DE200933C - - Google Patents

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DE200933C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16TSTEAM TRAPS OR LIKE APPARATUS FOR DRAINING-OFF LIQUIDS FROM ENCLOSURES PREDOMINANTLY CONTAINING GASES OR VAPOURS
    • F16T1/00Steam traps or like apparatus for draining-off liquids from enclosures predominantly containing gases or vapours, e.g. gas lines, steam lines, containers
    • F16T1/02Steam traps or like apparatus for draining-off liquids from enclosures predominantly containing gases or vapours, e.g. gas lines, steam lines, containers with valves controlled thermally
    • F16T1/06Steam traps or like apparatus for draining-off liquids from enclosures predominantly containing gases or vapours, e.g. gas lines, steam lines, containers with valves controlled thermally by expansion tubes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Details Of Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 200933 KLASSE 13</. GRUPPE
WILLIAM GEIPEL in LONDON.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juni 1906 ab.
Die Erfindung betrifft einen Dampfwasserableiter mit zwei an einem Ende starr befestigten und am anderen Ende in das Gehäuse des Auslaßventils mündenden Dehnungsrohren mit verschiedenem Ausdehnungsvermögen.
Für die vorteilhafte Wirkung von Dampfwasserabscheidern allgemein, ist es wesentlich, daß sie schon nach Ansammlung verhältnismäßig geringer Mengen Dampfwassers das Ableitungsventil" rasch öffnen und wieder schließen, ehe dem abgeflossenen Wasser eine nennenswerte Menge Dampf nachgeströmt ist. Diese Bedingung ist bei Abscheidern, die mit Ausdehnungsrohren arbeiten, nur schwer zu erfüllen, da die gewünschte Beeinflussung des Ableitungsventils immer erst dann eintreten • kann, wenn deren Ursachen, d. h. die Erwärmung und Abkühlung des Einlaßrohres, eine gewisse Zeit bestanden haben.
Um jedoch auch bei Abscheidern dieser Art die gewünschten Bedingungen, d. h. schnelle Ventilöffnung schon bei Ansammlung geringer Wassermengen und auch schnellen Schluß nach Abfluß derselben zu erfüllen, wird gemäß der Erfindung das Auslaßventil durch einen unter dem Druck der sich zusammenziehenden Rohre ausschwingenden Hebel entweder daran gehindert, an der Bewegung seines Gehäuses teilzunehmen, oder, was noch vorteilhafter ist, entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung seines Gehäuses zurückgedrückt. Für den ersteren Fall stützt sich der 35
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zweite Arm des genannten Hebels gegen das Gestell, so daß er das Ventil bei der Bewegung des Gehäuses zurückhält, während im zweiten Fall sich der betreffende Arm des Hebels gegen das Einlaßdehnungsrohr stützt, wodurch dessen Aufwärtsbewegung zur Vergrößerung der Ventileröffnung ausgenutzt und der Abscheider äußerst empfindlich wird. Hierbei ist es zweckmäßig, das Auslaßventil in an sich bekannter Weise auf der Spindel verschiebbar anzuordnen, es jedoch von einer verhältnismäßig schwachen Feder beeinflussen zu lassen, so daß es nach einem geringen öffnen von dem durchtretenden Wasser in seine voll geöffnete Lage gedrückt werden kann. Für die dauernd gleich gute Wirkung des Abscheiders ist es ferner vorteilhaft, wenn hinter dem Auslaßventil eine Drosselvorrichtung eingeschaltet ist, die sich im Gegensatz zu bekannten Vorrichtungen dieser Art unter dem Flüssigkeitsdruck ' entgegen der Wirkung einer Feder derart einstellt, daß der Durchfluß bei geringem Druck vollständig frei ist, dagegen bei höherem Druck mehr oder weniger geschlossen wird.
Fig. ι der Zeichnung zeigt einen derart eingerichtetenDampfwasserabscheider im Längsschnitt,
Fig. 2 das Ventilgehäuse dazu ebenfalls im senkrechten Längsschnitt, jedoch in größerem Maßstabe.
Fig. 3 und 4 sind Schnitte durch das Ventilgehäuse nach den Linien A-A, B-B der Fig. 2.
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Fig. 5 zeigt das Ventilgehäuse in Endansicht und teilweise im Schnitt nach Linie C-C der Fig. 2.
Fig. 6 zeigt die Drosselvorrichtung im Schnitt und.
Fig. 7 eine besondere Ausführungsform derselben.
