DE89152C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE89152C DE89152C DENDAT89152D DE89152DA DE89152C DE 89152 C DE89152 C DE 89152C DE NDAT89152 D DENDAT89152 D DE NDAT89152D DE 89152D A DE89152D A DE 89152DA DE 89152 C DE89152 C DE 89152C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- mass
- core
- furnace
- pipe
- roller
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 9
- 238000009826 distribution Methods 0.000 claims description 5
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 5
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 14
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 14
- 239000011347 resin Substances 0.000 description 14
- 229920005989 resin Polymers 0.000 description 14
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 10
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 9
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 4
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 4
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- WHBHBVVOGNECLV-OBQKJFGGSA-N 11-deoxycortisol Chemical compound O=C1CC[C@]2(C)[C@H]3CC[C@](C)([C@@](CC4)(O)C(=O)CO)[C@@H]4[C@@H]3CCC2=C1 WHBHBVVOGNECLV-OBQKJFGGSA-N 0.000 description 3
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 3
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 238000003892 spreading Methods 0.000 description 3
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 3
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 3
- PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N Nickel Chemical compound [Ni] PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000002745 absorbent Effects 0.000 description 2
- 239000002250 absorbent Substances 0.000 description 2
- 239000011230 binding agent Substances 0.000 description 2
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 2
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 2
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 2
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 2
- 239000010426 asphalt Substances 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000011449 brick Substances 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 1
- 238000009408 flooring Methods 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 238000009499 grossing Methods 0.000 description 1
- 239000006193 liquid solution Substances 0.000 description 1
- 239000010687 lubricating oil Substances 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000003020 moisturizing effect Effects 0.000 description 1
- 229910052759 nickel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000003647 oxidation Effects 0.000 description 1
- 238000007254 oxidation reaction Methods 0.000 description 1
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 1
- 239000011342 resin composition Substances 0.000 description 1
- 239000000565 sealant Substances 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29D—PRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
- B29D23/00—Producing tubular articles
- B29D23/001—Pipes; Pipe joints
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Herstellung von Röhren,
Platten und dergl. aus harzhaltigen Massen. Die Maschine besteht aus einem an einem Ende
erhöhten länglichen Ofen, welcher eine Mischvorrichtung trägt, während der tiefere bezw.
hintere Theil des. Ofens als Arbeitstisch dient. Von der Mischvorrichtung aus ist eine mit geneigtem
Boden versehene Vertheilungsvorrichtung zum Arbeitstisch herabgeführt. In dem zwischen der letzteren und dem erhöhten Ofentheil
gebildeten Raum ist eine Walze angeordnet, die mit einem zur Aufnahme der harzhaltigen
Masse geeigneten, als Grundlage oder Einlage für die letztere dienenden Stoff abrollbar
umwickelt ist, so dafs dieser durch die Ofenhitze trocken gehaltene Stoff bei seinem Vorbeigang
unter der Vertheilungsvorrichtung durch diese mit einer Auflage der harzhaltigen Masse
versehen wird.
In den Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung stellt A eine Mischvorrichtung dar, die
aus einem geschlossenen Behälter besteht, der im Innern mit einer Schlange B für Dampf
oder. heifse Luft versehen ist. Die Achse des Behälters besteht aus einer verticalen Welle C,
an der sich Rührflügel D befinden. Diese Welle wird mittelst des Zahnrades E von irgend
einer Kraftquelle aus in Drehung versetzt. Die Mischvorrichtung ist auf einem Ofen F angeordnet.
Die zu behandelnden und in Form zu bringenden Erdverbindungen werden durch die Oeffnung G in das Mischgefäfs eingethan.
Dort werden sie dann gründlich durchgemischt und einem mäfsigen Hitzegrad ausgesetzt, der
sowohl von dem Ofen F, als auch von der Dampfschlange B, sowie schliefslich von einem
durch die Masse direct hindurchgedrückten Heifsluftstrom abgegeben wird.
