DE894589C - Kontinuierlich arbeitende Maschine fuer die Herstellung elektrischer Lampen - Google Patents

Kontinuierlich arbeitende Maschine fuer die Herstellung elektrischer Lampen

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DE894589C
DE894589C DEI5340A DEI0005340A DE894589C DE 894589 C DE894589 C DE 894589C DE I5340 A DEI5340 A DE I5340A DE I0005340 A DEI0005340 A DE I0005340A DE 894589 C DE894589 C DE 894589C
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DEI5340A
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James Bain Jun
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General Electric Co
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General Electric Co
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/16Joining of caps to vessel
    • H01K3/18Machines therefor

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  • Devices For Post-Treatments, Processing, Supply, Discharge, And Other Processes (AREA)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der maschinellen Herstellung von Lampen und insbesondere auf eine Maschine zur Einführung eines Kittes dn einen Sockel, in welcher der Kolben einer elektrischen Lampe befestigt werden soll. Im einzelnen bezieht sich die Erfindung auf eine kontinuierlich arbeitende Maschine zur Füllung des Lampensockels mit dem Kitt im Gegensatz zu intermittierend arbeitenden Maschinen.'
Die meisten Maschinen zur Herstellung von Lampen, die bis jetzt entwickelt und in Gebrauch sind, sind intermittierend arbeitende Maschinen. Bei diesen Maschinen werden die einzelnen Arbeitsgänge an den Lampen an räumlich getrennten und raumfesten Arbeitsplätzen vorgenommen, wobei jede einzelne Lampe von einer Stelle zur anderen wandert, und zwar mit Hilfe von geeigneten Fördereinrichtungen, die schrittweise, intermittierend oder diskontinuierlich arbeiten. Da die entsprechenden Vorrichtungen oder selbsttätigen Einrichtungen, die den jeweiligen Arbeitsgang an der Lampe oder dem sonstigen herzustellenden Gegenstand an jedem sogenannten Arbeitsplatz ausführen, ihre Aufgabe nur erfüllen können, wenn der betreffende Gegenstand an der jeweiligen Arbeitsstelle zur Ruhe kommt und eine feste Lage einnimmt, ist die Arbeitsgeschwindigkeit dieser bekannten Maschinen notwendigerweise begrenzt. Zu den Faktoren, welche die höchste zulässige Arbeitsgeschwindigkeit bestimmen, gehören der Leistungs-
verbrauch und die sehr hohe mechanische Beanspruchung, die bei allen Fördereinrichtungen auftritt, welche dauernd abwechselnd beschleunigt und verzögert werden müssen, um den Gegenstand oder die Lampe von einem Arbeitsplatz auf den anderen zu befördern.- Außerdem ist jede einzelne der selbsttätig arbeitenden Vorrichtungen nur während derjenigen Zeit in Betrieb, während sich der herzustellende. Gegenstand in Ruhe an dem jeweiligen ίο Arbeitsplatz befindet, und liegt während der zur Weiterbeförderung zum nächsten Arbeitsplatz notwendigen Zeitspanne brach. Eine Maschine zur Herstellung, von Lampen mit einer diskontinuierlichen Föfldervorrichtung ist daher in ihrer Produktionsleistung durch mechanische Gesichtspunkte begrenzt, und man kann also, abgesehen von gelegentlichen kleineren Verbesserungen, eine erhebliche Steigerung der Produktionsleistung· nur durch Aufstellung weiterer parallel arbeitender Maschinen erzielen.
Wenn man jedoch eine kontinuierlich arbeitende Maschine zur Herstellung von Lampen verwendet, so kann man viele der aus mechanischen Gründen gegebenen Grenzen, die bei den intermittierenden Maschinen auftreten, überschreiten. Unter den wichtigeren dieser Faktoren, die in der nachfolgenden Beschreibung noch genauer erläutert werden, sei erwähnt die Vermeidung von mechanischen Beanspruchungen infolge des abwechselnden Anlaufens und Stillegens der Maschine, die Leistungsersparnis infolge des Fortfalls der abwechselnden Beschleunigung und Verzögerung des Fördersystems und nicht zuletzt die sehr bemerkenswerte Erhöhung der Förderleistung, welche durch die Vermeidung des zeitweisen Brachliegens der selbsttätig arbeitenden Vorrichtungen an den einzelnen Arbeitsplätzen erreicht wird.
Dementsprechend besteht der Hauptzweck der
Erfindung in der Verwendung einer kontinuierlich arbeitenden Maschine für den Arbeitsgang der Füllung eines Sockels mit Kitt bei der Herstellung von Lampen.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, in diesen Fällen die selbsttätig arbeitenden Einrichtungen an den einzelnen Arbeitsplätzen besser auszunutzen, als es hei intermittierenden Maschinen möglich ist, und daher eine größere Produktionsleistung zu erzielen.
Außerdem hat die Erfindung noch den Zweck, den Leistungsbedarf der Maschine gegenüber den bisher bekannten Modellen zu vermindern.
Schließlich bezweckt die Erfindung noch, Spezialeinrichtungen anzugeben, die bei kontinuierlich arbeitenden Maschinen zur Füllung eines Sockels mit Kitt benutzt werden können.
