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Eisenbahnwagen mit beweglichen Entladeklappen Nach dem Patent
747 gor ist ein Eisenbahnwagen vorgeschlagen worden, der eine obere Entladeklappe
enthält, die um eine waagerechte Achse drehbar ist, um das Ladegut durch Kippen
aus der geöffneten Stirnwand entladen zu können, die aber auch um eine senkrechte
Achse gedreht werden kann, um Fahrzeuge über eine mit der oberen Klappe zusammenarbeitende
untere Klappe als Überfahrklappe bei waagerechter Stellung des Wagens aus der Stirnwandöffnung
herausfahren zu können.
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Nach der Erfindung wird diese Einrichtung dadurch vollkommener gestaltet,
daß die an sich bekannte Überfahrklappe gleichzeitig als Stauklappe benutzt wird.
Dabei werden an sich bekannte bauliche Elemente in neuer Anordnung benutzt, um die
beiden Aufgaben mit denselben Mitteln lösen zu können.
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Die Zeichnung zeigt zwei Beispiele einer solchen Einrichtung, und
zwar zeigt Abb. i bis q. einen Wagen, bei dem über der Stauklappe zwei Klappenteile
mit senkrechten Drehachsen sich befinden, die in an sich bekannter Weise in der
Mitte zusammenstoßen.
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Abb. i und 2 zeigen Aufriß und Grundriß des Wagens. Abb. 3 zeigt die
Seitenansicht des leeren Wagens, während Abb. q. den Wagen in Kippstellung zeigt.
Die Lagerung der Klappe erfährt eine die Kipperentladung ermöglichende Änderung.
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Abb. g bis 12 zeigen ein Beispiel eines Wagens, bei dem über der Stauplatte
nur ein breiteres Klappenteil
angeordnet ist, das bei der Kipperentladung
in bekannter Weise um eine obere waagerechte Achse schwingt und dadurch die Stirnwand
in ihrer ganzen Ausdehnung für den Durchgang des Schüttgutes frei macht, während
bei der Ladung von Fahrzeugen die obere Klappe um eine seitliche senkrechte Achse
waagerecht gedreht wird.
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Es zeigt Abb. 5 und 6 den Aufriß und den Grundriß des Wagens, während
Abb. 7, 8 und g die Stirnwand in Seitenansicht zeigen.
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Abb. io zeigt die Lage der Klappe beim Kippen, und Abb. ii und 12
zeigen Einzelheiten des Halslagers für die Drehbewegung um die senkrechte Aclise.
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Bei beiden Ausführungsbeispielen ist a die Stauplatte, die gleichzeitig
als Überfahrklappe benutzt werden kann, wie in Abb.3 in gestrichelten Linien angegeben
ist, und die in aufgerichtetem Zustande die oberen Klappenteile geschlossen hält,
die bei dem Beispiel nach Abb. i bis q. mit bi und b2 bezeichnet sind, während das
obere Klappenteil nach Abb. 5 bis 12 mit c bezeichnet ist. Bei dem Beispiel nach
Abb. z bis q. werden die Klappenteile bi und b2 im unteren Rand durch die
Klappe a gehalten, während sie oben durch einen Riegel d miteinander verbunden sind.
Damit beim Öffnen des Wagens nach Abb. i bis q., wenn zunächst die Klappe a ausgehakt
wird und dabei der untere Rand- der Klappe bi und b2 frei wird, diese Klappenteile
sich nicht unter dem Druck des Ladegutes verbiegen, werden sie zunächst durch eine
am Kipper angebrachte Haltevorrichtung gehalten, bis so viel Ladegut aus dein Wagen
ausgeströmt ist, daß kein Druck mehr auf den Teilen b1 und b2 lastet und die gegenseitige
Verriegelung ohne Schaden gelöst werden kann. Die Stauplatte, die den unteren Teil
des Wagenendverschlusses bildet, erfüllt außer der Aufgabe zum Regeln des Ladegutstromes
und zur Überfahrt der Fahrzeuge noch die weitere Aufgabe, zu verhindern, daß die
Klappen b1 und b2 beim Kippen zu weit nach unten reichen und durch Eindringen in
den entladenen Haufen das weitere Kippen erschweren. Diese Forderung kann noch weiter
dadurch unterstützt werden, daß die Drehachsen der Klappen b1 und b2 mit den Lagern
e und f etwas schräg gestellt sind und sich oben etwas in Richtung auf den Wagen
neigen. Dann reichen die nach vorn geklappten Klappenteilebl und b2 weniger tief
herunter, und außerdem haben sie bei waagerecht stehendem Wagen das Bestreben, sich
von selbst zu schließen. Trotzdem ist es erforderlich, die oberen Lager e der senkrechten
Drehachsen gleichzeitig um eine waagerechte Achse drehbar zu machen und die unteren
Lager f als Gabellager auszubilden, damit die Klappen bi und b2 ausweichen
können, wenn sie so tief in den angeschütteten Haufen reichen, daß sie bei Fortsetzung
der Kippbewegung Verbiegungen erfahren würden.