Die 'aus der erhitzten Masse verdampfenden öligen und fettartigen Bestandtheile gelangen
aus der Mischvorrichtung durch das Rohr H in einen Condensationsapparat J, in welchem
sie gesammelt werden. Aus der Menge und Beschaffenheit jener abgeschiedenen Stoffe, welche
als Schmieröle benutzt werden können, kann ein Urtheil über den Zustand und die Beschaffenheit
der in der Mischvorrichtung vorhandenen Masse gewonnen werden.
Die Condensationsvorrichtung kann auch einen anderen Platz erhalten und es kann der
dadurch gewonnene Raum für einen Vorwärmofen verwendet werden. Diese Vorwärmung macht die Masse für die Vermischung mit den
sonst noch verwendeten Stoffen geeigneter. Man kann die Masse z. B. in einer Trommel J
(Fig. 5) vorwärmen, welche drehbar, und zwar so gelagert ist, dafs sie sich direct in die Mischvorrichtung
hinein entleeren kann.
Eine offene Mischvorrichtung^1 (Fig. 3 bis 6)
wird bei Benutzung gereinigter Asphalte verwendet, welche z. B. als Dichtungsmittel für
Rohrverbindungen dienen. Hierbei werden die Stoffe zunächst in besonderen Kesseln erhitzt
und darauf in die Mischvorrichtung eingebracht, welche letztere unbedeckt bleibt und
ohne Benutzung eines Heifsluftstromes arbeitet. Man kann auch sehr bequem zwei Mischgefäfse
gleichzeitig verwenden (Fig. 4 und 6), wobei dann das eine an der Seite des anderen angeordnet
ist und stets in dem einen die Masse hergestellt wird, während aus dem anderen fertige Masse entnommen und weiter verarbeitet
wird.
Ueber die Verlängerung F1 des Ofens F (Fig. 1) erstreckt sich ein Tisch oder eine
Platte L, welche mit erhöhten Kanten / versehen ist. Auf diesem Tisch werden die fertig
vorbehandelten Massen weiter verarbeitet.
Nachdem die Masse für die Weiterverarbeitung geeignet gemacht ist, wird dieselbe von der
Mischvorrichtung A auf den Tisch L übergeführt, und zwar durch die Zuführung bezw.
Speise- oder UebertragungsvorrichtungiV, welche
sich über dem Tisch L, und zwar zwischen diesem und der Mischvorrichtung A befindet.
Uebrigens kann die Masse vor der Uebertragung etwas abgekühlt werden. Die Masse gelangt
nun aus der Mischvorrichtung A durch die mit Schieber versehene Oeffhung P hindurch in die
Vertheilungsvorrichtung N, welche ebenfalls durch heifse Luft oder Dampfröhren O beheizt
wird. Von N aus gelangt die Masse dann unter dem Einflufs ihrer Schwere auf den beheizten
Tisch L. Der Ausflufs der Masse aus N erfolgt durch die mit einem Schieber versehene
Oeffnung Q. Mittelst dieses Schiebers, welcher gehoben und gesenkt werden kann, wird die Dicke der ausgebreiteten Schicht dem
Verwendungszweck gemäfs bestimmt. Auch wenn zwei Mischvorrichtungen vorhanden sind,
braucht man doch nur eine Abführungsvorrichtung zu benutzen, wie dies aus den Fig. 4
und 6 hervorgeht.
Auf dem dem Ofen F zunächst gelegenen Ende des Tisches L ist eine Rolle R angebracht,
welche mit Papier, Canevas, Drahtnetz oder dünnem Metallblech überzogen bezw. damit
abrollbar umwickelt ist.
