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Pumpe zum Fördern von Dickstoffen Saug- und Druckpumpen zum Fördern
von Dickstoffen, wie Jauche, Schlamm u. dgl., mit durchbrochenem, das Druckventil
tragendem Kolben oder Membran und darunter angeordnetem Saugventil sind bekannt.
Sie gestatten die Hauptarbeit bei abwärts gehendem Sch-,vengel zu leisten, so daß
das Körpergewicht bei .der Bedienung miteingesetzt werden kann.
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Von der Praxis werden aber an derartige Pumpen weitere Forderungen
gestellt: r. Die Ventile müssen ,zum Reinigen und Überholen leicht zugänglich sein;
z. der Druckanschluß soll nach allen Seiten horizontal verstellbar sein; 3. mit
Rücksicht auf die Betriebssicherheit soll die Pumpe möglichst ohne Membran arbeiten,
jedoch Sicherheit gegen Festrosten bieten.
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Die meisten bisher bekannten Pumpen obengenannter Gattung waren Membranpumpen.
Die Kolbenpumpen waren bisher deshalb stark in der Minderheit, weil die oben aufgestellten
Forderungen bei Saug- und Druckkolbenpumpen üblicher Bauart (kleiner Kolben, großer
Hubraum) auf Schwierigkeiten stießen und weil derartige Pumpen bei hoch liegendem
Schwerpunkt als fahrbare Pumpen ungeeignet sind.
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Die Erfindung vermeidet obengenannte Nachteile dadurch, daß im Pumpenoberteil,
oberhalb des Druckventils und des Saugventils eine Öffnung vorgesehen ist, die so
weit ist, daß sowohl das Druckventil, als auch das Saugventil ,durch diese Öffnung
hindurchgeführt werden können. Diese erfinderische Ausgestaltung ist sowohl anwendbar
für Kolbenpumpen als auch für Membranpumpen und erweist sich in beiden Fällen als
äußerst vorteilhaft.
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Wenn im nachstehenden in erster Linie auf Kolbenpumpen Bezug genommen
wird, so auch deshalb, weil dieser Ausführungsform aus bestimmten Gründen, die sich
aus dieser Beschreibung ergeben, der Vorzug gegeben wird; dennoch wird aber Wert
darauf gelegt, daß die Erfindu;ig auch hinsichtlich
des allgemeinen
Erfindungsgedankens Membranpumpen umfaßt.
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An die obengenannte Ventildurchlaßöffnung schließt sich ein-, senkrechte
Druckleitung an, die, bis über den kurzen Hub der Pumpe hinaus hochgeführt, gestattet,
einen nach allen Seiten verstellbaren Druckstutzen anzuordnen.
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Wird der verstellbare, auf der Ventitdurchlaßöffnung sitzende Druckstutzen
von der Pumpe gelöst, so lassen sieh zusammen mit dem Druckstutzen auch die beiden
Ventile herausnehmen. In diesem Fall sind auch die Ventilsitze innerhalb der Pumpe
frei zu übersehen und sehr gut zugänglich.
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Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
einzelner Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung wiedergegeben sind.
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Abb. i zeigt als Beispiel einen Vertikalschnitt durch eine Kolbenpumpe
mit relativ großem Kolbendurchmesser und kleinem Hub, der die Membran ersetzt. Bei
Membranpumpen tritt also an Stelle des hier gezeigten Kolbens die Membran. Im übrigen
stimmt die Anordnung der beiden Pumpen überein.
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Der Kolben a arbeitet in einem Pumpengehäuse, das aus ,dem Oberteil
b und dem Unterteil c besteht, die beide fest miteinander verbunden sind. Der durchbrochene
Kolben a mit in der Mitte angeordnetem Druckventil h ist hier durch zwei Kolbenstangen
a1 gefaßt, die durch das Gehäuseoberteil b (Stopfbüchsen bi) hindurchgeführt sind.
Scharniere a2 am oberen Ende der beiden Kolbenstangen stehen mit den beiden Enden
i1 des Gabelschwengels i in Verbindung, .der bei i2 auf der beweglichen Stützstange
k über dem festen Stützpunkt k1 auf dem Pumpenoberteil b gelagert ist.
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Die beiden Kolbenstangen a1 bzw. die Stopfbüchsen bi und der Stützpunkt
k1 liegen außerhalb der Öffnung b2 des Oberteils b ,der Pumpe, die direkt über .dem
Druckventil h und dem mit ihm teleskopartig verbundenen Saugventil L liegt und weit
genug ist, die Ventile bequem ein- und auszubauen.
