DE871353C - Doppelbandmatrize fuer Zahncavitaeten - Google Patents

Doppelbandmatrize fuer Zahncavitaeten

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DE871353C
DE871353C DEP20188D DEP0020188D DE871353C DE 871353 C DE871353 C DE 871353C DE P20188 D DEP20188 D DE P20188D DE P0020188 D DEP0020188 D DE P0020188D DE 871353 C DE871353 C DE 871353C
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Julius Dr Walser
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C5/00Filling or capping teeth
    • A61C5/80Dental aids fixed to teeth during treatment, e.g. tooth clamps
    • A61C5/85Filling bands, e.g. matrix bands; Manipulating tools therefor

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
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Description

  • Doppelbandmatrize für Zahncavitäten Als Hilfsmittel für die Herstellung von Füllungen, Rondensier- ulnd Modellierungsarbeiten lin Cavitäten von Zähnen bedient man sich hekanntlich sogenannter Matrizen.
  • Die bisher am meisten gebräuchlichen Formen solcher Matrizen lassen sich, je nach der Art ihrer Befestigungsweise, in drei Gruppen einteilen.
  • Die erste Gruppe besteht aus dünnwandigen, in sich geschlossenen Ringzylindern aus Celluloitd oder Bandbiech. Diese Hüllen werden in Richtung von der Kaufläche zum Zahn'hals hin über den Behandlungszahn gestülpt; sie halten nur durch Reibung am Zahnumfang fest. Es i.st daher nötig, aus einem bereitgehaltenen Vorrat solcher Ringzylinder den in der Weite am besten passenden herauszusuchen.
  • Das beansprucht meist erhebliche Zeit, an der es gerade bei vielbeschäftigten Zahnärzten fehlt. Auch die Schwierigizeit, den Ringzylinder noch vor dem völligen Erstarren der Füllung, ohne letztere zu beschädigen, vom Zahn zu entfernen, wenn nicht ein Anfschneiden des Rings vorgenommen werden soll, verlängert die Behandlungszeit.
  • Bei der zweiten Gruppe werden platten- oder bandförmige Matrizenflächen zwischen Nachbarzähnen festgehalten. Diese Matrizenart scheidet daher von vornherein für frei stehende Zähne aus.
  • Zu ihnen gehört auch eine Doppelbandmatrize.
  • Sie besteht aus zwei Lappen, die am lippen- oder wangenwärts gelegenen Ende durch - Löten, Schweißen usw. starr miteinander verbunden sind.
  • Auf ihrer übrigen Länge verbleibt ein Luftspalt, der zwar das interdental erfolgende Einsetzen erleichtert, aber die nachfolgende Bildung -eines Kontaktpunktes der Füllung mit dem Nachbarzahn im Approximalraum erschwert, weil die nach der Behanidliung - einsetzende Rückfederung des Zahns hierzu nicht ausreicht.
  • Zudem bedarf es, um solche Doppelbandmatrizen in ihrer Arbeitslage zu sichern, noch eines Hilfsmittels. Es besteht aus einer sogenannten Nadel, deren Enden in einem Loch Ider lippen- oder wangenwärtigen Kopfstrecke des Doppelbandes bzw. am Kieferwall abgestützt werden müssen. Außer einer Belästigung des Patienten durch die Nadel stört diese die Arbeit des Behandelnden, und ihre Wirkung ist daher problematisch.
  • Die dritte Gruppe bedient sich eines vor dem Gebrauch als Matrize bandförmigen, mit Lochreihen versehenen Bogenstreifens. Um ihn der Kontur der Behandlungszähne entsprechend zu wölben, bedarf es eines Spanners, mit welchem diese Umformung des eingeführten Matrizenbandes im Mund durch Verspannung der in zwei der Lochungen einhakenden Spannerklauen bewirkt werden kann. Bis zum Ende der vom Behandelnden vorzunehmenden Arbeiten am Zahn muß der Spanner in Stellung bleiben. Diese Notwendigkeit ist besonders bei Oberkieferzähnen überaus mißlich. Sie stört fast alle Arbeiten des Behandelnden im Mund, beeinträchtigt die Übersicht und hat auch zur Folge, daß die nur an den Lochkanten des dünnen Matrizenstreifens angreifenden Spannelauen ein Ein-oder Ausreißen der Abstandstrecke zwischen den Lochungen bewirkt. Die Handlungen müssen dann bis zum Einspannen eines neuen Matrizenstreifens unterbrochen werden.
