DE893662C - Bildzerlegerroehre - Google Patents
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Description
- Bildzerlegerröhre Im Patent 8845o8 ist eine Bildzerlegerröhre beschrieben, bei der die auf der Mosaikelektrode durch den Abtaststrahl ausgelösten Elektronen einem Sekundärelektronenverstärker zugeführt und in diesem vervielfacht werden. Der Sekundärelektronenverstärker ist dabei in einem seitlichen Ansatz untergebracht.
- Die Erfindung betrifft eine Anordnung, mit der Räume des Röhrengefäßes :zur Unterbringung des Sekundärverstärkers ausgenutzt werden können, die sonst unbenutzt bleiben. Ferner bietet die Anordnung des Sekundärverstärkers auch in elektrischer Hinsicht einige Vorteile. Gemäß der Erfindung werden die Elektroden des Sekundärverstärkers so ausgebildet, daß sie die Achse des Gefäßes, die zugleich die Achse des Strahlablenksystems sein kann, allseitig symmetrisch umgeben. Insbesondere besitzen die Elektroden.des Sekundärverstärkers ringförmige Gestalt und sind koaxial zu dem Abtaststrahlsystem angeordnet. Vorteilhaft wird dabei die äußere Begrenzung der ringförmigen Elektroden der Röhrenwandung angenähert, wobei die Elektroden in Richtung der Röhrenachse aufeinanderfolgen. Weiter ist es zweckmäßig, zwischen dem Raum, der von Elektronen des Abtaststrahls durchlaufen wird, und dem Sekundär= elektronenvervielfacher eine Absch rmung vorzusehen. Eine vorteilhafte Ausbildung einer Bildzerlegerröhre mit eingebautem Sekundärverstärker besteht darin, daß der Sekundärverstärker mit der Mosaikelektrode zu einer mechanischen Einheit verbunden wird, die als Ganzes in das Gefäß eingeführt werden kann.
- Die Zeichnung zeigt einige Ausführungsbeispiele der Erfindung, und zwar .in den Fig. i und 2 eine zylindrische, in Fig.3 eine kugelförmige Anordnung. In Fig. i ist mit i -der zylindrische Teil der Röhre bezeichnet, an den sich am einen Ende ein das Strahlerzeugungssystem 1,4 enthaltender Ansatz 2 anschließt. 3 ist die Mosaikelektrode. Im vorliegenden Fall ist eine doppelseitige Speicherelektrode vorgesehen, die von .der rechten Seite belichtet und von der linken Seite abgetastet wird. Sie besteht aus zahlreichen, die Platte quer durchsetzenden Rasterelementen, die mit einer gemeinsamen,. bei 4 aus der Röhre geführten Gegenelektrode, kleine Kondensatoren bilden. Die Fotoelektronen werden durch eine ringförmige Warndbelegung 13 abgesaugt. Der abgelenkte Strahl durchsetzt bei dieser Anordnung in jedem Querschnitt senkrecht zur Röhrenachse nur ein rechteckiges oder quadratisches Feld, während der Zwischenraum zwischen diesem Feld und der Röhrenwand zunächst unausgenutzt bleibt. In diesem Zwischenraum wird nun gemäß der Erfindung der Sekundäreldktronenverstärker angeordnet. Er besteht im vorliegenden Fall aus einer Silberplatte 8, die als erste Auslöseelektrode dient, und mehreren hintereinander angeordneten, an steigenden Potentialen liegenden Netzen. Die Anode ist im vorliegenden Fall ebenfalls als Netz ausgebildet und 'bei 6 herausgeführt. Die Auslöseelektroden erhalten ihr Potential von einem innerhalb oder außerhalb der Röhre .angeordneten Spannungsteiler. Das erste Netz 5 ist nach außen vorgewölbt.
