DE49608C - Hochdruckfilter - Google Patents
HochdruckfilterInfo
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- DE49608C DE49608C DENDAT49608D DE49608DC DE49608C DE 49608 C DE49608 C DE 49608C DE NDAT49608 D DENDAT49608 D DE NDAT49608D DE 49608D C DE49608D C DE 49608DC DE 49608 C DE49608 C DE 49608C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 85: Wasserleitung.
Hochdruckfilter.
Die Erfindung bezieht sich auf Filterapparate und besonders auf solche, bei denen grofse
Mengen Wasser zur Filtrirung gebracht werden sollen, wobei das Wasser unter starkem Druck
durch einen mit geeignetem Filtrirmaterial angefüllten, oben geschlossenen Behälter getrieben
werden soll.
Der Zweck der Erfindung ist hauptsächlich, dafs das Filterbett selber gut durchgewaschen
werden soll mit möglichst geringem Aufwand an Wasser und Zeit.
Beiliegende Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung.
Fig. ι ist eine Seitenansicht, theilweise im Schnitt, eines Filtrirapparates von einer bestimmten
Form,
Fig. 2 ein Grundrifs, theilweise im Schnitt, nach der Linie 1-1 der Fig. 1,
Fig. 3 Einzelheiten im Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 2,
Fig. 4 eine ähnliche Ansicht in der Linie 3-3 der Fig. 2,
Fig. 5 eine Seitenansicht der geschlitzten Röhre oder des Filtrirgehäuses,
Fig. 7 eine Seitenansicht, theilweise im Schnitt, vom oberen Theile des Betriebsmechanismus,
1 Fig. 8 ein Querschnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 7,
1 Fig. 8 ein Querschnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 7,
Fig. 9 Einzelheiten im Querschnitt,
Fig. 10 ein Querschnitt nach der Linie 6-6
der Fig. 7,
Fig. γι Seitenansicht, theilweise im Schnitt,
vom Regulirungsventil,
Fig. 12 ein Querschnitt desselben nach der
Linie 7-7, Fig. 11,
Fig. 13 eine Seitenansicht, theilweise im
Schnitt, vom Hülfsventil,
Fig. 14 ein Grundrifs, veranschaulichend die Anordnung des Sammlers für das reine Wasser,
an einem Filter von grofsen Abmessungen,
Fig. 15 eine Seitenansicht, theilweise im
Schnitt, des Controlmechanismus,
Fig. 16 eine Seitenansicht, veranschaulichend
die Verbindung zwischen dem oberen Ende des Sicherheitsventils und dem unteren Ende
der Kolbenstange des Betriebskolbens,
Fig. 17 ein Querschnitt desselben in der Linie 8-8 der Fig. 16,
Fig. 18 ein Stück im Querschnitt,
Fig. 19 eine Seitenansicht, theilweise im
Schnitt, einer Abänderung des Apparates,
Fig. 20 ein Grundrifs desselben,
Fig. 21 Seitenansicht eines Theiles des Mechanismus
in vergröfsertem Mafsstabe,
Fig. 22 ein Querschnitt des oberen Theiles des Mechanismus,
Fig. 23 ein Stück im Querschnitt,
Fig. 24 ein Querschnitt einer Abänderung des Apparates,
Fig. 25 ein Grundrifs und Schnitt in der Linie 9-9, Fig. 24,
Fig. 26 ein Stück im Querschnitt nach der Linie ι ο der Fig. 24,
Fig. 27 ein Querschnitt, veranschaulichend beide Abänderungen des Apparates, gezeigt in
Fig. 24,
Fig. 28 die Vorderansicht einer Abänderung des Apparates, veranschaulicht in Fig. 24,
Fig. 29 die Seitenansicht desselben,
Fig. 30 Einzelheiten in Oberans'icht,
Fig. 31 einen Theil des Sammlers.
In den Fig. 1 bis incl. 18, in denen eine bestimmte
Form dieser Apparate gekennzeichnet ist, bezeichnet A das Sammelbecken eines FiI-trirapparates,
das einen geschlossenen Behälter von bestimmter Construction bildet.
Dieser Behälter ist bis zu Zweidrittel seines Inhaltes gefüllt, und zwar mit Sand, Kies oder
anderem passenden Filtrirmaterial.
Am Boden des Behälters befindet sich ein Sammelapparat für das reine Wasser, in welchem
das Wasser, nachdem es filtrirt ist, gesammelt und nach dem Ausflufsrohr B abgeführt
wird.
Bei der Form des Sammelbeckens (veranschaulicht in Fig. 2), das einem Filter von
mittelmäfsiger Gröfse entspricht, ist C das, Sammelrohr von annähernd runder Form, das
in directer Verbindung steht mit dem Ausflufsrohr B, und mit Seiher oder Sieben D versehen
ist, deren Anordnung in den Fig. 3 bis 6 näher veranschaulicht ist.
Diese Seiher bestehen aus einer aufgeschlitzten : Röhre oder einem Gehäuse mit dem Untertheil d
und dem Endstücke d1 in Verbindung mit der horizontalen Stange d 2.
Der Untertheil d ist entweder aufsen (wie in Fig. 3) mit Gewinde versehen, um es direct in
das Sammelrohr C einzuschrauben, oder inwendig (wie in Fig. 4 gezeichnet), in welch
letzterem Falle es 'mit der Sammelröhre C durch eine entsprechende, mit Gewinde versehene
Muffe c verbunden ist, welch letztere mit dem einen Ende in den Untertheil und
mit dem anderen Ende in die Sammelröhre eingeschraubt ist. '
D1 veranschaulicht eine Schraubenfeder, welche den Theil der Röhre oder des unteren
Gehäuses umgiebt, der mittels der Stange d2 zusammengehalten
ist und deren eines Ende mit dem Untertheil d verbunden ist, während das.
andere Ende an der Kappe D2 befestigt ist, und zwar mittelst des Endstückes d1, auf welchen
es sich schieben kann.
D3 veranschaulicht einen Deckel für die Kappe Z)2, welcher dazu dient, diese Kappe
mittels der Schraube d3 einzustellen, welche durch den Deckel D3 geht und in geeigneter
Weise mit dem Gehäuse d1 verschraubt ist.
