DE877901C - Verfahren zur selektiven Erhoehung der Konzentration von Alkoholen oder organischen Saeuren in einer waessrigen, Aldehyde und bzw. oder Ketone enthaltenden Mischung - Google Patents

Verfahren zur selektiven Erhoehung der Konzentration von Alkoholen oder organischen Saeuren in einer waessrigen, Aldehyde und bzw. oder Ketone enthaltenden Mischung

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DE877901C
DE877901C DEST1718A DEST001718A DE877901C DE 877901 C DE877901 C DE 877901C DE ST1718 A DEST1718 A DE ST1718A DE ST001718 A DEST001718 A DE ST001718A DE 877901 C DE877901 C DE 877901C
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carbon dioxide
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alcohols
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Karol L Hujsak
Richard Mungen
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Stanolind Oil and Gas Co
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C27/00Processes involving the simultaneous production of more than one class of oxygen-containing compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B31/00Reduction in general
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C53/00Saturated compounds having only one carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or hydrogen
    • C07C53/08Acetic acid

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur selektiven Erhöhung der Konzentration von Alkoholen oder organischen Säuren in einer wäßrigen, Aldehyde und bzw. oder Ketone enthaltenden Mischung Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Erhöhung der Konzentration von Alkoholen und organischen Säuren in andere, sauerstoffhaltige organische Verbindungen enthaltenden Gemischen. Genauer gesagt betrifft sie ein Verfahren, bei welchem Alkohole und organische Säuren selektiv in gesteigertem Verhältnis gegenüber den zurückbleibenden sauerstoffhaltigen organischen, im Gemisch befindlichen Verbindungen erhalten werden.
  • Erfindungsgemäß wird ein wäßriges, Aldehyde und Ketone enthaltendes Gemisch der Einwirkung von Wasserstoff und bzw. oder Kohlendioxyd in Gegenwart eines Kohlenwasserstoffsynthesekatalysators bei Drukken ab etwa 14 kg/cm2 aufwärts und bei Temperaturen zwischen etwa 145 und 36o°, aber ohne daß eine Kohlenwasserstoffsynthese erfolgt, ausgesetzt, worauf ein Gemisch gewonnen wird, in dem die organischen Säuren oder Alkohole gegenüber den zurückbleibenden Komponenten angereichert sind.
  • Gemische von sauerstoffhaltigen Verbindungen der gemäß der Erfindung beabsichtigten Art können nach verschiedenen Verfahren erhalten werden. Typisch für solche Gemische sind diejenigen, die bei der Oxydation von Kohlenwasserstoffen auftreten, bei denen Öl und eine wäßrige Phase erhalten wird, welche beide sauerstoffhaltige organische Verbindungen enthalten. Ein weiteres wichtiges Verfahren für solche Gemische ist die Fischer-Tropsch-Synthese, das außer einer sauerstoffhaltigen Verbindung enthaltenden Ölschicht eine Wasserschicht ergibt, die nicht nur niedrige primäre und sekundäre Alkohole, sondern auch verschiedene andere sauerstoffhaltige Verbindungen enthält einschließlich Ketone, Aldehyde und Ester.
  • Gemäß der jetzt im allgemeinen ausgeübten Form der Fischer-Tropsch-Synthese wird Kohlenmonooxyd und Wasserstoff im Verhältnis von etwa 1 : 2 in ein geeignetes Reaktionsgefäß bei Temperaturen von 26o bis 370° und Drucken in der Größenordnung von 10,5 bis 38,5 kg/cm2 eingeführt, um ein Gemisch aus Wasserstoff, sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen und Wasser zu erzeugen. Dieses Gemisch wird darauf weiter in eine Gasphase, eine flüssige Kohlenwasserstoffphase und eine wäßrige Phase getrennt. Während diese Reaktion im allgemeinen mit einer Synthese von hauptsächlich im Gasolinsiedebereich liegenden Kohlenwasserstoffen verbunden ist oder mit der Synthese von Kohlenwasserstoffen, die leicht in eine in dem genannten Bereich siedende Fraktion umgewandelt werden können, ist eine derartige Reaktion eine wertvolle Quelle für Aldehyde, Ketone, Säuren und Alkohole. Der Anteil an sauerstoffhaltigen, organischen Verbindungen kann häufig 25 Gewichtsprozent und mehr der Gesamtmasse betragen und ist im allgemeinen gleichmäßig in der Kohlenwasserstoff- oder Öl- und wäßrigen Phase verteilt. Die Menge der nach diesen Verfahren erhaltenen sauerstoffhaltigen, organischen Verbindungen ist beträchtlich, wenn man sich vorstellt, daß die tägliche Erzeugung an sauerstoffhaltigen, organischen Verbindungen in Kohlenwasserstoffsyntheseanlagen, wie sie jetzt für wirtschaftliche Betriebe geplant werden, in der Größenordnung von 227 t liegt. Indessen hat die verwickelte Zusammensetzung derartiger Gemische, selbst nachdem sie in eine Öl- und eine wasserlösliche Fraktion getrennt wurden, offenbar die Bearbeiter dieses Gebietes davon abgehalten, diese Materialien in praktisch reinem Zustand zu gewinnen. Bisher bestand die für dieses Problem vorgeschlagene Lösung in der Rückführung der wasserlöslichen Verbindungen in die Syntheseeinheit, wo sie mit Synthesegas gemischt und vorwiegend in Gasolinkohlenwasserstoffe. umgewandelt wurden.
