DE8806640U1 - Hemmschuh - Google Patents
HemmschuhInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61K—AUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B61K7/00—Railway stops fixed to permanent way; Track brakes or retarding apparatus fixed to permanent way; Sand tracks or the like
- B61K7/16—Positive railway stops
- B61K7/20—Positive wheel stops
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
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Klaus Tepel, Kurzes Ende 10, 4630 Bochum
Hemmschuh
Die Erfindung betrifft einen Hemmschuh gemäß den im Oberbegriff
des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmalen.
Bekannte Hemmschuhe dieser Art bestehen aus einer Sohle, die auf die Oberseite einer Schiene aufsetzbar ist und die Schiene
einseitig oder beidseitig zur Führung umgreift. Auf der Sohle ist ein Bock befestigt, der in der Regel mit einer
auswechselbaren Rappe versehen ist. Der Bock ist durch Nieten mit der Sohle verbunden, so daß Bock oder Sohle durch
Lösen der Nieten, beispielsweise im Verschleißfall, ausgewechselt
werden können. Am hinteren Bereich der Sohle ist ein zum Aufsetzen und Abheben des Hemmschuhs von der Schiene
dienender Handgriff befestigt, dessen vorderes Ende am Bock angelenkt ist.
Solche Hemmschuhe weisen insbesondere den Nachteil auf, dafr
ein zwischen Rad und Schiene eingeklemmter Hemmschuh nur dadurch gelöst werden kann, daß der Wagen gegen die Auflaufrichtung
verschoben wird. Dieses Problem verstärkt sich noch mehr, wenn ganze Zugsäulen auf einem Richtungsgleis aufgestellt
sind. Solche Zugsäulen müssen dann mit Hilfe einer Rangierlok freigedrückt werden, um den Hemmschuh lösen und
anschließend entfernen zu können.
Es ist weiterhin ein zweiteiliger Hemmschuh bekannt, bei dem der hintere Teil des Hemmschuhs mit dem Bock von dem vorderen
Sohlenteil lösbar ist. Die beiden Teile sind über einen krallenartig in zwei seitliche Ausnehmungen des vorderen
Sohlenteils reifenden Hebel miteinander verbunden, der über eine am Bock vorgesehene Hebelmechanik lösbar ist.
Ei» srhsblichsr Nschtsil dissss Heusssciiulis besteilt in seipeir
Mehrteiligkeit. Nach dem Lösen des Hemmschuhs durch Abnehmen des hinteren Hemmschuhteils bleibt der vordere Sohlenteil
auf der Schiene liegen, wobei der übrige Teil des Hemmschuhs irgendwo neben dem Gleis abgelegt wird, so daß die beiden
Teile dann später gesucht und wieder zusammengesetzt werden müssen. Desweiteren besteht während des Transports des zusammengesetzten
Hemmschuhs die Gefahr, daß sich der vordere Sohlenteil unbeabsichtigt löst, wodurch ein erhöhtes Verletzungsrisiko
gegeben ist.
Zudem ist der vordere Sohlenteil einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt, da er nach dem Lösen des hinteren bodenseitigen
Sohlenteils von dem anstehenden Zugverband überrollt wird. Es besteht dabei zusätzlich die Gefahr, daß sich dieser
auf der Schiene liegengebliebene Sohlenteil verschiebt oder gar quersetzt, was im Extremfall sogar zur Wagenentgleisung
führen kann.
Die Hebelmechanik dieses Hemmschuhs ist zudem so ausgelegt,
daß ein Lösen des hinteren Hemmschuhteils aus festgeklemmten
Zustand nur mit zusätzlichem Handgerät, beispielsweise einem Vorschlaghammer möglich ist. Hierzu muß die Bedienungsperson
in den Gefahrenbereich der Schiene eintreten, um den entsprechenden
Hebel überhaupt erreichen zu können. Dies birgt ein erhebliches Gefährdungspotential für das Bedienungspersonal
in sich.
Ausgehend von dem letztgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Hemmschuh
mit einfachen technischen Mitteln so auszubilden, daß er leicht und sicher als Ganzes aus festgeklemmter Stellung
entfernbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im kennzeichnen-Teil
des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelost.
