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Doppelbandmatrize für Zahncavitäten
Als Hilfsmittel für die Herstellung
von Füllungen, Rondensier- ulnd Modellierungsarbeiten lin Cavitäten von Zähnen bedient
man sich hekanntlich sogenannter Matrizen.
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Die bisher am meisten gebräuchlichen Formen solcher Matrizen lassen
sich, je nach der Art ihrer Befestigungsweise, in drei Gruppen einteilen.
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Die erste Gruppe besteht aus dünnwandigen, in sich geschlossenen
Ringzylindern aus Celluloitd oder Bandbiech. Diese Hüllen werden in Richtung von
der Kaufläche zum Zahn'hals hin über den Behandlungszahn gestülpt; sie halten nur
durch Reibung am Zahnumfang fest. Es i.st daher nötig, aus einem bereitgehaltenen
Vorrat solcher Ringzylinder den in der Weite am besten passenden herauszusuchen.
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Das beansprucht meist erhebliche Zeit, an der es gerade bei vielbeschäftigten
Zahnärzten fehlt. Auch die Schwierigizeit, den Ringzylinder noch vor dem völligen
Erstarren der Füllung, ohne letztere zu beschädigen, vom Zahn zu entfernen, wenn
nicht ein Anfschneiden des Rings vorgenommen werden soll, verlängert die Behandlungszeit.
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Bei der zweiten Gruppe werden platten- oder bandförmige Matrizenflächen
zwischen Nachbarzähnen festgehalten. Diese Matrizenart scheidet daher von vornherein
für frei stehende Zähne aus.
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Zu ihnen gehört auch eine Doppelbandmatrize.
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Sie besteht aus zwei Lappen, die am lippen-
oder wangenwärts
gelegenen Ende durch - Löten, Schweißen usw. starr miteinander verbunden sind.
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Auf ihrer übrigen Länge verbleibt ein Luftspalt, der zwar das interdental
erfolgende Einsetzen erleichtert, aber die nachfolgende Bildung -eines Kontaktpunktes
der Füllung mit dem Nachbarzahn im Approximalraum erschwert, weil die nach der Behanidliung
- einsetzende Rückfederung des Zahns hierzu nicht ausreicht.
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Zudem bedarf es, um solche Doppelbandmatrizen in ihrer Arbeitslage
zu sichern, noch eines Hilfsmittels. Es besteht aus einer sogenannten Nadel, deren
Enden in einem Loch Ider lippen- oder wangenwärtigen Kopfstrecke des Doppelbandes
bzw. am Kieferwall abgestützt werden müssen. Außer einer Belästigung des Patienten
durch die Nadel stört diese die Arbeit des Behandelnden, und ihre Wirkung ist daher
problematisch.
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Die dritte Gruppe bedient sich eines vor dem Gebrauch als Matrize
bandförmigen, mit Lochreihen versehenen Bogenstreifens. Um ihn der Kontur der Behandlungszähne
entsprechend zu wölben, bedarf es eines Spanners, mit welchem diese Umformung des
eingeführten Matrizenbandes im Mund durch Verspannung der in zwei der Lochungen
einhakenden Spannerklauen bewirkt werden kann. Bis zum Ende der vom Behandelnden
vorzunehmenden Arbeiten am Zahn muß der Spanner in Stellung bleiben. Diese Notwendigkeit
ist besonders bei Oberkieferzähnen überaus mißlich. Sie stört fast alle Arbeiten
des Behandelnden im Mund, beeinträchtigt die Übersicht und hat auch zur Folge, daß
die nur an den Lochkanten des dünnen Matrizenstreifens angreifenden Spannelauen
ein Ein-oder Ausreißen der Abstandstrecke zwischen den Lochungen bewirkt. Die Handlungen
müssen dann bis zum Einspannen eines neuen Matrizenstreifens unterbrochen werden.
