DE871663C - Vorrichtung zur Steuerung von Fluessigkeitsgetrieben zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, Fahrzeugen u. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zur Steuerung von Fluessigkeitsgetrieben zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, Fahrzeugen u. dgl.

Info

Publication number
DE871663C
DE871663C DEB2994D DEB0002994D DE871663C DE 871663 C DE871663 C DE 871663C DE B2994 D DEB2994 D DE B2994D DE B0002994 D DEB0002994 D DE B0002994D DE 871663 C DE871663 C DE 871663C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
output
control
slide
fluid
drive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB2994D
Other languages
English (en)
Inventor
Ruthard Dr-Ing Germar
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MAG IAS GmbH Eislingen
Original Assignee
Gebrueder Boehringer GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gebrueder Boehringer GmbH filed Critical Gebrueder Boehringer GmbH
Priority to DEB2994D priority Critical patent/DE871663C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE871663C publication Critical patent/DE871663C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B11/00Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor
    • F15B11/08Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor with only one servomotor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Fluid Gearings (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Steuerung von Flüssigkeitsgetrieben zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, Fahrzeugen u. dgl. Die Erfindung -bezieht sich auf eine Steuerung für Flüssigkeitsgetriebe zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, Fahrzeugen und sonstigen Einrichtungen, bei denen im Stillstand der angetriebenen Maschine dauernd oder wenigstens zeitweise ein Drehmoment auf den Abtrieb des Flüssigkeitsgetriebes ausgeübt wird, wie dies insbesondere bei Hebezeugen der Fall i:s@t. Bei Hebezeugen, z. B. Winden, greift -das Lastmoment unabhängig von Bewegungsrichtung und -zustand,der Last immer in der gleichen Drehrichtung an. Auch beim Stillstand der Last wird auf die Windentrommel und damit auf die zw ischen diese und den Antriebsmotor eingeschalteten Getriebe das Lastdrehmoment ausgeübt. Ist in den Antrieb ein Flüssigkeitswechselgetriebe der Verdrän@gerhauart eingeschaltet, so wird, sofern keine besonderen Vorkehrungen getroffen sind, bei Null- förderung des Primärteiles des Getriebes der Sekundärteil von dem Last@d-rehmoment angetrieben, woduroh dieser als Pumpe arbeitet und so viel Druckflüs-sigkeit erzeugt, wie als Leekflüssigkeit.entweichen kann, so d.aß die Last mehr oder weniger schnell absinkt. Das Absinken der Last kann verhindert werden, indem eine ggeriage, der Leckflüssi.gkeitsmenge entsprechende Förderung des Primärteiles des Getriebes im Drehsinn entgegen dem Lastmoment eingeschaltet wird. Da aber diese Förderung zum Halten verschiedener Lasten verschieden: sein muß, bleibt es der Geschicklichkeit des Bedienenden überlassen, die richtige Fördermenge einzustellen.
  • Es sind für Winden bekanntgeworden, bei denen @dieser'N:aohteildadurch !beseitigt wird, daß ein: vom angetriebenen Teil über eine Kupplung txd. hdgl. bewegter Rücktridb vorgesehen ist, welcher den! Regelhebel in die Ruhelage für die Windenbrommel zurückführt.
  • Demgegenüber wird hdie gestellte Aufgabe idürch die Erfindung hdaduroh gelöst, &ß in eine Verbindungsleitung oder einen Veribnndungskanal zwischen Druckseite und Saugseite -dies Getriebes bzw. zwisehen Druckseite und einen Behälter ein: Regelorgan., beispielsweise ein federbelasteter Kolbenschieber, eingeschaltet ist, das zur Herbeifüharumg der Haltstellung des Getriebes von dem mit dem Abtrieb kuppelbaren Antrieb, beispielsweise einem Exzenter, derart gesteuert wird, ,daß vom. Druckflüssngkeitsstrom so viel Flüssigkeit abgeführt wird, @daß die abgeführte Menge zuzüglich hier Leckflüs:sigkeitsmenge gleich,der für die Haltstellung eingestellten Fördermenge des Primärteiles @dies Getriebes ist"die ihrerseits zweckmäßig mnndestensgleich,derbei der größten abtriebsseitigen Belastung auftretenden Leckflüshs-igkeitsmenge ist.
