DE896239C - Verfahren zum elektro-induktiven Oberflaechenhaerten von zylindrischen Voll- und Hohlkoerpern - Google Patents

Verfahren zum elektro-induktiven Oberflaechenhaerten von zylindrischen Voll- und Hohlkoerpern

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DE896239C
DE896239C DED1066D DED0001066D DE896239C DE 896239 C DE896239 C DE 896239C DE D1066 D DED1066 D DE D1066D DE D0001066 D DED0001066 D DE D0001066D DE 896239 C DE896239 C DE 896239C
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DE
Germany
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workpiece
hollow bodies
heating
surface hardening
cylindrical solid
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Expired
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DED1066D
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English (en)
Inventor
Hermann Kuhlbars
Gerhard Dr-Ing Seulen
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Deutsche Edelstahlwerke AG
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/06Surface hardening
    • C21D1/09Surface hardening by direct application of electrical or wave energy; by particle radiation
    • C21D1/10Surface hardening by direct application of electrical or wave energy; by particle radiation by electric induction
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

  • Verfahren zum elektroinduktiven Oberflächenhärten von zylindrischen Voll- und Hohlkörpern Die Erfindung betrifft das elektroinduktive Oberflächenhärten von zylindrischen Voll- und Hohlkörpern. Für das elektroinduktive Erhitzen kann entweder eine Spule benutzt werden, die das Werkstück umschließt oder eine Heizleiterschleife, die sich über der Werkstückoberfläche schließt. Diese beiden Induktorarten können auch bei dem Erwärmen zylindrischer Voll- und Hohlkörper benutzt werden. Aus naheliegenden Gründen ist zum Oberflächenerhitzen solcher zylindrischer Körper meist eine Spule verwendet worden, je-nach den Verhältnissen ein- oder mehrwindig ausgebildet. Wenn es sich um besonders langgestreckte Härtestellen an der Oberfläche handelte, so wurde gleichzeitig das Werkstück axial fortschreitend durch den Induktor hindurchbewegt. Leiterschleifen sind bisher bei zylindrischen Körpern praktisch nur bei großen Abmessungen verwendet worden, wobei das Werkstück während des Erhitzungsvorganges um seine Achse umläuft. Es wurde für zweckmäßig gehalten, dieses Umlaufverfahren anzuwenden, weil es mit einer umfassenden Spule bei großen Abmessungen Schwierigkeiten bereitet, die erforderliche Energie auf das Werkstück zu übertragen, so daß mit sehr großen Leistungen gearbeitet werden müßte. Abgesehen von einer Anwendung für große Werkstückabmessungen hat sich das Oberflächenerhitzen mittels umfassender Spulen durchaus bewährt. Elektrotechnisch kann allen vorkommenden Bedingungen entsprochen werden, und für die Anordnung bzw. Bewegung des Werkstückes sind nur mechanisch einfache Hilfsmittel erforderlich.
  • Es ergibt sich indes ein Nachteil, nämlich der, daß es nicht mehr möglich ist, bei einer bestimmten Frequenz Werkstücke, deren Durchmesser ein bestimmtes Maß unterschreitet, oder bei Hohlkörpern, deren Wandstärke geringer ist als bestimmte Mindestwerte, die Aufheizwirkung auf die Oberfläche zu beschränken. Es tritt vielmehr ein Erwärmen ein, das den gesamten Querschnitt erfaßt, und in kürzester Zeit ist das Werkstück bis in den Kern hinein auf hohe Temperatur gebracht. Diese Feststellung steht zunächst anscheinend in einem gewissen Widerspruch zu der bekannten Tatsache, daß ein durchgehendes Erhitzen von Werkstücken auf elektroinduktivem Wege an gewisse Mindestabmessungen gebunden ist, wenn mit einem noch tragbaren Wirkungsgrad gearbeitet werden soll. Die Feststellung steht auch im Widerspruch zu der bekannten Tatsache, daß sonst im allgemeinen zu jeder Frequenz eine bestimmte Tiefe gehört, auf der die Erwärmung Platz greift und die nicht überschritten werden kann, es sei denn; daß unverhältnismäßig lange Aufheizzeiten, während welcher ein Wärmefluß eintreten kann, angewendet werden. Dieses Mittel ist an sich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit untragbar und führt außerdem leicht zu Verbrennungen der Oberfläche, die gerade beim Oberflächenhärten ängstlich vermieden werden müssen. Aus diesen sich zum Teil anscheinend widersprechenden Erfahrungstatsachen ergibt sich die Regel, daß, je geringer die Frequenz ist, um so größer der Durchmesser des Werkstückes sein muß, wenn wirksam verhindert werden soll, daß die Wärmewirkung zu tief in das Werkstück eindringt und damit zu große Härtetiefen erreicht werden. Bekanntlich ist es aber unbequem, höhere Frequenzen anzuwenden, was immer dann der Fall sein müßte, wenn Werkstücke geringer Durchmesser bzw. geringer Wandstärken behandelt werden sollen. Zudem ist es bei vorhandenen Erzeugeranlagen, die der Behandlung der verschiedensten Werkstücke dienen sollen, gar nicht möglich, die Frequenz in so weiten Grenzen abzuwandeln, daß auch Werkstücke geringen Durchmessers behandelt werden können: Bei einer Anlage, die mit einer Frequenz von 2ooo Hz arbeitet, ist es beispielsweise nicht möglich, an zylindrischen Werkstücken mit einem Durchmesser von weniger als 32 mm oder bei Hohlkörpern mit einer Wandstärke von weniger als 16 mm, entsprechend etwa dem halben Durchmesser, ein Erwärmen und damit ein Härten durchzuführen, das auf Oberflächenschichten beschränkt bleibt.
