DE896269C - Vorrichtung zur Messung von Messgroessen mittels Kompensation - Google Patents

Vorrichtung zur Messung von Messgroessen mittels Kompensation

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DE896269C
DE896269C DEB6753D DEB0006753D DE896269C DE 896269 C DE896269 C DE 896269C DE B6753 D DEB6753 D DE B6753D DE B0006753 D DEB0006753 D DE B0006753D DE 896269 C DE896269 C DE 896269C
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DEB6753D
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Erich Dipl-Ing Weis
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BASF SE
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BASF SE
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L1/00Measuring force or stress, in general
    • G01L1/08Measuring force or stress, in general by the use of counterbalancing forces
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L9/00Measuring steady of quasi-steady pressure of fluid or fluent solid material by electric or magnetic pressure-sensitive elements; Transmitting or indicating the displacement of mechanical pressure-sensitive elements, used to measure the steady or quasi-steady pressure of a fluid or fluent solid material, by electric or magnetic means
    • G01L9/0091Transmitting or indicating the displacement of liquid mediums by electrical, electromechanical, magnetic or electromagnetic means
    • G01L9/0094Transmitting or indicating the displacement of liquid mediums by electrical, electromechanical, magnetic or electromagnetic means using variations in inductance
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R17/00Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge
    • G01R17/02Arrangements in which the value to be measured is automatically compared with a reference value
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    • G01R17/08Automatic balancing arrangements in which a force or torque representing the measured value is balanced by a force or torque representing the reference value

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Description

  • Badische Anilin- & Soda-Fabrik Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein Vorrichtungen zur Messung von Meßgrößen mittels Kompensation, bei denen die Einregelung der kompensierenden Meßgröße z. B. mittels eines Elektromotors vorgenommen wird, sind allgemein bekannt. Sehr häufig verwendet man hierzu einfache Kontaktanordnungen, die z. B. einen Reversiermotor vorwärts und rückwärts steuern. Hierbei ist aber neben vielen anderen Unvollkommenheiten besonders die Massenträgheit des Motorankers sehr von Nachteil, da bei jedem Steuervorgang die Masse des Rotors stets aufs neue beschleunigt bzw. abgebremst werden muß.
  • Um diesem Übelstand abzuhelfen, sind Vorrichtungen entwickelt worden, die eine Regelung des Steuermotors aus der Bewegung heraus anstreben. In diesem Falle läßt man z. B. die beiden Sonnenräder eines Planetengetriebes von je einem Motor in entgegengesetzter Richtung antreiben. Laufen beide Motoren gleich schnell, so ist die zum Antrieb der Steuervorrichtung benutzte Hauptachse des Planetengetriebes in Ruhe. Erhöht oder erniedrigt man aber die Drehzahl eines der beiden Motoren z. B. durch Beeinflussung der Motorspannung bzw. des Stromes, so wird die Hauptachse in Bewegung gesetzt. Ganz abgesehen davon, daß ein derartiges Zweimotorengetriebe stets zwei Motoren benötigt, hat diese Vorrichtung den Nachteil, daß entweder die Verstellung infolge Anwendung von Kontakten stufenweise erfolgt oder aber zur kontinuierlichen Verstellung des Motorstromes Kräfte notwendig sind, die von kompensierenden Meßwerken nur selten aufgebracht werden können.
