DE889296C - Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Ringketonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Ringketonen

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Ringketonen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung ungesättigter Ringketone.
  • Die erfindungsgemäßen ungesättigten Ringketone lassen sich durch folgende allgemeine Formel darstellen In dieser Formel kann der Ring C vollständig gesättigt sein oder benzolähnliche Struktur besitzen, d. h. aromatisch sein. n = Null, wenn der Ring C aromatisch ist, und Null oder z, wenn der Ring C gesättigt ist; R1 = Wasserstoff, eine Alkyl-, Oxy-, Acyloxy- oder Alkyloxygruppe; R2 = Wasserstoff oder eine Alkylgruppe, wobei R1 und R2 zusammen eine unsubstituierte oder eine vorzugsweise mit einer Oxy-, Acyloxy-, Carboxy- oder Carbalkoxygruppe substituierte Trimethylenbrücke bilden können; R3 und Rq=Wasserstoff, eine Oxy-, Acyloxy- oder Alkyloxygruppe. Gegenstand der Erfindung bilden insbesondere folgende Verbindungen: Die erfindungsgemäßen Verbindungen stimmen im räumlichen Aufbau weitgehend mit -Sterinen und Abbauprodukten von Sterinhormonen überein. Sie sollen als Heilmittel oder als Zwischenprodukte für die Herstellung von Heilmitteln verwendet werden.
  • Gemäß der Erfindung werden die neuen ungesättigten Ringketone der Formel (I) dadurch gewonnen, daß man gesättigte oder im Ring C aromatische Harzsäureverbindungen der allgemeinen Formel in üblicher Weise in entsprechende Ringolefine (XI) mit der Gruppierung R6 = eine Methyl-, Äthyl- oder Tsopropylgruppe, überführt, diese Verbindungen durch einen an sich üblichen oxydativen Abbau zu den entsprechenden Ketocarbonsäuren aufspaltet, die erhaltenen Ketocarbonsäuren mit wasserabspaltenden Mitteln, vorzugsweise sauren Charakters, wie p-Toluolsulfonsäure in Toluol oder Acetylchlorid in Acetanhydrid, behandelt, die entstehenden Enollaktone in Methylketone überführt und diese durch Einwirken von sauren oder alkalischen Kondensationsmitteln unter Wasserabspaltung cyclisiert.
  • Die erfindungsgemäße Reaktionsfolge wird im nachstehenden Formelschema erläutert; zur Vereinfachung wird der im wesentlichen unverändert bleibende gesättigte oder aromatische Ring C mit seinen Substituenten wie oben durch eine Klammer mit dem Buchstaben C dargestellt: Gegebenenfalls vorhandene Substituenten mit Estercharakter (Acyloxygruppe, Carballkoxygruppe) können bei den Stufen, in denen alkalische oder saure Mittel zur Anwendung gelangen (z. B. (XX) --> (XIV) und (XVI) --# (I)) verseift werden; in solchen Fällen kann von neuem verestert werden. Die Verseifung kann auch als gesonderte Verfahrensstufe, z. B. vorgängig der Bildung des Enollaktons (XIII), durchgeführt werden. Bei der Überführung der Enollaktone in Methylketone können gleichzeitig auch Substituenten, wie Nitril- oder Carboxygruppen, in Methylketone umgeformt werden.
  • Die Überführung der Harzsäureverbindung (X) in das Ringolefin (XI) kann, wie üblich, so geschehen, daß das Ausgangsprodukt mit Lithiumaluminiumhydrid (Helvetica Chimica Acta, Bd.33 [1g50], S.1730) oder nach der Methode von Bouveault und Blanc (Helvetica Chimica Acta, Bd. 5 [1922], S.581) durch Behandeln der absolut alkoholischen Lösung der als Ester vorliegenden Säure mit Natrium zum entsprechenden Alkohol der Formel reduziert und aus diesem Alkohol durch wasserentziehende Mittel, wie Phosphorpentachlorid oder Kaliumbisulfat, i Mol Wasser unter Bildung des Ringolefins (XI) abgespalten wird. Die Gruppe R5 ist bei dieser Ausführungsart eine Äthylgruppe.