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Alle voraufgehend geschilderten Nachteile werden abgestellt und zusätzliche
Vorteile errungen, wenn eine Doppelbandmatrize angewendet wird, bei der erfindungsgemäß
ein Bandpaar an seinen Enden durch federnde Drahlbügel so verbunden ist, daß sich
die beiden Bänder unter einem nach auswärts gerichteten Zug, welcher durch ein Spannwerkzeug
auf die Stege der Drahtbügel ausgeübt wlird, so einstellen, daß sie sich entweder
dicht aneinanderliegend in denApproximalranm zwischen zwei benachbarten Zähnen einschieben
lassen oder einen frei stehenden Zahn beiderseits umschließen und nach Entfernung
des Spannwerkzeugs durch die Federwirkung der Drahtbügel fest gegen die Außenwände
der Zähne gedrückt werden.
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Das Werkzeug kann deshalb sofort aus dem Mund entfernt werden. Während
der nun folgenden Füll-, Kondensierungs-, Gegenbiß- und endgültigen Formungsvorgänge
der Füllungen bleibt mithin nur die Matrize am- Behandlungszahn in Stellung. Erst
naclh Beendigung der Arbeiten wird das Werkzeug wieder in den Mundraum eingeführt,
um die Matrize herauszunehmen. Ein Lochen ihrer Bänder kommt hierbei überhaupt nicht
in Betracht.
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Welche Gestaltung und Wirkung dem zur Bedienung der vorstehend geschilderten
Doppeltbandmatrize erforderlichen Werkzeug eigen ist, wird an der zuständigen Beschreibungsstelle
erklärt werden.
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In der Zeichnung stellt Fig. 1 schematisch und übernatürlich vergrößert
die Grundansicht eines ersten Ausführungsbeispiels dar.
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Die Lage der Bänder I, 1a vor dem Straffen derselben und der Angriffspunkt
1c an den Bandenden sind gestrichelt veranschaulicht. Eingezeichnete Pfeile kennzeichnen
die Bewegungen, welche eintreten, wenn an den Bügelstegen 2 gleichzeitig gezogen
wird.
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Die Bänder bestehen zweckmäßig aus rostfreiem Stahl von z. B. 0,04
mm Stärke. ihre dem Zahn hals zugewendeten Längskanten können statt geradlinig auch
ausgebogen verlaufen. Jede Querbrücke, ebenfalls zweckmäßig aus rostfreiem Stahl
gefertigt, hat eine Drahtstärke von o,6 bis o,8 mm.
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Der Bügelsteg 2 ist vorzugsweise mittlängs ausgekuppt. Er könnte unmittelbar
an seinen Grenzpunkten in die Schenkelarme 2b übergehen, welche schräg einwärts
zu den Bandenden hin führen.
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Zweckmäßiger aber ist, wenn das erst geschieht, nachdem der Draht
einige schraubenförmige Windungen 2a durchlaufen hat.
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Die Schenkelarme,2b gehen in je zwei arbgewinkelte Enden 2 über und
kreuzen einander unterwegs. Jedes der abgewinkelten Enden 2c kann in irgendeiner
Weise mit dem zugehörigen Ende seines Bandes I, Ia verbunden sein. Zweckmäßig geschieht
das gelenkig, etwa in der Weise, daß das betreffende Bandende unter Bildung einer
Öse 1c, welche von dem abgewdnkelten En'de der Länge nach durchsetzt wird, lappenartig
auf die Ober- oder Unterfläche des Bandes umgeschlagen und der Lappen 1b durch einige
elektrisch aufgeschweißte Punkte 8 am Band befestigt wird. Der Austritt des abgewinkelten
Endes 2c aus seiner Öse 1c kann dadurch verhindert werden, daß seine zur Kaufläche
hin liewende Endstrecke2d über den Rand der Öse gebogen wird.
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Wird eine auswechselbare Verbindung zwischen dem abgewinkelten Ende
2c und dem zugehörigen Band bevorzugt, so mag auf Fig. 3 verwiesen sein.
