DE891648C - Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Blechen od. dgl. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Blechen od. dgl.Info
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Blechen od. dgl.
- Die Erfindung betrifft eine Beizanlage, in der die Bleche hängend durch den Beiztrog gefördert und dann dnrch einen weiteren Förderer ausgetragen werden. Während aber die früher vorgeschlagenen kontinuierlich arbeqtenden Anlagen besonders weiträumig' und kostspielig waren (ein Beiztrog für 100 Bleche würde über 50 m lang), bringt die Erfindung zeine praktisch verwirklichte Lösung, die bei allen Vorteilen des ,durchlaufen.den Betriebes einfacher, billiger und raumsparender ist als sämtliche bisherige satzweise oder kontinuierlich arbeitenden Anlagen.
- Ein wesentliches Merkmal der neuen Anlage besteht darin, ,daß die Bleche in senkrechter Lage dicht hintereinanderhängend durch den Trog geführt werden. Sie stützen sich in j'e zwei einfachen Haken ab; die Haken hängen an Querstäben, Rohren od. dgl. Diese Querstäbe werden oberhalb des Beizbades durch einen Förderer vorwärts bewegt.
- Vorzugsweise stehen die Bleche in den Haken etwas nach vorn geneigt, so daß ste sich an den vorhergehenden Haken bzw. ,den von diesem gehaltenen Blech abstützen.
- Es hat sich herausgestellt, daß entgegen aller Annahmen, trotz der dichten Aufeinanderfolge der Bleche und trotz der langsamen Förderung im Trog, ohne senkrechte oder seitliche Zusatzbewegung der Bleche eine saubere und gleichmäßige Beheizung der Bleche erzielt wird, die allen Anforderungen der nachfolgenden Behandlung entspricht. Der Bleiztrog braucht nur ein Zehntel der Länge zu messen, die bei bekannten Vorschlägen erforderlich wäre, die Förderer werden damit ebenfalls wesentlich kürzer.
- Der Platzbedarf der Anlage wird stark vermindert, so daß schon dadurch in einer Reihe von Fällen der Einbau einer durchlaufend arbeitenden Beitzanlage erst möglich wird.
- Gemäß der weiteren Erfindung werden die Bleche im Trog taktweise vorwärts bewegt. Nach jedesmaligem Einhängen eines Bleches rückt der Förderer um die Breite eines Traghakens vor, um dann bis zur nächsten Einhängung stillzustehen. Das Schalten des Taktes kann s,elbsttätig, etwa- durch das eingehängte Blech erfolgen, es ist aber auch ausreichend, wenn einer der Bedienungsleutea der Einhänger, den Taktschalterfdrückt.
- Damit werden verschiedene Vorteile erzielt. Einmal finden die Bleche immer einen vorangehenden Haken vor, an den sie sich in vornübergeneigterLage abstützen können. Sodann arbeitet die Anlage genau im Rhythmus der ankommenden Bleche, Störungen werden vermieden. Schließlich begünstigt das taktweise Vorwärtsschreiten der Bleche auch den Umlauf und Durchlauf der Beizflüssigkeit.
- Für jedes Blech genügen zwei einfache Haken und ein glatter Querstab. Auch die Förderer sind entsprechend einfach. Zweckmäßig werden drei Förderer angewendet, von denen der erste als langsam bewegter Taktförderer waagerecht arbeitet, der zweite als Senkrechtförderer die Bleche schnell aus dem Bad hebt, damit sie sogleich der Reinigung zugeleitet werden können, und der dritte als Rückförderer für Querstäbe und Haken diént und verhältnismäßig hoch über dem Beiztrog liegt, so daß dieser bequem zugänglich ist.
- Schließlich betrifft die Erfindung noch eine anschließende Austrag- und Kippvorrichtung für die gebeizten Bleche.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
- Von dem Blechpaket 1 auf dem Stapelwagen 2 wird ein Blech 3 von den beiden Tedienungsleuten abgenommen, und die beiden Haken 4 werden angelegt. Nunmehr werden die Haken mit dem aufrecht stehenden Blech in Querstäbe, Rohre, Holme 5 od. dgl. eingehängt, die in Rasten 6 der Förderketten 7 rechts und links ,des Beiztroges 8 aufliegen.