Die Ein- und Auslaßdehnungsrohre α und b sind an einem Ende starr mit dem Abscheiderrahmen c verbunden, während ihre freien Enden in das Ventilgehäuse d münden. Die beiden Rohre α und b sind derart angeordnet, daß das Einlaßrohr α, welches das größere Ausdehnungsvermögen besitzt, über dem Auslaßrohr b mit geringerem Ausdehnungsvermögen und also dem oberen Teil des Rahmens c am nächsten liegt. Das die freien Enden der Rohre verbindende Gehäuse enthält zwei Kammern, und zwar eine unten liegende Einlaßkammer f und eine oben liegende Auslaßkammer g. Die beiden Kammern sind, da sie umgekehrt wie die Rohre liegen, mit diesen auf Umwegen verbunden. Wie aus Fig. 2 bis 5 ersichtlich, enthält das Ventilgehäuse d einen sich seitlich nach unten erstreckenden Kanal p, durch den das (obere) Einlaßrolir ο mit der (unteren) Einlaßkammer / in Verbindung steht, und ferner einen ebenfalls nach unten führenden Kanal r, der die (obere) Auslaßkamm'ei" g mit dem (unteren) Auslaßrohr b verbindet. In die Trennwand d' der beiden Gehäusekammern ist der Ventilsitz e' eingesetzt, der die Durchflußöffnung e für das Wasser enthält. Die Durchflußöffnung wird durch ein Ventil h (Fig. 1) beeinflußt, das in der Einläßkammer f vorgesehen ist und sich mit Bezug auf das Ventilgehäuse nach abwärts öffnet. Die Ventilspindel i ist durch eine Stopfbüchse k geführt und stützt sich gegen den Arm m eines Handhebels m, in', der bei 0 am Rahmen c gelagert ist. Zur Regelung der Ventilbewegung ist der Stützpunkt der Ventilspindel i am Hebel in als Stellschraube η ausgebildet, durch deren Verdrehung eier Ventilhub verändert werden kann. Der Handhebel in' kann sich mit einem festen Anschlag gegen den Rahmen c legen, um seihe Abwärtsbewegung' zu begrenzen. Es ist jedoch vorteilhafter, die Aufwärtsbc- \vegung des Rohres α bei der Abkühlung zu einer Vergrößerung der Ventilöffnung' auszunutzen. Zu diesem Zweck ist, wie in Fig. 1 dargestellt, der Rahmen unter dem Anschlag ;;r ausgespart, und der Handhebel in' stützt sich mit seinem Anschlag in- gegen das Einlaßrohr a. Bei dessen Aufwärtsbewegung' . wird daher der Hebel in, in' um seinen Drehpunkt ο geschwungen und der Ventilkegel h von seinem Sitz abgehoben. Der Ventilkegel h ist zweckmäßig lose auf der Spindel angeordnet, so daß er sich nach abwärts unabhängig von dieser verschieben kann. Eine verhältnismäßig schwache Feder p' ist jedoch bestrebt, den Ventilkegel auf seine Spindel i zu drücken. Mit dieser Anordnung wird erreicht, daß sich der Ventilkegel bereits bei geringer Öffnung durch die Bewegung der Dehnungsrohre und des Ventilgehäuses unter der keilförmigen' Wirkung des Wassers rasch in seine voll geöffnete Stellung bewegt. Die Anordnung hat noch den Aveiteren Vorteil, daß eine zwischen der Stopfbüchse k und der Spindel i auftretende Reibung" die schnelle Öffnung des Ventils nicht verzögern kann.
Die Wirkung des Abscheiders ist hiernach die folgende: Beim Eintritt von Dampfwasser in das Einlaßrohr α zieht sich dieses zusammen und sucht sich zu verkürzen, wodurch es mit dem Gehäuse nach oben gezogen wird. Hierbei wird der Ventilkegel h nicht nur daran gehindert, dieser Bewegung zu folgen, sondern durch das gegen den Anschlag m2 des Hebels m, m' drückende Rohr α unter Vermittlung des Hebels nach abwärts bewegt, so daß selbst bei geringen Ansammlungen von Dampfwasser und daraus folgenden kleinen Bewegungen des Rohres α das Ventil bereits geöffnet wird. Das hierbei in den Spalt zwischen Ventilsitz und Kegel gedrückte Wasser übt auf den Kegel eine keilförmige Wirkung aus und drückt ihn, da er in dieser Richtung frei verschiebbar ist, in die voll geöffnete Stellung, so daß das Dampfwasser schnell ablaufen kann. Wenn sich das Einlaßrohr nach Ablauf des Wassers durch den nachdrängenden Dampf wieder ausdehnt, wird das Ventilgehäuse in der entgegengesetzten Richtung bewegt, und der Ventilkegel wird durch den Dampfdruck und die Einwirkung der Feder/)' auf seinen Sitz gepreßt, auf dem er so lange durch den Dampf- oder Flüssigkeitsdruck gehalten wird, bis sich im Einlaßrohr wieder so viel Wasser ansammelt, daß es sich zusammenzieht und das Ventil von neuem geöffnet wird. ' '
Die beschriebene Anordnung bietet noch den weiteren Vorteil, daß eine Öffnung des Ventils von Hand einfach durch Druck auf den Arm 111 des Hebels tu, in' erfolgen kann.