Fig. ι ist eine Schnittansicht eines kleinen Schraubsockels für eine Lampe, wie sie in hohen Stückzahlen industriell hergestellt wird und für die eine Verkittung mit hoher Geschwindigkeit, wie sie durch eine kontinuierlich arbeitende Maschine möglich ist, besonders erwünscht ist;
Fig. 2 ist eine vereinfachte Darstellung der Gesamtanordnung einer über Zahnräder laufenden Kette in einer erfindungsgemäßen kontinuierlich arbeitenden Sockelfüllmaschine;
Fig. 3 ist eine Teildarstellung eines Grundrisses der Maschine, welche ein Hauptzahnrad, auf dem Füller befestigt sind, erkennen läßt, und ferner einen Teil der mit dem Zahnrad zusammenarbeitenden Kette;
Fig. 4 ist ein Aufriß der in Fig. 3 veranschaulichten Maschine, wobei die Darstellung teilweise im Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3 ausgeführt ist mit Ausnahme der Fülleinrichtung, die durch eine ungeschnittene Seitenansicht veranschaulicht wird;
Fig. 5. a bis 5e sind verschiedene Ansichten einer Fülleinrichtung;
Fig. 6 ist eine Teildarstellung der Aufsicht auf die Maschine, welche die kleineren Zahnräder zeigt mit Einschluß des Luf tentferners und des Rades zur Abnahme der Werkstücke sowie eines Teils der Kette und der zugehörigen Einrichtungen, und zwar im Schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 7;
Fig. 7 ist eine Seitenansicht der in Fig. 6 dargestellten Maschine, wobei ein Teil der Darstellung in einem senkrechten Schnitt längs der Linie VII-VII in Fig. 6 wiedergegeben ist.
Zur Erleichterung der Beschreibung der erfindungsgemäßen, kontinuierlich arbeitenden Maschine werden die folgenden Ausdrücke in der nachfolgend angegebenen Bedeutung-benutzt:
Produkt, herzustellender Gegenstand, Lampe. Hierunter wird derjenige Gegenstand verstanden, an dem ein Arbeitsgang ausgeführt werden soll. In dem speziellen Fall einer Socikel-Füllmaschine ist der Gegenstand der Sockel oder die Fassung selbst. Arbeiter, selbsttätig arbeitende Vorrichtung, Arbeitsvorr.ichtung. Hierunter wird diejenige Vorrichtung verstanden, weiche einen bestimmten Arbeitsgang an dem herzustellenden Gegenstand oder dem Produkt ausführt, während dieses durch die Maschine hindurchläuft. Die zur Zuführung, Füllung und zum Auswurf" dienenden Einrichtungen werden in der nachfolgenden Beschreibung als Beispiele derartiger Arbeitsvorrichtungen behandelt. Material. Dasjenige Rohmaterial oder diejenigen Halbfabrikate, welche der Maschine zugeführt werden, um innerhalb der Maschine ihre Fertigstellung zu erfahren. Im Fall einer Sockelfüllmaschine wird no der Zementkitt als Material bezeichnet.
Die Grundforderungen
Die Rohmaterialien, die bei der Füllung eines Lampensockels mit Kitt erforderlich sind, sind der fertige Sockel und der Kitt selbst. Ein Sockel derjenigen Art, für welche die vorliegende Maschine geeignet ist, ist der in Fig.'-i dargestellte Sockel 1. Derartige Sockel werden in großer Stückzahl bei der Lampenherstellung verwendet. Per Sockel α nach Fig. α ist ein sogenannter Miniaturschraubsockel oder eine Edisonfassung und besteht aus einer dünnen, in die Form eines Gewindes gebrachten Blechhülse 2, welche gewöhnlich aus Messing besteht, die aber auch aus Aluminium oder einem anderen geeigneten Metall gefertigt werden kann.
Die Hülse 2 ist bei- 3 mit einem nach außen gebogenen Rand versehen, und zwar zum Einsetzen eines Glaskolbens einer bereits fertiggestellten Lampe, und ist an seinem anderen Ende mit einer Öffnung ausgerüstet sowie mit einer Stirnwand 4 aus Isolierstoff abgeschlossen, beispielsweise aus Glas oder aus einem thermoplastischen Stoff. Auf einem Vorsprung 5 des Verschlusses ist eine Kontaktscheibe 6 befestigt, welche die eine Klemme der Lampe darstellt, während der andere Lampenkontakt durch die Gewindehülse 2 selbst gebildet wird. Der Verschlußkörper 4 ist mit einer Mittelöffnung für den Zuleitungsdraht zum Lampenkolben von der Kontaktplatte 6 aus ausgerüstet. Die schraffierte Fläche 7 stellt die Kittmasse dar, die einen Ring auf der Innenseite der Schraubhülse 2 bildet. Mittels dieses Kittes wind der Glaskolben am Schraubsockel befestigt.
Die spezielle Funktion der kontinuierlich arbehenden Sockelfüllmaschine besteht darin, die noch keinen Kitt enthaltenden Sockel mit einer ringartigen Zementmasse 7 in Fig. ί zu füllen. Natürlich bestehen für jede Sockeltype genaue Vorschriften bezüglich der Verteilung und der Menge des Kittes.
Die Einführung des Kittes als eine dünne Schicht auf der Innenfläche der Schraubhülse hat bisher im allgemeinen die Benutzung von diskontinuierlich arbeitenden Maschinen notwendig gemacht. Bei einer solchen Maschine kann der Kitt mittels eines durch die Nocke betätigten Zuführungsrohres eingeführt werden, in welchem der Kitt unter Druckluft steht. Die Zuführung des Kittes geschieht an einem Arbeitsplatz der diskontinuierlich arbeitenden Maschine, wobei der Sockel gedreht werden kann, während der Kitt in ihn eingeführt wird. Die Sockel werden dabei selbsttätig in geeignete Haltevorrichtungen eingesetzt und aus ihnen wieder entfernt. Mit Hilfe solcher diskontinuierlich arbeitender Maschinen kann man etwa 4000 Lampensockel je Stunde füllen. Eine kontinuierlich arbeitende Lampenfüllmaschine gemäß der Erfindung füllt jedoch bis zu 40 000 Lampensockel je Stunde.