  • Es wurde weiter vorgeschlagen, die öllöslichen Verbindungen aus der Ölphase zu entfernen, beispielsweise durch Extraktion mit geeigneten Lösemitteln, die Verbindungen aus dem sich ergebenden Extrakt abzutrennen und sie darauf in das Reaktionsgefäß zurückzuführen, wo sie hauptsächlich in Gasolinkohlenwasserstoffe umgewandelt werden. Wenn andererseits die Gewinnung der Öl- und der wasserlöslichen Fraktion erwünscht war, wurde diese Gewinnung mit Hilfe einer Reihe von komplizierten chemischen und physikalischen Trennungsstufen durchgeführt. Es ist jedoch klar, daß wegen der außerordentlichen Schwierigkeit, die die Trennung derartiger komplizierter Gemische verursacht, nämlich die Abtrennung einer einzelnen Komponente aus einem azeotropen Gemisch; in welchem die anderen Komponenten sowohl miteinander als auch mit der Komponente, die man abzutrennen -wünscht, azeotrope Gemische bilden, jedes System, mit dem man in der Lage ist, diese Aufgabe befriedigend durchzuführen, die Anlagekosten einer Betriebsanlage wesentlich erhöht.
  • Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren, nach welchem sowohl die Zusammensetzung der wasserlöslichen Fraktion als die der öllöslichen Fraktion nach Wunsch geregelt werden kann, wodurch das Verfahren außerordentlich anpassungsfähig wird und die Möglichkeit besteht, nur jene Verbindungen herzustellen, die wirtschaftlich bei den bestehenden Marktbedingungen von Interesse sind, insbesondere zur kontinuierlichen Erzeugung von Alkoholen oder ,Säuren aus derartigen Gemischen.
  • Wäßrige Gemische von sauerstoffhaltigen, organischen Verbindungen der angegebenen Art werden in Gegenwart eines geeigneten Katalysators in Ketone allein oder in ein Gemisch aus Ketonen und Säuren übergeführt, indem die Temperaturen und Drucke, welchen die wäßrigen Gemische unterworfen werden, geändert werden, oder man führt diese wäßrigen Gemische sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen in Gegenwart eines geeigneten Katalysators selektiv und getrennt in Ketone oder Alkohole oder in ein Gemisch aus Ketonen und Alkoholen über, wobei die Temperatur, der Druck- und die Wasserstoffkonzentration verändert werden.
  • Es werden also Gemische sauerstoffhaltiger, organischer Verbindungen, wie sie bei der Kohlenwasserstoffsynthese erhalten werden, der Einwirkung von Wasserstoff-Kohlendioxyd-Gemischen in verschiedenartigen Mengenverhältnissen unterworfen in Gegenwart eines Katalysators bei Temperaturen und Drucken, welche, wenn auch nicht unbedingt, notwendig in einem Bereich liegen können, wie er bei der Kohlenwasserstoffsynthese angewendet wird. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das die sauerstoffhaltigen, organischen Verbindungen, wie beispielsweise Aldehyde, Alkohole, Säuren und Ketone, enthaltende Reaktionsgemisch in ein Reaktionsgefäß, wie es bei der Kohlenwasserstoffsynthese verwendet wird, eingeführt, und zwar in Gegenwart eines geeigneten Fließbettkatalysators, wie beispielsweise Eisen, bei einer Temperatur von etwa 145 bis 36o° und einem Druck von etwa 1¢ bis 42 kg/cm' und darüber und in Gegenwart von Kohlendioxyd und Wasserstoff. Ein merkliches Ansteigen des Säuregehalts des ursprünglichen Ausgangsmaterials auf Kosten von Aldehyden, Ketonen und Alkoholen wird so durch die Behandlung dieses Gemisches unter den obenerwähnten Bedingungen in Gegenwart von Kohlendioxyd, aber in fast völliger Abwesenheit von Wasserstoff, beispielsweise einer Wasserstoffkonzentration von weniger als etwa 1o Molprozent, bezogen auf das Wasserstoff-Kohlendioxyd-Gemisch, erreicht. Im allgemeinen sind die Bedingungen für die Säuresynthese um so günstiger, je niedriger die Wasserstoffkonzentration des Reaktionsgemisches ist. Die im Reaktionsgemisch angewendete Kohlendioxydkonzentration beträgt für die maximale Säurebildung etwa 40 bis 50 Molpro2;znt oder mehr, bezogen auf die gesamte Reaktionsmischung, während die Wasserstoffkonzentration im allgemeinen 1o Molprozent, bezogen auf die gesamte Reaktionsmischung, nicht übersteigt.
