DE163549C - - Google Patents
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- DE163549C DE163549C DE1904163549D DE163549DA DE163549C DE 163549 C DE163549 C DE 163549C DE 1904163549 D DE1904163549 D DE 1904163549D DE 163549D A DE163549D A DE 163549DA DE 163549 C DE163549 C DE 163549C
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- electrodes
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D61/00—Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
- B01D61/42—Electrodialysis; Electro-osmosis ; Electro-ultrafiltration; Membrane capacitive deionization
- B01D61/56—Electro-osmotic dewatering
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D61/00—Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
- B01D61/42—Electrodialysis; Electro-osmosis ; Electro-ultrafiltration; Membrane capacitive deionization
- B01D61/427—Electro-osmosis
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Urology & Nephrology (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Preparation And Processing Of Foods (AREA)
Description
PATENTAMT.
M 163549 KLASSE 82 a.
Das übliche Verfahren der Entwässerung mittels Elektroosmose besteht bekanntlich darin,
daß in einem geeigneten Apparate das zu entwässernde oder zu entsaftende Gut zwischen
die Elektroden gebracht, dann durch Einwirkung des Stromes das Wasser entfernt, nach genügend weit getriebener Entwässerung
das Gut aus dem Apparate entleert und sodann der Apparat von neuem gefüllt wird.
ίο Bei diesem Verfahren tritt also jedesmal
während der Leerung und Neufüllung des Apparates eine Unterbrechung des elektro-
Mfcjpsmotischen Vorgangs ein. Es liegt auf der
^ttand, daß namentlich dann, wenn die Ent-Wässerung
verhältnismäßig rasch vor sich geht, die durch die Entleerung und Neufüllung in der Elektroosmose entstandene
Pause einen erheblichen Verlust an Arbeitszeit und damit eine erhebliche Verminderung
der Menge des Fertiggutes bedeutet. Es mußte daher die Aufgabe sein, das Verfahren
in der Weise zu gestalten, daß während der Einwirkung des elektrischen Stromes frisches
Gut zugeführt und das entwässerte Gut entfernt wird.
Ein solches Verfahren mit ununterbrochenem Betriebe wird schon mittels des in der Patent- ■
schrift 12451 ο beschriebenen Apparates angestrebt.
Hiernach wird der zu entwässernde Torf zwischen zwei konzentrisch ineinander gesteckten zylindrischen Elektroden vermittels
Schnecke hindurch bewegt. Diese Arbeitsweise hat sich indessen nicht als geeignet erwiesen,
weil infolge der Bewegung des Gutes von einem Pole zum anderen die Entwässerung nur eine sehr mangelhafte ist, weil aber
auch bei nur einigermaßen weitgehender Entwässerung das Gut so steif wird, daß ein
Vorwärtsbewegen desselben nicht mehr möglich ist.
Es wurde nun gefunden, daß man die Elektroosmose in praktisch brauchbarer Weise
ununterbrochen gestalten kann, wenn man so verfährt, daß nicht das zu entwässernde Gut
für sich, sondern mindestens eine Elektrode, und zwar diejenige, bei welcher der Flüssigkeitsablauf
erfolgt, also in der Regel die negative Elektrode mit dem Gute vorwärts bewegt wird. Die zweite Elektrode kann sich
ebenfalls gleichmäßig mit bewegen, oder sie kann feststehen; in letzterem Falle muß aber
bei jeder Vorwärtsbewegung, welche dann periodisch zu erfolgen hat, ein Abheben der
oberen Elektrode erfolgen.
Zur Ausführung des Verfahrens bedient man sich zweckmäßig zweier breiter, parallel
laufender oder gegeneinander geneigter endloser Bänder oder Ketten, welche durch damit
verbundene Drahtnetze, Bleche in geeigneter Weise als Elektroden ausgebildet sind.
