DE89762C - - Google Patents

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DE89762C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C13/00Portable extinguishers which are permanently pressurised or pressurised immediately before use
    • A62C13/003Extinguishers with spraying and projection of extinguishing agents by pressurised gas

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

flj&!
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 28. April 1896 ab.
Die bisher in Verwendung stehenden Feuerlöscher leiden an dem Nachtheile, dafs sie nur so lange wirken, als Flüssigkeit in ihrem Behälter enthalten ist. Sie sind daher bei dem Ausbruche eines Brandes zur ersten Hülfeleistung verwendbar, und in .solchem Falle aber auch nur dann, wenn der Brand, in seinem Entstehen bemerkt, noch keinen gröfseren Umfang angenommen hat.
In den meisten Fällen bleiben sie jedoch völlig wirkungslos, da die verhältnifsmäfsig geringe Wassermenge, die sie enthalten, binnen" kurzer Zeit hinausgedrückt ist und ein abermaliges Füllen und Inbetriebsetzen des Behälters viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde.
Diesem Nachtheil soll durch vorliegende Erfindung abgeholfen werden. Der Behälter wird nach vorliegender Erfindung durch eine Scheidewand in zwei gleiche, von einander vollständig unabhängige Hälften getheilt, und sind Ventile eigenartiger Construction derart angebracht, dafs stets die eine Hälfte in Wirksamkeit ist, d. h. Wasser durch das Druckrohr ausgespritzt wird, während die zweite bereits geleerte Hälfte von neuem mit Wasser gefüllt wird. Ist dies geschehen, so kann durch eine einfache Vierteldrehung eines Ventils die gefüllte Hälfte mit den Kohlensäureflaschen in Verbindung gebracht werden, während die andere Hälfte sich wieder mit Wasser füllt.
Fig. ι und 2 zeigen die Vorrichtung in Arbeitsstellung, je nachdem die eine Hälfte geleert, die andere gefüllt wird, und umgekehrt. Fig. ia und 2a stellen den unteren Dreiweghahn und den Ventilkasten, sowie das obere Ventil in Ruhestellung dar.
Die Vorrichtung besteht aus einem Behälter a, welcher durch eine verticale Mittelwand b in zwei gleiche Hälften A und B getheilt ist, die von einander gänzlich unabhängig sind. Dieser Behälter kann auf einem in der Zeichnung nicht dargestellten fahrbaren Wagengestell ruhen.
Die zur Inbetriebsetzung der Vorrichtungen dienenden Hähne und Ventile sind an der rückwärtigen Stirnwand des Behälters α angeordnet und in der Fig. 1 im Verticalschnitt dargestellt. Das Ventilgehäuse c steht rechts und links mittelst Stutzen d und d1 mit je einer Hälfte des Behälters α in Verbindung. Von diesem Ventilgehäuse geht die Druckleitung c aus, welche mit einem Windkesself in Verbindung steht und durch einen Hahn g abgesperrt werden kann. Am unteren Ende schliefst das Zuführungsrohr h an, durch welches die Füllung der jeweilig geleerten Behälterhälfte geschieht, und ist zwischen dem Ventilgehäuse c und dem Zuführungsrohr h ein Dreiweghahn i eingeschaltet, der den Zweck hat, den Eintritt neuen Wassers in die Vorrichtung zu verhindern, was durch Vierteldrehung des Dreiweghahnes nach links von der Stellung in Fig. 1 in die Stellung der Fig. 2a geschieht, wodurch das zuströmende Wasser durch den Austrittsstutzen i1 abgeleitet wird. Die Zuführung des Wassers geschieht, wie bereits erwähnt, durch das Rohr h, welches bis über den höchsten Punkt des Behälters reicht, welcher trichterförmig erweitert ist. Bei feststehenden Feuerlöschern kann ein Auslaufhahn einer Wasserleitung oberhalb des Trichters angebracht sein; sollte eine solche jedoch nicht zur Verfügung stehen, so mufs
die Wasserzufuhr auf irgend welche andere Art erfolgen. Bei fahrbaren Spritzen für Feuerwehrzwecke, welche erst an den Brandplatz gebracht werden, kann die Zufuhr des Wassers auch auf die Art geschehen, dafs das Rohr h mit einem Hydranten in Verbindung gebracht wird, in welchem Falle auch an Stelle des Trichters ein Schlauchansatz am Rohr h angebracht werden kann.
Im Innern des Ventilgehäuses c ist drehbar ein vierseitiger sternartiger Ventilkörper k angeordnet, bei welchem jeder einzelne Arm mit einem Ventil oder einer Klappe k1 k'2 ks &4 versehen ist, die sich jedoch nach verschiedenen Richtungen hin öffnen.