Die Kappe £)2 ist mit einer Schraube dl versehen,
durch welche sie mit dem Gehäuse nach der Einstellung verbunden wird.
Es ist ersichtlich, dafs durch die Einstellung der Kappe D2 mittelst des Deckels D3 die Windungen
der Schraubenfeder D1 näher zusammen oder weiter aus einander gebracht werden
können, und dafs hierdurch die Oeffhungen für
das Wasser, das nach dem inneren Seiher strömt, gröfser oder kleiner werden.
Diese Zusammenziehung oder Ausdehnung der Feder wird durch directen Druck erzielt
und nicht durch Torsion der Feder, so dafs die Entfernungen zwischen den Windungen
auf der ganzen Länge der Feder überall die gleichen sein müssen.
E bezeichnet das Zuflufsrohr, welches sich unterhalb des Wasserbehälters nach dem Centrum
desselben erstreckt, woselbst es mit der Einlafsröhre E1 versehen ist, welche sich in
verticaler Stellung innerhalb des Filterbehälters nach einem Punkt erstreckt, der oberhalb des
Filterbettes sich befindet.
In dem gegenwärtigen Falle ist die Zuflufsröhre unmittelbar unter dem Ausflufsrohr B
angeordnet und mit demselben durch eine kurze Zweigröhre is2 verbunden, welche mit einem
Ventil e2 versehen ist, mittels welchem eine Verbindung zwischen den zwei Röhren hergestellt werden kann, so dafs dieselben geöffnet
oder geschlossen werden, können.
Das Ausflufsrohr B ist ebenfalls mit einem Ventil b versehen, und zwar an einem Punkt
hinter der Verbindung mit der Zweigröhre E2, und das Zuführungsrohr E ist mit einem Ventil
e versehen, das zwischen dem Filterbett und der Verbindung des Zuflufsrohres mit der
Nebenröhre i?2 gelegen ist.
Die Einlafsröhre E1 ist mit einer Rippe oder Spirale e1 versehen, welche sich spiralförmig
um die Einlafsröhre von oben bis unten herumwindet, wie gezeigt in Fig. 1. Selbstverständlich
ist die Einlafsröhre am- oberen Ende offen, so dafs sich das Wasser in den
Behälter ergiefst.
F veranschaulicht einen Cylinder, der am oberen Theile des Behälters im Gentrum desselben
angeordnet ist und mit demselben durch eine geeignete Stopfbüchse/" an dessen unterem
Ende in Verbindung steht, während das obere Ende dieses Cylinders geschlossen ist.
F1 ist ein Kolben innerhalb des Cylinders F,
der mit einer hohlen Kolbenstange f1 versehen
ist, welche durch die Stopfbüchse/geht und sich nach unten in den Behälter A erstreckt.
Die Oeffhung der Kolbenstange ist so grofs, dafs sie über das Einlafsrohr E1 hinweggleitet
und aufserdem noch Platz läfst zum Durchgang von Wasser zwischen der Einlafsröhre
und der inneren Wand der hohlen Kolbenstange. '
Die Kolbenstange ist am unteren Ende offen und 'mit einer hohlen Nabe G verbunden,
so dafs die Stange mit der Nabe G gleichzeitig sich sowohl nach oben und unten bewegen,
als auch eine drehende Bewegung annehmen kann.
Diese Nabe G ist innen mit einer spiralförmigen Nuth g versehen, welche geeignet ist,
·■ die spiralförmige Rippe e1 auf der Einlafsröhre E1
aufzunehmen. .
Eine Reihe hohler Arme H, durchlöchert an ihrer unteren Seite, erstrecken sich in radialer
Richtung von der Nabe G aus, mit deren Innerem dieselben durch die Oeffnungen h in
der Nabe in Verbindung stehen.
Es ist ersichtlich, dafs, wenn der Kolben F1
mit der Kolbenstange/1 auf- und abbewegt wird, die Radialarme innerhalb des Wasserbehälters
ebenfalls auf- und abbewegt werden, sowie, dafs dieselben auch zu gleicher Zeit eine
drehende Bewegung machen infolge des Einflusses,
der spiralförmigen Nuth in der Nabe, in Verbindung mit der spiralförmigen Rippe
des Einlafsrohres.
Der Mechanismus, durch welchen diese verticale Bewegung hervorgebracht wird, ist folgender
:
.F2 (Fig. ι' und ι o) ist eine Röhre, durch
welche Wasser unter gewissem' Druck dem hydraulischen Cylinder F zugeführt wird. Diese
Röhre führt seitlich in das Ventilgehäuse / durch den Einlafs' i, und an der entgegengesetzten
Seite des Ventilgehäuses befinden sich die Oeffnungen i1 und i2, die in Verbindung
stehen mit den Röhren I1 und P, von denen
die erstere nach dem Boden des hydraulischen Cylinders F führt und die andere nach dem
oberen Theile desselben.
An einem Ende des Ventilgehäuses / befindet sich der Auslafs is, welcher in Verbindung
steht mit einem Ueberfallrohre /3, durch welches
das verbrauchte Wasser im Apparat abgelassen werden kann.
Innerhalb des Ventilgehäuses / befindet sich ein Schiebventil J1 mit einem Kanal j, welcher
durch das Centrum von einem Ende- zum andern geht.
Dies Ventil hat die Form einer Röhre, und innerhalb des röhrenförmigen Körpers ist ein
Kanal j1 angebracht, der rund um dasselbe
herumgeht.
Gegenüber der Oeffhung i des Ventilkastens befindet sich eine längliche Oeffhung j, mittelst
welcher eine Verbindung hergestellt ist zwischen der Oeffnung i und dem Kanal j1.
Auf der entgegengesetzten Seite des Ventils J
-sind Oeffnungen j2j3 angebracht, durch welche
die Verbindung hergestellt ist zwischen den Oeffnungen i1 und z'2 und dem Kanal _/, je
nach dem Stande des Ventils.
J2 (Fig. io) bezeichnet eine Stange, die mit
dem Ventil J in Verbindung steht und durch das Ende des Ventilgehäuses / in den Cylinder
J3 hineingeht, und ist das am Cylinder befindliche
Ende mit einem Kolben J4 versehen, welcher in den Cylinder pafst.
■ J5 ist eine Ventilkammer, die am Cylinder JB liegt und mit demselben durch Einlafs/* und y5 an je einem Ende desselben in Verbindung gebracht ist.
