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Rad aus Kunststoff Die Erfindung bezieht sich auf ein Rad für geringe
Belastungen, insbesondere Tragräder bzw. Laufräder für Kleinfahrzeuge, z. B. Kinderwagen,
Roller, fahrbare Möbelstücke, wie Teewagen usw., Gepäckroller, kleine Leiterwagen
sowie auch Seilscheiben, Antriebsräder für geringe Belastungen u. a. m.
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. Das Rad gemäß der Erfindung besteht aus Kunststoff.
Es kommen sowohl Thermoplaste als auch wärmehärtbare Kunststoffe in Frage;
ein Rad kann auch aus verschiedenen Kunststoffen, z. B. zwei oder drei Kunststoffen
bestehen. Die Art des im einzelnen Fall verwendeten Kunststoffes richtet sich nach
den erforderlichen Festigkeitseigenschaften; im allgemeinen sind Mischungen von
Kunststoffen, z. B. Kunstharzen, mit z. B. feinkörnigen Füllstoffen geeignet.
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Das Rad gemäß der Erfindu#ng besteht aus zwei miteinander in der Radebene
zu einem Hohlkörper zu vereinigenden, durch Pressen oder Spritzen hergestellten,
nach der Vereinigung zweckmäßig miteinander, z-B. durch Verkleben, Verkitten, Verschweißen
oder auf sonstige Weise verbundenen schalenförmigen oder scheibenförinigen Körpern
mit ineinanderpassenden zentralen, die Verbindung unterstützenden zentrierenden
Hohlzapfen zur Aufnahme des Radachsendes oder einer das Radachsende aufnehmenden
Buchse.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der am Achsende
liegende, d.h. der äußere Teil des Rades gemäß der Erfindung als verhältnismäßig
tiefere Schale, z.B. stufenförmig sich vertiefende Schale, die einen Teil eines
Scheibenrades darstellt, ausgebildet und mit einem zentralen, zweckmäßig sich durch
den Innenraum des Rades hindurch erstreckenden Hohlzapfen versehen, dessen äußerer
Durchmesser so gewählt ist, .daß er in einen zweckmäßig sich nach außen erstreckenden
Hohlzapfen des anderen, inneren Teiles des Rades paßt, und dessen Innendurcbmesser
so
gewählt ist, daß in ihn das Achsen#de oder eine-das Achsende
aufnehmende Buchse paßt. Der innere Teil des Rades ist nach einer bevorzugten Ausführungsform
als verhält - nismäßig flache "Schale oder als Scheibe mit wenig erhabenem
Ringrand und mit einem zentralen, nach außen, d. h. der Mitte einer zwei
solche Räder verbinden-den Achse zui sich erstreckenden Hohlzapfen von --einem solchen
inneren Durchmesser, daß er mit seinem dem Radinnern zu. gelegenen Ende das Ende
des Hohlzapfens des äußeren kadteiles aufnehmen kann.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind beide Radteile am Mand
mit wie Dose und Deckel beim Vereinigen übereinandergreifenden Ringleisten versehen,
wobei zweckmäßig die den Felgenteil des Rades bildenden Teile der beiden Schalen
gleichflächig, d. h. eine unabgesetzte Fläche bildend, aneinanderstoßen.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der äußere
Teil des Rades mit dem Blendkappenteil einstückig gepreßt oder gespritzt, so daß
bei vollscheibenförmiger Ausbildung des Innenteiles ein undurchbrochener I(adhohlkörper
vorliegt.
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Die Felgenfläche kann beliebig ausgebildet sein; sie kann senkrecht
zur Radebene liegen, was insbesondere dann von Vorteil ist, wenn die Felgenfläche
des Rades die Lauffläche bildet.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die Felgenfläche und sind
die die Felgenfläche bildenden Randteile der beiden das Rad bildenden schalenförmigen
Kunststoffteile konkav gewölbt zur Aufnahme eines Laufringes von z. B. kreisförmigem
oder etwa kreisförmigem Querschnitt, z. B. eines Gummiringes bzw. eines Ringes aus
elastischem Kunststoff oder einer Luftbereifung, ausgebildet.
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Ein elastischer Laufring kann bei dem Pressen oder Spritzen mit dem
einen Teil des Rades verbunden oder nachher an ihm befestigt werden, z. B. durch
Verkleben. Ein z. B. elastischer Laufring kann auch mit einem Teil gemeinsam gespritzt
oder gepreßt werden, wenn dieser Teil des Rades aus dem gleichen nachgiebigen oder
elastischen Material besteht wie die Lauffläche des Rades, die einen beliebigen
Querschnitt haben kann.
