-
In ein Bett umwandelbares Sitzmöbel Es sind bereits zahlreiche Konstruktionen
von umwandelbaren Sitz- und Schlafmöbeln bekanntgeworden, denen allen aber noch
gewisse Mängel in bezug auf Bequemlichkeit, leichte und einfache Bedienung oder
Herstellungskosten anhaften.
-
Die Erfindung betrifft ein Verwandlungsmöbel, das sowohl als Sofa
oder Sessel, im ausgefahrenen Zustand aber als Liegestatt oder Bett benutzt werden
kann, wobei die Schlaflage senkrecht zur Rückwand des Sitzmöbels gerichtet ist.
-
In ein Bett umwandelbare Sitzmöbel sind bekannt, die aus drei gelenkig
miteinander verbundenen Polsterteilen bestehen, von denen zwei im zusammengeschobenen
Zustand des Möbels Rücken an Rücken liegend die Rückenlehme bilden, während das
dritte Polster als Sitzfläche dient. Das Sitzpolster war bei den bisher bekannten
Möbeln dieser Art durch ein Gelenk unmittelbar mit dem Mittelpolster verbunden,
so daß man weder zum Sitzpolster zwecks Reinigung freien Zutritt hatte, nach das
Mittelpolster im, ausgezogenem Zustand an der richtigen Stelle unterstützt wurde.
-
Nach der Erfindung werden das Mittelpolster und das Sitzpolster durch
ein Zwischengelenk miteinander verbunden. Dieses Zwischengelenk weist eine Stütze
auf, .die zwischen dem Wagen des Sitzpolsters, wobei das hintere Rollenpaar des
Wagens bis zum Mittelpolster reicht, und dem Mittelpolster liegt. Im ausgezogenen
Zustand des Möbels legt das hintere Rollenpaar des Sitzpolsters unter dem Mittelpolster
und stützt dieses durch die erwähnte Stütze ab. Das Mittelpolster wird ferner durch
im Fußpunkt gelenkig miteinander verbundene Streben abgestützt, die einerseits am
Mittelpolster und andererseits
am Keilpolster angelenkt sind. Diese
V-förmigen Abstützstreben kommen in zusammengeklappten Zustand des Möbels zwischen
den Wänden des Keilpolsters und des Mittelpolsters zu lieben. Das Keilpolster selbst
wird mittels Stiften, Rollen od. dgl. im Rahmengestell dreh- oder gleitbar geführt.
Nach der Erfindung ist außerdem unter dem Sitzpolster zur Aufbewahrung des. Bettzeugs:
ein Kasten angeordnet. Das Sitzpolster bildet sonach gewissermaßen den Deckel zum
Bettkasten und kann durch einen Gelenkhebel an der hinteren unteren Sitzpolsterkante
befestigt sein. Das Sitzpolster kann aber auch vollständig vom Bettkasten abliebbar
sein und durch Winkelstücke und eine Rastverbindung in abgehobenem Zustand und in
der Gebrauchslage gesichert werden.
-
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Fig. i zeigt das Möbel in zusammengeklapptem Zustand, also als Sofa
bzw. Sessel, und zwar von der Seite (mit abgenommener Seitenwand), Fig. 2 in Ansieht
von vorn (als Sessel), Fig. 3 in Seitenansicht während des Ausfahrens und Fig. 4
in der Endstelltmg als Bett; die übrigen Fig. 5 bis 18 zeigen Einzelheiten bzw.
verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes.
-
Die gesamte Polsterfläche ist dreigeteilt, und zwar in Keilkissen
i, Mittelpolster 2 und Sitzpolster 3. In zusammengeklapptem Zustand (Fig. i) liegen
Keilkissen und Mittelpolster Rücken an Rücken unmittelbar an der Rückwand ¢ in einer
schrägen, fast senkrechten Lage, wie sie der Sitzbequemlichkeit für eine Rückenlehne
am besten entspricht. Unter dem Sitzpolster 3 ist der Bettkasten 5 vorgesehen. Diese
drei Polster werden umschlossen von dem Rahmengestell, das aus Rückwand 4., den
beiden Seitenwänden 6, 6 der Bodenleilste 7 und dem Deckbrett 8 besteht.