■ J5 ist eine Ventilkammer, die am Cylinder JB liegt und mit demselben durch Einlafs/* und y5 an je einem Ende desselben in Verbindung gebracht ist.
J6 bezeichnet ein Ventilgehäuse, das in die
Ventilkammer J5 eingepafst ist und mit einer Nuth oder mit einem Kanal J6 versehen ist,
welcher Kanal äufserlich um denselben herumgeht, während innerhalb desselben ein Kanalp
durch die ganze Länge desselben hindurchgeht.
J1 bezeichnet eine Zweigröhre, welche von dem Rohre i72 nach der Ventilkammer /5 geht
und durch einen geeigneten Auslafs mit dem Kanal j6 in Verbindung gebracht ist.
Ein Ueberlaufkanal js stellt die .Verbindung
her zwischen dem Ende der Ventilkammer J5
und dem Ventilgehäuse /.
J8 bezeichnet eine Stange, die an das Ventil
/6 angeschlossen ist, mittelst welchen Ventils
der nachher zu beschreibende Mechanismus in Thätigkeit gesetzt wird.
Auf dem oberen Theile des Cylinders befindet sich die Kammer/2, durch welche sich
von der Vorder- nach der Rückseite die Achse K erstreckt, deren vorderes Ende über
die Kammer vorsteht, indem sie durch eine Stopfbuchse k geht an dem Punkte, wo sie
aus der Kammer heraustritt.
Auf dem vorstehenden Theil dieser Achse ist der Arm K1 befestigt, der nach auswärts
und nach unten gebogen ist, am unteren Ende einen Zeiger bildet. (Fig. 7) und in Verbindung
steht mit der Scala IP, welche an dem Vordertheil
des Cylinders F befestigt ist und über deren Gradbogen der obengenannte Zeiger hinweggeht.
Mit-dem Arm K1 steht in drehbarer Verbindung
auf der Achse K ein zweiter Arm K2, dessen eines Ende in geeigneter Weise mit der
,Ventilstange /8 verbunden ist, nach welcher.
Richtung hin sich der bezeichnete Arm erstreckt und auf der entgegengesetzten. Seite mit einem
Gegengewicht k2 versehen ist.
An dem Arme K2, an dem Punkte, wo er
mit der Achse verbunden ist, sind die Zungen k3 angebracht, die nach abwärts gehen
und mit einander einen Winkel von ca. 45 ° bilden, so dafs zwischen denselben der Arm K1
eingeschlossen wird.
Aufserdem befinden sich daselbst Stellschrauben ks, mit welchen der Arm .KT1 an der Grenze
seiner Bewegung in einer Richtung oder in der anderen in Berührung kommt.
Der Achse K wird durch den Kolben F mittelst der Zangenscheere L eine oscillirende
Bewegung gegeben, welche Scheere, wenn geschlossen, den Raum innerhalb der Kammer/2
einnimmt, und zwar so, dafs das oberste Glied derselben mit der Achse K verbunden ist, während
das unterste Glied mit dem Kolben F in Verbindung steht.
Der Behälter A ist an seiner oberen Seite, Fig. 15, mit der Auslafsöffnung α versehen,
welche durch das Ventil A1 geschlossen wird.
Das Ventil A1, Fig. ι 5, trägt den Stiel α1 und
ist umschlossen von dem Gehäuse A2 und in
Verbindung mit der Feder α2, welche auf das obengenannte Ventil in der Weise wirkt, dafs
sie für gewöhnlich dasselbe auf den Ventilsitz niederdrückt und so die Oeffnung α geschlossen
hält.
A3 bezeichnet ein Ueberfallrohr, das von dem Gehäuse A2 nach irgend einem geeigneten
Ausflufs führt. Die Ventilstange a1 erstreckt
sich nach oben, und zwar durch den oberen Theil des Gehäuses A2, und ist dort mit der
Kolbenstange m des Kolbens M verbunden, welch letzterer innerhalb des Cylinders M1 sich
bewegt.
Die Verbindung zwischen der Kolbenstange und der Ventilstange ist in der Weise hergestellt,
wie es in den Fig. 16 und 17 verzeichnet
ist.
Die Kolbenstange ist mit einer aufgeschlitzten Verlängerung m versehen, in welche das obere
Ende der Ventilstange a1 eingreift und welche
mit einem durchgehenden Stift α3 versehen ist, so dafs die Verbindung zwischen der Ventilstange
und der Kolbenstange eine nachgebende ist und das Ventil A1 unabhängig von dem
Kolben sich nach aufwärts bewegen kann; es wird aber unter allen Umständen geöffnet, wenn
sich der Kolben nach oben bewegt.
Der Kolben M wird getrieben durch Wasser, welches durch die Röhre N zugeführt wird,
welche Röhre mit der Einlafsröhre F2 in Verbindung
steht, durch welche das unter Druck stehende Wasser nach der hydraulischen Vorrichtung
jP getrieben wird.
Diese Röhre N ist mit einem Dreiweghahn η
versehen, von welchem eine Zweigröhre N1 nach dem Ueberlaufrohr /3 führt.
Der Hahn η wird bewegt durch die Schnur n1,
Fig. 15, welche, mit einem Arm w2 in Verbindung
steht, über entsprechende Rollen läuft und nach dem Punkte geführt wird, von
welchem aus es wünschenswerth ist, den Mechanismus in Betrieb zu setzen.
2V2 bezeichnet ein Gegengewicht, verbunden durch die Schnur n1 mit dem Arm m2, welch
letzterer mit einem Bogen versehen ist, auf welchen die Schnur drückt, so dafs eine Abschwenkung
des Gegengewichtes nicht stattfinden kann.
Die Ueberlaufröhre /3 ist an einem Punkte
oberhalb der Verbindung mit der Röhre N1 angebracht, sowie mit dem Ventil O und dem
Arm 0 versehen, der vermittels des Gliedes o1
mit dem einen Ende des Hebels O J in Verbindung
steht, während das andere Ende desselben mit der nach oben gehenden Verlängerung
der Kolbenstange m verbunden ist.