  • Eine weitere Abänderung zur Gewinnung des Ringolefins (XI) besteht darin, die Harzsäureverbindung (X) zunächst in das entsprechende Säurechlorid, z. B. mit Thionylehlorid, überzuführen, dieses Säurechlorid mit Dimethylcadmium umzusetzen und das gebildete Keton der Formel zum sekundären Alkohol zu reduzieren und aus diesem Wasser abzuspalten, wobei sich unter gleichzeitiger Retropinakolinumlagerung das Ringolefin (XI), mit einer Isopropylgruppe als R5-Substituent, bildet.
  • Ein besonders vorteilhafter Weg zum Ringolefin (XI) ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Harzsäureverbindung (X) durch Behandeln mit Thionylchlorid, zweckmäßig in einem inerten Lösungsmittel, wie Benzol, in das entsprechende Säurechlorid überführt und dieses mit einer tertiären organischen Base, beispielsweise Chinolin, auf Zoo bis a70° erhitzt. Das Säurechlorid kann auch durch Schütteln in wäßrigem Aceton mit Natriumazid bei o bis xo° in das Säureazid übergeführt werden. Das Säureazid liefert beim Abbau nach Curtius (Organic Reactions, Bd.III, New York 1946, S.327) die entsprechende Aminoverbindung, die durch Diazotieren und Verkochen das gleiche Ringolefin (XI) liefert, in dem RS stets eine Methylgruppe darstellt.
  • Zur Umwandlung des Ringolefins (XI) in die Ketocarbonsäure (XII) kann man -so vorgehen, daß man die Ringolefinverbindung zwecks Aufsprengung der Doppelbindung im Ring A mit einem Oxydationsmittel, beispielsweise Ozon, behandelt, das entstandene Diketon der Formel mit sauren oder alkalischen Kondensationsmitteln zum Fünfringketon der Formel (XIV) cyclisiert und dieses durch erneute Einwirkung eines Oxydationsmittels, wie Ozon, zur Ketocarbonsäure (XII) aufspaltet.
  • Man kann auch so verfahren, daß man die Olefinverbindung (XI) zwecks Oxydation der Methylengruppe in Nachbarstellung zur Doppelbindung in nicht sauren organischen Lösungsmitteln, wie Dioxan, Alkohol oder Pyridin, mit Selendioxyd behandelt und auf das gebildete a, ß-ungesättigte Alkylketon der Formel (XV) zur Aufsprengung der Doppelbindung im Ring A ein Oxydationsmittel, wie Ozon, einwirken läßt, wobei die Ketocarbonsäure (XII) erhalten wird.
  • Die Ketocarbonsäure (XII) wird durch Behandeln mit wasserentziehenden Mitteln, beispielsweise durch Kochen mit p-Toluolsulfonsäure in Toluol oder Xylol, in das Enollakton (XIII) übergeführt. Dieses kann mit einem Methylmagnesiumhalogenid oder Methyllithium umgesetzt, das gebildete Kondensationsprodukt hydrolysiert und das entstandene Methylketon der Formel (XVI) durch Einwirken von alkalischen oder sauren Mitteln zum ungesättigten Ringketon (I) cyclisiert werden.
