 allerdings noch verdeckt.
  • Die in den Fig.12 und 1g dargestellte Ausführungsform gibt demgegenüber die volle öffnung frei und ist in ihrer Handhabung äußerst einfach. An .den unteren Außenkanten des Sitzpolsters 3 sind zwei zweckmäßig gebogene Bandeisen. q.2 od. deal. angebracht. Des weiteren liegen zwei am Sitzpo.lsterrahmen befestigte Stifte 43 in der mit einer Auflaufbahn44 versehenen Aussparung45 des Bettkastens 5 und sorgen so für eine unverrückbare Gebrauchslage des Sitzpolsters.
  • Soll der Bettkasten nunmehr freigelegt werden, so hebt man das Sitzpolster 3 an seiner hinteren Kante ein wenig an (damit die Sicherungsstifte 43 aus der Aussparung .1 .5 herauskommen) und zieht das Polster einfach nach vorn. Die Bandeisenbügel.42 stoßen dabei alsbald gegen die Vorderwand 46, und das Polster kippt nach vorn um, wie Fig. 13 zeigt. Diese Ausführungsform hat den weiteren Vorteil, daß das Sitzpolster zum Zweck der Reinigung, .des Transportes usw. ohne weiteres auch ganz abgehoben werden kann.
  • Wenn das ausgezogene Bett auch noch mit einer Fußwand versehen werden soll, wird erfindungsgemäß eine Einrichtung, wie sie Fig. 14 und 15 zeigen, vorgeschlagen. Die Hebel 47 sind in den Gelenken 1.9 an den Außenwänden des Bettkastens oder an (nicht gezeichneten) Konsolen, die an der Vorderwand 46 angeschraubt sind, aufgehängt (Fig. i6). Sie tragen einen Dorn od. dgl. 48 un.d können so herumgeklappt werden, daß .sie in der Aussparung 79 der Vorderwand sich abstützen. Dann kann die Fußwand5o aufgesteckt werden, die, da die Hebel 47 und die Dorne 48 biegungsfest ausgeführt sind, eine genügend große Belastung vertragen. Wenn diese Hebel etwas länger ausgeführt werden und statt der Dorne nach oben umgebogen sind, kann die Fußwand auch einfach zwischen Sitzpolster 3 und .das umgebogene Hebelende geklemmt werden. Dadas Sitzpolster in der Ausführung riech Fig: 12 und 13 lose (und ,dabei doch unverrückbar) auf dem Bettkasten 5 aufliegt, kann es erst an :dem einen (linken) Ende und danach am anderen (rechten Ende) hochgehoben werden, um die Hebel 47 in die Gebrauchslage umklappen zu können.
  • Um diese Hebel 47 und auch die im Bettkasten eingeschraubten Bandeisen 17 sowie die Tragrollen 16 nicht mit der im Kasten untergebrachten Bettzväsche inBerührung kommen zu lassen, sindzweckmäßig Trennwände 61, 61 (Fig. z) vorgesehen.
  • In zusammengeklapptem Zustand soll das Möbel erfindungsgemäß gegen ungewolltes Ausfahren gesichert werden. Hierbei ist es zweckmäßig, dasselbe Prinzip zu verfolgen wie beim Abstützen des hfittelpolsters 2, .d. h. es sollen die dazu erforderlichen Bauteile innerhalb der Fluchtlinie der Polsterbreite liegen. Dazu kommt aber noch, daß auch die Bodenfreiheit des Bettkastens nicht unterschritten werden darf; weil oftmals. vor dem Möbel ein Teppich liegt, der .durch hervorstehende Bauteile beschädigt oder aufgerollt werden würde. In der Fig. 16 ist eine Ausführungsform eines diese Ansprüche erfüllenden Verschlusses dargestellt.
  • An der hinteren Bodenleiste 7 ist ein zweckmäßig gebogenes Blech od. dgl. 51 angebracht, das bei 52 umgebogen ist. Am Bettkasten 5 ist der Hebel 53 bei 54 angelenkt, der an seinem hinteren Ende als Sperrhaken 57 ausgebildet ist und damit in die Blechkante 52 einhaken kann. Dieser Hebel ist in der einen Ausführungsform durch die Vorderwand 46 des Bettkastens 5 hindurchgeführt und endet hier in einer Ose oder einem Griff 55, mit dem man (nach leichtem Anheben desselben zwecks Lösens :der Sperre) das Möbel ausziehen kann. Ein am Blech 51 befestigter Klotz 56 berührt den Boden und sorgt dafür, daß der Sperrhaken 51 einwandfrei nach unten ausklinken kann. Beim Einfahren dagegen kann dieses Blech 51 als Feder wirken und nach oben. ausweichen.