  • Alle voraufgehend geschilderten Nachteile werden abgestellt und zusätzliche Vorteile errungen, wenn eine Doppelbandmatrize angewendet wird, bei der erfindungsgemäß ein Bandpaar an seinen Enden durch federnde Drahlbügel so verbunden ist, daß sich die beiden Bänder unter einem nach auswärts gerichteten Zug, welcher durch ein Spannwerkzeug auf die Stege der Drahtbügel ausgeübt wlird, so einstellen, daß sie sich entweder dicht aneinanderliegend in denApproximalranm zwischen zwei benachbarten Zähnen einschieben lassen oder einen frei stehenden Zahn beiderseits umschließen und nach Entfernung des Spannwerkzeugs durch die Federwirkung der Drahtbügel fest gegen die Außenwände der Zähne gedrückt werden.
  • Das Werkzeug kann deshalb sofort aus dem Mund entfernt werden. Während der nun folgenden Füll-, Kondensierungs-, Gegenbiß- und endgültigen Formungsvorgänge der Füllungen bleibt mithin nur die Matrize am- Behandlungszahn in Stellung. Erst naclh Beendigung der Arbeiten wird das Werkzeug wieder in den Mundraum eingeführt, um die Matrize herauszunehmen. Ein Lochen ihrer Bänder kommt hierbei überhaupt nicht in Betracht.
  • Welche Gestaltung und Wirkung dem zur Bedienung der vorstehend geschilderten Doppeltbandmatrize erforderlichen Werkzeug eigen ist, wird an der zuständigen Beschreibungsstelle erklärt werden.
  • In der Zeichnung stellt Fig. 1 schematisch und übernatürlich vergrößert die Grundansicht eines ersten Ausführungsbeispiels dar.
  • Die Lage der Bänder I, 1a vor dem Straffen derselben und der Angriffspunkt 1c an den Bandenden sind gestrichelt veranschaulicht. Eingezeichnete Pfeile kennzeichnen die Bewegungen, welche eintreten, wenn an den Bügelstegen 2 gleichzeitig gezogen wird.
  • Die Bänder bestehen zweckmäßig aus rostfreiem Stahl von z. B. 0,04 mm Stärke. ihre dem Zahn hals zugewendeten Längskanten können statt geradlinig auch ausgebogen verlaufen. Jede Querbrücke, ebenfalls zweckmäßig aus rostfreiem Stahl gefertigt, hat eine Drahtstärke von o,6 bis o,8 mm.
  • Der Bügelsteg 2 ist vorzugsweise mittlängs ausgekuppt. Er könnte unmittelbar an seinen Grenzpunkten in die Schenkelarme 2b übergehen, welche schräg einwärts zu den Bandenden hin führen.
  • Zweckmäßiger aber ist, wenn das erst geschieht, nachdem der Draht einige schraubenförmige Windungen 2a durchlaufen hat.
  • Die Schenkelarme,2b gehen in je zwei arbgewinkelte Enden 2 über und kreuzen einander unterwegs. Jedes der abgewinkelten Enden 2c kann in irgendeiner Weise mit dem zugehörigen Ende seines Bandes I, Ia verbunden sein. Zweckmäßig geschieht das gelenkig, etwa in der Weise, daß das betreffende Bandende unter Bildung einer Öse 1c, welche von dem abgewdnkelten En'de der Länge nach durchsetzt wird, lappenartig auf die Ober- oder Unterfläche des Bandes umgeschlagen und der Lappen 1b durch einige elektrisch aufgeschweißte Punkte 8 am Band befestigt wird. Der Austritt des abgewinkelten Endes 2c aus seiner Öse 1c kann dadurch verhindert werden, daß seine zur Kaufläche hin liewende Endstrecke2d über den Rand der Öse gebogen wird.
  • Wird eine auswechselbare Verbindung zwischen dem abgewinkelten Ende 2c und dem zugehörigen Band bevorzugt, so mag auf Fig. 3 verwiesen sein.
