DE879977C - Mechanischer Handwebstuhl - Google Patents

Mechanischer Handwebstuhl

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DE879977C
DE879977C DEK12298A DEK0012298A DE879977C DE 879977 C DE879977 C DE 879977C DE K12298 A DEK12298 A DE K12298A DE K0012298 A DEK0012298 A DE K0012298A DE 879977 C DE879977 C DE 879977C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D29/00Hand looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Mechanischer Handwebstuhl Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein mechanischer Handwebstuhl mit einem einzigen Tritt und zweiseitig angeordneten Wechselladen für beliebigen Schützenwechsel.
  • Gemäß der Erfindung besitzt der Webstuhl einen in seiner Wirkungsstellung durch den abwärts bewegten Tritt betätigbaren Ulbertragungsmechanismus zur Bewegung der Wechselladen und weist eine durch Platinen betätigte Steuereinrichtung für das Verbringen des Übertragungsmechanismus in seine Wirkungsstellung auf, das Ganze derart, daß der Schützenwechsel nach einer vorgängig auf der Musterkarte bestimmten Reihenfolge selbsttätig und ohne Unterbrechung des normalen. Webtaktes stattfindet.
  • In den Fig. i bis 5 ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt Fig. i eine schematisch gezeichnete Frontansicht des Webstuhls unter Weglassung aller für die Erläuterung der Erfindung unwesentlichen Teile, Fig. a die Ruhestellung einer Platine für die Steuerungseinrichtung, Fig. 3 und 4 einen Teil des übertragungsmechanismus und Fig. 5 ein Detail.
  • i bezeichnet den das Blatt 2 enthaltenden Ladenklotz, welcher um die Zapfen 4, 5 schwenkbar am Stuhlgestell 6 befestigt ist. Mit 7 ist die, linksseitig und mit i; die rechtsseitig des Ladenklotzes innerhalb einer Führung am Stuhlgestell in der Vertikalen verschiebbar befestigte Wechsellade bezeichnet. 9 bezeichnet das strichpunktiert gezeichnete Profil des Trittes mit dem daran befestigten zweiseitigen Mitnehmer io in der Ruhelage; ii das ausgezogen gezeichnete Profil des abwärts bewegten Trittes. jede der Wechselladen besitzt vier Kästen zur Aufnahme der Schützen. Eine unterhalb jeder Wechsellade an. derselben fest angeordnete Führungsstange 12 ist mit Rasten 13 versehen, in welche zur lösbaren Fixierung der Wechselladen in ihre Arbeitsstellung am Stuhlgestell 6 eine federbelastete Kugel 14 einrastet. Am unteren Ende jeder Führungsstange 12 ist über eine Schwinge 15 je ein. um einen Zapfen. 16bzw. 17 im Stuhlgestell drehbar gelagerter zweiarmiger Hebel i8 b.zw. ig gelenkig mit der Wechsellade 7 bzw. 8 verbunden. Am Ende jedes freien Armes der Hebel 18, ig ist rechtwinklig zu den letzteren ein waagerechter Stab 2o bzw. 21 festgeschweißt (Fig. 3 und 4). Unterhalb der letztgenannten sind im Stuhlgehäuse vertikal geführte, entsprechend der Kastenzahl in den Wechselladen je vier links und rechts des. Mitn.ehmers io verteilte Zugstücke 22 bis 25 bzw. 26 bis 29 angeordnet (Fig. 3 und 4.), wovon in. Fig. i der besseren Übersichtlichkeit wegen je nur eines gezeichnet ist. jedes dieser Zugstücke ist durch ein Seil 3 am zugehörigen Stab 2o bzw. 21 befestigt, wobei die Stücke 22 und 26 direkt am Stab 2o bzw. 21 angehängt sind. Bei den Stücken 23; 24 und 27, 28 verläuft dieses Seil je vom Zugstück über eine oberhalb des Stabes 2o bzw. 21 im Stuhlgestell gelagerte Rolle 30 zum Stab 2o bzw. 21 ist dort mit dem letztgenannten verknüpft und wieder auf direktem Wege zum Zugstück geführt und dort befestigt. Bei den Stücken 25 und 29 fehlt das