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Fig. 2 und 3 zeigen je eine Seitenansicht eines Matrizenbandes I,
Ia, dessen zum Zahnhals hin liegende Längskante etwas kürzer bemessen ist als die
zur Kaufläche hin liegende Längskante. In diesem Fall verläuft das die Öse 1c durchsetzende
abgewinkelte Ende 2c schräg nach oben. Derartig geformte Bänder eignen sich mehr
für an Seitenzähnen in Stellung zu bringende Matrizen. Die Auswechselbarkeit der
Bänder I, Ia wird nach Fig. 3 erzielt, wenn der Schenkelarm2b in zwei zueinander
parallele Strecken, die oberhalb der Öse ic durch ein Bogenstück 2g verbunden bleiben,
ausläuft. Die eine Strecke 2f liegt alsdann auf der Oberfläche des Bandes 1, 1a,
die zweite, 2e, durchsetzt die Öse 1c und geht zum Zahnhals hin so weit, daß ihr
freies Ende noch den Schenkelarm 2b kreuzt.
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Dadurch ist die Öse 1c auch zum Zahnhals bin verriegelt. Sie wird
entriegelt und kann aus der
Strecke 2c herausgeschoben werden, wenn
man den Schenkelarm 2b, im Bildfeld nach Fig. 3 nach unten, abbiegt.
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Nach dem Beispiel der Fig. 1 ist der Verlauf des Drahtweges der Querbrücke
2, 2a, 2b, 2c so, daß jede über der Mitte des Abstandes a zwischen den ungespannten
Bändern I, Ia liegende Hälfte der Bügelstrecke 2 in die obersten (kauflächenwärts
gelegenen) Windungslagen übergeht, dagegen die unter der Mittellinie liegenden Hälften
der Bügelstege 2 in die zugehörigen untersten Windungslagen von 2a einmünden. Das
hat zur Folge, daß die Schenkelarme 2b sich bei ihrer Kreuzung nicht in ihren Bewegungen
und Ausschlägen stören können. Wird an den Punkten z gezogen, so bewegen sich die
Ösen i der ungestrafften Bänder so weit nach auswärts, bis die Bänder aus der gestrichelt
,dargestellten Lage in je eine Gerade übergehen, wobei sich der Abstand a vorab
vergrößert.
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Wird bei z weiter gezogen, dann verringert sich der Abstand a ständig
bis zum dichten Aneinanderrücken des Bandpaares. Dann kann es in den Approximalspalt
eingeschoben werden.
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Bei Ausübung zu starker Züge an z können jedoch dauernde Verformungen
entstehen. Die schraubenförmigen Windungen 2a würden sich dann unerwünscht auseinanderziehen,
ihre so vergrößerten Abstände beibehalten, =ihreFederkraft verlieren und sich exzentrisch
zur ursprünglich lotrecht geraden Achslinie einstellen. Die Wirkung der Matrize
würde dabei nicht mehr die frühere sein. Das läßt sich mit dem in Fig. 4 und 7 dargestellten
Abwandlungsbeispiel verhüten.
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Fig. 4 veranschaulicht stark vergrößert einen Horizontalschnitt durch
zwei mit einander gegenüberliegenden, durch Füllungen F zu behandelnden Cavitäten
versehene Nachbarzähne B, B1. Die Matrize ist bei ihnen in Arbeitslage gebracht-veranschaulicht.
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Die Bügelstrecke 2 bildet mit ihren Schraubenwindungen 2a, den Schenkelarmen
2b und den abgewinkelten Enden 2c wieder eine Einheit. Der Bügel 2 liegt, wenn es
sich um Unterkieferzähne handeln würde, unter, wenn Oberkieferzähne in Betracht
kämen über der zum Zahnhals hin ersten Windungslage der Schraubenwindungen 2a. Er
geht an seinen Grenzpunkten unmittelbar in eine das Innere der Federkreise 2n durchsetzende
Strecke 2m über und bildet an deren Ende die zur Kaufläche hin liegende erste Windungslage.
