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Die Erfindung betrifft eine Laufbildau.fnahmekamera, bei der die Filmspulen
mib zur optischen Achse parallelen Drehachsen auf beiden Seiten der Aufnahmeoptik
angeordnet sind:, so. daß diese Laufbildaufnahmekamera für den Gebrauch in Abkehr
von dem üblichen: Gehäusehochformat ein Querformat aufweist.
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Wie Fig. z der Zeichnung in der Ansicht der geöffneten Rückseite einer
solchen Kamera veranschaulicht, ist es dabei bekannt, den Film; z von der Abwickelspule
2 zur Bildbahn unter der diese abdeckenden B.ildbahntür 3 hindurch und von da zur
Aufwickelspule 4 unter Bildung von Filrnsichlei-,fen 5 und 6 zu führen, die zufolge
ihreir Elastizität besondere Vor- und Nachwickelelemente ersetzen. Die Schleifen
ergeben sich. :dadurch, daß der Film aus seiner hochkantigen, also zur Bildbahn
senkrechten Stellung in den Filmspulen z und 4 auf seinem Weg über die Bildbahn
hinweg um 9o° in deren Ebene um- und daraus wieder zurückgewendet werden muß.
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Bei der bekannten Anordnung ist dazu der Film der natürlichen Krümmung
folgend verwunden, die er auf Grund des Aufwickelns auf den Spulen hat. E.r verläuft
dann beispielsweise von der Oberseite .der Abwickelspule 2 über die Schleife 5 zur
oberen Mündung der Bildbahn und ihrer Tür 3 und, weiter von deren Unterende über
die Schleife 6 zur Unterseite der Aufwickelspule 4. Um jedoch ein Knicken des Films
zu vermeiden, muß für die Schleifen ausreichend Platz vorhanden sein, was die Höhenausdehnung
der Kamera ungünstig beeinflu;ßt. Dem hilft eine gegenseitige Versetzung der Filmspulen,
wie gezeichnet, nur- ungenügend ab,. Ferner hat bei der zweakmäßigenAnordnung einer
losen, d. h. nicht eigens angetriebenen Abwickelspule 2 der Film das Bestreben,
sich unter Vergrößern der oberen Schleife 5 abzuspulen. Das ergibt eine starke,
Reibung der Schleife im geschlossenen Kameragehäuse, die den. Transportgreifer belastet..
Weiterhin erhöht sich bei der bekannten Einrichtung die Reibung und damit der Kraftbedarf
für den Filmtransport in ungünstiger Weise dadurch, daß der zwischen den beiden
Spulen befindliche Filmteil, der in sich um insgesamt rSo° verwundere ist, wegen
seiner auch in der Querrichtung nach der Schichtseite hin etwas gekrümmten Fürm
aus der Bildbahnebene herausspringen will und in diese durch, die Filmtüre zurückgezwungen
werden muß.
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Diese Übelstände werden durch die Erfindung dadurch behoben, daß unter
Berücksichtigung des Drehsinns der Aufwickelspule die Filmteile zur Schleifenbildung
entgegen der durch den Wickelsinn des Films auf den Filmspulen gegebenen Krümmung
verwunden sind.
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Es ergibt sich eine Filmführung, wie sie in, Fig. 2 der Zeichnung
beispielsweise veranschaulicht ist. Der Film z läuft von der der Bildbahn zugekehrten
Seite der AbwickeIspule 2 zur oberen Mündung der Bildbahn und ihrer Tür 3 und weiter
aus ihrer unteren Mündung heraus zur anliegenden Seite .der Aufwickelspule 4, die.mit
entsprechendem Drehsinn, im vorliegenden Fall im Uhrzei@gersinn, angetrieben wird
und dazu mit dem in die Bildbahn eintretenden. Filmtransportgreifer in bekannter
Weise in nachgiebiger Getriebeverbindung (Friktion) steht. Die Filmschleifen 7 und
8 entstehen dadurch, daß der mit der Schichtseite auf .der Bildbahn ruhende Filmteil
Oben und unten an dieser je entgegen seiner natürlichen Krümmung umgelegt ist und
ohne besondere Vor- und Nachwickelelemente seitlich der Bildbahn in die Spulen hereinführt.
Diese Filmschleifen 7 und 8 beanspruchen in Richtung .der Höhenausdehnung der Kamera
wenig Platz. Sie fügen sich, selbst bei einer lose .drehbaren A'bwickelspule 2,
unter der Krümmungsengenspannung zwanglos in den zur Verfügung stehenden Kameraraum
ein. Ihr Bestreben, den vor dem Bildfenster befindlichen Filmteil auf die Bildbahn
zu drücken, fördert die Planhaltung des Films an, dieser Stelle. Es kommt auch der
mit Rücksicht auf, die Aufnahme-Optik günstigen Anordnung entgegen, daß Bildfenster
in das Kamerainnere möglichst zu versenken, z. B. in der Ebene der innenliegenden
Spulenflansche anzuordnen, und nicht etwa in .die Spulenmittelebene oder noch mehr
herauszuverlegen, wozu die vorgeschilderte bekannte Schleifenb,ildung zwingt.