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Unter Umständen ist es für die mechanische Festigkeit des Rades hinreichend,
wenn z. B. der äußere Radteil aus einem mechanisch festen Material, z. B. einer
thermoplastischen Kunststoffmasse aus Polyvinvlchloridprodukten oder aus Phenoplasten
oder minoplasten besteht, während der innere Teil des Rades und die bei dieser Ausführungsforin
mit ihm einstückig verbundene Lauffläche aus einem elastischen Material, z. B. einem
Polyäthylprodukt, bestehen kann. Dabei ist es zweckmäßig bzw. notwendig, daß der
Hohlzapfen des äußeren Radteiles zur Aufnahme des Achsendes bzw. der Buchse des
Achsendes g' eilügend weit nach dem Radinnern geführt ist, um das Achsende tragen
zu können.
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Andererseits kann auch umgekehrt vorgegangen werden, derart, daß der
innere Teil des Rades aus einem Kunststoffmaterial mit guten Festigkeitseigenschaften-
besteht und der äuÜere Teil aus einem weniger festen Kunststoff gebildet ist, wobei
Voraussetzung ist, daß der Hohlzapfen des inneren Teiles des Rades genügend weit
nach dem äußeren Teil zu geht, um. das Achsende bzw. die Buchse für das Achsende
lagern zu können.
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. -Die Ausbildung der zentrierenden zentralen Hohlzapfen ist
an sich beliebig. Es kann der Hohlzapfen des äußeren Radteiles in den Hohlzapfen
des inneren Radteiles hineinpassen, oder umgekehrt. Es kann auch die Verlängerung
des Hohlzapfens des inneren Radteiles nach außen weggelassen werden, so
» daß in diesem Fall bei Ausbildung des Hohl-Zapfens des äußeren Radteiles
als verhältnismäßig langer Zapfen der Hohlzapfen des inneren Teiles des Rades aus
einer zentralen Durchführung für den das Achsende oder die Buchse des Achsendes
aufnehmenden Zapfen besteht. Andererseits ist es auch möglich, den Hohlzapfen des
inneren Radteiles unter Aufnahme des Achsendes bzw. der Achsbuchse nach dem äußeren
Radteil zu zu verlängern und den Hohlzapfen des äußeren Radteiles als Ring nut,
in die der Zapfen des inneren Radteiles paßt, oder auch als Durchführung des Hohlzapfens
des inneren Radteiles durch die Wandung des äußeren Radteiles auszubilden.
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Bevorzugt ist die Ausbildung des Zapfens des äußeren Radteiles derart,
daß er sich durch den ge-.samten inneren Hohlraum des aus den zwei Teilen zusammengesetzten
Rades erstreckt, wobei zweckmäßig dieser Zapfen in den Hohlzapfen des inneren Radteiles
paßt und dieser nach außen, d. li. der Achsmitte zu verlängert ist.
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In vielen Fällen ist es vorteilhaft, die beiden Radteile aus einem
zwar mechanisch festen Kunststoff herzustellen, der den Belastungen z. B. bei Verwendung
des Rades nach der Erfindung als Tragrad oder Laufrad -genügt, wobei jedoch die
Festigkeit nicht hinreichend zu sein braucht, um den Beanspruchungen durch das Drehen
der z. B. metallenen Achse auf die Dauer standzuhalten. In solchen Fällen wird in
den Hohlzapfen von geringerem innerem Durchmesser, insbesondere den Hohlzapfen des
äußeren Radteiles, eine Radbuchse eingesetzt, z. B. aus Phenolplasten oder Aminoplasten,
die mit der z. B. feststehenden Achse fest verbunden sein und sich gegenüber dem
die Buchse umgebenden Hohlzapfen drehen oder die mit dem Hohlzapfen fest verbunden
sein und sich gegenüber der-Achse drehen kann. In einem solchen Fall geschieht die
Montierung des Rades gemäß der Erfindung auf der feststehenden Achse, z. B. eines
Kleinfahrzeuges, durch Überschieben des inneren Teiles des Rades gemäß der Erfindung
auf das Achsende, Aufsetzen einer Buchse z. B. aus Phenolplastmaterial auf das Achsende
und Verbinden von Buchs.-. und Achse, z. B. durch Versplinten oder Verkleben, Zusammensetzen
der beiden Radteile unter Einsetzen der Buchse in den Hohlzapfen des äußeren Radteiles
und Einsetzen dieses Hohlzapfens in den Hohlzapfen des inneren Radteiles. Die Sicherung
des Rades an der Achse kann dabei durch Querschnittsverengung des Holi17apfens cles
inneren
kadteiles bis auf den Ouerschnitt der durchzuführenden Achse
herbeigeführt werden. Die Sicherung des Rades kann auch auf andere bekannte Weise
erfolgen. Die Räder gemäß der Erfindung sind auch für sich in Lagern dreliende Achsen
und feste Verbindung der Achsenden mit den Rädern geeignet.