  • Eine Abänderung zur Gewinnung des ungesättigten Ringketons (I) besteht darin, daß man auf das Enollakton (XIII) Natriumhydrid und Phenylacetat einwirken läßt und das entstehende Aceto-enollakton der Formel (XVII) in Eisessiglösung mit konzentrierter Salzsäure oder mit Kalilauge in Alkohol erwärmt, wobei die gleiche Ringschlußreaktion unter Wasser-und Kohlendioxydabspaltung eintritt.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß man die gesättigten oder im Ring C aromatischen Harzsäureverbindungen mit Thionylehlorid in Benzol unter Rückfiuß kocht, das erhaltene Säurechlorid mit Chinolin auf etwa 25o° erhitzt, das gebildete Ringolefin mit Essigester bei o° ozonisiert und anschließend mit alkoholischer Kalilauge cyclisiert, das entstandene Fünfringketon in einer Mischung von Essigester und Eisessig bei o° ozonisiert, die erhaltene Ketocarbonsäure mit p-Toluolsulfonsäure in Toluol kocht, das ;;ebildete Enollakton nach Grignard mit Methylmagnesiumjodid kondensiert, das erhaltene Kondensationsprodukt hydrolysiert und anschließend mit alkoholischer Kalilauge zum ungesättigten Ringketon cyclisiert.
  • Die als Ausgangsmaterialien für das erfindungsgemäße Verfahren verwendbaren Verbindungen sind Harzsäuren oder Abkömmlinge von Harzsäuren. Die für die Herstellung des Ringketons (II) benötigte Tetrahydroabietinsäure entsteht beispielsweise durch Hydrierung von Abietinsäure mit Raneynickel (Bulletin de la Societe Chimique de France, Bd. 11 [194q.], S. 526). Die für die Herstellung des Ringketons (III) verwendete Acetylpodocarpsäure gewinnt man durch Acetylieren von Podocarpsäure (Journal of the Chemical Society London, 1938, S. loog).
  • Die tricyclischen Acetylverbindungen die zur Darstellung der Ringketone (IV) und (V) dienen, können beispielsweise aus dem tricyclischen Ketoester C"H2603 vom Schmelzpunkt 117° gewonnen werden, der bei der Ozonisation und Cyclisierung des Agathendisäuredimethylesters entsteht (Helvetica Chimica Acta, Bd. 24 [19q.1], S. 23o).
  • Die tetracyclischen Verbindungen sind die Ausgangssubstanzen zur Synthese der Ringketone (VI) und (VII). Sie werden aus den Verbindungen (XXIII) und (XXIV) bzw. den entsprechenden Ketoverbindungen dargestellt durch Aufbau des Fünfringes nach B achmann (Journal of the American Chemical Society, Bd. 61 [193g], S. 97q), Reduktion der gebildeten Ketogruppe und nachfolgender Acetylierung.
  • Die Verbindungen die zum Aufbau der Ringketone (VIII) und (IX) dienen, entstehen durch Verseifung der Verbindungen (XXV) und (XXVI) und Umformung der gebildeten Hydroxylgruppe über das Bromid zum Nitril bzw. zur Carbalkoxygruppe.
  • Beispiel ioo g Tetrahydroabietinsäure (X) bzw. (XXI) vom Schmelzpunkt 155 bis i57°, [u], = + ig° (in Alkohol), werden mit ioo ccm Benzol und ioo ccm Thionylchlorid 21/2 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Man dampft hierauf das überschüssige Thionylchlorid und das Benzol am Vakuum ab und erhält io8 g rohes Säurechlorid, das beim Erkalten kristallisiert. Ausbeute: quantitativ.
  • z7,5 g rohes Säurechlorid der Tetrahydroabietinsäure werden mit 15 g Chinolin i1/2 Stunden unter Rühren auf 2g5° erhitzt. Nach dem Abkühlen gibt man 500 ccm Petroläther und 500 ccm Wasser zu, filtriert vom Unlöslichen ab, wäscht die Petrolätherschicht zweimal mit je ioo ccm io0/0iger Salzsäure und dreimal mit Wasser aus, trocknet über Natriumsulfat und dampft schließlich das Lösungsmittel ab. Der Rückstand (22g) wird im Wasserstrahlvakuum destilliert; Kp" = 194 bis i96°, [a], = + 86° (in Chloroform). Man gewinnt 18 g Norabieten (XI). Die Ausbeute, berechnet auf das Säurechlorid bzw. auf die Tetrahydroabietinsäure (X), beträgt 8o 0/0.
