DE8802832U1 - Vorbau für Gebäudefassaden - Google Patents

Vorbau für Gebäudefassaden

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    • E04BUILDING
    • E04GSCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
    • E04G23/00Working measures on existing buildings
    • E04G23/02Repairing, e.g. filling cracks; Restoring; Altering; Enlarging
    • E04G23/0266Enlarging
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/003Balconies; Decks

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Description

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PATENTANWALT £
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TEL
B Mein Zeichen: K 189/GM
Beschreib ung Vorbau für Gebäudefassaden 10
Die Heuerung„ bezieht sich auf einen Vorbau gemäß dem Oberbegriff des Schuteanspruchs 1.
Vorbauten dieser Art sind seit langer Zeit allgemein bekannt. Sie wurden bisher in der Regel bereits in die Planung eines zu errichtenden Gebäudes einbezogen und als integraler Bestandteil von diesem im Zuge des Baues erstellt.
Als nachträgliches Mittel zur Auflockerung und Verschönerung von glatten Gebäudefassaden ist lediglich die Anbringung von dekorativen Oberflächenverkleidungen und mehr oder minder gerüstartigen Bauten aus Holz in Zimmermanns-Bauweise oder ein insoweit einem Neubau gleichkommender Umbau eines ganzen Gebäudeteils bekannt. 30
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vorbau zu schaffen· der an einem bestehenden Gebäude zur Auflockerung von dessen Fassade* insbesondere glatter Fassade, ohne die Notwendigkeit u»fangreicher Baumaßnahmen mit geringem Arbeitsaufwand angebracht werden kann und danach das voll-
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wertige Erscheinungsbild eines Gebäudes mit von vornherein eingeplantem und integriertem Vorbau ergibt.
Die vorstehende Aufgabe wird durch die im Kennzeichnungsteil des Schutzanspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
Der neuerungsgemäße Vorbau kann im Herstellerwerk praktisch vollständig in seiner endgültigen Form gefertigt werden. Aufgrund seines geringen Gewichts bei dennoch hoher Eigenfestigkeit ist gewährleistet, daß er ohne Schwierigkeiten zum Einsatzort transportiert und dort mit einfachen Hebezeugen zu der gewünschten Stelle am Gebäude gebracht werden kann. Das durch die Leichtbauweise bedingte geringe Gewicht des Vorbaus ermöglicht es, ihn im Normalfalle ohne begleitende Maßnahmen zur Festigkeitserhöhung des Gebäudesan diesem mit einfachen, in der Gebäudewandung leicht verankerbaren Befestigungsmitteln festzulegen, wobei seine Glasfaserverstärkung einen perfekten dauerhaften Sitz am Gebäude garantiert.
Nach der Anbringung am Gebäude sind an dem neuerungsgemäßen Vorbau allenfalls noch die üblichen dekorativen Oberflächenbehandlungen wie Malerarbeiten und dgl. vorzunehmen, um den perfekten Eindruck eines bereits mit dem Gebäude errichteten, in dieses von vornherein eingeplanten und integrierten Vorbaues zu erhalten.
Die aufgrund der Fertigung aus glasfaserverstärktem Kunststoff auch in Leichtbauweise erzielbare relativ hohe Eigenfestigkeit des neuerungsgetaaßfin Verhaues ermöglicht soger eine recht erhebliche zusätzliche mechanische Belastbarkeit im an Gebäude befestigten Zustand, so daß bei der üblichen normalen Festigkeit von Gebäudewänden eine Nutzung des von dem Vorbau umschlossenen Raumes voa Gebäude aus möglich ist, z.B. als Blumenbank vor einen in der glatten Gebäudewand
-3-
vorgesehenen Fenster innerhalb eines dieses dekorativ umgebenden neuerungsgemäßen Vorbaus oder in einem an der glatten Außenwandung des Gebäudes angebrachten erkerartigen Vorbau.
Zur Senkung der Kosten von Neubauten können .neuerungsgemäße Vorbauten natürlich auch bei Neubauten nach deren Errichtung zur Fassadenauflockerung angebracht und von vornherein in die Fassadengestaltung einbezogen werden.