- Dile Förderketten ihrerseits sind in Gleitbahnen 9 des Gerüstes geführt.
- Das zu beizende Blech hängt nunmehr im Beizbad in praktisch senkrechter Stellung und! lehnt sich an die dicht davorstehenden Haken des Vorderbleches bzw. an dieses .selbst an. Der eine der Bedienungsleute zudrückt den Schaltknopf, und die Förderketten bewegen sich um einen Schritt weiter, jedoch nur so viel, daß Raum für das nächste im Haken hängende Blech gegeben wird. Dieses wird nunmehr eingehängt, worauf wiederum die Schaltung erfolgt. Jeder Taktschritt beträgt nur wenige Zenti,meter. Die Bleche hänge-n dicht hintereinander, die Länge.des Troges. wird voll ausgenutzt.
- Dureh,das taktweise Vorwärts schreiten gelangt das Blech schliel31ich vor die Endwand IO des Troges. Hier wird der Querstab 5 von Mitnehmern eines schnell laufenden Senkrechtförderers 11 erfaßt, so daß sich das Blech aus dem Bad emporhebt.
- Das schon im Beizbad etwas nach vorn geneigte Blech verliert seinen Halt und kippt gegen einen Rechen I2, einen Anschlag od. dgl., der es mit bestimmter Geschwindiglceit und in der richtigen Lage auf eine Schrägfläche I3, Rutsche od. dgl. abgibt.
- Die Rutsche hat Aussparungen, durch welche der Rechen 12 hindurchtreten kann.
- Die Rechenbewegung kann motorisch herbeigeführt werden, vorzugsweise wird sie aber durch das kippende Blech selbst bewirkt. Der Rechen wird dann mit einem Gegengewicht versehen, wie bei 14 angedeutet, welches einmal die vom Blech veranlaßte Kippbewegung regelt und sodann nach Abrutschen des Bleches auf der Schrägfiäche 13 den Rechen wieder in die Anfangslage zurückführt.
- Die Schrägfläche ist ebenfalls beweglich, und zwar um die Achse 15, und richtet das Blech wieder auf, wobei es. auf den Rollgang I6 zu stehen kommt.
- Von diesem wird es in die Reinigungsapparatur gebracht. Das Blech steht ,dabei auf derjenigen Kante, welche im Trog die Oberkante war. Inzwischen hat der Senlçrec,htfflrderer den Querstab 5 mit den leeren Haken aufwärts gefördert, wobei die Leisten I7 das Abfallen verhindern. Am Oberende der Leisten rollt der Querstab milden Haken, gegebenenfalls noch durch bewegliche Abweiser I8 unterstützt, dem Rückförderer 19 zu, der sie wieder zur Aufgabestelle zurückbringt. Auf dem gesamten beschriebenen Weg sinid weder die Bleche noch die Querstäbe und Haken irgendwelchen Operationen von Hand unterzogen worden. Nunmehr werden von den beiden Bedienungsleuten am Stapelwagen wieder die Haken abgenommen, unterdes die Querstäbe dem Förderer 7 zuwandern, und der Kreislauf beginnt von neuem.
- Die Förderer 11 und I9 werden zweckmäßig ebenso wieder Kettenförderer 7 im Takt geschaltet, so daß sämtliche Förderbewegungen immer aufeinander abgestimmt sind.
- Dile Anlage erlaubt auf einem verhältnismäßig kurzen Raum ,den Durchsatz erheblicher Mengen von Blechen bei ausreichender Verweilzeit im Bad und vor allem sauberer Abbeizung.
- Die Erfindung kann in verschiedener Richtung abgewandelt werden.
- Das Einhänbenlder Bleche in den Förderer kann auch durch selbsttätige Vorrichtungen erfolgen, zumal wenn die Bleche einzeln angefördert werden.
- Ebenso kann die Taktschaltung selbsttätig durch das Einhängen der Bleche od. dgl. vorgenommen werden. Die gebeizten Bleche können statt auf einer Schrägfläche auch auf einem waagerechten Tisch, Rost oder einer sonstigen Unterlage abgelegt werden, mit der sie im einen oder anderen Drehsinne aufgerichtet werden. Die Rückführung der Querstäbe kann gegebenenfalls auch durch die Scfhwerkraft auf einer Rollbahn geschehen.