  • Der bei der bekannten: Anordnung. erforderliche, aus einem .Ketten"- oder Zahntrieb hbestehende mechanische Übertragungsteil wird hierbei vermieden. Durch die nach der Erfindung an seiner Stelle gegebene hydraulis,ohe Anondnumg wird der Vorteil erzielt, ;daß jegliche aus,dem Getriebeherausragende Steuerungsteile vermieden werden, -so,däß eine entsprechende Verringerung der Störanfälligkeit .und eine Herabsetzung der Abnutzung erzielt wird.
  • Ein weiterer Vorteil,des Erfindungsgegenstandes besteht !inh folgendem: Bei ,der ibekannten Einrichtung entsteht der Nachteid,, @daß die Nugetellung des Steuerhebels von: der Belastung des Antriebes abhängig ist, @d. h. jedem Lastmoment entspricht -eine andere Stellungdes Steuerhebelsbeim Stislatand,des Antriebes, während bei einer Einrichtung nach der Erfindung der Steuerhebel immer in adergleichen Nullstellung :steht, weil j ä immer die hgleiche Fördermenge,der Pumpe eingeschaltet wird. Das hat insbesondere dann große Vorteile, wenn vom gleichen Steuerhebel aus weitere Schaltvorgänge abgeleitet werden, die nur in der NulIs tellung möglich sein dürfen, z. B. das Einschalten einer Bremse. Dabei der Erfindung der Steuerhebel des Flüssigkeitsgetriebes immer die gleiche Nullstellung hat, kann in dliesem Fäll eine sehr einfache Verriegelung vorgesehen werden, die die Betätigung der Bremse nur in der Nullstellung gestattet. Bei der bekannten Einrichtung ist -dies nicht mög,I,ich, weil die Nullstellung des Sthalthhebels nicht eindeutig festliegt.
  • Ein weiterer Vorteil entsteht @dänn, wenn, man die Steuerung des Getriebes tdurch. Servomotoren vornimmt.. Dadurch, fdaß erfindungsgemäß an hier Pumpe in der Haltstellung. des, Getriebes immer die .gleiche Fördermenge eingeschaltet ist, steht immer ein genügender Druckö1siröm zur Betätigung der Servomotoren, zur. Verfügung. Bei hier bekannten Einrichtung ist,dageg ,en die Fördermenge der Pumpe abhängig von ider Größe des Lastmomentes, und es steht überhaupt keine überschüssige Ölmenge zur Verfügung, die zur Betätigung der Servomotoren oder z. B. zur S@chnnierung des. Getriebes in der Haltste:llung benutzt werden. kann, ,da lediglich das Lecköl ausgeglichen wird.
  • Die Steuerung nach der Erfindung wird vorteilhaft auch bei Kraftfahrzeugen, Trie#bwagen u. dgl., die über Flüss@igkeitsgetriebe angetrieben werden, angewendet, um eine eindeutige Leerdaufstellung zu erzielen und, .außerdem das, Fahrzeug unabhängig von der Geschicklichkeit ,des Bedienenden gegen Fortrollen :in fallendem ,oder steigendem Gelände zu sichern: Das in schrägem Gelände von dem Fahrzeuggewicht auf das Flüssigkeitsgetriebe ausgeübte Dre:hmement wird, normalerweise zwar durch eine Bremse aufgenommen. Dabei bestehen aber beim Anfahren die gleichen Schwierigkeiten, wie sie für Hebezeuge bereits .beschrieben: wurden. Ein gleichmäßiges und .sicheies Anfahren. ist bei den bekannten Steuerungen narr mittbesonderer Geschicklichkeit des Bedienenden möglich. Die Steuerung nach der Erfindung gestattet @dagegen, eine Haltebremse jederzeit zu lüften, ohne idaß das Wagengewicht dien Wagen in Bewegung setzt, d. h. idlie Bremse kann z. B. bereits vor dem eigentlichen Anfahren gelöst werden.
  • In oder Zeichnung sind als Beispiele verschiedene Au.s!führungs,formen der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i. beine Anisordnung, @bei der unmittelbar mechani,soh auf @deni Steuerschieber eingewirkt wird., F.ig.2 und 3 Anordnungen, bei denen zur Einleitung,des Steu#ervio-rganges ein hydraulischer Vorstewerschieber eingeschaltet .ist, Fig. 4 eine Anordnung, bei der die Betätigung,des Vorsteuerschiebers @durch einen elektrischen Servomotor erfolgt, Fig. 5 eine .selbsttätige Umsteuervorrichtung.
