DE871830C - Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern durch Aufwickeln von sperrigen Faserstoffen, wie unverformter Holzwolle od. dgl., auf einen in einer Ummantelung umlaufenden Kern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern durch Aufwickeln von sperrigen Faserstoffen, wie unverformter Holzwolle od. dgl., auf einen in einer Ummantelung umlaufenden Kern

Info

Publication number
DE871830C
DE871830C DEH3595A DEH0003595A DE871830C DE 871830 C DE871830 C DE 871830C DE H3595 A DEH3595 A DE H3595A DE H0003595 A DEH0003595 A DE H0003595A DE 871830 C DE871830 C DE 871830C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
binder
winding
core
hardening
binders
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH3595A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1622418U (de
Inventor
Walter Dipl-Ing Neudert
Gottfried Zimmermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HOLZWERKE H WILHELMI
Original Assignee
HOLZWERKE H WILHELMI
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HOLZWERKE H WILHELMI filed Critical HOLZWERKE H WILHELMI
Priority to DEH3595A priority Critical patent/DE871830C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE871830C publication Critical patent/DE871830C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C53/00Shaping by bending, folding, twisting, straightening or flattening; Apparatus therefor
    • B29C53/36Bending and joining, e.g. for making hollow articles
    • B29C53/38Bending and joining, e.g. for making hollow articles by bending sheets or strips at right angles to the longitudinal axis of the article being formed and joining the edges
    • B29C53/40Bending and joining, e.g. for making hollow articles by bending sheets or strips at right angles to the longitudinal axis of the article being formed and joining the edges for articles of definite length, i.e. discrete articles
    • B29C53/42Bending and joining, e.g. for making hollow articles by bending sheets or strips at right angles to the longitudinal axis of the article being formed and joining the edges for articles of definite length, i.e. discrete articles using internal forming surfaces, e.g. mandrels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulding By Coating Moulds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Formkörpern durch Aufwickeln von sperrigen Faserstoffen, wie unverformter Holzwolle od. dgl., auf einen in einer Ummantelung umlaufenden Kern Für die Herstellung von aus Holzwolle angefertigten Schutzhülsen für Flaschen ist bereits ein Verfahren bekannt, nach welchem durch einen mit Widerhaken versehenen und mit Abstand in einer Ummantelungshülse umlaufenden I(ern durch einen in der genannten Ummantelungshülse vorgesehenen Längsschlitz so lange Holzwolle eingezogen wird, bis der zylindrische Zwischenraum zwischen Kern und Ummantelungshülse gefüllt und ein Wickel in der gewünschten Dicke gebildet worden ist, der dann zu seiner Verfestigung in besonderer Weise durch Vernähen mit einigen Längsnähten versehen wird. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß es infolge des erforderlichen Vernähens des hergestellten Wickels sehr umständlich ist und außerdem auch nur die Herstellung von zylindrischen oder flaschenförmigen Körpern ermöglichst, deren Mantelfläche im Gefüge sehr locker und infolge der vielen Hohlräume zwischen den verwirrten Holzwollfäden stark porös ist.
  • Es wurde gefunden, daß dieses Verfahren wesenthcb vereinfacht und hinsichtlich der Herstellbarkeit von Formkörpern wesentlich erweitert werden kann, wenn die Verfestigung der benutzen Faser- stoffe zum Formkörper nicht durch Vernähen, sondern unter Mitverwendung von Bindemitteln durch Verkleben erfolgt.