Bin derartiger Hemmschuh kann aus festgeklemmter Stellung
Ohne Freidrücken des anstehenden Zugverbands gelöst werden, Indem zunächst die Verriegelung getrennt und dann der Bock
•eitlich ausgeschwenkt wird. Es versteht sich, daß der Hemmschuh
so ausgebildet und am Gleis angeordnet ist, daß der Bock außerhalb des Gleiskörpers ausgeschwenkt wird, ohne das
fiber die Sohle laufende Rad zu behindern.
Unabhängig von der jeweiligen Stellung des Bocks (eingeschwenkt oder ausgeschwenkt) bildet der Hemmschuh eine gegenständliche
Einheit, was in der Handhabung von besonderem Vorteil ist.
Das Ausschwenken des Bocks kann in der Praxis unter Ausnutzung der Druckkraft des am Bock anliegenden Zugverbands
erfolgen, so daß der Hemmschuh ohne größeren Kraftaufwand gelöst werden kann. Dies bedeutet in der Praxis eine erhebliche
Arbeitserleichterung und somit Kosteneinsparung beim Rangieren und Zusammenstellen von Zugverbänden. Auch ist
es nicht mehr erforderlich, daß das Rangierpersonal zur Handhabung des Hemmschuhs in den Gefahrenbereich eines
Gleiskörpers treten muß.
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Vorteilhaft ist der Bock um eine etwa vertikale Achse schwenkbar,
wie es in Anspruch 2 angegeben ist. Die Angabe vertikal bezieht sich hier auf eine Stellung des Hemmschuhs, bei
der die Sohle auf der Schiene angeordnet ist.
Eine besonders günstige Anordnung ergibt sich durch die Merkmale gemäß Anspruch 3. Hierdurch wird einerseits das
seitliche Ausschwenken des Bocks durch die Druckkraft des anliegenden Rads unterstützt und andererseits eine statisch
günstige Anlenkung des Bocks gewährleistet.
Um einerseits mit dem Hemmschuh eine bestimmungsgemäße und sichere Bremsung eines auflaufenden Wagens zu erzielen und
andererseits ein Lösen des Hemmschuhs bei anstehendem Wagen tu ermöglichen, ist neben der Schwenkbarkeit des Bocks auch
eine den Bock in seiner eingeschwenkten Stellung haltende Verriegelung vorgesehen. Eine besonders günstige Ausbildung
einer solchen Verriegelung ist in Anspruch 4 beschrieben. Der in die Ausnehmung der Sohle schwenkbare Exzenter ermöglicht
neben dem für eine sichere Abstützung erforderlichen Formschluß zwischen Exzenter und Sohlenausnehmung zudem
einen Kraftschluß, der den Exzenter in der verriegelten Stellung hält, ohne zusätzliche Sicherungen vorsehen zu
nüssen. Diese Klemmwirkung dient im wesentlichen dazu, den Bock in unbelastetem Zustand in seiner verriegelten Position
zu halten. Bei Belastung tritt ein zusätzlicher Klemmeffekt ein, der ein se1brttätiges Lösen des Exzenters aus der Ausnehmung
verhindert.
tweckmäßig ist es, wenn der Exzenter Teil einer Welle bildet,
die in Auflaufrichtung gesehen hinter dem Bock gelagert
und deren Achse quer zur Auflaufrichtung angeordnet ist.
Dieser Exzenter kann dann durch einen am Ende d&r >--* *
angebrachten Hebel mühelos von außerhalb des Gefahrenbereichs verschwenkt werden (Anspruch 5). Die Anordnung hinter
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dem Bock hat zudem den Vorteil, daß der Exzenter bei Oberlastung
in die Ausnehmung gepreßt wird und zudem keine Momente aufzunehmen hat. Selbst bei festsitzendem Exzenter
kann dieser ggf. unter Zuhilfenahme eines Werkzeugs ohne
Gefahr von dem freien Seitenbereich des Gleiskörpers her gelöst werden, wozu der Hebel an der Seite der Sohle angeordnet
ist, wo sich die vertikale Achse befindet (Anspruch 6) .