In jedem Falle erfordert die Anbringung von .neuerungsgemäßen Vorbauten an einem Gebäude nur einen geringen Arbeitsaufwand , so daß die diesbezüglichen Arbeiten rasch zum Abschluß gebracht werden können und die Benutzung des Gebäu-1" des, wenn überhaupt, so nur kurzzeitig beeinträchtigt wird, wobei diese Arbeiten auch keinerlei umfangreiche Verschmutzung im Gebäude und in dessen Umkreis bedingen.
Die Unteransprüche betreffen bevorzugte Ausgestaltungen des Vorbaus gemäß Schutzanspruch 1.
Die Maßnahme gemäß Schutzanspruch 2 ist dort von Vorteil, wo ein ausgedehnter Gesamtvorbau zu erstellen ist. Sie bietet außerdem in Verbindung mit der Maßnahme nach Schutzanspruch 3 die Möglichkeit einer sehr flexiblen Gestaltung solcher Vorbauten unter Einsatz einer verhältnismäßig geringen Anzahl vorgefertigter Grund-Bauelemente.
Die Maßnahme gemäß Schutzanspruch 4 ermöglicht ein besonders kleines Gewicht des Vorbaus bei dennoch zuverlässiger dauerhafter Gesamtfestigkeit. Sie verringert überdies die nötigen Montagearbeiten in optimaler Weise, weil praktisch nur die tragenden Bauelemente mechanisch fest an der Gebäudewand angebracht zu werden brauchen, während für die nicht zum Tragen bestimmten Bauelmente ein einfaches Anhängen ggf. mit
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vorgefertigten integrierten Verbindungsmitteln an die trägende Struktur g
I Die Maßnahme gemäß Anspruch 5 ermöglicht es, neuerungsge-" 5 maße Vorbauten gleichzeitig zur Wärmeisolierung dee betreffenden Gebäudes einzusetzen und ihre Steifheit zu erhöhen.
Die Unteransprüche 6 und 7 betreffen bevorzugte Gestaltungen von neüerUngsgemüßen &igr; Vorbauten hinsichtlich ihrer dreidi-I 1Ü mersionalen Erstreckung.
f.; Die Neuerung wird nachstehend an Ausiührungsbeispielen
! anhand der Zeichnung noch näher erläutert.
15 In der Zeichnung zeigt jeweils in perspektivischer Darstellung:
Fig. 1 einen als Erker gestalteten Vorbau aus drei Grund-Bauelementen im auseinandergezogenen Zustand zum
20 Sichtbarmachen der einzelnen Bauelemente und unter
Darstellung von Befestigungsmitteln, Fig. 2 den Erker-Vorbau im zusammengebauten Zustand in
seinem endgültigen Erscheinungsbild, 25
Fig. 3 einen sich über mehrere Gebäude-Stockwerke erstreckenden Erker-Vorbau 'aus den Bauelementen gemäß Fig. 1 unter Verwendung eines weiteren zusätzlichen Bauelementes im zusammengebauten Zu-I 30 stand sowie im endgültigen Erscheinungsbild, und
I Fig. 4 den Querschnitt durch das in Fig. 1 mittlere I Erker-Bauelesont entlang der Schnittlinie IV-IV %&aacgr; I Fig. 1 zur detaillierten Darstellung der Gestaltung
"■ 35 der Wandung des Bauelements, das, wie die beiden
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anderen, in Fig. 1 aus Gründen einer besseren Obersichtlichkeit ohne besondere Wandungsdetails wiedergegeben ist.
^ Der in Fig. 1 dargestellte und dort allgemein mit der Bezugszahl 1 bezeichnete Vorbau besteht aus drei Bauelementen la, Ib und Ic, die durch einfache Verbindungsmittel in Form von eingeformten Löchern 2 entlang der im zusammengefügten Zustand der Bauelemente zusammenstoßenden Außenränder und nicht dargestellten Schraubbolzen mit Muttern mit geringem Arbeitsaufwand zusammenfügbar sind. Das mittlerte Bauelement la ist wegen seiner Kastenform mit geschlossener Seitenwand, geschlossener Deckwand und geschlossener Bodenwand sowie rundherum teilweise geschlossener Vorderwand und rundherum teilweise geschlossener
Rückwand ganz besonders formstabil und eignet eich daher ,,
schon für sich allein als tragende Struktur für den ge- i
samten Vorbau 1, so daß das obere Bauelement Ib und das untere Bauelement Ic , die beim Zusammenbau auf das mittlere Element la aufgesetzt bzw. daran angehängt werden, nicht als tragende Strukturen ausgeführt zu werden brauchen und dementsprechend dünnwandig gestaltet werden können. In besondere gelagerten Eineatzfallen können natürlich auch die Bauelemente lc und Ib durch entsprechend steife und dicke Wandungen ebenfalle ale tragende oder mittragende Strukturen gestaltet werden.