  • Wenn größere Alkoholmengen erzeugt werden sollen, sollte der Wasserstoffpartialdruck des Gemisches auf einen Wert gebracht werden, bei welchem Wasserstoff und Kohlendioxyd in mindestens etwa gleichen Molv erhältnissen zugegen sind. Bei der Verwendung von Wasserstoff-Kohlendioxyd-Gemischen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens muß Sorge getragen werden, daß Wasserstoff-Kohlendioxyd-Gemische, die die Bildung von wesentlichen Mengen Kohlenoxyd zur Folge haben, vermieden werden, weil hierdurch störende Nebenreaktionen auftreten. Diese unerwünschten Reaktionsbedingungen können durch Verwendung von Wasserstoff-Kohlendioxyd-Gemischen vermieden werden, in welchen Wasserstoff-Kohlendioxyd in gleichen Gewichtskonzentrationen mit Rücksicht auf die Reaktion: H20 +C02 @ CO -1- H2 vorhanden sind, wobei die Kohlenoxydkonzentration in dem durch die vorstehende Gleichung wiedergegebenen System etwa 2 Molprozent nicht überschreitet. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß, obgleich die verwendeten Bedingungen z. B. hinsichtlich der Temperatur des Druckes und des Katalysators wesentlich identisch mit denen sein können, die bei der gewöhnlichen Kohlenwasserstoffsynthese angewendet werden, keine Kohlenwasserstoffbildung in dem erfindungsgemäßen Verfahren auftritt, und zwar dank der Abwesenheit von Wasserstoff und Kohlenoxyd- im Reaktionsgemisch. Durch Behandlung von Gemischen der hier in Betracht kommenden Art mit einem etwa gleiche Mengen von Wasserstoff und Kohlendioxyd enthaltenden Gasgemisch bei Temperaturen zwischen etwa 145 und 36o', vorzugsweise zwischen etwa 250 und 315', und bei Drucken von der Größenordnung 14 bis 42 kg/cm', vorzugsweise 28 bis 38,5 kg/cm', werden höchste Ausbeuten an Alkoholen unter entsprechendem Rückgang der Konzentration an Säuren und Xetonen erreicht.
  • Die in der nachstehenden Tabelle wiedergegebenen Ergebnisse erläutern die Wirkung von Temperatur und Druck bei der Verwendung entsprechender Mengen Kohlendioxyd und Wasserstoff, um den Alkohol- oder Säuregehalt des Ausgangsmaterials zu erhöhen.
    Tabelle
    Niedrigste C02-Konzen- Höchste zulässige
    tration zur Erhöhung C02-Konzentration zur
    des Säuregehaltes Erhöhung des Alkohol-
    gehaltes
    Tempe Tempe
    Dru ratur C02: H" Drum ratur C02: H2
    g/ck oC
    - g/ 'c
    31,5 149 I 3:1 315 149 1:1
    315 315 5:1 315 315 ; 3:1
    14,0 315 4:1 14,0 315 2:1
    14,0 149 2: 1 14,0 149 1 : 2
    Aus der vorstehenden Tabelle ergibt sich deutlich, daß bei niedrigen Temperaturen und Drucken verhältnismäßig niedrige Verhältnisse von Kohlendioxyd zu Wasserstoff verwendet werden können, um eine Erhöhung des Säuregehaltes zu erreichen und daß bei höheren Temperaturen oder Drucken oder bei dem ein höheres Verhältnis von Kohlendioxyd: Wasserstoff notwendig ist. Wenn eine Erhöhung der Alkoholkonzentration gewünscht wird, ist das zulässige Verhältnis von Kohlendioxyd: Wasserstoff im wesentlichen der Reaktionstemperatur bei einem bestimmten Druck proportional. Es wurde weiter beobachtet, daß bei einer gegebenen Kohlendioxyd- und Wasserstoffkonzentration bei Drucken von beispielsweise unter 31.5 kg/cm2 und bei Temperaturen von etwa 315' die Alkoholausbeute abnimmt, und zwar hauptsächlich deswegen, weil weniger Keton umgewandelt wird. Bei Drucken über 313 kg/cm' und bei derselben Temperatur (3i5') steigt die Alkoholausbeute an, und zwar weil unter diesen Bedingungen Aldehyde und Säuren vollständig umgewandelt werden. Bei einer gegebenen Kohlendioxyd- und Wasserstoffkonzentration und einem gegebenen Druck von beispielsweise 31,5 kg/cm2 und einer Temperatur unter 315' steigt die Alkoholausbeute an. Bei demselben Druck, aber bei einer über 315' liegenden Temperatur nimmt die Alkoholausbeute ab und die Säureausbeute zu. Es wurde allgemein beobachtet, daß sowohl die Alkohol- und die Säurekonzentration am günstigsten ansteigen, wenn Kohlendioxyd-Wasserstoff-Gemische verwendet werden, die etwa 5o bis 67 Molprozent, bezogen auf das gesamte Ausgangsmaterial, betragen.
