DE900C - Bierkühlapparat mit Wendevorrichtung - Google Patents
Bierkühlapparat mit WendevorrichtungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
- F28F—DETAILS OF HEAT-EXCHANGE AND HEAT-TRANSFER APPARATUS, OF GENERAL APPLICATION
- F28F9/00—Casings; Header boxes; Auxiliary supports for elements; Auxiliary members within casings
- F28F9/26—Arrangements for connecting different sections of heat-exchange elements, e.g. of radiators
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- Thermal Sciences (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Devices For Dispensing Beverages (AREA)
Description
1877.
A. NEUBECKER in OFFENBACH. Bierkühl apparat mit Wendevorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juli 1877 ab.
Längste Dauer: 26. Juni 1888.
Die Construction des vorliegenden Apparates, welcher die Mängel der bisherigen Gegenstromkühler
vermeiden soll, ist die folgende:
Die Batterien sind vertical angeordnet, und in der Mitte von einem Rahmen umgeben, der
mit Drehzapfen an seinen Enden auf zwei Lagerböcken aufgehängt wird, so dafs der
ganze Apparat mit Leichtigkeit gedreht werden kann.
Damit der Apparat auf möglichst kleinem Raum aus möglichst vielen Batterien bestehen
kann, wie es bei gröfseren Brauereien nöthig ist, theile ich die Batterien in zwei parallele
Reihen, deren Endbatterien mit einander ebenso wie die übrigen Batterien unter sich in Verbindung stehen, so dafs der Strom des Bieres
und bezw. des Wassers aus der ersten Reihe in die zweite Batterie - Reihe übergeht und aus
dieser an derselben Seite austritt, wo er in jene eingetreten ist. Diese Anordnung von
Doppelreihen der Batterien schliefst aber weder die für kleine Brauereien genügende mit blos
einer Reihe, noch eine solche von 3, 4 oder mehr Reihen aus, welche für sehr grofse
Brauereien erforderlich werden könnte.
Abgesehen von der Verbindung mit dem Bier und dem Wasserbehälter bringe ich an
dem Apparate über und unter jeder Batteriereihe nur einen einzigen äufseren Hahn an den
Entleerungs- bezw. Reinigungsrohren an, und lasse sonst die Wege von Bier und Luft, Wasser
und Dampf durch im Innern des Apparates angebrachte selbstthätige Ventile reguliren, so
dafs diese Organe keine Bedienung fordern, vor Beschädigung geschützt sind und kein Austropfen
nach aufsen zulassen.
Ferner habe ich sowohl Verschlufsdeckel mit Bügelschrauben, als auch halbkugelige ausgeschlossen,
und reiche mit einfach aufgeschraubten flachen Deckeln aus, indem die Entleerung und
Reinigung dieses Apparates ohne Abnahme der Deckel geschieht und die durch die Deckel
gehenden Bogenstücke fast unmittelbar auf das Bierröhrenbündel austreten, weil ich den Querschnitt
der Bogenstücke so grofs mache, wie die Summe der Querschnitte der Bierröhrenbündel,
und deshalb nur einen geringen Zwischenraum zwischen beiden gebrauche.
Schliefslich sind bei diesem Apparate den Bierröhren in den Batterien solche flachgedrückt
ovale Querschnitte gegeben,. dafs die Röhren, sternförmig zusammengestellt, keinen gröfseren
Raum, als die Bündel von runden Rohren der seitherigen Apparate einnehmen und doch eine
erheblich gröfsere Abkühlungsfläche, als die früheren Röhrenbündel bieten, wodurch die
gröfstmögliche Abkühlung in der kürzesten Zeit und mit dem geringsten Aufwände von Kühlwasser
erreicht wird.
Die beiliegende Zeichnung stellt einen Apparat in normaler Stellung in Front- und Seitenansicht,
einen Längendurchschnitt eines Batteriepaares und einen Querschnitt durch die Batterien
dar.
In der Frontansicht verdeckt die vordere Batteriereihe die hintere, die sich ganz gleich
sind und dieselben Rohre in gleicher Lage haben; nur sind die Einlasse der vorderen
Reihe bei der hinteren die Auslässe.
In das Rohr A der vorderen Reihe strömt das Bier, in das Rohr B der hinteren Reihe
das Kühlwasser ein, und das erste tritt in dem Rohre A1 der hinteren Reihe aus, während das
Wasser im Rohre B1 der vorderen Reihe ausfliefst,
wodurch die Gegenströmung von Bier und Wasser bewirkt wird. Auf seinem Wege hebt
das Bier und die durch dasselbe verdrängte Luft die Ventilchen in den Rohrstutzen, welche
die oberen Leitungsbogen mit dem Ablafsrohre C verbinden, füllt dieses, während des Ganges des
Apparates mit seinem Hahne geschlossene Rohr aus, so dafs der normale Weg des Bieres nur
anfänglich eine kurze, unschädliche Störung erleidet, and schliefst beim Niedergehen durch
seinen Druck die Ventile in den Rohrstutzen zwischen den unteren Bogenstücken und dem
Reinigungs- bezw. Dampfrohre D.