Die Bauelemente la, Ib und Ic werden mit ihrer vom Betrachter der Fig. 1 abgelegenen Rückseite an der glatten Wand eines Gebäudes, dessen Fassade mit den hier erkerartigen Vorbau aufzulockern ist, befestigt. Dies geschieht auf einfache Weise mit geringem Arbelteaufwand mittels nicht dargestellter Schrauben, die durch vorzugsweise vorgefertigte Löcher 3 in den rückseitigen Wandungeteilen der
Bauelemente Ia-Ic hindurch in In der Gebäudewandung ver- I
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ankerte Dübel eingeschraubt werden. Relativ große Öffnungen 4 in der Vorderwand und 4' in der Rückwand des Bauelements la dienen dem Lichtdurchlaß zu eventuell hinter dem Vorbau in der Gebäudewand befindlichen Fensteröffnungen oder auch nur zu Dekorationszwecken.
Die Fig. 2 zeigt den Vorbau 1 im zusammengebauten Zustand.
Der Zusammenbau kann bereits vor der Befestigung des Vorbaus 1 an der in den Zeichnungen nicht dargestellte Gebäudewand vorgenommen und dann der Vorbau 1 im ganzen an der Gebäudewand befestigt werden. Es ist aber auch möglich und in manchen Fällen aufgrund besonderer Gegebenheiten am Montageort und seitens der Hebezeuge zweckmäßig, erst das mittlere Bauelement la an der Gebäudewand zu befestigen und erst dann die Bauelemente Ib und Ic daran festzulegen und sodann gegen die Gebäudewand zu verschrauben, um so entlang des gesamten Vorbaus zum Gebäude hin
eine zuverlässig geschlossene Stoßfuge zu erhalten. 20
Gemäß Fig. 2 kann in die Öffnung 3 in der Vorderwand des mittleren Bauelements la ein gewöhnliches Fenster S ggf. mit Fensterkreuz 6 eingebaut werden, für das ein Fensterstock gleich bei der Herstellung des Bauelements la mit in *** dieses integriert werden kann.
Der an dem Gebäude befestigte Vorbau 1 kann durch Streichen. Auftragen einer dekorativen Putzschicht und anderweitige bekannte Maßnehmen zur Oberflächengestaltung in gleicher Weise wie ein mit der Errichtung des Gebäudes in dieses integrierter Vorbau an die Erscheinungsform der restlichen &Igr;·&Iacgr;&igr; &eegr; sad &ogr; angepaßt werden und stellt sich dann wie ein solcher in den Bau integrierter Vortau, der im Falle des Ausfuhrungsbeispiels einen Erker nachbildet, dar.
Alls Wände des Vorbaus 1 bzw. der Bauelemente Ia-Ic weisen mindestens außenseitig eine Lage hoher Festigkeit aus glasfaserverstärktem Kunststoff auf. Dies ergibt ein stabiles , witterungsbeständiges Gefüge von hoher Schiagb festigkeit mit ausgezeichneten selbsttragenden Eigenschaften bei dennoch gegenüber anderen Baustoffen vergleichsweise geringem Gewicht.
Die Fig. 4 zeigt eine bevorzugte Wandausführung, die zum 1" einen eine sehr gute Wärmeisolation ergibt und zum anderen auch eine besonders hohe Steifigkeit und Festigkeit der einzelnen Wände. Wenn es nur darauf ankommt, ein besonders hohes Tragvermögen und eine besonders hohe Steifigkeit des Vorbaus 1 zu erzielen, dann kann es genügen, nur das mittlere Bauelement la mit Wänden gemäß Fig. 4 zu versehen. Für den Einsatz des Vorbaus 1 gleichzeitig zum Zwecke einer Wärmeisolation werden alle Außenwände des Vorbaue 1 in der Xn Fig. 4 wiedergegebenen Weise ausgeführt.