  • Die Zusammensetzung des Ausgangsmaterials kann in weiten Grenzen schwanken. Indessen sollte das Ausgangsmaterial in den Fällen, in welchen eine Erhöhung der Alkoholkonzentration gewünscht wird, mindestens 5 Gewichtsprozent an Verbindungen und wenigstens 5 Gewichtsprozent Wasser enthalten. Wenn Säuren als Endprodukt erwünscht sind, braucht kein Wasser zugegen sein. Es kann jedoch Wasser zugegen sein, da seine Gegenwart die Säurebildung infolge Unterdrückung der Ketonbildung aus den Säuren fördert in ähnlicher Weise, wie die Reaktion von Aldehyden mit Kohlendioxyd die Säurebildung steigert. Andererseits ist für den Fall, daß Alkohole erzeugt werden sollen, die anfängliche Gegenwart einer kleinen Menge Wasser, z. B. etwa 5 Gewichtsprozent, erwünscht. Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Verbindung mit der Kohlenwasserstoffsynthese kann nämlich Primärwasser (die wäßrige Phase des ursprünglichen Kohlenwasserstoffsynthesegemisches), in welchem die Verbindungen (Ketone, Aldehyde, Säuren und Alkohole) zu etwa 5 bis 15 Gewichtsprozent, durchschnittlich zu etwa 7,5 Gewichtsprozent enthalten sind, als Ausgangsmaterial verwendet werden. Im allgemeinen besteht der Hauptanteil an Verbindungen im Primärwasser im wesentlichen aus Acetaldehyd, Äthanol, Essigsäure und Aceton mit geringen Mengen an Isopropylalkohol, n-Butanol, Methylpropylteton, Methyläthylketon, Propionsäure. Solche in geringen Mengen vorhandene Verbindungen werden nachstehend als andere Verbindungen bezeichnet. Die Zusammensetzung des angewendeten Ausgangsgemisches kann weiter durch Einbringen des-Blasenrückstandes oder der oben abgezogenen Verunreinigungen geändert werden, die beim Trennen aus der Reaktionsmischung nach den erfindungsgemäßen Verfahren erhalten werden. Die Zusammensetzung des Ausgangsmaterials kann, falls erwünscht, durch Zufügen von wasserstoffreichen Gemischen höherer Aldehyde, Säuren und Alkohole geändert werden, die aus der Ölphase stammen, die bei der Kohlenwasserstoffsynthese anfällt. Zusätzlich muß darauf hingewiesen werden, daß' auch das primäre Kohlenwasserstoffsyntheseöl entweder vor oder nach der Entfernung der ursprünglich darin vorhandenen Säuren als geeignetes Ausgangsmaterial verwendet werden kann. Die Verwendung von Primäröl als Ausgangsmaterial in dem Verfahren ist als besonders hervorragender Beitrag zu einem lange bestehenden Problem zu betrachten, z. B. zur Wiedergewinnung von öllöslichen, sauerstoffhaltigen Verbindungen in brauchbarer Form. Die Konzentration derartiger Verbindungen im Primäröl einschließlich der Aldehyde, Alkohole und Ketone beträgt häufig bis zu 30 Gewichtsprozent des Öles. Gemäß der Erfindung können diese sauerstoffhaltigen Produkte alle in Säuren umgewandelt, diese Säuren darauf neutralisiert und die entstehenden Salze gewonnen werden, wodurch ein brauchbares und wirksames Verfahren zur Gewinnung dieser auf anderem Weg schwierig zu erhaltenden Verbindung gegeben ist.
  • Wenn solche Ausgangsstoffe, die Alkohole, Ketone und Aldehyde enthalten, unter den erfindungsgemäßen Bedingungen der Einwirkung von Kohlendioxyd unterworfen werden, können die hierbei auftretenden Reaktionen durch die folgenden Gleichungen dargestellt werden, in welchen Äthanol, Acetaldehyd und Aceton als grundlegendes Beispiel angezogen sind CH,CH20H +2C02--7CH3COOH+H20+ZCO CH,CH0 +C02-Z---7CH3COOH + CO CH,COCH3 +C02 +H201--7ZCH,COOH So sieht man, daß mit Ausgangsgemischen, in welchen Alkohole und Ketone in wesentlich gleichen Molverhältnissen vorhanden sind, kein zusätzliches Wasser zur Umwandlung in Säuren notwendig ist. Auch in Fällen, in denen keine Ketone vorhanden sind, können Alkohole und Aldehyde in ihre entsprechenden Säuren in Abwesenheit von Wasser umgewandelt werden außer dem durch die Umwandlung von Alkoholen in Säuren gebildeten Wasser.