Bei Dampfwasserabscheidern der beschriebenen Art tritt, wenn sie in Tätigkeit sind, leicht ein Flattern des Ventils ein, das mit Erschütterungen des ganzen Abscheiders und j unangenehmem Geräusch verbunden ist. Auch wird durch das plötzlich und schnell ausströmende, oftmals mit Unreinigkeiten durchsetzte Wasser der Ventilkegel angegriffen und abgenutzt. Es ist deshalb vorteilhaft, hinter, das Ventil eine Drosselvorrichtung einzubauen, die derart wirkt, daß der Weg bei starkem Druck selbsttätig verengt und bei geringerem Druck und Wasserdurchfluß erwei-
tert wird. Die Drosselvorrichtung besteht aus einem mit einem Flansch versehenen Rohr t, das im Ventilsitz e' gleitend angeordnet und gewöhnlich durch eine zusammengedrückte und in der Auslaßkammer g durch einen darin angeordneten Vorsprung f gehaltene Feder t' in den Ventilsitz e' gedrückt wird. Die Stärke der Feder ist so bemessen, daß für gewöhnlich und . auch dann, wenn
ίο Wasser unter niedrigem Druck abläuft, die Drosselröhre t in voller Öffnung (λνίε dargestellt) erhalten wird, bei der die ringförmige Auslaßöffnung u zwischen der Röhre t und dem' Vorsprung i2 den größten Querschnitt
!5 hat, daß aber, wenn Wasser unter hohem Druck durchfließt, durch die vermehrte Reibung desselben an. der Innenwand der Drosselröhre, diese Röhre entgegen dem Druck der Feder t' nach außen gedrückt wird, so daß die Auslaßöffnung u mehr oder weniger geschlossen und das entweichende Wasser entsprechend gedrosselt wird. Durch die Anwendung der Drosselvorrichtung wird die namentlich bei hohem Druck stattfindende Abnutzung vom Ventilsitz nach den Seiten der Öffnung u verlegt, wo sie von geringem Einfluß ist. Das äußere Ende der Drosselröhre t ist eingekerbt oder gezahnt, um zu verhindern, daß die Durchflußöffnung unter dem größten auftretenden Druck vollständig abgeschlossen wird.. Der Anschlag i2 erhält zweckmäßig einen auswechselbaren Ring v, (Fig. 6), so daß eine etwaige Abnutzung leicht ausgeglichen werden kann.
Eine in der eben beschriebenen Weise wirkende Drosselvorrichtung kann auch anstatt im Gehäuse (Fig. 1) in dem Auslaßrohr b oder in einem mit diesem verbundenen Rohr to4 (Fig. 7) vorgesehen sein. In diesem Fall besteht die Drosselvorrichtung aus einem Kegelventil w, das in einem die Rohrenden w4, w5 verbindenden Gehäuse w3 angeordnet ist und einen Durchlaß ze/ für das ablaufende Wasser freiläßt. Das Ventil w stützt sich mit einer Platte w1 gegen eine Feder ws, die rückwärts von der festen durchbrochenen Platte wa gehalten wird. Bei niedrigem Druck ist das Ventil ganz offen, so daß keine oder nur eine geringe Drosselwirkung auftritt, während das Ventil bei hohen Drucken entgegen der Wir-
kung der Feder ws teilweise geschlossen und der Wasserdurchlaß mehr oder weniger gedrosselt wird, wie dies mit Bezug auf die Ausführungsform Fig. i, 2 und 6 beschrieben ist.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Dampfwasserableiter mit zwei am einen Ende starr befestigten und am anderen Ende in das Gehäuse des Auslaßventils mündenden Dehnungsrohren mit verschiedenem Ausdehnungsvermögen, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaßventil (h) durch einen unter dem Druck der sich zusammenziehenden Rohre (a, b) ausschwingenden Hebel fm) gehindert wird, an der Bewegung seines Gehäuses teilzunehmen.
2. Dampfwasserableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaßventil (h) durch den unter dem Druck der sich zusammenziehenden Rohre (a, b) ausschwingenden Hebel fm) entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung seines Gehäuses zurückgedrückt wird.
3. Dampfwasserableiter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das auf seiner Spindel verschiebbare Auslaßventil (h) durch eine Feder fp') nur so weit beeinflußt wird, daß es nach einem* geringen Öffnen von dem durchtretenden Wasser in seine voll geöffnete Lage gedrückt werden kann. ■
4. Dampfwasserableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsdurchgang mittels Drosselvorrichtung ft) verändert wird, die unter dem Flüssigkeitsdruck entgegen dem Druck einer Feder ft') sich so einstellt, daß der Durchfluß' bei geringem Druck vollständig frei ist, dagegen bei höherem Druck mehr oder
' weniger geschlossen wird.
5. Dampfwasserableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaß- \rentil (h) nach einer Kammer ff) des Ventilgehäuses sich öffnet, welche mit dem Einlaßrohr fa) in Verbindung steht, während die Drosselung des Durchflusses in der zweiten mit dem Auslaßrohr (b) in Verbindung stehenden Kammer fg) erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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