DE898573C - Herstellung von Baustoffen aus Flugasche - Google Patents
Herstellung von Baustoffen aus FlugascheInfo
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- DE898573C DE898573C DEP37333A DEP0037333A DE898573C DE 898573 C DE898573 C DE 898573C DE P37333 A DEP37333 A DE P37333A DE P0037333 A DEP0037333 A DE P0037333A DE 898573 C DE898573 C DE 898573C
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- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B7/00—Hydraulic cements
- C04B7/24—Cements from oil shales, residues or waste other than slag
- C04B7/26—Cements from oil shales, residues or waste other than slag from raw materials containing flue dust, i.e. fly ash
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Description
- Herstellung von Baustoffen aus Flugasche Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Baustoffen aus der im Kesselbetrieb, insbesondere bei Kraftwerken, ständig in großer Menge anfallenden Flugasche, welches sich gegenüber den bisher zur Verwertung zier Flugasche bekanntgewordenen Verfahren dadurch auszeichnet, daß sich die Flugasche in wirtschaftlicher Weise unmittelbar in einen !hochwertigen Baustoff verwandeln läßt, der ohne weiteres zu Bausteinen, Bauplatten u. dgl. gepreßt oder gegossen werden kann.
- Zur Herstellung von Bausteinen aus Flugasche ist bereits vorgeschlagen worden, die Flugasche mit Zement zu mischen. Dieses Verfahren hat aber den Nachteil, daß infolge des außerordentlich hohen Zemeptzusatzes durch den Bezug des Zements von der Zementfabrik sehr hohe Transportkosten entstehen, so daß die Bausteine sehr teuer werden. Auch bei dem sogenannten Kalksandsteinverfahren, bei welchem der Flugasche Sand und Ca0 -zugesetzt werden, außerdem noch eine Dampfhärtung erforderlich ist, liegen die Verhältnisse ähnlich.
- Diese beiden Verfahren sind unwirtschaftlich und auch im Kraftwerksbetrieb fremd, da das Kraftwerk in erster Linie Strom erzeugen will und nur Interesse daran besteht, die Flugasche möglichst kostenlos zu beseitigen. Da außerdem bei wechselnder Kohlensorte der Anteil an Verbrennlichem in der Flugasche sehr schwankt, ist die Betriebsführung einer solchen an das Dampfkraftwerk angeschlossenen Baustoffabrik sehr schwierig.
- Es ist ferner bekannt, daß Flugasche unter Zugabe von im wesentlichen Ca Co 3 in einem Brennöfen bis zur Sinterung gebrannt und aus diesem 'Produkt nach Vermahlen Zement oder Bindemittel hergestellt werden können. Bei Verarbeitung der gesamten Flugaschenmenge zu Zement oder Bindemitteln werden jedoch die Anlage- und Betriebskosten sowie die Kosten für die Zuschlagstoffe sehr hoch und damit die Verwertung der Flugasche in dieser Weise unwirtschaftlich.
- Es ist schließlich auch ein Verfahren bekanntgeworden, nach welchem die Flugasche in einem besonderen Ofen geschmolzen wird und die entstehenden Rauchgase wieder den Kesseln zugeführt werden. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß die Flugasche nicht in einer unmittelbar zu Baustoffen verarbeitbaren Form anfällt.
- Alle diese Nachteile und Schwierigkeiten treten bei dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung nicht auf. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß es möglich ist, die anfallende Flugasche unter entsprechendem Zusatz von Ca C03 zu Zement oder zementähnlichen Mischbindern zu verarbeiten und besteht im wesentlichen darin, daß ein Teil der anfallenden Flugasche, nach Möglichkeit der mit dem größeren Bzennstoffgehalt, in einem Ofen unter Zugabe von CaCO3 gesintert wird und nachdem Mahlen als Bindemittel für den anderen- Teil der Flugasche, der nicht erneut gebrannt ist, verwendet wird.