Bei selbsttätig arbeitenden Maschinen ist es ganz allgemein notwendig, eine Bewegung des Produktes gegenüber der selbsttätigen Arbeitsvorrichtung während des Arbeitsvorgangs zu verhindern. Die diskontinuierlich arbeitenden Maschinen erreichen dies, indem das Produkt abgebremst wird und zur Ruhe kommt, sodann der Arbeitsgang durchgeführt wird und schließlich das Produkt zur nächsten Arbeitsstelle weiterbefördert wird. Eine kontinuierliche Arbeitsweise macht es nötig, die Arbeitsvorrichtung und. das Produkt stetig mit konstanter Geschwindigkeit zu bewegen, so daß während der Durchführung des Arbeitsvorgangs die Relativgeschwindigkeit zwischen dem Produkt und der Arbeitsvorrichtung Null ist. Diese letztere Vorschrift beinhaltet alle grundsätzlichen Forderungen, die für kontinuierlich arbeitende Maschinen erfüllt werden müssen.
Es sind natürlich eine ganze Reihe von Kombinationen von Maschinen oder Mechanismen denkbar, mit denen diese Grundforderung erfüllt werden kann. So kann man z. B. zwei rotierende Scheiben vorsehen, die an der Stelle ihrer gemeinsamen Tangente die erwähnte Grundforderung für ein unendlich kurzes Zeitelement erfüllen, wenn die Relativgeschwindigkeit der Scheiben Null ist. Jedoch würde eine derartige Einrichtung dann wegen der außerordentlich kurzen Zeit, die für das Arbeiten der selbsttätigen Arbeitsvorrichtung zur Verfügung steht, nur von sehr begrenztem praktischem Wert sein;·
Eine praktisch gut brauchbare Einrichtung zur Erfüllung der oben ausgesprochenen Grundforderung ist eine Kette und ein Kettenrad, die tatsächlich viele gut mögliche Ausführungsfoirmen bieten. Man könnte z. B. zwei getrennte Ketten und Kettenräder verwenden, könnte die selbsttätigen Arbeitsvorrichtungen auf der einen Kette befestigen und die Produkte auf der anderen. Die Arbeitsvorrichtung kann dann während eines verhältnismäßig ausgedehnten Zeitintervalls arbeiten, innerhalb dessen die Vorrichtung und das Produkt ohne gegenseitige Relativbewegung wandern. Eine derartige Einrichtung würde jedoch gewisse Nachteile besitzen, und' zwar wegen des Durchhängene der Kette, wegen der Instabilität der Kette unter der Einwirkung von Kräften und wegen der ungleichmäßigen Abnutzung beider Ketten sowie wegen der Schwierigkeit, die richtigen Geschwindigkeiten stets einzuhalten.
Gemäß der Erfindung wird daher eine andere Anordnung unter Benutzung einer Kette und eines Kettenrades vorgeschlagen, die sich dadurch auszeichnet, daß die Relativgeschwindigkeit der Kette gegen das Raid während des ganzen Arbeitsganges Null ist, d. h. während der Zeit, während welcher die Kette auf dem Kettenrad aufliegt und sich gleichzeitig mit seinen Zähnen bewegt. Da während dieser Zeit die Kette innerhalb der praktisch in Betracht kommenden Bedürfnisse gegenüber dem Kettenrad ruht, kann die Arbeitsvorrichtung auf dem Kettenrad angebracht werden, das Produkt von der Kette gefördert werden und der gewünschte Arbeitsgang daher während dieser Zeit vor sich gehen. Das Produkt wird nach Ablauf dieser Berührungszeitspanne vom Kettenrad fortbewegt, um einem weiteren Arbeitsgang auf einem folgenden Kettenrad zugeführt zu werden. Die selbsttätige Arbeitsvorrichtung läuft dagegen mit dem Kettenrad um, um einen neuen Arbeitsvorgang an einem weiterenExemplar des Produktes, welches von der Kette zugeführt wird, vornehmen zu können. Durch eine Steigerung der Anzahl der selbsttätigen Arbeitsvorrichtungen ist es also möglich, mehrere Stücke des Produktes in zeitlicher Überlappung zu bearbeiten, und es ist dabei die Anzahl der Kettenräder zur Ausführung getrennter Arbeitsgänge natürlich nur durch praktische Überlegungen bezüglich der zweckmäßigen Länge der Kette begrenzt
In Fig. 2 ist eine bevorzugte Ausführungsform einer Sockelfüllmaschine dieser Art in vereinfachter Darstellung enthalten. Diese Einrichtung be-
steht aus einer Kette io, auf der geeignete Halter für die einzelnen Stücke des Produktes, d. h. für die Lampensockel nach Fig. i, angebracht sind. Die Kette umschlingt die Kettenräder ίί und 12 auf einem größeren Teil ihres Umfangs und greift in deren Zähne ein. Das Rad 11 trägt die Arbeitsvorrichtungen, welche die Lampensockel in geeignete Halter, die in passenden Abständen auf der Kette 10 angebracht sind, einsetzen, während das Rad 12 die Arbeitsvorrichtungen trägt, welche den Kitt in die Sockel einfüllen. Die Kette wird derart angetrieben, daß sie unmittelbar vom Raid 11 auf das Füllrad 12 aufläuft, wie durch Pfeile angedeutet. Nach Verlassen des Füllrades läuft die Kette über ein Antriebsrad 13 und dann über ein weiteres Rad'i4, welches als Abnahmevorrichtung arbeitet und mittels dessen die Lampen von der Kette abgestreift werden, nachdem sie aus den Haltevorrichtungen mittels des Blasrades 115 entfernt worden sind.