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Die das Rad gemäß der Erfindung bildenden schalen- oder scheibenförmigen
Teile sind nach einer bevorzugten Ausführungsforin der Erfindung mit geschlosbenen
Flächen derart ausgeführt, daß ein allseitig geschlossener Hohlkörper gebildet wird
init einem aus den beiden zentralen Hohlzapfen gebildeten, gegenüber dem Innenraum
ab-"eschlossenen Hohlraum zur Aufnahme der Achse bzw. der Buchse der Achse. Unter
Umständen kann es vorteilhaft sein, einen dieser Teile oder beide Teile mit Durchbrechungen
auszuführen, so daß die übrigbleibenden Teile als Speichen eines Rades Nacheiner
bevorzugten Ausführungsforin ist der Hohlzapfen an dem äußeren Teil des Rades gemäß
der Erfindung nach außen geschlossen. Unter Umständen kann es angebracht sein, die
Öffnung dieses Holilzapfens durch den äußeren Radteil durchzuführen, z. B. dann,
wenn das Achsende durch das Rad nach außen liiiidurchragen soll.
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.Nach einer bevorzu-ten Ausführun'gsform wird an dem dein Felgenteil
des Rades entsprechenden Teil eines kadteiles, z. B. des äußeren Radteiles, eine
Ausnehinung oder eine Mehrzahl vorgesehen, die das Einsetzen eines Instrumentes
zwischen die beiden Radteile zur Auseinandersprengung stattet.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsforin der Erfindung werden die beiden
das Rad bildenden Teile fest miteinander verbunden, was z. B. durch Verkleben, wie
das bei Kunststofforrnstücken z. B. aus Polystvrol bekannt ist, bewerkstelligt werden
kann. Die Ärt des Verbindens richtet sich nach der Natur des verwendeten Kunststoffes.
Eine Reihe von Kunststoffen läßt sich z. B. durch Hochfrequenzbehandlung miteinander
verschweißen ,
andere wieder werden zweckmäßig durch Verkitten miteinander
verbunden.
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Es kann mitunter vorteilhaft oder erwünscht sein, die beiden das Rad
bildenden Teile aus Kunstmassen verschiedener Farbe mit besonders gefälli-,er Färbung
des sichtbaren äußeren Teiles des Rades herzustellen.
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Die Zeichnung zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung.
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Fi#'-. i zeigt in perspektivischer Darstellung den. äußeren Radteil;
Fig. 2 zeigt einen axialen -Ouerschnitt durch b
diesen Außenteil,
,- 3 zeigt eine Aufsicht auf den Innenteil des Fig Rades, von der
Vereinigungsseite her gesehen, Fig. 4 zeigt einen axialcii,Otierseliii-itt durch
den Innenteil des Rades; Fig 5 zeigt eine Seitenansicht des zusammen--eset
zten Rades in Richtun- der Radebent,- mit teilweise geschnittenem Laufrin', 1. Der
äußere Radteil i ist als schalenförmiges Preßstück oder Spritzstück mit Stufen
2, 3 und -1
ausgebildet.
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Die Felgenfläche 5 hat Ausnehmungen 6 für ein einzusetzendes
Instrument. Benachbart dem die Felgellfläche 5 bildenden Ringrand
7 ist eine innere Ringleiste 8 vorgesehen, in die eine entsprechende
Ringleiste 9 des den inneren Radteil bildenden Teiles io paßt.
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Der Radteil i trägt einen zentralen Hohlzapfen i i, der in einen entsprechenden
Hohlzapfen 12 des
Radteiles io paßt und der zur Aufnahme des Achsendes bzw.
einer Buchse des Achsendes dient.
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Der Felgenteil 13 des Radteiles io ist derart ausgebildet,
daß er mit dem Felgenteil 12 des Radteiles i einen gleichflächigen Felgeliteil mit
etwa halbkreisförmigem Querschnitt zur Aufnahme eines Laufringes 14 z. B. ans Gummi
bildet.
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Bei dem Zusammensetzen der beiden Radteile i und io schiebt sich der
Hohlzapfen ii in den Hohlzapfen 12 ein, und die Ringleiste 8 greift wie der
Deckel einer Dose über die Ringleiste 9 des Radteiles io.
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Infolge der federnden Natur der Kunststoffe wird durch dieses Aufeinanderpressen
der Ringleiste 8 über die Ringleiste 9 und das Ineinanderpassen des
Hohlzapfens ii in den Hohlzapfen 12 eine verhältnismäßig feste Verbindung der beiden
den kadhohlkörper bildenden Teile geschaffen. Durch Verkleben, z. B. unter Verwendung
von bez# kannten Kunststoffklebemittelii, Verkitten, Verschweißen oder sonstige
Verbindung können die beiden Radteile fest und durch die üblichen Beanspruchungen
nicht lösbar miteinander verbunden werden.