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Vorrichtung zum Sterilhalten der Milch in Saugfiaschen und des auf
diesen befestigten Saugers
Bekanntlich darf man künstlich ernährten Neugeborenen
nur eine sorgfältig sterilisierte Nahrung geben. Die Sterilisierung der Milchflaschen
und der Milch erfolgt auf verschiedene Weise, je nachdem ob natürliche oder kondensierte
Milch benutzt wird.
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Bei Benutzung natürlicher M ilch müssen die Milch und die Milchflasche
dadurch sterilisiert werden, daß die gefüllte und mit ihrem Sauger oder einem Gummi
stöpsel versehene Milchflasche in einen kochendes Wasser enthaltenfdten Behälter
getaucht wird.
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Bei Benutzung kondensierter Milch, welche in ihrer Büchse steril
geliefert wird, ist es ebenfalls erforderlich, dile Milchflasche, ihren Sauger und
ihren Stöpsel zu sterilisieren, indem man diese in kochendes Wasser stellt. Die
Milchration wird bierauf durch Eingießen von abgekochtem Wasser und kondensierter
Milch in die Milchflasche zubereitet.
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In beiden Fällen verstreicht stets eine gewisse Zeit zwischen der
Vorbereitung der Milchflasche und ihrer Verwendung, da man entweder mehrere Milchflaschen
gleichzeitig vorbereitet oder bei der Vorbereitung einer einzigen Milchflasche ihre
Abkühlung ab wartet oder sie auch mitnimmt, um sie dem Kind auf einem Spaziergang
zu geben.
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Während dieser Zeit besteht Gefahr, daß der Sauger verunreinigt wird,
und die Luft trägt in die Milch schädliche Keime, welche sich mit äußerster Schnelligkeit
in einem äußerst günstigen Zuchtmittel vermehren, da die Temperatur zwischen 50
und 300 C beträgt.
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Es ist daher sehr zweckmäßig, die Milchflaschen mit Vorrichtungen
zu versehen, welche nach ihrer Vorbereitung die in ihnen enthaltene Milch und ihren
Sauger dadurch steril halten, daß die gesamte Anordnung in einer dichten Hülle eingeschlossen
wird.
Hierfür sind seit langem bereits zahlreiche Systeme vorgeschlagen worden; die meisten
bestehen aus einer Kappe, welche den Sauger überdeckt, mit der Milchflasche im Eingriff
steht und sich so gegen sie legt, daß sie zusammen mit dem Sauger eine Abdichtung
bildet.
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Die Erfindung hat eine Vorrichtung zum Gegenstand, welche gestattet,
den inhalt der Milchflasche und den auf diese aufgesetzten Sauger mittels einer
Kappe steril zu halten, wobei diese Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß
die zum Eingriff miteinander bestimmten Organe an dem Fuß des Saugers und an dem
Fuß der Kappe vorgesehen sind und so zusammenwirken, daß sie den Fuß der Kappe gegen
den Fuß des Saugers drücken, um diesen auf dem oberen Teil des Wulstes der Milchflasche
mit einem parallel zu der Achse der Milchflasche gerichteten Druck zu halten und
so eilne Abdichtung zwischen der Kappe und dem Sauger und zwischen dem Sauger und
dem oberen Rand des Wulstes der Milchflasche zu bewirken.
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Die Erfindung ist nachstehend beispielsweise unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen beschrieben.
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Fig. I ist ein axialer Schnitt einer ersten Ausführungsform; Fig.
2 ist ein Grundriß des Saugers; Fig. 3 ist eine Ansicht der Kappe von unten; Fig.
4 ist eine Seitenansicht des Saugers; Fig. 5 und 6 sind Seitenansichten der Kappe
und des auf die Flasche aufgesetzten Saugers einer Abwandlung; Fig. 6 a ist eine
Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform eines Saugers; Fig. 6b ist eine Schnittansicht
dieses Saugers und seiner Kappe, wobei der Sauger auf eine Milchflasche aufgesetzt
ist; Fig. 7 ist ein Axialschnitt einer weiteren Ausführungsform, welcher die diezGesamtheit
des oberen Teils einer Milchflasche, des Saugers und des Stöpsels nach ihrer Vereinigung
zeigt; Fig. 8 ist ein Axialschnitt der Kappe; Fig. g ist ein Grund'reiß der Kappe;
Fig. 10 ist eine Seitenansicht des Saugers; Fig. I It ist ein Grundriß desselben.
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Der Sauger I weist an seinem Fuß eine starke Verdickung 2 aus Gummi
auf, welche fest auf der Milchflasche 3 dadurch gehalten wird, daß der Außendurchmesser
des Wulstes 4 der Milchflasche erheblich größer als der Durchmesser der sich über
diesen Wulst legenden Rille 5 des Saugers vor der Anbringung desselben ist.
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Am Fuß des Saugers ist eine äußere Kreisrille 6 angebracht, welche
zur Aufnahme der Kappe 7 dient. Hierfür weist die Kappe an ihrem Fuß mehrere Haken
(Fig. 8) auf, wobei der Sauger für diesen Eingriff seinerseits (Fig. 2) eine gewisse
Zahl von Ausnehmungeni 9 aufweisen kann, welche nach Zahl und Breite den Haken 8
der Kappe entsprechen.
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Bei einer Abwandlung weisen der Sauger und die Haken 8 der Kappe
konische Flächen 10 und Ii auf, welche aufeinander gleiten, wenn die Kappe auf den
Sauger gedrückt wird, und beim Auftreffen der Kappe auf die Gummiverdickung 2 eine
Zusammendrückung derselben bewirken, solange die Haltens der Kappe nicht in der
Rille 6 des Saugers ihre richtige Lage eingenommen haben.