  • Als Katalysator bei der Durchführung der Erfindung kann irgendeiner verwendet werden, der sich bisher für die Kohlenwasserstoffsynthese durch Reduktion von Kohlenoxyd mit Wasserstoff bewährt hat, z. B. Kobalt, Nickel, Buthenium und Eisen. Beim Arbeiten mit Fließbetten wird der Katalysator vorzugsweise in solchem Zustand und unter solchen Bedingungen verwendet, daß die Dichte der Katalysatorschicht zwischen etwa 1,o4 und 1.,6 g je Kubikzentimeter liegt und vorzugsweise bei 1,36 bis 1,6 g je Kubikzenzimeter im Falle von'Eisen. Der Katalysator wird unter den angewendeten Reaktionsbedingungen durch Einführung des Ausgangsgemisches in dampfförmiger Form bei einer linearen Geschwindigkeit von etwa 3,05 bis 61 cm"je Sekunde im Schwebezustand aufrechterhalten. Die Konzentration des angewendeten Katalysators in Flüssigphasenprozessen kann in weiten Grenzen geändert werden und wird im allgemeinen durch die Aktivität des speziellen Katalysators bestimmt. So empfiehlt sich beispielsweise bei Kohlenwasserstoffsynthesekatalysatoren vom Eisentyp die Verwendung einer Konzentration von etwa 450 g Katalysatormenge auf o,2 bis 0,5 Mol Reaktionsgemisch.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren, das allgemein für die Dampfphase beschrieben worden ist, kann stufenweise oder kontinuierlich auch in flüssiger Phase durchgeführt werden. Auch kann an Stelle eines Fließbettkatalysators ein fest angeordneter Katalysator verwendet werden.
  • Die Erfindung wird zur Erzeugung von erhöhten Alkoholmengen aus Primärwasserverbindungen an Hand der Zeichnung erläutert, wobei Wasserstoff und Kohlenoxyd in molarem Verhältnis von etwa 2 Mol Wasserstoff : 1 Mol Kohlenoxyd in das Synthesegefäß 2 durch die Leitung 4 eingebracht werden. Im Synthesegefäß 2 können die Reaktionsteilnehmer der Berührung mit einem Kohlenwasserstoffsynthesekatalysator ausgesetzt werden, wie beispielsweise gemahlenem Hammerschlag, in Form einer schwebenden Masse feinverteilter fester Teilchen. Die Reaktion wird bei Temperaturen von 26o bis 36o° und bei Drucken von 10,5 bis 31,5 kg/cm2 durchgeführt, wobei eine Kohlenwasserstoffphase und eine wäßrige Phase entsteht. Die Reaktionsprodukte werden aus dem Synthesegefäß 2 durch die Leitung 6 und den Kühler 8 in den Separator 1o befördert, wo die flüssige Ölphase zur Raffinerie durch die Leitung 12 entnommen wird; die nicht kondensierten Gase, die noch an der Reaktion nicht beteiligtes Synthesegas und normalerweise auch gasförmige Umwandlungsprodukte einschließlich Äthan, Methan, Kohlendioxyd enthalten, verlassen den Separator 1o durch die Leitung 14 und werden in das Waschgefäß 16 gebracht, wo die Gasphase im Gegenstrom mit Wasser in Berührung gebracht wird, das am Oberteil des Waschgefäßes durch die Leitung 18 zugeleitet wird. Gase, wie Kohlenoxyd, Wasserstoff, Äthan, Methan, Kohlendioxyd können, falls gewünscht, teilweise über Leitung 4 durch die Leitung 2o in den Kreisprozeß zurückgeführt werden, wo sie mit frischem Ausgangsmaterial gemischt und in den Synthesebehälter 2 eingebracht werden. Der Rest dieser Produkte kann durch die Leitung 21 einem geeigneten, hier nicht wiedergegebenen Wiedergewinnungssystem zugeführt werden. Die Wasserschicht aus dem Separator 1o wird durch die Leitung 22 abgezogen und in den Sättiger 24 gebracht, wo sie mit ungefähr gleichen Molmengen Wasserstoff und Kohlendioxyd gemischt wird, die durch die Leitung 26 zugeführt werden. Die in dem Sättiger 24 herrschenden Bedingungen sind derart, daß ein dampfförmiges Gemisch erhalten wird, das im wesentlichen aus 50 Molprozent Primärwasser und 50 Molprozent Wasserstoff-Kohlendioxyd-Gemisch besteht, wobei dieses die beiden Komponenten in ungefähr gleichen Molkonzentrationen