In Fig. 14 wird eine abgeänderte Form des Sammlers von reinem Wasser dargestellt. Nach
dieser Construction ist das Abfiufsrohr B in Verbindung gebracht mit einem centralen,
röhrenförmigen, hohlen Gufsstück C1, von welchem aus Röhren c1 radial ausgehen, während
die Seiher oder Filter D mit diesen radial ausgehenden Röhren in Verbindung stehen,
sowie auch direct mit dem Gufsstück C 1 in
solcher Weise, dafs der ganze Boden des Filters damit bedeckt wird.
Das Gufsstück C1. hat deswegen in der Mitte
eine röhrenförmige Oeffnung, damit das Einlafsrohr E1 sich in centraler Richtung nach
oben durch dasselbe erstrecken kann.
Die Wirkung des Apparates ist folgende:
Wenn auf gewöhnliche Weise das Filtriren des Wassers im Gange ist, tritt das Wasser
durch die Zuflufsröhre E und geht durch das Einlafsrohr if1, sowie durch die hohle Kolbenstange
fl oder dessen Nabe G, je nach der
Lage der einzelnen Theile, geht von dort in die radialen Arme H, durch deren Durchlöcherungen
es nach aufsen in den Filterbehälter getrieben wird. Es geht dann nach unten durch
das Filtermaterial nach dem Boden des Behälters und ist gezwungen, nach den Sammelrohren
durch die Filter oder Seiher D- zu gehen, indem die letzteren so eingerichtet sind,
dafs der Sand oder Kies oder anderes Filtrirungsmaterial gehindert ist, mit dem filtrirten
Wasser hindurchzugehen.
Von dem Sammler aus wird das filtrirte Wasser durch die Ausflufsröhre B nach irgend
einem beliebigen Punkte, wo es gebraucht werden soll, geleitet.
Wenn es nothwendig ist, das Filterbett zu waschen, so \vird die Nabe G zugleich mit den
radialen Armen H nach unten, gedrückt, und zwar durch das Filtermaterial mittelst des dazu
vorgesehenen Mechanismus, und während dieser abwärtsgehenden Bewegung wird das Wasser
durch die Oeffnungen dieser Arme hinaus-, getrieben und rührt dadurch das Filtermaterial
in energischer Weise auf, während dasselbe zu gleicher Zeit gewaschen und von den Unreinig-1
keiten befreit wird.
Während dieser abwärtsgehenden Bewegung der genannten Arme drehen sich dieselben zu
gleicher Zeit um die Einlafsröhre in der Mitte des Behälters, veranlafst durch die spiralförmige
Rippe, in welche die correspondirende Nuth der Nabe G eingreift, und befördert diese
drehende Bewegung nicht blos die reinigende Einwirkung des Wassers auf das Filtermaterial,
sondern sie hat auch einen reibenden Einflufs auf alle Theile des Filterbettes, und somit wird
durch diese drehende Bewegung die Wirksamkeit des Waschens eine gröfsere.
Wenn es :für nöthig gefunden wird, kann ;das :ganze Filterbett zu gleicher Zeit gewaschen
werden, indem der Vertheilungsapparat auf- und niederbewegt wird (durch eine automatisch
wirkende Vorrichtung, die später beschrieben werden soll), so oft und an welchem Platze
man es für nöthig findet.
Man kann diese Vorrichtung auch benutzen, wenn die obere Schicht des Filterbettes unrein
geworden ist, in welchem Falle der Vertheiler gezwungen wird, tief genüg in den verunreinigten
Theil einzudringen, um denselben zu reinigen, und kann die nach unten gehende Bewegung
noch beliebig vermehrt werden.
Das Filterbett kann auf diese Weise allmälig
von seinem oberen Rande an bis zum Boden hinab gewaschen werden.
Während des Waschprocesses ist das Ventil b geschlossen, und das schmutzige Wasser
entweicht zugleich mit den Unreinigkeiten des Filtermaterials durch die Oeffnung a. Wenn
es für nöthig gehalten wird, kann das Ventil e2,
Fig. ι, geöffnet und das Wasser gezwungen werden, in entgegengesetzter Richtung durch
das Abflufsrohr B und durch den Sammler und zu gleicher Zeit durch die Filter oder Seiher D
und das Filterbett zu gehen, wobei nicht blos der Sammler und die Filter oder Seiher gereinigt
werden, sondern es findet auch eine allgemeine Reinigung des Filterbetfes statt.
Während dieser Operation kann das Ventil e entweder geschlossen oder theilweise geöffnet
sein, je nach Belieben, oder mit anderen Worten, die Waschung kann ausschliefslich
mittelst des Vertheilers stattfinden, welch letzterer unter allen Umständen den gröfseren
Theil der Arbeit vollzieht, oder theilweise durch den Sammler und in letzterem Fall entweder
zu gleicher Zeit oder nach und nach.
Der Mechanismus zum Betrieb des Vertheilers wirkt in der folgenden Weise:
Nehmen wir an; dafs die einzelnen Theile.
in der Stellung sind, wie sie in Fig. ι5 dargestellt
ist, d. h. in ihrer normalen Lage. Ein Zug an der Schnur n1 bewegt den Arm η2
nach oben, und hierdurch wird das Ventil η geöffnet, wodurch das unter Druck stehende
Wasser aus der Röhre F2 durch die Röhre N
in den Cylinder APabfliefsen kann. Hierdurch wird der Kolben M in dem Cylinder nach
oben bewegt, wobei das Ventil A1 geöffnet und dadurch, die Ausflufsöffnung α frei wird.
Zu gleicher Zeit wird durch diese aufwärtsgehende Bewegung des Kolbens M das Ventil O
mittelst des Hebels O1 und 0 und der Stange o1
geöffnet.
Nachdem das Ventil O geöffnet ist, kann das
Wasser von der oberen Seite des Kolbens J abfliefsen, wobei es durch die Röhre /2 in den
Ventilkasten / und durch den Kanal j des Ventils J nach dem Ueberlaufrohr geht.
Zu gleicher Zeit kommt Wasser unter Druck
durch das Rohr F2 und die Oeffnungen i undj1
in den Kanal J1 und in das Ventil J und geht
von dort durch die Oeffnungen j'2 und i1 nach
der Röhre I1.
Mittelst dieser letzteren Röhre wird es nach dem unteren Ende des Cylinders geführt, und
indem es auf den Kolben F1 wirkt, verursacht es die aufwärtsgehende Bewegung desselben.
