DE8701983U1 - Träger für Backwaren - Google Patents

Träger für Backwaren

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DE8701983U1
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Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A21—BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21B—BAKERS' OVENS; MACHINES OR EQUIPMENT FOR BAKING
    • A21B3/00—Parts or accessories of ovens
    • A21B3/15—Baking sheets; Baking boards

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Manufacturing And Processing Devices For Dough (AREA)

Description

7544 I/
PATENTANWÄLTE
DR. FRIEDRICH E. MAYER DIPL-PrIYS. G. FRANK
WcSTUCi-i: 24
7530 &Rgr;&Ggr;&Ogr; ZHEIM
Helmut Daub, Mutschelbacher Straße 30, 7537 Remchingen-Wilferdingen f
Trager für Backwaren
Die Erfindung betrifft einen Träger für Backwaren.
Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften einerseits ("Nachtbackverbot") und dem Bedürfnis des Publikums nach frischen Backwaren auch schon zu früher Morgenzeit andererseits, wird in der Backtechnik schon seit längerer Zeit von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die vorgefertigten Backrohlinge (Teiglinge) soweit wie möglich vorauf abrizieren und den Gärprozeß des Teiges durch Kühlung in geeigneten Anlagen zu unterbrechen, um dann die Beendigung des Backprozesses möglichst kurzfristig durchführen zu können. Un dies zu erreichen, ist es erforderlich, die Teiglinge auf sogenannten Gärgutträgem zwischenzulagem, die dann in die entsprechenden Anlagen zur Unterbrechung des Gärprozesses gelangen oder eingefahren werden können.
Materialwahl und Aufbau dieser Gärgutträger sind jedoch von erheblicher Bedeutung für die Qualität des letztlich hergestellten Backgutes.
Eine einfache und weithin verbreitete technische Möglichkeit besteht darin, einfache Holzbretter als Unterlage für die Teiglinge zu verwenden. Infolge des hohen Wärmedurchgangswertes dieser Unterlagen (hoher Isoliereffekt) hac dies jedoch zur Folge, daß in der Kühlung die Kälte sich nur recht langsam ausbreitet, was wiederum zur Folge hat, daß der Gärprozeß und der Gärstoppzeitpunkt im Kern dieser
'-Iz -
Teiglinge verspätet eintritt. Hinsichtlich des Fortgangs des Gärprozesses sind die Teiglinge also weitgehend inhomogen mit entsprechender Auswirkung auf eine unterschiedliche Qualität der Backerzeugnisse.
Auch nach dem Gärstopp, also beim Auftauen der Teiglinge , bewirkt der thermisch entsprechend umgekehrte Prozeß, daß der Gärprozeß außen am Teigling wieder früher einsetzt als im Innern des Teiglinges auf den herkömmlichen Gärgutträgem. was die beschriebene Inhomogenität der Teiglinge vergrößert. Der zögernde Auftauprozeß hat zudem die nachteilige Folge, daß Taueffekte auftreten, die zu einem Ankleben der Teiglinge auf denjenigen herkömmlichen Gärgutträgem führt, die eine Auflage aus beispw. Moltontuch, Baumwolltuch oder Halbleinentuch haben. Schließlich versteht sich von selbst, daß insbesondere diese Auflagen aus hygienischen Gründen nicht optimal sind und nicht hundertprozentig hygienisch gereinigt werden können.
Auch die bereits vorgeschlagene Verwendung von Kunststoffträgem vermag die oben geschilderten prinzipiellen Nachteile der vorbekannten Lösungen nicht zu beseitigen.
Die gleiche Problematik (Ankleben der Teiglinge, mangelnde Reinigungsmöglichkeiten) ergibt sich auch bei anderen Verwendungen von derartigen Trägem oder unterlagen für Teiglinge in den verschiedenen Bereichen und Arbeitsabläufen in der Backtechnik.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen derartigen Träger so auszubilden, daß eine gleichmäßigere Behandlung, insbesondere Einfrierbzw. Auftauwirkung der Teiglinge erzielt wird und daß eine einfache und hygienische Reinigung des Trägers gewährleistet ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß Träger für Backe waren, insbesondere Gärgutträger für Teiglinge, durch ein Lochblech aus Metall, insbesondere Aluminium, und eine auswechselbare Auflage aus einem luftdurchlässigen Gewebebelag gebildet sind.
Diese Kombination weist insgesamt (wie bei Metallen bekannt) eine nur minimale Wänmeisolation auf, so daß beim Abkühlen der Teiglinge die "Kalte" sehr schnell auch von unten in die Teiglinge vordringen kann, was als Nebeneffekt auch noch den Vorteil bringt, daß eine Energieeinsparung erzielt wird.
Durch die Öffnungen im Lochblech einerseits und die Poren oder Durchgangskanäle im luftdurchlässigen Gewebebelag andererseits, wird auch eine Luftzirkulation gewährleistet, die eine schnellere Kühlung bzw. Aufwärmung der Teiglinge fordert. Die nicht ebene Oberfläche der Auflage hat außerdem zur Wirkung, daß der Teigling sozusagen mittels einer "Mehrpunktlagerung" aufliegt, was auch zusammen mit dem schnellen Aufwärmen die Entstehung von Feuchtigkeit und Taueffekten und somit von Ankleberscheinungen weitgehend verhindert, unabhängig vom jeweiligen Verwendungszweck der Träger,
Die erfindungsgemäß gewählten Materialien können ohne weiteres in den üblichen gewerblichen Spülmaschinen gereinigt und wieder verwendet werden, so daß auch höchste ifygieneansprüche erfüllt werden können.
Weitere Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Trägers wird anhand eines Gärgutträgers anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Querschnittsdarstellung durch den Gärgutträger mit der Auflage, eingesetzt in den Montagerahmen und
Fig. 2 eine Detaildarstellung des Details X in Fig.l.
Der Gärgutträger besteht aus einem Lochblech 10, das Bohrungen/ Löcher 1OA aufweist. Auf diesem Lochblech 10 liegt eine Auflage aus luftdurchlässigem Gewebebelag 11. Diese Auflage
11 ist an vier gegenüberliegenden Seiten derart größer bemessen als das Lochblech 10, daß die Auflage 11 um vier Seiten des Lochbleches 10 herumgeschlagen und in einen Montagerahmen eingeschoben werden
kann. Dieser Montagei'ahmen besteht aus vier Seitenteilen ?0 sowie gegebenenfalls vier EckverbindungsstUcken, die die Enden der Seitenteile 20 übergreifen und mit diesen verbunden sind.
Jedes Seitenteil 20 besteht aus einem Profil, an dessen UnterseiV* ein zusätzlicher unterer Schenkel 2>A angebracht ist, dessen rückwärtige Stirnseite um etwa die Materialdicke X des Profils gegenüber der Außenwandung 21B des Vierkantprofils 21 zurückgesetzt ist. Dadurch kann unter Fonüschluß der nächste Mcntsgerahmen aufgesetzt weiJen, wie dies in Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist.
Nach Abnahme eines Seitenteils 20 und dessen anschließende beide EckverbindungsstUcke kann somit das Lochblech 10 mit der Auflage 11 schübladenähnlich aus dem Montagerahmen herausgezogen und wieder hineingesteckt ».erden.
Selbstverständlich ist es auch auf einfachste Weise möglich, den Montagerahmen in seine Bestandteile zu zerlegen,
und diese ebenfalls zu reinigen, wozu die Teile des Montagerahmens zweckmäßigerweise ebenfalls aus Aluminium oder Edelstahl gefertigt sein sollten, ebenso wie das Lochblech.
Aus der Detaildarstellung der Fig. 2 kann man entnehmen, daß die durch Pfeile angedeuteten Luftströme praktisch ungehindert von einer "Etage" übereinander angeordneter Lochbleche in die nächste •'Etage" gelangen können (oder umgekehrt), da der Teigling 30 nicht vollflächig auf der Unterlage aufliegt, so daß auch dessen Unterseite einwandfrei belüftet wird, was dem unerwünschten Ankleben entgegenwirkt.
Mit nur wenigen baukastenähnlich zusammenfügbaren Elementen läßt sich somit ein Gärgutträger bilden, der säntliche Anforderungen hinsichtlich optimaler Backqualität und' einwandfreier Hygiene in sich vereinigt und zudem im täglichen Gebrauch auch noch Energie einspart.
Ein derartiger Träger ist aufgrund der vielfältigen Vorteile auch ganz allgemein zur Aufnahme von Backwaren in Bäckereien geeignet, unabhängig von den jeweils mit diesen Trägern durchgeführten Verfah-
m rensschritten.
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Besondeis geeignet für den beschriebenen Zweck sind Polyestei^gewebe als Auflage 11, die eine Mindestdicke von 0,7 mm aufweisen, deren Gewebeöffnungen etwa lmm2 betragen und deren offene Fläche bei etwa 7C% liegt. Dann ist gewährleistet, daß die Backwaren ausreichend belüftet werden, ohne aber auf dem Lochblech 10 aufzusitzen.
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Claims (10)