enthält. Um die dampfförmigen Gemische der vorgenannten allgemeinen Zusammensetzung in dem Sättiger zu erhalten, werden im allgemeinen Temperaturen verwendet, die zwischen etwa z67° bei 1q. kg/cm' bis etwa 2z2° bei 38,5 kg/2,5- cm2 schwanken. Nachdem das Gemisch von Primärwasser und Dampf mit Wasserstoff und Kohlendioxyd gesättigt hergestellt ist, wird es aus dem Saturator 24 durch die Leitung 28 in den Vorerhitzer 30 geleitet, wo es auf die Reaktionstemperatur, nämlich 15o bis 3i5° erhitzt und hierauf durch die Leitung 32 in das Reaktionsgefäß 34 gebracht wird, das gemahlenen Hammerschlag als Katalysator in Fließbettform enthält. Das Reaktionsgefäß 3¢ wird vorzugsweise auf Temperaturen zwischen etwa i5o und 3z5° und Drucken von 1q. bis q.2 kg/cm2 oder höher gehalten. Das Gemisch wird aus dem Reaktionsgefäß 34 durch die Leitung 36 und den Kühler 38 in den Separator q.o abgezogen, wo die unkondensierten Produkte durch die Leitung 42 entnommen und in das Waschgefäß 44 übergeführt werden, in welchem sie im Gegenstrom mit am Kopf des Waschgefäßes 44 durch die Leitung 46 eingeleitetem Wasser in Berührung gebracht werden. Die aus dem Waschgefäß 44 austretende nicht kondensierte Gasphase, die im wesentlichen aus Wasserstoff und Kohlendioxyd besteht, wird durch die Leitung 48 weitergeleitet, in welcher sie mit aufgearbeitetem Wasserstoff und Kohlendioxyd gemischt wird, welche bei dem erforderlichen Druck mit Hilfe eines Kompressors 5o durch die Leitung 52 zugepumpt werden. Der in den Kreislauf zurückgeschickte Wasserstoff und das Kohlendioxyd werden unter Druck über den Kompressor 54 und die Leitung 26 zugeführt, wo diese Gase mit aufgearbeitetem Wasserstoff und Kohlendioxyd vereinigt und dann in den Saturator 24 eingeführt werden. Die wäßrige Fraktion im Separator 40, welche wasserlösliche Verbindungen und Alkohole in erhöhtem Verhältnis gegenüber dem Ausgangsgemisch enthält, wird durch die Leitung 56 entnommen und mit dem Waschwasser in den Leitungen 58 und 6o aus den Waschgefäßen 16 und 44 vereinigt, worauf die vereinigten Fraktionen durch den Erhitzer 6#" geleitet und mittels der Leitung 64 in den Fraktionator 66 gebracht werden, wo die Trennung der Säuren von den Alkoholen erfolgt. Bei diesem Arbeitsgang können die Alkohole zusammen mit verschiedenen Verunreinigungen einschließlich Aldehyden und Ketonen durch den Kühler 68 abgezogen werden und ein Teil des Kondensators durch die Leitung 7o von oben der Kolonne als Rückfluß geführt werden. Die weitere Reinigung der im Vorlauf enthaltenen Alkohole, die durch Trennung von Ketonen und Aldehyden erhalten wurden, kann in bekannter Weise durchgeführt werden. Die in dem Gemisch, mit welchem der Fraktionator 66 beschickt wird, enthaltenen Säuren werden durch die Leitungen 72 und 74 entnommen und gereinigt. Wenn es jedoch erwünscht ist, den größeren Teil der in dem Primärwasser vorhandenen Verbindungen in Alkohol umzuwandeln, wird die aus dem Fraktionator 66 durch die Leitung 72 abgezogene Säurefraktion in den Saturator 24 über die Leitung 22 zurückgeleitet. Auch können die von den Alkoholen im Vorlauf abgetrennten Verunreinigungen durch den Kondensator 68 entnommen und mit dem Primärwasser in Leitung 22 vereinigt und so in Säuren übergeführt werden. Für den Fall, daß Säuren als Endprodukt der Umwandlung erwünscht sind, kann der gesamte Vorlauf aus dem Fraktionator 66 durch den Kondensator 68 durch die Leitung 76 entnommen und mit dem Primärwasser in Leitung 22 vereinigt werden und hierauf in der oben angegebenen Weise in Säuren umgewandelt werden. Durch diese Hilfsmittel können alle in dem Primärwasser enthaltenen Verbindungen je nach Wunsch in Alkohole oder Säuren umgewandelt werden.