  • Bei einer anderen Ausführungsform, die in der gleichen Fig. 16 ebenfalls eingezeichnet ist, wird auf den Durchbruch :des Hebels 53 durch die Vorderwand 46 verzichtet. Dafür trägt der Hebel 53 in einem Gelenk die Strebe 59, die durch eine an der Vorderwand angebrachte Führung läuft und: durch das Sitzpolster 3 heruntergedrückt wird, obgleich eine Zugfeder 6o sie zusammen mit dem Hebel 53 anzuheben und die Sperre auszulösen bestrebt ist. Wird nun aber das Sitzpolister 3 beim Ausziehen des Möbels leicht bei 63 (Leiste oder Nut) angehoben, so wird die Einwirkung der Feder 6o freigegeben und die Sperre ausgelöst.
  • In einer dritten Ausführungsform wird auf die Feder 6o verzichtet, dafür aber zwischen Strebe 59 und Sitzpolster 3 eine formschlüssige Verbindung gewählt. Diese besteht darin, daß die Strebe 59 oben- umgebogen ist und hier von einer daruntergreifenden, an der Unterseite des Sitzpolsters 3 angeschraubten Zunge erfaßt wird. Beim Anheben des Sitzpolsters wird auf die Art ebenfalls die Strebe 59 gehoben und die Sperre ausgelöst, ohne däß das Sitzpolster 3 in seiner Verschiebemöglichkeit (Fig. i2 und 13) dabei behindert wird.
  • Da man bei hölzernen Bauteilen im Laufe der Zeit und infolge von Witterungseinflüssen mit nicht unerheblichen Längenänderungen rechnen muß, ist für die Anbringung der Stifte 9, 1o des Keilkissens i, die in die in den Seitenwänden 6 untergebrachten Führungss!chienenii,i#2 eingreifen; erfindungsgemäß eine besondere Einrichtung vorgesehen, die in Fig. i8 dargestellt ist. Der betreffende, äurAufnahme dieser Stifte 9; io dienende Beschlag 66 wird beispielsweise rohrförmig ausgebildet, derart, daß die Stifte 9 und io unter Ei@nfluß der Federn 67 nach außen drängen und somit immer, auch bei Längenänderungen der Polsterrahmen oder des Gestells, in die betreffenden Führungsschienen 11, 12 zu liegen kommen. Ein am anderen Ende der Stifte vorgesehener Splint od. dgl. sorgt dafür, daß die Stifte bei Demontage der Polster nicht herausfallen können.
  • Da das fertige Möbel immerhin einige Zentner wiegt, wäre eine leichte Zerlegbarkeit, möglichst ohne Werkzeug, erwünscht. Erfindungsgemäß wird dies auf folgende Art erreicht: i. Die Gelenkbolzen ZO, die das Mittelpolster 2 mit den schwenkbaren Stützstreben 18 verbinden, können leicht herausgenommen oder zurückgezogen werden. Dadurch wird der Bettkasten 5 mitsamt dem Sitzpolster .3 von dem übrigen Möbel getrennt. Eine andere Ausführungsform zum leichten Lösen dieses -Gelenkes besteht nach Fig. 17 darin, daß die Stützstreben. 18, die die im Rahmenholz 69 eingelassenen Bolzen 2o des Mittelpolsters tragen, nach oben zu geschlitzt ausgeführt sind, derart, daß das Mittelpolster a ohne weiteres nach oben abgehoben und . somit die Verbindung zwischen Bettkasten 5 und dem übrigen Möbel getrennt werden kann.
  • Es ist zweckmäßig, die Lage dieser Bolzen 20 außen am Mittelpolster 2 durch einen Knopf od. d:gl. zu markieren, damit man beim Wiedereinsetzen die richtige Stelle sofort findet.
  • 2. Die oben beschriebenen, federnden Stifte und io (Fig. 18), die das Keilkissen i tragen bzw. führen, sind an ihrem inneren Ende bei 73 statt eines Splintes mit einem Loch versehen, in das Zugschnüre oder Seile 74 eingehängt sind. Zweckmäßig sind' je zwei gegenüberliegende Stifte durch ein Seil miteinander derart verbunden, daß beim Anheben dieses Seiles 74 (in der Mitte) die betreffenden Stifte in den Rahmen 64 gezogen werden. Damit die Stifte in dieser eingezogenen Stellung verbleiben, werden die Seile 74 über die Nägel oder Schrauben 75 gehängt. Jetzt können ,Mittelpolster 2 und Keilkissen i ohne Schwierigkeit aus dem Gestell.4., 6, 6 entfernt werden. Es ist zweckmäßig, beide vorher durch einen s@ogenannten überwurf, der bei 76 (Fig. i) angeordnet ist, miteinander zu verbinden, damit sie dann ein einheitliches Ganzes bilden.
  • Die Unterteilung bei der Demontage kann dadurch noch weitergetrieben werden, daß die Scharnierbolzen i9 herausziehbar eingerichtet sind, so daß beide Polster i, 2 einzeln transportiert werden können.