Schutzansprüche
1. Träger für Backwaren, insbesondere Gärgutträger für Teiglinge, gekennzeichnet durch ein Lochblech (10) aus Metall, insbesondere Aluminium, und eine auswechselbare Auflage (11) aus einem luftdurchlässigen Gewebebelag.
2. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewebebelag aus Polyester in der Kette und im Schuß besteht.
3. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewebebelag aus Textilfasem besteht.
4. Träger nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewebebelag eine Gesamtdicke von mindestens 0,7 mm aufweist.
5. Träger nacäi Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewebeöffnungen (\3k) etwa 1 mm betragen.
6. Träger nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die offene Fläche des Gewebes etwa 70% beträgt.
7. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Randbereiche des Lochblechs (10) mit der herumgeschlagenen Auflage (11) in einem Montagerahmen gehalten sind.
8. Träger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Montagerahmen aus vier Seitenteilen (20) besteht, die an den Ecken zusammensteckbar oder -schraubbar sind.
9. Träger nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Seitenteil (20) aus einer Profilschiene (21) besteht, die an ihrer Unterseite einen zusätzlichen Schenkel (21A) zur Aufnahme des Lochblechs (10) mit dessen Auflage (11) beinhaltet.
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-7-
10. Träger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche Schenkel (21A) gegenüber der äußeren Wandung (21B) des Seitenteils (21) um etwa die Materialdicke (x) der Profilschiene (21) zurückgesetzt ist.
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