  • Für die Durchführung des Verfahrens können die verschiedensten Faserstoffe, wie pflanzliche, tierische oder mineralische, sowie auch künstliche Faserstoffe, wie z. B. Holzwolle, Holzschliff, Hobelspäne, Bastfasern, Baumwolle, Asbestfasern, regenerierte Cellulosestoffe, P apierabfälle, Tierhaare usw. oder deren Gemische, Verwendung finden, so daß die Eigenschaften der hergestellten Formkörper dem jeweiligen Verwendungszweck der letzteren entsprechend leicht angepaßt werden können. Als Bindemittel für die benutzten Faserstoffe können die verschiedenartigsten Bindemittel, wie beispielsweise Lösungen oder Emulsionen oder Dispersionen von Kunstharzen oder Vorkonxlensaten, Mischkondensaten, Polymerisaten, wie Polyvinylverbindungen oder Polyacrylsäureverbindungen oder Mischpolymerisaten u. dgl. oder auch von natürlichem oder künstlichem Kautschuk u. dgl., benutzt werden, doch werden vorzugsweise Kunststoffe verwendet, die durch Wärme härtbar sind, da in diesem Fall das Härten und Verfestigen der Bindemittel unmittelbar mit der Herstellung der Formkörper durchgeführt werdenkann, Zu diesem Zweck braucht dann nämlich nur der Mantel oder der Kern der Form erwärmt zu werden, wodurch dann durch die Wärmeübertragung auf das. Faserstoff-Bindemittel-Gemisch der Formkörper in sich verfestigt wird, oder es braucht das Bindemittel, falls es nicht von selbst schon striomleitend ist, nur durch Zusatz eines Elektrolyts, wie Aluminiumchlorid, stromleitend gemacht und die Form, in der der Formkörper hergestellt wird, derart in einen Stromkreis eingeschlossen zu werde, daß der Strom das Bindemittel durchfließt.
  • Durch die entstehende Stromwärme erfolgt hierbei in kürzester Zeit eine Härtung des Bindemittels und somit eine Verfestigung des hergestellten Formkörpers, so daß letzterer leicht, ohne sich wieder zu verformen, aus der Form herausgenommen werden kann. Das Härten und Verfestigen des Bindemittels aus härtbarem Kunststoff kann natürlich auch erfolgen, nachdem der hergestellte Formkörper der Form entnommen worden ist und insbesondere dann, wenn er nach seiner ersten Formgebung vor dem Härten gegebenenfalls noch einer weiteren Verformung unterzogen werden soll.
  • Des weiteren kann das Härten und Verfestigen des Bindemittels auch durch Friktionswärme bewirkt werden in welchem Fall zugleich- durch die Friktion eine Glättung der Oberfläche des hergestellten Formkörpers erzielt wird. Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens besteht auch darin, daß es sowohl kontinuierlich als auch diskontinuierlich durchgeführt werden kann.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher beschrieben. In dieser veranschauli'chenAbb. 1 und 2 in schematischer Ansicht zwei Vorrichtungen zur Herstellung -von erflndungsgemäßen Formkörpern, Abb. 3 und 4 das Nach'verformen der in Abb. I hergestellten zylindrischen Formkörper zu einem elliptischen bzw. sternförmigen Formkörper; Abb. 5 veranschaulicht in Seitenansicht (teilweise aufgebrochen) eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von rohrförmigen Formkörpern und Abb. 6 eine Vorrichtung nach Abb. I mit einer Darstellung des Stromanschlusses für das Härten des benutzten Bindemittels.
  • Die Vorrichtung zur Herstellung von zylindrischen Hohlkörpern nach Abb. I besteht im wesentlichen aus einem Metallmantel I, in dem mit Abstand ein rohrförmiger Kern 2 in Umlauf versetzt werden kann. Für die Einführung des zu verarbeitenden Fasergutes ist der genannte Mantel über seine ganze Länge mit einem Schlitz versehen, dessen Seitenkanten 3 und 4 etwas nach außen umgebogen sind, so daß ein Fülispalt 5 erhalten wird.
  • Der rohrförmige Kern ist für das Einziehen des Fasergutes in die Form über seine ganze Länge und zweckmäßig einander gegenüberliegend mit einer. Anzahl von Greiferstiften oder Widerhaken 6 versehen, die durch Bohrungen im Mantel des Kernes geführt und miteinander durch Leisten 7 verbunden sind, die unter dem Druck von Schraubenfedern 8 stehen. An Stelle der Verwendung der genannten, als Mitnehmer benutzten Greiferstifte oder Widerhaken könnte die Oberfläche des Kernes für das Einziehen des Fasergutes aber auch mit feststehenden kleinen Widerhaken versehen oder gerauht oder gewellt oder gerieft sein.