  • Fig. 2 und 3 zeigen je eine Seitenansicht eines Matrizenbandes I, Ia, dessen zum Zahnhals hin liegende Längskante etwas kürzer bemessen ist als die zur Kaufläche hin liegende Längskante. In diesem Fall verläuft das die Öse 1c durchsetzende abgewinkelte Ende 2c schräg nach oben. Derartig geformte Bänder eignen sich mehr für an Seitenzähnen in Stellung zu bringende Matrizen. Die Auswechselbarkeit der Bänder I, Ia wird nach Fig. 3 erzielt, wenn der Schenkelarm2b in zwei zueinander parallele Strecken, die oberhalb der Öse ic durch ein Bogenstück 2g verbunden bleiben, ausläuft. Die eine Strecke 2f liegt alsdann auf der Oberfläche des Bandes 1, 1a, die zweite, 2e, durchsetzt die Öse 1c und geht zum Zahnhals hin so weit, daß ihr freies Ende noch den Schenkelarm 2b kreuzt.
  • Dadurch ist die Öse 1c auch zum Zahnhals bin verriegelt. Sie wird entriegelt und kann aus der Strecke 2c herausgeschoben werden, wenn man den Schenkelarm 2b, im Bildfeld nach Fig. 3 nach unten, abbiegt.
  • Nach dem Beispiel der Fig. 1 ist der Verlauf des Drahtweges der Querbrücke 2, 2a, 2b, 2c so, daß jede über der Mitte des Abstandes a zwischen den ungespannten Bändern I, Ia liegende Hälfte der Bügelstrecke 2 in die obersten (kauflächenwärts gelegenen) Windungslagen übergeht, dagegen die unter der Mittellinie liegenden Hälften der Bügelstege 2 in die zugehörigen untersten Windungslagen von 2a einmünden. Das hat zur Folge, daß die Schenkelarme 2b sich bei ihrer Kreuzung nicht in ihren Bewegungen und Ausschlägen stören können. Wird an den Punkten z gezogen, so bewegen sich die Ösen i der ungestrafften Bänder so weit nach auswärts, bis die Bänder aus der gestrichelt ,dargestellten Lage in je eine Gerade übergehen, wobei sich der Abstand a vorab vergrößert.
  • Wird bei z weiter gezogen, dann verringert sich der Abstand a ständig bis zum dichten Aneinanderrücken des Bandpaares. Dann kann es in den Approximalspalt eingeschoben werden.
  • Bei Ausübung zu starker Züge an z können jedoch dauernde Verformungen entstehen. Die schraubenförmigen Windungen 2a würden sich dann unerwünscht auseinanderziehen, ihre so vergrößerten Abstände beibehalten, =ihreFederkraft verlieren und sich exzentrisch zur ursprünglich lotrecht geraden Achslinie einstellen. Die Wirkung der Matrize würde dabei nicht mehr die frühere sein. Das läßt sich mit dem in Fig. 4 und 7 dargestellten Abwandlungsbeispiel verhüten.
  • Fig. 4 veranschaulicht stark vergrößert einen Horizontalschnitt durch zwei mit einander gegenüberliegenden, durch Füllungen F zu behandelnden Cavitäten versehene Nachbarzähne B, B1. Die Matrize ist bei ihnen in Arbeitslage gebracht-veranschaulicht.
  • Die Bügelstrecke 2 bildet mit ihren Schraubenwindungen 2a, den Schenkelarmen 2b und den abgewinkelten Enden 2c wieder eine Einheit. Der Bügel 2 liegt, wenn es sich um Unterkieferzähne handeln würde, unter, wenn Oberkieferzähne in Betracht kämen über der zum Zahnhals hin ersten Windungslage der Schraubenwindungen 2a. Er geht an seinen Grenzpunkten unmittelbar in eine das Innere der Federkreise 2n durchsetzende Strecke 2m über und bildet an deren Ende die zur Kaufläche hin liegende erste Windungslage. Übergehend darauf in die folgenden Windungen von 2a gehen von der zum Zahnhals hin liegenden nächsten Windung unter Kreuzung sowohl zueinander wie auch zur zugehörigen Strecke 2m die Schenkelarme 2b in die zugehörigen abgewinkelten Enden 2c über.
  • Fig. 9 zeigt schaubildlich in etwa Naturgröße die Arbeitsstellung einer solchen Matrize bei Seitenzähnen, während Fig. 10 die Arbeitsstellung der Matrize bei Frontzähnen veranschaulicht.