  • Alle diese Nachteile vermeidet die vorliegende Erfindung dadurch, daß zur Einsteuerung der kompensierenden Meßgröße ein Differentialgetriebe (Planeten- radgetriebe) dient, das im Gegensatz zur vorbeschriebenen Anordnung nur einen Antriebsmotor besitzt. Die neue Anordnung und ihre Wirkungsweise ist in Abb. I im Prinzip dargestellt. Eine Kraft P soll mittels einer Kompensationsvorrichtung gemessen werden. Als vergleichendes Meßwerk dient ein Waagebalken I. Die Gegenkraft wird mittels einer Kette 2 erzeugt, die an dem Gewicht 3 befestigt ist. Zum Heben und Senken dieses Gewichtes 3 ist an der Hauptachse 4 des Planetengetriebes ein Schnurrad 5 angebracht. Der Motor 6 treibt über die Zahnräder 7 und 8 das Sonnenrad g an. Über das Planetenrad 10 überträgt sich diese Bewegung auf das Sonnenrad ir und von hier über die Zahnräder 12 und I3 auf das Bremsrad 14. Der Bremsbacken 15 führt über den Stift I6 zum vergleichenden Meßwerk zurück und schließt so den Regelkreis. Läßt man an dem einen Ende der Steuerwaage eine Kraft P z. B. durch Auflegen eines Gewichtes auf den Teller I7 angreifen, so löst sich zunächst der Bremsbacken 15 vom Bremsrad I4, und das Gewicht 3 sinkt nach unten. Hierdurch verlagert sich das Gewicht der Kette 2 und erzeugt eine Gegenkraft, die an dem steuernden Meßwerk 1 angreift. Schließlich wird diese Gegenkraft gleich groß wie die zu messende Kraft P und hierdurch wird der Bremsbacken 15 an das Bremsrad I4 angelegt. Durch Abbremsen des Rades 14 wird das weitere Absinken des Gewichtes 3 verhindert, und es stellt sich ein Gleichgewichtszustand ein, indem das Bremsrad gerade mit einer solchen Geschwindigkeit läuft, daß beide Sonnenräder gleich schnell laufen und somit das Gewicht 3 in der Schwebe gehalten wird. Ein an dem Gewicht 3 angebrachter Zeiger I8 zeigt dann auf der Skala 19 den entsprechenden Wert der Kraft P an.
  • Durch diese Vorrichtung ist es möglich, eine sehr rasche und bei Anwendung geeigneter Dämpfungsmittel aperiodisch verlaufende Einstellung der Kompensationsvorrichtung zu erreichen. Die hier im Prinzip dargestellte Vorrichtung kann für beliebige andere Kompensationsvorrichtungen benutzt werden.
  • So kann z. B. als steuerndes Meßwerk eine Membran, eine Bourdonfeder, ein Magnet od. dgl. verwendet werden. Kennzeichnend ist lediglich die Anwendung eines Differentialgetriebes als Steuergetriebe, dessen drei Achsen so verwendet werden, daß eine Achse von einem Motor angetrieben wird, eine Achse mit einer von einem vergleichenden Meßwerk betätigten Bremsvorrichtung versehen ist und die dritte mit einem Kraftspeicher oder einer anderen Energiequelle verbundene Achse zur Einregelung der kompensierenden Meßgröße dient. Dabei ist die Verwendung der einzelnen Achsen beliebig austauschbar, so daß z. B. der Motor auch die Hauptachse antreiben kann, während das eine Sonnenrad mit einer Bremse und das andere Sonnenrad mit einem Kraftspeicher versehen wird. An Stelle des Gewichtes kann selbstverständlich auch eine Feder oder ein elektrisch erzeugtes Drehmoment Verwendung finden.
  • Die Weiterentwicklung dieses Erfindungsgedankens führte zu der in Abb. 2 dargestellten Kompensationsvorrichtung zur Messung elektromotorischer Kräfte mittels lichtelektrisch gesteuertem Differentialgetriebe.