  • Für die Herstellung von zylindrischen Formkörpern wird das zu verarbeitende Fasermaterial 9, z. B. Holzwolle oder ein Gemisch von irgendwelchen Faserstoffen, in breiter Schicht durch den Spalt 5 in die Vorrichtung eingeführt, wobei es von den Widerhaken 6 des umlaufenden Kernes 2 gegriffen und unter Zuführung weiteren Fasermaterials so lange in die Vorrichtung eingezogen wird, bis der Zwischenraum zwischen Kern und Mantel gleichmäßig mit dem Fasermaterial ausgefüllt ist. Zweckmäßig wird das zu verarbeitende Fasermaterial vor dem Einführen in die Form mit dem gewünschten Bindemittel, das in Form einer Lösung oder Suspension oder Dispersion angewendet wird und dem auch noch irgendwelche Zusatzstoffe, wie Weichmachungs- oder Härtemittel oder Füllstoffe, Farbstoffe, Katalysatoren u. dgl., zugesetzt werden können, imprägniert; doch kann das Bindemittel auch auf das Fasergut bei dessen Einführen in die Form aufgesprüht werden.
  • Das so in die Form eingezogene und mit dem Bindemittel imprägnierte oder besprühte Fasergut wird durch den schnellen Umlauf des Kernes zu einem zylinderförmigen, Körper verformt, wobei gleichzeitig die Faserstoffe miteinander verklebt werden. Hierauf kann der Formkörper nach dem Herausziehen des Kernes aus der Form und nach dem Zurückziehen der Greiferstifte 6 entformt, und je nach der Art des benutzten Bindemittels kann dieses dann außerhalb der Form, z. B. durch Selbsthärtung oder durch Anwendung von Wärme gehärtet und der hergestellte Formkörper verfestigt werden. Falls erwünscht, können die in der genannten Weise hergestellten zylindrischen Körper vor ihrer Enthärtung oder nach einer Zwischenhärtung oder bei Verwendung thermoplastischer Kunstharze nach einer Aufwärmung auch noch einer weiteren Verformung unterzogen werden, zu welchem Zweck die noch verformbaren zylindrischen Formkörper beispielsweise auf einen ovalen oder sternförmigen, Dorn aufgezogen und auf diesen in ein Rohr mit elliptischem Querschnitt (Abb. 3) oder unter Mitverwendung einer Sternwalze als Druckglied in ein solches mit sternförmigem Querschnitt umgeformt werden, worauf dann die Aushärtung des Bindemittels durchgeführt wird.
  • Vorzugsweise werden in Mischung mit den Faserstoffen jedoch warmhärtbare Bindemittel benutzt, so daß die Härtung und Verfestigung des Bindemittels unmittelbar mit der Herstellung des Formkörpers durchgeführt werden kann. Zu diesem Zweck werden entweder der Mantel oder der Kern oder auch beide Teile der Form so eingerichtet, daß sie in beliebiger Weise beheizt werden können, oder es werden stromleitende oder durch Zusatz von Elektrolyten stromleitend gemachte Bindemittellösungen benutzt und die Form in einen elektrischen Stromkreis derart eingeschlossen, daß der elektrische Strom durch das aus dem Fasergut und dem Bindemittel bestehende Gemisch hindurchfließt, so daß gleichzeitig mit der Herstellung des Wickels oder im AnschluB daran auch dessen Verfestigung durch Härtung des Bindemittels erfolgt, die in diesem Fall, je nach Stromstärke und Leitvermögen des Wickels, beispielsweise nur 8 bis 20 Sek. erfordert. Eine derartige Schaltung ist in Abb. 6 beispielsweise angegeben, in der P und Pl die beiden Pole der an die Form angelegten Stromquelle darstellen. Anstatt den elektrischen Strom an den Mantel der Form und den Kern anzuschließen, so daß der Strom quer durch die Wandung des Wickels hindurchgeht, könnten die beiden Pole P2 und P3 (Abb. I) der Stromquelle auch nur an den Mantel oder nur an den Kern angelegt werden, so daß durch das erzielte elektrische Feld eine Härtung des Bindemittels im Wickel nur an der Außenfläche oder nur an der Innenfläche bewirkt wird.
