DE87180C - - Google Patents

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DE87180C
DE87180C DENDAT87180D DE87180DA DE87180C DE 87180 C DE87180 C DE 87180C DE NDAT87180 D DENDAT87180 D DE NDAT87180D DE 87180D A DE87180D A DE 87180DA DE 87180 C DE87180 C DE 87180C
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drums
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B3/00Mechanical removal of impurities from animal fibres
    • D01B3/04Machines or apparatus for washing or scouring loose wool fibres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES J
PATENTAMT.
-2f
PATENTSCHRIFT
KLASSE 29": Gespinnstfasern.
a. S
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung , um Fasermaterial, welches aus Pflanzen oder Stengeln, wie Flachs, Ramie, Chinagras oder dergleichen, gewonnen wird, durch Einwirkung einer Flüssigkeit zu behandeln. Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, diese Behandlung ökonomisch vornehmen zu können. Zu der Behandlung gehört z. B. das Entgummiren, das Reinigen, das Weichmachen, Bleichen u. s. w., bei welchen Operationen das Fasermaterial einem Bade unterworfen werden mufs.
Um die genannten Fasermaterialien zu entgummiren, zu weichen, zu bleichen u. s. w., werden sie bekanntlich einem oder mehreren chemischen oder einfachen Wasserbädern unterworfen, wobei z. B. folgende Bäder Verwendung finden können:
1. ein alkalisches Bad zum Entgummiren,
2. ein klares Wasserbad, um den Gummi auszuwaschen,
3. ein Chlorbad zum Bleichen,
4. ein* Kaltwasserbad, um das Bleichmaterial auszuwaschen,
5. Seife oder eine andere zweckmäfsige Verbindung, um die Materialien weich und glänzend zu machen.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist die neue Vorrichtung zum Entgummiren u. s. w. von Fasermaterial in mehreren Ausführungsformen zur Darstellung gebracht, und zwar bedeutet:
Fig. ι einen Längsschnitt durch dieselbe,
Fig. 2 einen analogen" Schnitt durch eine andere Ausführungsform,
Fig. 3 eine Oberansicht von Fig. 2, und Fig. 4 veranschaulicht einen Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 2, in der Richtung des Pfeiles ^ gesehen.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1 sind Kettenräder A A vorgesehen, über welche eine endlose Kette B läuft. Diese Kette B trägt eine Anzahl gegabelter Lager C, welche zur Aufnahme von Achsen c einer Anzahl Trommeln ä dienen.
Die Achsen jD der Kettenräder greifen durch zweckentsprechende Deckel oder Lager (nicht gezeichnet), welche an den Seiten des Behälters α vorgesehen sind, und die Kettenräder A können durch irgend eine geeignete' Kraftmaschine in Drehung versetzt werden.
In dem Behälter α ist ein horizontaler Tisch b durch eine Platte oder durch eine Anzahl Latten gebildet. Auf diesem Tische werden die Achsen c der zur Aufnahme des zu behandelnden Materials bestimmten Trommeln d gestützt. Am unteren Theil des Behälters α ist ein ähnlicher Tisch oder Träger e vorgesehen, auf welchen die Achsen c der Trommeln d sich ebenfalls stützen. Die Zapfen der Achsen c ragen aus den oben genannten Gabeln C der Kette B heraus und greifen in einen curvenförmigen Führungskanal f ein. Dieser wird durch die curvenförmig gestalteten Führungsstangen g gebildet, welche eine Fortsetzung des unteren Trägers c sind und zweckmäfsig concentrisch zur Achse D der Kettenräder liegen, so dafs, wenn die Zapfen der Achsen c in die Gabeln C eingeführt werden und sich die endlose Kette B bewegt, die Trommeln rf mit Hülfe ihrer
Achsen auf dem Tisch b entlang rollen, bis die Achsen in den. Führungskanal / gelangen und die Trommeln so lange führen, bis deren Achsen auf dem unteren Träger e liegen, worauf dieselben in entgegengesetzter Richtung zu rotiren beginnen. Die Trommeln rotiren nun in dieser Richtung wieder so lange, bis ihre Achsen in den am anderen Ende des Behälters liegenden Führungskanal gelangen, worauf dieselben nach aufwärts gebracht werden und auf dem Tisch b wieder in umgekehrter Richtung rollen. Da die gabelförmigen Lager C oben offen sind, so können die Trommeln d, sobald dieselben oben angekommen sind, ohne Weiteres herausgenommen und durch andere ersetzt werden, und man kann die Trommeln beliebig oft das Bad passiren lassen.