  • In Fig. r sind i und 2 der Druck- bzw. Saugkanal; die den Primärteil eines nicht gezeidnetem Flüssigkeitswechselgetriebes mit' dessen Sekundärteil verbinden. Diese Kanäle sind, hdurch @d@ie Rohrle@itunb-,en 3, 4 'und 5 angezapft, von @deneü 4 und 5 zu!den. hbeiden Seiten eines in dem Zylinder 6 angeordneten Steuerschiebers 7 führen, der vorteilhaft druckentlastet ausgebildet wird, während 3 die von dem Schieber gesteuerte, mit den beiden Kanten 8, 9 versehene Öffnung mit dem Druckkanal; i verbindet. Der Schieber wird durch eine Feder i o gegen: den: Nocken i i gedrückt"der seinerseits die Bewegung des Schiebers herbeiführt, wenn er mit der Abtriebsseite d es Getriebes oder mit der anzutreibenden Arbeitsmaschine,dunch.die Kupplung 12, i3 ,gekuppelt wird: Selbstverständlich kann an Stelle dieses krafts,ohlüssgen Triebes für den Schieber auch eine geeignete zwangsläufige Verbindung treten.
  • Die Whikungsweise,dieser Steuervorrichtung ist indem Fa11"daß die Arbeitsmaschine entgegen ,dem Lastmoment angetrieben wird, folgende: Solange die Arbeitsmaschine getrieben werden soll, ist,die Kupplung i2, 13 gelöst und an dem Flüssigkeitswechselbtriebe eine beliebige Drehzahl eingestellt, die gegebenenfalls auch während des Arbeitsspieles geändert werden kann. Dabei wird der Schieber 7,durch die Feder io und die Druckflüssigkeit gegen,den Nocken i i bedrückt, derart, daß er sich in seiner unteren Grenzlage befindet, wobei,die Steuerkante 8 mindestens abgeschlossen oder überdeckt ist, so daß keine Verbindung zwischen den Leitungen 3 und 5 besteht und somit der Überlauf zwischen Druckkanal i und Saugkanal 2 abgesperrt ist.
  • Zum Stillsetzen der Arbeitsmaschine wird- die Flüssigkeitspumpe des Getriiebes, wobei gleichzeitig oder vorher auch der Flüssigkeitsmotor auf geeignete Weise geregelt werden kann, auf eine durch eine mit dem Schalthebel od.@dgl. zusummenwirkende Rast oder einen Anschlag, die einstellbar sein können, bestimmte geringe Fördermenge eingestellt und die Kupplung 1a, 13 eingeschaltet. Damit wird vonder A'btriebsseite des Getriebes oder von, der angetriebenen Maschine her der Nocken. i i derart verstellt, daß der Schieber 7 entgegen der Feder io bewegt wird, wobei Steuerkante 9 abgeschlossen wird und Steuerkante 8 öffnet. Dadurch wird die Leitung 3 mit dem Raum 15 und der Leitung 5 verbunden. Die Steuerkante 8 öffnet so weit, daß vom Druckkanal i durch Leitung 3 und 5 so viel Druckflüssigkeit .abfließt, @daß,die anzutreibende Maschine stillsteht, d. h.,daß die abfließende Menge zusammen mit der Leckflüssigkeit gleich der eingestellten Fördermenge der Pumpe ist. Würde nämlich der Schieber weiter öffnen, so reicht -die Fördermenge der Pumpe nichtmehr aus, und die Arbeitsmaschine oder die Last würde den Abtrieb des Getriebes durchtreiben. Dadurch kehrt sich aber die Drehrichtung des Nockens i i um, und der Steuerschieber 7 ,bewegt sich unter der Wirkung der Feder io zurück, so daß die zu große @ff nung zwischen i und :2 wieder verkleinert wird -unid die Maschine zum Stillstand kommt.