  • Es ist offensichtlich, daß das beschriebene Verfahren eine Vielzahl von Abänderungen in der Herstellung der Formkörper zuläßt. So ist es z. B. schon durch Änderung der Menge der der Form zugeführten Faserstoffe oder durch Änderung der Umlaufgeschwindigkeit des Kernes möglich, die Dichte der Wandung des hergestellten Formkörpers und somit auch dessen Gewicht beliebig zu ändern.
  • Durch Änderung der Dicke des Zwischenraumes zwischen Kern und Ummantelungshülse läßt sich ferner in beliebiger Weise die Wandstärke des hergestellten Formkörpers ändern. Je nach den benutzten Faserstoffen und den benutzten Bindemitteln und gegebenenfalls auch der benutzten Füll-und Zusatzstoffe lassen sich ferner auch die Eigenschaften der hergestellten Formkörper ändern. Es kann aber auch so verfahren werden, daß auf den Kern übereinander Schichten von verschiedenartigen Faserstoffen aufgewickelt werden. So können z. B. die Innenschichten des herzustellenden Formkörpers aus gröberen, weniger widerstandsfähigen und billigeren Fasern, wie Holzwol:le u. dgl., und die Außenschichten aus feineren oder besonders widerstandsfähigen oder säurebeständigen feuerfesten Fasern, wie Asbestfasern, oder elektrisch isolierenden Fasern, wie Acetylceilulosefasern oder anderen thermoplastischen Fasern u. dgl., hergestellt werden. Es kann auch so verfahren werden, daß auf den Kern zunächst einige Schichten aus mit Bindemitteln imprägnierten Fasern, dann einige Schichten aus bindemittelfreien Fasern und hierauf wieder Schichten aus mit Bindemitteln imprägnierten Fasern aufgewickelt werden, wodurch in gewissen Fällen das Verfahren verbilligt werden kann. Es können auch die einzelnen Schichten unter verschiedenen Drücken aufgewickelt werden. Auch können die Schichten durch irgendwelche Stoffe armiert werden, indem gleichzeitig mit den Faserstoffen dünne Drahteinlagen oder Drahtgeflechte oder auch Papierbahnen u. dgl. oder Bahnen von irgendwelchen Folien auf den Kern aufgewickelt werden.
  • An Stelle der Verwendung von glattwandigen Kernen und Ummantelungshülsen können auch solche mit Profilen, wie beispielsweise mit in der Drehrichtung verlaufenden Nuten, benutzt werden oder z. B. auch Ummantelungs'hülsen, die an den Enden mit kreisförmigen Ausweitungen versehen sind, wodurch Formkörper mit entsprechenden Profilen bzw. Flanschen an den Enden erhalten werden. Anstatt den Kern und die Ummantelungshülse so auszuführen und anzuordnen, daß der Zwischenraum zwischen den beiden genannten Teilen über die ganze Länge der Form gleich groß ist, kann auch ein konischer Kern oder eine konische Ummantelungshülse verwendet werden, so daß Formkörper erhalten werden, deren Bohrung im Durchmesser oder deren Wandstärke nach einer Seite hin zu- oder abnimmt. Anstatt den Mantel, wie veranschaulicht, rohrförmig aus einem Stück herzustellen, könnte er auch aus zwei der Länge nach durch ein Scharnier miteinander verbundenen Schalen angefertigt werden, so daß er aufklappbar ist.
  • Je nach der zur Anwendung gebrachten Arbeitsweise und der Ausgestaltung der Form und unter etwaiger Nachverformung des zunächst hergestellten Formkörpers lassen sich somit nach dem vorliegenden Verfahren die verschiedenartigsten Formkörper, wie Rohre, Lampenständer, Spulenkörper, Flaschen- oder Ballonhüllen, Trichterrohre u. dgl., herstellen.