Diejenige Elektrode, an welcher die Flüssigkeit abläuft — wie erwähnt in der Regel die
negative — wird im allgemeinen durchlässig gestaltet, während die andere Elektrode infolge
ihrer geneigten Stellung zu der ersteren, oder durch eine sonstige geeignete Vorrich-
tung zur Sicherung eines guten Kontaktes, sowie auch zur Beförderung des Ablaufs des
Wassers einen gewissen Druck auf das Gut ausübt.
Das zu entAvässernde Gut wird am einen Ende der Vorrichtung ununterbrochen aufgegeben,
von den bandförmigen Elektroden, ähnlich wie bei den Förderbändern, mitgeführt und fällt schließlich am anderen Ende
ίο des Apparates im entwässerten Zustande heraus.
Namentlich bei sehr dünnflüssigem Gute wird durch entsprechend auf den und an den
Elektroden angebrachte Quer- oder Längsleisten oder -Kästen aus isolierendem Stoff
ein Abfließen verhindert. Läßt man die eine Elektrode mit dem Gute sich nur periodisch
bewegen, so tritt entsprechend periodische Druckwirkung der zweiten Elektrode auf das
Gut ein. Steht diese Elektrode fest, so muß dieselbe bei jedem Vorwärtsbewegen abgehoben
und beim Stillstehen der anderen Elektrode mit dem Gute auf dieses wie ein Deckel aufgelegt
werden. Zweckmäßig bewegt sich auch die zweite Elektrode mit derselben Geschwindigkeit,
beim periodischen Bewegen also auch mit denselben Pausen wie die andere Elektrode
und das Gut.
Zur Ausführung des im vorstehenden beschriebenen Verfahrens kann man sich vorteilhaft
des an der Hand der Zeichnungen im nachstehenden erläuterten Apparates bedienen.
In Fig. ι ist der Apparat im Längsschnitt dargestellt.
Fig. 2 zeigt die Beschickungsvorrichtung des Apparates.
Der Apparat zerfällt der Hauptsache nach in zwei Teile 1 und 2. Im ersten sind a
und ax Kettenräder, um die sich eine endlose Kette k schlingt, auf deren Wangen oder
Schilden die Siebe b aufliegen. An den Enden jedes Kettengliedes sind.Rollen r angebracht.
Die Siebe b, die als Boden von Kasten dienen, welch letztere aus den Wandungen c gebildet
werden, sind mit dem Pole, in der Regel dem negativen Pole, einer elektrischen Stromquelle
verbunden.
In unmittelbarer Verbindung mit dem soeben beschriebenen Teil 1 der Vorrichtung
steht Teil 2. . Auch er besteht aus Kettenrädern a.2 und as, um die eine ebenfalls endlose
Kette &j geschlungen ist, die an den Enden jedes Gliedes Rollen T1 und auf die Kasten
des Teiles 1 passende Deckel oder Stempel d besitzt. Letztere sind mit dem 'anderen Pol
der Stromquelle, in der Regel dem positiven Pole, verbunden. Die Drehrichtung dieses
Teiles 2 ist der des Teiles 1 entgegen, d. h. der untere Teil von 2 läuft mit dem oberen
von ι in gleicher Richtung. Ferner ist die Bewegungsebene des Teiles 2 gegen die des
Teiles 1 geneigt.
