DE89152C - - Google Patents

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DE89152C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D23/00Producing tubular articles
    • B29D23/001Pipes; Pipe joints

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Herstellung von Röhren, Platten und dergl. aus harzhaltigen Massen. Die Maschine besteht aus einem an einem Ende erhöhten länglichen Ofen, welcher eine Mischvorrichtung trägt, während der tiefere bezw. hintere Theil des. Ofens als Arbeitstisch dient. Von der Mischvorrichtung aus ist eine mit geneigtem Boden versehene Vertheilungsvorrichtung zum Arbeitstisch herabgeführt. In dem zwischen der letzteren und dem erhöhten Ofentheil gebildeten Raum ist eine Walze angeordnet, die mit einem zur Aufnahme der harzhaltigen Masse geeigneten, als Grundlage oder Einlage für die letztere dienenden Stoff abrollbar umwickelt ist, so dafs dieser durch die Ofenhitze trocken gehaltene Stoff bei seinem Vorbeigang unter der Vertheilungsvorrichtung durch diese mit einer Auflage der harzhaltigen Masse versehen wird.
In den Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung stellt A eine Mischvorrichtung dar, die aus einem geschlossenen Behälter besteht, der im Innern mit einer Schlange B für Dampf oder. heifse Luft versehen ist. Die Achse des Behälters besteht aus einer verticalen Welle C, an der sich Rührflügel D befinden. Diese Welle wird mittelst des Zahnrades E von irgend einer Kraftquelle aus in Drehung versetzt. Die Mischvorrichtung ist auf einem Ofen F angeordnet. Die zu behandelnden und in Form zu bringenden Erdverbindungen werden durch die Oeffnung G in das Mischgefäfs eingethan. Dort werden sie dann gründlich durchgemischt und einem mäfsigen Hitzegrad ausgesetzt, der sowohl von dem Ofen F, als auch von der Dampfschlange B, sowie schliefslich von einem durch die Masse direct hindurchgedrückten Heifsluftstrom abgegeben wird.
Die 'aus der erhitzten Masse verdampfenden öligen und fettartigen Bestandtheile gelangen aus der Mischvorrichtung durch das Rohr H in einen Condensationsapparat J, in welchem sie gesammelt werden. Aus der Menge und Beschaffenheit jener abgeschiedenen Stoffe, welche als Schmieröle benutzt werden können, kann ein Urtheil über den Zustand und die Beschaffenheit der in der Mischvorrichtung vorhandenen Masse gewonnen werden.
Die Condensationsvorrichtung kann auch einen anderen Platz erhalten und es kann der dadurch gewonnene Raum für einen Vorwärmofen verwendet werden. Diese Vorwärmung macht die Masse für die Vermischung mit den sonst noch verwendeten Stoffen geeigneter. Man kann die Masse z. B. in einer Trommel J (Fig. 5) vorwärmen, welche drehbar, und zwar so gelagert ist, dafs sie sich direct in die Mischvorrichtung hinein entleeren kann.
Eine offene Mischvorrichtung^1 (Fig. 3 bis 6) wird bei Benutzung gereinigter Asphalte verwendet, welche z. B. als Dichtungsmittel für
Rohrverbindungen dienen. Hierbei werden die Stoffe zunächst in besonderen Kesseln erhitzt und darauf in die Mischvorrichtung eingebracht, welche letztere unbedeckt bleibt und ohne Benutzung eines Heifsluftstromes arbeitet. Man kann auch sehr bequem zwei Mischgefäfse gleichzeitig verwenden (Fig. 4 und 6), wobei dann das eine an der Seite des anderen angeordnet ist und stets in dem einen die Masse hergestellt wird, während aus dem anderen fertige Masse entnommen und weiter verarbeitet wird.
Ueber die Verlängerung F1 des Ofens F (Fig. 1) erstreckt sich ein Tisch oder eine Platte L, welche mit erhöhten Kanten / versehen ist. Auf diesem Tisch werden die fertig vorbehandelten Massen weiter verarbeitet.