  • Beim Wie @derin:gangsetzen. der Arbeitsmaschine in dergleichen Drehrichtung wie vorher wird eine größere Pumpenförderung, als sie durch, die Rast oder den Anschlag des Handhebels gegeben ist, eingeschaltet, Ader Nocken i i in, die gezeichnete Ausgangsstellung gebracht und die Kupplung 12, 13 gelöst, sobald die Rast 17 einfällt. Wird,di.e Arbeitsmaschine in der umgekehrten Drehrichtung, -also im Sinne des Lastmomentes, angelassen, so wird die Fördermenge bzw. Schluckfähigkeit des Primärteiles,des Getriebes über Nullförderung ebenfalls :im umgekehrten Sinn eingeschahtet, der Nocken ii in seine Ausgangsstellung gebracht und,die Kupplung 12, 13 gelöst. Soll die Maschine aus dieser Drehrichtung stillgesetzt werden, so wird,die Drehrichtung der Maschinekurzzeitig umgekehrt, indem man den Primärteil auf die bereits erwähnte, durch eine Rast oder einen Anschlagdes Schalthebels od. dgl. bestimmte ;geringe Förderung einstellt. Das Stillsetzen erfolgt,dann genau so, wie es bereits besch-rieben wurde.
  • Um ;diese Umkehr der Drehrichtung beim Stillsetzen zu vermeiden, kann eine zweite auf den j gleichen Nocken i i einwirkende Rast 17' vorgesehen werden, die beispielsweise um i8o° .ge;gen die Rast 17 versetzt ist und bei Drehung entgegen. dem Sinne des Lastmomentes gesperrt ist, während Rast 17 bei Drehung im Sinne des Lastmomentes gesperrt wird. Dadurch wird erreicht, daß sich während der Drehung der Arbeitsmas,ahime :im Sinne des Lastmomentes, bei welcher der Sek undärteil des Getriebes -als Pumpe wirkt, der Steuerschieber 7 in seiner oberen Grenzstellung befindet, die Steuerkante 8 freigegeb@en ist und eine @genügend große Flüssigkeitsmenge vorteilhaft die Fördermenge des Primäxteiles bei Einstellung auf dessen abenerwähnten Anschlag des Schalthebels ad. :dgl. vom Druckkanal i nach dem Saugkanal 2 übertreten kann. Zum Stillsetzen der Maschine wird jetzt wieder der Primärteil auf die durch,die Rastoder :einen Anschlag des Schalthebels od. dgl. bestimmte Förderung entgegen dein Sinne des Lastmomentes eingestellt, wobei sich aber nunmehr die Drehrichtung der Maschine nicht umkehrt, da,diese Förderung durch die Leitungen 3 und 5 in den Saugkanal zurückgeführt wird, Durch Einrückender Kupplung 12, 13 wird .der Nocken i i derart verstellt, daß,der Schieber 7 unter Wirkung,der Feder io die Übertrittsöffnu:n:g zwischen, i und 2 so weit verringert, daß die Maschine zum Stillstand kommt.
  • Zur Vereinfachung der Steuerung kann die Leitung q. auch wegfallen.
  • Bei der in Fig. i dargestellten Anordnung :hängt beim Sti:llsetzen der Arbeitsmaschine deren Auslaufweg vom Augenblick des Eins haltens der Kupplung 12, 13 Abis zum Stillstand von,dem Lastmoment ab, da die Leckverluste,des Getriebes, also auch der notwendige Öffnungsweg .des Steuerschiebers 7 bzw. der Drehwinkel des Nockens -i i lastabhängig sind. Dies ist jedoch in vielen praktischen Fällen be-deutungslos, vor allem, wenn zwischen den Abtrieb des Getriebes bzw. die Arbeitsm@asehine und die Kupplung 12, B eine geeignete Übersetzung eingeschaltet wird.
  • Die Erfindung fäßt sich jedoch auch, dann anwenden, wenn diese Lastabhängigkeit unerwünscht ist. Man braucht hierzu beispielsweise nur gemäß Fi:g. 2 den Schieber 7 als hydraulischen Vor steuerschieiber für den eigentlichen Steuerschieber i8 zu verwenden, :der beispielsweise als Differentialkolben ausgebildet sein kann. Die.geteilte Mutter i9 ist beim Betrieb der Arbeitsmaschine entgegen dem Lastmoment von der Spindel 2o entkuppelt, so daß der Kolben 7 durch die Feder io gegen ,den, Anschlag 21 in seiner untersten Stellung gehalten wird, wobei die Steuerkante 8 mindestens abgeschlossen oder überdeckt ist, während die Steuerkante9 geöffnet ist. Der Zylinderraum 22,-des Kolbens 18 ist also mit dein Druckkanal i verbunden, so @daß der Kolben 18 in seine untere Stellung gedrückt wird und ,die Leitung 23 verschließt, wodurch kein Überlauf zwischen Druckkanal iund Saugkanal 2 oder,dem Leckflüssigkeits'behülter stattfinden kann.