Es ist zu bemerken, dafs der Kolben F1 in Verbindung steht mit der Achse K mittelst der
Zangenscheere L, und sobald der Kolben sich in dem Cylinder bewegt, nimmt jedes Glied
der Zangenscheere eine schräge Stellung ein, die in ihrer Winkelstellung mit der Lage
übereinstimmt, welche der Kolben innerhalb' des Cylinders einnimmt, so dafs die Lage der
Scheerenglieder eine beinahe, wagrechte ist, wenn der Kolben am oberen Ende des Cylinders
angekommen ist und der Senkrechten nahe kommt, je gröfser die Entfernung des Kolbens
von dem oberen Theile des Cylinders wird.
Da das oberste Glied der Scheere L mit der Achse K verbunden ist, schwingt diese Achse
entweder in der einen Richtung oder in der anderen, je nachdem sich der Kolben F1 aufwärts
oder abwärts-bewegt, und verursacht infolge dessen eine entsprechende Schwenkung
auf den Arm K1, welcher mit dem vorstehenden vorderen Ende der Achse in Verbindung steht,
und macht sich diese Schwenkung geltend durch die Fortbewegung des Zeigers k1 des
genannten Armes über den Gradbogen F3.
Der Arm K1 ist an der Achse K so angebracht, dafs, wenn der Kolben F1 an dem
obersten Ende des Cylinders angekommen ist, der Zeiger k1 an dem einen Ende des Gradbogens
ist, Und an dem anderen Ende desBogens, wenn der Kolben am Boden des Cylinders
sich befindet, und sind die beiden Enden des Gradbogens in geeigneter Weise bezeichnet und
der dazwischen liegende Raum eingetheilt, so dafs der Zeiger k1 allezeit anzeigt, in welcher
bestimmten Stellung der Kolben F1 innerhalb des Cylinders sich befindet.
Zurückkehrend zu der aufwärtsgehenden Bewegung des Kolbens F1 (wie vorhin beschrieben)
wird die Achse K, während der Kolben die oberste Grenze seiner Bewegung
erreicht, so gedreht, dafs.der an demselben befestigte Arm K1 an eine der Zungen K3
stöfst, die sich an dem Arm K2 befinden, oder deutlicher gesagt, gegen die Stellschrauben k3,
die an den Zungen angebracht sind, und während der Arm K1 noch eine kurze Strecke
weitergeht, erhält der Arm K1 eine schwingende Bewegung, die sich durch dessen' Verbindung
mit der Ventilstange J8 auf das Ventil J6 und
weiter dem anderen Ende der Ventilkammer J5 mittheilt: ·.
Das Wasser geht dann durch die Röhre J7 in den Kanal j6 um das Ventil J6 herum und
durch den Auslafs /5 in den Cylinder J3 und
äufsert seinen Druck auf den Kolben J4, so dafs das Ventil / in solch eine Lage gebracht
wird, um die Oeffhungj3 gegenüber der Oeffnung
i2 zu bringen, und zu gleicher Zeit
kommt die Oeffnung i1 in directe Verbindung mit dem Innern des Ventilgehäuses I.
Während der Bewegung des Kolbens J4 dringt das Abwasser durch die Oeffnung j'6
in die Ventilkammer JB und von dort durch
die Oeffnung js in. das Ventilgehäuse/.
Diese Veränderung in der Lage des Ventils J verursacht das unter Druck befindliche Wasser
in die Röhre /2 einzutreten und von hier nach
dem oberen Ende des Cylinders F, auf diese Weise .den Kolben F1 zwingend, das Wasser
unterhalb des Kolbens durch die Röhre P und das Ventilgehäuse nach der Äbfiufsröhre Is zu
drücken.
Das Abwasser von der Ventilkammer J5 geht durch den Kanal j in dem Ventil J nach der
Äbfiufsröhre. Die niedergehende Bewegung, die auf diese Weise dem Kolben -F1 gegeben
ist, dauert so lange, bis der letztere die unterste Grenze seiner Bewegung erreicht hat,
und hat unmittelbar vor diesem Zeitpunkt der Arm K1 die andere Zunge Ks am Arm K2
berührt und unter Einwirkung auf den Arm K2 diesen in die· in der Zeichnung angegebene
Lage gebracht (Fig. 7) zu derselben Zeit, als der Kolben die unterste Grenze seiner Bewegung
erreicht hat.
Es ist ersichtlich, dafs die dem Kolben F1
gegebene Wechselbewegung so lange anhält, als das Ventil O geöffnet ist, und dafs hierbei
der Vertheiler fortwährend auf- und niederbewegt wird im Filterbett,' um dasselbe zu
reinigen, während das Waschwasser durch die Oeffnung a, die Ventilkammer A2 und das
Abflufsrohr AB entweichen kann.
Diese Bewegung des Kolbens kann jederzeit unterbrochen werden dadurch, dafs man die
Schnur n1 auslöst, wodurch das Gegengewicht N2
den Arm n2 in die in der Zeichnung angegebene Lage zurückbringt und der Dreiweghahn
η so gedreht wird, dafs die Verbindung zwischen der Röhre F2 und dem Cylinder M1
unterbrochen wird und dagegen die Verbindung zwischen dem Cylinder und der Röhre N1 hergestellt
wird.
Hierauf entweicht das Wasser in dem Cylinder M1 nach dem Ablaufrohr /3, worauf der
Kolben M herunterfällt und zu. gleicher Zeit die Ventile A1 und O schliefst, so dafs die Bewegung
des Kolbens F1 unterbrochen und der Schlufs des Auslasses α bewirkt wird (Fig. 1 5).
Das Ventil Ä1 wirkt zu gleicher Zeit als
Sicherheitsventil, im Fall ein Ueberdruck in dem Behälter aus irgend welchen Gründen
stattfindet, und ist es ersichtlich, dafs das Ventil durch den Kolben M nach oben gedruckt wird
durch die lose Verbindung der Ventilstange mit der Kolbenstange.
Die Feder α 2 dient dazu, das Ventil A1 für
gewöhnlich geschlossen zu halten.