Die Zuführung
Damit die Arbeitsvorrichtungen auf die zugeführten Werkstücke in der gewünschten Weise einwirken können, d. h. auf die Lampensockel einwirken können, müssen diese in stetiger Folge in die Halter auf der Kette <io eingesetzt werden. Dieser Vorgang des Einsetzens muß während derjenigen Zeitspanne erfolgen, in welcher die Kette die in Fig. 2 rechte Hälfte des Rades Ί1 berührt. Wie weiter unten noch genauer beschrieben, arbeitet die Maschine mit solcher Geschwindigkeit, daß die beiden größeren Kettenräder eine Umdrehung je Sekunde vollführen und jedes zwölf Arbeitsvorrichtungen trägt. Die Leistung der Maschine beträgt somit zwölf gefüllte Sockel je Sekunde oder 720 je Minute, d. h. eine Stundenleistung von 43 200 Sockeln.
Die Zuführungseinrichtung muß also zwölf Sockel je Sekunde in die Kette einsetzen, und zwar in einem bestimmten Abstand, so daß sie in die Befestigungsvorrichtungen hineinpassen. Diese Zuführungseinrichtung wird zweckmäßig in Verbindung mit dem Rad 11 angeordnet.
Der Einfüillvorgang
Der Füllvorgang ist der wichtigste und kritischste Vorgang, der innerhalb einer Sockelfüllmaschine überhaupt vorkommt. Seine Durchführung unterliegt den folgenden Faktoren und Überlegungen :
1. Die betreffende Einrichtung muß eine abmeßb.are Menge des Kittes in den Sockel einfüllen, und zwar absolut zuverlässig, um die gewünschte Qualität des Fertigproduktes zu erreichen.
2. Die Fülleinrichtung darf nicht arbeiten, wenn sich in dem betreffenden Halter kein Sockel zur Füllung mit Kitt befindet.
3. Der Kitt darf keinesfalls in einem falschen Zeitpunkt aus der Fülleinrichtung austreten.
4. Die zeitliche Steuerung des Vorgangs muß unmittelbar von der Geschwindigkeit der Kette abhängig sein und während des Wanderns der Kette über das Füllrad geschehen.
Die Einhaltung aller dieser Bedingungen wird von dem Füllrad und von den zugehörigen Vorrichtungen gewährleistet, die an Hand der Fig. 3 und 4 nun im einzelnen beschrieben werden sollen.
In Fig. 3 umschlingt die Kette 10 das Füllrad 12 "und treibt es entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn an, und zwar mit einer Geschwindigkeit von einer Umdrehung je Sekunde, wie durch den Pfeil 19 angedeutet. Die Kette besteht aus einer Vielzahl von Gliedern 20 und Rollen 21, die in üblicher Weise durch Gelenke miteinander verbunden sind. Auf der Kette 10 sind Sockelhalter 221 derart angebracht, daß diese Halter während der Berührung des Rades durch die Kette in Abständen von 300 liegen. Die Halter bestehen aus L-förmigen Trägern 23, aus je zwei Klauen 24 und 25, welche einen Sockel ergreifen können, und aus einer Kurbel 26, die dazu dient, den Sockel wieder freizugeben. Die Träger 23 sind in geeigneter Weise an zwei nebeneinandtrliegenden Rollen der Kette befestigt und tragen die Klauen in solcher Form, daß diese sich in einer zur Ebene des Rades 12 senkrechten Ebene drehen können. Die Klauen werden durch Federkraft geschlossen gehalten und sind mit einer gegenseitigen' Verzahnung versehen, welche sie in ihrer richtigen Stellung halten, und zwar derart, daß sie sich symmetrisch zueinander schließen.
Der Sockel 1 kann seitens der Klauen durch Betätigung der Kurbel 26 freigegeben werdenr und es befindet sich zu diesem Zweck eine Rolle 27 auf dem freien Ende der Kurbel. Diese Rolle wird während der Bewegung der Kette um das Rad 12 herum von einer Schiene 28 geführt. Die Klauen sind an der Stelle 24' und 25' in der 15O!Ol-Stellung auf dem Kettenrad geöffnet dargestellt.
Die Kette läuft an der mit 900 bezeichneten Stelle in Fig. 3 auf das Rad auf und verläßt dieses wieder an der mit 3000 bezeichneten Stelle. Während der Zeit, in der ein Soc'kelhalter diesen Winkel durchläuft, besitzt der Halter eine, der Winkelgeschwindigkeit des Rades gleiche Winkelgeschwindigkeit, so daß er praktisch gegenüber dem Kettenrad ruht.