  • Zum Stillsetzen der Maschine wird genau wie bei dem Beispiel nach Fig. i der Primärteil des Getriebes auf :eine bestimmte geringe Fördermenge eingestellt und die geteilte Mutter z9 eingerückt. Damit wird der Schieber 7 entgegen der Feder i i über die vom Abtrieb des Flüssigkeitsgetriebes oder von-: der Arteitsmaschi:ne angetriebene Spindel 2o derart verstellt, daß,die Steuerkante 9 obges,chlossen und 8 geöffnet wird, wodurch der Sau:gkana12 über die Leitungen. 5 und 2q. mitdem Zylinderraum 22 verbunden wird. Durch,den Überdruck indem ständig mit .dem Druckkanal r ein Verbindung stehenden Zylinderräum 25 wandert der Differentialkolben 18 nach oben und öffnet die Leitung 23, so daß Druckflüssigkeit durch ,die Leitung26 nach ,dem Saugkanal. abströmt, his die Maschine zum Stillstand kommt, denn sowie der Schieber 18 die Öffnung 23 weiter freigeben will, wird die überströmende Flüssigketsmenge zur groß, die Arbeitsmaschine setzt sich -im Sinne des Lastmomentes in Bewegung, wodurch der Schieber 7 wieder in seine Ausgangslage kommt und der Kolben 18 zurückbewegt wird, da im Zylinderraum 2,2 die Druckflüssigkeit wirksam wird.
  • Für das Stillsetzei der Arbeitsmaschine aus der Bewegung im Sinne des Lastmomentes wird die Maschine wieder in, der obere: beschriebenen Weise, kurzzeitig umgesteuert, und'.das Stillsetzei erfolgt wie, bereits erläutert. Soll @diese Drehrichtungsumkehr vermieden wenden, so kann, beispielsweise zwischen den Leitungen q. und 5 und damit zwisohen den Zylinderräumen 14 und 15 eine Umsteuerung vorgesehen werden (Fng: 3). Bei Drehung der Arbeitsmaschine entgegen dem Sinne des Lastmomentes wird -der Umsteuerschieber 27 ;in ,die (nicht gezeichnete) untere Stellung igebracht, wodurch wie vorher i -mit 14 und 2 mit 15 verbunden ist, so daß der Steuervorgang ,beim Stillsetzen ebenfalls erfö@l.gt, wie bei .der Anordnung nach Fing. 2, wobei zur Übertragung, der Steuerbewegung auf den Schielber 7 wieder ein umlaufender Nocken i i mach Art des in Fig. i Dargestellten vorgesehen werden kann.
  • Beim Betrieb: der Maschine nm Sinne, des Lastmomentes wird -der Umsteuersähieber 27 in -seine obere Stellung gebracht, so daß der Raum 22 über die Leitung 24 mit dem Saugkanal 2 verbunden ist und. ,der Kolben, 18 seine obere Stellung einnimmt, in welcher die Leitung 23 freigegeben ist und vorteilhaft so viel Druckflüssigkeit in den Saugkanal oder den Leckölbehälter .abströmt; wie durch den Primärteil bei Einstellung auf seine oibenerwähnte Rastgefördert wird-.