  • In der obenerwähnten Zeichnung ist von der Bezugnahme auf eine gewisse Ausrüstung an Pumpen, Meßinstrumenten, Ventilen u. dgl., die ohne Zweifel für die Durchführung des Verfahrens notwendig sind, absichtlich Abstand genommen. Nur die unbedingt erforderliche Apparatur ist schematisch angegeben. Beispiel i Ein Primärwasser aus der Kohlenwasserstoffsynthese bei 3z5° und 313 kg/cm' Druck der nachstehenden Zusammensetzung:
    Verbindungen 1 Mol
    CH,CH0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,42
    CH,CH,OH ....................... 2,66
    CH,COOH ........................ 0,75
    H20 ............................... 92,93
    CH,COCH . ... ... . .. ... . ..... ... ... 0,40
    andere Verbindungen . . . . . . . . . . . . . . . . 2,84
    wurde bei i82° und 31,5 kg/cm2 Druck mit Wasserstoff und Kohlendioxyd im Verhältnis i Mol Kohlendioxyd und i Teil Wasserstoff je Teil Primärwasser gemischt und das Dampfgemisch in ein übliches Kohlenwasserstoffsynthesegefäß eingeführt, wo es in Berührung mit einem Fließbetteisenkatalysator gebracht wurde. Der Katalysator wurde in suspendiertem Wirbelzustand durch Einführung des Reaktionsgemisches mit einer linearen Geschwindigkeit von ungefähr 30,5 cm je Sekunde gehalten. Die Temperatur der Synthesezone wurde während der Reaktion auf etwa 315° gehalten, während der Druck ungefähr 31,5 kg/cm2 betrug. Die Analyse des angegebenen Restgases zeigt in der Tabelle prozentual angegebene Ausbeute an Äthanol von 5o Gewichtsprozent über den Gehalt des Ausgangsmaterials. Die Ergebnisse eines gleichen, mit einem Primärwasser derselben Zusammensetzung durchgeführten Versuches unter gleichen Temperatur-und Druckbedingungen, aber ohne Verwendung von Kohlendioxyd, d. h. indem i Teil Wasserstoff auf j e i Teil Primärwasser an Stelle CO, verwendet wurde, sind in gleicher Weise nachstehend zu Vergleichszwecken angegeben
    Behandlung mit H2 allein Behandlung mit H.. und C02
    Verbindungen Ausgangs- Endprodukt- Alkohol- Ausgangs- Endprodukt- I Alkohol-
    gemisch gemisch ausbeute gemisch gemisch ausbeute
    in Mol
    in Mol in Prozent in Mol
    in Mol ( in Prozent
    CH,CH0 ................... 0,911 o,o8o 0,14 0,12
    CH3CH20H ................. 1,33 1,47 io o,88 1,36 55
    CH3COOH . . .. . .. . .. . . . . . . . . 0,37 o,o6 0,25 o,io
    H20 ........................ 4647 4663 3058 30,86
    CH3COOH3................. 0.,20 0,35 75 0,13 0,002
    H2.......................... 50,00 49,85 33,3 32,4I
    C02 ........................ 0 0,15 33,3 33,18
    Andere Verbindungen . . . . . ... . 1,42 1,42 1,42 1,42
    Aus denvorstehenden Zahlen geht hervor, daß beiVerwendung von Wasserstoff-Kohlendioxyd-Gemischen gemäß der vorliegenden Erfindung eine höhere Alkoholbildung erreicht werden kann im Gegensatz zu der verhältnismäßig geringen Alkoholbildung und der hohen Ketonbildung, die durch Behandlung des Primärwassers mit Wasserstoff allein unter gleichen Bedingungen erhalten wird. Beispiel 2 Ein Primärwasser aus der Kohlenwasserstoffsynthese bei 315° und 31,5 kg/cm2 Druck wurde in eine geeignete Hydriervorrichtung eingebracht, die mit einem Vielfachschaufelrührer ausgerüstet war und Kohlenwasserstoffsynthesekatalysator vom Eisentyp enthielt. Das Primärwasser wurde dann auf etwa 15o° erhitzt und darauf der Druck auf etwa 31,5 kg/cm2 durch Einführen von Kohlendioxyd in die Reaktionskammer gesteigert. Das sich ergebende Reaktionsgemisch enthielt etwa i Mol Kohlendioxyd je i Mol Primärwasser. Der Eisenkatalysator wurde in einer Konzentration von ungefähr 450 g je o,2 bis 0,5 Mol Reaktionsgemisch angewendet. Unter den benutzten Temperaturen und Druckbedingungen verdampft das Reaktionsgemisch teilweise. Während des Reaktionsverlaufes wurde genügend Kohlendioxyd zur Aufrechterhaltung eines Druckes von etwa 31,5 kg/cm2 eingeführt, wobei das Reaktionsgemisch kontinuierlich gerührt wurde. Nach vollendeter Reaktion wurde das sich ergebende Gemisch aus der Vorrichtung abgezogen und analysiert. Die Analyse zeigte ein Endproduktgemisch der nachstehenden Zusammensetzung mit einer prozentualen Ausbeute an Essigsäure von 40o Gewichtsprozent gegenüber der im ursprünglichen Ausgangsmaterial enthaltenen Essigsäure:
    Reak- End- gäme-
    Verbindungen Bons- produkt- ausbeute
    gemisch gemisch
    in Mol in Mol in Prozent
    CH,CH0 . . . . . . . . . . . . 0,21 0,002
    CH3CH20H ......... 1,33 0,45
    CH,COOH .......... 0,37 1,85 400
    H20................. 46,47 45,18
    CH,COCH3 ......... 0,20 o,oi
    H2.................. 0 1,98
    C02................. 50,00 49,81
    Andere Verbindungen.. 1,42 1 -1,42
    Aus den vorstehenden Angaben erkennt man, daß ungefähr 2 Molprozent Wasserstoff in dem Endproduktgemisch bei der Analyse gefunden wurden, obgleich anfänglich in dem Reaktionsgemisch kein Wasserstoff vorlag. Es ist weiter festzustellen, daß im wesentlichen der gesamte Acetaldehyd und das gesamte Aceton und 66 °/o des Äthanols in Essigsäure übergeführt worden sind. Durch Erhöhen der Temperatur des Reaktionsgemisches auf etwa 2o5° oder durch Erhöhung der Kohlendioxydkonzentration auf etwa 66 bis 68 Molprozent und Anwendung der gleichen Temperatur- und Druckbedingungen, die in dem vorstehenden Beispiel 2 zuerst erwähnt wurden, kann das Reaktionsgemisch vollständig verdampft werden, wodurch die Verwendung eines Fließbettsystems, wie im Beispiel i angegeben, möglich wird. Jede der vorstehend erwähnten Bedingungen ergibt ein Ansteigen der Säurekonzentration auf Kosten der Aldehyde, Alkohole und Ketone in dem Reaktionsgemisch.