letztgenannte Seilstück. Dabei haben die Seilzüge auf einer Seite untereinander verschiedene Längen.. Diese Anordnung bezweckt die Erzielung vier verschieden großer Bewegungsstrecken des Stabes 2o bzw. 21 und somit der Wechselladen 7, 8 in vertikaler Richtung je nach der Entfernung des gewünschten Kastens von der Ladenklotzebene sowohl beim Aufwärts- als auch Abwärtsbewegen der Wechselladen. jedes der Zugstücke 2-2 bis 25 und 26 his 29 weist an seiner der Trittleiste zugekehrten Seite einen Haken 31 auf, der derart schwenkbar am erstgenannten befestigt ist, daß er in ausgeschwenktem Zustand in die Bahn des abwärts bewegten Mitnehmers io ragt, um vom letzteren bei abwärts bewegtem Tritt in seine unterste Stellung gezogen zu Nverden. Ein weiteres Seilstück 34 ist von jedem der genannten Zugstücke 2.2 bis. 25 und 26 bis 29 über entsprechende Umlenkro,llen zu einem frei hängenden Gewicht 3-2 geführt und dort befestigt. Das letztgenannte wird bei der Abwärtsbewegung des Zugstückes angehoben. Zur Straffung der Seile 3 ist ferner jedes Zugstück an seiner Unterseite mit einer Zugfeder 33 versehen (in Fig. 3 und 4 nicht gezeichnet), die andernends am Stuhlgestell 6 eingehängt ist. Schließlich ist jeder der Haken. 31 über ein Seilstück 35 mit dem Gewicht 32 verbunden. Dieses Seilstück 35 ist durch die öse einer im Stuhlgestell vertikal verschiebbaren. Führungsstange 36 hindurchgeführt. Die Vertikalverschiebung dieser Stangen 36 ist durch an ihnen angeordnete Anschläge nach oben und unten begrenzt. Von jeder der acht Stangen 36 ist ein Seilzug 38 über entsprechende Umlenkrollen und eine eine Wegreduktion herbeiführende Zugfeder 37 zu einer Platine 39 geführt und dort gleicherweise wie eine Korde befestigt.
  • Die Schläger 40, 41 sitzen lose auf einer im Stuhlgestell 6 drehbar gelagerten Welle 42 bzw. 43 und ragen mit ihrem Oberteil in einen Picker 44 bzw. 45. jede der Wellen 42., 43 besitzt einen auf ihr befestigten Mitnehmer 46, 47, und es sind die erstgenannten über eine Kurbelstange 48 in gegenläufigem Drehsinn miteinander gekuppelt. Die Schläger 40, 41 besitzen ferner je eine mit dem Mitnehmer 46 bzw. 47 korrespondierende und schwenkbar an den erstgenannten gelagerte Klinke 49 bzNv. 50, die ihrerseits über Seilzüge 51 bzw. 52 mit je einem schwenkbar derart am Stuhlgestell gelagerten Fühler 53 bzw. 54 verbunden sind, daß das wirksame Fühlerende an der ihm zugeordneten Wechsellade in der Höhe des Ladenklotzes zu liegen, kommt. Dabei ist die Klinke 5o mit dem Fühler 53 an der ihr gegenüberliegenden Wechsellade 7 verbunden und die Klinke 49 mit dem Fühler 54 an der Wechsellade B. Zum Verdrehen der Wellen 42, 43 dient ein in Brusthöhe des Webers auf einer-,weiteren, im Stuhlgestell drehbar gelagerten Welle 55 befestigter Hebelarm 56 für die Handbetätigung durch den Weber sowie eine T'ransmission57 von der Welle 55 zur Welle 43. jeder Schützenkasten in den Wechselladen 7 und 8 ist mit einer Blattfeder 58 zur Abbremsung des in den Kasten schießenden Schützens versehen (Fig.5), welche gleichzeitig zur Auflage des Fühlers 53 bzw.. 54 dient. Befindet sich im Kasten. ein Schützen, so. wird die Feder 58 nach außen gedrückt und der an ihr anliegende Fühler oben nach außen verschwenkt, wodurch über den Seilzug die Klinke (in Fig. i Fühler 54 und Klinke 49) angehoben. wird und dadurch der Schläger (in Fig. i Teil 4o) außer Wirkung gesetzt ist. Der durch den Tritt betätigte Messerbalken der Schaft- oder Jacquardmaschine ist mit 59 bezeichnet.