  • Beim Wiederzusammenbau werden beide Polster nach Fig. i in den Rahmen gesetzt und die Verriegelung der Seile 74. freigegeben, wodurch alle vier Stifte 9 und io einschließlich der aufgesetzten Rollen 6$ in die dazugehörigen Führungsschienen i i und 12 einschnappen. Voraussetzung hierfür isst, daß das Keilkissen mit seiner unteren (in Fig. i linken) Kante 13 die Ecke des Gestells etwa berührt, was aus. Raumersparnisgründen sowieso vorgesehen ist.
  • Muß bei der Herstellung der Polster aus fabrikatorischen Gründen mit gewissen Toleranzen gerechnet werden, so kann man die bei 13 etwa vorhandene Luft durch einige kleine Sperrholzplättchen, verstellbare Anschläge od. dlgl. leicht ausgleichen.
  • Erfindungsgemäß wird des weiteren vorgeschlagen, dass Rahmengestell nach Fig.9 (.Aufsicht), das ja die Form eines offenen U hat, an den Ecken 77, 77 nicht zu verleimen, sondern entweder verschraubbar auszubilden oder mit zweckentsprechenden Scharnieren und Feststelleinrichtungen zu versehen.
  • Während der fertige Rahmen außerordentlich sperrig ist und viel Transportraum in Anspruch nimmt, kann auf die Art mit demselben Transportmittel (Lastwagen od. dgl.) eine vielfache Anzahl von Rahmen befördert werden. Das ist wichtig für Herstellungsbetriebe, bei denen Stellmacherei und Polsterei usw. örtlich getrennt liegen.
  • Das ganze Möbel kann auf die beschriebene Art ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen mit einigen Handgriffen in seine Bestandteile Gestell, Keilkissen, Mittelpolster, Sitzpolster und Bettkasten zerlegt und an seinen Bestimmungsort gebracht werden. Diese leichte Zerlegbarkeit bzw. Montage kann, wenn die Einzelteile nach dem Austauschverfahren einigermaßen lehrenhaltig hergestellt werden, die Fertigungskosten ganz wesentlich verringern, weil die Einzelteile gegebenenfalls von verschiedenen Herstellerbetrieben unmittelbar und ohne vorherige Montage dem Käufer angeliefert werden können.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. In ein Bett umwandelbares Sitzmöbel mit drei gelenkig miteinander verbundenen Polsterteilen, von denen zwei im zusammengeschobenen Zustand des !Möbel,s Rücken an Rücken liegend die Rückenlehne bilden, während das dritte Polster als .Sitzfläche dient und durch Ausziehen die Umwandlung in ein waagerecht, senkrecht zur Rückwand des Sitzmöbels liegendes Bett erfolgt, dadurch gekennzei'c'hnet, daß das Mittelpolster (2) und das Sitzpolster (3) durch ein Zwischengelenk (18, 2o, 62) miteinander verbunden sind.
  2. 2. Möbel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze (18) des Zwischengelenkes auf dem Wagen für das Sitzpolster (3) schwenkbar abgestützt ist.
  3. 3. Möbel nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Rollenpaar (16) :des Wagens mit dem Sitzpolster (3) starr verbunden ist, während das hintere Rollenpaar (16) mit dem Mittelpolster (2) durch die Stütze (18) gelenkig verbunden ist und im ausgezogenen Zustand des Möbels unter dem Mittelpolster (2) liegt. q.. Möbel nach Anspruch i, dadurch ge'kennzeichnet, daß zum Abstützen der Scharnierkante (i9) zwischen Keilpolster (i) und' Mittelpolster (2) beiderseits im Fußpunkt (30) gelenkig miteinander verbundene.
  4. Streben (28) angeordnet sind.
  5. 5. Möbel nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß ,dieV-förmi@genAbstützstreben (28) in zusammengeklapptem Zustand des Möbels zwischen den Rückwänden des Keilpolsters (i) und des Mittelpolsters, (2) liegen.
  6. 6. Möbel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Keilpolster (i) mittels Stiften, Rollen (9, io) od.dgl. im Rahmengestell (6, 7, 8) dreh- und gleitbar geführt ist.
  7. 7. Möbel nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Sitzpolster (3) ein Kasten (5) zur Aufbewahrung des Bettzeugs angeordnet ist. B.
  8. Mäbel mach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Sitzpolster (3) als Deckel des Bettkastens (5) dient und durch einen Gelenkhebel (39) an der hinteren unteren Sitzpolsterkante aufklappbar befestigt ist.
  9. 9. Möbel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Sitzpolster (3) vorn Bettleasten (5) absChiebbar angeordnet ist und durch Winkelstücke (4z) und eine Rastverbindung (43, 44) in ,abgeschobenem Zustand, sowie in der Gebrauchslage gesichert ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT393603B (de) * 1988-01-22 1991-11-25 Papst Erich In ein liegemoebel umwandelbares sitzmoebel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT393603B (de) * 1988-01-22 1991-11-25 Papst Erich In ein liegemoebel umwandelbares sitzmoebel

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