  • In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, da:ß das erfindungsgemäße Verfahren allgemein auf Alkohole und Säuren, d. h. aliphatische, cycloaliphatische, aromatische u. dgl. anwendbar ist.
  • Für den Fachmann ist es klar, daß zahlreiche Abwandlungen im Verfahren und in den Synthesebedingungen und in der Raffinierung des Endproduktes möglich sind. Beispielsweise können die anfänglich in dem Kohlenwasserstoffsynthesewasser vorhandenen Säuren vor der Reaktion des Reaktionsgemisches mit Wasserstoff und Kohlendioxyd entweder durch Extraktion oder Neutralisation entfernt werden. Wenn man eine derartige Behandlung vor der Behandlung mit Kohlendioxyd vornimmt, wird eine größere Menge Aldehyd und Alkohol in Säure bei einem einzigen Durchsatz über den Katalysator umgewandelt. Durch Rückführung des gesamten säurefreien Primärwassers über den Katalysator bestehen die gesamten, bei diesem System sich ergebenden Produkte ohne Zweifel im wesentlichen aus organischen Säuren.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur selektiven Erhöhung der Konzentration von Alkoholen oder organischen Säuren in einer wäßrigen, Aldehyde und bzw. oder Ketone enthaltenden Mischung, z. B. einem Primärkohlenwasserstoffsyntheseöl, dadurch gekennzeichnet, daß man auf diese Mischung ein Gasgemisch von Wasserstoff und Kohlendioxyd, in welchem der Gehalt an Wasserstoff weniger als io Molprozent beträgt, wenn die Konzentration der Säuren erhöht werden soll, und dem Gehalt an Kohlendioxyd zumindest gleich ist, wenn die Konzentration der Alkohole erhöht werden soll, in Gegenwart eines Kohlenwasserstoffsynthesekatalysators bei einem Druck von etwa 14 kg/cm2 aufwärts und bei einer Temperatur von etwa 145 bis 36o', aber unter Ausschluß der Kohlenwasserstoffsynthese; einwirken läßt und die erhaltene Mischung auf organische Säuren oder Alkohole aufarbeitet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung einem Druck bis zu 42 kg/cm2 unterworfen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man auf Primärkohlenwasserstoffsyntheseöl eine Mischung von Wasserstoff und Kohlendioxyd bei etwa 25o bis 36o' einwirken läßt.
  4. 4.. Verfahren nach Anspruch i oder 2 zur Herstellung organischer Säuren aus einer Mischung aus Aldehyden und Ketonen, dadurch gekennzeichnet, daß das molare Verhältnis von Kohlendioxyd zu Wasserstoff mindestens etwa 2 : i bei einem Druck von 14 kg/cm2 und einer Temperatur von etwa 15o' bis zu mindestens etwa 5 : i bei einem Druck von etwa 345 kg/cm' und einer Temperatur von etwa 315' beträgt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i zur Herstellung von Alkoholen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die Ausgangsmischung Kohlendioxyd und Wasserstoff im molaren Verhältnis von nicht mehr als etwa i : 2 bei einem Druck von etwa 14 kg/cm2 und einer Temperatur von etwa i5o' bis zu nicht mehr als etwa 3:1 bei einem Druck von etwa 31,5 kg/em2 und einer Temperatur von etwa 315' einwirken läßt.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator einen Kohlenwasserstoffsyntheseeisenkatalysator verwendet.
DEST1718A 1949-06-29 1950-06-27 Verfahren zur selektiven Erhoehung der Konzentration von Alkoholen oder organischen Saeuren in einer waessrigen, Aldehyde und bzw. oder Ketone enthaltenden Mischung Expired DE877901C (de)

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