  • Zum Stilisetzen der Arbeitsmasohine wird wieder der Primäirteil auf diese Rast eingestellt (Förderung entgegen dem Sinne des Lastmomentes); wobei sich ä:ber -die Drehrichtung nicht umkehrt, da die- Druckflüssigkeit durch Leitung 26 abfließt. Durch Einrückender Kupplung 12, 13 wird vom Abtrieb des Getriebes öder von der Arbeitsmaschine her der Nocken ii verstellt; so,,daß der Schieber 7 entgegem der Feder iö bewegt wird; die Steuerkante9 abschließt -und 8 öffnet. Dadurch wird der Raum 22 über Leitung 24 und q. mit dein Druckkanal i verbunden, der Kolben 18 nach unten @bewegt und die Leitung 23 so weit verschlossen, Ibis @die Maschine stillsteht. Würde der Kolben i 8 ,die Öffnung 23 noch weiter verdecken, so- würde sich die. Drehrichtung der Arbeitsmaschine umkehren., Schieber 7 umgesteuert und die Bewegung des Kolbens 18 umgekehrt. Zur Begrenzung der Bewegung des Schiebers 7 können Anschläge vorgesehen und die Kupplung 12i3 ,als Rutschkupplung ausgebildet werden.
  • Wenn, es, zweckmäßig erscheint, die Einleitung der Steuerlbewegung auf elektrischem Wege Üurchzuführen, kann beispielsweise an Stelle des Nockens i i eine Steuerscheibe 28 (Fig. 4) :zur Steuerung eines Servomotors 29 angesetzt werden., der den. Schieber 7 betätigt. Der Servomotor verstellt .den Schieber 7 über das Zahnrad 30 -und Zahnstange 31, sobald die Kupplung 12, 13 eingerückt und- durch ,die Drehung der S-cheiibe 28 Kontakt 32 geschlossen wird. Nachdem die Steuerkante B freigegeben ist, schaltet der Kontakt 34 durch Einfallen. in. @dite Rast 34' der Zahnstange 31 den Motor wieder ab. Inder umgekehrten -Drehrichtung,der Maschine arbeiten,die Kontakte 33 und 35. Im übrigen ist die Wirkungsweise der Steuerung die gleiche wie bei den bisher beschriebenen Beispielen-.
  • Bei den beschriebenen Anordnungen wurde vorausgesetzt, daß das Lastmoment der Arbeitsmaschine immer im gleichen Sinn angreift. Es besteht jedoch die Möglichkeit, d@aß der Sinn: des Lastmomentes sich zeitweise umkehrt, wodurch sich innerhalib des Flüssigke;i-tsgetriebes Druck- und Saugkanal vertauschen. In diesem Falle müssen innerhalb der Steuerungsanordnung Umsteuervorrichtungen vorgesehen werden, @die gestatten, die entsprechenden Verbindungen von,dem Druck- und dem Seugkanal des Getriebes umzuschalten. Fig. 5 stellt eine solche Umsteuervorrichtung - dar, ,die außerdem selbsttätig arbeitet, und zwar kann sie beispielsweise in, die Leitungen 3 und 5 der Fig. i eingeschaltet werden, wenn. die Leitung4 weggelassen wird. Herrscht z. B. in Leitung 5 Überdruck, so befinden sich die Kolben 36, 37 in -der gezeichneten oberen Stellung, und in Leitung5" herrscht ebenfalls Überdruck, während Leitung 3" über 3" mit dem Saugkanal verbunden ist. Herrscht,dagegen in Leitung 3' Überdruck, so werden die Kolben 36; 37 in die untere Endstellung ,gedrückt, so daß in Leitung 5" ebenfalls Überdruck herrscht, während Leitung 3" über 5' mit dem Saugkanal in Verbindung steht. Auf diese Weise kann die Steuerung unabhängig vom Sinne des Lastmomentes ausgebildet werden..
  • Naturgemäß sind auch andere Zusammenstellungen der Elemente -der Erfindung möglich, um die Steuerungdem jeweiligen, Zweck anzupassen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur* Steuerung von Flüssigkeitsgetrieben, zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, Fahrzeugen. o,d. dgl., bei denen im Stillstand ein Drehmoment auf den Abtrieb .des Flüssigkeitsgetrieibes ausgeübt und die Haltstellung durch: einen: mit dem Abtrieb kuppelibaren Antrieb gesichert wind, der die infolge der jeweilgen Belastung im Getriebe entstehende Leckflüssigkeitsmenge durch entsprechende Einstellung des Getriebes ständig selbsttätig ausgleicht"daduirc:h gekennzeichnet, sdaß in eine Verbindungsleitung oder einen Verbinidungskanal zwischen Druckseite und Saugseiste,des Getriebes bzw. zwischen Druckseite und einen Behälter ein Regelorgan, beispielsweise ein, federbelasteter Koilben.schieber, eingeschaltetsist"das zur Herbeiführung ,der Haltsstellung des Getriebes von dem mit :dem Abtrieb koppelbaren Antrieb, besispielsweise :einem Exzenter, :derart gesteuert wird, daß vom Druckflüssi,gkei,tsstrom so viel. Flüssigkeit abgeführt wird, @daß die :abgeführte Menge zuzüglich der Leckflüssi:gkentsmenge gleich der für :die Halts.tellung eingestellten. Fördermenge .des Primärteiles des Getriebes. isst, :die ihrerseits zweckmäßig mindestens, gleich der 'bei der größten abtriebsseitigen Belastung auftretenden Leckflüssigkeitsmenge ist.