  • Es ist klar, daß bei einem derartigen Verlauf der Drahtstrecke der Federbrücke die geschilderten Nachteile des in Fig. 1 veranschaulichten Ausführungsbeispiells nicht mehr auftreten können.
  • Besteht die Füllungsmasse bei den Nachbarcavitäten des in Fig. 4 veranschaulichten Zahnlagefalles aus Silicaten, so kann diese im gewissen Überschuß aufgebracht und bei dem In-Stellung-Bringen der Matrize durch den in Richtung von der Kaufläche zum Zahnhals erfolgenden Schub des Bandpaares gleichzeitig durchschnitten werden. Zur Anwendung der erfindungsgemäßen Matrize bei der Füllung von Cavitäten in frei stehenden Zähnen läßt sich eine andere Abwandlung in der Bauweise der Querbrücke vorteilhaft gebrauchen, die ebenfalls die geschilderten Nachteile des in Fig. 1 veranschaulichten Beispiels vermeidet. Sie ist in dem einen Horizontalschnitt durch den Zahn darstellenden Beispiel nach Fig. 5 und ferner in Fig. 6 in der Frontansicht gezeigt. Fig. 8 zeigt schaubildlich und in etwa natürlicher Größe das gleiche Beispiel.
  • Der mit b bezeichnete Abstand zwischen den beiden ersten zur Kaufläche hin liegenden Windungslagen von 2a ist durch eine geradlinige Drahtstrecke 2h überbrückt. An den Grenzpunkten von 2h geht die Brückenstrecke unmittelbar in die erste mehrerer Windungslagen über und bildet hierauf den schräg einwärts verlaufenden, in ein abgewinkeltes Ende 2c auslaufenden Schenkelarm 2b.
  • Die Schenkelarme 2b jeder Querbrücke kreuzen also einander nicht mehr, wohl aber kreuzt jeder Arm 2b die Brückenstrecke 2h, jedoch in anderer Höhe.
  • Der Bügelsteg 2 bildet im dargestellten Beispiel keine Einheit mehr mit den Teilen 2a, 2b, 2c. Er kann daher, wenn erwünscht, aus dickerem oder widerstandsfähigerem Draht als wie die letzterwähnten Brückenteile gefertigt werden. Der Bügelsteg 2 liegt als Brückenstrecke unmittelbar unter, bzw. bei Oberkieferzähnen über der zum Zahn'hals hin liegenden ersten Windungslage der Schraubwindungen 2a und tritt, an seinen Grenzpunkten in eine nach oben führende Stredoe 2m übergehend, in das Innere 2n der Federkreise von 2, durchquert sie im rechten Winkel und tritt dann aus der zur Kaufläche hin liegenden ersten Windung aus.
  • Unter Umbiegen seines Endes über diese bildet er mit dem Ende 2k eine Rast für die Windungen 2a und schaltet auf diese Weise auch deren Auseinanderziehen aus.
  • Man kann den Bügelsteg2 mit den übrigen Querbrückenteilen aber auch aus einem zusammenhängenden Drahtstück herstellen, wenn man dieses z. B. dort, wo das Werkzeug an der Bügelstrecke 2 angreift, geeignet verstärkt oder nur die beiderseits des Angriffspunktes z liegenden Streckenteile mit einem Verstärkungsröhrchen umgibt.
  • Fig. 7 zeigt in der Grundansicht die Arbeitslage der Matrize im Approximalraum zweier benachbarter Frontzähne.
  • Die Zahnkontur von Schneidezähnen ist für die Sitzlage der Matrize im allgemeinen weniger günstig als die der Backenzähne. Die abhebelnde Kraft der Lippen muß darum möglichst ausgeschaltet werden. Das läßt sich leicht erreichen, wenn die lippenwärts liegende Querbrücke etwas stärker dimensioniert oder die Ent-fernung -der Schraubenwindungen 2a zueinander verringert wird.
  • Letzteres ist aus der im Bildfeld dieser Abbildung unten liegenden Querbrücke ersichtlich. Auch wird man in diesem Fall unter Umständen die zum Zahnhals hin liegenden Längskanten Ider Bänder länger bemessen als die zur Kaufläche hin liegenden. Die Bänder I, Ia legen sich dabei in größerer Abdeckungsfläche Idem Zahnumfaig an, verhindern eine Spaltbildung bn der Gegenseitigkeislage und übernehmen den Schutz gegen Speichelzutritt.