  • Für die Verhältnisse bei Werkstücken geringer Abmessungen sind nach den Erkenntnissen des Erfinders offenbar zwei Gründe maßgend: i. werden anscheinend die Anziehungskräfte zwischen den induzierten Strömen im Werkstück und den induzierenden Strömen im Heizleiter teilweise aufgehoben. Sie heben sich wahrscheinlich deshalb auf, weil der sich schließende Stromkreis im Werkstück einen so geringen Durchmesser aufweist, daß jeder Punkt dieses Stromkreises in Wechselwirkung tritt zu dem diametral ihm gegenüberliegenden Punkt des gleichen Kreises, in welchem umgekehrte - Stromrichtung herrscht. Die hier auf den Durchmesser wirkenden Anziehungskräfte sind offenbar größer als die Anziehungskräfte zwischen dem induzierten Stromkreis an sich und dem induzierenden Stromkreis. Der induzierte Strom wird auf diese Weise nicht, wie sonst üblich, an die Werkstückoberfläche gedrängt, sondern gegen die Mitte gezogen, 2. ist aber außerdem offenbar bei den geringen Werkstückabmessungen nicht genügend Masse für eine Wärmeableitung vorhanden. Das bedeutet, daß im Verhältnis weit mehr Werkstoff auf Abschrecktemperatur gebracht wird, als dies sonst der Fall ist, denn es besteht zum Kern hin nicht genügend Raum für einen hinreichenden Temperaturabfall. Da die Art der Temperaturverteilung im Werkstück an die im einzelnen Fall an sich festliegenden Abmessungen gebunden ist, könnten die bestehenden Schwierigkeiten nur durch elektrotechnische Maßnahmen beseitigt werden. Da es sich aber auch hier um Wechselwirkungen handelt, die durch die im Einzelfall vorliegenden Betriebsgrößen bestimmt sind, ist auch dieser Weg nicht gangbar.
  • Überraschenderweise hat sich nun gezeigt, daß die Anwendung eines Mittels, das bisher bei der Behandlung von zylindrischen Körpern nur für große Abmessungen für zweckmäßig gehalten wurde, die Lösung der gestellten Aufgabe gestattet. Sie besteht in der Anwendung der an sich bekannten Leiterschleife im Umlaufverfahren. Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, zum elektroinduktiven Oberflächenhärten von zylindrischen Voll- und Hohlkörpern geringen Durchmessers bzw. geringer Wandstärke mit einer an sich bekannten Heizleiterschleife im Umlaufverfahren zu erwärmen. Hierbei muß planmäßig die Heizleiterschleife jeweils eingesetzt werden, wenn der Durchmesser des zu behandelnden Werkstückabschnittes in Millimetern kleiner ist als der Wert bzw. die Wandstärke eines Hohlzylinders kleiner ist als (wobei f die angewendete Frequenz bedeutet) die Hälfte des Wertes. Liegt z. B. eine Frequenz von io ooo Hz vor, so muß mit der Heizleiterschleife gearbeitet werden, wenn die Werkstücke weniger als 15 mm Durchmesser bzw. weniger als 7,5 mm Wandstärke aufweisen. Sinngemäß wird zu höheren Frequenzbereichen fortschreitend die Leiterschleife erst einzusetzen sein, wenn die Werkstücke entsprechend geringere Abmessungen aufweisen; bei niedrigeren Frequenzen muß die Umstellung auf die Leiterschleife bereits bei vergleichsweise großen Werkstückabmessungen erfolgen.
  • Planmäßig angewendet können auf diese Weise zylindrische Werkstücke selbst geringsten Durchmessers bzw. geringster Wandstärke sicher auf eine oberflächlich beschränkte Härtetemperatur gebracht werden. Es muß lediglich dafür gesorgt werden, daß das Werkstück mit hinreichender Geschwindigkeit um seine Achse umläuft. Welche Geschwindigkeiten im Verhältnis zur angewendeten Frequenz einzuhalten sind, ergibt sich durch -wenige Stichversuche. Besitzt der zu härtende Werkstückabschnitt eine größere axiale Länge, als der Heizleiterschleife entspricht, so kann, wie dies an sich bekannt ist, das Werkstück außer der Umlaufbewegung auch noch eine Relativbewegung zum Induktor in axialer Richtung fortschreitend durchführen. Die Heizleiterschleife kann, wie ebenfalls an sich bereits vorgeschlagen, mit einem Magnetjoch aus geschichteten Eisenblechen versehen werden, um die Heizwirkung zu vergleichmäßigen.
  • Das Abschrecken zum Zwecke des Härtens erfolgt, nachdem der gesamte im Wirkbereich des Induktors liegende Werkstückabschnitt auf Temperatur gebracht ist. Wenn das Werkstück außer der Umlaufbewegung in Richtung der Achse eine Vorschubbewegung ausführt, wird die Abschreckeinrichtung zweckmäßigerweise unmittelbar hinter der Heizleiterschleife angebracht und das Abschrecken im fortschreitenden Verfahren vorgenommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum elektroinduktiven Oberflächenhärten von zylindrischen Voll- und Hohlkörpern geringen Durchmessers bzw. geringer Wandstärke, dadurch gekennzeichnet, daß das an sich bekannte Erhitzen im Umlaufverfahren unter Anwendung einer Heizleiterschleife eingesetzt wird, wenn der Werkstückdurchmesser in Millimetern kleiner ist als der Wert . bzw. die Wandstärke eines Hohlzylinders kleiner ist als der halbe Wert von-
DED1066D 1943-10-09 1943-10-09 Verfahren zum elektro-induktiven Oberflaechenhaerten von zylindrischen Voll- und Hohlkoerpern Expired DE896239C (de)

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