  • Die Überführung von Norabieten (XI) in die Ketocarbonsäure (XII) erfolgt nach den Vorschriften a) oder b) a) 4 g Norabieten (XI) werden in 50 ccm Essigester gelöst und bei o° mit Ozon behandelt, bis eine Probe mit Tetranitromethan keine gelbe Färbung mehr gibt (etwa 3 Stunden). Sodann gibt man 5 ccm Wasser, 2o ccm Eisessig und 2,5 ccm 300/0iges Perhydrol zu und läßt 14 Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Man verdünnt hierauf mit Zoo ccm Äther, extrahiert zweimal mit je ioo ccm Wasser, 100 ccm 50/0iger Natronlauge und ioo ccm Wasser. Nach dem Trocknen der Ätherlösung mit Natriumsulfat und dem Abdampfen erhält man 4,2 g neutrale Substanz, die mit ioo ccm 50/0iger methanolischer Kalilauge 2 Stunden gekocht wird. Nach dem Erkalten und Ansäuern mit verdünnter Schwefelsäure wird mit Zoo ccm Äther extrahiert und die Ätherlösung nacheinander je dreimal mit ioo ccm Wasser, 100 ccm 50/0iger Natronlauge und ioo ccm Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen des Äthers mit Natriumsulfat und Abdampfen erhält man 3,3 g rohes Fünfringketon (XIV) mit einem Ultraviolettmaximum bei 256 mu (a = 67oo). Das Produkt wird zur Reinigung in 5o ccm Petroläther gelöst und durch eine Säule aus ioo g Aluminiumoxyd filtriert. Man wäscht mit iooo ccm Petroläther nach und erhält aus der Petrolätherlösung nach dem Abdampfen 2,8 g Substanz, die mit Girard-Reagens T in ketonische und nichtketonische Anteile getrennt wird. Die Ausbeute an Fünfringketon (XIV), bezogen auf Norabieten (XI), beträgt 40 0/0. Das schwach gelbliche Öl zeigt im Ultraviolett ein Maximum bei 256 mu (e = ii ooo). Sein 2, 4-Dinitrophenylhydrazon bildet rote Nadeln vom Schmelzpunkt 129 bis 13o°; Ultraviolettmaximum 391 mu (E = 25 6oo).
  • 17,7 g Fünfringketon (XIV) werden in 50 ccm Essigester und 50 ccm Eisessig gelöst und bei o° mit Ozon behandelt, bis eine Probe im Ultraviolett bei 256 mß kein Maximum mehr zeigt. Sodann gibt man io ccm Wasser und 10 ccm 300/0iges Perhydrol zu und läßt 14 Stunden bei 2o° stehen. Die Lösung wird ebenso aufgearbeitet, wie es bei der Ozonisierung des Norabietens (XI) beschrieben ist. Aus dem Natronlaugeauszug erhält man nach dem Ansäuern mit verdünnter Schwefelsäure und Extraktion mit Äther ii g der Ketocarbonsäure (XII). Der Neutralteil (7>7 g) wird in 140 ccm Eisessig und 2o ccm Wasser gelöst, mit 4 g Perjodsäure versetzt und 3 Stunden bei 2o° stehengelassen. Nach Zugabe von Zoo ccm Äther werden die gebildeten Säuren zweimal mit ioo ccm verdünnter Natronlauge extrahiert und durch Ansäuern und Extraktion mit Äther abgetrennt (3,o g). Der neutrale Anteil wird darauf mit 100 ccm 50/0iger methanolischer Kalilauge 2 Stunden gekocht. Nach Zugabe von Zoo rcm Äther und Wasser werden die Säuren wieder mit zweimal ioo ccm verdünnter Natronlauge extrahiert und durch Ansäuern und Extraktion mit Äther aus dem Laugeauszug gewonnen (i,1 g). Die Ausbeute an Ketocarbonsäure (XII), berechnet auf das Fünfringketon (XIV), beträgt 8o°/0. Die Ketocarbonsäure bildet ein bei i21 bis 123° schmelzendes Benzylthiuroniumsalz.