Nachdem die Masse für die Weiterverarbeitung geeignet gemacht ist, wird dieselbe von der Mischvorrichtung A auf den Tisch L übergeführt, und zwar durch die Zuführung bezw. Speise- oder UebertragungsvorrichtungiV, welche sich über dem Tisch L, und zwar zwischen diesem und der Mischvorrichtung A befindet. Uebrigens kann die Masse vor der Uebertragung etwas abgekühlt werden. Die Masse gelangt nun aus der Mischvorrichtung A durch die mit Schieber versehene Oeffhung P hindurch in die Vertheilungsvorrichtung N, welche ebenfalls durch heifse Luft oder Dampfröhren O beheizt wird. Von N aus gelangt die Masse dann unter dem Einflufs ihrer Schwere auf den beheizten Tisch L. Der Ausflufs der Masse aus N erfolgt durch die mit einem Schieber versehene Oeffnung Q. Mittelst dieses Schiebers, welcher gehoben und gesenkt werden kann, wird die Dicke der ausgebreiteten Schicht dem Verwendungszweck gemäfs bestimmt. Auch wenn zwei Mischvorrichtungen vorhanden sind, braucht man doch nur eine Abführungsvorrichtung zu benutzen, wie dies aus den Fig. 4 und 6 hervorgeht.
Auf dem dem Ofen F zunächst gelegenen Ende des Tisches L ist eine Rolle R angebracht, welche mit Papier, Canevas, Drahtnetz oder dünnem Metallblech überzogen bezw. damit abrollbar umwickelt ist.
Die Windungen können entweder aus einem einzigen fortlaufenden Stück oder aus einzelnen Bogen von beliebiger Gröfse bestehen und dienen entweder als Grundlage für die in gleichmäfsiger Schicht auszubreitende Masse oder als Einlage für dieselbe. Die Walze R befindet sich also zwischen dem Ofen F und der Ausbreitungsvorrichtung N und wird somit auch beständig in heifsem Zustande erhalten, so dafs der aufgewickelte Stoff von Feuchtigkeit beständig frei ist und sich beim Abwickeln und beim Ueberziehen mit der Masse in gut verarbeitungsfähigem Zustande befindet. Wäre nämlich das Papier und dergl. feucht oder nafs, so würde die Masse entweder gar nicht oder nur unvollständig daran haften, während die Masse an einer trockenen Grundlage oder Einlage sehr fest sitzt und die Arbeit überhaupt leicht und schnell vor sich geht.
Mit T ist eine Walze bezeichnet, welche dazu dient, die auf dem Tisch befindliche Masse sowohl vor, als auch während und nach der Verarbeitung zu glätten. Diese Walze ist hohl und wird in einer geeigneten Weise beheizt. Die Walze ruht in dem beweglichen Wagen t und kann somit über den Tisch hinweg bewegt werden. Durch Einstellung des Wagens in der Höhe gegen den Tisch kann man die Walze T in verticaler Richtung einstellen . so dafs sie sich jeder gewünschten Stärke der auf dem Tisch ausgebreiteten Masse anpafst. U (Fig. 7) bezeichnet ein Hebeeisen, welches aus einer dünnen, an den Enden schneidenartig ausgebildeten Platte besteht und mit einer Längsnuth u versehen ist. Diese Platte dient zum Ablösen der Masse von dem Tisch L und auch zum Zerschneiden der Platten in Stücke von gewünschter Gröfse. Wenn sie für diesen letzteren Zweck benutzt wird, so arbeitet sie zusammen mit einem rotirenden Schneideisen V (Fig. 8), dessen Schneidkante sich in der Nuth u des Hebeeisens U entlang bewegen kann. Die Theile U und V werden ebenso wie die anderen Maschinenteile in heifsem Zustande erhalten. Das Schneidrad V befindet sich zwischen zwei Stangen v, welche scharnierartig verbunden sind.
Wenn mit der Maschine Röhren hergestellt werden sollen, so verwendet man einen Kern W, der mit oder ohne Träger w benutzt werden kann. Dieser Kern kann aus Holz bestehen, wird aber vorzugsweise aus Nickel oder aus vernickeltem Metall hergestellt, da die Erfahrung gezeigt hat, dafs die Masse diesem Metall nicht anhaftet, was bei anderen Metallen leicht geschieht. Ueberdies wird, wenn man ein Rohr auf einem Kern mit Nickelüberzug formt, das Innere der Röhre so glatt wie polirt, und es wird fast ganz vermieden, dafs die Rohre sich später verstopfen. Ein metallischer Kern wird einem hölzernen auch noch aus dem Grunde vorgezogen, weil er sich unter dem Einflufs der Hitze mehr ausdehnt, später also mehr zusammenzieht, so dafs er nach vollständiger Abkühlung und Zusammenziehung sehr leicht aus dem auf ihm hergestellten Rohr herausgenommen werden kann. Wenn der Kern aus Holz besteht, so ist es zweckmäfsig, ihn nach dem einen Ende hin etwas verjüngt zu gestalten und ihn überdies mit einem Teig zu überdecken, ehe die Masse auf ihn aufgerollt wird.