20
Gemäß Fig. 4 besteht die Außenwand aus einer äußeren Decklage 7 und einer inneren Decklage 8 jeweils aus glasfaserverstärktem Kunststoff und einem dazwischen befindlichen Kern 9 aus wärmeisolierendem Schaumstoff, der mit den Außenlagen vorzugsweise vernetzt ist. Auf diese Weise wird bei gering bleibendem Gewicht ein Gefüge hoher Festigkeit und Steifigkeit mit hervorragenden 'wärmeieoJierenden Eigenschaften erhalten.
Die Fig. 3 zeigt, wie aus Bauelementen la und Ib gemäß Fig. 1 und einem weiteren Bauelement Id, das im wesentlichen dem Bauelement la mit dem Unterschied gleicht, daß es keine Fensteröffnung hat und ggf. etwas höher let als dieses, ein sich über mehrere Gebäudestockwerke erstreckender Erker-Vorbau gebildet werden kann. Die Fig. 3 ver-
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deutlicht die VieJLfalt von Gestaltungsmöglichkeiten mit einer relativ geringen Anzahl von im Herstellerwerk vorgefertigten Bauelementen.
Mit relativ wenigen Grundbauelementen , die nach herkömmlichen Techniken der Fertigung größerer Formteile aus Glasfaserkanststoff ggf. mit Zwischenlage aus Schaumstoff im Herstellerwerk montagefertig vorgefertigt werden, lassen sich Fronterker, Inneneck-Erker, Außeneck-Erker, Fenstervorbauten über und unter einem Fenster oder rundherum und vieles mehr bei Altbauten sowie auch bei Neubauten mit einem gegenüber üblichen Bautechniken weitaus geringeren Kosten- und Arbeitsaufwand insbesondere an der Baustelle herstellen.
15
} FUr das Ansetzen von Bauelementen ohne besondere tragende
^ Struktur an strukturell tragende Bauelemente können auch
bekannte Klebetechniken angewendet werden.
Unter anderem bieten die oeuerungsgemäßen Vorbauten eine ' kostengünstige Möglichkeit der Fassadennachgestaltung bei
den vielen unscheinbaren und manchmal geradezu häßlichen Gebäuden,die in der ersten Nachkriegszeit erricht wurden.

Claims (7)

Schutzansprüche 10
1. Zur architektonischen Auflockerung einer Gebäudefassade bestimmter Vorbau, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorbau als vorgefertigter, gesondert an der Gebäudeaußenwand verankerbarer Formteil (1) in Leichtbauweise mit aus glasfaserverstärktem Kunststoff bestehender, die fertige Außenform des Vorbaus vorgebender Außenwand hergestellt ist.
2. Vorbau nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß der Vorbau (1) aus vorgefertigten Bauelementen (laid) mi£ vorbereiteten Verbindungsmitteln zusammensetzbar ist.
3. Vorbau nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einzelne Bauelemente des Vorbaus (1) so geformt sind, daß sie nach dem Baukastenprinzip gegen solche mit unterschiedlicher Außenkontur austauschbar sind.
4. Vorbau nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastabstutzung und die Lastübertragung in die Gebäudeaußenwand strukturell nur in einen Teil (la) der Bauelemente integriert ist.
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5. Vorbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d adurch gekennzeichnet, daß der Vorbau (1) in Sandwichbauweise mit beiseitigen Decklagen (7,8) aus glasfaserverstärktem Kunststoff und einem dazwischen befindlichen Kern (9) hergestellt ist, der mindestens eine im wesentlichen über die Decklagen reichende Wärmedämmlage aus wärmeisolierendem Material von kleinem spezifischen Gewicht, insbesondere aus einem Hartschaumkunststoff, aufweist. 10
6. Vorbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a durch gekennzeichnet, daß der Vorbau (1) über mehrere Geschoßhöhen reicht.
7. Vorbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d adurch gekennzeichnet, daß der Vorbau (1) di« Form eines Front-, Außeneck- oder Inneneckerkers aufweist.
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