Die Windungen können entweder aus einem einzigen fortlaufenden Stück oder aus einzelnen
Bogen von beliebiger Gröfse bestehen und dienen entweder als Grundlage für die in
gleichmäfsiger Schicht auszubreitende Masse oder als Einlage für dieselbe. Die Walze R
befindet sich also zwischen dem Ofen F und der Ausbreitungsvorrichtung N und wird somit
auch beständig in heifsem Zustande erhalten, so dafs der aufgewickelte Stoff von Feuchtigkeit
beständig frei ist und sich beim Abwickeln und beim Ueberziehen mit der Masse in gut
verarbeitungsfähigem Zustande befindet. Wäre nämlich das Papier und dergl. feucht oder nafs,
so würde die Masse entweder gar nicht oder nur unvollständig daran haften, während die
Masse an einer trockenen Grundlage oder Einlage sehr fest sitzt und die Arbeit überhaupt
leicht und schnell vor sich geht.
Mit T ist eine Walze bezeichnet, welche dazu dient, die auf dem Tisch befindliche
Masse sowohl vor, als auch während und nach der Verarbeitung zu glätten. Diese Walze
ist hohl und wird in einer geeigneten Weise beheizt. Die Walze ruht in dem beweglichen
Wagen t und kann somit über den Tisch hinweg bewegt werden. Durch Einstellung des
Wagens in der Höhe gegen den Tisch kann man die Walze T in verticaler Richtung einstellen
. so dafs sie sich jeder gewünschten Stärke der auf dem Tisch ausgebreiteten Masse
anpafst. U (Fig. 7) bezeichnet ein Hebeeisen, welches aus einer dünnen, an den Enden
schneidenartig ausgebildeten Platte besteht und mit einer Längsnuth u versehen ist. Diese
Platte dient zum Ablösen der Masse von dem Tisch L und auch zum Zerschneiden der Platten
in Stücke von gewünschter Gröfse. Wenn sie für diesen letzteren Zweck benutzt wird, so
arbeitet sie zusammen mit einem rotirenden Schneideisen V (Fig. 8), dessen Schneidkante
sich in der Nuth u des Hebeeisens U entlang bewegen kann. Die Theile U und V werden
ebenso wie die anderen Maschinenteile in heifsem Zustande erhalten. Das Schneidrad V
befindet sich zwischen zwei Stangen v, welche scharnierartig verbunden sind.
Wenn mit der Maschine Röhren hergestellt werden sollen, so verwendet man einen Kern W,
der mit oder ohne Träger w benutzt werden kann. Dieser Kern kann aus Holz bestehen,
wird aber vorzugsweise aus Nickel oder aus vernickeltem Metall hergestellt, da die Erfahrung
gezeigt hat, dafs die Masse diesem Metall nicht anhaftet, was bei anderen Metallen leicht geschieht.
Ueberdies wird, wenn man ein Rohr auf einem Kern mit Nickelüberzug formt, das Innere der Röhre so glatt wie polirt, und es
wird fast ganz vermieden, dafs die Rohre sich später verstopfen. Ein metallischer Kern wird
einem hölzernen auch noch aus dem Grunde vorgezogen, weil er sich unter dem Einflufs
der Hitze mehr ausdehnt, später also mehr zusammenzieht, so dafs er nach vollständiger Abkühlung
und Zusammenziehung sehr leicht aus dem auf ihm hergestellten Rohr herausgenommen
werden kann. Wenn der Kern aus Holz besteht, so ist es zweckmäfsig, ihn nach dem
einen Ende hin etwas verjüngt zu gestalten und ihn überdies mit einem Teig zu überdecken,
ehe die Masse auf ihn aufgerollt wird.
Bei der Herstellung der Röhren wird der Bogen S (Fig. 1) von der Walze R abgerollt
und unter der Ausbreitungsvorrichtung N hindurchgezogen, so dafs die aus N ausfliefsende
Masse sich dabei über den Bogen hin verbreiten
kann. Die Masse wird dann, indem sie sich mit dem Bogen fortbewegt, durch die Walze T. geglättet und geprefst, so dafs sie
sich fest an die Grundlage anlegt bezw. sofern ein grobmaschiges Drahtnetz etc. verwendet
wird, fest in die Maschen hineinlegt und beide Theile eine sichere Verbindung eingehen. Der
Bogen wird dann um den drehbaren Kern W herumgebogen, wenn die erforderliche Anzahl
von Lagen vorhanden ist, gemäfs der Stärke oder Dicke, welche die Rohre erhalten sollen.