  • b) 41 g Norabieten (XI) werden mit 22 g Selendioxyd und 750 ccm Dioxan 5 Stunden bei 50° gerührt. Das Dioxan wird im Vakuum weitgehend abgedampft. Man gibt Äther und Wasser zu und wäscht den Äther mit verdünnter Natronlauge und Wasser. Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels erhält man 47,5 g rotes Öl. Man trennt mit Girard-Reagens T in ketonische und nichtketonische Anteile. Die gewonnenen 16,6 g Keton werden an izoo g Aluminiumoxyd chromatographiert, wobei mit Petroläther 11,4 g Alkylketon (XV) eluiert werden. Die Ausbeute, bezogen auf Norabieten (XI), beträgt 28 0/0; Ultraviolettmaximum 251 mu (s = 14 000). Das 2, 4-Dinitrophenylhydrazon bildet rote Tafeln vom Schmelzpunkt 18o bis 181°; Ultraviolettmaximum 397 mu (e ° 30 400).
  • 8,4 g Alkylketon (XV) werden, wie oben beim Abbau des Fünfringketons (XIV) beschrieben, mit Ozon behandelt. Man erhält die Ketocarbonsäure (XII) in 850/0iger Ausbeute, bezogen auf das Alkylketon (XV).
  • ii g Ketocarbonsäure (XII) werden mit i,i g p-Toluolsulfonsäure in 300 ccm Xylol 5 Stunden gekocht unter langsamem Abdestillieren des gebildeten Wassers. Nach dem Abkühlen wird mit kalter Sololösung dreimal ausgewaschen und das Lösungsmittel abgedampft. Man erhält 7,19 Enollakton (XIII). Die aus dem Sodaauszug durch Ansäuern mit verdünnter Schwefelsäure und Extraktion mit Äther zurückgewonnene Ketocarbonsäure wird erneut umgesetzt und liefert noch 2 g Enollakton (XIII). Die Ausbeute, bezogen auf Ketocarbonsäure (XII), beträgt 80 010.
  • Die gleiche Ausbeute an Enollakton (XIII) erhält man auch nach der folgenden Vorschrift: 3 g Ketocarbonsäure (XII) werden mit 37 ccm Acetanhydrid und 15 ccm Acetylchlorid 42 Stunden in einer Stickstoffatmosphäre gekocht. Darauf wird im Vakuum zur Trockne verdampft und, wie oben beschrieben, aufgearbeitet. Man erhält ein dunkel gefärbtes Produkt, das nach Reinigung mit Kohle 2,4 g Enollakton (XIII) liefert.
  • Aus dem Enollakton (XIII) gewinnt man das ungesättigte Ringketon (I) bzw. (II) nach den Verfahren c) oder d): c) 8 g Enollakton (XIII) werden in 50 ccm absolutem Toluol gelöst und zu einer Grignard-Lösung aus 850 mg Magnesium und 5 g Methyljodid in 2o ccm absolutem Äther bei o° unter Rühren rasch gegeben. Es wird noch 3 Stunden bei Zimmertemperatur und 3 Stunden bei 45° gerührt. Nach der üblichen Aufarbeitung wird mit 300 ccm 5°/oiger methanolischer Kalilauge 2 Stunden gekocht und in neutrale und saure Anteile getrennt. Man erhält 5 g ungesättigtes Ringketon (I) mit einem Ultraviolettmaximum von 242 mu (£ - 13 300) und 3 g Ketocarbonsäure (XII), die erneut umgesetzt werden. Das ungesättigte Ringketon (I) kann durch Chromatographieren und Behandlung mit Girard-Reagens gereinigt werden. Die gereinigte Verbindung zeigt ein Ultraviolettmaximum bei 242 mu (a = 138oo). Sein 2, 4-Dinitrophenylhydrazon bildet rote Nadeln vom Schmelzpunkt 150 bis r51°; Ultraviolettmaximum 393 mu (s = 30000). Die Ausbeute an ungesättigtem Ringketon (I) bzw. (1I), berechnet auf das Enollakton (XIII), beträgt 8o °/o.