Bei der Ausführungsform der Fig. 2 und 3 greift die Hauptwelle D durch die Behälterseitenwände, zu welchem Zwecke eine Stopfbüchse D1 vorgesehen ist. Die- Welle D tragt an ihrem einen Ende ein grofses Zahnrad E, welches mit einem kleineren Zahnrad F in Eingriff steht. Das letztere wird mit Hülfe einer Riemscheibe G angetrieben. Das andere Ende der Hauptwelle D ruht an der anderen Behälterseite in einem zweckentsprechenden Lager D2. . .
Auf dem Mitteltheil der Welle D sind Scheiben H und 1 sich gegenüberstehend festgekeilt, und diese Scheiben tragen radiale Arme /, von denen auf der Zeichnung vier vorgesehen sind (Fig. 2).
Jeder Arm J läuft in einen gabelförmigen Theil C aus, in welchem eine Achse c ruhen kann. Sobald ein Arm die bei Jl punktirt angedeutete Stellung einnimmt, können die Trommeln d bequem in den gabelförmigen Theil eingelegt oder aus demselben herausgenommen werden. An jeder Seite des Behälters α ist ein Führungsstreifen L vorgesehen, welcher ein umgebogenes Ende L1 und ein glattes Ende L- (Fig. 2) besitzt. Die Führung L verhindert gemeinsam mit den gabelförmigen Enden C der Arme J, dais die Achsen c aus dem Führungskanal herausfallen können. Die Trommeln d, in welche das zu behandelnde Material eingeführt wird, können irgend welche zweckentsprechende Construction erhalten und werden in die gabelförmigen Enden der Arme J dann eingelegt, wenn die letzteren ihre höchste Stellung einnehmen.
Beim Drehen der Arme J ruhen die Achsen c in dem Führungskanal L und drehen sich um sich selbst. Das in den Trommeln liegende Fasermaterial wird hierbei energisch der Einwirkung des Bades unterworfen und macht so lange den Kreislauf durch, bis es die gewünschte Behandlung erfahren hat, worauf man die Trommeln, während sie ihre höchste Lage einnehmen,, aus ihren Lagern herausnimmt und durch andere ersetzt.
M ist ein Abzugsrohr (Fig. 1, 3 und 4), welches durch einen Hahn N geschlossen werden kann.
Mit χ ist die obere Fläche der im Behälter vorgesehenen Flüssigkeit bezeichnet, welche, wie schon im Anfange der Beschreibung erwähnt, eine dem Zweck entsprechende Zusammensetzung besitzt. . . "
Die zur Aufnahme des Fasermaterials dienenden Trommeln d können' aus perforirtem Blech bestehen und sind zweckmäfsig in zwei Kammern getheilt, zu welchem Zwecke eine feste Wand vorgesehen worden ist, welche die Längsrichtung des Behälters durchzieht und auch durch eine Anzahl Stangen ersetzt werden kann. Durch diese Einrichtung soll das Umdrehen' der Faserpartikelchen erreicht und demzufolge eine energischere Wirkung erzielt werden.
Eine äufserst zweckmäfsige Trommel d kann noch in der Weise construirt werden, dafs dieselbe aus zwei scharnierartig mit einander verbundenen cylinderförmigen Theilen besteht, welche leicht aufgeklappt werden können.
. Um die Trommeln d aus der Flüssigkeit herauszuheben, kann jede beliebige Hebevorrichtung angebracht sein.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche: ·
    i. Eine Vorrichtung zum Entgummiren, Waschen, Bleichen u. dgl. von Fasermaterial, dadurch gekennzeichnet, dafs das Fasermaterial durch die Flotte in Trommeln hindurchbewegt wird, welche bei ihrer fortschreitenden Bewegung gleichzeitig eine beständige Drehbewegung empfangen.
    a. Eine Vorrichtung der unter !.bezeichneten '.·■ Art, bei welcher ein leichtes Auswechseln der Trommeln ermöglicht, sowie eine Drehung derselben herbeigeführt wird da-■ durch, dafs dieselben in offenen, von endlosen Ketten bezw. Scheiben getragenen Gabellagern untergebracht sind, und diese Ketten bezw. Scheiben von Gleitbahnen umschlossen sind, auf denen sich die Zapfen der Trommeln abwälzen.
    Hierzu χ Blatt Zeichnungen.
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