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Transportables Haus Das Patent 846 457 hat ein transportables Haus,
insbesondere Bienenhaus, zum Gegenstand, das an den vier Ecken mechanisch verstellbare
Stützen aufweist.
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Diese Erfindung soll dadurch verbessert und weiter ausgebildet werden,
daß die an den vier Ecken mechanisch verstellbar angeordneten Stützen seitlich ausladend,
insbesondere an seitlichen Auslegern angebracht sind. Gemäß, einem weiteren Merkmal
der Erfindung sind die mechanisch verstellbaren Stützen lösbar, insbesondere ansteckbar
oder einhängbar, an dem transportablen Haus befestigt. Diese lösbare Befestigung
kann z. B. derart ausgebildet werden, daß jeder Ausleger mit einer Winkelleiste
an der zugehörigen Hauskante angeschraubt ist, insbesondere in der Weise, daß die
Winkelleiste mittels zweier horizontaler Schlitzlöcher zwei an der Längswand des
Hauses angebrachte Schrauben aufschiebbar umgreift und durch eine oder mehrere Knebelschrauben
an der Stirnwand gesichert ist.
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Vorzugsweise besitzt der Ausleger Diagonalstreben zur senkrechten
und/oder waagerechten Abstrebung desselben gegen das Haus, wobei insbesondere die
waagerechte Strebe Mittel zur lösbaren Befestigung an dem Hause, vorzugsweise an
dem unteren Längsbalken, aufweist.
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Die Windenwelle ist vorzugsweise parallel zur Giebelwand des Hauses
angeordnet und kann durch eine rohrartige Verlängerung mit der Windenwelle der gegenüberliegenden
Seite der Giebelwand gekuppelt werden.
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Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
kann der Ausleger auch
um eine senkrechte Achse schwenkbar befestigt,
insbesondere in an den Hauskanten angebrachte türangelartige Zapfen bzw. Zapfenlöcher
eingehängt sein, derart, daß die Ausleger gegebenenfalls auch an die Stirn- oder
Längswandungen des Hauses aasgeklappt, andererseits aber auch völlig abgenommen
werden können. Im Betriebszustand sind die Ausleger durch eine lösbare Strebe od.
dgl. gegen Schwenkung gesichert.
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Die erfindungsgemäße Anordnung bietet gegenüber der Anordnung gemäß
dem Hauptpatent in verschiedenen Beziehungen wesentliche Vorteile.
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Die Winden dienen in den meisten Fällen dazu, um das transportable
Haus schnell in einfacher Weise zwecks Verladung auf einem Lastauto anheben und
senken zu können. Außerdem können die Winden auch dazu dienen, um das Haus in genau
waagerechter Lage, unabhängig von den Unebenheiten des Geländes, in der gewünschten
Höhe aufzustellen. Vielfach ist die Plattformbreite der Transportmittel ebenso groß
oder breiter als die Hausbreite. Durch die seitlich ausladende Anordnung der windenartigen
Vorrichtung kann die Plattformbreite die volle Hausbreite plus Größe der beiderseitigen
Ausladung betragen, ohne daß Schwierigkeiten entstehen. Vor allem aber ergibt sich
durch die leicht lösbare Befestigung der Windenvorrichtungen bzw. der Windenausleger
die Möglichkeit, die Diebstahlsgefahr weitgehend zu verringern. Dies ist von besonderer
-Bedeutung, wenn das transportable Haus in Ausführung als Bienenhaus an einsamen
Stellen wochenlang abgestellt wird und unbeobachtet bleibt. Auch können die Winden
auf diese Weise gegen Witterungseinflüsse während der Abstellzeit besser geschützt
werden. Ebenfalls kann man die gleichen Windenvorrichtungen bzw. Windenausleger
für den Transport verschiedener Häuser verwenden. So können z. B. Großimker eine
ganze Anzahl von Bienenhäusern, Baufirmen eine Anzahl von Baubüros mit einem einzigen
Satz Winden nacheinander verladen bzw. befördern. Auch bei transportablen Wochenendhäusern
u. dgl. kann dieser Fall auftreten.
