DE8916C - Freier Ankergang für Pendeluhren - Google Patents

Freier Ankergang für Pendeluhren

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DE8916C
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F. L. LÖBNER in Berlin, Potsdamerstrafse 1 a
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    • G04HOROLOGY
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    • G04B15/00Escapements
    • G04B15/06Free escapements
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Description

1879.
Klasse 83.
F. L. LÖBNER in BERLIN. Freier Ankergang für Pendeluhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. August 1879 ab.
Wie bei den tragbaren Ankeruhren die Unruhe, nachdem sie den Anstofs durch einen Stift empfangen hat, frei ausschwingen kann, so soll auch bei der vorliegenden Hemmung das Pendel, nachdem es bei jedem Ausschlage einen Anstofs erhalten hat, frei schwingen können. Hierzu ist dem Pendel A A' in der Schwingungsebene ein Bogen a b seitlich angesetzt, in welchem eine Leitrinne c d sich befindet. Dieser Bogen vertritt zu gleicher Zeit das Plateau (Sicherheitsrolle) der Taschenuhr.
Links und rechts, ober- und unterhalb des Bogens, sind zwei Verstärkungsstücke (Auslösungsstücke) e und e1 angesetzt. Die oben beschriebene Einrichtung ist in Fig. 5 perspectivisch dargestellt. Die Erscheinungen beim Gange der Uhr sind folgende:
Wenn das Steigrad B, welches hier als Stiftenrad gedacht ist, aber auch jede bei Steigrädern sonst übliche Zahnform haben kann, sich in der Richtung des Pfeiles dreht, übt der Zahn 2 (Stift 2) auf die Hebefläche der Eingangspalette / einen Druck aus. Die Palette wird sich dadurch nach aufsen bewegen, der Anker C eine Drehung um seine Axe antreten und seine Gabel g eine kreisförmige Bewegung nach unten machen.
Auf dem Ende der Gabel befindet sich ein Führungsstift h (s. Fig. 4). Dieser Führungsstift wird bei seiner Bewegung nach unten auf die rechtsliegende Fläche der Rinne drücken und so dem Pendel einen Impuls zur Bewegung nach rechts geben. Hat der Führungsstift die Rinne verlassen und die in Fig. 3 angedeutete Richtung eingenommen, so schwingt das Pendel, ohne irgend welche Verbindung mit dem Gangwerke zu haben, frei nach rechts. Gleichzeitig ist die Ausgangspalette fl zwischen die Zähne 8 und 9 eingetreten und hemmt die Drehung des Steigrades. Kehrt nun das Pendel zurück, so trifft das untere Auslösungsstück e* auf den Führungsstift h. Der dadurch hervorgerufene Anstofs theilt sich auch der Ausgangspalette/1 mit, und der Zahn 8 tritt auf Hebung.
Es wird nun der Anker die entgegengesetzte Drehung machen, die Ankergabel sich nach oben bewegen, und der Führungsstift k, bei seinem Durchgange durch die Leitrinne, wiederum dem Pendel einen Impuls zur Linksschwingung ertheilen.
Ist der Führungsstift aus der Leitrinne herausgetreten nach oben (s. Fig. 2), so schwingt das Pendel abermals frei, ohne Verbindung mit dem Werke zu haben. Gleichzeitig ist die Eingangspalette f zwischen die Zähne 1 und 2 getreten, und hemmt die Bewegung des Steigrades. Kehrt das Pendel von links her zurück, so trifft das obere Auslösungsstück e den Führungsstift h, der Zahn 1 tritt auf Hebung, die Ankergabel macht die drehende Bewegung nach unten, und das Spiel der Hemmung beginnt von neuem.
Der beschriebene freie Ankergang kann für alle Pendeluhren, seien sie grofs oder klein, ohne Schwierigkeit Anwendung finden und in verschiedener Weise modificirt werden.
Es kann z. B. der Aufhängungspunkt des Pendels lothrecht über dem Zapfen des Steigrades angebracht werden, wenn die Ankergabel, ohne die Stellung des Ankers zu ändern, nach rechts gelegt wird. Das Bogenstück a b kann an der rechten Seite des Pendels angesetzt werden. Bei dem dargestellten Ankergange befindet sich der Führungsstift an der Ankergabel und die Leitrinne im Bogenstück, es kann aber auch ebensogut, vielleicht sogar mit Vortheil, umgekehrt der Führungsstift am Pendel oder Bogenstück und die Leitrinne an der Gabel angebracht werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das am Pendel angebrachte Bogenstück a b mit der Leitrinne c d und den Auslösungsstücken e el in Verbindung mit der Ankergabel g und dem Führungsstift h, durch deren Zusammenwirken ein freier Ankergang bei Pendeluhren erreicht wird.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT8916D Freier Ankergang für Pendeluhren Active DE8916C (de)

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