DE8941C - Centraler Weichen- und Signal-Stellapparat mit hydraulischen Einrichtungen - Google Patents

Centraler Weichen- und Signal-Stellapparat mit hydraulischen Einrichtungen

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DE8941C
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M. HAHN in Berlin, Brauhausstrafse 9/11
Publication of DE8941C publication Critical patent/DE8941C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L7/00Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
    • B61L7/04Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using fluid-pressure transmission

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)

Description

1879.
Klasse 20.
MAX HAHN in BERLIN. Centraler Weichen- und Signal-Stellapparat mit hydraulischen Einrichtungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1879 ab.
Die Anlage besteht aus:
1. dem eisernen Reservoir,
2. der hydraulischen Druckpumpe,
3> den Dreiweghahnsystemen,
4. den Röhrenleitungen,
5. den Druckcylindern,
6. den Uebertragungshebeln,
7. den gemauerten Gruben,
8. den Controlcylindern,
9. dem Controltisch.
Jede Weiche etc. besitzt ein eigenes System von vier Dreiweghähnen von 30 mm Weite, von denen jeder an seinem Wirbel ein Zahnrad trägt; mittelst einer Handkurbel werden alle vier Hähne gleichzeitig gestellt.
Die Druckcylinder haben eine lichte Weite von 87 mm, einen Hub von 130 mm, und sind mittelst vier Ankerbolzen auf ein gemauertes Fundament festgeschraubt. Der Hub der Kolben ist verstellbar, um Ungenauigkeiten des Ausschlages der Weichenzungen ausgleichen zu können. Die Dichtung der Kolben erfolgt durch doppelte Ledermanschetten.
Die Druckcylinder sind mit den Weichenzungen durch die Uebertragungshebel verbunden, welche zweitheilig hergestellt, mit langen Löchern versehen, und auf einer quer durch die Grube laufenden Eisenstange gelagert sind.
Die Gruben werden unter den Weichen - aufgemauert und enthalten die kleinen Fundamente für die Druckcylinder.
Die Controlcylinder haben gleiche Construction mit den Druckcylindern, und versehen am Controltisch dieselbe Function, wie letztere an den Weichen, d. h. sie bringen die Controltischweichen in dieselbe Stellung, welche die Originale draufsen einnehmen. Der cubische Inhalt der Controlcylinder richtet sich nach der Zahl der gewünschten Controltische und ist bei zwei Tischen = y2, bei drei Tischen = '/3 des Inhalts der Druckcylinder u. s. f.
Der Controltisch ist ein gewöhnlicher Tisch, auf welchem der von der Centralanlage umfafste Theil des Bahnhofes in Miniatur dargestellt ist. Weichen, Signale und Barrieren sind ebenso beweglich, wie die Aufseiloriginale, und werden durch die unter dem Tisch angebrachten Controlcylinder bewegt. Soll nun eine gewisse Anzahl Weichen, Signale oder Barrieren stets in einer bestimmten Reihenfolge gestellt werden, so wird an den Dreiweghähnen ein einfaches System von Sperrklinken angebracht, welches, in die Platte des Controltisches eingelassen, mit einer Metallplatte verschlossen und dem Wärter nicht zugänglich ist. Die Sperrklinken sind einfache, durch Federdruck niedergehaltene kleine Hebel, welche mittelst eines kleinen Zapfens in die Wirbel der Dreiweghähne eingreifen, wo sich ein mit correspondirendem Einschnitt versehenes Excenter befindet. Beim Drehen greift das Excenter unter die Sperrklinke, hebt dieselbe an, und löst so das nächst folgende Dreiweghahnsystem aus. In demselben Augenblick greift aber ein entgegengesetzt liegender Sperrhebel in das soeben umgeschaltete System ein und fixirt dieses. Da dieser Vorgang sich bei allen Dreiweghähnen wiederholt, welche Sperrvorrichtung besitzen, so kann die Reihenfolge nicht verändert werden.
Die Function des Apparates ist folgende: Sobald die Dreiweghähne umgeschaltet sind und der Pumpendruck gegeben wird, strömt das Wasser nach dem entsprechenden Weichendruckcylinder und treibt den Kolben desselben vorwärts, der Uebertragungshebel stellt die Weiche um; der andere Uebertragungshebel drückt den Kolben des zweiten Druckcylinders in diesen hinein und treibt, da jeder Druckcylinder seine eigene Röhrenleitung besitzt, das in der zweiten Leitung stehende Wasser nach der Centralstelle zurück, wo-dasselbe die Controlcylinder bewegt. Da letztere mit der correspondirenden Weiche des Controltisches in Verbindung stehen, so registriren diese ganz genau die draufsen ausgeführte Bewegung. Dasselbe gilt von den Signalen und Barrieren. Ebenso zeigen dieselben an, wenn sich irgend ein fremder Körper zwischen der Weichenzunge und der Mutterschiene befindet. Bei normalem Zustand ' fühlt nämlich der Wärter an der Pumpe den Widerstand, der durch das Anlegen der Weichenzunge an die Mutterschiene entsteht, und dieser Widerstand fällt mit dem Schlufs der Weiche auf dem Controltisch zusammen. Ist eine Weiche ordnungsmäfsig gestellt, so kann dieselbe durch Menschenkraft nicht verändert werden, denn das zwischen dem Kolben des Druckcylinders und dem Pumpenventil stehende Wasser setzt jedem darauf gerichteten Versuch Widerstand entgegen. Ebenso wenig kann der