- Dieses neue Verfahren hat den Vorteil, daß in wirtschaftlicher Weise aus .der Flugasche mit an Ort und Stelle erzeugtem Zement brauchbare Bausteine, Bauplatten od. dgl. von hoher Festigkeit erzeugt werden.
- Bei .dem Verfahren gemäß der Erfindung wird zwar die Flugasche auch in einem besonderen Ofen gebrannt, jedoch unter Zugabe von Ca C03. Außerdem wird nicht die gesamte Flugasche :gebrannt, sondern nur ein kleiner Teil, und zwar möglichst der mit dem höchsten Anteil an Verbrennlichem. Das aus dem Ofen anfallende Gut wird zu Zement gemahlen und dann mit der restlichen Flugasche gemischt und nach dem Anmachen. mit Wasser zu Bauplatten, -steinen u.,dgl. gegossen oder gepreßt. Der Anteil der Flugasche, der nicht erneut gebrannt wird, richtet sich nach der gewünschten Festigkeit der Baustoffe. Auf diese Art ist es möglich, die Anlage- und Betriebskosten gegenüber denen einer reinen Zementfabrik auf ein Minimum herabzudrücken. Auf der anderen Seite kann man die entstehenden tGase weitgehend wieder im Kessel ausnutzen. Außerdem wird aber ein: Baustoff erhalten, der wertvoller ist als die in einer Schmelzfeuerung anfallende Schlacke.
- Bei Benutzung eines mit dem Feuerraum eines Dampferzeugers gekuppelten oder eines von der Kesselanlage örtlich getrenntenFlugaschenschmelze ofens kann.. der als Bindemittel zu verwendende Teil der Flugasche unter Zugabe von CaCO3 ebenfalls gesintert, .der andere Teil der Flugasche in Abänderung des oben beschriebenen Verfahrens aber geschmolzen werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Herstellung von Baustoffen aus Flugasche. dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der anfallenden Flugasche; nach Möglichkeit der mit dem größeren Brennstoffgehalt, in an sich bekannter Weise in einem Ofen unter Zugabe von CaCO3 gesintert wird und das Sintergut nach dem Mahlen als Bindemittel für den anderen Teil der Flugasche, der nicht erneut gebrannt ist, verwendet wird. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Benutzung eines mit dem Feuerraum eines Dampferzeugers unmittelbar gekuppelten oder eines von der Kesselanlage örtlich getrennten Flugaschenschmelzofens der eine Teil der Flugasche unter Zugabe von CaCO3 ebenfalls gesintert, dagegen der andere Teil der Flugasche in demselben Ofen geschmolzen wird. Angezogene Druckschriften: Neue Bauwelt, 1948, Heft 24 (DIN 4209 = Entwurf) ; Die Technik, 1948, Bd. 3, Nr. 3, S. 117 bis 122; Bauplanung und Bautechnik, 1948, Bd. 2, Nr. 5, S. 156 bis 159; 1g48, Bd.
- 2, Nr. 10, S.293 bis 297; Ton-Industrie-Zeitung, 1941, S. 431 ff.; deutsche Patentschrift N r. 350 363.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP37333A DE898573C (de) | 1949-03-22 | 1949-03-22 | Herstellung von Baustoffen aus Flugasche |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP37333A DE898573C (de) | 1949-03-22 | 1949-03-22 | Herstellung von Baustoffen aus Flugasche |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE898573C true DE898573C (de) | 1953-12-03 |
Family
ID=7375233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP37333A Expired DE898573C (de) | 1949-03-22 | 1949-03-22 | Herstellung von Baustoffen aus Flugasche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE898573C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE350363C (de) * | 1920-05-23 | 1922-03-17 | Adolf Savelsberg Dipl Ing | Verfahren zur Herstellung von Baustoffen |
-
1949
- 1949-03-22 DE DEP37333A patent/DE898573C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE350363C (de) * | 1920-05-23 | 1922-03-17 | Adolf Savelsberg Dipl Ing | Verfahren zur Herstellung von Baustoffen |
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