Sind die Grundlage- oder Einlagebogen u. s. w. schon vorher zugeschnitten, so wird natürlich
hierdurch die Dicke der Rohre bestimmt. Anderenfalls wird aber zur Trennung das Hebeeisen
U und die Schneidvorrichtung V verwendet. Bei der Bildung der Röhren kann
man entweder die Walze bezw. den Kern W feststehen lassen und das mit der Masse bedeckte
Papier u. s. w. heranziehen, oder aber man läfst das letztere auf dem Tisch L liegen
und rollt den Kern W darüber hin. In diesem letzteren Falle findet das in Fig. 14 dargestellte
Hülfswerkzeug M Verwendung, welches, wie in Fig. ιa angedeutet ist, dazu dient, das Ende
des Bogens gegen die Mantelfläche des Kernes W zu halten und alle Theile zusammen so weit
zu rollen, bis jenes Ende von dem Anfang der nächsten Lage übergriffen wird; also z. B.
von χ (Fig. a) nach x1 hin. Dann wird das
Hülfswerkzeug M entfernt und nun der Kern bis nach x'2 (Fig. ia) hin weiter gerollt, wo
dann die Schneidvorrichtung V erreicht ist. Darauf wird der Kern mit seiner Umhüllung
auf eine feucht gehaltene, abwärts geneigte Platte L1 gerollt.
Die Befeuchtung dieser Platte kann entweder von einer Brause aus direct geschehen, oder
aber man kann die Platte auch mit irgend einem saugfähigen Ueberzug versehen und nun
mittelst dieses letzteren und der Mithilfe eines Wassertroges die dauernde Feuchthaltung bewirken.
Der mit der Umhüllung versehene Kern W gelangt über die Platte L1 hinweg zu
Abkälterollen X (Fig. 1), welche in einem Bottich X^ angeordnet sind und auf welchem
die frisch hergestellten, aus der Masse bestehenden Rohre gekühlt werden, so dafs sie
also erhärtet werden und ihre verschiedenen Lagen sich dicht an einander schmiegen. Dadurch,
dafs die Abkältewalzen in Wasser laufen, werden sie beständig nafs gehalten und es wird
so das Anhaften der Rohre an ihnen verhindert. Es ist nämlich eine Eigenschaft der Masse, dafs
sie, sofern die Werkzeuge, mit denen sie bearbeitet wird, heifser sind als sie selbst, nicht
an den Werkzeugen anhaftet, und dafs sie auch ferner an den Theilen nicht anhaftet,
welche nafs sind. Die Walzen X, welche vorzugsweise mit Tuch oder einem anderen saugfähigen
Stoff überzogen werden, können aus Metall oder auch aus Holz bestehen. Uebrigens
braucht das aus der Masse bestehende Rohr nicht direct auf den Walzen X aufzuruhen, sondern
kann von einem beide Walzen hinter einander überspannenden Bezug getragen werden.
In manchen Fällen kann jedoch diese soeben beschriebene Einrichtung überhaupt in
Fortfall kommen und man kann das Abkälten des Rohres z. B. mittelst nasser Gummihandschuhe
bewirken.
Sobald das Rohr bis zu einem gewissen Grade abgekältet ist, wird es in ein Bad Y gebracht,
in welchem die vollständige Abkühlung bewirkt wird. Es wird dann der Kern W
mittelst seiner Drehzapfen an ein Seil Z angehängt, dessen oberes Ende sich an einem
auf Schienen laufenden Wagen befindet, so dafs man also diesen Wagen zunächst über
den Apparat XX1 fahren und ihn nach Aufnahme des Kernes W über den Kühltrog Y
bringen kann. Das Seil Z wird dann mit dem Kern W so tief in diesen Trog hinabgelassen,
dafs das Rohr an allen Seiten vom Wasser umgeben ist, d. h. nicht mit dem Boden in
Berührung kommt. Sofern letzteres der Fall ist, könnte nämlich doch eine Abflachung des
Rohres an der betreffenden Stelle eintreten. Ist schliefslich das Rohr so weit abgekühlt,
dafs es seine Form nicht mehr ohne gröfsere Krafteinwirkung verändern kann, so wird der
Kern W an dem einen Ende von dem betreffenden Seil losgelöst, und man läfst dann
dieses Ende auf dem Boden von Y aufliegen, worauf dann das andere Ende des Kernes
mittelst des anderen Seiles so weit aufgebogen wird, bis der Kern sich in verticaler Lage befindet.