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Eine kurze senkrechte Druckleitung b3, bis über die höchste Stellung
der Scharniere a2 hochgeführt, ,gestattet an diesem Punkt einen abnehmbaren, nach
allen Seiten 'horizontal verstellbaren Druckstutzen b4 anzuordnen, der in der Abbildung
mit drei Klemmschrauben befestigt ist.
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Wird der verstellbare Druckstutzen b4 von der Druckleitung gelöst,
so lassen sich Druckstutzen b4, Ventilhebestange h1, Druckventil h und Saugventil
L
geradlinig senkrecht ohne Schwierigkeiten aus der Pumpe herausnehmen.
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Zwischen .dem Oberteil b und Unterteil c des Gehäuses ist die quadratisch
oder rechteckig geflochtene, getalgte Hanfzopfpackung d fest eingelagert, und zwar
so, daß die obere und untere Seite der Ringdichtung gegen das obere bzw. untere
Gehäuseteil, die innere Ringfläche gegen den auf und ab gehenden Kolben abdichtet.
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Durch eingelegte Ringsegmente oder Stahlbänder e, die hinter der Hanf
zopfpackung angeordnet und durch Stellschrauben f radial auf die vierte Seite der
Packung wirken, läßt sich die Hanfzopfpaekung d radial, also in Richtung auf den
Kolben nachstellen, ahne daß die Verbindung zwischen Oberteil b und Unterteil c
der Pumpe gelöst wird. Ein gegenseitiges Verstellen der Pumpenteile erfolgt nicht.
Ebenso bleibt die Höhe :der Kolbenpackung d an .der Kolbenseite unverändert. Die
Hubstangen a1 fassen den Kolben ca in der Nähe des Umfanges.
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Abb. a zeigt .den Horizontalschnitt bei A-B durch die Kolbenpumpe
nach Abb. i. Oberteil b und Unterteil c sind -durch die Schrauben g fest verbunden.
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Abb. 3 zeigt die Seitenansicht nach Abb. i und eine stabile gedrungene
Pumpe mit tiefliegendem Schwerpunkt, fahrbar gemacht.
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Abb.4 zeigt die Draufsicht auf Abb.3. Der Druckstutzen b4 der Druckleitung
b3 ist durch drei Klemmschrauben befestigt und läßt sich nach Lösen dieser Schrauben
nach allen Seiten horizontal verstellen. Der Handgriff h2 liegt in bequemer Höhe
frei zugänglich. Der Gabelschwengel i ist im Beispiel gitterartig mit Holzfütterung
bei i3 und einer .drehbeweglichen Griffrolle i4 ausgebildet. Der Gabelschwengel
i ist bei i2 .auf der beweglichen Stütze k mit dem Stützpunkt k1 auf dem Pumpenoberteil
gelenkig .gelagert. Die Durchgangspunkte der beiden Hubstangen a1 (die Stopfbüchsen
bi) und der Schwengelstützpunkt k1 liegen .außerhalb der Öffnung b2, .die sieh senkrecht
über den Ventilen h und l in dem als Druckhaube ausgebildeten Pumpenoberteil
befindet.
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Abb. 5 zeigt die Rückseite der Pumpe nach den Abb. i bis 4 mit der
Ansicht auf den Schwengel i, die bewegliche Schwengelstütze k, welche sich bei dem
Stützpunkt k1 auf das Oberteil b .der Pumpe aufbaut.
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Abb. 6 zeigt die kurze Druckleitung b3 senkrecht über den Ventilen
h und l mit dem verstellbaren Druckstutzen b4. Ein Ring b5, der unten
konisch unterstochen ist, oben die Eindrehung für die Dichtung trägt, wird mit dem
Gewinde auf ,das obere Ende der Druckleitung b3 aufgesetzt, so daß die sonst nötige
Schweißarbeit entfällt. Hakenschrauben b6 des Druckstutzens b4 umgreifen den Ring
b5 von unten her. Es ergibt sich so eine raumsparende feste Verbindung zwischen
Druckrohr b3 und dem beweglichen Druckstutzen b4. Eine am Druckstutzen b4 angeordnete
Öffnung, die durch Deckel b? .der Ventil'hebestange h1 mit dem dazugehörigen Stopfbüchsen
b. verschlossen ist, gestattet die Herausnahmt der Ventile h und
l aus der Pumpe ohne Wegnahme des Druckstutzens und etwa geschlossener Druckleitungen.
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Abb. 7 zeigt die Kolbenpumpe im Vertikalschnitt wie unter Abb. i beschrieben.