-
Da das Sitzkissen 3 eine höhere spezifische Belastung zu tragen hat
als Mittelpolster :2 und Keilkissen i, ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, die
Polsterhöhe bei ersterem größer gewählt, wobei es nveckmäßig mit einzelnen miteinander
verknüpften Sprungfedern ausgerüstet ist, während die anderen beiden Polster unter
Verwendung gewöhnlicher-Federkörbe niedriger gehalten sind.
-
Durch diese unterschiedliche Pals:terhöhe und durch die zweckmäßige
Anordnung der Kissen, bei der das Keilkissen i mit seinen beiden Kanten die Rückwanid
4 fast berührt, wird bei aller Sitz- und Liegebequemlichkeit eine so geringe Bautiefe
des !, zusammengeklappten Möbels erreicht, wie es bisher nicht möglich war.
-
Cber die Aufhängung und die Bewegungsmöglichkeit der drei Kissen ist
folgendes- zu sagen: Das Keilkissen i besitzt auf jeder Seite je zwei Stifte 9 und
i o, auf die zweckmäßig Rollen 68 (Fig. 18) aufgesetzt sind und mit :denen es in
Führungen, die in den Seitenwänden 6, 6 angebracht bzw. eingelassen sind, aufgehängt
ist. In diesen Führungen kann das Keilkissen i beim Ausfahren gleiten bzw. schwenken.
Sie sind in der Fig. i beispielsweise als Schienen ii, I2 ausgebildet, von denen
die eine, i i, etwa senkrecht steht und zur Aufnahme des Stiftes 9 bestimmt ist,
während in der waagerechten Schiene 12 der Stift io bzw. die aufgesetzte Rolle 68
läuft.
-
Diese Anordnung, bei der der Stift 9 nicht an der Kante
13 .des Keilkissens, sondern io bis 15 cm weiter zur Mitte angebracht ist,
hat den. Vorzug, daß in zusammengeklapptem Zustand das Keilkissen i zwar die Wand
q. fast berührt, daß es nach dem Ausfahren aber etwas von derselben abrückt, damit
sich der Schläfer am oberen Deckbrett 8 nicht stoßen kann. Des weiteren kann dann
auch das Bettuch über die Ecke 13 des Keilkissens geschlagen werden, was nicht möglich
wäre, wenn sich der Stift 9 unmittelbar an .dieser Ecke befände.
-
Durch eine derartige Aufhängung bzw. Führung des Keilkissens wird
.beim Ausfahren eine Bewegungdesselben erreicht, wie sie inFig. i, 3 und q. in den
einzelnen Phasendargestellt ist. Die waagerechte Schiene 12 kann in einer anderen
Ausführungsform (Fig. 5) auch -durch einen schwenkbaren Hebel 1q. ersetzt werden,
der an seinem unteren Ende bei 15 in der Seitenwand 6 gelagert ist und am oberen
Ende den Stift io in einem Gelenk aufnimmt.
-
Während dass Keilkissen, wie oben beschrieben, durch die Seitenwände
getragen wird, ruht das Sitzpolster 3 auf dem frei ausfahrbaren Bettkasten 5, der
dazu mit .den Rollen 16, 16 versehen ist. Diese Rallen sind zweckmäßig auf nach
hinten verlängerten Flacheisen 17 od. dgl. angeordnet, die mit dem Bettkasten
5 verschraubt sind und mit dieser Verlängerung im Schwenkpunkt 62 den Hebel i8 tragen,
.der seinerseits bei 2o das Mittelpolster abstützt. Die lses Mittelpolster 2 ist
außerdem durch die Scharniere i9 am Keilkissen i befestigt, so daß damit die nach
Fig. i, 3 und q. gewünschte Bewegung zwangsläufig gewährleistet wird.