Bei der Herstellung der Röhren wird der Bogen S (Fig. 1) von der Walze R abgerollt und unter der Ausbreitungsvorrichtung N hindurchgezogen, so dafs die aus N ausfliefsende
Masse sich dabei über den Bogen hin verbreiten kann. Die Masse wird dann, indem sie sich mit dem Bogen fortbewegt, durch die Walze T. geglättet und geprefst, so dafs sie sich fest an die Grundlage anlegt bezw. sofern ein grobmaschiges Drahtnetz etc. verwendet wird, fest in die Maschen hineinlegt und beide Theile eine sichere Verbindung eingehen. Der Bogen wird dann um den drehbaren Kern W herumgebogen, wenn die erforderliche Anzahl von Lagen vorhanden ist, gemäfs der Stärke oder Dicke, welche die Rohre erhalten sollen. Sind die Grundlage- oder Einlagebogen u. s. w. schon vorher zugeschnitten, so wird natürlich hierdurch die Dicke der Rohre bestimmt. Anderenfalls wird aber zur Trennung das Hebeeisen U und die Schneidvorrichtung V verwendet. Bei der Bildung der Röhren kann man entweder die Walze bezw. den Kern W feststehen lassen und das mit der Masse bedeckte Papier u. s. w. heranziehen, oder aber man läfst das letztere auf dem Tisch L liegen und rollt den Kern W darüber hin. In diesem letzteren Falle findet das in Fig. 14 dargestellte Hülfswerkzeug M Verwendung, welches, wie in Fig. ιa angedeutet ist, dazu dient, das Ende des Bogens gegen die Mantelfläche des Kernes W zu halten und alle Theile zusammen so weit zu rollen, bis jenes Ende von dem Anfang der nächsten Lage übergriffen wird; also z. B. von χ (Fig. a) nach x1 hin. Dann wird das Hülfswerkzeug M entfernt und nun der Kern bis nach x'2 (Fig. ia) hin weiter gerollt, wo dann die Schneidvorrichtung V erreicht ist. Darauf wird der Kern mit seiner Umhüllung auf eine feucht gehaltene, abwärts geneigte Platte L1 gerollt.
Die Befeuchtung dieser Platte kann entweder von einer Brause aus direct geschehen, oder aber man kann die Platte auch mit irgend einem saugfähigen Ueberzug versehen und nun mittelst dieses letzteren und der Mithilfe eines Wassertroges die dauernde Feuchthaltung bewirken. Der mit der Umhüllung versehene Kern W gelangt über die Platte L1 hinweg zu Abkälterollen X (Fig. 1), welche in einem Bottich X^ angeordnet sind und auf welchem die frisch hergestellten, aus der Masse bestehenden Rohre gekühlt werden, so dafs sie also erhärtet werden und ihre verschiedenen Lagen sich dicht an einander schmiegen. Dadurch, dafs die Abkältewalzen in Wasser laufen, werden sie beständig nafs gehalten und es wird so das Anhaften der Rohre an ihnen verhindert. Es ist nämlich eine Eigenschaft der Masse, dafs sie, sofern die Werkzeuge, mit denen sie bearbeitet wird, heifser sind als sie selbst, nicht an den Werkzeugen anhaftet, und dafs sie auch ferner an den Theilen nicht anhaftet, welche nafs sind. Die Walzen X, welche vorzugsweise mit Tuch oder einem anderen saugfähigen Stoff überzogen werden, können aus Metall oder auch aus Holz bestehen. Uebrigens braucht das aus der Masse bestehende Rohr nicht direct auf den Walzen X aufzuruhen, sondern kann von einem beide Walzen hinter einander überspannenden Bezug getragen werden. In manchen Fällen kann jedoch diese soeben beschriebene Einrichtung überhaupt in Fortfall kommen und man kann das Abkälten des Rohres z. B. mittelst nasser Gummihandschuhe bewirken.
Sobald das Rohr bis zu einem gewissen Grade abgekältet ist, wird es in ein Bad Y gebracht, in welchem die vollständige Abkühlung bewirkt wird. Es wird dann der Kern W mittelst seiner Drehzapfen an ein Seil Z angehängt, dessen oberes Ende sich an einem auf Schienen laufenden Wagen befindet, so dafs man also diesen Wagen zunächst über den Apparat XX1 fahren und ihn nach Aufnahme des Kernes W über den Kühltrog Y bringen kann. Das Seil Z wird dann mit dem Kern W so tief in diesen Trog hinabgelassen, dafs das Rohr an allen Seiten vom Wasser umgeben ist, d. h. nicht mit dem Boden in Berührung kommt. Sofern letzteres der Fall ist, könnte nämlich doch eine Abflachung des Rohres an der betreffenden Stelle eintreten. Ist schliefslich das Rohr so weit abgekühlt, dafs es seine Form nicht mehr ohne gröfsere Krafteinwirkung verändern kann, so wird der Kern W an dem einen Ende von dem betreffenden Seil losgelöst, und man läfst dann dieses Ende auf dem Boden von Y aufliegen, worauf dann das andere Ende des Kernes mittelst des anderen Seiles so weit aufgebogen wird, bis der Kern sich in verticaler Lage befindet. Nachdem das Rohr noch eine Weile in dieser Lage verharrt hat, wird es vollständig aus der Maschine entfernt.