  • d) 1,6 g Enollakton (XIII) werden mit 300 mg N atriumhydrid, i, i ccm Phenylacetat und 7 ccm Benzol bei 2o° unter Stickstoff 42 Stunden gerührt. Sodann gibt man Äther und verdünnte Salzsäure zu und wäscht die Ätherlösung wiederholt mit Wasser. Der nach dem Trocknen und Abdampfen des Äthers erhaltene Rückstand von Aceto-enollakton (XVII) wird im Hochvakuum bei 8o° getrocknet (2,1 g). Man löst hierauf in 50 ccm Eisessig und 6 ccm konzentrierter Salzsäure und kocht 40 Stunden unter Stickstoff. Nach Zugabe von Wasser und Äther wird die Ätherlösung mit Wasser und verdünnter Natronlauge gewaschen. Man erhält nach dem Trocknen und Abdampfen des Äthers o,8 g ungesättigtes Ringketon (I). Die Ausbeute, berechnet auf das Enollakton (XIII), beträgt 5o0/,.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Ringketonen, dadurch gekennzeichnet, daB man gesättigte oder im Ring C aromatische Harzsäureverbindungen der allgemeinen Formel in welcher n = Null bedeutet, wenn der Ring C aromatisch ist, und Null oder i, wenn der Ring C gesättigt ist; R1 = Wasserstoff, eine Alkyl-, Oxy-, Acyloxy- oder Alkyloxygruppe; R2 = Wasserstoff oder eine Alkylgruppe, wobei R1 und R2 zusammen eine unsubstituierte oder eine vorzugsweise mit einer Oxy-, Acyloxy-, Carboxy- oder Carbalkoxygruppe substituierte Trimethylenbrücke bilden können; R3 und R4 = Wasserstoff, eine Oxy-, Acyloxy- oder Alkyloxygruppe, in üblicher Weise in entsprechende Ringolefine der Formel überführt, in der R5 = eine Methyl-, Äthyl- oder Isopropylgruppe darstellt, diese Verbindungen durch einen an sich üblichen oxydativen Abbau zu .den entsprechenden Ketocarbonsäuren der allgemeinen Formel aufspaltet, diese mit wasserabspaltenden, vorzugsweise sauren Mitteln, wie p-Toluolsulfonsäure in Toluol oder Acetylchlorid in Acetanhydrid, behandelt, die entstehenden Enollaktone der Formel in Methylketone überführt und diese in Gegenwart von sauren oder alkalischen Kondensationsmitteln unter Wasserabspaltung cyclisiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB man die Harzsäureverbindung mit Thionylchlorid behandelt und das gebildete Säurechlorid mit einer tertiären organischen Base, wie Chinolin, durch Erhitzen auf Zoo bis 27o° in das entsprechende Ringolefin überführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB man das Ringolefin zwecks Rufsprengung der Doppelbindung im Ring A mit einem Oxydationsmittel, wie beispielsweise Ozon, behandelt, das entstandene Diketon der Formel mit sauren oder alkalischen Kondensationsmitteln zum Fünfringketon der Formel cyclisiert und dieses durch erneute Einwirkung eines Oxydationsmittels, wie Ozon, zur Ketocarbonsäure aufspaltet. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB man das Ringolefin in nicht sauren organischen Lösungsmitteln mit Selendioxyd behandelt und das gebildete a, (-ungesättigte Alkylketon der Formel zur Aufsprengung der Doppelbindung im Ring A mit einem Oxydationsmittel, wie Ozon, in die Ketocarbonsäure überführt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB man das Enollakton mit Methylmagnesiumhalogenid oder Methyllithium umsetzt, das Kondensationsprodukt hydrolysiert und das erhaltene Methylketon der Formel in Gegenwart von sauren oder alkalischen Cyclisierungsmitteln cyclisiert.
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