Die Maschine füllt einen Sockel mit Kitt innerhalb der zwischen der Stellung 900 und der Stellung 27010' liegenden Zeit. Die Füllung j-edes einzelnen Sockels wird von einer der zwölf Fülleinrichtungen 30 bewerkstelligt, welche auf verschiedenen Radien des Füllrades vr<2 angebracht sind und mit dem Rad um eine feststehende Welle 3(1 umlaufen, wie in Fig. 4 genauer dargestellt. Die Füller 30 werden im nächsten Absatz an Hand der Fig. S kurz beschrieben. Der Kitt wird in diese Füller über die Gummileitungen· 32 eingeführt, die ihrerseits von einem zentralen Verteilerkopf 33 gespeist werden, der sich über dem Rad 112 befindet. Das Vorratsgefäß für den Kitt befindet sich unter der Maschine in einem feststehenden Behälter (der in der Zeichnung nicht mit dargestellt ist), und der Kitt wird durch Druckluft durch die zentrale
mitlaufende Rohrleitung 34 innerhalb der feststehenden Welle 31 in das Verteilergefäß 33 eingeleitet. Die Fülleinrichtungen oder Füller werden daher jederzeit mit unter Druck stehendem Kitt für die Sockel gespeist. Die Menge der von der Verteilereinrichtung eines Füllers in den Sockel eingefüllten Kittmasise wird durch die innere Einrichtung der Fülleinrichtungen bestimmt, deren Teile durch die radiale Bewegung von Betätigurgsstangen 35 gesteuert werden. Die Bewegung dieser Betätigungsstifte geschieht mittels einer Nockenscheibe 36, die sich auf der feststehenden Welle 31 befindet, mittels der. Schraubenfedern 37, welche die Rollen 38 an den Innenenden dieser Stifte gegen den Umfang der Nockenscheibe drücken.
Fig. 5 a und 5 b zeigen den Füller 30 in seiner Rühelage. Fig. 5 a ist ein Grundriß, und zwar ein teilweise im Schnitt gezeichneter Grundriß dieser selbsttätigen Arbeitsvorrichtung, während Fig. 5 b einen senkrechten Schnitt und Fig. 5 c eine Stirna'nsicht im Aufriß darstellt. Diese Fülleinrichtung 30 besteht aus einem Gehäuse 40, welches auf dem Kettenrad befestigt ist, und zwar vorzugsweise mit Hilfe einer Schwalbenschwanzanordnung, wie in Fig. 5 c erkennbar. Auf dem Rad 12 sind zwölf solche Fülleinrichtungen in Abständen von 300 angebracht, so daß sie zusammen mit dem Rad 12 umlaufen.
Die beweglichen Teile der Fülleinrichtung werden mit Hilfe des Betätigungsstiftes 35 gesteuert, welcher in seiner -Ruhelage durch eine Schraubenfeder 37 aus dem Gehäuse 40 herausgedrückt wird. Wie oben erwähnt, rollt dasRad 38 auf der Nockenscheibe 36, so daß beim Umlauf der Fülleinrichtung zusammen mit dem Rad die Stifte 35 immer wieder betätigt werden. Innerhalb des Gehäuses 40 ist eine verschiebbare dickwandige Hülse 42 vorgesehen, die sich gegenüber dem Stift 35 frei bewegen kann. Diese Hülse 42 ist gegen eine Rotationsbewegung gegenüber dem Gehäuse 40 durch einen vertikalen Stift 43 gesichert, der die Hülse mit einer Zunge 44 verbindet, die sich in einer Rille 45 an der oberen Fläche des Gehäuses bewegt, wie aus Fig. 5 a hervorgeht. Der Stift 43 geht durch einen Schlitz 46 im Stift 35 hindurch, so daß dieser Stift sich um die Länge des Schlitzes bewegen kann, ohne mit der Stellung der Hülse in Kollision zu kommen. Die Hülse wird mittels einer Feder 47 nach rechts außen bewegt, wobei die Feder 47 mit ihrer Rückseite an der Innenseite der Stirnwand des Gehäuses 40 anliegt.
Während der Zeitspanne, in der die Nockenscheibe 36 die Stifte 35 in Fig. 5 nicht nach rechts bewegt, ist die Kraft der Feder 37, die die Betätigungsstifte 35 nach links drückt, größer als die von der Feder 47 auf die Hülse 42 ausgeübte Kraft. Infolgedessen bleibt die Fülleinrichtung in ihrer Ruhelage, der Stift 35 wird durch die Feder 37 bis zum Ende seines. Hubes bewegt, der durch die Anlage des Endpunktes des· Schlitzes 46 am Stift 43 bestimmt ist, sowie dadurch, daß der Stift 43 die Hülse bis an die Grenze ihres eigenen Hubes bewegt hat.
' Der unter Druck stehende Kitt wird der Fülleinrichtung über die flexible Gummileitung 32 zugeführt und mündet an dem Gewindestuitzen 48 in die Fülleinrichtung ein. Dieser Stutzen ist in die Hülse 42 eingeschraubt und führt den Kitt in den Ringraum zwischen dem Schaft eines Kolbens 49 und der Innenbohrung der Hülse 42 ein. Dieser Ringraum ist in Fig. 5 b und 5 a mit 50 bezeichnet, und seine Größe ist durch den Abstand zwischen dem vorderen Ende des Betätigungsstiftes und der Rückseite des Vorderteils des Kolbens bestimmt. Der Kolben ist in seiner Längsbewegung gegenüber dem Stift 35 durch die Anordnung eines Schlitzes 51 in dem Kolben begrenzt und durch einen ,an dem Stift befestigten weiteren kleinen Stift 52. Wenn die Betätigungsstifte 35 ganz nach links (Fig. 5 a, 5 b) bewegt sind, nimmt der Ringraum 50 ' sein größtes Volumen an. Der Stift 52 hat dann nämlich die Endstellung im Schlitz 51 erreicht, und der Kolben 49 wird an einer weiteren Bewegung dadurch verhindert, daß seine Rückfläche an dem langen Stift 43 anliegt.