  • In dieser Ausführungsform konnte die in der Meßtechnik immer wieder auftretende Aufgabe gelöst werden. Eine Schreibtrommel streng proportional einer elektrischen Spannung anzutreiben, so daß die Abszisse des Diagramms unmittelbar in Spannung einheiten geeicht werden kann. Das Steuergetriebe mit Motor und Kraftspeicher ist in gleicher Weise wie in Abb. I aufgebaut. Der Motor 6 treibt mittels der Schnecke 7 das Schneckenrad8 und somit das Sonnenrad 9. Dieses treibt über die Planetenräder 10 das Sonnenrad II an, und dessen Bewegung wird über die Zahnräder I2, I3 und I5 auf die Bremstrommel 14 weitergeleitet. Die Bremse aber ist im vorliegenden Falle als Wirbelstrombremse ausgeführt. Die Eisentrommel 14 dreht sich im Felde des Elektromagneten I6, das durch die Feldspule 17 erzeugt wird. Wie früher ist die Hauptachse 4 des Differentialgetriebes mit einem Schnurrad 5 verstehen, an dem mittels einer Schnur das. Gewicht 3 angreift. Gleichzeitig wird durch den Schnurtrieb über die Seilscheibe 20 die SchreibtrommelIg angetrieben. Zur Erzeugung der kompensierenden Gegenspannung el wird stellungsabhängig von Gewicht 3, also auch von Trommel I9, ein Eisenkern 2 bewegt, der in der Sekundärspule 21 eines Differentialtransformators eine Wechselspannung induziert, deren Größe streng zugeordnet ist dem Drehwinkel der Trommel, also der Abszisse. Diese Wechselspannung erzeugt über den Gleichrichter 22 einen Gleichstrom, der an dem Widerstand 23 die kompensierende Gleichspannung el erzeugt. Der Regelvorgang vollzieht sich nun folgendermaßen: Wenn die zu messende Spannunge, an den Steuerstromkreis (Regelspanne) 24 angelegt wird, fließt zunächst ein Strom i durch die Drehspule I, der eine Hineinbewegung der Steuerfahne 25 in den auf die Zelle 26 von der Lichtquelle 27 über die Linse 28 fallenden Lichtstrom veranlaßt. Hierdurch entsteht ein Halbwellenanodenstrom, der die Feldspule 17 durchfließt und dessen Wechselstromkomponente mittels des Kondensators 29 von der Feldspule ferngehalten wird.
  • Das entstehende Magnetfeld übt auf die Bremstrommel 14 ein Drehmoment aus, das so stark ist, daß das Gewicht 3 (z. B. 0,5 bis 1 kg) hochgehoben wird.
  • Hierdurch bewegt sich einerseits die SchreibtrommelIg, andererseits wird der Ferngeber 2 angehoben und erzeugt eine kompensierende EMK el, welche der zu messenden EMK e, entgegengeschaltet ist. Bei fortlaufend steigendem es wird schließlich der Punkt erreicht, wo el gleich em ist. In diesem Moment ist das auf die Drehspule einwirkende Moment gleich Null, der Kompensationsvorgang ist beendet. Im praktischen Betrieb wächst infolge der Massenträgheit der bewegten Teile el über den Wert von e, hinaus, wodurch die Steuerfahne 25 aus dem Lichtstrahl sich wieder herausbewegt und die auf die Bremstrommel 14 wirkende Kraft wieder verkleinert wird. Das Gewicht 3 beginnt zu sinken und el nimmt wieder ab.
  • Bei der Auswahl geeigneter Dämpfungsmittel vollzieht sich trotz großer Steuergeschwindigkeit dieser Vorgang fast aperiodisch. Allerdings lag es im Interesse der Einstellgeschwindigkeit, diese Dämpfung nicht zu stark zu wählen. Aus diesem Grunde wurde die aus dem Flügel 3I und dem Öltrog 30 bestehende Ölbremse erfindungsgemäß durch eine elektrische Sta- die auf dem verlängerten Schenkel 33 des Natur-Die beschriebene Kompensationsvorrichtung dient magneten 35 auf und ab gleitet. Parallel zu diesem in erster Linie zum Antrieb von Großanzeigegeräten Schenkel 33 verläuft der Schenkel 34. Die Enden der und zum Antrieb von Schreibtrommeln. In letzterem Spule 32 sind derart in den Steuerkreis 24 eingeschaltet, Falle kann die Abszisse des Diagramms unmittelbar in daß z. B. beim Abwärtsgleiten der Spule 32 die indu- elektrischen Einheiten bzw. in Einheiten der elektrisch zierte Spannung e2 die Steuerfahne weiter in den gemessenen Größe z. B. der Temperatur geeicht Lichtstrahl hineinbewegt, wodurch der Bremsstrom werden. Hierdurch ist es möglich, beliebige Meßvergrößert und so die Sinkgeschwindigkeit vermindert größen unmittelbar in Abhängigkeit von der Temperawird. Die induzierte Spannung e2 der Spule 32 ist tur aufzuzeichnen. So kann man z. B. diese Vorrichproportional der Verstellgeschwindigkeit der Schreib- tung zur selbsttätigen Aufzeichnung von Siedekurven trommel e2=f (ds/dt). Daher ist im Ruhezustand des und Dampfdruckkurven verwenden. Läßt man auch die Schreibfeder 18, d. h. die Ordinate des Diagramms Systems stets wieder die strenge Einhaltung der Be- durch ein solches Kompensationsgetriebe steuern, so dingung ex = e1 gewährleistet, da im Ruhezustand ds/dt = o und somit e2 ebenfalls gleich Null ist. kann man beliebige, elektrisch gemessene Größen zueinander in Beziehung bringen und ihre Funktion als Diagramm aufzeichnen lassen.
