DE87274C - - Google Patents

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DE87274C
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Germany
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soap
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soaps
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D9/00Compositions of detergents based essentially on soap
    • C11D9/04Compositions of detergents based essentially on soap containing compounding ingredients other than soaps
    • C11D9/22Organic compounds, e.g. vitamins
    • C11D9/24Hydrocarbons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D9/00Compositions of detergents based essentially on soap
    • C11D9/04Compositions of detergents based essentially on soap containing compounding ingredients other than soaps
    • C11D9/22Organic compounds, e.g. vitamins
    • C11D9/28Organic compounds, e.g. vitamins containing halogen
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L1/00Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods
    • D06L1/02Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using organic solvents
    • D06L1/04Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using organic solvents combined with specific additives

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1894 ab.
Die Reinigung von Textilrohstoffen, schmutziger und fleckiger Garderobe wurde bis vor kurzer Zeit in der Weise ausgeführt, dafs man sie mit Benzin behandelte. Entweder suchte man die Unreinigkeiten durch Anbürsten mit Benzin zu beseitigen oder man behandelte in sogenannten chemischen Wäschereien die zu reinigenden Gegenstände in Waschtrommeln mit Benzin. Bei diesem älteren Verfahren wurden zwar alle Fette aus den Stoffen entfernt, nicht aber schleimige und in Benzin unlösliche fettähnliche Stoffe, wie die Oxydationsproducte des Leinöls und einige Theerbestandtheile. Mittelst Benzin allein liefsen sich Theer-, OeI-farben-, Schweifs- und andere Flecken nicht beseitigen. Wenn auch die Flecken anscheinend beseitigt waren, so traten sie doch schnell wieder hervor, sobald die Garderobe beim Tragen dem Staub ausgesetzt wurde.
In neuerer Zeit ist man wiederholt bemüht gewesen, diesem Uebelstande durch mechanische Beimengung von fein vertheilter neutraler Seife, welche in Benzin nicht löslich ist, abzuhelfen. So ist namentlich im D. R. P. Nr. 73505 ein Verfahren beschrieben worden, nach welchem neutrale Seife mittelst Steinkohlenbenzin und Terpentinöl in feiner Vertheilung dem Benzin beigemengt wird. Abgesehen davon, dafs Seife in ungelöstem Zustand eine erhebliche reinigende Wirkung nicht äufsern kann, bleibt auch die Seife zum Theil auf den Geweben zurück und kann nur durch nachfolgendes Waschen mit Wasser gänzlich entfernt werden. Letzteres aber widerspricht dem Zweck der Benzinwä'sche, der Erhaltung von Form und Farbe.
Bei dem neuen Verfahren sollen diese Uebelstande dadurch beseitigt werden, dafs die Seife dem Benzin oder ähnlichen Lösungsmitteln in gelöster Form einverleibt wird. Es sind früher schon vielfach Versuche zur Herstellung einer benzinlöslichen Seife gemacht worden, stets jedoch ohne Erfolg. Von den sauren Alkaliseifen besitzen namentlich die Oleate die Eigenschaft, in allen Kohlenwasserstoffen und ätherartigen Flüssigkeiten in allen Verhältnissen vollkommen löslich zu sein, wenn sie bis zu 12 pCt. Wasser enthalten. Dieser Wassergehalt ist beim Verfahren der Reinigung mittelst solcher Lösungen von wesentlicher Bedeutung, weil er die Seife befähigt, in der Benzinlösung ähnliche Wirkungen zu äufsern, wie in wässeriger Lösung. Die überschüssige Oelsäure wirkt dabei ihrerseits zuerst erweichend, dann lösend auf die oben genannten in Benzin nicht löslichen, fettähnlichen Schmutzsubstanzen. Aufserdem kommt noch in Betracht, dafs sich die sauren Seifen im Gegensatz zu den neutralen Seifen beim Nachwaschen mit reinem Benzin vollkommen aus dem Gewebe entfernen lassen, weil sie auch in sehr grofsen Mengen Benzin löslich sind. Der Zweck, welcher durch das im D. R. P. Nr. 73505 beschriebene Verfahren angestrebt wurde, ist also erst durch Verwendung von benzinlöslichen sauren Seifen erreicht worden.