Claims (4)

Wärter die Stellung der Apparate des Controltisches beliebig ändern, denn auch hier bildet das Wasser den Riegel. Alle Weichen, Signale und Barrieren sind somit, ohne eine besondere Vorrichtung zu besitzen, stets fixirt, erhalten sogar sämmtlich bei jedem neuen Pumpenstofs auch neuen Druck. Der hydraulische Apparat gestattet ferner, dafs die Weichen nach wie vor auch mit der Hand an Ort und Stelle gestellt werden können, sobald vom Centralapparat aus die betreffenden Weichen freigegeben werden. Letzteres wird dadurch bewirkt, dafs die beiden Röhrenstränge einer Weiche unter dem Controltisch verbunden werden, und an die Verbindungsstelle ein Absperrhahn gesetzt wird. Ist dieser geöffnet, so kann das in den beiden Röhrenleitungen stehende Wasser aus der einen in die andere übertreten, ohne Widerstand zu erzeugen, und der Handbetrieb ist frei. Sobald dieser Absperrhahn geöffnet wird, springt gleichzeitig bei der betreffenden Weiche auf dem Controltisch ein Täfelchen mit der Aufschrift: »Ausgeschaltet« hervor, welches beim Schlufs des Hahnes auch wieder verschwindet. Um das Einfrieren des Wassers im Winter zu verhindern, wird demselben ein entsprechender Zusatz von Glycerin gegeben. An Orten, wo Wasserdruck bereits vorhanden ist, kann von der Anwendung der Pumpe Abstand genommen werden. Die Röhren werden dann in frostfreie Tiefe gelegt, Patent-A νSprüche: Bei hydraulischen Einrichtungen centraler Weichen- und Signalstellapparate:
1. Die Anordnung, dafs der Kolben des einen Druckcylinders, während der Druck auf denselben wirkt, seine Bewegung nicht direct bezw. unmittelbar auf den Kolben des gegenüberstehenden Druckcylinders überträgt, sondern dafs der letztere erst durch die wirklich erfolgende Umlegung der Weichenzungen seine rückläufige Bewegung ausführen und also auch nicht früher auf die Controlapparate wirken kann.
2. Die Anordnung, dafs die Weichen, wenn sie einmal festgestellt sind, unverrückbar stehen bleiben und nur von der dirigirenden Hand am Centralapparat umgestellt werden können.
3. Die Anwendung von Luftdruck zum Betriebe der vorbeschriebenen Apparate.
4. Die Anordnung, eine oder mehrere Weichen aus dem Centralsystem vermittelst Hähne oder Ventile auszuschalten und die Weiche für den Handbetrieb freizugeben, sowie die Einrichtung, dafs auf dem Controltisch" das Ausschalten einer Weiche durch ein Signal'selbstthätig an dem correspondirenden Weichenbilde markirt wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1119363B (de) * 1960-07-08 1961-12-14 Licentia Gmbh Verfahren zur Herstellung eines aus einem Aluminium- und Kupferteil bestehenden Verbindungsstueckes fuer UEbergaenge von Aluminium- auf Kupferleiter, insbesondere Kabelverbindungen fuer Hoch- und Niederspannung
US4050725A (en) * 1976-03-29 1977-09-27 Eastman Kodak Company Latch assembly

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