Selbstverständlich können an Stelle eines Kernes auch zwei oder mehr verwendet werden, die nach einander zur Benutzung gelangen, so dafs also auf dem einen ein neues Rohr geformt wird, während der zweite mit dem bereits aufgewundenen Rohr der Verkühlung und vielleicht ein dritter Kern mit seinem Rohr der endgültigen Abkühlung unterliegt.
Wenn die in der Mischvorrichtung A befindliche Masse eine grofse Steifheit besitzt und zu befürchten ist, dafs daher vielleicht trotz vollständiger Trockenheit der Grund- oder Einlagestoff S sich nicht genügend mit diesem verbindet, so kann man dicht hinter der Metallwalze -R, und zwar unterhalb des Ausbreitungsgefafses N einen Trog L2 (Fig. 1, 3 und 5) anordnen, in welchem sich eine dünnflüssige Lösung einer geeigneten Harzmasse befindet. Es wird also der Stoff S zunächst durch diese dünnflüssige Masse hindurchgezogen, also auf diese Weise gewissermafsen mit einem Binde-
mittel versehen, und dann erst wird die eigentliche Harzmasse aufgebracht, so dafs die letztere nunmehr vollständig fest an jedem Theilchen des Stoffes haftet. Damit der Stoff S sicher durch das in dem Trog L2 befindliche Bindemittel hindurchgeht, ist eine Walze b vorgesehen, unterhalb deren der Stoff S hindurchgeführt wird.
Nicht in allen Fällen ist es nothwendig, dafs die auf dem Tisch L ausgebreitete, also noch in Tafelform befindliche Masse mit der Glättwalze bearbeitet wird, doch ist eine solche Bearbeitung im Allgemeinen vorzuziehen, da durch die Hitze die in der Masse noch vorhandenen wachsähnlichen Bestandtheile an die Oberfläche kommen und dort die Masse erweichen, so dafs bei dem Aufrollen der letzteren zu einem Rohr die einzelnen Lagen besser an einander haften.
Bei der Herstellung von Rohren aus der Harzmasse braucht nicht immer ein massiver Kern W verwendet zu werden, sondern man kann auch einen rohrartigen, und zwar speciell aus Aluminiumrohr bestehenden Kern verwenden; es giebt nämlich kein Metall, an welchem die Harzmasse mit solcher Zähigkeit haftet wie an Aluminium, und man läfst daher, sofern man sogenannte Compoundröhren herstellen will, den Metallkern einfach in dem Harzrohr, so dafs er also einen Theil des Rohres bildet. Man kann diese Röhren so ausbilden, wie es Fig. 9 zeigt, in welcher das Aluminiumrohr W1 etwas konisch gestaltet ist und an dem engeren Ende über die Harzmasse hinwegsteht, so dafs man also die derart beschaffenen Röhren leicht zusammenfügen kann.
Die dichte Verbindung beider Theile wird dann durch einen Streifen d bewirkt, der z. B. auch aus Canevas bestehen kann, welchen man in die heifse Harzmasse eingetaucht hat und noch heifs um die Stofsfugen herumlegt. Auch kann man, wie Fig. io zeigt, die Compoundröhren an den Enden ungefähr kegelartig ausbilden, so dafs man sie leicht im Winkel zu einander verlegen kann; auch hier wird die dichte Verbindung mittelst eines mit der heifsen Masse getränkten Canevasstreifens d bewirkt.
In Fig. 11 ist eine andere Ausführungsform eines Rohres dargestellt, bei welcher eine Einlage S1 aus weitmaschigem Drahtnetz vorhanden ist. Bei der Herstellung eines solchen Rohres wird der Kern zunächst einmal mit der weichen Harzmassetafel umwickelt, dann etwas gekühlt, und nun mit der Auflage des weitmaschigen Drahtnetzes versehen, worauf dann eine weitere Umhüllung mit dem nächsten Theil der weichen, heifsen Harzmasse erfolgt. Es können hierbei natürlich vielfache Abänderungen eintreten, je nachdem die Gröfse und die verlangte Festigkeit des Rohres ist.