  • Überhaupt können die Qneibrücken in allen Fällen wirksam zum Festhalten von Wattebäuschen oder Zellstoffrollen ausgenutzt werden.
  • Innerhalb einer geschlossenen Zahnreihe kann man bei Molaren auch zwei Matrizen mesial und distal in Stellung bringen.
  • Wenn man weiterhin, wie schon erwähnt, die inter,dental eingeführte Matrize zum Durchschneiden von Zementfüllungen ausnutzt, kann man nach oberflächlicher Erhärtung des Füllmaterials den Mund schließen lassen. Hierbei übernimmt der über den Rand der Füllung in dünner Lage ge drückte Zementüherschuß den Schutz während einer längeren, außerhalb des Behandlungsraumes zu verbringenden Wartezeit; Das damit verbundene Liegenbleiben der federnd angedrückten Bänder schützt vor. allen Dingen den am meisten gefährdeten Approximalabschnitt der Füllung. Nach Entfernung der beiden, nur ein Zehntelmillimeter zusammen betragenden Banddicke federn die Zähne zurück und stellen den gewünschten Kontaktpunkt ohne jedwede Beschädigung der Füllungen her. Die Matrizenabnahme erfolgt wieder durch das Werkzeug. Hierbei werden die Bänder 1, 1a automatisch nicht gegen den Behandlungszahn, sondern gegen den Nachbarzahn angedrückt und unter Schubwirkung gegen ihn entfernt, mithin die Füllung geschont.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Werkeugs geht aus Fig. 11 (Grundansicht) und aus Fig. 12 (Seitenansicht) hervor. Es besteht aus einer Zange, deren Schenkel bei 4 ihren gemeinsamen Gelenkpunkt haben. - Um den Zapfenschaft 4, Ider an einer der Blechlaschen 6, deren jede ein Lagerauge besitzt, das von einer Schenkelstrecke 3 durchsetzt wird, befestigt ist, sind die Windungen einer Drahtfeder 5 gelegt, deren :Endstrecken sich gegen den zugehörigen Schenkel abstützen. Hierdurch sind die Schenkel bestrebt, sich an ihren Knickpunkten 3b zu berühren, während die ausgebogenen Griffstrecken 3 sich spreizen müssen. Vom Knickpunkt ab bis zum zugehörigen Auslaufende bilden die Arbeitsschenkel 3a einen stumpfen Winkel zu dem zugehörigen geraden Streckenteil jedes Griffschenkels 3. Wie Fig. 11 ausweist, spreizen sich die Arbeitsschenkel 3a von ihrem Berührungspunkt 3b bis zum Ende zueinander. Seitlich betrachtet (s. Fig. 12), bilden die Arbeitsschenkel 3a bei 3d aber unter Einschluß eines abermaligen stumpfen Winkels ebenfalls einen Knick. Die Endstrecke 3e verläuft daher im Bildfeld von Fig. 12 abwärts, während die Griffstrecke von 3f-3d schräg ansteigt. Außenseitig ist die Endstrecke 3e nahe ihrem Auslauf sägezahnartig gekerbt. Dadurch entstehen zwei Rasten 3g, Sie dienen als nschläge für die Kuppen z -der Bügelstege 2 an der Querbrücke der Bandpaare I, 1a der Matrize.
  • Diese Gestaltung erlaubt die Handhabung des Werkzeugs im Oberkiefer in direkter Sicht nach Art der bekannten Bajonettzangen. Durch bloßes Senken oder Heben der Hand unter entsprechender LinUks- bzw. Rechtsdrehung können daher mit der Zange alle Handlungen zum In- und Außerstellungbringen der Matrize vollzogen werden, wobei der beschriebene Verlauf der Zangenschenkel eine äußerst günstige Ausnutzung der Hebelkräfte gestattet. Es ist daher auch keine Herstellung der Zangenschenkel im Gesenk erforderlich, vielmehr kann ein einfacher Stahldraht ausreichenden Querschnitts benutzt werden, um i'hm die erforderliche Formung zu geben.
