DE874075C - Verfahren zum Herstellen von dicken, mit Kautschuk impraegnierten Geweben - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von dicken, mit Kautschuk impraegnierten GewebenInfo
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- DE874075C DE874075C DEE1812D DEE0001812D DE874075C DE 874075 C DE874075 C DE 874075C DE E1812 D DEE1812 D DE E1812D DE E0001812 D DEE0001812 D DE E0001812D DE 874075 C DE874075 C DE 874075C
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Description
- Verfahren zum Herstellen von dicken, mit Kautschuk imprägnierten Geweben Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von mit Kautschuk imprägnierten dicken, insbesondere mehrschichtigen Geweben. Die vollkommene und gleii#hmäß@i@ge Tränkung solcher Gewebe ist mit Schwierigkeiten verbunden, selbst wenn unter Druck gearbeitet wird, weil flüssiger Kautschuk, wie z. B. Latex, nicht mit den in ihm enthaltenen Füllstoffen gleichmäßig und reichlich in die Zwischenräume,der inneren Gewebeschichten eindringen kann, besonders wenn diese dicht gewebt sind. Nun müssen aber dichte Gewebe in all den Fällen gebraucht werden, wo einhöher Widerstand gegen mechanische Beanspruchung und gegen Verschleiß erforderlich ist, insbesondere z. B. bei Treibriemen. Durch die Erfindung wind das vollständige und gleichmäßige Eindringen des Kautschuks in die Gewebeschichten ermöglicht, wobei der Kautschuk zum Zusammenhalten der Schichten beiträgt und zugleich nicht nur die Festigkeit, sondern. auch die B,ie,gsamkeit,des Gebildes erhöht.
- Zu diesem Zweck werden erfindungsgemäß in das Gewebe während des Webvorganges Kerne in Form leicht löslicher oder #herausziehbarer, die ganze Dicke des Gewebes durchsetzender Bindungsfäden eingewebt und vor dem Eintauchen in das Imprägniermittel unter Zurücklassen von Löchern wieder entfernt oder :herausgezogen. Durch die nach dem Entfernen der Kerne entstandenen Hohlräume erreicht der Kautschuk gleichmäßig alle Schichten, deren Fasern ,infolgedessen reichldch mit Kautschuk getränkt und. umgeben werden.
- Damit idie nach dem Entfernen. der Kerne zurückbleibenden Hohlräume zum Aufnehmen des Kautschuks weit offen bleiben, ist es meist ratsam, das Gewebe vor dem Entfernen der Kerne durch Appretur zu versteifen, so daß die Fasern des Gewebes sich nicht verschieben und die Hohlräume wieder ausfüllen können.
- Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens gemäß der Erfindung soll nun an Hand der Zeichnung näher beschrieben werden, in der zeigt Fig. i ein aus vier Schichten mit als Kerne dienenden Bindungsfäden hergestelltes Gewebe in stark vergrößertem Schnitt, Fig. 2 das gleiche Gewebe nach Entfernung der Kerne und Imprägnierung mit Kautschuk.
- Das dargestellte Gewebe besteht aus vier Schichten, deren Kettenfäden mit a, Schoßfäden mit b und Bindungsfäden mit c bezeichnet sind. Das Gewebe wind z. B. gemäß Fing. i in der Weise hergestellt, daß die Bindungsfäden . in ihm Schlingen bilden, die die Schoßfäden beiseite lassen und da-
in welche später der Kautschuk bei der eigenlichen Imprägnierung eindringt. Wenn man nach :dem Trocknen die Fäden; c herauszieht, bleibt an Stelle jeder Schlinge ein weit offenes Loch bestehen, wo-Üurch Idas Gewebe -das Aussehen eines dicken Siebes annimmt.her, ohne das Gewebe zu beschädigen, herausge- zogen werden können. Vor dem Entfernen ,der Bin- dungsfäden wird das Gewebe m_it_ sehr ve_ dünnPer, atex #a#It## ä;Is Ä-#r#etjzr dient. Infolge Ihrer '@e%äiiinüng `@dririgtdiese Latex leicht in das Gewebe ein -und versteift die Fasern, ohne die Zwischenräume zwisc en en a enzu verstopfen, -reichlich .in die riahiraume und weiterhin in. das Innere ides Gewebes ein und tränkt und umgibt jede einzelne Faser. In den von den Kernen zurückgelassenen Hohlräumen bilden sich kleine Säulen d aus Kautschuk (Fig. 2), welche das Gewebe völlig durchdringen.Hernach wird das endgültige Imprägnieren vor- genommen, i° näem-däs -eure eiri üb IicTeer eise in ein ood r- mehreres L__atexbä@der stär@@er`et= _or@zen- trierun "geta@uc,;_ri>L,.d@ Der @autsch@ük andringt - Nach dem Trocknen wird das Gewebe vulkanisiert, wobei es auch an der ganzen Außenfläche mit Kautschuk bedeckt wenden kann. In diesem Fall vereinigen sich,die äußeren Kautschukschichten mit den Kautschuksäulen d, durch welche sie, wie durch Niete, fest zusammengehalten werden.