  2. 2, Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch, geke.nnzeichnet, dsaß .der Antrieb des Regelorgans erst eingekuppelt wird, nachdem der Primärteil des Flüssigkeitsgetriebes zum Stillsetzei des Abtriebes, auf eine durch eine einstellbare oder feste Begrenzung (Rast oder Anschlag) bestimmte, verhältnismäßig kleine Fördermenge eingestellt worden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gelksennzeichnet, daß der Antrieb :des, Regelorgans mit einer Rast versehen ist, die beim Einsfallen ,die Kupplung,des Antriebes selbsttätig ausrückt. q.. Vorrichtung nach Anspruch 3, ag'elkennzeichnet durch zwei ,gegeneinander versletzte Rasten, deren eine der einen Drehrichtung und deren andere der anderen Drehrichtung des. Abtriebes zugeordnet ist und die z. B. an einem umlaufenden Teil -um i8o° gegeneinander versetzt an, geordnet sind. 5. Vorrichtung nach Anspruch. i, dadurch gekennzeichnet, daß .das Regelorgan durch einen Vorsteuerschieber gesteuert wird, dessen eine Seite mit -dem Druckkanal und dessen, andere Seite mit,dem Saugkanal des Getriebes verbun, den. ist und der Vo.rsteuerschieber durch einen mit dem Abtrieb in. der Haltstellung des, Getriebes kuppel@barenf Antrieb verstellt wird. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan als Differentialkolben ausgebildet ist, .dessen kleinere Kolbenfläche mit der Druc'kfliisssigkeit beäufschla,gt ist, während die größere Kolbenfläche durch den Vorsteuerschieber wechselnd mit dem Druck- und dem Saugkanal des Getriebes, verbunden wird. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, @daß der Vorsteuerschieber als federbelasteter Kolben ausgebildet und mit einer geteilten Mutter verbunden .ist, die mit einer vom Abtrieb des Getriebes angetriebenen Gewindespindel koppelbar ist. B. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet"daß zur Begrenzung :der Bewegung des Vorsteuerschiebers ein Anschlag vorgesehen ist, der die geteilte Mutterselbsttätig öffnet. g. Vorrichtung nach: Anspruch, 5, dadurch gekennzeichnet, d aß der Antrieb des Vorsteu:erschiseibers, erst eingekuppelt wird, nachdem :der Primärteil des Flüssigkeits@getriebes zum Still-.setzen sdes Abtriebes auf eine durch eine einstellbare oder feste Begrenzung (Rast oder Anschlag) -bestimmte, verhältnismäßig kleine Fördermenge eingestellt worden :ist. io. Vorrichtung nach Anspruch i oder 5, da-@durch,gekerinzeichnet, daß,die Kupplung für den Antrieb des Regelorgans bzw. des, Vorsteue:rschiebers mit,dem Schaltorgan des. Primärteiles des Flüssigkeitsgetriebes zum Zwecke des Einkuppeln.s, verbunden ist. i i. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsteuer:schieber :durch :einen elektrischen Servomotor verstellt wird, dessen. Einschaltkontakte durch- einen mit dem Abtrieb zur Herbeifüshrung ,der Hal:ts:tel.lung des Getriebes kuppelbaren Antrieb gesteuert werden. i2. Vorrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Hubbegrenzung :des Vorsteuerschiebers Ausschaltkontakte für den elektrischen Servomotor vorgesehen sind. 13. Vorrichtung nach Anspruch 5, :dadurch gekennzeichnet, daß der Vo:rs:teuerschie'ber mit einer Umsteuervorrichtung für die Umkehrung der Beaufschlagung dieses Schiebers versehen ist. 1q., Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsteuervorrichtun;g mit dem Schaltorgan des Primärteiles des Flüssigkeitsgetriebes verbunden. ist. 15- Vorrichtung nach Anspruch i und 5 für Arbeitssmaschsinen, bei denen, zeitweise der Sinn des Lastmomentes wechselt, gekennzeichnet ,durch, eine von, Hand besdienbare oder selbsttätige Umsteuervorrichtung, die innerhalb der Steurungsanor-dnunsg Druck- und Saugseite- zurückwechselt.