-
Da die Gesamtlänge der drei Polster in der Strecklage üblicherweise
i,go bis 2 m betragen soll und !die Tiefe des Sitzkissens aus Gründen einer bequemen
Sitzlage 5o bis 55 cm nicht überschreiten darf, müssen sich Keilkissen und
Mittelpolster in die restliche Länge von etwa 14o. m teilen: Deshalb sind diese
beiden. Polster, wie aus Fig. i hervorgeht, bis in die Nähe des Fußbodens geführt,
wodurch sich eine niedrige Gesamthöhe des-Möbels und eine weitgehende Raumausnutzung
des zur Verfügung stehenden Querschnittes (zusammengeklappt) ergibt.
-
Die Höhenlage .des Gelenkpunktes 2o des Mittelpolsters ä folgt aus
der Bedingung, daß die Oberflächen aller Polster in Strecklage miteinander fluchten
müssen. Daraus aber ergibt sich, da,ß der Abstand dieses Gelenkes 2o von der hinteren
Kante zi des Sitzpolsters 23 in den beiden Endstellungen (Fig. i bzw. 4) verschieden
groß ist. Erfindungsgemäß wird diese Schwierigkeit dadurch behoben, @daß die Stützhebel
18 in den die Rollen 16
tragenden Flacheisen 17 bei 62 gelenkig aufgehängt
sind.
Sie schwenken etwas um eine senkrechte Mittellage und sind in der Endstellung der
Fig. q. durch Anschläge 22 begrenzt. Auf diese Art liegen Mittel- und Sitzpolster
in beiden Gebrauchslagen immer eng aneinander.
-
Wie aus Fig. i und 2 hervorgeht, sind die Tragrollen 16 und die Flacheisen
17 innerhalb der Baubreite des Bettkastens bzw. der Polster untergebracht. Das gleiche
gilt für die Stützhebel r8, für die im Keilkissen i seitliche Aussparungen 23 (Fig.
3) vorgesehen sind. Der große Vorzug dieser soeben beschriebenen Abstützung des
Mittelpolsters ist vor allem darin zu sehen, daß die erforderlichen Konstruktionsteile
nicht über die Baubreite der Polster herausragen, sondern mach innen verlegt sind.
Sie umfassen das Mittelpolster 2 nicht seitlich, sondern unten herum. Das hat zur
Folge, daß alle drei Polster in ihrer Breite genau in den Gestellrahmen q., 6, 6
hineinpassend gearbeitet werden können, daher kein Spielraum für die Unterbringung
einer Tragkonstruktion benötigt wird. Aus demselben Grund sind auch, wie schon erwähnt,
die Führungsschienen i i, i2 in die Seitenwände 6, 6 eingelassen.
-
Wenn ein geräumigerer Bettkasten 5 gewünscht und dafür eine etwas
größere Höhe des Möbels in Kauf genommen wird, kann die in der Fig. 6 gezeigte Ausführungsform
gewählt werden. Hier ist die Länge des Mittelpolsters 2 kürzer, -eis reicht nur
bis zum Bettkasten 5. Da die Gesamtstrecklänge des Keilkissens i und des Mittelpolsters
:2 aber aus früher angeführten Gründen ein bestimmtes Maß nicht unterschreiten darf,
müssen (zum Ausgleich für die unten verlorengehende Länge) beide Polster 1, 2 in
diesem Fal'1 nach oben etwas verlängert werden. Übrigens entfälltbei dieser Ausführungsform
die Notwendigkeit, :den Gelenkpunkt 2q., der mit dem Beschlagteil 78 vom Bettkasten
5 getragen wird, beweglich anzuordnen, da sein Abstand vom Sitzpolster 2 in beiden
Gebrauchslagen durch zweckentsprechende Lage immer gleich groß ist.
-
Wie aus Fig. 1, 3 und q.-ersichtlich, behalten die Schwerpunkte des
Keilkissens i und, Mittelpolsters 2 beim Ausfahren etwa die gleiche Höhenlage, so
daß Ausfahren und Zusammenklappen des Möbels spielend leicht vor sich geht. Ein
kleines Übergewicht ist in der Strecklage im Punkt i9 vorhan=den, wodurch diese
Gebrauchsstellung ohne besondere Vorrichtungen gesichert ist. Um dies übergewicht,
falls gewünscht, zu verkleinern, kann beispielsweise im Scharnier i9 eine entsprechend
dimensionierte T'orsionsfeder oder eine am Stift 9 von unten angreifende Zugfeder
od. dgl. vorgesehen werden.