  • Nachfolgend ist die Arbeits- und Wirkungsweise der dargestellten Steuerungseinrichtung und des Übertragungsmechanismus beschrieben. Bei einem normalen Webtakt tritt der Weber den Tritt aus der in Fig, i gezeichneten Stellung 9 in die Stellung i i, darauf betätigt er den Hebelarm 56 in der Pfeilrichtung zum Schießen des Schützens, er läßt den Trittlos, der wieder in die Stellung 9 zurückgeht, und bewegt den Ladenklotz gegen den nicht gezeichneten Brustbaum und wieder zurück; dies. in -zeitlich zusammenhängender Reihenfolge. Die Reihenfolge der nacheinander zum Schuß kommenden Schützen ist auf den Teil der Musterkarte eingeschlagen, der im Bereich der mit den Seilzügen 38 verbundenen Platinen 39 liegt.
  • Die im Messer 59 eingehängte Platine 39 bewirkt im ersten Drittel ihres Hubes über den Seilzug 38 eine Vertikalverschiebung der Fuhrungsstange 36 bis. zu ihrem Anschlag (Fig. i rechte Hälfte), welche ihrerseits über den Seilzug 35 den Haken 31 des Zugstückes 28 in den Bereich des abwärts gehenden Mitnehmers io verschwenkt. Beim Auftreffen des letztgenannten auf den erwähnten Haken 31 wird das Zugstück 28 durch den in die Stellung i i des Trittes mit dem letzteren weiterbewegten Mitnehmer in die in Fig. i gezeigte untere Endstellung abwärts -verschoben; die weitere Hubbewegung der Platine 39 wird durch Spannung der Feder absorbiert. Je mach der Ausgangsstellung der Seilstücke 3, d. h. nach der Seite ihres straffen Trums, wird dabei der Stab 21 abwärts oder aufwärts bewegt und dadurch die Wechsellade 8 im steigenden oder fallenden Sinn verschoben. Die Seilstucke 3 sind in ihrer Länge derart bemessen, daß in der untersten Stellung jedes Zugstückes der ihr zugeordnete Kasten in den Wechselladen 7 bzw. 8 in die Ebene des Ladenklotzes i zu liegen kommt. Bei den den obersten Kästen in den Wechselladen zugeordneten Zugstücken 25 und 29 entsteht stets nur eine den Stab 2o bzw. 2i aufwärts führende Bewegung, wogegen bei den den untersten Kästen zugeordneten ZugstÜcken stets nur eine Abwärtsbewegung der genannten. Stäbe stattfinden kann. Daraus ergibt sich bereits, daß die Seilstücke 3 der Zugstücke 22 bis 25 und 26 bis 29 untereinander verschieden lang sein müssen.
  • Der dem Zugstück 28 zugeordnete Kasten der Lade 8 befindet sich also nun in der Höhe des Ladenklotzes i. Beim darauffolgenden Betätigen des Hebelarmes 56 wind der darin befindliche Schützen in den ihm gegenüberliegenden Kasten der Lade 7 geschossen, welcher zu diesem Zweck leer seid muß. Daraus geht hervor, daß bei acht Kästen nur sieben davon einen Schützen enthalten dürfen. Der Fühler 53, der an der Feder 58 des leeren Kastens in der Lade 7 anliegt, gestattete vor dem Schlag über den Seilzug 52 der Klinke 5o ein Einrasten im Mitnehmer .47, wodurch eine Verbindung des letzteren mit dem Schläger 41 geschaffen ist. Der Fühler 54 hingegen wurde zufolge der durch den Schützen auswärts gebogenen Feder 58 derart verschwenkt, daß er über den Seilzug yi die Klinke 49 angehoben hat und somit den Schläger 4o außer Wirkung setzte. Beim Austritt des Schützens aus dem Kasten der Lade 8 vollführte der Fühler 54. eine Schwenkbewegung, die über den Seilzug 51 ein Einrastender Klinke 49 in den Mitnehmer 46 zur Folge hatte; der Schläger q.o ist somit für den nächsten Schlag wirksam. Die Anordnung der Fühler in. Bezug auf die Kastenfedern 58 ist aus Fig.5 ersichtlich, in welcher nur ein Schützen eingezeichnet ist. Beim Nachlassen des Trittes senkt sich die Platine 39 in ihre in Fig. 2 bezeichnete Ausgangsstellung, wodurch auch der Führungsstab 36 gesenkt und dadurch der Haken 31. ebenfalls in seine Ausgangsstellung zurückgeführt wird. Die beiden Laden, 7 und 8 bleiben nun so lange unverändert in ihrer Stellung, bis durch die Lochung in der Musterkarte erneut eine der Platinen 39 zur Wirkung gebracht wird. Auf die beschriebene Art und Weise vollzieht sich der Schützenwechsel ohne Unterbrechung des normalen Webtaktes. Beim Schlagen der Lochkarten. für die Steuerung der den Führungsstücken zugeordneten Platinen 39 ist dabei darauf geachtet worden, daß jeweils nur eine Platine zur Wirkung kommt und nur diejenige Wechsellade betätigt wird, in welcher alle Kästen durch Schützen besetzt sind. Sollten trotzdem zufolge einer Fehllochung die Wechselladen so verschoben worden sein, daß die beiden sich auf der Höhe des Ladenklotzes gegenüberliegenden Kästen einen Schützen aufweisen, so werden -zufolge der gleichen Stellung beider Fühler 53 und 54 gleichzeitig beide Klinken 4.9 und 5o angehoben und dadurch beide Schläger 4o und 4.1 außer Wirkung gesetzt.