DEB2994D 1939-06-20 1939-06-20 Vorrichtung zur Steuerung von Fluessigkeitsgetrieben zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, Fahrzeugen u. dgl. Expired DE871663C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB2994D DE871663C (de) 1939-06-20 1939-06-20 Vorrichtung zur Steuerung von Fluessigkeitsgetrieben zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, Fahrzeugen u. dgl.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB2994D DE871663C (de) 1939-06-20 1939-06-20 Vorrichtung zur Steuerung von Fluessigkeitsgetrieben zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, Fahrzeugen u. dgl.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE871663C true DE871663C (de) 1953-03-26

Family

ID=6952998

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB2994D Expired DE871663C (de) 1939-06-20 1939-06-20 Vorrichtung zur Steuerung von Fluessigkeitsgetrieben zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, Fahrzeugen u. dgl.

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE871663C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2454290A1 (de) Betonpumpe
DE2203860A1 (de) Vorrichtung zur Steuerung der Bremse eines hydraulisch angetriebenen Hubwerks
EP0219487A1 (de) Verfahren zum Steuern der Bewegung eines allseits schwenkbaren Schrämarmes sowie Steuervorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
DE10251550A1 (de) Elektrohydraulischer Motor und hydraulisches Antriebsverfahren
DE871663C (de) Vorrichtung zur Steuerung von Fluessigkeitsgetrieben zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, Fahrzeugen u. dgl.
DE723308C (de) Hydraulische Steuerung von Schaltraedergetrieben fuer Werkzeugmaschinen
DE2521315B2 (de) Hydraulische Überlastkupplung, insbesondere für Förderer- und Hobelantriebe u.dgl
DE2526154A1 (de) Vorrichtung zum antrieb hydraulischer motoren und zylinder
DE674499C (de) Umlaufraederwechselgetriebe mit nachgeschaltetem Wendegetriebe
DE488576C (de) Lokomotive mit Brennkraftmaschinenantrieb
DE579865C (de) Vorschubsteuerung an Werkzeugmaschinen
DE880417C (de) Vorrichtung zur Steuerung von Fluessigkeitsgetrieben zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, Fahrzeugen u. dgl.
DE420488C (de) Tischantrieb fuer Werkzeug-, insonderheit fuer Schleifmaschinen
DE926889C (de) Maschine zum Einlaufenlassen von Zahnraedern
DE1630726B2 (de) Schalteinrichtung fuer die kupplungen eines zapfwellenantriebes fuer fahrzeuge, insbesondere fuer schlepper
DE1550700B2 (de) Schaltvorrichtung für eine Antriebsanordnung aus hydraulischem Drehmomentwandler und Schaltgetriebe mit hydraulisch betätigten Reibungskupplungen für jeden Zahnradsatz
DE963204C (de) Hydraulische Steuerung, insbesondere fuer Werkzeugmaschinen
DE677321C (de) Selbsttaetige, hydraulisch betriebene, auf dem hin und her gehenden Tisch einer Schleifmaschine angeordnete Teileinrichtung
DE1425821C (de) Hydrostatisches Getriebe
DE1450837C3 (de) Schalteinrichtung fur Zahnradergetrie be mir hydraulischer Vorwahleinrichtung und elektrischer Steuerung
DE2050038A1 (de) Vorrichtung zum schalten von mehrstufigen zahnradwechselgetrieben
DE718494C (de) Werkzeugschleifmaschine
DE612803C (de) Steuervorrichtung fuer Maschinen, insbesondere Schleudermaschinen
DE3234217C2 (de)
DE2001994C (de) Kraftübertragungsvorrichtung mit einem in einem Zylinder verschiebbaren durch Druckmittel beiderseitig beaufschlagbaren Kolben