Übergehend darauf in die folgenden Windungen von 2a gehen von der zum Zahnhals hin
liegenden nächsten Windung unter Kreuzung sowohl zueinander wie auch zur zugehörigen
Strecke 2m die Schenkelarme 2b in die zugehörigen abgewinkelten Enden 2c über.
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Fig. 9 zeigt schaubildlich in etwa Naturgröße die Arbeitsstellung
einer solchen Matrize bei Seitenzähnen, während Fig. 10 die Arbeitsstellung der
Matrize bei Frontzähnen veranschaulicht.
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Es ist klar, daß bei einem derartigen Verlauf der Drahtstrecke der
Federbrücke die geschilderten Nachteile des in Fig. 1 veranschaulichten Ausführungsbeispiells
nicht mehr auftreten können.
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Besteht die Füllungsmasse bei den Nachbarcavitäten des in Fig. 4
veranschaulichten Zahnlagefalles aus Silicaten, so kann diese im gewissen Überschuß
aufgebracht und bei dem In-Stellung-Bringen der Matrize durch den in Richtung von
der Kaufläche zum Zahnhals erfolgenden Schub des Bandpaares gleichzeitig durchschnitten
werden. Zur Anwendung der erfindungsgemäßen Matrize bei der Füllung von Cavitäten
in frei stehenden Zähnen läßt sich eine andere Abwandlung in der Bauweise der Querbrücke
vorteilhaft gebrauchen, die ebenfalls die geschilderten Nachteile des in Fig. 1
veranschaulichten Beispiels vermeidet. Sie ist in dem einen Horizontalschnitt durch
den Zahn darstellenden Beispiel nach Fig. 5 und ferner in Fig. 6 in der Frontansicht
gezeigt. Fig. 8 zeigt schaubildlich und in etwa natürlicher Größe das gleiche Beispiel.
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Der mit b bezeichnete Abstand zwischen den beiden ersten zur Kaufläche
hin liegenden Windungslagen von 2a ist durch eine geradlinige Drahtstrecke 2h überbrückt.
An den Grenzpunkten von 2h geht die Brückenstrecke unmittelbar in die erste mehrerer
Windungslagen über und bildet hierauf den schräg einwärts verlaufenden, in ein abgewinkeltes
Ende 2c auslaufenden Schenkelarm 2b.
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Die Schenkelarme 2b jeder Querbrücke kreuzen also einander nicht mehr,
wohl aber kreuzt jeder Arm 2b die Brückenstrecke 2h, jedoch in anderer Höhe.
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Der Bügelsteg 2 bildet im dargestellten Beispiel keine Einheit mehr
mit den Teilen 2a, 2b, 2c. Er kann daher, wenn erwünscht, aus dickerem oder widerstandsfähigerem
Draht als wie die letzterwähnten Brückenteile gefertigt werden. Der Bügelsteg 2
liegt als Brückenstrecke unmittelbar unter, bzw. bei Oberkieferzähnen über der zum
Zahn'hals hin liegenden ersten Windungslage der Schraubwindungen 2a und tritt, an
seinen Grenzpunkten in eine nach oben führende Stredoe 2m übergehend, in das Innere
2n der Federkreise von 2, durchquert sie im rechten Winkel und tritt dann aus der
zur Kaufläche hin liegenden ersten Windung aus.
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Unter Umbiegen seines Endes über diese bildet er mit dem Ende 2k eine
Rast für die Windungen 2a und schaltet auf diese Weise auch deren Auseinanderziehen
aus.
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Man kann den Bügelsteg2 mit den übrigen Querbrückenteilen aber auch
aus einem zusammenhängenden Drahtstück herstellen, wenn man dieses z. B. dort, wo
das Werkzeug an der Bügelstrecke 2 angreift, geeignet verstärkt oder nur die beiderseits
des Angriffspunktes z liegenden Streckenteile mit einem Verstärkungsröhrchen umgibt.