- Mit 7 ist eine Abschirmung bezeichnet, die den Sekundärverstärker von dem vom Strahl ausgefüllten Raum trennt und zugleich die Funktion des sonst üblichen Anodenwandbelags übernimmt. Das Potential' der Elektrode 8 wird zweckmäßig etwas höher als das Potential der Abschirmung 7 gehalten, während das Netz 5 auf noch höherer Spannung liegt. Es werden dann mit Sicherheit alle bei' der Abtastung erzeugten Sekundärelektronen dem Sekundärverstärker zugeführt. Die Ablenkung erfolgt mittels zweier schematisch angedeuteter magnetischer Ablenksysteme 9 und io. Es kann zweckmäßig sein, eine weitere Abschirmung i i vorzusehen, um das Magnetfeld dieser Systeme von dem Sekund,ärverstäriker fernzuhalten.
- Fig. 2 zeigt zwei Möglichkeiten, wie die Abschirmung und der Sekundärverstärker ausgebildet werden können. -In beiden Fällen soll die Figur einen Schnitt durch,die Ebene A-A der Fig. i darstellen. In der linken Hälfte der. Figur. ist eine konische Abschirmung angenommen, während die rechte Hälfte eine Abschirmung von rechteckigem Profil, welches den Grenzlagen des Strahls genau angepaßt ist, zeigt. Im ersten Fall (linke Hälfte) ist das Netz i2 des Sekundärverstärkers als Ringscheibe ausgebildet. Im zweiten Fall besteht die Auslöseelektrode aus -vier miteinander verbundenen Teilelektroden. Die ringförmige Anordnung ;besitzt gegenüber der Anordnung mit rechteckiger Abschirmung den Vorteil, daß die Abschirmung nicht auf die genaue Lage des Bildfeldes ausgerichtet zu werden braucht. Allerdings müssen bei ihr die Flektrodenflächen kleiner gehalten werden. Die Abschirmung 7 weist bei diesen Anordnungen .gegen sämtliche Auslöseelektroden ein negatives Potential auf. Es kann noch ein diese Elektroden umschließender Belag gleichen Potentials auf der Röhrenwand vorgesehen sein. Sowohl die Abschirmung 7 als auch dieser Belag bewirken dann eine B.ürndelung der Elektronen zwischen den Auslöseelektroden.
- Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß der Sekundärverstärker den vom abgelenkten Strahl durchlaufenen Raum ringförmig umschließt. Es wird' in vielen Fällen vorteilhaft sein, die Elektroden 8 und 5 allseitig symmetrisch zur Mosaikplatte anzuordnen. Auf die Weise wird das Auftreten einer ungleichmläßligen; Raumliadung vor dem Mosaik mit Sicherheit vermieden. Es sind infolgedessen keinerlei Maßnahmen: mehr notwendig, um *die sonst aft bestehende Ungleichriiäßiglc-eit der Empfindlichkeit des Rasters auszugleichen.
- Bei der Anordnung der Fig. 3 ist der kugelige Teil mit 21 bezeichnet. Strahlerzeugungssystem 14 und zwei elektrische Ablenksysteme sind in einem Ansatz 2 untergebracht. Die Kugel weist eine seitliche ringförmige- Einschmelzung 2,2 auf, die zwei Quetschfiiß,e' trägt, auf die die Elektroden aufgebaut sind. 3 ist wieder die Mosaikplatte. An Stelle des Belags 13 der Fig. i ist ein sehr weitmaschiges Netz 23 vorgesehen. Mit 24 ist die Projektionsoptik angedeutet. Der Sekundärverstärker besteht beispielsweise. aus einer Reihe von Gittern (oder Sieben oder Folien und Platten), die von einer Abschirmung a5 umschlossen sind. Die Anordnung kann wieder ringförmig ausgebildet sein oder aus vier sich symmetrisch gegenüberstehenden Teilsystemen bestehen. Das erste Netz 5 ist nach außen vorgewölbt.
- Die in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispiele arbeiten mit einer doppelseitigen Mosaikelektrode. Die Erfindung kann auch bei Röhren mit Belichtung und Abtastung von der gleichen Seite angewendet werden. In .diesem Fall kann bei einer zylindrischen Röhre das @Strählerzeugungssystem in bekannter Weise von. der Seite her in die Röhre eingeführt werden, und die Belichtung erfolgt durch ein ebenes, am Kathodenende der Röhre vorgesehenes Fenster und durch das Strahlerzeugungssystem hindurch bzw. .an diesem vorbei. Der Sekundärverstärker muß dann natürlich so angeordnet werden, daß er weder den optischen Strahlengang -noch den Kathodenstrahl behindert.