  • Um das Aussehen der in der beschriebenen Weise hergestellten Formkörper zu verbessern oder ihre Oberflächen dem jeweiligen Verwendungszweck anzupassen, können die Oberflächen der Formkörper durch Aufbringen von irgendwelchen Stoffen egalisiert oder geschliffen, abgedreht oder poliert oder mit Deckschichten, Farblacken u. dgl. oder Papier- oder anderen Folien ver- sehen werden, oder es können in sie auch Narbungen oder sonstige Musterungen eingepreßt werden.
  • Anstatt den. umlaufenden Kern 2 in einen ihn allseitig umgreifenden Mantel einzuschließen, kann man ihn auch mit einem Rohrsegment IO zusammenarbeiten lassen, wie es in Abb. 2 angegeben ist.
  • Die Anordnung des Rohrsegmentes ist dabei so getroffen, daß dessen Abstand vom Kern einreguliert werden kann und somit Wickel mit beliebiger Wandstärke hergestellt werden können. Um hierbei die Einführung des Fasergutes zwischen Kern und Rohrsegment zu erleichtern, ist das vordere Ende des letzteren etwas nach außen abgebogen, wie es bei II angedeutet ist. Das Rohrsegment kann auch so angeordnet werden, daß dessen Abstand vom Kern am vorderen Ende etwas gröBer ist als am hinteren Ende, so daß durch das l?;ohrsegment auf das durch den Kern eingezogene und zu einem Wickel verformte Fasergut ein in der Umlaufrichtung sich steigernder Druck ausgeübt und die Verklebung der Fasern verbessert wird'. Es kann ferner auch das Rohrsegment unter Federdruck gehalten werden, so daß die Herstellung des Wickels unter fortlaufend zunehmendem Federdruck erfolgt und eine gute Verdichtung des Fasermaterials- erzielt wird. Auch bei dieser Vorrichtung können der Kern oder das Rohrsegment oder beide Teile beheizbar gemacht werden, so daß bei Verwendung von durch Wärme härtbaren Bindemitteln deren Härtung unmittelbar bei der Herstellung des Formkörpers durchgeführt werden kann, oder es- kann auch die beschriebene Vorrichtung in einen elektrischen Stromkreis eingeschaltet werden, so daß bei Verwendung leitfähiger, durch Wärme härtbarer Bindemittel deren Härtung durch die Stromwärme bewirkt werden kann. Bei der Ausführungsform der Vorrichtung nach Abb. 5 ist der Mantel 12 allseitig geschlossen und nur an dem einen Ende, an dem das zu verarbeitende Fasergut zugeführt wird, mit einer Füllöffnung 13 versehen. Der in dem Mantel I2 umlaufende Kern, 14 mit glatter oder leicht getiefter Oberfläche ist so ausgeführt, daß er sich nach der Austrittsseite der Vorrichtung hin etwas verjüngt. Im Betrieb dieser Vorrichtung schiebt somit das fortlaufend eingezogene Fasergut den hergestellten Wickel fortlaufend über den Kern nach seinem verjüngten Ende zu, so daß im fiortlaufenden Arbeitsgang ein endloser rohrförmiger Formkörper aus der Vorrichtung austritt, dessen Durchmesser und Wandstärke durch die Größe des Füllraumes am Aufgabenende der Vorrichtung gegeben sind. Auch bei dieser Vorrichtung kann natürlich die oben beschriebene mechanische oder elektrische Beheizung und Härtung Anwendung finden.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Formkörperu durch Aufwickeln von sperrigen Faserstoffen, wie unverformter Holzwolle od. dgl., auf einen in einer Ummantelung umlaufenden Kern, dadurch gekennzeichnet, daß die zuvor in einem Bindemittel aus organischen Kunststoffen getränkten oder auf dem Wege zur Verarbeitungsstelle mit ~ einem Bindemittel besprühen Faserstoffe auf den in der Ummantelung schnell umlaufenden rohrförmigen Kern der gewünschten Form aufgewickelt werden und der so hergestellte Wickel durch Härten des Bindemittels verfestigt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hergestellte Wickel vor seiner Verfestigung einer weiteren Verformung unterzogen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekentizeichnet, daß als Bindemittel durch Wärme härtbare Kunststoffe benutzt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel thermoplastische Kunststoffe benutzt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch