DE89410C - - Google Patents
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- DE89410C DE89410C DENDAT89410D DE89410DA DE89410C DE 89410 C DE89410 C DE 89410C DE NDAT89410 D DENDAT89410 D DE NDAT89410D DE 89410D A DE89410D A DE 89410DA DE 89410 C DE89410 C DE 89410C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10B—ORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
- G10B3/00—Details or accessories
- G10B3/18—Tremolo-producing devices
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- Acoustics & Sound (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung von tremulirenden
Tönen für die Orgel, das Harmonium und ähnliche Instrumente. Diese Töne werden .durch Vibrationen eines Ventils erzeugt, welches
zur Regelung und Ausgleichung der Windzufuhr dient und dessen Vibrationen durch die abwechselnde Thä'tigkeit des gesammten
eintretenden ■ Luftstromes oder eines Theiles desselben auf der einen oder anderen Seite
des Ventils oder dergleichen veranlafst werden. • Die bekannten Orgelpfeifen sind entweder
mit Zungen versehen, welche unter dem Drucke eines Luftstromes gegen eine den Wind zuführende
Oeffnung schlagen und dieselbe mehr oder weniger vollkommen sehliefsen, oder mit
Zungen, welche in ähnlicher Weise unter dem Drucke eines Luftstromes frei durch die Oeffnung
hindurchschlagen, welche die Pfeife oder die resonirende Luftsäule mit der Windführung
verbindet, so dafs dieselbe theilweise geschlossen wird.
Nach vorliegender Erfindung sollen die Pfeifen mit einem Motor oder einem gleichwerthigen
Organ, auf welches ein veränderlicher Luftdruck wirkt, versehen werden, welcher
in Schwingungen versetzt wird und derart mit einem Schieber-, Walzen- oder analeren
Ventil verbunden ist, dafs dasselbe den Luftstrom in eine Reihe von Stöfsen theilt,
welche den Ton in der Pfeife erzeugen bezw.
die Glocke zum Ertönen bringen, und zwar entweder unmittelbar oder aber mittelbar durch
einen eingeschalteten zweiten Motor.
In beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι die Vorrichtung unter Verwendung
einer Pfeife H, während Fig. 2 eine Abänderung darstellt, bei welcher eine tönende
Glocke R als Tonerzeuger dient.
Ein Windrohr A verbindet die Kammer B mit dem Windkasten; die Oeffnung des letzteren
kann durch das Ventil α nach Belieben gedrosselt werden. Der Motor C ist mit dem
Ventil D durch eine Stange d . verbunden. Auf der Rückseite des Ventils D ist eine Spinde]
/ befestigt und durch einen ledernen Beutel E hindurchgeführt, welcher durch lederne
Gegenmuttern gedichtet ist. Das Ende der Spindel/ ist mit Gegenmuttern an der Feder F
befestigt. Der Wind dringt von der Kammer B aus durch das Ventil D in eine Kammer
G, um alsdann in die Pfeife oder den Resonanzraum H zu gelangen. Ein Kanal g
verbindet die Kammer G mit der Rückseite des Motors C.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende:
Der unter Druck stehende Wind gelangt von dem Windkasten in das Rohr A, in dem er
durch das Drosselventil α nach Belieben gedrosselt werden kann. Hierauf tritt er in die
Kammer B ein, drückt den Balg C zusammen und öffnet hierdurch das Ventil D. Durch
letzteres, gelangt der Wind alsdann in die Kammer G und in die Pfeife oder die Resonanzkammer
H. In dem Augenblick, wo das Ventil D geöffnet wird, vermindert sich der Luftdruck in der Kammer B, und gleichzeitig wirkt
der Luftdruck durch den Kanal g auf die Innenseite des Balgdeckels C ein und hebt denselben
an. Hierdurch wird im Verein mit der Feder F, welche stets bestrebt ist, das Ventil D auf seinen
Sitz aufzupressen, die Kraft überwunden, welche das Ventil D geöffnet hat, so dafs sich letzteres
nunmehr wieder schliefsen kann. Die einzelnen Theile sind alsdann wieder in ihrer ursprünglichen
Lage und das' vorbeschriebene Spiel kann von neuem beginnen. Das am Ende der Feder F angeordnete Gewicht F'2 ist in
seiner Masse und seiner Entfernung von dem Aufhängepunkt so geregelt, dafs die natürlichen
Vibrationen der Feder F möglichst mit der erforderlichen Anzahl von Luftstöfsen in der
Resonanzkammer oder der Pfeife H übereinstimmen.