Fine besonders vorteilhafte Ausbildung des Hemmschuhs ergibt sich durch die in Anspruch 7 angegebenen Merkmale. Dadurch,
daß der ausschwenkbare Bock schwerer ist als die auf dem Gleis befindliche Sohle, fällt der Hemmschuh nach Oberfahren
des ersten ursprünglich durch diesen festgeklemmten Rads seitlich von der Schiene und gibt so den Schienenstrang
für die nachfolgenden Räder des Zugverbands vollständig frei. Dies hat den Vorteil, daß die Sohle nach der Freigabe
des Hemmschuhs (nach dem Ausschwenken) nur von einem Rad überfahren wird und danach keinem weiteren Verschleiß durch
die nachfolgenden Räder des Zugs unterworfen ist. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, daß eine Entgleisungsgefahr
durch eine sich auf der Schiene möglicherweise nach dem Oberrollen quer stellende Sohle ausgeschlossen ist,
da der Hemmschuh unmittelbar nach dem Lösen das Gleis vollständig
freigibt.
Eine konstruktiv und fertigungstechnisch günstige Lagerung des Bocks beschreibt Anspruch 8. Hier ist seitlich der Sohle eine
Platte angebracht, an der ein vertikaler Gelenkbolzen, beispielsweise ein Niet gelagert ist, um den der Bock ein- bzw.
ausschwenkbar ist. Um zu vermeiden, daß die Sohle des Hemmschuhs nach dem Herabfallen vom Gleis über die Schienenlauffläche
hinausragt und ibo möglicherweise ein vorbeilaufendes
Wagenrad behindert, ist die an der Sohle angebrachte Platte um
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eine horizontale, in Auflaufrichtung liegende Achse schwenkbar
gelagert. Hierdurch klappt die Sohle beim Herabfallen des Hemmschuhs von der Schiene seitlich zum Bock hin an,
so daß der gesamte Hemmschuh neben dem Gleiskörper unterhalb der Schienenlauffläche liegenbleibt, wo er zweifelsfrei kein
Hindernis darstellt. Es sei betont, daß selbst bei dieser so vorteilhaften Relativschwenkung der Sohle zum Bock die gegenständliche
Einheit des Hemmschuhs erhalten bleibt, so d>? der Hemmschuh nach dem Aufsetzen auf die Schiene und Positionierung
des Bocks sofort wieder einsatzbereit ist. Die Anlenkung des Bocks über die seitlich an der Sohle angebrachte
Platte erlaubt zudem eine sehr kompakte Bauweise des Hemmschuhs, so daß dieser auch für Wagen mit niedrigem Bremsgestänge
einsetzbar ist. Die kompakte Bauweise hält zudem das Eigengewicht des Hemmschuhs gering, was bei der Handhabung
durch das Rangierpersonal sehr von Vorteil ist.
Zweckmäßigerweise ist der Bock zusammen mit der Verriegelung auf einer seitlich über die Sohle auskragenden Tragplatte
angeordnet, die sich etwa mit der darunterliegenden an der Sohle angebrachten Platte deckt und über den Gelenkbolzen
mit dieser verbunden ist (Anspruch 9).
Um zu Verbindern, daß der Bock durch zu weites Ausschwenken
wieder in den Fahrbereich der Schiene bzw. der Sohle einschwenkt, ist vorteilhaft an der Tragplatte ein Anschlag
vorgesehen, der die seitliche Schwenkbewegung des Books auf beispielsweise 90° begrenzt (Anspruch 10). Ein solcher
Anschlag kann in einfacher Weise an der Tragplatte angeschweißt sein. Ein Ausschwenken bis zu diesem Anschlag bewirkt
zudem die gewünschte seitliche Schwerpunktverlagerung, die dazu führt, daß der Hemmschuh nach Oberfahren der Sohle
selbständig von der Schiene fällt.
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Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten AusfUhrungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht eines Hemmschuhs und
Figur 2 eine Draufsicht auf den Hemmschuh nach Figur 1, wobei die ausgeschwenkte Stellung des Bocks
strichpunktiert angedeutet ist.
Der in den Figuren veranschaulichte Hemmschuh weist eine Sohle 1 auf, die in üblicher Weise als flaches Walzprofil in
der Breite einer Schiene ausgebildet ist. Die zum Aufsetzen auf die Schiene vorgesehene Sohle 1 weist an ihren Längsseiten
rwei die Schiene seitlich umgreifende Führungen 2 (Laschen) auf, die einstückig mit der Sohle 1 ausgebildet sind.
Die Spitze der F-nhle 1 läuft keilförmig zur Schiene hin aus,
um ein in Auflaufrichtung 3 ankommendes Wagenrad möglichst stoßfrei auf die Sohle 1 zu führen.