I und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Herstellung des Wickels benutzte Kern oder dessen Ummantelung beheizt werden und das Verfestigen des Wickels durch Härten des Bindemittels unmittelbar bei der Herstellung des Wickels bewirkt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch I und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel elektrisch leitfähige oder durch Zusatz von Elektrolyten leitfähig gemachte, durch Wärme härtbare Bindemittel benutzt werden und die Form für die Herstellung des Wickels so in einen elektrischen Stromkreis eingeschaltet wird, daß der Strom das Faserstoff - Bindemittel - Gemisch durchfließt und der Wickel unmittelbar mit seiner Herstellung oder unmittelbar danach durch Härten des Bindemittels mittels Stromwärme verfestigt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch I und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel. elektrisch leitfähige oder durch Zusatz von Elektrolyten leitfähig gemachte, durch Wärme härtbare Bindemittel benutzt werden und der Mantel der Form oder der Kern so in einen elektrischen Stromkreis eingeschaltet wird, daß durch das erzeugte elektrische Feld entweder nur die Außenfläche oder die Innenfläche des hergestellten Wickels gehärtet wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch I und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Härten des Bindemittels und Verfestigen des Wickels durch Friktionswärme bewirkt wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickel aus einheitlichen Faserstoffen oder aus Schichten verschiedenartiger Faserstoffe, die auch mit verschiedenartigen Bindemitteln behandelt sein können, aufgebaut wird.
    IO. Verfahren nach Anspruch I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem Wickel bei seiner Herstellung Armierungen, wie dünne Drahtgewebe oder Drahtgeflechte oder Bahnen aus Papier oder ähnlichen Stoffen, mit einverleibt werden.
    II. Verfahren nach Anspruch I bis IO, dadurch gekennzeichnet, daß die hergestellten Formkörper mit Lack- oder Farbdeckschichten oder Polituren oder Auflagen aus Papier oder Metall- oder Kunststoffolien versehen werden.
    I2. Verfahren nach Anspruch I bis II, dadurch gekennzeichnet, daß es kontinuierlich durchgeführt wird.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 402 883, 675 84I, 74I 314.
DEH3595A 1950-05-07 1950-05-07 Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern durch Aufwickeln von sperrigen Faserstoffen, wie unverformter Holzwolle od. dgl., auf einen in einer Ummantelung umlaufenden Kern Expired DE871830C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH3595A DE871830C (de) 1950-05-07 1950-05-07 Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern durch Aufwickeln von sperrigen Faserstoffen, wie unverformter Holzwolle od. dgl., auf einen in einer Ummantelung umlaufenden Kern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH3595A DE871830C (de) 1950-05-07 1950-05-07 Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern durch Aufwickeln von sperrigen Faserstoffen, wie unverformter Holzwolle od. dgl., auf einen in einer Ummantelung umlaufenden Kern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE871830C true DE871830C (de) 1953-03-26

Family

ID=7143657

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH3595A Expired DE871830C (de) 1950-05-07 1950-05-07 Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern durch Aufwickeln von sperrigen Faserstoffen, wie unverformter Holzwolle od. dgl., auf einen in einer Ummantelung umlaufenden Kern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE871830C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1037332B (de) * 1954-11-03 1958-08-21 Spinnbau G M B H Krempelwalze oder -trommel
DE1100261B (de) * 1953-03-18 1961-02-23 Willibald Winter Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Presskoerpern aus Fasermaterial, insbesondere Abfaellen von Holz, Papier, Pappe od. dgl.

