DE893879C - Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von EisenpulverInfo
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- DE893879C DE893879C DEM5393D DEM0005393D DE893879C DE 893879 C DE893879 C DE 893879C DE M5393 D DEM5393 D DE M5393D DE M0005393 D DEM0005393 D DE M0005393D DE 893879 C DE893879 C DE 893879C
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- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22F—WORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
- B22F9/00—Making metallic powder or suspensions thereof
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- Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver Bei der Herstellung von Eisenpulver durch Zerstäuben flüssigen Eisens mittels Druckluft und Wasserdampf bestehen einige Schwierigkeiten. Das Verfahren erfordert stoßweise große Dampfmengen, ,die in Dampfspeichern bereitstehen müssen. Ein Zerstäuben mit Luft allein ist nicht möglich weil das flüssige Eisen zu stark verbrennt. Die Kugelform des entstehenden Pulvers ist für die Weiterverarbeitung ungünstig. Erwünscht ist eine unregelmäßige, schwammige Oberfläche. Das reine Eisen als Ausgangswerkstoff, das überhitzt werden muß, zerstört schnell die Zerstäubungsdüse, von deren Größe der Zerstäubungsgrad und die Feinheit des Pulvers abhängen. Außerdem tritt ein starker Verschleiß des Ofens ein. Die Erfindung behebt diese Mängel. Das Verfahren besteht darin, daß aus Roheisen oder aus einer Eisen-Kohlenstoff-Legierung erhaltenes Pulver mit Hilfe von Eisenoxyden durch Glühen bei etwa goo'° im festen Zustand entkohlt wird. Das zur Entkohlun.g notwendige Eisenoxyd kann auch in Form einer Zunderschicht auf dem Pulver beim Zerstäuben des Eisens erzeugt werden. Anschließend wird das Eisenpulver wie üblich mit Wasserstoff reduziert.
- Der technische Fortschritt dieses Verfahrens besteht in folgendem: Zum Zerstäuben kann Luft benutzt werden, da der Kohlenstoff des Ausgangswerkstoffes eine zu weit gehende Oxydation des Eisens verhindert. Es sind demnach keine Anlagen zur Herstellung und Speicherung von Dampf notwendig. Es genügt .ein kleiner Kompressor mit einem Druckluftkessel.
- Das Roheisen kann in beliebig kleinen Mengen unter Anpassung an die Betriebsverhältnisse dem Ofen entnommen werden. Die Herstellungskosten für Stahl werden eingespart.
- Der Verschleiß der Düsen ist geringer und die Durchführung .des Pulverisierungsvorganges billiger und einfacher, weil die Temperatur gegenüber Stahl viel niedriger ist.
- Die Entkohlung im festen Zustand kann sehr weit getrieben werden. Durch die Entkohlung entstehen schwammige Eisenkörnchen, die sich besonders gut verpressen lassen.
- Das Verfahren sei an folgendem Beispiel beschrieben: Roheisen mit 4."/o- C, ohne Silicium und Phosphor, wurde zu einem feinen Pulver zerstäubt, mit 150/0, E;isenoxyd gemischt und in einem geschlossenen Eisentopf 50 Minuten auf goo'°' erhitzt. Das Kohlenoxyd konnte aus einer Öffnung entweichen. Nach dem Frischen wurde, wie üblich, i Stunde Wasserstoff eingeleitet, um den Restsauerstoff zu entfernen. Das Eisen .enthielt nur noch o;oi bzw. o,o2 % Kohlenstoff. Die Körnchen waren weich und schwammig und ließen sich gut verpTessen und sintern. Das Eisen enthält -sehr wenig Stickstoff und Sauerstoff und dürfte daher auch als Einsatzmaterial für Sonderstähle geeignet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von fEisenpulver durch Zerstäuben von flüssigem Eisen, dadurch gekennzeichnet, daß aus Roheisen oder aus einer Eisen-Kohlenstoff-Legierung erhaltenes Pulver mit Hilfe von Eisenoxyden im festen Zustand .gefrischt und anschließend mit Wasserstoff reduziert wird. ä. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dass Eisenoxyd in Form einer Zunderschicht auf dem Pulver beim Zerstäuben des Eisens erzeugt wird. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, däß ein siliciumarmer Ausgangswerkstoff verwendet wird. q.. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein siliciumfreier Ausgangswerkstoff verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM5393D DE893879C (de) | 1942-12-30 | 1942-12-30 | Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM5393D DE893879C (de) | 1942-12-30 | 1942-12-30 | Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE893879C true DE893879C (de) | 1953-10-19 |
Family
ID=7293100
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM5393D Expired DE893879C (de) | 1942-12-30 | 1942-12-30 | Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE893879C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2928385A1 (de) * | 1978-09-22 | 1980-04-03 | Slovenska Akademia Vied | Verfahren zum erzeugen gesinterter eiserner presslinge, die durch eisenoxide verfestigt sind |
-
1942
- 1942-12-30 DE DEM5393D patent/DE893879C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2928385A1 (de) * | 1978-09-22 | 1980-04-03 | Slovenska Akademia Vied | Verfahren zum erzeugen gesinterter eiserner presslinge, die durch eisenoxide verfestigt sind |
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