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Fig. 7 zeigt in der Grundansicht die Arbeitslage der Matrize im Approximalraum
zweier benachbarter Frontzähne.
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Die Zahnkontur von Schneidezähnen ist für die Sitzlage der Matrize
im allgemeinen weniger günstig als die der Backenzähne. Die abhebelnde Kraft der
Lippen muß darum möglichst ausgeschaltet werden. Das läßt sich leicht erreichen,
wenn die lippenwärts liegende Querbrücke etwas stärker dimensioniert oder die Ent-fernung
-der
Schraubenwindungen 2a zueinander verringert wird.
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Letzteres ist aus der im Bildfeld dieser Abbildung unten liegenden
Querbrücke ersichtlich. Auch wird man in diesem Fall unter Umständen die zum Zahnhals
hin liegenden Längskanten Ider Bänder länger bemessen als die zur Kaufläche hin
liegenden. Die Bänder I, Ia legen sich dabei in größerer Abdeckungsfläche Idem Zahnumfaig
an, verhindern eine Spaltbildung bn der Gegenseitigkeislage und übernehmen den Schutz
gegen Speichelzutritt.
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Überhaupt können die Qneibrücken in allen Fällen wirksam zum Festhalten
von Wattebäuschen oder Zellstoffrollen ausgenutzt werden.
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Innerhalb einer geschlossenen Zahnreihe kann man bei Molaren auch
zwei Matrizen mesial und distal in Stellung bringen.
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Wenn man weiterhin, wie schon erwähnt, die inter,dental eingeführte
Matrize zum Durchschneiden von Zementfüllungen ausnutzt, kann man nach oberflächlicher
Erhärtung des Füllmaterials den Mund schließen lassen. Hierbei übernimmt der über
den Rand der Füllung in dünner Lage ge drückte Zementüherschuß den Schutz während
einer längeren, außerhalb des Behandlungsraumes zu verbringenden Wartezeit; Das
damit verbundene Liegenbleiben der federnd angedrückten Bänder schützt vor. allen
Dingen den am meisten gefährdeten Approximalabschnitt der Füllung. Nach Entfernung
der beiden, nur ein Zehntelmillimeter zusammen betragenden Banddicke federn die
Zähne zurück und stellen den gewünschten Kontaktpunkt ohne jedwede Beschädigung
der Füllungen her. Die Matrizenabnahme erfolgt wieder durch das Werkzeug. Hierbei
werden die Bänder 1, 1a automatisch nicht gegen den Behandlungszahn, sondern gegen
den Nachbarzahn angedrückt und unter Schubwirkung gegen ihn entfernt, mithin die
Füllung geschont.
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Ein Ausführungsbeispiel des Werkeugs geht aus Fig. 11 (Grundansicht)
und aus Fig. 12 (Seitenansicht) hervor. Es besteht aus einer Zange, deren Schenkel
bei 4 ihren gemeinsamen Gelenkpunkt haben. - Um den Zapfenschaft 4, Ider an einer
der Blechlaschen 6, deren jede ein Lagerauge besitzt, das von einer Schenkelstrecke
3 durchsetzt wird, befestigt ist, sind die Windungen einer Drahtfeder 5 gelegt,
deren :Endstrecken sich gegen den zugehörigen Schenkel abstützen. Hierdurch sind
die Schenkel bestrebt, sich an ihren Knickpunkten 3b zu berühren, während die ausgebogenen
Griffstrecken 3 sich spreizen müssen. Vom Knickpunkt ab bis zum zugehörigen Auslaufende
bilden die Arbeitsschenkel 3a einen stumpfen Winkel zu dem zugehörigen geraden Streckenteil
jedes Griffschenkels 3. Wie Fig. 11 ausweist, spreizen sich die Arbeitsschenkel
3a von ihrem Berührungspunkt 3b bis zum Ende zueinander. Seitlich betrachtet (s.