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Die Abdichtung zwischen der Milchflasche 3 und der Kappe 7 erfolgt
mittels des Saugers I selbst unter der (E;inwirkung der Klemmvorrichtung: I. zwischen
(dem Sauger und der Milchflasche durch festes Aufpressen der Rille 5 des Saugers
auf den Wulst 4 der Milchflasche, 2. durch Aufpressen der Kappe auf den Fuß I6 des
Saugers.
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Diese Klemmvorrichtung kann wie bei der auf Fig. 4 dargestellten
Ausführungsform aus Ansätzen I3' bestehen, deren' Zahl gleich der der Haken 8 der
Kappe ist und welche an der Oberseite der Rille 6 des Saugers vorspringen. Bei der
Drehung der Kappe um ihre Achse kommen die HalçenS unter die Ansätze I31 des Saugers.
Da die unter den An sätzen I3 für die Rille gelassene Höhe kleiner als die Höhe
der Haken 8 ist, drückt die elastische Verformung der Rille 6 die Kappe mit ihrem
ringförmigen Fuß 12 auf den ringförmigen Fuß I6 des Saugers.
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Bei der auf Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform sind die Ansätze
des Saugers durch schraubenförmige oder schräge Ansätze 14 ersetzt, deren Zahl gleich
der der Haken der Kappe ist, welche ihrerseits durch ähnliche schraubenförmige oder
schräge Ansätze 15 gebildet werden. Die Kappe kann gewissermaßen auf den Fuß des
Saugers aufgesohraubt werden, wobei die elastische Verformung der Ansätze 14 des
Saugers die Kappe mit ihrem ringförmigen. Fuß 12 auf den ringförmigen Fuß 16 des
Saugers drückt.
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Man kann es auch so einrichten, daß sich der Fuß der Kappe auf den
Fuß des Saugers mittels eines Gewindes mit einem oder mehreren Gängen aufschraubt.
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Fig. 6 a und 6b zeigen eine derartige Abwandlung. Der Sauger 1 trägt
auf seinem etwa zylinfrischen Teil 3 zwei schräge Rampen 32, welche die Form von
Abschnitten einer zweigängigen Schraube haben, welche in bezug auf die Achse symmetrisch
angeordnet sind. Der Fuß I6 des Saugers hat einen großen Querschnitt, so daß er
den Wulst der Milchflasche fest umfaßt und eine Auflagefläche 34 für die Kappe bildet.
Die Kappe 7 weist ihrerseits Schraubengänge 33 auf, so daß sich beim Aufschrauben
der Kappe auf den Sauger die Schraubengänge 53 auf die Ansätze 32 aufschrauben,
wodurch die Kappe fest auf den Sauger aufgepreßt wird. Das Festziehen erfolgt durch
Aufpressen des Randes 35 der Kappe auf die Auflagefläche 34.
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Bei den obigen Vorrichtungen vereinigt sich die Kappe mit dem Fuß
des Saugers, und die Dichtung zwischen der Kappe und der Milchflasche liegt außerhalb
dieser Vereinigung.
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Bei der auf Fig. 7 bis II dargestellten Ausfüihrungsform ist die
Kappe auf den Teil des Fußes des Saugers aufgesetzt, welcher den Wulst der Milchflasche
umgibt, wobei die Dichtung
zwischen der Kappe und dem Sauger durch
die Berührung der Kappe mit der Oberseite dieses Teils erzielt wird.
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Der Sauger 21 weist einen Fuß 22 auf, welcher innen eine Rille213
zur Aufnahme des Wulstes 24 der Milchflasche 25 bildet. Der Fuß des Saugers weist
ferner schräge Rippen oder Ansätze 26 auf, von denen bei dem betrachteten Beispiel
zwei vorhanden sind und welche in bezug auf die Achse des Saugers symmetrisch angeordnet
sind. Nach Aufsetzen des Saugers auf die Milchflasche liegen diese Ansätze fest
und können als Verklammerungs organe dienen.
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Die Kappe 271 aus einem starren Werkstoff, z. B.
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Metall, plastische Masse usw., weist ihrerseits an ihrem offenen Ende
einen Teil 28 auf, welcher einen Mantel bildet, welcher mit dem Körper 27 der Kappe
durch einen etwa zu der Achse derselben senkrecht liegenden Teil 29 verbunden ist.
Gemäß einer Abwandlung kann dieser Teil 29 konisch oder sphärisch sein. An dem Teil
28 der Kappe sind innerhalb desselben schräge Rippen oder Ansätze 30 vorgesehen,
deren Zahl gleich der der Ansätze des Saugers ist und welche so angeordnet sind,
daß sie mit den Ansätzen 26 des Saugers in Eingriff kommen.
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Bei einer derartigen Anordnung erhält man einerseits eine Abdichtung
zwischen der Milchflasche und dem Sauger durch Aufpressen der Rille 23 des Saugers
auf den Wulst 24 der Milchflasche und andererseits eine Abdichtung zwischen der
Kappe und dem Sauger durch Aufpressen des Teils 29 der Kappe auf den oberen Teil
des Fußes 22 des Saugers. Hierzu ist noch zu bemerken, daß beim Verriegeln der Kappe
an dem Sauger durch Ineingriffbringen der Ansätze 26 und 30 ein Zug auf die Kappe
ausgeübt wird, welcher das Aufpressen' des Teils 29 der Kappe auf den Fuß des Saugers
bewirkt.