  • Zusammengefaßt ergeben sich als Vorteile der erfindungsgemäßen Matrize und ihres Werkzeugs folgende: I. Großes, individuelles Anpassungsvermögen an die verschiedenen Zahnformen, Größen und Gegenseitigkeitslagen; 2. kein im Mund verbleibender, die Arbeit behindernder Spanner oder son'stiger Hilfsgegenstand, um die Matrize in der Gebrauchslage zu sichern; 3. stärkster Druck an der Zahnfleischgrenze, separierende Wirkung während der Arbeit, nach Matrizenabnahme durch Rückfederung der Zähne guter Kontaktpunkt der Füllung mit dem Nachbarzahn oder der Nachbarfüllung; 4. Möglichkeit gleichzeitiger Herstellung zweier Füllungen in Nachbarcavitäten mit Hilfe der gleichen Matrizeneinheit, zusätzliches Anbringen mehrerer Matrizen an verschiedenen Zähnen zwecks Vornahme hintereinanderfolgender Füllungen; 5. Anlegen und Abnehmen jeder Matrizeneinheit mit einem Handgriff am Werkzeug; 6. niemals Herausreißen oder Beschädigung der Füllung bei Abnahme der Matrizeneinheit dadurch Gegendruck gegen und Entlangschub am Nachbarzahn; 7. bei gemeinsamer Füllung von Nachbarcavitäten Möglichkeit ,der Trennung der frischen Füllmasse durch Zerschneiden bei Einführung der Matrizenbänder; 8. Vornahme des Zubeißens des Behandlungszahns gegen ,den Gegenzahn des anderen Kiefers vor A'bnahme der Matrize; g. beste Übersicht, die Brückenglieder der Matrize dienen auch als Halter von Watte- oder Zellstoffrollen; 10. durch Höhenverschub der Matrizeneinheit dichtes Anliegen der Matrizenbänder längs des Zahnhalses; 11. keinerlei Verletzung oder Belästigung der Papille des Approximalspalts bei Matrizeneinführung; 12. Möglichkeit einer Relativ'drehung jedes Bandendes zur zugehörigen Strecke der federnden Querbrücke beim Einführen der Matrizeneinheit längs der Behandlungszähne, daher kein Zwang zu starrer Parallelverschiebung für den Federarm und Anpassung an die jeweilige Zahnformung.

Claims (14)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Doppelbandmatrize als Hilfsmittel bei der Füllung von Zahncavitäten, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bandpaar (I, 1a) an seinen Enden durch federnde Drahtbügel (2, 2U, 2C) so verbunden ist, daß sich die beiden Bänder unter einem nach auswärts gerichteten Zug, welcher durch ein Spannwerkzeug auf die Stege (2) der Drahrbügel ausgeübt wird, so einstellen, daß sie sich entweder dicht aneinanderliegend in den Approximalraum zwischen zwei benachbarten Zähnen einschieben lassen oder einen frei stehenden Zahn beiderseits umschließen und nach Entfernung des Spannwerkzeugs durch die Federwirkung der Drahtbügel fest gegen die Außenwände der Zähne gedrückt werden.
  2. 2. Doppelbandmatrize nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel stege (2), bevor sie in die Enden der Bänder (I, 1a) übergehen, zur Erzielung einer stärkeren Federwirkung schleifenförmig gewunden sind.
  3. 3. Doppelbandmatrize nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet; daß die Schenkel (2b) der Drahtbügel (2), bevor sie in abgewinkelte Enden (2C) übergehen, einander kreuzen.
  4. 4. Doppelibandmatrize nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, /daß die Bänder (I, 1a) auswechselbar sind.
  5. 5. Doppelbandmatrize nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Bandende zu einer sich über die ganze Breite des Bandes erstreckenden Ose (IC) ausgebildet ist, die zur Aufnahme der aibgewinkelten Enden (2c) der Schenkel (2b) der Drahtbügel (2, 2a) dient.
  6. 6. Doppelbandmatrize nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die abgewinkelten Enden (2C) der Schenkel (2b) in zwei durch einen Steg (2g) verbundene Strecken (2e, 2f) unterteilt sind, von denen die eine (2') die Außenfläche des zugehörigen Bandes überquert, während die andere (2e) die Öse (IC) durchsetzend in der Ebene des zugehörigen Schenkels frei endet und damit letzteren verriegelt.