Die Arbeitsweise ist folgende: Der Antrieb geschieht durch Riemscheiben / oder,
falls erforderlich, auch noch durch Riemscheiben I1 (oder durch Kurbeln oder sonstige
Maschinenteile), mit deren Hilfe die Schnecken Ot und Wi1 die Zahnräder η und K1 in Drehung
versetzen, die dieselbe auf die Kettenräder α und a.2 übertragen, wodurch die Ketten mit
ihrem Zubehör in Bewegung geraten. Die Füllung der einzelnen Kasten mit der zu entwässernden
oder zu entsaftenden breiartigen Masse erfolgt durch die Vorrichtung f derart,
daß der Zufluß ein beständiger ist, während sich die Kasten _/j und alle nachfolgenden
darunter her bewegen. Jeder einzelne Kasten wird während der ganzen Dauer der Füllung
von den zu f gehörenden deckeiförmigen Enden verschlossen. Erst nach erfolgter
Füllung legt sich, nach weiterer Umdrehung der Kettenräder, einer der Stempel- ojj^fc
Kastendeckel d (positive Pol) auf den von der Füllvorrichtung freigegebenen Kasten,
womit die Elektroosmose ihren Anfang nimmt. Die Vorwärtsbewegung des oberen Kettenstranges
von Teil 1, wie des unteren von Teil 2, erzielt durch die Drehung der Kettenräder,
ist jedoch zweckmäßig keine ununterbrochene, vielmehr eine periodische. Der
elektrische Strom wirkt auf die Breimasse zwischen Boden und Deckel in bekannter
Weise entwässernd ein. Da die Bewegungsebenen von Teil 1 und Teil 2 gegeneinander
geneigt sind, einen Winkel miteinander bilden, so hat das zur Folge, daß die Deckel während
der Vorwärtsbewegung in die Kasten eindringen, auf die Breimasse einen gewissen
Druck ausüben und dadurch einen gleichmäßigen Kontakt sichern und auch das Abtropfen
der ausgeschiedenen Flüssigkeit befördern. Durch die Leitung h mit ihren Abzweigungen
/?j kann Dampf, heiße Luft oder
dergl. gegen die Siebe, negativen Pole, geleitet
werden, doch ist diese Einrichtung nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Die
in der Elektroosmose ausgeschiedenen Flüssigkeiten werden im Becken g gesammelt und
durch die Leitung i entfernt. Die fertige Masse fällt nach Umdrehung des Rades αλ
aus den Kasten.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur ununterbrochenen Entwässerung und Entsäftung von mineralischen, pflanzlichen und tierischen Stoffen in Schlamm- oder Breiform mit Hilfe der Elektroosmose, dadurch gekennzeichnet, daß das zwischen den Elektroden befindliche Gut zugleich mit beiden oder mindestens mit einer Elektrode eine gleichmäßige oder periodische Vorwärtsbewe-g"ung ausführt, wobei den Elektroden fortgesetzt frisches Gut von der einen Seite im Sinne der Bewegungsrichtung zugeführt und entwässertes oder entsaftetes Gut an der anderen Seite abgeführt wird.
- 2. Vorrichtung" zur Ausführung des unter i. geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer endlosen, über Räder geschlungenen Kette Kasten angeordnet sind, deren durchlöcherte Böden als Pole (in der Regel negative Pole) dienen, während auf einer zweiten endlosen, ebenfalls über Räder geschlungenen Kette Deckel befestigt sind, welche als Gegenpole dienen und zwangsweise in die Kasten eingeführt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE239649T | 1904-07-05 | ||
| DE163549T | 1904-07-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE163549C true DE163549C (de) | 1905-10-23 |
Family
ID=45768340
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1904163549D Expired DE163549C (de) | 1904-07-05 | 1904-07-05 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE163549C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1082857B (de) * | 1954-01-23 | 1960-06-02 | Paul Lippke | Verfahren zur Verbesserung der Entwaesserung und Vergleichmaessigung der Trocknung von endlosen Bahnen aus Faserstoffen |
| EP0185736A4 (de) * | 1984-06-11 | 1987-06-16 | Huber Corp J M | Vorrichtung zum entwässern eines klei-filterkuchens. |
| US4861496A (en) * | 1988-06-13 | 1989-08-29 | Recycled Energy, Inc. | Electro-dewatering method and apparatus |
-
1904
- 1904-07-05 DE DE1904163549D patent/DE163549C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1082857B (de) * | 1954-01-23 | 1960-06-02 | Paul Lippke | Verfahren zur Verbesserung der Entwaesserung und Vergleichmaessigung der Trocknung von endlosen Bahnen aus Faserstoffen |
| EP0185736A4 (de) * | 1984-06-11 | 1987-06-16 | Huber Corp J M | Vorrichtung zum entwässern eines klei-filterkuchens. |
| US4861496A (en) * | 1988-06-13 | 1989-08-29 | Recycled Energy, Inc. | Electro-dewatering method and apparatus |
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