DE873689C - Verfahren zur Herstellung von Chlor durch Umsetzung von Chlorwasserstoff mit Sauerstoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chlor durch Umsetzung von Chlorwasserstoff mit Sauerstoff

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DE873689C
DE873689C DEB7403D DEB0007403D DE873689C DE 873689 C DE873689 C DE 873689C DE B7403 D DEB7403 D DE B7403D DE B0007403 D DEB0007403 D DE B0007403D DE 873689 C DE873689 C DE 873689C
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DE
Germany
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melt
oxygen
chlorine
hydrogen chloride
gases
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Expired
Application number
DEB7403D
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English (en)
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Heinz Dr Krekeler
Helmut Dr Schlecht
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/01Chlorine; Hydrogen chloride
    • C01B7/03Preparation from chlorides
    • C01B7/04Preparation of chlorine from hydrogen chloride

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Devices And Processes Conducted In The Presence Of Fluids And Solid Particles (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Chlor durch Umsetzung von Chlorwasserstoff mit Sauerstoff Das Patent 857 633 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Chlor durch Umsetzung von Chlorwasserstoffgas mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasen mittels katalytisch wirkender Chloride, bei .dem man die Chloride als Schmelze anwendet. Im oberen Teil des Umsetzungsgefäßes hält man .dabei zweckmäßig eine Temperatur ein, bei der sich der in den umgesetzten Gasen enthaltene Wasserdampf teilweise kondensiert. Nach dem Patent 857633 bringt man die umgesetzten Gase in innige Berührung mit dem aus ihnen erhaltenen, in das Umsetzungsgefäß zurückfließenden Kondensat, beispielsweise durch Einbau einer mit Füllkörpern, Glockenböden oder Siebböden versehenen Zone. Auf :diese Weise werden: Verluste an den katalytisch wirkenden Chloriden und Verstopfungen der Vorrichtung durch verflüchtigtes Chlorid vermieden.
  • Für die praktische Ausführung des Verfahrens hat es sich nun weiterhin als besonders vorteilhaft erwiesen, für eine gute Durchmischung der Schmelze dadurch zu sorgen, daß man sie mittels des Stromes der umzusetzenden Gase und mit Hilfe eines in oder außerhalb des länglichen Reaktionsraumes angeordneten Rohres umwälzt.
  • Eine für die Ausführung .des Verfahrens geeignete Vorrichtung wird durch die Zeichnung veranschaulicht. A bedeutet einen turmartigen Umsetzungsbehälter, von dem nur der untere Teil g°-zeichnet ist, mit (den am unteren Ende befindlichen Zuleitungen D1 und D2 für :die umzusetzenden Gase, B den mit der Schmelze versehenen Reaktionsraum, in dem ein senkrechtes, oben bis zur Oberfläche der Schmelze und unten unter die Zuleitungen reichendes Rohr C angeordnet ist.
  • Das unten eingeleitete Chlorwasserstoff-Sauerstoff-Gemisch perlt durch die Schmelze nach oben, wobei sich .die Umsetzung zu-Chlor und Wasserdampf vollzieht. Der Strom der Gase bewirkt eine Strömung der Schmelze nach oben. Die- Schmelze tritt oben in id@as Röhr C ein, strömt im Rohr nach unten und tritt Tunten aus, um erneut den Weg nach oben anzutreten. Es wird so eine ,sehr wirksame Umwälzung,der gesamten Schmelze erreicht. Die Folge ist eine sehr gleichmäßige Verteilung der Temperatur in :der Schmelze, und. die mit fortschreitender Umsetzung, vor allem im mittleren und oberen Teil ides Reaktionsraumes auftretende Wärme wird durch ,d.as Rohr C in den unteren Teil des Reaktionsraumes abgeführt, wo sie zum Aufheizen des dort eintretenden kalten Gasgemisches dient. Weiterhin wird erreicht, ,daß die Schmelze stets in allen Teilen eine gleichmäßige Zusammensetzung hat, und daß keine festen Abscheidungen auftreten. Um die Verteilung der umzusetzenden Gase in der Schmelze zu verbessern und ihre Verweilzeit zu vergrößern, ist es vorteilhaft, den Reaktionsraum mit Füllkörpern zu versehen.