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE402883C (de) * 1920-12-14 1924-09-19 Alexander Miller Fenton Verfahren zur Herstellung von Scheiben, Bremsbelaegen u. dgl.
DE675841C (de) * 1935-11-24 1939-05-19 Dynamit Act Ges Vormals Alfred Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern
DE741314C (de) * 1942-02-08 1943-11-09 Goetzewerke Vorrichtung zum Wickeln und Pressen von Buchsen aus mit Kunstharz o. dgl. getraenkten Faeden oder Baendern aus Asbest

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE402883C (de) * 1920-12-14 1924-09-19 Alexander Miller Fenton Verfahren zur Herstellung von Scheiben, Bremsbelaegen u. dgl.
DE675841C (de) * 1935-11-24 1939-05-19 Dynamit Act Ges Vormals Alfred Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern
DE741314C (de) * 1942-02-08 1943-11-09 Goetzewerke Vorrichtung zum Wickeln und Pressen von Buchsen aus mit Kunstharz o. dgl. getraenkten Faeden oder Baendern aus Asbest

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1100261B (de) * 1953-03-18 1961-02-23 Willibald Winter Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Presskoerpern aus Fasermaterial, insbesondere Abfaellen von Holz, Papier, Pappe od. dgl.
DE1037332B (de) * 1954-11-03 1958-08-21 Spinnbau G M B H Krempelwalze oder -trommel

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2259859C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Schreibspitzen aus einem Bündel synthetischer Fasern
EP0407518B1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen herstellen von faserverstärkten kunststoffrohren und einrichtung zum durchführen des verfahrens
DE1578645A1 (de) Hohle Rute und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3029890A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen faserverstaerkter wickelkoerper
DE2838305C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Rohrverbinders aus verstärktem Kunstharz
DE2348011C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines rohrförmigen Körpers aus übereinanderliegenden Schichten aus mit warmhärtendem Kunststoff imprägnierten Kohlenstoff-Fasern
DE1192394B (de) Vorrichtung zur Herstellung von armierten Kunststoffrohren
DE1303053C2 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von poroesen wickelkoerpern zur waermeisolation, vorzugsweise in rohrform, bestehend aus kunstharzgebundenen mineralischen fasern, insbesondere glasfasern
DE3841597A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen herstellen von faserverstaerkten kunststoffrohren und einrichtung zum durchfuehren des verfahrens
DE1166737B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung flexibler Drahthohl-, z. B. Tachometerwellen
DE1629811B2 (de) Vorrichtung zum herstellen von mit einlagen verstaerkten straengen unrunden querschnitts aus aushaertbaren kunststoffen
DE2834924C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines dicken, verstärkten Kunststoffgegenstands
DE871830C (de) Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern durch Aufwickeln von sperrigen Faserstoffen, wie unverformter Holzwolle od. dgl., auf einen in einer Ummantelung umlaufenden Kern
DE1504853A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Hohlkoerpern
DE1504210A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit hitzehaertendem Harz impraegnierten Geweberohren oder -schlaeuchen
DE2230324A1 (de) Rohrfoermiger schichtstoff und verfahren zu seiner herstellung
CH435693A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blöcken aus praktisch parallelen thermoplastischen Hohlfäden
DE2642168C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines verstärkten Verpackungsmaterials
DE1502644A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von armierten Schleifscheiben
DE835099C (de) Durch Nassverfilzung hergestellter mehrschichtiger, metallfreier Faserstoff-Formkoerper fuer Isolierungen
DE2402149A1 (de) Drilleiter zur herstellung von wicklungen fuer transformatoren, drosselspulen und dgl.
DE1908420A1 (de) Verfahren und Anlage zum Herstellen von Rohren aus faserverstaerktem Kunststoff
DE1296375B (de) Verfahren zum Herstellen eines endlosen Treibriemens
DE2222622A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines rohres, stabes oder stockes
DE1779336C2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung eines glasfaserverstärkten Kunststoffprofils und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens