DE88435C - - Google Patents

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DE88435C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F5/00Softening water; Preventing scale; Adding scale preventatives or scale removers to water, e.g. adding sequestering agents
    • C02F5/08Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents
    • C02F5/10Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents using organic substances
    • C02F5/105Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents using organic substances combined with inorganic substances

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  • Water Supply & Treatment (AREA)
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  • Lubricants (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die nachtheiligen Wirkungen der Kesselsteinbildung bei Dampfkesseln beruhen darauf, dafs die Kesselsteine als schlechte Wärmeleiter die Uebertragung der Wärme an das Wasser beeinträchtigen, dadurch den Aufwand an Brennmaterial steigern und endlich die Wandung des Kessels leicht rothglühend werden lassen.
Die Bildung der Kesselsteine erfolgt durch die Ausscheidung von Salzen, vornehmlich des Gypses aus dem verdampfenden Wasser. Die Salze bilden sehr harte, festhaftende Krusten, deren Entfernung mühsame Arbeit verursacht. Die Neigung zur Kesselsteinbildung wird noch wesentlich erhöht, wenn Fett (Schmieröl) in den Kessel gelangt, weil sich infolge dessen Kalk- und Eisenoxydseifen bilden.
Es sind zur Verhütung der Kesselsteinbildung zahlreiche Mittel versucht worden, die bald auf chemischem, bald auf physikalischem Wege dem Uebel zu steuern suchten, doch hat keines ein vollständig befriedigendes Resultat ergeben.
Das neue Verfahren, das Ansetzen von Kesselstein zu verhüten, besteht darin, dafs dem Speisewasser unter eventuellem Zusatz von Alkalien oder Erdalkalien technisch reine, in Wasser vollkommen lösliche Phenole, Kresole oder Xylenole oder Mischungen derselben zugefügt werden. Da. im Grofsen hauptsächlich Kresolgemische gewonnen werden, so kommen diese auch an erster Stelle für vorliegenden Zweck in Frage, besonders da auch der Preis von augenblicklich 30 bis 40 Mark für 100 kg die Anwendung in grofsen Mengen gestattet; Xylenole dagegen sind nur angeführt, da sie gewöhnlich in geringen Mengen den Kresolen beigemischt sind. Es ist unbedingt erforderlich, dafs die genannten Körper vollkommen wasserlöslich sind, damit eine jede Zuführung unlöslicher oder Schmieren bildender Substanzen vermieden wird, welche ihrerseits eher die Kesselsteinbildung begünstigen, jedenfalls die Absonderung unlöslicher Stoffe im Kessel vermehren würden.
Dafs die genannten Stoffe in genügender Menge wasserlöslich sind, ist theilweise, wie beim Phenol, allgemein bekannt, das sich bei 16 bis 170 in 15 Theilen Wasser löst, während schon bei 840 beide Flüssigkeiten in jedem Verhältnisse mit einander mischbar sind.
Die Löslichkeit des
o-Kresols ist 2,5 Vol.-Proc,
m- - - 0,53
p- - - 1,8
der Kresolgemische:
a) aus Toluidin 2,2 Vol. Proc,
b) - Theeröl 2.36 bis 2,55 Vol.-Proc. (Angaben über die Löslichkeit dieser Substanzen finden sich im Archiv für Hygiene, Bd. 17, 1893, S. 621, Prof. Dr. M. Gruker, Löslichkeit etc. der Kresole.)
Die Wirkung des Zusatzes der vorher genannten Körper beruht darauf, dafs sie durch die in der Wärme oder bei gleichzeitigem Zu-. satz von Alkalien oder Erdalkalien zum Speisewasser ausfallenden, den Kesselstein bildenden Salze zum Theil angezogen und mit letzteren niedergerissen werden. Dabei umhüllen sie die ausgeschiedenen Theilchen des Nieder-
Schlages und verhindern so einerseits das Zusammenbacken von harten Krusten, sowie das Ansetzen derselben, andererseits dringen sie in etwa bereits gebildeten Kesselstein ein, werden jedoch infolge ihrer bei steigender Temperatur zunehmenden Löslichkeit durch das Speisewasser wieder ausgezogen und bewirken dadurch die Auflockerung der entstandenen Kesselsteinkrusten.
Die gleichzeitige Verwendung von Phenolen und Alkalien ist besonders deshalb zu empfehlen, weil sie unter Druck vorzügliche Lösungsmittel für Fette sind und letztere unschädlich machen, denn, wie einleitend erwähnt, spielen die Fette bei der Kesselsteinbildung eine hervorragende Rolle.
Der Zusatz an Phenolen und Alkalien verhindert gleichzeitig das Rosten des Kessels.
Das jeweilige Mengenverhältnifs, unter dem die Phenole oder die Phenolalkalien dem Wasser zugesetzt werden, richtet sich nach der Beschaffenheit dieses und ferner nach der Gröfse des Kessels.
Im Durchschnitt wird ι kg eines Phenols pro Kubikmeter Kesselinhalt dem Zwecke entsprechen, die genauere Bestimmung mufs empirisch festgestellt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Verhütung der Kesselsteinbildung durch Zusatz von wasserlöslichen Phenolen , Kresolen und Xylenolen oder deren Mischungen zum Speisewasser unter eventuellem gleichzeitigen Zusatz von Alkalien oder Erdalkalien.
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