Fig. 12), bilden die Arbeitsschenkel 3a bei 3d aber unter Einschluß eines abermaligen
stumpfen Winkels ebenfalls einen Knick. Die Endstrecke 3e verläuft daher im Bildfeld
von Fig. 12 abwärts, während die Griffstrecke von 3f-3d schräg ansteigt. Außenseitig
ist die Endstrecke 3e nahe ihrem Auslauf sägezahnartig gekerbt. Dadurch entstehen
zwei Rasten 3g, Sie dienen als nschläge für die Kuppen z -der Bügelstege 2 an der
Querbrücke der Bandpaare I, 1a der Matrize.
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Diese Gestaltung erlaubt die Handhabung des Werkzeugs im Oberkiefer
in direkter Sicht nach Art der bekannten Bajonettzangen. Durch bloßes Senken oder
Heben der Hand unter entsprechender LinUks- bzw. Rechtsdrehung können daher mit
der Zange alle Handlungen zum In- und Außerstellungbringen der Matrize vollzogen
werden, wobei der beschriebene Verlauf der Zangenschenkel eine äußerst günstige
Ausnutzung der Hebelkräfte gestattet. Es ist daher auch keine Herstellung der Zangenschenkel
im Gesenk erforderlich, vielmehr kann ein einfacher Stahldraht ausreichenden Querschnitts
benutzt werden, um i'hm die erforderliche Formung zu geben.
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Zusammengefaßt ergeben sich als Vorteile der erfindungsgemäßen Matrize
und ihres Werkzeugs folgende: I. Großes, individuelles Anpassungsvermögen an die
verschiedenen Zahnformen, Größen und Gegenseitigkeitslagen; 2. kein im Mund verbleibender,
die Arbeit behindernder Spanner oder son'stiger Hilfsgegenstand, um die Matrize
in der Gebrauchslage zu sichern; 3. stärkster Druck an der Zahnfleischgrenze, separierende
Wirkung während der Arbeit, nach Matrizenabnahme durch Rückfederung der Zähne guter
Kontaktpunkt der Füllung mit dem Nachbarzahn oder der Nachbarfüllung; 4. Möglichkeit
gleichzeitiger Herstellung zweier Füllungen in Nachbarcavitäten mit Hilfe der gleichen
Matrizeneinheit, zusätzliches Anbringen mehrerer Matrizen an verschiedenen Zähnen
zwecks Vornahme hintereinanderfolgender Füllungen; 5. Anlegen und Abnehmen jeder
Matrizeneinheit mit einem Handgriff am Werkzeug; 6. niemals Herausreißen oder Beschädigung
der Füllung bei Abnahme der Matrizeneinheit dadurch Gegendruck gegen und Entlangschub
am Nachbarzahn; 7. bei gemeinsamer Füllung von Nachbarcavitäten Möglichkeit ,der
Trennung der frischen Füllmasse durch Zerschneiden bei Einführung der Matrizenbänder;
8. Vornahme des Zubeißens des Behandlungszahns gegen ,den Gegenzahn des anderen
Kiefers vor A'bnahme der Matrize; g. beste Übersicht, die Brückenglieder der Matrize
dienen auch als Halter von Watte- oder Zellstoffrollen; 10. durch Höhenverschub
der Matrizeneinheit dichtes Anliegen der Matrizenbänder längs des Zahnhalses; 11.
keinerlei Verletzung oder Belästigung der Papille des Approximalspalts bei Matrizeneinführung;
12. Möglichkeit einer Relativ'drehung jedes Bandendes zur zugehörigen Strecke der
federnden Querbrücke beim Einführen der Matrizeneinheit längs der Behandlungszähne,
daher kein Zwang zu starrer
Parallelverschiebung für den Federarm
und Anpassung an die jeweilige Zahnformung.