Im hinteren Bereich der Sohle 1 ist seitlich eine in Draufsicht etwa trapezförmige Platte 4 in eine horizontale Achse
21 angelenkt, die mit der Oberseite der Sohle 1 abschließt. Am seitlichen vorderen Ende dieser Platte 4 ist eine Bohrung
vorgesehen, die fluchtend zu einer Bohrung einer darüber angeordneten Tragplatte 5 liegt. Die Platten 4 und 5 sind
durch einen in den kongruenten Bohrungen angeordneten Niet 6 miteinander verbunden. Der Niet 6 bildet einen Gelenkbolzen
mit einer vertikalen Drehachse 7, um welche die Tragplatte 5 schwenkbar ist.
Die Tragplatte 5 weist im Bereich seitlich der Sohle 1 etwa die gleiche Kontur wie die Platte 4 auf, erstreckt sich
jedoch bis nahe zur anderen Seite der Sohle 1. Die Tragplatte 5 ist fest mit einem über der Sohle 1 angeordneten Bock 8
verbunden. Bock 8 und Sohle 1 bilden den eigentlichen Hemmschuh, der das auflaufende Wagenrad abbremst und auf der
Schiene festlegt.
Der Bock 8 ist als Profilteil im Querschnitt T-förmig und im Längsschnitt etwa dreieckig ausgebildet. An st^ner Unterseite
ist er mit de* Tragplatte 5 verschweißt. Er ist im
Bereich seiner vorderen sowie dem oberen Teil seiner hinceren Schrägfläche mit einer Kappe 9 abgedeckt, die die vordere
Anlauffläche für das auflaufende Wagenrad bildet und als Verschleißteil auswechselbar ist. Die Kappe 9 reist
rückseitig eine Ausnehmung 10 auf, durch die ein rückseitig am Bock 8 angebrachter flacher Ansatz 11 ragt.
Dieser Ansatz 11 weist nahe seinem hinteren Ende jenseits der Kappe 9 eine Bohrung auf, in der ein Niet 12 sitzt, mit
dem ein Traggriff 13 am Ansatz 11 angelenkt ist. Durch den Kiet 12 ist auch die Kappe 9 fasichert. Der in Seitenansicht
etwa bogenförmig ausgebildete Traggriff 13 ist an seinem hinteren Ende an einer Winkelplatte 14 befestigt, die rückseitig
mit der Tragplatte 5 verbunden ist und sich von dieser schräg nach oben und hinten erstreckt.
An der Rückseite des Bocks 8 ist eine Welle 15 quer zur
Sohle 1 gelagert. Die Welle 15 ist in zwei ringförmigen Lagern 16 aufgenommen, die mit der Rückseite des Bocks 8
zwischen Tragplatte 5 und Winkelplatte 14 verschweißt sind. Etwa in der Mitte der Sohle 1 weist die Welle 15 einen Exzenter
17 auf, der mit einer darunterliegenden rechteckigen Ausnehmung 18 in der Sohle 1 in Verbindung steht. Je nach
Drehstellung der Welle 15 liegt der äußere Teil des Exzenters 17 innerhalb der Ausnehmung 18 ode; oberhalb. Bei der
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in Figur 1 dargestellten Sperrstellung, in der der Exzenter 17 innerhalb der Ausnehmung 18 liegt, ist die Tragplatte
5 mit dem darauf sitzenden Bock 8 in Bezug auf die Platte
4 festgelegt. In einer Stellung, in der der Exzenter 17 oberhalb der Ausnehmung 18 liegt, kann die Tragplatte 5
in Bezug auf die Sohle 1 seitlich ausgeschwenkt werden, wie in Figur 2 anhand der strichpunktierten Darstellung
angedeutet ist.
