DE8805856U1 - Blechschalung zum Ausmörteln von waagrechten Schlitzen im Innenbereich von runden Kanalschächten - Google Patents
Blechschalung zum Ausmörteln von waagrechten Schlitzen im Innenbereich von runden KanalschächtenInfo
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Description
Eupprecht, Eichard, 8560 Lauf
KREISFÖRMIGE BLECHSCHALUNG ZUM AUSMÖRTELN VON WAAGRECHTEN SCHLITZEN IM INNENBEREICH VON RUNDEN KANALSCHÄCHTEN
waagrechten Schlitzen im Innenbereich von runden Kanalschächten,
bestehend aus zwei oder mehr sektorförmigen Blechteil a, deren benachbarte radiale Kanten einander überlappen, wobei die
Blechschalung durch Verschieben ihrer Blechteile im Durchmesser
vergrößerbar ist.
Im Straßenbau besteht das Problem, daß die Abdeckungen der in die
Straßendecke eingebauten Einstiegschächte von Abwasserkanälen von Zeit zu Zeit wieder auf das Niveau der Straßendecke gebracht
werden müssen, da beim Überfahren derselben unerwüschte Geräusche
entstehen. Kanaldeckel stehen über die Straßendecke vor, wenn sich bspw. nach gewisser Zeit die Straßendecke etwas abgesetzt hat;
überstehende Kanaldeckel müssen abgesenkt werden, da diese u.a. beim Schneeräumen Probleme verursachen. Bspw. nach dem überteeren
einer Straße mit einem neuen Straßenbelag müssen die Schachtringe der Kanaleinstiege angehoben werden, damit sich diese wiedar eben
in die Straßendecke einfügen.
Sam Anheben von Schachtabdeckungen ist es bekannt, mittels
entsprechender Hubvorrichtungen den Schachtring auf das Niveau der Straßendecke anzuheben; unter dem Schachtring entsteht dabei
zwingenderweise ein waagrechter Schlitz, der mit Flüssigmörtel untergossen werden muß, vgl. z.B. DE-OS 33 i)5 172. Zum Absänken
von Schachtabdeckungen ist es bekannt geworden, den hierzu erforderlichen Platz durch Einfäsen eines Schlitzes in die
Schachtwand zu schaffen, vgl. DE-OS 36 41 890; dabei wird der einzufräsende Schlitz zweckmäßigerweise mit einem gewissen Übermaß
ausgeführt und das genaue Absenkmaß mit eingesetzten Distanzstücken bestimmt, so da/* auch beim Absenken von
ft * · ·■
Schachtringen unter diesen zwingenderweise ein'waagrechter Schlitz
entsteh4· , Jen es mit Gießmörtel auszufüllen gilt.
Beim Ausmörteln des waagrechten Schlitzes in der Schachtwand ist
es wichtig, dafür zu sorgen, da/9 der Gießmörtel wegen seiner
breiigen Konsistenz nicht in den Schacht fällt, da sonst die Schachtsohle in langwieriger Arbeit wieder gereinigt werden muß.
Zum Auemörteln des waagrechten Schlitzes ist durch die DE-OS 33 05 172 eine Hilfsvorrichtung in Form einer aufblasbaren
ringförmigen Schlauchschalung bekannt geworden, die an der
Schachtwand unterhalb des auszugießenden waagrechten Schlitzes
angebracht wird, um ein Abfließen des Gießmörtels in den Kanalschacht zu verhindern. Oa aber die Schachtwand der
Einstiegschächte nicht immer glatt ist, verbleiben hinter der
eingesetzten Schlauchschalung dennoch nach unten offene Schlitze,
die mit Papier, Schaumstoff o.dgl. zugestopft werden müssen, um
das Abfließen des hochfließfähigen Gießmörtels zu verhindern. Auch
sind viele Kanalschächte gemauert, so daß viele Fugen nach unten führen, die mit einer solchen Schlauchschalung nicht zuverlässig
abdichtbar sind.