  • Die in Fig. 3 schematisch gezeichneten Führungsstücke 221)is 25 entsprechen in ihrer Stellung der in Fig. i gezeichneten Stellung der Wechsellade 7 und die Stellung der in. Fi.g. :[ gezeichneten Stücke derjenigen der Wechsellade 8 in Fig. i. Die Zugfedern 33 bewirken, daß stets ein Trum der Seile 3 straffgespannt ist, ihre Zugkraft ist aber kleiner als die Kraft der Kugelsicherung 1.4. Der erfindungsgemäße Handwebstuhl, der sich insbesondere für die Herstellung von Mustergewebestücken und vielfarbigem Zeug vorzüglich eignet, kann sowohl als Schaftwebstuhl als auch als Jacqua.rdstuhl ausgeführt sein.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mechanischer Handwebstuhl mit einem einzigen Tritt und zweiseitig angeordneten Wechselladen für beliebigen Schützenwechsel, dadurch gekennzeichnet, daß er einen in seiner Wirkungsstellung durch den abwärts bewegten Tritt betätigbaren Übertragungsmechanismus zur Bewegung der Wechselladen besitzt und eine durch Platinen betätigte Steuereinrichtung für das Verbringen des Übertragungsmechanismus in seine Wirkungsstellung aufweist, das Ganze derart, daß der Schützenwechsel nach einer vorgängig auf der Musterkarte bestimaiten. Reihenfolge selbsttätig und ohne Unterbrechung des normalen Webtaktes stattfindet.
  2. 2. Handwebstuhl nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da.ß der Übertragungsmechanismus der Anzahl der Kästen in den Wechselladen entsprechende vertikal geführte Zugstücke besitzt, welche letzteren je einen in den Wirkungsbereich eines am Tritt befestigten Mitnehmers v erschwenkbaren Haken aufweisen und mittels Seilzüge an einem gelenkig mit einer Wechsellade verbundenen Hebel, teilweise mit in Bezug zur Befestigungsstelle veränderlichem Abstand, befestigt sind.
  3. 3. Handwebstuhl nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Haken jedes Zugstückes über Seilzüge mit einer Platine derart verbunden ist, daß bei einer Hubbewegung der letzteren der Haken in den Bereich des Mitnehmers verschwenkt wird. .
  4. 4. Handwebstuhl nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, claß zur Steuerung der Schläger bei jeder der Wechselladen auf der Höhe des Ladenklotzes ein Fühler angeordnet ist, der bei im Kasten befindlichen Schützen den 1Vlitnehmerhebel des ihm gegenüberliegenden Schlägers außer Wirkung setzt.'
  5. 5. Handwebstuhl nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet;. daß die Wechselladen verschiebbar am Stuhlgestell befestigt sind und der das Blatt enthaltende Ladenklotz für sich allein schwenkbar ist.
  6. 6. Handwebstuhl nach Anspruch r bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß er als Schaftwebstuhl ausgeiährt ist.
  7. 7. Handwebstuhl nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß er als Jacquardstuhl ausgeführt ist.
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