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Besondere Vorteile bietet auch die Anordnung mit schwenkbar bzw. türangelartig
eingehängten Auslegern. Es ist in diesem Falle möglich, insbesondere während des
Transportes die Ausleger am Haus zu belassen und lediglich an die Stirn-, vorzugsweise
aber 'an die Längswand heranzuklappen und dort provisorisch festzulegen. Damit entfällt
das Hantieren mit den immerhin ziemlich schweren Auslegerwinden und die Gefahr von
Verletzungen beim Ein- und Aushängen. Die- Anpassung der Windenanordnung an die
verschiedensten -Gegebenheiten ist somit möglich. Auch das Einhängen gestaltet sich
einfacher. Es genügt; die Winde wie eine Tür in ihre Angeln einzuhängen und axial
zu sichern. Bei der schwenkbaren Anordnung der Auslegerwinden ist es auch nicht
möglich, daß es ein unachtsamer Benutzer ünterläßt, die horizontalen Diagonalstreben
am Haus festzulegen, in der Annahme, daß bereits die Schraubenverbindung an der
senkrechten Hauskante ausreicht. In letzterem Falle ,würden nämlich leicht durch
die auftretenden Horizontalkräfte Überbeanspruchungen an der senkrechten Hauskante
entstehen, welche zu Beschädigungen oder gar zu Unfällen infolge Bruch führen können.
Bei der schwenkbaren Anordnung der Ausleger ergibt sich ohne weiteres die Notwendigkeit
der Festlegung durch Diagonalstreben.
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Darüber hinaus besteht gemäß einer weiteren Ausgestaltung dieses Gedankens
die Möglichkeit, auf diese Weise im Bedarfsfalle die Ausleger in anderer als rechtwinkliger
Lage zur Längswand des Hauses in Betrieb zu nehmen, etwa wenn räumlich beengte Verhältnisse
vorliegen oder hierdurch eine günstigere Auflagerstelle für den Fuß der ausgefahrenen
Winde erreicht werden kann. Zu dies=em Zweck wird man die Diagonalstrebe entsprechend
länger ausbilden oder mehrere Befestigungsstellen an der Längswand des Hauses für
dieselbe vorsehen, so daß Winkel von z. B. 9o, 120, 135, 45,
oder 3o° eingestellt
werden können.
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Der' Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise
veranschaulicht.
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Es bedeutet Fig.i Giebelansicht des transportablen Hauses mit an diesem
angebrachter Auslegerwinde, Fig.2 Ansicht der betreffenden Hausecke von oben, Fig.
3 Giebelansicht gemäß. Fig. i, bei schwenkbar eingehängtem Ausleger.
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Wie aus den Fig. i und 2 ersichtlich ist, bildet die Winde i von beliebiger
Konstruktion die äußere senkrechte Strebe eines Gitterauslegers, der zwei Horizontalstreben
2 und 3 und eine Diagonalstrebe 21 besitzt, die an einefn Winkeleisen 4. befestigt
sind. Diese Streben können mit dem Winkeleisen in geeigneter Weise, z. B. durch
Schweißen, verbunden sein. Die Strebe q. ist an der Hausecke befestigt. Die Befestigung
erfolgt zweckmäßig dadurch, daß zunächst das Winkeleisen'q. mit seinen in einem
:Schenkel angeordneten waagerechten Schlitzen über den Schaft der an der Längswand
des Hauses befestigten Schrauben 5, 6 geschoben wird. Sodann wird mittels einer
Knebelschraube 7, welche in die Giebelwand des Hauses eingeschraubt wird, der andere
Schenkel des Winkeleisens q. an die Giebelwand angedrückt. Nunmehr können erforderlichenfalls
die Schrauben 5 und 6 mittels ihres Vier- oder Sechskantkopfes, eines Knebels od.
dgl. noch zusätzlich angezogen werden. Schließlich wird die Strebe 8, welche bei
9 an den Ausleger aasgelenkt ist, an einem Auge io des unteren Längsträgers des
Hauses befestigt. Die Windenwelle i i kann jetzt mittels eines rohrartigen Verlängerungsstückes
12 mit der Windenwelle der nicht dargestellten gegenüberliegenden Winde verbunden
werden, um mittels der Kurbel 22 beide Hausecken gleichmäßig hochwinden oder herunterlassen
zu können. Um Maßunterschiede ausgleichen zu können, kann die Rohrverlängerung mittels
Längsschlitzen bzw. Nuten und einem auf der Welle i i angeordneten Querstift 23
oder Federn derart mit dieser verbunden sein, daß die Kraftübertragung der Welle
i i auf das Verlängerungsstück 12 unterbrochen werden
kann bzw.
die Teile ii und 12 axial gegeneinander verschoben werden können.