-
Beim Zusammenklappen des Möbels stellt man sich an eine Längsseite
des Bettes, hebt mit der einen Hand das Mittelpolster 2 bei 25 an, während man mit
der anderen Hand bei 26 in Pfeilrichtung schräg nach unten drückt. Das Kippen des
Mittelpolsters 2 und des Keilkissens i wird dadurch entsprechend Fig. 3 eingeleitet.
Durch einen kleinen weiteren Druck auf das Mittelpolster :2 in Riehtung auf die
Rückwand q. rollt das Möbel dann in sich zusammen.
-
In der Strecklage wird das Seharniergedenk i9 durch Stützen 27 getragen,
die zweckmäßig nach Fig. 7 und 8 so ausgebildet sind, daß sie sowohl in zusammengeklapptem
als auch in ausgefahrenem Zustand immer senkrecht stehen. Zu diesem Zweck sind an
den Rahmenhölzern 33 und 34 der Polster 31 (Keilkissen i) und 32 (Mittelpolster
2) zwei Gelenke 2.9, 29 vorgesehen, an denen die Stützstreben 28, 28 angehängt sind,
die- sich in einem gemeinsamen Gelenk 30 vereinigen und hier eine Fußplatte
besitzen.
-
Fig. 9 zeigt in der Aufsieht Zias Rahmengestell, das auf der Bodenleiste
7 und den beiden Seitenwänden 6, 6 ruht. Von unten her sind Bleche 35 od. dgl. angeschraubt;
auf die in zusammengeklapptem Zustand die beiden vorderen Rollen 16 des Bettkastens
5 auflaufen, .die so beim Transport des Möbels getragen werden. Die hinteren Rollen
auf dieselbe Art aufzufangen, ist nicht unbedingt erforderlich, weil der hintere
Teil des Bettkastens 5 unter Vermittlung des am Keilkissen i bei i9 aufgehängten
Mittelpolsters 2 sowieso durch die Stifte to getragen wird. Trotzdem kann das Blech
35 so weit nach hinten durchgeführt und dort verbreitert werden, daß es gleichzeitig
als solide Eckversteifung des RahmengesteQls dient. Eine andere Ausführungsform
ist die, daß ein kurzes Tragblech 36 und eine besondere Eckversteifung 37 vorgesehen
ist.
-
Weiterhin wird der Bettkasten 5 behandelt, auf denn das Sitzpolster
3 liegt. Um ihn zugänglich zu machen, muB das Sitzpolster 3 an- oder abgehoben werden
können, möglichst auch in der Sofastellung. Ein Scharnier an der Hinterkante des
Kastens 5 anzubringen, ist nicht möglich, weil das Mittelpolster 2 ein Aufklappen
des Sitzpolsters 3 behindert. Wird -das Scharnier aber an dLr vorderen Kante angebracht,
so wird das Herausnehmen der Bettwäsche durch das hochstehende Sitzpolster 3 erschwert.
Sogenanute Sprnugauf-Verschlüsse sind teuer, unhandlich und geben auch nur einen
mehr oder weniger großen Spalt frei. Einfacher ist eine Einrichtung nach Fig. i
o und i i, in der erfindungsgemäß die hintere untere Sitzpolsterkan.te an den Gelenkhebeln
3,9 befestigt ist. Die beiden Figuren veranschaulichen die Wirkungsweise dieser
Hebel. Das Sitzpolster 3 wind also mit seiner Hinterkante zuerst im Kreisbogen um
Punkt 40 geschwenkt, bis die Hebel 39 geigen .die Anschläge .41 zu liegen
kommen; dann wird das Polster 3 an seiner 'Vorderkante angehoben und entsprechend
der Figur in seine senkrechte Lage geschwenkt. Ein Teil -des Bettkastens ist dabei
durch .das stehende Polster 3 allerdings noch verdeckt.