  7. 7. Doppelbandmatrize nach Anspruch I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Kaufläche hin liegenden Längskanten der Bänder (1, Ia) länger oder kürzer bemessen sind als die am Zahnhals liegenden Längskanten.
  8. 8. Doppelbandmatrize nach Anspruch I bis 7, gekennzeichnet durch Rasten, welche die Schleifen (2a) in den Drahtbügeln zur Kaufläche und zum Zahnhals hin begrenzen.
  9. 9. Doppelbandmatrize nach Anspruch I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasten dadurch gebildet werden, daß die Drabtbügel (2), bevor sie in die zur Kaufläche hin gelegenen ersten Windungen der Schleifen (2a) übergehen, die zur Halterung der Bänder dienenden Schenkelarme (2b) unterqueren und das Innere (2n) der Schleifen (2a) durchsetzen.
  10. 10. Doppelbandmatrize für den Gebrauch bei frei stehenden Zähnen nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Brückenstrecke (2"), welche die beiden zur Kaufläche hin liegenden ersten Schleifeulagen der Drahtbügel (2) verbindet, die nicht gekreuzten Schenkel (2b) überquert und daß ferner die Bügel stege (2) unabhängig von den anderen Drahtbügelteilen (2a, 2o, 2c) mit ihren Enden (2m) das Innere (2n) der Schleifenlagen (2a) durchsetzen und so die Rasten für die beiden zur Kaufläche und zum Zahnhals hin liegenden ersten Windungen abbilden.
  11. II. Werkzeug zur Ausübung des Zuges an den Bügelstegen der Matrize nach Anspruch I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer zweischenkeligen Zange besteht, ,deren gelenkig verbundene Schenkel (3, 3a) sich unter dem Einfluß einer Feder (5) von einem im Grundriß betrachtet gemeinsamen Berü:hrungspunkt (3b) ab nach links und rechts spreizen.
  12. I2. Werkzeug nach Anspruch II, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkstelle aus zwei Blechlaschen (6) gebildet wird, die mittels lageraugenartig geformter Teile die Zangenschenkel umschließen und deren sich innerhalb der Zangenschenkei überlappende Teile von einem Gelenkbolzen (4) durchsetzt werden, um den die Schraubenwindungen einer Drahtfeder gelegt sind.
  13. 13. Werkzeug nach Anspruch II und I2, dadurch gekennzeichnet, daß die gesenklos aus z. B. Stabidraht gefertigten Zangenschenkel, seitlich betrachtet, in drei verschiedenen Ebenen verlaufen, derart, daß jede der beiden den Griff bildenden und nach auswärts gebogenen Schenkelstrecken (3) waagerecht, alsdann einen Knickpunkt (3f) bildend bis zu einem zweiten Knickpunkt (3d) schräg ansteigend und von dem letzteren bis zum Ende schräg abwärts gerichtet ist, wobei das Gelenk (4, 5, 6) in die schräg ansteigende Strecke (3f-3d) zu liegen kommt und, grundrißmäßig gesehen, die zwischen dem ersten (3t) und dem zweiten Knickpunkt (3d) gelegenen Mittelstrecken der Zangen schenkel unter Bildung je eines Winkels einen gemeinsamen Berührungspunkt (3d) in Nichtgebrauchslage besitzen.
  14. 14. Werkzeug nach Anspruch II bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den Außenseiten der Arbeitsschenkelstrecken vom zweiten Knickpunkt (3d) bis zum Ende eine sägezahnartig verlaufende Rast (3g) oder eine Mehrzahl derselben befindet.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1056323B (de) * 1957-07-29 1959-04-30 Dr Med Dent Max Schatzmann Matrizenspanner zur gleichzeitigen Herstellung von zwei Zahnfuellungen an zwei benachbarten Zaehnen
DE1281104B (de) * 1962-12-13 1968-10-24 Dr Julius Walser Doppelbandmatrize als Hilfsmittel bei der Behandlung von Zahncavitaeten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1056323B (de) * 1957-07-29 1959-04-30 Dr Med Dent Max Schatzmann Matrizenspanner zur gleichzeitigen Herstellung von zwei Zahnfuellungen an zwei benachbarten Zaehnen
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