Die DE-OS 33 05 172 beschraibt in den Fig.7a, b und c auch eine
Blechschalung mit den gattungsbildenden Merkmalen, die aus zwei Ringsektoren besteht und durch eine Spindel im Durchmesser
verändert werden kann. Die Spindel drückt mittels Gelenken die
ringförmigen Blechschalungssektoren nach außen und übt einen Druck
auf die Schachtinnenwand aus. Ein am Umfang der Blechschalung aufgebrachter Kunststoffstreifen soll aufgrund des mittels der
Spindel auf das Blech ausgeübten Drucks die Unebenheiten des
Diese bekannte ringförmige Blechschalung liegt mit ihrem Außenumfang an der Schachtwand an und verdeckt den mit Gießmörtel
auszufüllenden waagerechten Schlitz. Hier wird also ein
hochfließfähiger Gießmörtel benötigt, der über Eingießtüllen im
Blechring eingegossen wird, selbsttätig in den auszumörtelnden Schlitz fließt und diesen ausfüllt; daher ist eine gewisse
Wartezeit von einer halben bis ganzen Stunde für das Abbinden des Gießmörtels erforderlich, bevor die Schalung wieder aus dem
Ellechschalung ist nicht sichergestellt, daß der hochfließ fähige
Gießmörtel bei unfachqerechter Einfüllung in die Eingießtüllen in dien Kanalschacht abfließt.
Oer Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Blechschalung
zum Untergießen des beiii Anheben bzw. Absenken von Schachtringen
entstehenden Schlitzes mit Flüssigmörtel zu schaffen, mit der diese Arbeit rauch und wirtschaftlich durchführbar ist, ohne daß
die Schachtsohl» von durchfallendem oder durchfließendem Gießmörtel gereinigt werden muß.
Gemäß der Neuerung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Blechteile krei»sektorförmig sind, daß zwei benachbarte Blechteile
einander lose überlappen und alle anderen einander benachbarten
Blechteile nahe dem Außenumfang der Blechschalung drehgelenkig
miteinander verbunden sind, und daß die Blechschalung beim Verschieben der beiden einander lose überlappenden Blechteile über
i:iren gesamten Umfang in den waagrechten Schlitz des Kanalschachts
eingreift.
Die Blechschalung nach der Neuerung greift also beim Auseinanderschieiben ihrer Blechteile in den auszugießenden Schlitz
vollständig ein, stützt sich unmittelbar im Schlitz ab und schließt somit wegen ihrer Kreisform den Kanalschacht nach unten
hermetisch ab; eier Gießmörtel kann also nicht mehr in die
Schachtsohle abfließen. Somit ist es nunmehr möglich, einen zähflüssigen Giesßmörtel in ausreichender Menge lose auf die
Schalung aufzuwerfen, der mit einer Fugkelle in den auszufüllenden
Schlitz gedruckt: wird. Nach dem Eindrücken des zähflüssigen
deshalb durch Zusammenschieben ihren Blechteiie sofort wieder aus
dem Schacht entfernt werden, ohne das Abbinden des zähflüssigen Mörtels abzuwarten zu müssen.
In einfachster Anordnung genügen zwei halbkreisförmige Blechteile,
die einenends drehgelenkig miteinander verbunden sind und sich anderenends lose überlappen. Es sind jedoch auch Anordnungen mit
drei oder vier kreissektorfönnigen Blechteilen zweckmäßig.
Gemäß der Neuerung können an den kreissektoiförmigen Blechteilen
nahe dem Außenumfang der Blechschalung Abstandshalter angebracht sein, die in eingesetzten Zustand der Blechschalung an der
Schachtwand anliegen; diese sorgen für einen festen Sitz der Schalung im Kanalschacht. An den blechteilen können Anschläge
ungeordnet sein, die die relative Verschiebebewegung der Blechteile zueinander begrenzen. Zweckmäßig sind an den beiden
einander lose überlappenden Blechteilen Handgriffe angebracht, mit deren Hilfe die Blechschalung in den auszumörtelnden Schlitz
eingesetzt und wieder daraus entfernt werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel einer Blechschalung nach der Neuerung mit
vier rechtwinkligen kreissektorfönnigen Blechteilen wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen
erläutert.
Fig.1 zeigt eine Draufsicht auf die Blechschalung in ausgezogenem
Zustand, d.h. im Eingriff mit dem nicht dargestellten waagerechten Schlitz in der Schachtwand des Kanalschachts.
20
Fig.2 zeigt ebenfalls eine Draufsicht auf dieselbe Vorrichtung in
zusammengeschobenem Zustand.
einzusetzende kreisförmige Blechschalung. Die vier Blechteile 1
überlappen sich jeweils an ihren benachbarten radialen Kanten. Die Blechteile sind an drei Überlappungsstellen nahe dem Außenumfang
der Blechschalung mittels Gelenken 2 drehbeweglich miteinander
verbunden. Zwei Blechteile überdecken sich an ihrer
Überlappungsstelle lose, weisen dort also kein Drehgelenk auf. Die
kreissektorfönnigen Blechteile bilden gewissermaßen eine offene kinematische Kette mit Drehgelenken zwischen jeweils benachbarten
Gliedern.