Die in den Fig. ι und 2 dargestellte Stellung ist die Arbeitsstellung der Ventile. Ist die ganze Vorrichtung dagegen aufser Thätigkeit oder soll sie aufser Thätigkeit gesetzt werden, so wird der drehbare Ventilkörper k um i8o° gedreht, wodurch sämmtliche vier Ventile klk2ks und k4" sowohl für den Eintritt neuen Wassers, als auch für den Austritt des in der Vorrichtung befindlichen Wassers unwirksam bleiben, da in jedem Falle jedes Ventil selbstthätig von dem auf dasselbe wirkenden Drucke geschlossen gehalten wird, wie in Fig. 2a dargestellt ist. Sämmtliche bisher beschriebenen Vorrichtungen betreffen den Zu- und Abflufs des Wassers; die nachfolgend beschriebenen Vorrichtungen, welche an der oberen Seite der Behälter-Stirnwand angebracht sind, dienen zur Erzeugung des zum Ausspritzen des Wassers erforderlichen Druckes. Wie bei den bereits bekannten Feuerlöschern wird auch bei vorliegender Construction der erforderliche Druck durch flüssige Kohlensäure erreicht, welche in den bekannten, langen eisernen Flaschen aufbewahrt wird. Zur Einleitung der Kohlensäure in die einzelnen Abtheilungen des Behälters dient folgende Einrichtung. Am oberen Ende des Behälters sitzt ein Vierweghahn Z, dessen Hahnküken j derart construirt ist, dafs er entweder zwei oder drei OefFnungen mit einander in Verbindung bringen kann. An diesem Vierweghahn Z sitzen vier Stutzen I1 Z2 Z3 Z4, von welchen Z1 dem Luftaustritt und Z4 dem Kohlensäureeintritt dient, während die beiden anderen. Z2 und Z3, die Verbindung mit je einer Hälfte des Behälters bewerkstelligen. An den für den Kohlensäureeintritt dienenden Stutzen schliefst, sich ein horizontales Rohr m an, welches mit einer Reihe von Stutzen η versehen ist, welche zum Anbringen der Kohlensäureflaschen dienen und mit je einem Hahn 0 versehen sind, zum Zweck, beim Betriebe des Feuerlöschers immer eine Kohlensäureflasche nach der anderen in Wirksamkeit treten zu lassen. Der mittlere Stutzen η kann auch statt mit der Kohlensäureflasche mit einem Gasschlauch in Verbindung gebracht werden.
Jede der beiden Behälterhälften ist aufserdem mit einem Manometer ρ und p1 zur Ablesung des im Innern herrschenden Druckes, sowie mit je zwei Wasserstandsgläsern r s und r1 s1 versehen, welch letztere dem Maschinisten den Zeitpunkt anzeigen, in welchem er den Hahn Z umzustellen hat, da derselbe durch die vier Wasserstandsgläser jederzeit beurtheilen kann, ob die eine Hälfte des Behälters bald vollständig entleert sein wird und ebenso die andere gefüllt. .
Die Wirkungsweise des vorliegenden Feuerlöschers .ist nun folgende:
Angenommen, beide Abtheilungen A und B des Behälters seien leer und sollen gefüllt werden, während sämmtliche Ventile sich in Ruhestellung befinden. Diese Ruhestellung besteht darin, , dafs das Küken des Vierweghahnes Z horizontal steht (Fig. ia), der Stutzen Z4 und somit die Zufuhr von Kohlensäure ist abgesperrt, dagegen sind beide Hälften A und B mit der freien Luft verbunden. Die Ventile k und der Dreiweghahn i stehen so, wie in der Fig. 2 a dargestellt. Soll nun die Vorrichtung, und zwar jede der Abtheilungen A und B gefüllt werden, so wird der Dreiweghahn um 900 nach rechts, die Ventile k um i8o° gedreht, wodurch beide in die Arbeitsstellung Fig. ι gelangen. Der Wasserzuflufs durch das Rohr h wird nun eröffnet, und das Wasser strömt durch den Dreiweghahn i in den Ventilkasten c, öffnet die beiden Ventile k1 und Ar4 und gelangt durch diese und durch die Stutzend? und d1 in das Innere des Behälters, wobei die in demselben befindliche Luft durch die Stutzen Z2 und Is in den Vierweghahn und aus demselben durch den Stutzen Z1 ins Freie entweicht. Um das Oeffnen der Ventile k2 und ks durch das einströmende Wasser und das Austreten desselben durch das Druckrohr e zu verhindern, ist letzteres durch den eingeschalteten Hahn g abgesperrt. Ist die Vorrichtung vollständig mit Wasser gefüllt, so wird der weitere Zuflufs desselben abgesperrt und die Vorrichtung ist, sofern an den Stutzen η gefüllte Kohlensäureflaschen angebracht sind, zum sofortigen Gebrauch fertig. Soll nun die Vorrichtung wirken, so wird der Hahn 0 einer der Kohlensäureflaschen geöffnet und der eigenthümlich gestaltete Hahnwirbel j des Vierweghahnes Z aus der Stellung Fig. ia durch eine Drehung von 45 ° nach links in die Stellung Fig. ι gebracht, wodurch die flüssige Kohlensäure in Stand gesetzt ist, nach Durchströmung des Stutzens n, Rohres m, Stutzens Z4 und des Stutzens Z2 in die Hälfte B des Behälters gelangen, sich auszudehnen und das Wasser hinauszudrängen. Gleichzeitig mit der Drehung des Hahnes j wurde auch der Hahn g der Druckleitung e geöffnet, wodurch das Wasser in Stand gesetzt ist, durch den Stutzen dl in
den Ventilkasten c zu gelangen, das Ventil k3 zu öffnen, die Ventile A:2 und &4 geschlossen zu halten und durch das Druckrohr e im kräftigen Strahl auszuströmen.