Nachdem das Rohr noch eine Weile in dieser Lage verharrt hat, wird es vollständig
aus der Maschine entfernt.
Selbstverständlich können an Stelle eines Kernes auch zwei oder mehr verwendet werden,
die nach einander zur Benutzung gelangen, so dafs also auf dem einen ein neues Rohr
geformt wird, während der zweite mit dem bereits aufgewundenen Rohr der Verkühlung
und vielleicht ein dritter Kern mit seinem Rohr der endgültigen Abkühlung unterliegt.
Wenn die in der Mischvorrichtung A befindliche Masse eine grofse Steifheit besitzt
und zu befürchten ist, dafs daher vielleicht trotz vollständiger Trockenheit der Grund- oder
Einlagestoff S sich nicht genügend mit diesem verbindet, so kann man dicht hinter der Metallwalze
-R, und zwar unterhalb des Ausbreitungsgefafses N einen Trog L2 (Fig. 1, 3 und 5)
anordnen, in welchem sich eine dünnflüssige Lösung einer geeigneten Harzmasse befindet.
Es wird also der Stoff S zunächst durch diese dünnflüssige Masse hindurchgezogen, also auf
diese Weise gewissermafsen mit einem Binde-
mittel versehen, und dann erst wird die eigentliche Harzmasse aufgebracht, so dafs die letztere
nunmehr vollständig fest an jedem Theilchen des Stoffes haftet. Damit der Stoff S sicher
durch das in dem Trog L2 befindliche Bindemittel hindurchgeht, ist eine Walze b vorgesehen,
unterhalb deren der Stoff S hindurchgeführt wird.
Nicht in allen Fällen ist es nothwendig, dafs die auf dem Tisch L ausgebreitete, also noch
in Tafelform befindliche Masse mit der Glättwalze bearbeitet wird, doch ist eine solche Bearbeitung
im Allgemeinen vorzuziehen, da durch die Hitze die in der Masse noch vorhandenen
wachsähnlichen Bestandtheile an die Oberfläche kommen und dort die Masse erweichen,
so dafs bei dem Aufrollen der letzteren zu einem Rohr die einzelnen Lagen besser an
einander haften.
Bei der Herstellung von Rohren aus der Harzmasse braucht nicht immer ein massiver
Kern W verwendet zu werden, sondern man kann auch einen rohrartigen, und zwar speciell aus
Aluminiumrohr bestehenden Kern verwenden; es giebt nämlich kein Metall, an welchem die
Harzmasse mit solcher Zähigkeit haftet wie an Aluminium, und man läfst daher, sofern man
sogenannte Compoundröhren herstellen will, den Metallkern einfach in dem Harzrohr, so
dafs er also einen Theil des Rohres bildet. Man kann diese Röhren so ausbilden, wie es
Fig. 9 zeigt, in welcher das Aluminiumrohr W1 etwas konisch gestaltet ist und an dem engeren
Ende über die Harzmasse hinwegsteht, so dafs man also die derart beschaffenen Röhren leicht
zusammenfügen kann.
Die dichte Verbindung beider Theile wird dann durch einen Streifen d bewirkt, der z. B.
auch aus Canevas bestehen kann, welchen man in die heifse Harzmasse eingetaucht hat
und noch heifs um die Stofsfugen herumlegt. Auch kann man, wie Fig. io zeigt, die Compoundröhren
an den Enden ungefähr kegelartig ausbilden, so dafs man sie leicht im Winkel
zu einander verlegen kann; auch hier wird die dichte Verbindung mittelst eines mit der heifsen
Masse getränkten Canevasstreifens d bewirkt.
