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Trommelerhitzer Apparate zur Milcherhitzung müssen nach der Benutzung
sorgfältig gereinigt und von allen Ansätzen und Ausfällungen der Milch befreit werden.
Hierbei sind die Apparate vollkommen auseinanderzunehmen, damit alle Stellen von
.diesen Maß= nahmen. getroffen werden. Diese Aufkabe läßt sich bei Plattenapparaten
außerordentlich einfach lösen. Bei Trommelerhitzern bestehen inf6dge der konstruktiven
Ausbildung insofern -einige Schwierigkeiten, als der äußere Heizmantel fest auf
dem Gestell angeordnet ist, die innere Trommel dagegen aus ,dem Heizmantel herausgeschraubt
werden muß. Der Zwischenraum zwischen Trommel u_ nd Heizmantel ist sehr eng, so
:daß sich die Trommel schlecht fassen läßt. Dazu kommt, daß :die Trommel im allgemeinen
,aus dünnem Blech besteht, welches beim Anstoßen leicht verbeult werden kann. Hierdurch
wird' eine Ungleichmäßigkeit der Milchschicht im Betrieb hervorgerufen, die zu Schädigungen
derselben führen kann, .abgesehen davon, daß die-Trommel, insbesondere bei einseitiger
Lagerung; nicht mehr gleichmäßig läuft.
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Es sind Trommelerhitzer bekanntgeworden, die diese Schwierigkeiten
vermeiden sollen.
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Bei einer Sonderbauart ist idie Außenwandung der Durchflußkammer für
.die zu erhitzende Flüssigkeit parallel zur Durchfllüßrichtung unterteilt. Die Teile
der Außenwandung sind um eine seitlich-Achse quer zur Du rchfiußrichtung schwenkbar.
Es ist aber mit erheblichen Schwierigkeiten verbünden, die beim Zusammenbau entstehende
Längsnaht. so abzudichten, Üaß Flüssigkeitsverluste nicht entstehen, insbesondere
dann, wenn auch die Außenwandung von einem Heiz- oder Kühlmedium durchflossen wird.
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Eine andere bekannte Bauart eines Spiralerhitzers. besitzt eine abnehmbare
Haube, welche etwa nur zwei Drittel der Gesamthöhe des Einsatzes
über
deckt. Nur das untere Drittel des Mantels ist heizbar, sitzt aber fest auf dem Gestell,
so daß auch bei dieser Ausführung der Einsatz zur Reinigung aus .dem Mantelgehoben
werden muß.
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Die Nachteile der üblichen Trommelerhitzerbauarten werden also von
keiner der bekannten Sonderbauarten vermieden, teilweise treten sogar neue hinzu.
Um alle Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen, wird. erfindungsgämäß vorgeschlagen,
auf dem Gestell eines doppelseitig beheizbaren Trommelerhitzers einen ungeteilten
Heizmantel anzuordnen, :der in der ganzen Höhe der Innentrommel abhebbar ist. Bei
der Reinigung wird .dieser dann wie eine Haube von der Trommel abgenommen, während
die Trommel auf der Trommelwelle sitzen bleibt und auf dieser gereinigt wird.
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Als besonders zweckmäßige Ausführung eines Trommelerhitzers gemäß
;dieser Erfindung wird weiter vorgeschlagen, die Haube mittels eines Armes über
ein Gelenk mit dem Gestell zu verbinden, so daß der Heizmantel nicht abgehoben,
sondern aufgeklappt wird. Der Trommel ist bei dieser Ausführung eine eichelförmige
und oben spitz zulaufende Gestalt zu geben.
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Eine zweckmäßige Ausgestaltung erfährt der Trommelerhitzer dadurch,
daß in .der Trommelwelle eine Dampfzuführungsleivtung und eine Kondensatrückleitung
zur Trommelbeheizung angeordnet werden. Besonders vorteilhaft ist es weiter, den
Dampf vom Bodendes Heizmantels bis zum Deckel durch ein besonderes Rohr zu leiten
und hier über einen oben mit einem Deckel verschlossenen Dampfkanal mit Durchtrittsb@dhrungen
in :den Heizmantel strömen zu lassen. In gleicher Weise kann um den Boden des Heizmantels
ein Dampfkanal angeordnet werden, von dem aus der Dampf durch Bohrungen den Boden
des Erhitzers beheizt.
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In oder Zeichnung ist ein Trommelerhitzer mit aufklappbarem Heizmantel
dargestellt. Das nur teilweise gezeichnete Gestell i trägt -oben in der Mitte .das
Lager für die Trommelantriebswelle 3, durch welches die mit Dampfzuleitungsrohr
3 und ringförmiger Kondensatrückleitung 4 versehene Trommelantriebswelle hindurchtritt.
Am äußeren Rand ist das Oberteil des Gestells mit einem oben offenen Dampfverteilungskanal
5 verseben, der durch einen Deckel 6 abgedeckt wird. Der Dampfverteilungskanal 5
:besitzt einen Dampfanschluß 7. Der Dampf kann von dem Dampfverteilungskanal 5 aus
durch. Bohrungen B in eine durch. ein dünnes Blech 9 abgedeckte Aussparung io eintreten.