- Es ist natürlich auch möglich, andere Arten von Sekundärverstärkern in die Röhre einzubauen. Die in den Zeichnungen dargestellte Anordnung besitzt bei einer zylindrischen Röhre den Vorteil, daß die Auslöseelektroden ohne weiteres von Stufe zu Stufe größer ausgebildet werden können, da sich der vorn Strahl durchsetzte Querschnitt nach links stetig verkleinert. Dies ,ist -insofern günstig, als die Belastung je Quadratzentimeter und die Raumladungsdichte vor den verschiedenen Auslöseelektroden auf die Weise nicht so schnell zunehmen wie bei 'gleichbleibenden Elektrodenflächen.
- Bei der Herstellung der Röhre nach Fig. i werden die Mosaikplatte, die Abschirmung 7 und der Sekundärverstärker zweckmäßig vor dem Einbau zu einer mechanischen Einheit zusammengesetzt. Diese wird in ein topfförmiges Glasgefäß (Zylinder und Abschlußplatte 16) eingesetzt, welches dann bei 15 mit einem den Ansatz a aufweisenden Ergänzungsteil zusammengeschmolzen wird.
- Bei der Röhre nach Fig. 3 werden der bzw. die Sekundärverstärker ebenfalls vorteilhaft mit dem System 3, 2,3 auf eine gemeinsame Einschmelzung aufgebaut und durch den Ansatz ?z in die Kugel eingeführt.
- Die Auslöseelektroden des Sekundärverstärkers können unter Umständen aus Legierungen, die z. B. Barium oder Caesium enthalten, bestehen. Solche Elektroden können so hergestellt werden, daß sie keiner besonderen Formierung bedürfen. Es entfallen dann. die Schwierigkeiten, die sich sonst aus der Notwendigkeit einer getrennten Formierung der Fotokathode und der Auslöseelektroden ergeben können.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Bildzerlegerröhre nach Patent 884 5o8, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden des Sekundärverstärkers so ausgebildet sind, daß sie,die Achse des Gefäßes allseitig symmetrisch umgeben. a. Bildzerlegerrö'hre nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d.aß die Achse des Strahlerzeugungssystems mit der Gefäßachse zusammenfällt. 3. Bildzerlegerrö'hre nach Anspruch i oder a, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden des Vervielfachers viereckige oder ringförmige Ge- stalt besitzen und in Richtung der Röhrenachse hintereinander aufgereiht sind. 4. Bildzerlegerröhre nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sekundärelektronenverstärker von dem vorn Strahl durchlaufenen Raum durch eine Abschirmung getrennt ist. 5. Bildzerlegerröhre nach Anspruch i oder .4, dadurch gekennzeichnet, daß der Se'kundärelektronenverstärker in an sich bekannter Weise aus mehreren hintereinander angeordneten Netzen (Sieben, Gittern) oder Folien besteht. 6. Bildzerlegerröhre nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslöseelektroden (gegebenenfalls unter Ausnahme der letzten Stufe) in Richtung der Röhrenkathode (i4) eine von Stufe zu Stufe größere Fläche besitzen. 7. Bildzerlegerröhre nach Anspruch i oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß als erste Auslöseelektrode eine Platte (8) dient, die seitlich von der Mosaikplatte (3) angeordnet ist und etwa rechtwinklig zu ihr liegt. B. Bildzerlegerröhre nach Anspruch i, da-@durch -gekennzeichnet, :daß die Au.slöse-elektro.-den aus einer selbstformierenden Legierung bestehen. g. Verfahren zur Herstellung einer Bildzerlegerröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die im zylindrischen bzw. kugelförmigen Röhrenteil befindlichen Elektroden vor dem Einbau zu einer mechanischen Einheit zusammengesetzt werden.
Priority Applications (8)
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