In Fig. 11 ist eine andere Ausführungsform eines Rohres dargestellt, bei welcher eine Einlage
S1 aus weitmaschigem Drahtnetz vorhanden ist. Bei der Herstellung eines solchen Rohres
wird der Kern zunächst einmal mit der weichen Harzmassetafel umwickelt, dann etwas gekühlt,
und nun mit der Auflage des weitmaschigen Drahtnetzes versehen, worauf dann eine weitere
Umhüllung mit dem nächsten Theil der weichen, heifsen Harzmasse erfolgt. Es können hierbei
natürlich vielfache Abänderungen eintreten, je nachdem die Gröfse und die verlangte Festigkeit
des Rohres ist.
Fernerhin kann als Einlage eine Blechtafel S2 (Fig. 12) Verwendung finden, welche man am
besten zwischen die verschiedenen Lagen der Harzmasse einbringt, während man die letztere
auf den Kern aufrollt, wobei natürlich mit dem Einrollen der Blechplatte erst dann begonnen
wird, wenn sich auf dem Kern eine Lage der Harzmasse befindet. Bei Verwendung einer Metalleinlage, wie bei Fig. 11 und 12,
ist es zweckmäfsig, die letztere nicht von derselben Breite zu nehmen, wie die Länge des
Rohres beträgt, sondern ein etwas geringeres Mafs zu verwenden, so dafs die Metalleinlage
an keinem Ende des Rohres sichtbar wird, vielmehr hier die Kanten des Metalles vollständig
von der Harzmasse eingehüllt sind, so dafs also das Metall vollständig gegen Oxydation
geschützt ist.
Wenn es sich darum handelt, Blöcke, Platten, Ziegel u. s. w. z. B. als Bodenbelag oder dergl.
herzustellen, so wird das Grund- oder Einlage-^ material S ebenso über den Tisch hin ausgezogen
und mit der Harzmasse bedeckt, wie es bei Röhren der Fall ist. Auch hierbei hängt natürlich die Dicke der Schicht von der
Höhenstellung des Schiebers Q. des Vertheilungsgefäfses N ab. Nachdem die Harzmasse dann
ebenfalls mit der Glattwalze T bearbeitet ist, wird sie in* Streifen, viereckige oder sonstwie
geformte Stücke von der gewünschten Gröfse geschnitten, wie dies z. B. bei α in Fig. 4 angedeutet
ist. Diese Tafeln werden dann auf eine Plattform λ1 (Fig. 1) übertragen, die an
einem Seil Z1 oder auch an einem Dreharm Z2 hängt, und es wird dann diese Plattform mit
den auf ihr ruhenden Tafeln in den Kühlbottich Y hineingelassen, so dafs hier die Erhärtung
der Tafeln u. s. w. vor sich geht. Die Vorrichtungen zum Aufbringen der Tafeln auf
die Plattformen und zur Bewegung der letzteren nach dem Kühlbottich und in denselben hinein
können natürlich sehr verschiedenartig sein.
Sollen dicke oder schwere Stücke in Streifenform hergestellt werden, so ist zu befürchten,
dafs diese Streifen bei der Uebertragung vom Arbeitstisch auf die Plattform al durch ihr
eigenes Gewicht zerreifsen. Um dies zu verhindern, werden Unterlagsplatten e (Fig. 3 a)
verwendet, die aus Eisenblech bestehen und sich unter dem Grundstoff S befinden, so dafs
sie also nicht mit der Harzmasse in directe Berührung kommen und diese Masse nicht an
ihnen fest haften kann. Die Unterlagsplatten 6 werden durch Stifte f und Löcher g (Fig. 3a)
mit einander gekuppelt, so dafs man sie also auf dem Tisch entlang ziehen kann. Sind die
auf den Platten e ruhenden Arbeitsstücke in dem Wasserbehälter Y endgültig gekühlt worden, so kann man sie von den Platten entfernen
und letztere von Neuem verwenden.