,Ist die Hälfte B des Behälters entleert, welcher Zeitpunkt am Wasserstandsglas s1 zu ersehen ist, so dreht man den Hahnj des Vierweghahnes / um 90 ° nach rechts in die Stellung der Fig. 2, wobei er gleichzeitig für Wasserzilflufs durch das Rohr h sorgt. Die Füllung der Hälfte B und die Entleerung der Hälfte A geht nun gleichzeitig auf folgende Weise vor sich: Die Kohlensäure strömt aus ihren Behältern auf demselben Wege in den Vierweghähn und gelangt aus diesem durch ,den Stutzen Is in die Hälfte A des Behälters und treibt das Wasser durch den Stutzen d in den Ventilkasten c, öffnet das Ventil &'2, hält die Ventile k1 und k2 geschlossen und entweicht durch das Druckrohr e. Das zufüefsende Wasser dagegen strömt aus dem Rohr h nach Durchströmung des Dreiweghahnes i in den Ventilkasten c, öffnet das Ventil /c* und gelangt durch den Stutzen dl in die Hälfte B des Behälters, die es allmählich anfüllt, wobei die in derselben enthaltene luftförmige Kohlensäure durch die Stutzen P und Z1 ausgetrieben wird.
Die Ventile kl und k3 bleiben aber trotz des in den Ventilkasten eindringenden Wassers infolge des Ueberdruckes des ausströmenden Wassers geschlossen. Ist der Behälter B gefüllt, was durch das Wasserstandsglas r beobachtet werden kann, so wird der Wasserzuflufs, wenn der Behälter A nicht schon entleert sein sollte, abgesperrt, im anderen Falle dagegen der Hahn j aus der Stellung Fig. 2 in die Stellung Fig. 1 gebracht, wodurch der ganze oben beschriebene Vorgang in entgegengesetzter Richtung vor sich geht.
Um nun ein falsches Stellen des Hahnes zu vermeiden, kann der Handgriff desselben mit einem Zeiger ausgestattet sein, der auf einem Kreissegment spielt, welches mit drei Zeichen versehen ist. Steht der Zeiger auf dem linken Zeichen, so wird die linke Hälfte A des Behälters entleert, steht er dagegen auf dem rechten Zeichen, so wird die rechte Seite B entleert, A dagegen gefüllt. Steht dagegen der Zeiger auf dem mittleren Zeichen, so ist die Vorrichtung in Ruhe. Ertönt also während des Betriebes das Signal zum Einstellen der Vorrichtung, so dreht der Maschinist nur den Handgriff so, dafs der Zeiger auf das mittlere Zeichen zeigt, wodurch sofort der Druck auf das Wasser aufhört.. Soll nun die Vorrichtung z. B. beim Einrücken in das Depot geschlossen werden, so wird das Ventil k um i8o° und der Dreiweghahn i um 90 ° nach abwärts gedreht und der Hahn g geschlossen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Ununterbrochen wirkender Feuerlöscher, gekennzeichnet durch einen mittelst einer Scheidewand (b) in zwei gleiche Hälften (A und B) getheilten Wasserbehälter (a), an welchem Ventile (k und I) derart angebracht und mit den in den Hälften (A B) angeordneten Kohlensäurebehältern, sowie mit den Ein- und Austrittsrohren (h und e) derart verbunden sind, dafs stets die eine Hälfte des Behälters in Wirksamkeit ist, während die andere gefüllt wird.
2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Feuerlöscher ein Ventilgehäuse (c), in welchem sich ein drehbarer Ventilkörper (k) befindet, dessen vier sternartig angeordnete Wände eben so viele Kammern bilden, wobei in jeder derartigen Wand je eine Ventilklappe (kl k2 k3 A4J zu dem Zweck angeordnet ist, um den Eintritt des durch das Rohr h und den Dreiweghahn i einströmenden Wassers durch zwei dieser Klappen (k1 oder k4) und durch die Stutzen d oder dl in eine der beiden, Hälften (A oder B) des Behälters oder den Austritt des Wassers aus demselben durch die Stutzen d und d1 und die Klappen k2 oder ks und durch den Austrittsstutzen e nach Durchströmung des Absperrventils g und des Windkessels f zu gestatten.
3. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Feuerlöscher ein Vierweghahn (I) durch dessen Küken (j) zwei oder drei Stutzen mit einander in Verbindung gebracht werden können, von welchen ~einer (ll) ins Freie, zwei (P /3; zu je einer Hälfte (A. oder B) des Behälters und der letzte (I*) zu den an Stutzen (n) eines Rohres (m) angebrachten Kohlensäureflaschen führen, zum Zweck, je nach der Stellung des Hahnkükens (j) beide Behälterhälften mit der freien Luft oder eine Hälfte mit den Kohlensäureflaschen, die andere dagegen mit der freien Luft zu verbinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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