Der Schnitt ist um 9o° versetzt gedacht.
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Abb. 8 zeigt,die Abb. 7 im Grundriß. Der Gabelschwengel mit einfachem
Handhebel i ist hier deutlich zu erkennen.
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Abb.9 zeigt die Anordnung des Gabelschwengels i, der einerseits :in
Verbindung mit den Scharnieren a2 der Kolbenstangen ui steht, andererseits
sich
mit dem Drehpunkt i2 der beweglichen Stütze k auf den Stützpunkt k1 des Pumpenoberteils
b stützt (Abt. g ist eine Teilansicht von Abb. 7).
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Abb. ro zeigt die der Abb. g gegenüberliegende Seite des Pumpenoberteils
der Abb. 7 in Ansicht. Hier ist deutlich zu erkennen, wie die auf dem Pumpenoberteil
b aufgesetzte Druckleitung b3 mit dem Druckstutzen b4 fest verbunden ist und beide
der Öffnung b2 mit dem Gehäuseoberteil b durch losen Flansch b12 verstellbar verbunden
sind. Die Anordnung zeigt die offene Gabelseite des Schwengels i.
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Abb. z r zeigt die Druckleitung b3 mit dem fest verbundenen Druckstutzen
b4 'derart verkürzt, daß sich dieser innerhalb der offenen Gabelseite des Schwengels
i befindet. Der mit Klemmschrauben b13 gegen die Öffnung b2 des Gehäuseoberteils
b angepreßte Druckstutzern b4 kann innerhalb der Schwengelgabel um annähernd 9o°
verstellt werden. Dieser niedrige, in der Gabelöffnung angeordnete Druckrohrstutzen
kann auch einen feststehenden Flansch erhalten.
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Abb. 12 zeigt den Grundriß zur Abb. zr.
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Abb. 13 zeigt die Anordnung ,des verkürzten Druckrohres mit dem Druckstutzen
b4 in .der offenen Seite des gabelförmigen Schwengels i. Der verstellbare Druckstutzen
b4 ist hier S-förmig ausgebildet, mit einer senkrechten Öffnung b4 . Auf dieser
Öffnung sitzt der ,ebenfalls horizontal verstellbare Druckstutzen bx. Dadurch, daß
beide Druckstutzen b4 und bx gelenkig verbunden sind, lassen sich ,alle gewünschten
Stellungen des Auslaufdruckstutzens bx erreichen, ohne die Zugänglichkeit der kurzen
Ventil'hebestange lt, bzw. lag zu
beeinträchtigen. Auch bei feststehendem
Druckstutzen b4 ist die Versteilbarkeit ;des Druckstutzens bx in weitem Umfang gegeben.
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Abb. 14. zeigt die Draufsicht zur Abb. 13. Aus dieser Abbildung
ist zu ersehen, daß sich der Druckstutzen bx bei kurzer Ventilhebestange h1 nach
allen Seiten verstellbar anordnen läßt, ohne daß .die Zugänglichkeit zum Handgriff
h2 der V entilhebestange h1 beeinträchtigt wird.
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Abb. 15 zeigt eine andere Draufsicht. Die Versteilbarkeit des Druckstutzens
b4 ist in weitem Umfang auch bei niedrigen Druckstutzen gegeben.
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Abb. 16 zeigt einen Schnitt -durch den auf der Öffnung bz des Pumpenoberteils
b sitzenden, kurz gehaltenen, horizontal verstellbaren, mit Klemmschrauben befestigten
Druckstutzen b4 mit einem hohlzylindrischen Aufbau b14 , der innen zur Aufnahme
der zylindrischen Verlängerung h' des Ventils lt dient und oben die Schraubstopfbüchse
für die Ventilhebestange h1 mit dem Ösengriff h2 trägt.
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Hier wird der Aufbau zur Führung eines kreuzkopfartigen Führungskörpers
a3 benutzt, der im Beispiel die Lappen d5 für die vier Hubstangen a1 und zwei Drehzapfen
a2 zur Verbindung mit dem Gabelschwengel i besitzt (vgl. Abb. f7).
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Abb. 17 zeigt die Anordnung .der Abb. 16 in Ansicht. Der Verbindungskörper
a3 mit den Lappen a. und den Drehzapfen a2 liegt oberhalb des Druckstutzens b4 und
kann nach oben über die Schraubstopfbüchse und den Osengriff lag der Ventilhebestane
h1 abgezogen werden. Der Gabelschwengel i, bei i.2 mit der beweglichen Stütze k
verbunden, ist bei k1 an dem Pumpenoberteil b gelenkig befestigt. Der Druckstutzen
b4 mit den Aufsatz b14 läßt sich in jedes der vier Hubstangenfelder montieren und
innerhalb derselben um etwa 6o° verstellen.