In den Fig. 19 bis incl. 23 wird ein abgeänderter
Apparat zur Darstellung gebracht. Bei diesem Apparat ist der Behälter A von bedeutend
gröfserem Umfange und die Hauptzuführungsröhre E steht in Verbindung mit den
vier Einlafsröhren E !, von denen jede mit einer
spiralförmigen Rippe e1 versehen ist.
Es wird vorgezogen, wellen- oder spiralförmige Rippen zu benutzen bei gröfseren ■
Behältern, und zwar deshalb, weil Stützen a2
angebracht sind, um die Behälter zusammenzuhalten, welche die freie Bewegung der Vertheiler
behindern würden, aber der oscillirenden Bewegung, die durch die spiralförmigen
Rippen hervorgebracht wird, kein Hindernifs in den Weg legen.
Es ist selbstverständlich, dafs die Nabe G eines jeden Vertheilers mit einer Nuth g versehen
ist, in der Form wie Fig. 23 zeigt, um zusammen mit der spiralförmigen Rippe e1 dem
Vertheiler die schwingende Bewegung mitzutheilen. Feststehende Waschröhren Es sind
iri dem Theil des Behälters angebracht, welche nicht direct von den Vertheilern beeinflufst
werden und welche auf die entfernteren Theile des Filterbettes wirken und dieselben während
der Waschoperation reinigen sollen.
Diese feststehenden Röhren sind in geeigneter Weise verbunden mit dem Zuflüfsrohr E.
Das Ausflufsrohr B ist unterhalb des Behälters angeordnet, sowie auch eine Zahl kreisförmiger
Verbindungsröhren C, deren.Enden mit dem
Abflufsrohr B verbunden sind und ebenfalls unter, dem Behälter liegen.
Kleinere Röhren c2 erstrecken sich nach oben
von dem Sammler C aus durch den Boden des Behälters und sind an ihren oberen Enden
innerhalb des Behälters mit geeigneten Schalen C2 versehen, welche mit Schrot oder ähnlich geeignetem
Material gefüllt sind.
Jeder Vertheiler, bestehend, wie oben gesagt, aus den radialen Armen H und der Nabe G,
ist mit dem unteren Ende des Cylinders P in solcher Anordnung verbunden., dafs er leicht
über das Einlafsrohr E1 hinweggleiten kann.
Die Cylinder P sind paarweise mit den Querbäumen P1 verbunden, mit welchen deren
obere Enden verzapft sind, und diese Querbäume P1 werden getrieben durch die hydraulischen
Cylinder F, welche an den Seiten des Filtrirbettes angeordnet sind, so zwar, dafs zwei
dieser Cylinder mit je einer Querschwelle in Verbindung stehen, und dafs die Enden der
Kolbenstangen f2 mit den Enden der Querschwelle verzapft sind.
Jede der Röhren P führt von ihrem Ventilgehäuse J nach dem Dreiweghahn 74, von wel-
chem Zweigröhren /6 nach den unteren Enden
des entsprechenden Cylinders F führen.
Jede Röhre P führt nach einem ähnlichen Dreiweghahn J6, von dem Zweigröhren V nach
dem Kolbentheil der betreffenden Cylinder führen. . .
Der Hahn J4 ist mit einem Arme il versehen,
mittelst dessen er gedreht werden kann, und der Hahn 76 ist mit einem ähnlichen
Arm i6 ausgestattet, zum Bewegen desselben.
Diese zwei Arme sind verbunden durch die Stange i5, so' dafs die beiden Hähne zu gleicher
Zeit bewegt werden können.
Q, Fig. 2i, bezeichnet eine hohle Welle,
deren unteres Ende in einem geeigneten festen Lager liegt. Diese Welle erstreckt sich in
verticaler Richtung nach oben, parallel mit dem Cylinder P und ist ihr oberes Lager in den
Ständerarmen P2 angebracht, welche an dem oberen Ende des Cylinders angeordnet sind in
solcher Weise, dafs sie frei nach oben und unten an dem Schafte gleiten können. Es ist
zu bemerken, dafs vier dieser Wellen in Verbindung mit dem entsprechenden Mechanismus
zu dieser Construction verwendet werden, so zwar, dafs jeder im Anschlufs an einen der
Cylinder steht, und ist es nur nöfhig, da sämmtliche dieselbe Construction haben, die Wirkung
eines einzelnen zu beschreiben.
Zwischen den Ständerarmen P2, Fig. 21, ist
an der Welle Q ein Krummzapfenarm Q1 mittelst des Gelenkstückes q1 befestigt, welcher in
die Längsnuth φ der Welle Q fafst.
Q2 ist eine Welle, die in dem Ständer P1 gelagert ist, welch letzterer von dem oberen
Theil des Cylinders P ausgeht, während die Welle an dem einen Ende mit dem geschlitzten
Arm Q3 versehen ist, durch dessen Schlitz der Stift j>2 an dem Querbaum P1 vorsteht. Das
andere Ende des Armes Q3 ist mit einem Krummzapfen Q4 versehen, der . mittelst eines
Verbindungsgliedes q3 mit dem Krummzapfen Q1
in Verbindung steht. Am unteren Ende ist die Welle Q mit einem Arm Q-5 versehen, der mit
der Verbindungsstange i6 verzapft ist, welche
auf die Hähne /4 und 7e wirkt.
Wie schon vorhin gesagt, ist die Welle Q hohl und innerhalb der Welle die Stange jR
angeordnet, welche an ihrem unteren Ende mit einem Drehhebel R1 verbunden ist, an
dessen anderem Ende der Ventilstiel Js des
Nebenventils verzapft ist."
Das obere Ende dieser Stange steht über dem Querbalken Q1 und die Ständerarme P2 hinaus
und ist an diesem Punkte mit einem ver- .· schiebbaren Ring r versehen, der durch die
Stellschraube r1 oder in sonst geeigneter Weise ■befestigt ist.
Nahe an ihrem unteren Ende ist die Stange R ,
■mit einem Querzapfen r2 versehen, welcher über die Schlitze q* hervorsteht, so. dafs die
Enden dieses Zapfens im Wege 'der Ständerarme P2 liegen und bei dem Niedergang dieser
Arme von dem unteren Arme berührt werden.