Aus bereits erläuterten Gründen ist es wichtig, daß die Fülleinrichtung keine Kittmasse abgibt, wenn ein leerer Sockelhalter an ihr vorbeiläuft. Man sieht, daß das Auftreten eines solchen keren Sockelhalters tatsächlich leicht möglich ist, wenn g0 nämlich die Zuführungseinridhtung für die Sockel einmal versagt. Die Wirkungsweise des Füllers für den Fall, daß der Halter keinen Sockel enthält, ist in Fig. 5 d dargestellt. Der Füller ist dort in derjenigen Lage gezeichnet, in der er beim Maximalhub des Betätigungsstiftes 35 kommt, d. h. in der Stellung, die er am Punkt i8o° in Fig. 3 annimmt. Da die Nockenscheibe 36 den Stift 35 betätigt, d. h. in Fig. 5 d nach rechts bewegt, wird der Stift 43 losgelassen, so daß die Feder 47 die Hülse 42 nach rechts bewegen kann. Es wird jedoch dabei kein Kitt eingeführt, da die Nase 53 der Hülse nicht durch einen Sockel festgehalten wird. Daher wird dar Ringraum 50 nicht freigegeben, und der Kitt verbleibt somit in diesem Ringraum.
Fig. 5e zeigt die Wirkungsweise des Füllers, wenn dieser auf einem einen Sockel enthaltenden Sockelhalter trifft. Der Betätigungsstift 35 wird durch die Nockenscheibe 36 nach rechts bewegt, und ebenso' wie oben wird der lange Stift 43 freigegeben, so daß die Hülse 42 sich unter der Kraft der Feder 47 nunmehr bewegen kann. Die Hülse 42 verschiebt sich somit um einem kleinen Betrag, bis die Nase 53 den vorderen Rand des Sockels berührt. Sodann bleibt die Hülse stehen, während der Betätigungsstift 35 sich noch weiter bewegt und den Kolben weiter verschiebt, bis seine vordere Stirnfläche die innere. Stirnfläche des Sockels berührt. In dieser Lage befindet sich der Kreisringraum 50 innerhalb des Sockels, und bei weiterer Bewegung des Stiftes 35 wird der Kitt aus diesem Kreisringraum herausgedrückt, so daß er in die bei 7 in Fig. 1 dargestellte Lage kommt. Wenn die vordere ringförmige Schulter des Stiftes 35 bis zu demjenigen Punkt vorgedrungen ist, in welcher sie die rückwärtige Schulter des Kolbens 49 berührt,
ist der Kitt vollständig aus dem Raum 50 ausgetreten und dieser Raum auf Null zusammengeschrumpft. Dies tritt etwa in der i8o°-Lage des Zahnrades 12 ein. Sodann wird der Stift 35 zurückgezogen, d. h. er bewegt sich in Fig. 5 nach links, und die Hülse 42 wandert also zusammen, mit dem Kolben in das Gehäuse 40 zurück. Der Kolben 49 kann sich dabei jedoch nur so weit zurückbewegen, bis sein rückwärtiges Ende den Stift 43 trifft. Sodann bewegt sich der Stift 35 allein weiter zurück, wobei wieder der Ringraum 50 entsteht. Bei dieser neuen Entstehung des Ringraumes 50 tritt der - unter Druck stehende Kitt aus dem Vorratsgefäß durch den Schlauch 32 wieder in diesen Ringraum ein, und der Füller befindet sich dann für den nächsten Füllvorgang in Arbeitsbereitschaft.
Da es praktisch unmöglich ist, dem Sockel in seinem Halter lediglich durch das Eingreifen der Kette im Kettenrad allein vollkommen mit dem ao Füller zur Deckung zu bringen, ist es zweckmäßig, den Sockel innerhalb gewisser Grenzen durch die Klauen 24 und 25 loszulassen, so daß der Kolben 49 !und die Nase 53 die endgültige Lage des Sockels während des Füllvorganges bestimmen können. Dies wird dadurch erreicht, daß die Schiene 28 i'n Fig. 3, 'die in der I2o°-Stellung des Zahnrades beginnt, idle Kurbel 26 des Soekelhalters nach aufwärts drückt. Hierdurch lockert sich 'der Sockel in der Haltevorrichtung, so daß der Kolben 49 und die Hülse 42 die endgültige Lage des Sockel« bestimmen können. Durch dieses Merkmal der Sockelfüllmaschine wird es auch möglich, Abweichungen in den Abmessungen der Sockel zu berücksichtigen. In der 24OlOl-Lage ist die Schiene 28 beendet, so daß die Kurbel 26 sich nach unten! drehen kann, wobei dann die Klauen den Sockel wieder festklemmen, während .die Kette ihn zu dem nächsten Kettenrad transportiert.
Eine kontinuierlich laufende Sockelfüllmaschine mit zwölf Füllern, wie sie oben beschrieben worden ist, kann sich, mit einer Umdrehung pro Sekunde bewegen. Bei dieser Geschwindigkeit liefert die Maschine 720· Sockel je Minute oder 43 200 je Stunde. Der Vorgang der Einfüllung des Kittes erstreckt sich über eine halbe Umdrehung des Kettenrades, d. h. über Va Sekunde. Dieser Wert ist sehr günstig im Vergleich zu der Einfüllzeit bei den früheren diskontinuierlich bewegten Maschinen. So besaß z. B-. eine bekannte Maschine mit diskoor tinuierlichem Antrieb eine Produktionsleistung von 4000 Sockeln je Stunde, d. h sie lieferte alle 0,9 Sekunden einen Sockel. Die Bewegungszeit ■dieser Maschine betrug 0,4 Sekunden, und der Rest von 0,5 Sekunden stand für die Einfüllung des Kittes zur Verfügung. Man sieht somit, daß die kontinuierlich arbeitende Maschine gemäß der Erfindung bei derselben Dauer der Einfüllzeit für den Kitt eine elfmal größere Produktionsleistung besitzt. Dies wird durch die kontinuierliche Bewegung der Maschine und durch die erhöhte Zahl von Fülleinrichtungen erreicht. Vom Standpunkt einer diskontinuierlich bewegten Maschine erscheint eine Produktionsleistung von 43200 Sockeln je Stunde nahezu unglaubhaft hoch. Man sieht jedoch, daß, wenn man zu einer kontinuierlich .bewegten Maschine übergeht, diese Produktionsleistung durchaus erreichbar ist und, keine höhere Arbeitsgeschwindigkeit der Arbeitsvorrichtungen, d. h der Füller, erfordert.