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Abb. 18 zeigt als weiteres Beispiel den Vertikalschnitt einer Pumpe,
bei welcher als Öffnung b, die durch den großen Flanschdeckel b14 abgedeckte Öffnung
:des Gehäuseoberteils b anzusehen ist. Die Ventile h und l gehen nicht
durch .die Druckleitung b3 hindurch.
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Die Druckleitung b3 ist im Flanschdeckel b14 senkrecht über den Ventilen
angeordnet und mit dem Flanschdeckel fest verbunden. Eine Ventilhebestange lt. ist
in bereits beschriebener Weise senkrecht über den Ventilen h und
l angeordnet und ..durch den auf der Druckleitung b3 sitzenden, nach allen
Seiten 'horizontal verstellbaren Druckstutzen b4 hindurchgeführt, so daß .die Entleerung
durch Ziehen am Handgriff lag und Anheben der Ventile von ihnen Sitzen erfolgen
kann. Die Druckleitung b3 dient gleichzeitig zur Führung des Verbindungsstückes
a3, das die Lappen a5 zur Aufnahme der drei Hubstangen cal und Gelenkzapfen a.2
zur Verbindung mit .dem Hebelschwengel i besitzt. Die Hubstangen cal sind im Flanschdeckel
b14 bei den Stopfbüchsen b1 geführt. Ebenso ist der Schwengelstützpunkt k1 auf dem
Flanschdeckel angeordnet. Dadurch besteht die Möglichkeit, den gesamten auf dem
Flansch b14 .aufgebauten mechanischen Teil der Pumpe einschließlich Schwengel und
Kolben nach allen Seiten zu verstellen. Da auch der auf der Druckleitung b3 angeordnete
Druckstutzen b4 ebenfalls nach allen Seiten verstellbar ist, so kann für Saugbogen
c1, Schwengel i und Druckstutzen b4 jede gewünschte, der Situation angepaßte Bedienungsstellung
erreicht werden. Sollen die Ventile überprüft werden, so sind Flansch b14 und die
Hubstangen dl bei a5 zu lösen.
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Ist die durch Flansch b14 abgedeckte Öffnung b2 im Pumpenoberteil
weit genug, so läßt sich auch der Kolben a mit den übrigen beweglichen Teilen der
Pumpe zusammen aus dem Pumpengehäuse herausnehmen.
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Abb. 19 zeigt eine Seitenansicht des Pumpenoberteils auf die
Schwengelseite gesehen. Mit Rücksicht auf den hier nach. der Schwengelseite zeigenden
Lappen a. des Führungsstückes a3 ist die bewegliche Schwengelstütze k unten und
oben gegabelt und auf dem Stützpunkt k1 bzw. bei i2 gelagert und der Verbindungssteg
k' ausgebogen. Dadurch wird der senkrechte 'v#Teg für den Lappen czs frei.
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Abb. 2o zeigt die Draufsicht auf die Abb. 18 und 1g. Der Flanschdeckel
b14 ist hier mit sechs Schrauben auf dem Pumpenoberteil befestigt. Der ganze .auf
dem Flansch b14 aufgebaute mechanische Teil einschließlich Schwengel i und Druckstutzen
b4 läßt sich um je 6o° verstell-en. Der Druckstutzen b4 läßt eine vollständige Ringsumverstellung
zu. ;Im Beispiel sind drei Hubstangen a1 angeordnet.
Abb.2i zeigt
als Beispiel eine Anordnung, die das Herausnehmen der Ventile ohne Abnahme der Druckleitung
gestattet. Der Druckstutzen b4 erhält als Fortsetzung den Druckstutzen by. Beide
Druckstutzen b4 und by sind durch Schrauben s lösbar miteinander verbunden. Der
Druckstutzen by ist mit dem Pumpenoberteil b fest verbunden. Der Druckstutzen kann
als Fortsetzung .das Steigrohr bz
erhalten und ist durch die eingefügte verstellbare
Verbindung b5 nach allen Seiten verstellbar. Wird .die Verbindung zwischen den Druckstutzen
b4 und by gelöst, dann kann der Druckstutzen b4 mit den Ventilen h und
l aus der Pumpe 'herausgenommen werden, während der Druckstutzen by mit seiner
Fortsetzung bz mit der Pumpe fest verbunden bleibt.