Es ist ersichtlich, dafs, wenn der Mechanismus zum Heben und Senken der Vertheiler in
Thätigkeit ist, die Ständerarme P2, wenn am Ende ihrer Bewegung angekommen, den Ring r
und den Stift r2 berühren und dadurch die Stange -R abwechselnd auf- und niederbewegen,
wobei das Hülfsventil mittelst des Drehhebels R1,
welcher die Stange mit dem Ventilstiel Ja verbindet,
sich hin- und herschiebt und auf diese Weise die Lage des Hauptventils in der vorhin
beschriebenen Weise ändert und hierdurch auch die auf- oder abwärtsgehende. Bewegung der
Vertheiler bedingt wird.
Im Fall die beiden Cylinder P, welche mit je einem Querbaum P1 in Verbindung stehen,
sich nicht mit derselben Geschwindigkeit fortbewegen, so wird der Querbalken eine solche
Lage, annehmen, dafs er einen Winkel bildet zu der horizontalen Lage, welche er eigentlich
haben sollte.
Sobald dieser Fall eintritt, erhält der Querbaum P* eine schwingende oder Schaukelbewegung,
so dafs durch die Verbindung P2, Q3, Q4, qs, Q.1 die Welle Q sich dreht.
Durch diese Drehung der Welle Q werden vermittels des Armes Q5 und der Verbindungsstange i6 die Hähne /* und 76 in der Weise
gedreht, dafs ein verminderter Wasserzuflufs nach dem Cylinder F stattfindet, welch letzterer
einen zu schnellen Kolbenhub hatte und infolge dessen die Zuführung nach dem anderen
Cylinder F vermehrt, welcher zu langsam arbeitete, und diese Wirkung dauert so lange,
bis der Querbalken P1 wieder seine horizontale Lage erhalten hat, worauf der Zuflufs nach
den beiden Cylindern F wieder ein gleichmäfsiger geworden ist.
Es ist ersichtlich, dafs der hier beschriebene Mechanismus den Wasserzuflufs nach den beiden
Cylindern F so regelt, dafs der Querbalken P1 immer in der horizontalen Lage ist und verursacht,
dafs die Cylinder P, welche mit demselben verbunden sind, gleichförmig und in gleicher Schnelligkeit arbeiten.
In den Fig. 24 bis incl. 34 ist eine andere Abänderung des Apparates von einfacherer
Form dargestellt. Nach dieser Construction ist das Einlafsrohr E, Fig. 24, nicht mit einer
spiralförmigen Rippe versehen, weshalb die Vertheiler hier nicht sich drehen, sondern
einfach in verticaler Richtung vor- und rückwärts bewegt werden.
Der Sammler für das reine Wasser ist innerhalb des Behälters angeordnet und besteht aus
der radialen Auslafsröhre B und den kreisförmigen Sammelrohren C. Die letzteren sind
durchlöchert und in erster Linie mit Draht umwickelt, dann mit Draht, Gaze oder netz-
artigem Gewebe und dann wieder mit Draht (Fig. 31), um als Seiher oder Siebe zu wirken.
In Fig. 24 wird eine abgeänderte Form des hydraulischen Mechanismus zum Heben und
Senken der Vertheiler veranschaulicht.
Hier ist 'S die Zuführungsdruckröhre,, welche
mit einem Zweigrohr s versehen ist, welches jochförmig abgebogen und an den Enden mit
der Hauptröhre an Punkten, die etwas von einander entfernt sind, verbunden ist.
Die Röhren 71 und 72, welche bezw. zu
dem unteren und dem oberen Theile des Cylinders F führen, sind mit diesem Jochrohre
an entgegengesetzten Punkten verbunden, während zwischen diesen Stellen die Saugröhre S1
angeschlossen ist und sonach mit der Jochröhre verbunden ist.
Dreiweghähne befinden sich an den Verbindungsstellen zwischen den Röhren 71 und P
und der Zweigröhre s. Diese Hähne sind mit Gelenkarmen s1 versehen, die mit einer Lenkstange
s2 verbunden sind.
Diese Stange trägt an ihrem oberen Ende Knaggen s3, welche abwechselnd durch den
Arm S3 berührt werden, der sich an der Kolbenstange S* befindet und bei aufwärts^
gehendem Hub des Kolbens F1 die Hähne S2
selbstthätig umschaltet und somit die Richtung der Bewegung der Vertheiler ändert. Dasselbe
Ergebnifs kann, wenn es gewünscht wird, erzielt werden durch einen Handhebel s*, der mit dem
unteren Ende der Stange s2 verbunden ist.
In den Fig. 28 und 29 ist eine andere Abänderung des hydraulischen Mechanismus veranschaulicht,
in welcher die Röhren 71 und 72 mit der .verticalen Röhre T verbunden sind,
in welch letzterer ein Vierweghahn T1 angebracht ist.
Eine Druckröhre T*2 ist auf der einen Seite
mit diesem Vierweghahn und ein Auslafsrohr T3 auf der anderen Seite mit demselben Hahn in
Verbindung gebracht.
71* ist ein Hebelarm, der mit dem'Vierweghahn
T[ verbunden ist und geeignet durch einen Handhebel t und das Gelenkstück t1 oder
durch die Stange i2, welche Knaggen is trägt,
bewegt wird, so zwar, dafs der Arm S3 an der Stange S4 den Hahn automatisch bewegt.
In Fig. 27 wird eine Abänderung veranschaulicht, in der das Wasser, anstatt mittels Einlafsröhre
durch den Boden des Behälters zu gelangen, in den oberen Theil des Cylinders F
eintritt.
Diese Construction ist leicht zu verstehen durch Bezugnahme auf die vorhergehende Beschreibung,
wobei nur zu bemerken ist, dafs in diesem Falle das untere Ende des hohlen Stieles fl geschlossen ist, wie die Zeichnung
ergiebt.