- Wesentlich für ,die Erfindung sind die verhältnismäßig dichte Schichtung der Bleche im Beiztrog, das Taktverfahren und ferner die bevorzugte, schräg nach vorn geneigte Lage dir Bleche beim Beizen, welche das Ablegen der Bleche am Ende ihrer Bahn erleichtert.
- Die Erfindung kann sinngemäß auch bei Verzin- kungs- oder Verbleiungsanlagen od. dgl. vollständig oder in Teilen angewendet werden.
- PATENTANSPRt;CHE: I. Verfahren zum Beizen von Blechen od. dgl., wobei die Bleche mittels eines Förderers in Traghaken durch den Beiztrog geführt und durch ein weiteres Fördermittel ausgehoben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche dicht hintereinander nahezu senkrecht stehend, vorzugsweise etwas vornübergeneigt, durch das Bad bewegt und am Ende desselben in ihrer vornübergene igten Lage von einem weiteren Förderer gehoben und im Sinne ihrer Neigung gekippt werden.
Claims (1)
- 2. Beizanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Waagerechtförderer (7) mit Traghaken (4), bei' welchem sich jedes Blech (3) gegen das Vorblech bzw. dessen Träger (Haken 4) legt.3. Beizanlage nach Anspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, daß die Haken (4), welche die Bleche (3) aufnehmen, unmittelbar an den zur Beförderung dienenden Querstäben (5), Rohren od. dgl. aufgehängt sind.4. Beizanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Blech nur in zwei seitlich angeordneten Haken (4) hängt.5. Beizanlagen nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haken (4) leicht abnehmbar an ihren Querstäben (5) hängen.6. Beizanlage nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Taktschaltung, welche die Bleche bzw. ihre Träger nach jedesmaligem Einhängen eines Bleches im Beiztrog um einen Schritt vorwärts bewegt.7. Verfahren zum Beizen von Blechen in einer Beizanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Taktvorschub durch den Einlegevorgang der Bleche oder den Einlege einzeln entsprechend dem Einhängen der Bleche geschaltet wird.8. Beizanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß auch die anderen Förderer (I I und I9) der Anlage im Taktschritt geschaltet sind.9. Beizanlage nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Klapprechen (12), Anschlaghebel od. dgl., der die Kippbewegung der Bleche (3) auf die Ablage (I 3) regelt.10. Beizanlage nach Anspruch 9, aekennzeichnet durch einen Klapprechen (I2) mit Gewichtsausgleich oder Federrückfü'hrung.11. Beizanlage nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Ablegetisch (I3), der die Bleche in der Richtung vom Beiztrog (8) ab und in der Weise wendet, daß sie in der Weiterbeförde.-rungs- bzw. Weiterbehandlungsanlage (16) auf derjenigen Kante stehen, die im Beiztrog Oberkante war.12. Beizanlage nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß anoden Senkrechtförderer (II) ein Rückförderer (I9) für die Querstäbe (5) mit dem Haken (4) anschließt, der in größerem Abstand über den Trog (8) hinweg geführt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP56246A DE891648C (de) | 1949-09-29 | 1949-09-29 | Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Blechen od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP56246A DE891648C (de) | 1949-09-29 | 1949-09-29 | Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Blechen od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE891648C true DE891648C (de) | 1953-10-01 |
Family
ID=7388292
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP56246A Expired DE891648C (de) | 1949-09-29 | 1949-09-29 | Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Blechen od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE891648C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0121130A1 (de) * | 1983-03-05 | 1984-10-10 | Wenmec Systems AB | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von bei der elektrolytischen Raffination von Metallen gewonnenen Kathoden- und/oder Anodenplatten |
-
1949
- 1949-09-29 DE DEP56246A patent/DE891648C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0121130A1 (de) * | 1983-03-05 | 1984-10-10 | Wenmec Systems AB | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von bei der elektrolytischen Raffination von Metallen gewonnenen Kathoden- und/oder Anodenplatten |
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