DE899685C - Wellenleiter fuer elektromagnetische Oberflaechenwellen - Google Patents
Wellenleiter fuer elektromagnetische OberflaechenwellenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01P—WAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
- H01P3/00—Waveguides; Transmission lines of the waveguide type
- H01P3/10—Wire waveguides, i.e. with a single solid longitudinal conductor
Landscapes
- Waveguides (AREA)
Description
Es besteht .die Aufgabe, Mikrowellenenergie
längs Leitungen ohne wesentliche Dämpfung zu
übertragen. Die üblichen Koaxialkabel bekommen bei steigender Frequenz so hohe Dämpfung, daß
eine Mikrowellenübertragung über längere
Strecken damit unmöglich wird Das gleiche gilt für Hohlleiter, die auch nur für kurze Verbindungen
innerhalb von Geräten in Betracht! kommen. Der einzige HohlweTlentyp, 'dessen Dämpfung mit
steigender Frequenz sinkt (H0-WeIIe im Zylinder),
ist technisch nur schwer nutzbar zu machen, außerdem macht die Starrheit ider Hohlleiter ihre Handhabung
unbequem.
Ein idealer Mikrowellenleiter, sowohl vom Standpunkt der Diämpfung als der Biegsamkeit,
wäre 'der sogenannte dielektrische Draht aus einem flexiblen Dielektrikum, der keinerlei Verluste
durch Ohm'sche Widerstände besitzt, die bei Kabeln und Hohlleitern den Dämpfungsanstieg bei
hohen Frequenzen bewirken. Leider hat der 'dielektrische Draht 'den Nachteil, daß er nicht dicht ist.
Das heißt, in seiner Umgebung befinden sich Felder, die zwar keineswegs nach außen Energie
abstrahlen, die aber auch durch keine Hindernisse gestört werden dürfen, weil sonst die im Mittel
rein längs gerichtete Energieübertragung gestört wird und der Leiter zu strahlen, beginnt. Zur Zeit
ist noch kein flexibles Dielektrikum bekannt, das eine genügend hohe Dielektrizitätskonstante (besitzt,
um die außen verlaufenden Felder schon nahe der Oberfläche zum Verschwinden zu bringen.
Es ist bekannt, diese Schwierigkeiten dadurch zu vermeiden, daß man in das Innere des dielektrischen
Drahtes noch einen metallischen Leiter einbettet, oder anders ausgedrückt, einen Draht
mit isolierender zylindrischer Hülle verwendet. Insbesondere ist bekannt, zu diesem Zweck einen
metallischen' Draht mit einer dielektrischen, Schicht zu überziehen.
Die Wirkungsweise dieser Anordnung beruht darauf, daß die den Draht entlang laufende
elektromagnetische Welle durch die dielektrische
Schicht verzögert wird, wodurch im Außenraum eine starke Feldkonzentration um den Wellenleiter
bewirkt werden kann. Der Betrag dieser Feldkonzentration ist dadurch festgelegt, wie stark die
Geschwindigkeit der Welle durch die dielektrische Schicht gegenüber der Geschwindigkeit einer
homogenen ebenen Welle im Außenraum (Luft) herabgesetzt wird. Der Vorteil dieser Wellenleiter
besteht darin, daß die Dämpfung in Ausbreitungsrichtung wesentlich geringer gemacht werden kann
als mit Koaxialkabeln bei gleichem Materialaufwand. Der Nachteil der bis jetzt bekannten
Anordnungen besteht darin, daß die Verzögerung der Ausbreitungsgeschwindigkeit noch nicht genügend
groß gemacht werden kann, um eine extrem starke Konzentration des Feldes auf die
Umgebung des Wellenleiters zu erzeugen. Dies rührt davon her, daß die bisher verwendeten
Dielektrika (Emaille) nur in dünnen Schichten aufgetragen werden können, um die bei der
Verlegung nötige Biegsamkeit sicherzustellen. Ferner waren die Verlustwinkel der verwendeten
Dielektrika so hoch, daß eine Venwendung in dickeren Schichten ohnehin nicht möglich, gewesen
wäre. Die Verwendung keramischer Schichten mit geringem Verlustwinkel scheint wegen der Brüchigkeit
des Materials und der Schwierigkeit der Aufbringung nicht ohne weiteres möglich.
Das Ziel der Erfindung ist, die angedeuteten Schwierigkeiten zu vermeiden und die Verwendung
keramischer Dielektrika auch in dicken Schichten zu ermöglichen.
Der ernndungsgiemäße Wellenleiter für Oberflächenwellen
ist dadurch gelkennzeichnet, daß auf den Metalldraht einzelne gleichartige dielektrische
Körper .aufgebracht sind, deren gegenseitiger Abstand klein gegen die übertragene Wellenlänge ist.