- Es sei bemerkt, @daß die von den Kautschuksäulen d ausgefüllten Hohlräume nicht auf Kosten der Dichte der Kettenfäden gebildet worden sind und daher keine Verringerung ider Zugfestigkeit des Gewebes zur Folge haben. In Abwesenheit der Kautschuksäulen würden. nämlich die Hohlräume zum Aufnehmen der Bindungsfäden dienen, welche in @derartigen Geweben stets zum Zusammenhalten der Gewebeschichten gebraucht werden. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung werden also die Bindungsfäden ,durch Säulen oder Niete aus Kautschuk ersetzt, welche nicht nur wirksamer sind, sondern auch die .Biegsamkeit und die Elastizität des Gewebes erhöhen.
- Anstatt auf leicht entfernbare Weise eingewebt zu werden, können die Bindungsfäden auch aus einem löslichen Stoff, wie etwa aus Celluloseacetat, bestehen und in beliebiger Weise gewebt wenden. Sie werden dann mittels eines Lösungsmittels herausgelöst, und das danach getrocknete Gewebe wird mit Kautschuk imprägniert, welcher die von den herausgelösten Fäden zurückgelassenen Hohlräume ausfüllt.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung führt zu einem Gewebe, welches nach dem Imprägnieren folgende Vorteile aufweist: Das Imprägnieren mit Kautschuk ist viel tiefer und reichlicher als das mit den -bisherigen Verfahren erzielte, so daß die Fasern des Gewebes vollkommen von Kautschulc umgeben sind. Da der Kautschuk beim Vordringen nicht vom Gewebe filtriert wird, behält er an allen Stellen des Gewebes seine ursprüngliche Zusammensetzung, insbesondere in bezog auf die beigegebenen Füllstoffe.
- Die große Anzahl der das Gewebe durchdringenden kleinen Kautschuksäulen hält die Schichten und Fasern des Gewebes, nach Art von Nieten oder Bindungsfäden, sicher zusammen undverleiht außer-,dem dem Gewebe eine erhöhte Festigkeit und Biegsamkeit.
- Zu dem letztgenannten, im Fall von kautschuküberzogenen Treibriemen sehr wichtigen: Vorteil kommt noch hinzu, da;ß ein Riemen aus dem erfindungsgemäß getränkten Gewebe sich ganz besonders zum Aufbringen von äußeren Kautschukschichten eignet, welche sich mit den inneren Kautschuksäulen versch-wei@ßen und dadurch unlösbar am Gewebe verankert -,werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von mit Kautschuk imprägnierten -dicken, insbesondere mehrschichtigen Geweben, dadurch gekennzeichnet, daß in das Gewebe während des Webvorganges Kerne in Form leicht löslicher oder tierausziehbarer, die ganze Dicke des Gewebes ,durchsetzender Bindungsfäden eingewebt und vor dem Eintauchen in das Imprägniermittel unter Zurücklassung von Löchern. wieder entfernt oder herausgezogen werden. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe vor dem Entfernen der Bindungsfäden mit einer Appretur behandelt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE874075X | 1941-03-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE874075C true DE874075C (de) | 1953-04-20 |
Family
ID=3883091
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE1812D Expired DE874075C (de) | 1941-03-29 | 1941-05-01 | Verfahren zum Herstellen von dicken, mit Kautschuk impraegnierten Geweben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE874075C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1042882B (de) * | 1953-07-16 | 1958-11-06 | Wingfoot Corp | Verfahren zum Impraegnieren von Kordverstaerkungseinlagen mit die Haftung an Kautschuk verbessernden Bindemittelloesungen |
-
1941
- 1941-05-01 DE DEE1812D patent/DE874075C/de not_active Expired
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1042882B (de) * | 1953-07-16 | 1958-11-06 | Wingfoot Corp | Verfahren zum Impraegnieren von Kordverstaerkungseinlagen mit die Haftung an Kautschuk verbessernden Bindemittelloesungen |
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