DE877900C - Verfahren zur Abtrennung der Phytosterine aus unverduennten Harzseifen - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung der Phytosterine aus unverduennten Harzseifen

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DE877900C
DE877900C DESCH2403D DESC002403D DE877900C DE 877900 C DE877900 C DE 877900C DE SCH2403 D DESCH2403 D DE SCH2403D DE SC002403 D DESC002403 D DE SC002403D DE 877900 C DE877900 C DE 877900C
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Germany
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phytosterols
resin soaps
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soaps
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Expired
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DESCH2403D
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English (en)
Inventor
Hans Dr Eysenbach
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Bayer Pharma AG
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Schering AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abtrennung der Phytosterine aus unverdünnten Harzseifen Es ist bekannt, daß man P'hytosterine, insbesondere Sitosterine, aus Harzseifen, besonders aus Tallölen, gewinnen kann. Dies lehren z. B. die Arbeiten von Sandquist und Höltz, Chemisches Zentralblatt 1931, I, S. 3015, S an dqu i s t und Be n g t s son , Berichte der dtsch, chem. Ges. Bd. 64, 1931, S. 2167, und ,die amerikanische Patentschrift 1 9.1.0 372.
  • Es ,handelt sich bei diesen Verfahren im wesentlichen um eine Extraktion der Phytosterine aus der Lösung der Harzseifen., die jed'oc'h in technischem #Nlaßstabe durchaus unbefriedigend verläuft; denn die Harzseifen stellen in der Hauptsache die im Aufschlußverfahren aus dem Holz herausgelösten N atriumsalzee von Harzsäuren dar, d-iie noch eine große Anzahl anderer zum Teil auch wasserunlöslicher Bestandteile, z. B. Phytosterine, suspendiert oder kolloidal gelöst enthalten. Die Harzseifen sind an sich in Wasser leicht löslich. Ihre Abscheidung aus den Schwarzlaugen erfolgt durch Aussalzttng infolge des '.hohen Nlineralsalzge'haltes dieser Laugen. Der Wass-erge'halt der Harzseifen beträgt im allgemeinen etwa 37 bis 4o@o/o. In Alkoholen und auch irn ,den. häufig für die Extraktion von Sterinen benutzten Lösungsmitteln, wie Äther, Essigester, Chloroform oder Tetrachlorko'hlenstoff, ist die unverdünnte Harzseife in hohem Maße mischbar, wobei jedoch, wie auch in Wasser, geringe Anteile flockiger Stoffe ungelöst bleiben; erst beim Verdünnen eines solchen Gemisches von Harzseife und wass-eru:nlöslichen, organischen, Lösungsmitteln mit Wasser erfolgt die Absc'heidung einer Schicht von organischem Lösungsmittel. Um die Phytosterine extrahieren zu können, ist es also erforderlich, die Harzseifen weitgehend mit Wasser zu verdünnen. Diese Verdünnung ist aber mit Rücksicht auf die weitere Verwendung der extrahierten Harzseifen sehr unerwünscht.
  • Zur Vermeidung,dieser Schwierigkeiten hat man. in der amerikanischen Patentschrift 2 218 9h71 vorbeschlagen, die Harzseifen durch Zusatz von Kalk in eine körnige Masse zu verwandeln und diese dann beispielsweise mit Äther zu extrahieren.
  • Es wurde nun gefunden; daß es möglich- ist, die Harzseifen auch ohne Veränderung ihrer Konsistenz zu extrahieren und so,die- Phytosterine, besonders das Sitosterin, aus ihnen zu gewinnen.
  • Erfindungsgemäß eignen sich nun, zur Extraktion der Phytosterine aus den Harzseifen Methylenchlori.d und insbesondere Äthylenchlorid, die nur beschränkt in den Harzseifen löslich sind und mit ihnen leicht trennbare Schichten biliden, ohne daß es, einer Verdünnung der Harzseifen mit Wasser bedarf.
  • Aus denExtraktenlassen sich,dieRohphytosterine in an- sich bekannter Weise abscheiden; zweckmäßig ist ihre- Abtrennung durch Tiefkühlung; bei der sie in festem, kristallinem Zu-stand anfallen und dann leicht weiter gereinigt werden- können.
  • Die von den Sterinen befreiten Lösungsmittel kann man ohne weiteres für eine neue Extraaktion benutzen. Auf diese Weise gehen auch die geringen Mengen von Phytosberianen, die bei,derAufarbeitung in Lösung bleiben, nicht verloren, sondern werden beim nächstem Ansatz mit erfaßt.
  • Die in den extraliierten Harzseifen verbleibenden Lösungsmittel können daraus durch Abdestillieren zurückerhalten werden. Die zurückbleibenden Harzseifen sind dann in ihrer Konsistenz nicht merklich gegen das Ausgangsmaterial verändert. Beispiel 5o kg Harzseife werden in einem heizbaren, Gefäß mit Unterablauf mit ioo 1 Athylenchlorid verrührt und bis, zum beginnenden Sieden erwärmt. Nach Abkühlen trennt man .die .klare Äthylencblorld'schicht ab. Die Harzseife wird nun noch dreimal mit je 5o 1 Ätbylernchlorid in gleicherWeis.e extrahiert. Die vereinigten Auszüge werden mit Wasser gewaschen, dann auf -2o° abgekühlt und nach mehrstündigem Stehen bei dieser Temperatur durch, ein Druckfilter filtriert. Der Filterkuchen stellt nachTrocknen ein weißes, kristallinesProdukt dar, das bei 105 bis 1225'°' schmilzt. Ausbeute o,6 kg, bei wiederholter Benutzung des .gleichen Extraktionsmittels steigt sie auf 0,7 bis o,8 kg.
  • Das Produkt besteht aus einem Gemisch-. von Sitosterin und' Begleitstoffen, wie Wachsalkoholen und anderen Stoffen, das z. B. nach dem Verfahren, des Patents 862 603 durch Acetylierung und anschließende Tiefkühlung zerlegt werden kann: Die Gewinnung von Sitosterin und Wachsalkoholen aus dem Extrakt kann; auch, gemäß dem in P atent 870 4 o6 beschriebenen Verfahren erreicht werden.
  • Das in den erschöpften Harzseifen. verbliebene Lösungsmittel kann durch Anheizen des Gefäßes abdestilliert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Abtrennung der Phytosterine aus unverdünnten Harzseifen, ..dad`urch gekennzeichnet, daß man .die unverdünnten Harzseifen mit Methylen- oder Äthylenchlori@d extrahiert, und gegebenenfalls aus dem Extrakt die Rohphytosterine abtrennt und reinigt. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Rohphytosterine durch Tiefkühlung aus dem Extrakt abtrennt.
DESCH2403D 1945-01-10 1945-01-10 Verfahren zur Abtrennung der Phytosterine aus unverduennten Harzseifen Expired DE877900C (de)

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