Der Auswurfvorgang
Nachdem die Füllung des Sockels stattgefunden hat und der Sockelhalter über die 300°-Lage .des Füllrades hinausgewandert ist, kann man den Sockel sofort aus seinem Halter entfernen. Wenn jedoch die Sockel nicht unmittelbar weiterverwendet werden sollen, kann es erwünscht sein, sie einer Erhitzung zu unterwerfen, damit sich eine Haut auf der Oberfläche des Kittes bildet, welche es verhindert, daß die Sockel etwa in dem Auffangbehälter zusammenkleben. Diese Erhitzung der Sockel kann mit Hilfe von Haizbänken 54 bewerkstelligt werden, durch welche'die Sockel der Einwirkung von Heizflammen ausgesetzt werden, während die Kette von dem Antriebsrad 13 an diesen Heizbänken vorbeibewegt wird, wie sich aus Fig. 6 ergibt.
Bei gewissen, verhältnismäßig stark flüssigen Kitten ist ee möglich, daß die Kittmasse unter der Schwerkraft sich ungleichmäßig im Sockel verteilt, go statt gleichmäßig an der Stirnfläche und den Innenwänden des Sockels zu haften. Diese Störung läßt sich dadurch beseitigen, daß man die Maschine räumlich so anordnet, daß die. Sockel in einer Vertikalebenei liegen, d,. h. daß ihre Achsen vertikal sind, nachdem die Sockel ihre Kittfüllung erhalten haben und diese vertikale Lage genügend lange beibehalten, um die Kittmasse erstarren zu lassen. Bin anderer Kunstgriff, der ebenfalls verwendet werden kann, besteht darin, bei Verwendung von waagerecht liegenden Socfcelhaltern ~ diese Halter periodisch innerh-alib eines- kleinen Winkels zu bewegen. Dies kann- man- z. B-. mit Hilfe eines Klinkenradmecbanis-mus erreichen, welcher den Sockel innerhalb der Klauen ein wenig verdreht, wenn diese gelockert werden. Man kann geeignete nockenähnliche Vorrichtungen längs des Weges der Kette anbringen, um die Kurbeln 26 in der erforderlichen Weise zu betätigen und dadurch die Klauen, zu drehen.
Die Sockel können nach Vollendung des Füll- Vorgangesdurch -mechaniische Einrichtungen aus den Haltern entfernt werden. Da jedoch möglicherweise dabei wegen der Erwärmung 'durch die Heizbänke die Sockel beschädigt werdeii könnten, ist die Benutzung eines Luftstroms zur Entfernung aus den Haltern vorzuziehen. In Fig. 6 und 7 besteht die entsprechende Einrichtung aus einem Zahnrad 14 und aus einem Blasrad 15. Das Raid 14 ist ein. nicht - angetriebenes Rad, welches von der Kette mitgenommen wird. Es dreht sich auf einer hohlen feststehenden Welle 55, deren Innenraum oben erweitert ist und somit zur Sammlung der Sockel dient. Die Sockel werden mittels des Luftstroms aus den' Klauen entfernt und fallen durch die öffnungen 57 in den Behälterwänden in den
Sammelraum 56. Von dort gleiten sie durch die Hohlwelle 55 in ein entsprechendes Aufnahmegefäß oider Sammelbehälter.
Das Blasrad besitzt vier Düsen 58, die auf einer Hülse 59 befestigt sind, welche ihrerseits wieder mit einem Antriebsrad 61 verbunden ist, welches im Verhältnis 1 : 1 durch das mit dem Rad 14 fest verbundene Rad-62 angetrieben wird. Das Blasrad 15 dreht sich auf einer feststehenden Hohlwelle 63, in deren Mittelkanal beispielsweise über die Gummileitung 64 Druckluft eingeführt wird. In der Hohlwelle 63 ist ein Kanal 65 angebracht, der in Richtung eines Radius des Rades 14 verläuft, so daß, wenn eine Düse an diesem Kanal vorbeiläuft, der Düse Druckluft zum Herausblasen des Sockels aus seinem Halter zugeführt wird. Kurz vorher werden die Klauen des Sockelhalters geöffnet, so daß der Sockel dann locker innerhalb der Klauen liegt. Dies wird mit Hilfe einer Schiene 66 erreicht, welche die Kurbeln 26 der Sockelhalter nach aufwärts dreht. Wenn der Sockel aus dem Halter herausgeblasen ist, fällt er durch eine der Öffnungen 57 und anschließend durch die Hohlwelle 55 hindurch und1 erreicht einen geeigneten, in der Zeich- nung nicht mit dargestellten Sammelbehälter.
Wenn durch den Luftstrom ein Sockel noch nicht aus seinem Halter !herausgeblasen sein sollte, öffnen sich die Klauen noch weiter, und, zwar durch die Wirkung einer -Schiene 67, und der Sockel wird daher aus dem Halter entfernt, bevor dieser Halter die Einrichtung zum Einsetzen neuer ungefüllter Sockel erreicht. Natürlich sind auch geeignete Steuer- und Stillsetzvorrichtungen an der Maschine vorhanden für den Fall, daß ein Sockel in seinem Halter steckenbleiben sollte.