Das keramische Material wird also nicht in Form einer homogenen Haut, sondern beispielsweise in
Form von Scheiben oder Perlen aufgebracht, die voneinander einen im Verhältnis zur Wellenlänge
geringen Abstand besitzen, tum die Biegsamkeit des Leiters zu gewährleisten.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Ahb. ι zeigt einen Wellenleiter, bei dem auf dam
Draht 1 Scheiben 2 aus einem festen Dielektrikum
mit Abstand voneinander aufgebracht sind. Die Dicke der Scheiben ist klein gegenüber ihrem
Durchmesser. Die: Abstände der Scheiben untereinander soll nicht größer als die Scheibendicke sein,
mindestens jedoch kleiner als eine Arbeitswellenlänge. Bei Verwendung eines; Dielektrikums· hoher
Dielektrizitätskonstante läßt sich eine sehr starke Feldkonzentration erzielen.
Abb. 2 zeigt eine Anordnung für eine geringere Feldkonzentration. In diesem Beispiel werden
röhrchenförmige oder kugelförmige Perlen 2 auf den Draht 1 aufgereiht.
Als Dielektrika können mit Vorteil keramische Massen verwendet werden. Es wird darauf aufmerksam
gemacht, daß die gegen die Wellenlänge kleinen Abstände der dielektrischen Scheiben bzw.
Perlen keine Störung der Wirkungsweise des Wellenleiters verursachen, daß vielmehr durch die
Feldverteilunig, die von der Diskontinuität der ■dielektrischen Schicht- in Längsrichtung herrührt,
eine1 bessere Konzentration des Feldes um den Wellenleiter bewirkt wird als sie einer homogenen
Schicht mit der mittleren Dielektrizitätskonstante der in Längsrichtung inhomogenen Schicht entspräche.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung besteht außer der Biegsamkeit .darin,
Dielektriken beliebig hoher Dielektrizitätskonstante verwenden zu können, so daß eine wesentlich
bessere Feldkonzentration als mit den voribekatinten
Anordnungen erreicht werden kann. Ferner ermöglicht der Luftspalt zwischen den dielektrischen
Scheiben das Eindringen vom Wasser, so daß der erfindungsgemäße1 Wellenleiter eine gewisse Was sermenge
ohne Tropfenanhang aufsaugen kann. Dies ist vorteilhaft, da durch anhängende Wassertropfen
eine Feldstörung verursacht wird, die zur seitlichen Energieaibstrahlung Anlaß gibt. Eine zwischen
Draht und Dielektrikum etwa bestehende Luftschicht erzeugt eine Verminderung der wirksamen
D ielektrizitätskonstante.
Dieser an sich unbedeutende Nachteil läßt sich erfindungsgemäß dadurch vermeiden, daß bei der
Herstellung des Wellenleiters der Raum zwischen Draht und Dielektrikum mit einer verlustarmen
Lackschicht ausgefüllt wird, mit der gleichzeitig ein Korrosionsschutz des Metalldrahtes ermöglicht
wird.
Claims (5)
1. Wellenleiter für elektromagnetische Oberflächenwellen,
bei dem die Feldkonzentration durch eine dielektrische Schicht auf einem Metalldrahit
beiwirkt ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf iden Metalldraht einzelne gleichartige
dielektrische Körper aufgebracht sind, deren gegenseitiger. Abstand klein- gegen die über-
■ traigene Wellenlänge" ist.
2. Wellenleiter nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet,
daß .dünne dielektrische Scheiben, deren Dicke klein gegenüber ihrem Durchmesser
ist, auf den Draht mit Abständen aufgereiht sind.
3. Wellenleiter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände der Scheiben
voneinander höchstens der Dicke derselben entsprechen.
4. Wellenleiter nach Anspruch 1, dadurch ge- 1x5
kennzeichnet, daß röhrchenförmige Perlen auf 'den Draht dicht aneinander aufgereiht sind.
5. Wellenleiter nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Draht zusätzlich mit einer dünnen 12,0 Lackschichit überzogen ist, die etwaige Zwischenräume
zwischenDrahtundDielektrikum ausfüllt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
© 5643 12.53
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL6323A DE899685C (de) | 1950-11-18 | 1950-11-19 | Wellenleiter fuer elektromagnetische Oberflaechenwellen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE694622X | 1950-11-18 | ||
| DEL6323A DE899685C (de) | 1950-11-18 | 1950-11-19 | Wellenleiter fuer elektromagnetische Oberflaechenwellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE899685C true DE899685C (de) | 1953-12-14 |
Family
ID=25946402
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL6323A Expired DE899685C (de) | 1950-11-18 | 1950-11-19 | Wellenleiter fuer elektromagnetische Oberflaechenwellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE899685C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2949589A (en) * | 1955-05-20 | 1960-08-16 | Surface Conduction Inc | Microwave communication lines |
| DE1257237B (de) * | 1959-01-14 | 1967-12-28 | Rohde & Schwarz | Elektromagnetische Wellenleitung |
| DE4011829A1 (de) * | 1990-04-12 | 1991-10-17 | Ant Nachrichtentech | Dielektrischer wellenleiter |
-
1950
- 1950-11-19 DE DEL6323A patent/DE899685C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2949589A (en) * | 1955-05-20 | 1960-08-16 | Surface Conduction Inc | Microwave communication lines |
| DE1257237B (de) * | 1959-01-14 | 1967-12-28 | Rohde & Schwarz | Elektromagnetische Wellenleitung |
| DE4011829A1 (de) * | 1990-04-12 | 1991-10-17 | Ant Nachrichtentech | Dielektrischer wellenleiter |
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