Um den Exzenter 17 in die entsprechende Lage innerhalb oder außerhalb der Ausnehmung 18 zu bringen, ist an einem Ende
der Helle 15, und zwar zu der Seite, an der die Platte 4 seitlich der Sohle 1 übersteht, ein Hebel 19 angebracht, der
fest mit dem Hellenende verschweißt ist. Mittels dieses Hebels 19 kann die Helle 15 mit dem daran angeordneten Exzenter
17 in Sperr- oder Öffnungsstellung geschwenkt werden. Damit die Helle 15, insbesondere in Sperrstellung, stehenbleibt,
ist der Exzenter 17 durchmessermäßig so ausgelegt, daß er nicht frei durch die Ausnehmung 18 durchschwenkbar
ist, sondern an den quer zur Auflauffrichtung 3 angeordneten
oberen Kanten der Ausnehmung 18 zur Anlage kommt. Der Exzenter 17 kann daher mittels des Hebels 19 gegenüber der Ausnehmung
18 verspannt werden, so daß diese Sperrstellung durch Kraftschluß zwischen Exzenter 17 und Ausnehmung 18
gehalten wird.
Um die Schwenkbewegung der Tragplatte 5 in Bezug auf die
Platte 4 zu begrenzen, ist an der hinteren seitlichen Stirnseite der Tragplatte 5 ein Anschlag 20 in Form eines sich
nach unten erstreckenden Ansatzes angeschweißt. Dieser Anschlag 20 sorgt dafür, daß die Tragplatte 5 mit dem darauf
befindlichen Bock 8 nur seitlich ausschwenken und nicht auf der anderen Seite über die Sohle 1 hinweg wieder einschwenken
kann. Ferner definiert er die Hemmposition.
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Neben der Tragplatte 5, die seitlich zur Sohle 1 verschwenkbar ist, ist die Platte 4 um eine in Längsrichtung der Sohle
1 verlaufende Achse 21 schwenkbar. Die Platte 4 ist scharnierartig seitlich der Sohle 1 befestigt und wird durch
die parallel zur Sohle 1 angeordnete Achse 21 schwenkbar gelagert. Das Scharnier zwischen Sohle 1 und Platte 4 ist so
ausgebildet, daß die Platte 4 um etwa 90° zur Sohle 1 hochechwenkbar
ist, wobei ein Nachuntenschwenken durch einen in das Scharnier integrierten Anschlag verhindert wird.
In der verriegelten Stellung, also wenn der Exzenter 17 innerhalb der Ausnehmung 18 liegt, arbeitet der beschriebene
Hemmschuh in bekannter Weise: Der mit der Sohle 1 auf der Schiene sitzende Hemmschuh bremst das auf diesen auflaufende
Wagenrad und somit einen Wagen oder einen ganzen Zugverband bis zum Stillstand und legt das Rad in Auflaufrichtung fest.
Zum Lösen des Hemmschuhs aus dieser durch das Wagenrad belasteten Stellung wird dsr Hebel 19 um etwa 90° gegen die
Auflaufrichtung 3 nach vorne geschwenkt, so daß die Welle 15
so weit gedreht wird, daß der Exzenter 17 aus die Ausnehmung 18 tritt. Dieses Umlegen des Hebels 19 kann von der Seite
her erfolgen, also von einer Position seitlich des Gleiskörpers außerhalb des Gefahrenbereichs.
Nach dem Entriegeln wird die Tragplatte 5 mit dem darauf befestigten Bock 8 und den übrigen Bauteilen seitlich um die
vertikale Achse 7 geschwenkt. Die Tragplatte 5 wird um etwa 90° ausgeschwenkt, so daß die Sohle 1 vollständig freigegeben
ist. Die Sohle 1 wird sodann von dem aufgelaufenen Wagenrad überrollt, wonach der Hemmschuh selbständig seitlich von
der Schiene kippt, da der ausgeschwenkte Teil, im wesentlichen bestehend aus der Tragplatte 5, dem Bock 8 mit Kappe 9,
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dem Traggriff 13 und der Exzenterwelle 15 mit den Lagern 16, den Schwerpunkt des Hemmschuhs neben die Sohle 1 verlagert.
Damit beim seitlichen Abkippen des Hemmschuhs die Sohle 1 vollständig vom Gleiskörper entfernt wird, ist die Platte
4 begrenzt gelenkig an der Sohle 1 angebracht, so daß die fohle 1 nach dem seitlichen Abkippen zum Bock 8 hin hoch-•chwenken
kann. Hierdurch wird erreicht, daß sich die Sohle i nach dem Abkippen an die Vorderseite des Bocks 8 anlegt,
So daß deJT ncüiiTiSciiUii vollständig süs dent FSj«rwsg cntfsrnt
g cn ist.