  • Für die Stabilität des Einschwingvorganges ist es ferner gemäß der Erfindung von Vorteil, wenn bereits von der zu messenden elektromotorischen Kraft e, eine zusätzliche EMK e3 in den Steuerstromkreis 24 eingeleitet wird, die proportional der Änderungsgeschwindigkeit von e, ist. In Abb. 3 sei dies an einem einfachen Beispiel dargestellt. Die in Abb. 2 gesteuerte Schreibtrommel 19 soll mittels Fernsteuerung so beeinflußt werden, daß ihre Stellung genau zugeordnet sei der Stellung irgendeiner in Abb. 3 gezeigten Achse 36. Zu diesem Zweck wird der Weg x eines mit der Achse 36 verbundenen Zugseiles 37 über den Hebel 38 auf den Eisenkern 39 eines Differentialtransformators übertragen. Dessen Sekundärspannung wird über den Gleichrichter 40 als Steuerspannung ex dem Steuerkreis 24 in üblicher Weise zugeführt. In gleicher Weise wie auf der Empfängerseite die Spannung e2, so wird nun auch auf der Geberseite mittels der Spule 41 und des Magneten 42 eine Spannung e3 erzeugt, die proportional der Änderungsgeschwindigkeit der Achse 36 und somit von e, ist. Diese Spannung e3 = f (ddt) wird in sinngemäßer Weise ebenfalls in den Steuerkreis 24 eingeschaltet. Hierdurch wird erreicht, das je nach der Geschwindigkeit, mit der die Achse 36 sich auf neue Werte einstellt, auch bereits der Empfänger entsprechend vorgesteuert wird und mit gleicher Geschwindigkeit dem Geber nachläuft.
  • Auch für die Spannung e3 gilt ebenso wie für e2 die Bedingung, daß im Ruhezustand e3 gleich Null ist PATENTANSPPUCIIE : I. Vorrichtung zur Messung von Meßgrößen mittels Kompensation, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einsteuerung der kompensierenden Meßgröße ein Differentialgetriebe dient, von dessen drei Achsen eine von einem Motor angetrieben wird, eine weitere mit einer von dem vergleichenden Meßwerk gesteuerten Bremsvorrichtung versehen ist und die dritte mit einem Kraftspeicher oder einer anderen Energiequelle verbunden ist und zur Einregelung der kompensierenden Meßgröße dient.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die vom vergleichenden Meßwerk gesteuerte Bremsvorrichtung elektrisch mittels eines lichtelektrisch gesteuerten Stromes betätigt wird.
    3. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Stabilisierung des Regelvorganges eine der Änderungsgeschwindigkeit der kompensierenden Meßgröße proportionale Spannung in den Steuerstromkreis (Regelspanne) eingeleitet wird.
    4. Vorrichtung nach Anspruch I, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erreichung besseren Gleichlaufes bei Verwendung als Fernanzeige von Geber und Empfänger in den Steuerstromkreis eine zusätzliche EMK eingeleitet wird, die proportional der Änderungsgeschwindigkeit der zu messenden Größe ist.
DEB6753D 1942-12-05 1942-12-05 Vorrichtung zur Messung von Messgroessen mittels Kompensation Expired DE896269C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1120168B (de) * 1953-07-31 1961-12-21 Siemens Ag Anordnung zur UEberwachung von Fluessigkeitsstaenden, vorzugsweise von solchen mit um Meter veraenderlichem Sollstand

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1120168B (de) * 1953-07-31 1961-12-21 Siemens Ag Anordnung zur UEberwachung von Fluessigkeitsstaenden, vorzugsweise von solchen mit um Meter veraenderlichem Sollstand

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