Ein weiterer Vortheil bei Verwendung gelöster Seife besteht darin, dafs diese, wie Versuche beweisen und wie schon für Verwendung von Seifen in anderer Form bekannt ist, die elektrische Erregung von Benzin verhindern
und somit die in der Praxis wohlbekannte Explosionsgefahr ausschliefsen.
Die Reinigung von schmutziger Garderobe und anderen Gegenständen, welche in der Waschtrommel gewaschen werden, geschieht entweder in der Weise, dafs man in der Trommel auf ioo kg Benzin ι bis 2 kg wasserhaltiges Natron- oder Kalioleat, »Saponolem« genannt, zusetzt, oder noch gründlicher in der Weise, dafs man die Flecken zunächst mit einer Lösung von Saponole'in in 3 bis 4 Theilen Benzin tränkt, und die Gegenstände in die Waschtrommel bringt und mit Benzin behandelt. Statt Benzin können auch andere leicht flüchtige Lösungsmittel, wie leichtes Steinkohlenfheeröl und Schwefelkohlenstoff, verwendet werden. Zum Anbürsten der Flecken löst man zweckmäfsig das Saponole'in nicht in Benzin, sondern in einem weniger flüchtigen Lösungsmittel, wie den zwischen 100 bis 3000 siedenden Antheilen des rohen Steinöls, welche als Handelsartikel die verschiedensten Namen führen, ähnlichen Destillationsproducten der Steinkohle, der Braunkohle, des bituminösen Schiefers und anderer Fossilien, des Holzes, des Harzes, oder in Terpentinöl oder Kohlenstofftetrachlorid.
Bei neuen Geweben, welche bei der Herstellung fleckig geworden sind, werden am besten die fleckigen Stellen mit einer concentrirten Lösung des Saponoleins angebürstet und dann weiter mit reinen leicht flüchtigen Lösungsmitteln, wie aufser den oben genannten auch Aether, Essigäther und Chloroform abgerieben. Auch die Reinigung fleckiger Garderobe kann in derselben Weise ausgeführt werden.
Von Natur schmutzige oder schmutzig gewordene Textilrohstoffe, wie Seide, Baumwolle, Wolle, Haare, Jute, werden am zweckmäisigsten in Extractionsapparaten mit Lösungen von Saponole'in in Petroleum- oder Steinkohlenbenzin, Schwefelkohlenstoff und ähnlichen leicht flüchtigen Lösungsmitteln in bekannter Weise behandelt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung in der Reinigung von Gewebestoffen mittelst flüchtiger Fettlösungsmittel und Seifen, darin bestehend, dafs man dem Fettlösungsmittel statt neutraler Seife saure Natronoder Kali - Oelsäureseife (saures wasserhaltiges Natron- oder Kalioleat) zusetzt, oder dafs man Lösungen dieser sauren Seifen in flüchtigen Kohlenwasserstoffen, wie Petroleumbenzin, Steinkohlenbenzin, Ligro'in, Petroleum oder anders benannten Destillationsproducten aus Steinöl, Steinkohle, Braunkohle, bituminösem Schiefer, Holz, Harz oder ähnlichen organischen Substanzen, ferner in Schwefelkohlenstoff, Terpentinöl, Kohlenstofftetrachlorid, Chloroform, Aether, Essigäther, Amylalkohol, zur Reinigung von Geweben benutzt.
DENDAT87274D Active DE87274C (de)

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DE (1) DE87274C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3923905C1 (de) * 1989-07-19 1991-02-07 Harald 5354 Weilerswist De Dunkel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3923905C1 (de) * 1989-07-19 1991-02-07 Harald 5354 Weilerswist De Dunkel

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