An einer Stelle &s äußeren Randes ist außerdem ein Anschluß i i für die Kondensatrückleitung
vorgesehen. Aus der Aussparung io fließt das Kondensatdiesem Anschluß über die Bohrung
12 zu. Außerdem ist an dem Oberteil des Gestells noch ein Anschluß 13
für die zu erhitzende Flüssigkeit vorgesehen.
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Am Gestell i ist ein Arm 14 .mit einem Lager 15 angeordnet. Um dieses
Lager 15 ist der Heizmantel 16 mit Hilfe eines Armes 17 drehbar :angeordnet. Der
Heizmantel besteht aus einer kräftigen Außenwand 35, auf welcher die Isolierung
i8 aufgetragen ist und einer dünnen Innenwand i9. Oben ist ein Dampfiverteilungskanal-
2o angeordnet, der durch ein Rohr 2,1 über eine Bohrung 22 im Deckel 6 mit dem Dampfverteilungskanal5
des Gestells verbund'en ist: Der Dampfverteilungskanal 2o ist oben mit einem Deckel
23 verschlossen, -der nach Lösen der Mutter 24 leicht abgenommen werden kann, @so
daß die Dampfdurchtnittsbohrüngen 25 leicht zugänglich sind. Der Heizmantel 16 ist
in der Mitte oben mit der Austrittsöffnung 26 für die erhitzte Flüssigkeit versehen.
Dias Kondensat .aus dem Heizmantel fließt Übereine Bohrung 27 im Deckel 6 in den
Anschluß für die Kondensatrückleitung ii.
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Dlie Trommel 28 ist aus dünnem Blech hergestellt, um eine gute Wärmeübertragung
zu erzielen. Sie wind oben durch eine Kappe 29 verschlossen. Der Innenraum- der
Trommel 28 füllt sich über das Dampfzuleitungsrohr 3, das bis .in die Verschlußkappe
29 der Trommel hineinreicht, mit Dampf an. Das sich bei der Wärmeübertragung an
die zu erhitzende Flüssigkeit bildende Kondensat sammelt sich bei der schnellen
Drehung :der Trommel in ,der äußersten unteren Ecke, wo es durch Heber 30 in- einen
Aufsatz. 36 auf -der Trommelwelle eingeleitet wird. Von hier aus fließt es .durch
den Ringkanal 4 in der Trommelwelle .2 ab.
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Die Trommel hat eine eiehelförmnige, oben, spitz zulaufende Gestalt
und ist unten mit Flügeln 34 zur Förderung,der zu erhitzenden Flüssigkeit versehen.
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In -der Fuge zwischen dem Gestell und dem aufklappbaren Heizmantel
sind der Milchraum durch die Dichtung 34 die Dampfzuleitung durch die Dichtung 32
und die Kondensatrückleitung durch die Dichtung 33 abgedichtet.
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Die Zeichnung gibt den Trommelerhitzer nach dem Zusammenbau während
des Betriebes wieder. Der Dampf tritt durch den Anschluß 7 ein, wird über den Dampfiverteilungskanal
5 und die Durchtrittsbohrungen 8 unter den Boden 9 -des Flüssigkeitsraumes geleitet.
Ein anderer Teil strömt durch das Rohr 21 über den Dampfvertenlungskanal 2o und
die Durchtrittsöffnungen 2:5 in den Heizraum des Heizmantels 16. Das sich bildende
Kondensat wird über den Ans-chluß i i weggeleitet. Die zu erhitzende Flüssigkeit
tritt über den Anschluß 13 in den Raum unterhalb der Trommel ein und wird durch
den schmalen Zwischenraum zwischen der Innenwand 19 des Heizmantels 16 und der Trommelwand
28 zum Austritt 26 geleitet.
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Zur Reinigung werden die nicht dargestellten Schrauben gelöst, welche
den Heizmantel fest mit dem Gestell verbinden. Der Helizmantel wird dann um das
Lager 15 aufklappbar, worauf er außerordentlich leicht gesäubert werden kann. Die
benutzte Reinigungsflüssligkeit fließt durch .den Austritt 26 ab. Ebenso leicht
kann auch die auf der Trommelwelle verbliebene Trommel 28 gereinigt werden,
ohne daß sie irgendwelche Beschädigungen durch Anstoßen oder sonstwie erleiden kann.
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Die Zeichnung gibt eine besonders zweckmäßige Ausführung es Trommelerhitzers
nach vorliegender Erfindung wieder. Falls aus irgendwelchen
Gründen
die eichelförmige Trommel unerwünscht ist, dann kann :die Trommel auch die übliche
zylindrische Form besitzen. Der Heizmantel kann dann allerdings. nicht aufklappbar
eingerichtet werden, sondern wird bei der Reinigung von der auf der Trommelwelle
verbleibenden Trommel abgehoben. Auch diese Ausführung bringt schon erhebliche Vorteile
gegenüber den bekannten Ausführungen.