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Die beiden Klappen b1 und b2 können beim Befördern von Fahrzeugen
in bekannter Weise in das Innere des Wagens gedreht werden. Sie schränken dann allerdings
die Breite des Wagens an beiden Seiten um ein gewisses Maß ein. Das ist günstiger
bei der Ausführung nach Abb. 5 bis 12, bei der über der unteren Stauklappe, die
auch hier in an sich bekannter Weise als Überfahrklappe dient, nur ein bewegliches
oberes Teil vorhanden ist, das, - in das " Innere` des Wagens gedreht, die Wagenbreite
nur an einer Seite einengt. Außerdem ist das Entladen beim Kippen einfacher, indem
die obere Klappe in bekannter Weise um eine obere waagerechte Achse g schwingt und
dadurch die Wagenöffnung für das Schüttgut frei gemacht wird, wenn die unteren Haken
zum Halten der unteren Klappe gelöst werden. Eine besondere Stützung ist hier also
nichterforderlich. Es ist nur Vorsorge zu treffen, daß die untere Klappe sich beim
Öffnen nicht verbiegt. Das kann geschehen, indem das Öffnen der beiden die untere
Klappe haltenden Haken durch Drehen der durchgehenden Drehachse dieser Klappe gleichzeitig
erfolgt.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die obere Klappe auf Drehbarkeit
um eine senkrechte Achse mit den Lagern i und k umgestellt, wenn der Wagen für die
Beförderung von Fahrzeugen hergerichtet und die Klappe c in das Innere des Wagens
gedreht werden soll. Damit bei dieser Umstellung die erforderlichen Schaltungen
vollständig erfolgen und durch falsche Handhabung kein Schaden entstehen kann, ist
eine entsprechende Sicherung vorgesehen, die in folgender Weise wirkt: Die Einstellung
der oberen Klappe c auf die waagerechte Achse g für die Kippentladung soll nicht
erfolgen können, solange das untere Lager k für die senkrechte Achse noch eingeschaltet
ist, weil dann die Klappe an dieser Stelle festgehalten wäre und sich verbiegen
würde und umgekehrt. Die Schaltung des Lagers k erfolgt daher durch Einrücken eines
Bolzen l nach Abb. ii und 12 durch Niederdrücken einer Stange m, die in ungekuppeltem
Zustande bis auf den Haken h reicht, in den die untere Klappe eingehakt ist. Erst
wenn die Klappe a ausgehakt ist und der Haken h sich in der tiefsten Lage befindet,
die Klappe a also sich in Überfahrstellung befindet, kann die Stange m niedergedrückt
und damit die Kupplung durch den Bolzen l erfolgen. Wird die Klappe
a nach der Kippentladung wieder gehoben und der Haken h für die neue Füllung
neu eingehakt, so muß die Stange m erst wieder angehoben werden, wenn sie vorher
gesenkt worden sein sollte.
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Weiter soll es unmöglich sein, die obere um die senkrechte Achse mit
den Lagern i., k drehbare Klappe zu drehen, solange nicht das untere Achslager k
eingeschaltet ist. Zu dem Zweck trägt die Stange m einen um die Lagerung i drehbaren
Riegelverschluß, der so in die Lagerung n am anderen Ende der Achse g eingreift,
daß die Klappe nicht in das Wageninnere gedreht werden kann, bevor das Lager k eingekuppelt
ist.
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Die Ausführung kann in den Einzelheiten in ganz verschiedener Weise
erfolgen.