DE87705C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60B—VEHICLE WHEELS; CASTORS; AXLES FOR WHEELS OR CASTORS; INCREASING WHEEL ADHESION
- B60B31/00—Apparatus or tools for assembling or disassembling wheels
- B60B31/005—Apparatus or tools for assembling or disassembling wheels especially for spoked wheels
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Tires In General (AREA)
Description
hm aiafaauicnen
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bekanntlich leiden alle Bestandtheile des Fuhrwerks und insbesondere die Räder durch
die beim Fahren nicht zu vermeidenden Stöfse, welche das Material der Räder fortwährend erschüttern
und hierdurch nicht allein die Festigkeit desselben beinträchtigen, sondern hauptsächlich
auch die Verbindung der aus mehreren Theilen zusammengesetzten Räder angreifen. Durch die sich rasch wiederholenden Erschütterungen
werden nämlich die zahlreichen Befestigungstheile des Rades (Nägel, Schrauben, Bänder etc.) in ihren Sitzen gelockert, was ebensowohl
ein· Herausfallen dieser Befestigungstheile, wie auch eine bedeutende Verminderung
der Radfestigkeit zur Folge hat. Aus diesem Grunde läfst man z. B. den Radkranz nicht
gern aus mehr als aus sechs Felgen bestehen, denn sonst wäre eben die dauerhafte Verbindung
dieser Felgentheile zu schwer zu bewerkstelligen, und man nimmt dabei selbst den
Uebelstand mit in den Kauf, dafs — wenn Holz das Material der Felgen bildet — die
einzelnen Felgenstücke gewöhnlich ungünstig gewachsen sind und überspänige Stellen besitzen.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Wagenrad, bei welchem die so leicht der Lockerung
unterliegenden Befestigungstheile (Nägel, Schrauben, Bänder etc.) weggelassen worden sind
und hierdurch die Festigkeit, und Dauerhaftigkeit des Rades, dessen Fleisch unversehrt bleibt
und nicht den Sitz der Befestigungstheile bildet, wesentlich erhöht wird; ferner das Verfahren
und eine Vorrichtung zur Herstellung dieses Rades. Die Befestigung der Speichen geschieht
einfach durch Versprengen derselben zwischen dem Radreifen und der Nabe.
Auf beiliegender Zeichnung (Fig. 3) ist ein solches Wagenrad dargestellt, der Radreifen r
ist U-förmig gestaltet; zwischen den Wangen liegen die Felgenstücke /, welche an die
Zapfen der Speichen s stofsen und diese so in ihrer Stellung versichern. Das Mittelstück der
Speichen besitzt die gewöhnliche Gestalt, die Blätter der Speichen dagegen sind, wie dies
in der Wagenraderzeugung übrigens schon vielfach angewendet wurde, so gestaltet, dafs
dieselben an einander passend den Nabenbusch bilden.
Die Nabe selbst besteht aus zwei Theilen, dem Stofs und der Röhre 0 einerseits und der
Nabenscheibe η andererseits. Die Röhre ist abgestutzt konischen oder abgestutzt pyramidenförmigen
Umfanges und im vorderen Theile mit Schraubengewinde zwecks Befestigung der Nabenscheibe versehen. Ist die Röhre mit
einem Mantel ähnlich einer abgestutzten Pyramide (Fig. 4) ausgestattet, so kann die Nabenscheibe,
welche entsprechend gelocht ist, einfach aufgeschlagen oder aufgeprefst werden.
Die Felgenstücke und ebenso die Speichen müssen so zugerichtet sein, dafs dieselben,
zwischen die Zapfen der Speichen bezw. zwischen Radreifen und Nabe gelegt, unter Druck stehen
und so in ihren Stellungen festgehalten werden.
Die Herstellung des vorbeschriebenen Wagenrades geschieht vortheilhaft durch Einpressung
der mit ihren Zapfen zwischen die Felgenstücke gelegten Speichen zwischen Radreifen und Nabe.
Zu diesem Zwecke werden die Felgenstücke
zwischen die Wangen des U-förmigen Radreifens lose eingelegt und zwischen dieselben
die Zapfen der Speichen gesteckt; es werden die Speichen mit ihren Blättern zusammenstofsen
und einen Kegel bilden (Fig. 2). Die Versprengung der Speichen und Felgenstücke geschieht nun durch Druck auf die Spitze
dieses Kegels, welcher Druck ebensowohl von oben als auch von der Achse des Kegels aus
wirken soll, damit die Speichen und Felgen ordentlich in die Wangen des Radreifens treten
und die Speichenblätter sich zum Nabenbusch zusammenschliefsen können.