Mit Bezug auf Fig. 13 wird noch bemerkt,
dafs in dieser ein Hülfswerkzeug dargestellt ist,.
welches zur Abrollung des Grund- oder Einlagematerials
S von der Walze -R bestimmt ist, sofern Canevas oder ein sonstiger, mit feineren
oder gröberen Maschen versehener Stoff Verwendung findet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zur Herstellung von Röhren, Platten und anderen Gegenständen aus harzhaltigen Massen, gekennzeichnet durch einen länglichen Ofen, welcher an einem Ende erhöht ist und auf demselben eine Mischvorrichtung trägt, während der tiefere Theil bezw. Haupttheil des Ofens als Arbeitstisch dient und eine an die Mischvorrichtung angeschlossene, mit geneigtem Boden versehene Vertheilungsvorrichtung aufnimmt, wobei in dem Zwischenraum zwischen der letzteren und dem erhöhten Ofentheil eine mit dem als Grundlage oder Einlage für die harzhaltige Masse dienenden Stoff umwickelte Rolle angeordnet ist, zu dem Zweck, diesen durch die Ofenhitze trocken gehaltenen Stoff bei seinem Vorbeiführen unter der Vertheilungsvorrichtung mit einer Auflage der harzhaltigen Masse zu versehen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE89152C true DE89152C (de) |
Family
ID=360995
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT89152D Active DE89152C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE89152C (de) |
-
0
- DE DENDAT89152D patent/DE89152C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2910432C2 (de) | ||
| DE1584691A1 (de) | Maschine und Verfahren zum Herstellen von Betonkonstruktionsteilen | |
| DE2548933C2 (de) | Verfahren zum Herstellen von Elementen aus Porenbeton und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2121424C3 (de) | ||
| DE19621063A1 (de) | Verfahren zur Herstellung plattenförmiger Gegenstände | |
| DE2719590A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von hohlzylindrischen, geformten fasrigen artikeln | |
| DE2939538C2 (de) | ||
| DE2538736A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von gipsbauplatten | |
| CH637610A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von formkoerpern aus einem hydraulisch gebundenen stoff. | |
| DE2611361C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Verbundplatten | |
| EP0173873B2 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Platten aus Faserbeton | |
| DE60104393T2 (de) | Schleifscheibe und herstellungsverfahren einer solchen scheibe | |
| DE2512917A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zum herstellen von gipsplatten | |
| DE89152C (de) | ||
| DE69730037T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von bahnförmigen materialien auf kunststoffbasis, wie boden- und wandbeläge | |
| DE2501111C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Beschichten einer porösen Unterlage mit Blei, Zink, Zinn, Cadmium, Aluminium und deren Legierungen | |
| DE1056362B (de) | Formpressmaschine fuer die Herstellung von poroesen Gegenstaenden aus Kunststoff, insbesondere fuer Schuhsohlen | |
| DE19632844C1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von Mörtel auf die Unterseite eines Bausteins | |
| DE3224333A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen auftragen einer bewehrungsschicht auf eine poroese, mineralische bauplatte | |
| DE2653266A1 (de) | Vorrichtung zum kuehlen von fluessigem bitumen | |
| DE2158653C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Bauplatten aus zementgebundenen Holzfasern o.dgl., z.B. Holzspänen oder Holzwolle | |
| DE1459328C (de) | Verfahren zur Herstellung von Holz wolle Leichtbauplatten mit Auflageschich ten und Vorrichtung zu seiner Durchfuhrung | |
| DE3631907A1 (de) | Verfahren zum erwaermen von staerkeleim in einer papierbahn-leimmaschine sowie vorrichtung hierfuer | |
| DE173645C (de) | ||
| DE498907C (de) | Maschine zur Pastierung von Gitterplatten fuer Akkumulatoren |