An den beiden sich einander lose überlappenden Blechteilen sind
Handgriffe 3 fest angebracht, mit denen die vier Blechteile im Innenbereich des Kanalschachts auseinandergezogen bzw.
zusammengeschoben werden, so daß die Blechschalung mit ihrem
äußeren umfang in den auszugießenden waagerechten Schlitz
eingreifen bzw. aus diesem wieder entfernt werde'n kann. 'An den
Blechteilen 1 sind an geeigneten Stellen Anschläge 4 angebracht, die die relative vprschiebebewegung der Blechteile 1 zueinander
begrenzen. Ferner sind in der Nähe des äußeren Umfang« der
Blechschalung an den Blechteilen 1 Abstandshalter 5 befestigt, die
im ausgezogenen Zustand der Blechschalung an der Schachtwand des Kanalschachts anliegen.
Fig.l zeigt die Blechschalung in ausgezogenem Zustand, wie sie mit
IC ihrem äußeren Umfang in den waagrechten Schlitz des nicht dargestellten Kanalschachts eingreift. Fig.2 zeigt dieselbe
Vorrichtung in zusammengeschobenem Zustand, in dem sie von oben in den Kanalschacht eingeführt wird.
Nach dem Einsetzen der Blechschalung in den auszumörtelnden Schlitz wird zähflüssiger Gießmörtel in ausreichender Menge auf
die Blechschalung lose aufgeworfen und mit einer Fugkelle in den auszufüllenden Schlitz gedrückt. Anschließend werden die
Blechteile wieder zusammengeschoben und die Schalung zusammen mit dem übrig gebliebenen Restmörtel aus dem Kanalschacht gehoben,
ohne das Abbinden des zähflüssigen Gießmörtels im Schlitz abwarten zu müssen.
Claims (4)
1.) Blechschalung zum Ausmörteln von waagrechten Schlitzen ic
Innenbereich von runden Kanalschächten, bestehend aus zwei oder mehr sektorförmigen Blechteilen (1), deren benachbarte
radiale Kanten einander überlappen, wobei die Blechschalung durch Verschieben ihrer Blechteile im Durchmesser vergrößerbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blechteile kreissektorförmig sind,
da/3 zwei benachbarte Blechteile (1) einander lose überlappen und alle anderen einander benachbarten Blechteile (1) nahe dem
Außenumfang der Blechschalung drehgelenkig (Gelenke 2) miteinander verbunden sind,
und daß die Blechschalung beim Verschieben der beiden einander lose überlappenden Blechteile (1) über ihren gesamten Umfang
in den waagrecbten Schlitz des Kanalschachts eingreift.
2.) Blechschalung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den kreisektorförmigen Blechteilen (1) nahe dem
Außenumfang der Blechschalung Abstandshalter (5) angebracht sind, die im eingerückten Zustand der Blechschalung an der
Schachtwand anliegen.
3.) Blechschalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß an den kreissektorförmigen Blechteilen (1) Anschläge (4) angeordnet sind, die die relative Verschiebebewegung der
Blechteile (1) begrenzen.
4.) Blechschalung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet,
daß an den beiden einander lose überlappenden Blechteilen (1)
Handgriffe (3) zur Handhabung der Blechschalung angebracht sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805856U DE8805856U1 (de) | 1988-05-03 | 1988-05-03 | Blechschalung zum Ausmörteln von waagrechten Schlitzen im Innenbereich von runden Kanalschächten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805856U DE8805856U1 (de) | 1988-05-03 | 1988-05-03 | Blechschalung zum Ausmörteln von waagrechten Schlitzen im Innenbereich von runden Kanalschächten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8805856U1 true DE8805856U1 (de) | 1988-09-08 |
Family
ID=6823655
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8805856U Expired DE8805856U1 (de) | 1988-05-03 | 1988-05-03 | Blechschalung zum Ausmörteln von waagrechten Schlitzen im Innenbereich von runden Kanalschächten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8805856U1 (de) |
-
1988
- 1988-05-03 DE DE8805856U patent/DE8805856U1/de not_active Expired
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