Die zuletzt beschriebene Einrichtung zur Entfernung der Sockel aus ihren Haltern dient außerdem dem Zweck, die Spannung der Kette selbsttätig nachzustellen. Zu diesem Zweck sind das Blasrad 15 und das Rad 14 auf einem Schlitten angebracht, welcher unter der Einwirkung einer Feder 68 steht, die die Kette gespannt hält und ein Durchhängen der Kette verhindert.
Das Antriebsrad 13 ist auf einer Welle 69 angebracht und dient zum Antrieb der Kette und der anderen Räder. Die Welle 69 kann die Ausgangswelle eines Untersetzungsgetriebes sein, welches durch einen Motor mit einstellbarer Geschwindigkeit oder auf andere geeignete Weise angetrieben werden kann.
Auf Grund der vorstehenden, ins einzelne gehenden Besch.raibung der Maschine und ihrer Bestandteile ist zu erkennen, daß der Erfmdungsgedanke durchaus nicht auf spezielle Ausfüihrungen beschränkt ist. Es können vielmehr viele Abänderungen der Bestandteile und des Mechanismus, vorgenommen werden, um die Maschine verschiedenen Arbeitsgängen an Lampensockeln und ähnlichen Erzeugnissen anzupassen oder auf ihr Lampensockel verschiedener Ausgestaltung zu verarbeiten bzw. den Kitt in den Sockeln in anderer als der oben beschul ebenen Lage anzubringen. Die Maschine eignet sich auch insbesondere zum Austausch der selbsttätigen Arbeitsvorrichtung, beispielsweise der Füller, die bei verschiedenen Sockelgrößen ebenfalls verschiedene Größen annehmen können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    1. Kontinuierlich arbeitende Maschine für die Herstellung elektrischer Lampen, insbesondere Sockelfüllmaschine, bestehend aus einem drehbaren Zahnrad und einer zugehörigen, vorzugsweise endlosen Kette, an der in Abständen getrennte Befestigungsvorrichtungen für die Werkstücke angebracht sind und bei welcher die Kette einen gewissen Umschlingungswinkel auf dem Zahnrad durchläuft, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von nockengesteuerten., selbsttätigen Arbeitsvorrichtuagen (30) auf dem Zahnrad (12) angebracht sind und sich somit gegenüber den Haltevorrichtungen (22) für die Werkstücke in Ruhe befinden, während die Kette (10) über das Zahnrad (12) läuft und daß die selbsttätigen Anbeitsvorrichtungen (30) während des Durchlaufens des Umschlingungswinfcels selbsttätig gesteuert werden.
    2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätigen Arbeitsvorrichtungen (30), insbesondere Füllvorrichtungen, auf dem Umfang des Zahnrades (12) befestigt sind und1 mit Kolben (49), welche die Einführung eines Stoffes in die Werkstücke bewerkstelligen und zu diesem Zweck in der Radialrichtung des Rades (12) hin und her bewegt werden, versehen sind, wobei jeder Kolben das Werkstück (1) in dem jeweiligen Halter (22) während des ganzen Umschlingungswinkels erfaßt und die Kolben (49) durch eine räumlich feststehende Nocke (36), vorzugsweise durch eine konzentrisch zum Rad (12) angeordnete Nocke, betätigt werden.
    3. Maschine nach- Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, ,daß die selbsttätigen Arbeits vorrichtungen (30) auf dem Rad (12) in solchen Abständen angebracht sind, die den Abständen der Haltevorrichtungen (22) auf der Kette (10) entsprechen.
    4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zweck der Füllung von Lampensockeln (1) mit einem Kitt die Haltevorrichtungen so beschaffen und angeordnet sind, daß sie einen Lampensockel
    (1) mit der Öffnung in Richtung der selbsttätigen Arbeitsvorrichtung (30) halten und daß diese Arbeitsvorrichtungen mit einem unter Druck stehenden flüssigen Kitt mittels eines zentralen Verteilerkopfes (33), der mit dem Rad (12) umläuft und mit den Arbeitsvorrichtungen (30) über Schläuche (32) verbunden ist, gespeist werden.
    •5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsvorrichtungen aus Einfülleinrichtungen (30) bestehen, die einen Kolben {49) enthalten, der sich in der Radial-
    richtung nach außen bewegen kann und in einen Sockel (i) in einem entsprechenden Halter (22) eintreten kann, außerdem aus einem durch eine Feder in der Raddalrichtung nach innen gedrückten Betätigungsstift (35), der zusammen mit einem Teil des Kolbens (49) von verkleinertem Durchmesser einen Ringraium (50) für die Aufnahme des Kittes definiert, ferner aus einer unter Federkraft stehenden Hülse (42), die normalerweise den mit verkleinertem Durchmesser ausgeführten Teil des Kolbens umgibt und den Ringxäum verschließt, so daß aus diesem kein Kitt austreten kann, wobei die Hülse von einem Sockel (1) in einem entsprechenden Halter (22) bei einer Bewegung des Betätigungsstiftes (35) nach außen zurückgehalten wird' und sich hierdurch der Ringraum (50) öffnet und der Kitt aus ihm in den Sockel (1) eintreten kann.
    6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet, durch ein zusätzliches drehbares Zahnrad (14) auf einer hohlen Welle (55), die als Sammelbehälter dient, und aus Blasvorrdchtungen (15) zur Entfernung der Werkstücke, insbesondere der gefüllten Sockel (1) aus den Haltevorrichtungen (22).
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
    © 5509 10.
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