-
Die in den Fig.12 und 1g dargestellte Ausführungsform gibt demgegenüber
die volle öffnung frei und ist in ihrer Handhabung äußerst einfach. An .den unteren
Außenkanten des Sitzpolsters 3 sind zwei zweckmäßig gebogene Bandeisen. q.2 od.
deal. angebracht. Des weiteren liegen zwei am
Sitzpo.lsterrahmen
befestigte Stifte 43 in der mit einer Auflaufbahn44 versehenen Aussparung45 des
Bettkastens 5 und sorgen so für eine unverrückbare Gebrauchslage des Sitzpolsters.
-
Soll der Bettkasten nunmehr freigelegt werden, so hebt man das Sitzpolster
3 an seiner hinteren Kante ein wenig an (damit die Sicherungsstifte 43 aus der Aussparung
.1 .5 herauskommen) und zieht das Polster einfach nach vorn. Die Bandeisenbügel.42
stoßen dabei alsbald gegen die Vorderwand 46, und das Polster kippt nach vorn um,
wie Fig. 13 zeigt. Diese Ausführungsform hat den weiteren Vorteil, daß das Sitzpolster
zum Zweck der Reinigung, .des Transportes usw. ohne weiteres auch ganz abgehoben
werden kann.
-
Wenn das ausgezogene Bett auch noch mit einer Fußwand versehen werden
soll, wird erfindungsgemäß eine Einrichtung, wie sie Fig. 14 und 15 zeigen, vorgeschlagen.
Die Hebel 47 sind in den Gelenken 1.9 an den Außenwänden des Bettkastens oder an
(nicht gezeichneten) Konsolen, die an der Vorderwand 46 angeschraubt sind, aufgehängt
(Fig. i6). Sie tragen einen Dorn od. dgl. 48 un.d können so herumgeklappt werden,
daß .sie in der Aussparung 79 der Vorderwand sich abstützen. Dann kann die Fußwand5o
aufgesteckt werden, die, da die Hebel 47 und die Dorne 48 biegungsfest ausgeführt
sind, eine genügend große Belastung vertragen. Wenn diese Hebel etwas länger ausgeführt
werden und statt der Dorne nach oben umgebogen sind, kann die Fußwand auch einfach
zwischen Sitzpolster 3 und .das umgebogene Hebelende geklemmt werden. Dadas Sitzpolster
in der Ausführung riech Fig: 12 und 13 lose (und ,dabei doch unverrückbar) auf dem
Bettkasten 5 aufliegt, kann es erst an :dem einen (linken) Ende und danach am anderen
(rechten Ende) hochgehoben werden, um die Hebel 47 in die Gebrauchslage umklappen
zu können.
-
Um diese Hebel 47 und auch die im Bettkasten eingeschraubten Bandeisen
17 sowie die Tragrollen 16 nicht mit der im Kasten untergebrachten Bettzväsche inBerührung
kommen zu lassen, sindzweckmäßig Trennwände 61, 61 (Fig. z) vorgesehen.
-
In zusammengeklapptem Zustand soll das Möbel erfindungsgemäß gegen
ungewolltes Ausfahren gesichert werden. Hierbei ist es zweckmäßig, dasselbe Prinzip
zu verfolgen wie beim Abstützen des hfittelpolsters 2, .d. h. es sollen die dazu
erforderlichen Bauteile innerhalb der Fluchtlinie der Polsterbreite liegen. Dazu
kommt aber noch, daß auch die Bodenfreiheit des Bettkastens nicht unterschritten
werden darf; weil oftmals. vor dem Möbel ein Teppich liegt, der .durch hervorstehende
Bauteile beschädigt oder aufgerollt werden würde. In der Fig. 16 ist eine Ausführungsform
eines diese Ansprüche erfüllenden Verschlusses dargestellt.