Es ist ersichtlich, dafs noch verschiedene Abänderungen in den Einzelheiten der Constructionen
gemacht werden können, ohne von dem Princip der Erfindung abzuweichen, z. B. kann,
obgleich wir verschiedene Formen von hydraulischen Betrieben zur Hebung, der Vertheiler
angegeben haben, diese Bewegung auch durch andere Mechanismen oder durch Hand ins
Werk gesetzt werden. >
Claims (4)
1. Hochdruckfilter, gekennzeichnet durch die innerhalb eines geschlossenen Behälters befindliche
Anordnung einer Anzähl perforirter Röhren H um eine Nabe G in radialer
Richtung, welche Nabe auf der im Centrum des Behälters befindlichen verticalen Einlafsröhre
E1 auf und nieder bewegt wird und den daran befindlichen perforirten
Röhren auch zu gleicher Zeit eine drehende Bewegung mittheilt, und zwar vermittels
einer auf der Röhre E1 angebrachten spiralförmigen
Rippe e1, welche in eine derselben entsprechende Nuth im Innern der Nabe G
eingreift, in Verbindung mit dem Mechanismus, welcher die auf- und abgehende, sowie rotirende Bewegung der radialen perforirten
Röhrenarme an der Nabe G veranlafst, bestehend aus dem hydraulischen
Cylinder F, Fig. 1, 7 und 10, mit dem Kolben F1 und der hohlen, mit der Nabe G
verbundenen Kolbenstange, welche über dem Einlafsrohr E1 gleitet, dem Schieberventil/,
den Ventilen J6, A1 und O, sowie
den Röhren 71 und /2, von denen die
erstere das Wasser unterhalb des Kolbens und die letztere oberhalb des Kolbens leitet, ferner mit der Ventilstange J8, welche
mit dem Arme K2, welch letzterer die Anschlagarme K3 trägt, verbunden ist, während
der Arm K\ der sich auf der gleichen Achse dreht, unten in einen Zeiger ausläuft, der
an einer an der äufseren Seite des Cylinders angebrachten Scala genau den jeweiligen
Stand des Kolbens im Cylinder angiebt, und zwar durch die Einwirkung der Zangenscheere
L, deren unterstes Glied mit dem Kolben in Verbindung steht, während das oberste auf derselben Welle K sitzt wie die
beiden Hebel K1 und i£2, so dafs, wenn
der Kolben heruntergeht, die Scheere aus einander gezogen wird und deren einzelne
Glieder eine schräge Richtung annehmen, wodurch der Zapfen K und somit der
darauf befestigte Zeiger. K1 gedreht wird.
2. An dem unter 1. gekennzeichneten Wasserfilter die Anordnung eines Röhrensystems,
Fig. 2, im unteren Theile des Behälters, das als Sammler für das filtrirte Wasser dient,
bestehend aus der inneren, annähernd kreisförmigen Sammelröhre C, welche mit dem
Äuslafsrohre B verbunden ist und sowohl an seiner inneren als äufseren Peripherie
in radialer Anordnung kürzere perforirte Röhren D trägt, welche als Seiher oder
Filter wirken und zu diesem Zwecke entweder mit einer einstellbaren Schraubenfeder D1,
Fig. 3, oder mit Draht- und Gazeumwickelungen (Fig. 31) versehen sind, oder in
solcher Anordnung (Fig. 14), dafs das Auslafsrohr B mit dem Mittelstück C1 verbunden
ist, welch letzteres in der Mitte hohl ist, zum Durchlafs der Röhre E1, und
von welchem radiale Röhren ausgehen, an denen die Seiher D befestigt sind.
3. An dem unter 1. und 2. gekennzeichneten Wasserfilter die Anordnung eines einfachen
hydraulischen Auf- und Abbewegungsmechanismus, bestehend aus (Fig. 24) der Druckröhre S, der jochförmig gebogenen
Nebenröhre s, welche nahe deren Enden mit dem Hauptrohre in Verbindung steht,
sowie aus den Röhren 71 und I2, welche
das Wasser über bezw. unter den Kolben leiten, und der Auslafsröhre S1, sowie den
zwischen den Röhren J1 und /2 liegenden
Dreiweghähnen und den damit verbundenen Gelenkarmen S1, sowie der Lenkstange S2
und den Knaggen S3, welche abwechselnd durch den Arm S3 an der Stange S4, die
mit dem Kolben F1 in Verbindung stehen, in Bewegung gesetzt werden, wodurch die
Hähne S2 gedreht und die Bewegung des Vertheilers, die hier blos eine auf- und
niedergehende und nicht zugleich rotirende ist, nach der einen oder anderen Richtung
verändert werden.
4. An dem unter 1. und 2. gekennzeichneten
Wasserfilter die Anordnung, dafs die Röhren I1 und /2, Fig. 28 und 29, mit der
verticalen Röhre T verbunden sind, in welche der Vierweghahn T1 eingesetzt ist,
in Verbindung mit dem Druckrohre T2 und dem Auslafsrohr Ts, sowie mit dem Hebelarm
T*, der mit dem Vierweghahn T1 verbunden
ist, welcher Hahn entweder automatisch mittelst der Stange f2 und den Knaggen
if3, mit denen der Arm S3 in Berührung kommt, bewegt wird, oder mittelst des
Handhebels f.
An den unter 1. und 2. gekennzeichneten Wasserfiltern die Anordnung von einer
Anzahl Cylindern (Fig. 19 und 21) mit
verticaler Kolbenbewegung zum Betrieb der perforirten Röhren H innerhalb des Behälters
A in der Weise, dafs die Cylinder paarweise vereinigt sind und das obere
Ende der Kolbenstangen mit den Querbäumen Pϊ verbunden sind, in Verbindung
mit der hohlen Welle Q, die an dem Cylinder P, Fig. 21, gelagert ist und sich frei
auf und ab bewegen kann, während sich innerhalb der Welle die Stang.e R befindet,
welche an ihrem unteren Ende mit dem Winkelhebel R1 verbunden ist, und dadurch
mit dem Stiel Js des Hülfsventils, das durch
die Bewegung geöffnet und geschlossen wird, sowie dem am oberen Ende der hohlen
Welle angebrachten Kurbelarm Q1 und dem mittelst des Gelenkes q3 damit verbundenen
Arm Q4 und der geschlitzten Gleitschiene Q3, welche sich auf dem
Zapfen p2 verschiebt, der an dem Querbaum P1 angebracht ist, welcher in Zapfen Q.2
des Obertheiles des Ständers P1 gelagert ist, während letzterer mit dem Cylinder F verbunden
ist.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49608C true DE49608C (de) |
Family
ID=324521
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49608D Expired - Lifetime DE49608C (de) | Hochdruckfilter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49608C (de) |
-
0
- DE DENDAT49608D patent/DE49608C/de not_active Expired - Lifetime
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