  • Man kann die Schmelze auch in umgekehrter Richtung umwälzen, indem man die umzusetzenden Gase unten in das Rohr C eintreten läßt. Schließlich kann man an Stelle des zentralen Rohres C auch seitlich am Umsetzungsbehälter ein die Scl@,melzoiberfläche mit dem Boden des Behälters verbindendes Umlaufrohr anbringen.
  • Es ist bekannt, bei chemischen Umsetzungen gasförmiger Reaktionsteilnehmer in geschmolzenen katalytisch wirkenden Massen eine Durchmischung durch die Gase allein ohne Zuhilfenahme besonderer Vorrichtungen zu bewirken, z. B. dadurch, daß die gasförmigen Reaktionsteilneh -mer in großem Überschuß durch die Schmelze geblasen oder ihnen zusätzlich inerte Gase zugemischt werden. Eine solche Arbeitsweise ist aber bei dem vorliegenden Verfahren der Gewinnung von Chlor durch Oxydation von Chlorwasserstoffgas nicht anwendbar. Mit einer gegebenen Menge Schmelze läßt sich nämlich nur eine bestimmte Menge gasförmiger Reaktionsteilnehmer umsetzen, so d,aß sich mit Rücksicht auf den Umsatz ein Durchblasen der Gase durch die Schmelze in großem Überschuß verbietet, und ein Zusatz inerter Gase würde ebenfalls den Umsatz herabsetzen und die Reaktionsgase in einer für die sich anschließende Aufarbeitung unerwünschten Weise verdünnen. Dagegen gelingt es durch Anwendung einer Vorrichtung der oben beschriebenen Art, :eine.ausreichende Durchmischung der Schmelze zu erzielen unddiebeiungenügenderDurchmischung auftretenden Nachteile mit Sicherheit zu vermeiden. Eine stellenweise Verarmung der Schmelze an Chlor, wie sie sich sonst in Eis:enchlorid-Kaliumchlorid-Schmelzen bei ungenügender Durchmischung einstellen kann, tritt nicht mehr ein. Es bilden sich auch keine festen Krusten von Eisenoxyd" die das Umsetzungsgefäß im Laufe der Zeit verstopfen, und .die auf ungenügenden Wärmeaustausch zwischen den eingeführten kalten Reaktionsgasen und der Schmelze zurückzuführende Gefahr, daß die Schmelze an den Stellen der Einführung des Gases in das Umsetzungsgefäß erstarrt, ist beseitigt. -Bei einem bekannten Verfahren, Erze, z. B. Gold führernden Quarz, durch Ölflotation anzureichern, befinden sich Wasser und Öl in einem zylindrischen Gefäß, in dessen Mitte ein unten und oben offenes Rohr senkrecht angeordnet ist, durch das von unten mit einer Düse Luft geblasen wird. Das eingetragene zerkleinerte Erz wird dadurch in innige Durchmischung mit der Flüssigkeit gebracht. Es wurde ferner eine ähnliche Vorrichtung beschrieben, in der eingedickte Rohzuckerlösungen geklärt, erhitzt und gekühlt werden können. Von Verfahren zum Flotieren von Erzen oder zum Aufarbeiten von Zuckerlösungen läßt sich jedoch nicht ohne weiteres auf das vorliegende spezielle Verfahren ,der Herstellung von Chlor aus Chlorwasserstoff und Sauerstoff schließen, das :sich von dien seither bekannten Chlorgewinnungsverfahren, wie dem Deacon-Verfahren, wesentlich unterscheidet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Chlor durch Umsetzung von Chlorwasserstoffgas mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasen in einer Schmelze katalytisch, wirkender Chloride gemäß Patent 857 633, .dadurch gekennzei(#hn:et, daß man die Schmelze mittels des Stromes der umzusetzenden Gase und mit Hilfe eines in oder außerhalb des länglichen Reaktionsraumes angeordneten Rohres umwälzt.
DEB7403D 1940-03-14 1941-07-19 Verfahren zur Herstellung von Chlor durch Umsetzung von Chlorwasserstoff mit Sauerstoff Expired DE873689C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4440646A1 (de) * 1994-11-14 1996-05-15 Bayer Ag Verfahren zur Oxidation von Chlorwasserstoff

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE4440646A1 (de) * 1994-11-14 1996-05-15 Bayer Ag Verfahren zur Oxidation von Chlorwasserstoff

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