-
An der hinteren Bodenleiste 7 ist ein zweckmäßig gebogenes Blech od.
dgl. 51 angebracht, das bei 52 umgebogen ist. Am Bettkasten 5 ist der Hebel
53 bei 54 angelenkt, der an seinem hinteren Ende als Sperrhaken 57 ausgebildet ist
und damit in die Blechkante 52 einhaken kann. Dieser Hebel ist in der einen Ausführungsform
durch die Vorderwand 46 des Bettkastens 5 hindurchgeführt und endet hier in einer
Ose oder einem Griff 55, mit dem man (nach leichtem Anheben desselben zwecks Lösens
:der Sperre) das Möbel ausziehen kann. Ein am Blech 51 befestigter Klotz 56 berührt
den Boden und sorgt dafür, daß der Sperrhaken 51 einwandfrei nach unten ausklinken
kann. Beim Einfahren dagegen kann dieses Blech 51 als Feder wirken und nach oben.
ausweichen.
-
Bei einer anderen Ausführungsform, die in der gleichen Fig. 16 ebenfalls
eingezeichnet ist, wird auf den Durchbruch :des Hebels 53 durch die Vorderwand 46
verzichtet. Dafür trägt der Hebel 53 in einem Gelenk die Strebe 59, die durch eine
an der Vorderwand angebrachte Führung läuft und: durch das Sitzpolster 3 heruntergedrückt
wird, obgleich eine Zugfeder 6o sie zusammen mit dem Hebel 53 anzuheben und
die Sperre auszulösen bestrebt ist. Wird nun aber das Sitzpolister 3 beim Ausziehen
des Möbels leicht bei 63 (Leiste oder Nut) angehoben, so wird die Einwirkung der
Feder 6o freigegeben und die Sperre ausgelöst.
-
In einer dritten Ausführungsform wird auf die Feder 6o verzichtet,
dafür aber zwischen Strebe 59 und Sitzpolster 3 eine formschlüssige Verbindung gewählt.
Diese besteht darin, daß die Strebe 59 oben- umgebogen ist und hier von einer daruntergreifenden,
an der Unterseite des Sitzpolsters 3 angeschraubten Zunge erfaßt wird. Beim Anheben
des Sitzpolsters wird auf die Art ebenfalls die Strebe 59 gehoben und die Sperre
ausgelöst, ohne däß das Sitzpolster 3 in seiner Verschiebemöglichkeit (Fig. i2 und
13) dabei behindert wird.
-
Da man bei hölzernen Bauteilen im Laufe der Zeit und infolge von Witterungseinflüssen
mit nicht unerheblichen Längenänderungen rechnen muß, ist für die Anbringung der
Stifte 9, 1o des Keilkissens i, die in die in den Seitenwänden 6 untergebrachten
Führungss!chienenii,i#2 eingreifen; erfindungsgemäß eine besondere Einrichtung vorgesehen,
die in Fig. i8 dargestellt ist. Der betreffende, äurAufnahme dieser Stifte 9; io
dienende Beschlag 66 wird beispielsweise rohrförmig ausgebildet, derart, daß die
Stifte 9 und io unter Ei@nfluß der Federn 67 nach außen drängen und somit immer,
auch bei Längenänderungen der Polsterrahmen oder des Gestells, in die betreffenden
Führungsschienen 11, 12 zu liegen kommen. Ein am anderen Ende der Stifte vorgesehener
Splint od. dgl. sorgt dafür, daß die Stifte bei Demontage der Polster nicht herausfallen
können.
-
Da das fertige Möbel immerhin einige Zentner wiegt, wäre eine leichte
Zerlegbarkeit, möglichst ohne Werkzeug, erwünscht. Erfindungsgemäß wird dies auf
folgende Art erreicht: i. Die Gelenkbolzen ZO, die das Mittelpolster 2 mit den schwenkbaren
Stützstreben 18 verbinden, können leicht herausgenommen oder zurückgezogen werden.
Dadurch wird der Bettkasten 5 mitsamt dem Sitzpolster .3 von dem übrigen Möbel getrennt.
Eine andere Ausführungsform zum
leichten Lösen dieses -Gelenkes
besteht nach Fig. 17 darin, daß die Stützstreben. 18, die die im Rahmenholz 69 eingelassenen
Bolzen 2o des Mittelpolsters tragen, nach oben zu geschlitzt ausgeführt sind, derart,
daß das Mittelpolster a ohne weiteres nach oben abgehoben und . somit die Verbindung
zwischen Bettkasten 5 und dem übrigen Möbel getrennt werden kann.