Während das Wasser in seiner Gegenströmung gegen das Bier begriffen ist, sind die Durchgänge
in den Entleerungsrohrstutzen E geschlossen,. indem der Seitendruck des Wassers in dem
weiteren Theile des Rohres die Kugel vor den engeren Theil der letzteren schiebt und in dieser
Lage erhält, weil er gegen eine gröfsere Kugelfläche wirkt, als der Gegendruck von der anderen
Seite aus dem engeren Theile des Rohres heraus.
Sobald der Vorderdruck auf die Kugel aufhört, bezw. die Wassereinströmung abgestellt wird,
wird der Hinterdruck auf die Kugel überwiegend, schiebt diese bis an die durch eingelegte
schmale Rippen in dem weiteren Röhrentheile gegebene Grenze ihres Spielraumes zurück,
und nun kann das Wasser von einer Batterie in die andere und aus einer einzigen
äufseren Oeffhung des Apparates auslaufen, ohne dafs dabei die geringste Arbeit erforderlich ist
oder etwas in Unordnung kommen kann.
Hiernach wird es kaum noch der Schlufserläuterung bedürfen, wie der Apparat zu entleeren
und zu reinigen ist.
Zunächst wird der Bier- und der Wasserzuflufs
abgesperrt, während die Abflufsöffnungen für beide geöffnet bleiben.
Es läuft dann das Bier nur aus der ersten Batterie aus, das Wasser aber aus allen, indem
es durch seinen Druck die Kugelventile öffnet und aus einer Batterie in die andere übertritt.
Wenn das Bier aus der ersten Batterie, und das Wasser aus allen Batterien ausgelaufen ist, so
wird der Apparat umgekehrt, was eine leichte und schnelle Procedur ist, weil der Apparat, im
Gleichgewicht aufgehängt und gleichmäfsig gefüllt, sich in Gleichgewichtslage befindet. Mit
der Umdrehung öffnen sich alle Ventile des Apparates durch ihre Gewichte und den Druck
des Bieres, sobald der Hahn C geöffnet wird, und es leuchtet ein, dafs dann das Bier aus
allen Bogenstücken und Batterien in das Rohr C strömt und aus diesem ausläuft.
Ist der Apparat von Bier und Wasser befreit, so sind seine Wasserrohre auch bereits durch
die starke Strömung gereinigt, die sich bei dem Wasserablassen gerade da bildete, wo die
Basis der Wassersäulen während des Fungirens des Apparates war und wo allein sich Sedimente
abgelagert haben konnten. Die Reinigung der Bierröhren geschieht aber dadurch, dafs in das
Rohr D, während der Apparat sich in seiner umgekehrten Lage befindet, Dampf oder Wasser
eingelassen wird, die dann alle Wege des Bieres durchlaufen und schliefslich durch das Rohr C
ihre Ableitung finden.
Claims (3)
1. Die Anordnung des Apparates als Wende-Apparat, in Verbindung mit selbstthätigen
Ventilen und hohlen Verbindungsstücken mit Kugelventilen zwischen den Batterien an
deren der Gegenstrom-Richtung entgegengesetzen Enden zu den beschriebenen Zwecken.
2. Die Anwendung flach-ovaler Bierröhren in sternförmiger Verbindung zur Erreichung
gröfstmöglicher Abkühlungsfläche im geringsten Räume und gröfster Beschleunigung
des Abkühlungs-Processes bei geringstem Kühlwasserverbrauch.
3. Die Gleichheit der Querschnitte des Bier-Ueberführungsbogen mit der Summe der
Querschnitte der zugehörigen Bierröhrenbündel zur Erreichung gleichmäfsiger Strömungsgeschwindigkeit
und zur Vermeidung von halbkugeligen, gebogenen oder schwierig anzubringenden und zu dichtenden Batteriedeckeln,
sowie zur Vermeidung der Nothwendigkeit häufiger Abnahme der Verschlufsdeckel.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE900T | 1877-07-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE900C true DE900C (de) |
Family
ID=70976503
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE900DA Expired - Lifetime DE900C (de) | 1877-07-16 | 1877-07-16 | Bierkühlapparat mit Wendevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE900C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5174369A (en) * | 1991-09-09 | 1992-12-29 | Custom Metalcraft Inc. | Sanitary concentric tube heat exchanger |
| US20200093270A1 (en) * | 2016-02-18 | 2020-03-26 | Logicdata Electronic & Software Entwicklungs Gmbh | Gas spring device for adjusting the height of an office chair |
-
1877
- 1877-07-16 DE DE900DA patent/DE900C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5174369A (en) * | 1991-09-09 | 1992-12-29 | Custom Metalcraft Inc. | Sanitary concentric tube heat exchanger |
| US20200093270A1 (en) * | 2016-02-18 | 2020-03-26 | Logicdata Electronic & Software Entwicklungs Gmbh | Gas spring device for adjusting the height of an office chair |
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