Zum Wiedergebrauch des Hemmschuhs ist die Tragplatte 5 mit dem Bock 8 zurück über die Sohle 1 zu schwenken und mittels
des Hebels 19 zu verriegeln.
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1 - Sohle
2 - Führungen
3 - Auflaufrichtung
4 - Platte
&bgr; - Niet
7 - vertikale Achse
t -- Bock
t - Kappe
to - Ausnehmung in al - Ansatz
12 - Niet
13 - Traggriff
114 - Hinkelplatte
15 - Helle
16 - Lager
17 - Exzenter It - Ausnehmung 19 - Hebel
30 - Anschlag 21 - Achse
Claims (10)
1. Hemmschuh mit einer Sohle zum Aufsetzen auf eine Schiene und mit einem an der Sohle befestigten Bock, dadurch
geicennzeichnet , daß der Bock (8) seitlich aus dem Auflagebereich der Sohle (1) schwenkbar ist, und daß
eine den Bock 13) in seiner eingeschwenkten Stellung haltende
Verriegelung (15-19) vorgesehen ist.
2. Hemmschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Bock (8) um eine etwa vertikale
Achse (7) schwenkbar ist.
3. Hemmschuh nach mindestens einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Achse (7) in einer parallel zur vertikalen Mittellängsebene
der Sohle (1) verlaufenden Vertikalebene neben dem Bock (8) erstreckt.
4. Hemmschuh nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung
(15-19) durch einen am Bock (8) gelagerten, in eine Ausnehmung (18) der Sohle (1) schwenkbaren Exzenter
(17) aufweist.
Telefon (O2 34) 5 &Igr;&thgr; 57/58/59 ■ TeIeJAJc1(Qi?*34) 5>
f{5 ,1;} "■, -falW<!82fe 3&THgr;1 swop d · Telegr. Stuhlmannpatent
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5. Hemmschuh nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß der Exzenter (17) Teil einer in Auflaufrichtung
(3) hinter dem Bock (8) gelagerten Welle (15) ist, deren Achse quer zur Auflaufrichtung (3) verläuft und
an deren Ende ein Hebel (19) zum Verschwenken des Exzenters
f| (17) vorgesehen ist.
6. Hemmschuh nach Anspruch 5, dadurch gekenn-
& zeichnet, daß der Hebel (19) auf der Sei*-;* der Sohle
(1) angeordnet ist, wo sich die vertikale Achse (7) befindet.
·,·
7. Hemmschuh nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß in ausgeschwenkter Stellung des Bocks (8) der Schwerpunkt des Hemmschuhs
neben der Sohle (1) liegt.
8. Hemmschuh nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,
p dadurch gekennzeichnet, daß seitlich
?; der Sohle (1) eine Platte (4) angebracht ist, die einen
vertikalen Gelenkbolzen (6) aufnimmt, um den der Bock (8) schwenkbar ist, und daß diese Platte (4) um eine sich in
; Auflaufrichtung (3) erstreckende Achse (21) schwenkbar ist.
9. Hemmschuh each mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bock (8) und der dem Bock zugeordnete Teil der Verriegelung
(15-19) auf einer seitlich über die Sohle (1) auskragenden Tragplatte (5) angeordnet sind.
10. Hemmschuh nach Anspruch 9,dadurch gekennzeichnet
, daß an der Tragplatte (5) ein Anschlag (20) vorgesehen ist, der die Schwenkbewegung der Tragplatte
(5) begrenzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8806640U DE8806640U1 (de) | 1988-05-20 | 1988-05-20 | Hemmschuh |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8806640U DE8806640U1 (de) | 1988-05-20 | 1988-05-20 | Hemmschuh |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8806640U1 true DE8806640U1 (de) | 1988-07-07 |
Family
ID=6824266
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8806640U Expired DE8806640U1 (de) | 1988-05-20 | 1988-05-20 | Hemmschuh |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8806640U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2466893C1 (ru) * | 2011-05-19 | 2012-11-20 | Виктор Михайлович Бакшеев | Тормозное устройство на железнодорожном транспорте |
-
1988
- 1988-05-20 DE DE8806640U patent/DE8806640U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2466893C1 (ru) * | 2011-05-19 | 2012-11-20 | Виктор Михайлович Бакшеев | Тормозное устройство на железнодорожном транспорте |
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