-
Es ist zweckmäßig, die Lage dieser Bolzen 20 außen am Mittelpolster
2 durch einen Knopf od. d:gl. zu markieren, damit man beim Wiedereinsetzen die richtige
Stelle sofort findet.
-
2. Die oben beschriebenen, federnden Stifte und io (Fig. 18), die
das Keilkissen i tragen bzw. führen, sind an ihrem inneren Ende bei 73 statt eines
Splintes mit einem Loch versehen, in das Zugschnüre oder Seile 74 eingehängt sind.
Zweckmäßig sind' je zwei gegenüberliegende Stifte durch ein Seil miteinander derart
verbunden, daß beim Anheben dieses Seiles 74 (in der Mitte) die betreffenden Stifte
in den Rahmen 64 gezogen werden. Damit die Stifte in dieser eingezogenen Stellung
verbleiben, werden die Seile 74 über die Nägel oder Schrauben 75 gehängt. Jetzt
können ,Mittelpolster 2 und Keilkissen i ohne Schwierigkeit aus dem Gestell.4.,
6, 6 entfernt werden. Es ist zweckmäßig, beide vorher durch einen s@ogenannten überwurf,
der bei 76 (Fig. i) angeordnet ist, miteinander zu verbinden, damit sie dann ein
einheitliches Ganzes bilden.
-
Die Unterteilung bei der Demontage kann dadurch noch weitergetrieben
werden, daß die Scharnierbolzen i9 herausziehbar eingerichtet sind, so daß beide
Polster i, 2 einzeln transportiert werden können.
-
Beim Wiederzusammenbau werden beide Polster nach Fig. i in den Rahmen
gesetzt und die Verriegelung der Seile 74. freigegeben, wodurch alle vier Stifte
9 und io einschließlich der aufgesetzten Rollen 6$ in die dazugehörigen Führungsschienen
i i und 12 einschnappen. Voraussetzung hierfür isst, daß das Keilkissen mit seiner
unteren (in Fig. i linken) Kante 13 die Ecke des Gestells etwa berührt, was aus.
Raumersparnisgründen sowieso vorgesehen ist.
-
Muß bei der Herstellung der Polster aus fabrikatorischen Gründen mit
gewissen Toleranzen gerechnet werden, so kann man die bei 13 etwa vorhandene Luft
durch einige kleine Sperrholzplättchen, verstellbare Anschläge od. dlgl. leicht
ausgleichen.
-
Erfindungsgemäß wird des weiteren vorgeschlagen, dass Rahmengestell
nach Fig.9 (.Aufsicht), das ja die Form eines offenen U hat, an den Ecken
77, 77 nicht zu verleimen, sondern entweder verschraubbar auszubilden oder mit zweckentsprechenden
Scharnieren und Feststelleinrichtungen zu versehen.
-
Während der fertige Rahmen außerordentlich sperrig ist und viel Transportraum
in Anspruch nimmt, kann auf die Art mit demselben Transportmittel (Lastwagen od.
dgl.) eine vielfache Anzahl von Rahmen befördert werden. Das ist wichtig für Herstellungsbetriebe,
bei denen Stellmacherei und Polsterei usw. örtlich getrennt liegen.
-
Das ganze Möbel kann auf die beschriebene Art ohne Zuhilfenahme von
Werkzeugen mit einigen Handgriffen in seine Bestandteile Gestell, Keilkissen, Mittelpolster,
Sitzpolster und Bettkasten zerlegt und an seinen Bestimmungsort gebracht werden.
Diese leichte Zerlegbarkeit bzw. Montage kann, wenn die Einzelteile nach dem Austauschverfahren
einigermaßen lehrenhaltig hergestellt werden, die Fertigungskosten ganz wesentlich
verringern, weil die Einzelteile gegebenenfalls von verschiedenen Herstellerbetrieben
unmittelbar und ohne vorherige Montage dem Käufer angeliefert werden können.