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Wenn in Sonderfällen auch die Anordnung der Ausleger in Längsrichtung
des Hauses, also im rechten Winkel zur Hausstirnwand in Frage kommt, können an den
Hauskanten entsprechende Löcher für Schrauben 5, 6, 7 sowie Augen io in der Weise
angeordnet sein, daß z. B. der linke Ausleger auf der rechten Seite um 9o° gedreht
ansteckbar und festlegbar ist und umgekehrt. In diesem Falle müßten allerdings die
Winden einzeln betätigt oder entsprechend längere Kupplungsstücke 12 zur Verbindung
der beiden an der gleichen Längsseite- des Hauses angebrachten Winden vorgesehen
werden.
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Gemäßt Fig. 3 ist der Ausleger an sich in entsprechender Weise ausgebildet,
wie in den Fig. i und 2 dargestellt. Die Horizontalstreben 2, 3 sind jedoch über
die innere Vertikalstrebe hinaus verlängert und bilden auf diese Weise Angelbänder
13, 14, welche zwischen die am Haus befestigten Angelbänder 15, 16 geschoben und
durch einen durchgehenden Bolzen 17 gesichert werden. Der Bolzen kann in
geeigneter Weise gegen Herausfallen, z. B. durch einen oberen Kopf 18 und eine untere
Mutter i9 od. dgl., gesichert werden. Auch hier wird der Ausleger durch eine horizontale
Strebe 8 gemäß Fig. 2 in seiner Lage gehalten.
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Die schwenkbare Anordnung kann auch abweichend von der Darstellung
gemäß Fig. 3 in der Weise ausgebildet sein, daß das untere Angelband 14 unter das
Angelband 16 greift. Allerdings setzt diese Ausbildung voraus, daß der Abstand der
Angelbänder 13 und 14 genau dem Abstand der Angelbänder 15 und 16 entspricht. Jedoch
geht hierbei der Vorteil verloren, daß die schwere Winde zum Durchstecken des Bolzens
17 auf dem Angelband 16 abgestützt werden kann. Gegebenenfalls kann eine
Lastübertragung auf das Angelband 16 bei Ausbildung nach Fig. 3 auch dadurch bewirkt
werden, daß der Bolzen 17 oberhalb der Bohrung des Angelbandes 14 einen Bund besitzt
und. durch die Mutter i9 der von dem Bund auf dem Bolzen 17 übertragene Zug in das
Angelband 16 geleitet wird.
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Die Länge der Ausleger ist den jeweiligen Verhältnissen anzupassen.
Im Falle der schwenkbaren Ausbildung gemäß; Fig. 3 kann notfalls, wenn etwa räumlich
beengte Verhältnisse vorliegen, die Gesamtbreite des Hauses mit Ausleger dadurch
den gegebenen Raumverhältnissen angepaßt werden, daß der Ausleger im spitzen Winkel
zur Hauslängswand mittels der Diagonalstrebe 8 festgelegt wird. Zu diesem Zweck
müssen natürlich mehrere Augen io an der Hauslängswand zur Einstellung verschiedener
Winkel vorgesehen sein. Hierbei würde allerdings der Vorteil verlorengehen, die
beiden gegenüberliegenden Winden der betreffenden Hausstirnseite mittels des Verlängerungsstückes
12 gemeinsam hochwinden und herunterlassen zu können (Einmannbedienung). Gegebenenfalls
können die Maßverhältnisse auch so vorgegeben sein, daß die Ausladung der Zahnstangen
2o der Winde nur sehr gering zu sein braucht und praktisch bereits die lichte Weite
zwischen den Zahnstangen ausreicht, welche durch die Hausbreite plus Windengehäuse
plus dessen Befestigungsmittel an der Hauswand gegeben ist. Auch in diesem Falle
verbleibt gegenüber der im Ausführungsbeispiel des Hauptpatents vorgesehenen Ausführung
die größere Anpassungsmöglichkeit an verschiedene Plattformbreiten bzw. Hausbreiten
durch die Anordnung der Winden an den Längswänden statt an den Stirnwänden des Hauses,
und vor allem ergeben sich auch hier die oben angegebenen, durch die leichte Abnehmbarkeit
der Winden bedingten Vorteile.