Eine Abänderung der Vorrichtung ist in
Fig. 2 zur Darstellung gebracht. Hier ist das Ventil D an die andere Seite der Kammer B
verlegt, so dafs es also nicht mehr in einer Ebene mit dem Motor C liegt. Ferner ist auf
der Spindel f ein zweites Ventil D2 angeordnet, welches sich in eine Kammer J öffnet, die entweder
mit der Atmosphäre oder einem luftverdünnten Raum in Verbindung steht. Diese
Anordnung wird benutzt, wenn die Kammer G nicht unmittelbar mit der Pfeife H, sondern
mit einem zweiten Balg C2 in Verbindung steht. Dieser zweite Balg kann dazu benutzt
werden, um eine Glocke R zum Ertönen zu bringen. In diesem Falle trägt . ein an dem
Balg C2 befestigter Draht r den Hammer R1,
der gegen die Glocke anschlägt. Ein fester Anschlag r1 begrenzt die Bewegung des Hammers
und eine Feder Fs ist bestrebt, den Balg zurückzupressen,, sobald der Hammer gegen
die Glocke angeschlagen hat.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung gemäfs
Fig. 2 entspricht fast vollkommen derjenigen der Einrichtung nach Fig. ι.
Der Wind gelangt durch das Rohr A in die Kammer B, prefst den Balg G zusammen und
öffnet dadurch das Ventil D, wobei gleichzeitig das Ventil D2 geschlossen wird. Während der
Dauer dieser Stellung des Ventils D2 steigt der Druck in der Kammer G und mithin auch
in dem Kanal g, der Druck in der Kammer B aber wird verringert. Dadurch, dafs der Druck
hinter dem Balg C stärker wird, wird im Verein mit der Kraft der Feder F das Ventil D geschlossen
und das Ventil D'2 geöffnet. Die in der Kammer G enthaltene Druckluft entweicht
alsdann durch das Ventil £)2 in die Kammer/
und von dort in die Atmosphäre oder aber in eine Vacuumkammer, falls die Kammer /
mit einer Vacuumpumpe in Verbindung steht. Die einzelnen Theile sind alsdann wieder in
ihrer ursprünglichen Lage, so dafs sich also dasselbe Spiel beliebig oft wiederholen kann.
Die Kammer G kann verschiedene Verbindungen erhalten. So kann man beispielsweise
auf die Oeffnurig H1 ein Rohr oder eine
Pfeife gleich der bei H in Fig. ι aufsetzen oder . aber durch die genannte Oeffnung den
Druck auf den Balg C2 übertragen, welcher durch seine Vibrationen die Glocke R zum Ertönen
bringt.
Aus den beiden beschriebenen Ausführungsbeispielen geht hervor, dafs das Ventil oder
die Ventile in verschiedenen Stellungen angeordnet werden können. Ebenso kann man
beliebige Ventileinrichtungen benutzen, also beispielsweise Schieberventile, Kugelventile oder
dergl. verwenden.
Aus Vorstehendem geht hervor, dafs -man
jedes Instrument, welches schnell auf einander folgende Einwirkungen verlangt, durch den
Balg C2 oder unmittelbar durch den Luftstrom
der Kammer G bethätigen kann. Man kann dabei den. Luftstrom beliebig an dem Boden
einer .Resonanzkammer oder auch höher eintreten fassen und dabei das zweite Ventil gegebenenfalls
dazu benutzen, um einem anderen Theil der Resonanzkammer einen unabhängigen Luftstrom zuzuführen, während der Luftstrom
der Kammer G an dem Boden der genannten Resonanzkammer eintritt.
Claims (4)
1. Eine Tremulir-Vorrichtung für Orgeln und
!,ähnliche Instrumente, dadurch gekennzeichnet,
dafs das den Luftzutritt zu den Pfeifen regelnde Ventil durch einen Balg
in Schwingungen versetzt wird, der von
.; ■ der Druckluft wechselweise von beiden
Seiten j beieinflufst . wird und dabei das Oeffnen und Schliefsen des genannten Ventils
veranlafst. >■,,..- ■ . ■
2. Eine 'Auslührungsform der durch >
Anspruch ι gekennzeichneten Vorrichtung, bei
: welcher die Schwingungen , des . Ventils
durch eine Feder unterstützt werden; deren Schwingungszahl durch die Einstellung eines
: Belastungsgewichtes geregelt werden kann.
3. Eine Ausführungsform der durch Anspruch ι gekennzeichneten Vorrichtung, bei
: welcher der BaIgYQ und das zugehörige
Ventil ..(D) .mit einem Hilfsventil (D'2)
(Fig. 2) verbunden, sind, zum Zwecke, den Einflufs der in der Kammer (B) enthal-
■·..· tenen Druckluft:,auf das zu bethätigende
■; Instrument noch weiter regeln zu können.
4. Eine Ausführungsform der durch ; Anspruch
ι gekennzeichneten Vorrichtung, derart, idafs dieselbe mit einem zweiten
■ Balg verbunden ist, der dutch die Luftstöfse der Vorrichtung angetrieben wird
und zur Bethätigüng von Glocken und .·..■ anderen ähnlichen Klangerzeugern dient.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE89410C true DE89410C (de) |
Family
ID=361227
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT89410D Active DE89410C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE89410C (de) |
-
0
- DE DENDAT89410D patent/DE89410C/de active Active
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