Fernerhin kann als Einlage eine Blechtafel S2 (Fig. 12) Verwendung finden, welche man am besten zwischen die verschiedenen Lagen der Harzmasse einbringt, während man die letztere auf den Kern aufrollt, wobei natürlich mit dem Einrollen der Blechplatte erst dann begonnen wird, wenn sich auf dem Kern eine Lage der Harzmasse befindet. Bei Verwendung einer Metalleinlage, wie bei Fig. 11 und 12, ist es zweckmäfsig, die letztere nicht von derselben Breite zu nehmen, wie die Länge des Rohres beträgt, sondern ein etwas geringeres Mafs zu verwenden, so dafs die Metalleinlage an keinem Ende des Rohres sichtbar wird, vielmehr hier die Kanten des Metalles vollständig von der Harzmasse eingehüllt sind, so dafs also das Metall vollständig gegen Oxydation geschützt ist.
Wenn es sich darum handelt, Blöcke, Platten, Ziegel u. s. w. z. B. als Bodenbelag oder dergl. herzustellen, so wird das Grund- oder Einlage-^ material S ebenso über den Tisch hin ausgezogen und mit der Harzmasse bedeckt, wie es bei Röhren der Fall ist. Auch hierbei hängt natürlich die Dicke der Schicht von der Höhenstellung des Schiebers Q. des Vertheilungsgefäfses N ab. Nachdem die Harzmasse dann ebenfalls mit der Glattwalze T bearbeitet ist, wird sie in* Streifen, viereckige oder sonstwie geformte Stücke von der gewünschten Gröfse geschnitten, wie dies z. B. bei α in Fig. 4 angedeutet ist. Diese Tafeln werden dann auf eine Plattform λ1 (Fig. 1) übertragen, die an einem Seil Z1 oder auch an einem Dreharm Z2 hängt, und es wird dann diese Plattform mit den auf ihr ruhenden Tafeln in den Kühlbottich Y hineingelassen, so dafs hier die Erhärtung der Tafeln u. s. w. vor sich geht. Die Vorrichtungen zum Aufbringen der Tafeln auf die Plattformen und zur Bewegung der letzteren nach dem Kühlbottich und in denselben hinein können natürlich sehr verschiedenartig sein.
Sollen dicke oder schwere Stücke in Streifenform hergestellt werden, so ist zu befürchten, dafs diese Streifen bei der Uebertragung vom Arbeitstisch auf die Plattform al durch ihr eigenes Gewicht zerreifsen. Um dies zu verhindern, werden Unterlagsplatten e (Fig. 3 a) verwendet, die aus Eisenblech bestehen und sich unter dem Grundstoff S befinden, so dafs sie also nicht mit der Harzmasse in directe Berührung kommen und diese Masse nicht an ihnen fest haften kann. Die Unterlagsplatten 6 werden durch Stifte f und Löcher g (Fig. 3a) mit einander gekuppelt, so dafs man sie also auf dem Tisch entlang ziehen kann. Sind die auf den Platten e ruhenden Arbeitsstücke in dem Wasserbehälter Y endgültig gekühlt worden, so kann man sie von den Platten entfernen und letztere von Neuem verwenden.
Mit Bezug auf Fig. 13 wird noch bemerkt, dafs in dieser ein Hülfswerkzeug dargestellt ist,.
welches zur Abrollung des Grund- oder Einlagematerials S von der Walze -R bestimmt ist, sofern Canevas oder ein sonstiger, mit feineren oder gröberen Maschen versehener Stoff Verwendung findet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Herstellung von Röhren, Platten und anderen Gegenständen aus harzhaltigen Massen, gekennzeichnet durch einen länglichen Ofen, welcher an einem Ende erhöht ist und auf demselben eine Mischvorrichtung trägt, während der tiefere Theil bezw. Haupttheil des Ofens als Arbeitstisch dient und eine an die Mischvorrichtung angeschlossene, mit geneigtem Boden versehene Vertheilungsvorrichtung aufnimmt, wobei in dem Zwischenraum zwischen der letzteren und dem erhöhten Ofentheil eine mit dem als Grundlage oder Einlage für die harzhaltige Masse dienenden Stoff umwickelte Rolle angeordnet ist, zu dem Zweck, diesen durch die Ofenhitze trocken gehaltenen Stoff bei seinem Vorbeiführen unter der Vertheilungsvorrichtung mit einer Auflage der harzhaltigen Masse zu versehen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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