Sobald die Speichen in die Radfläche gedrückt worden sind, wird die Nabe eingesetzt.
Um keinen allzu grofsen Druck aufwenden zu müssen, empfiehlt es sich, bei Herstellung des
Erfindungsgegenstandes auch das dem Radmacher bekannte Anwärmen des Radreifens anzuwenden; es lassen sich dann die Felgenstücke
und Speichen bequem einlegen und ist die Aufwendung keines sehr grofsen Druckes nothwendig, um diese Radtheile in die Wangen
des Radreifens zu pressen und die Nabenröhre einzusetzen. Kühlt sich dann der Radreifen
ab, so versprengen sich die losen Radtheile zu einem festen Ganzen.
Eine Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens ist auf beiliegender Zeichnung ebenfalls
dargestellt.
Die Widerlagerplatte α (Fig. 1 und 2) der
Schraubenpresse ist central ausgebohrt und, wenn das Rad mit Sturz hergestellt werden
soll, gegen den Rand zu abfallend angeordnet. Die Platte ist von einem durchlöcherten Rohre i
umgeben. Der erwärmte Radreifen r wird central auf die Widerlagerplatte α gelegt, zwischen
die Wangen desselben werden die Felgenstücke und Speichenzapfen so, wie vorhin beschrieben,
eingelegt und hierauf der entsprechend der Mantelform der Nabenröhre konische oder
pyramidenförmige Dorn d in die Nabenöffnung gesteckt.
Die Prefsplatte g ist an ihrer Prefsfläche entsprechend der herzustellenden Radfläche gestaltet
und wird auf den Dorn niedergedrückt. Hierbei drückt die Prefsplatte die Speichen
und den Dorn nach abwärts, welch letzterer infolge seiner Keilform die Speichen (und
letztere mit ihren Zapfen die Felgen) in den Radreifen hineinpressen. Sind die Speichen
aus. splitterigem oder weichem Material hergestellt, so empfiehlt sich die Einschiebung einer
elastischen Platte e (am besten aus Kautschuk) zwischen die Prefsplatte und die zu pressenden
Speichen, denn sonst würden die Speichen durch die anfänglich nur mit ihrer Kante angreifende
Prefsplatte leicht verletzt werden (Fig. 2). Bei Anwendung der Zwischenplatte e
wird anfänglich nur so weit gedrückt, dafs die Speichen nahezu in die Radfläche zu liegen
kommen, dann wird die Prefsplatte gehoben und nach Entfernung der Zwischenplatte e
wieder gesenkt, wodurch die Speichen in die gewünschte Radfläche gedrückt und die Speichen
und Felgen durch die Wirkung des die Nabenröhre ersetzenden Dornes d fest zwischen die
Wangen des Radreifens eingeprefst werden. Hierauf wird durch das durchlöcherte Rohr i
Wasser auf den erwärmten Radreifen fliefsen gelassen, um diesen abzukühlen und so die
Speichen und Felgen noch fester einzuspannen. Schliefslich wird nach Entfernung des Dornes
mit Hülfe derselben Spindelpresse die Nabe eingesetzt.
Aus Obigem ergiebt sich, von selbst, dafs die Zapfen der Speichen am vortheilhaftesten
keilförmig gestaltet sind.
Der Erfindungsgegenstand läfst sich auf Räder aller Art anwenden.
Claims (2)
- Patent-AnSprüche:ι. Ein Verfahren zur Herstellung eines Wagenrades mit U-förmigem, geschlossenem Reifen, dadurch gekennzeichnet, dafs zuerst die Speichen mit den zwischen ihre Zapfen eingelegten Felgenstücken innerhalb des Radreifens in Kegelform aufgeschichtet, sodann durch gleichzeitigen Druck von oben und von der Radachse aus an den Radreifen und in die Radfläche geprefst werden.
- 2. Eine Einrichtung zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens, darin bestehend, dafs in die Nabenöffnung ein konischer Dorn (d) eingesetzt und mit Hülfe eines Dorn, und Nabentheile überragenden Druckstückes (g) einer sonst bekannten Presse nach unten bewegt wird, zu dem Zweck, den radial und senkrecht gerichteten Druck hervorzubringen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE87705C true DE87705C (de) |
Family
ID=359655
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT87705D Active DE87705C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE87705C (de) |
-
0
- DE DENDAT87705D patent/DE87705C/de active Active
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